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Sie Gießener yolizei im neuen Keim.
Mit dem heutigen Tage sind die Amtsräume des Polizeiamts Giehen aus dem alten Hause in der Weidengasse nach dem neuen Polizeiamtsgebäude am Land- qraf-Philipp-Plah verlegt worden. Bekanntlich wurde dieses neue Heim unserer Gießener Polizei durch den Umbau der früheren Zehntscheuer geschaffen. Nahezu zwei Jahre sind seit dem Tage der Inangriffnahme dieses Um« baues verflossen. Ein Vergleich der neuen Diensträume mit der bisherigen Unterkunft in der Weidengasse ist wie das Verhältnis des Tages zur Nacht. Unsere Polizeibeamten find geradezu zu beglückwünschen, daß sie nun endlich nach jahrzehntelanger ungenügender, in den letzten Jahren sogar direkt unwürdiger Unterkunft aus dem alten Hause herauskommen und ihren schweren Dienstpflichten nun in Räumen nachgehcn können, in denen die Schaffensfreudigkeit auch durch die bessere Umgebung angeregt wird. Sämtliche Zimmer in dem neuen Heim sind sowohl in der Auswahl der Tapete, wie in der Vestimmung des Türen- und Deckenanstrichs in warmem Tone gehalten, so daß sie durchweg einen sehr freundlichen Eindruck machen. Für die Einrichtung der Zimmer wurden zahlreiche neue Möbel benötigt, die mit Ausnahme einiger Spezialstücke erfreulicherweise nur von ortsansässigen Geschäften bezogen wurden. In den einzelnen Stockwerken befinden sich neuzeitliche Toilettenanlagcn. ferner sind auf den Korridoren kleine Waschbecken angebracht, die auch dem Publikum zur Verfügung stehen. Eine breite und bequeme Treppe führt vom Parterre au den Obergeschossen. Der Feuersicherheit in dem Hause dient auf jedem Korridor eine längere Schlauchleitung, die in einer Nische in der Wand aufgerollt verwahrt wird: ferner sind für diesen Zweck noch einige Feuerlöschapparate vorgesehen.
Mit dem Auszug aus dem alten Hause in der Weidengasse hat ein trübes Kapitel in der Geschichte unserer Polizei seinen Abschluß gefunden und ein neuer, günstigerer Abschnitt in der Raumzuteilung für Polizeizwecke seinen Anfang genommen. Allerdings wird dieser Ausblick in die Zukunft etwas beeinträchtigt durch die Tatsache, daß in dem neuen Polizeiamtsgedäude sich jetzt schon ein gewisser Platzmangel fühlbar macht. Das Bauobjekt wurde vor zwei Jahren, als die Aufgaben der Polizei noch nicht so weit ausgedehnt waren wie heute, ausgewählt. Es konnte nach dem damaligen Stande der Dinge auch als ausreichend angesehen werden. Mittlerweile hat aber die Entwickelung auf dein Gebiete des Polizeidienstes auch nicht stillgestanden und zur Inangriffnahme von Aufgaben geführt, die zwangs- läusig einen größeren Raumbedarf mit sich bringen. Immerhin ist wenigstens heute den unbedingten Notwendigkeiten auch räumlich die erforderliche Erfüllung zuteil geworden.
Die frühere Gendarmcriekaserne am Landgraf«Philipp-Platz, Ecke Drandgasse, wurde für Polizeizwecke mit in Anspruch genommen. Hier hat das I. P 0 l i z e i - revier. das bisher in der Senckenbergstrahe ebenfalls unzulänglich untergebracht war. seine neuen Diensträume erhalten. Im Erdgeschoß befindet sich auf der rechten Seite die Wachtstube mit den Garderobeschränken der Polizeibeamten, auf der gegenüberliegenden Seite hat der Polizeimeister dieses Reviers sein Dienstzimmer. Im Obergeschoß befindet sich das Zimmer des Reviervorstandes. ferner sind hier die Räume für die Nahrungsmittel- und die Gewekbepolizei, sowie die Toiletten. Ein Waschrauin für die Beamtenschaft dieses Reviers ist ebenfalls im Obergeschoß eingerichtet worden, dieser Raunr ist so groß, daß er noch die Schaffung einer Badegelegenheit ermöglicht. für die ja die Beamten des polizeilichen Außendienstes unter Umständen nach sehr starker dienstlicher Inanspruchnahme ein Bedürfnis haben werden.
Betritt man nach dem Durchschreiten eines noch anzulegenden Vorgartens des
neue Polizeiamtsgebäude,
so bemerkt man im Parterre auf der linken Seite zunächst die Amtswache, an deren Schalterfenster ein Beamter dem Publikum die erforderlichen Auskünfte zur raschen Orientierung bei der Inanspruchnahme der Bureaus gibt; in diesem Raume ist auch die Telephonzentrale untergebracht; hier ist Tag und Nacht ununterbrochen Dienst. In den daneben liegenden Räumen sind das Fund- bureau und die Registratur eingerostet. Das Fund- bureau hat in seinem Zimmer eine große Anzahl von Schränken erhalten, in denen die Fundgcgcn- ständc sicher verwahrt werden können, ferner ist hier ein Stahlfach geschaffen worden, das der Aufbewahrung von gefundenen Geldern und Schmuck- fachen dienen wird Eine große Anzahl Regale bis zur Zimmerdecke hinauf kann man in den drei Zimmern der Registratur bemerken. Auf der rechten Seite des Parterregeschosses hat das Einwohnermeldeamt weite und hohe Räume erhalten. Hier ist jetzt das Einwohnermeldewesen in zweckmäßiger Weise zusammengefaßt worden. Um die Registraturarbeiten dieser Abteilung in rascher und rationellster Weise erledigen zu können, sind hier sog. Kartenschreibtische ausgestellt, an denen sich der Arbeitsgang in vorteilhaftester Weise erledigen läßt. Nebenan befindet sich das Arbeitszimmer des Vorstehers des Einwohnermeldeamtes. Schließlich find im Parterre noch zwei Räume für die Kriminalpolizei bestimmt.
Das erste Obergeschoß enthält die Diensträume des Amtsvorstandes, das Dienstzimmer des Außendienstleiters und die Räumlichkeiten der übrigen Zweige der Derwaltungspolizei, zu der auch die Bureaus im Parterregeschoh gehören. Neben den erwähnten Diensträumen im Obergeschoß sind in diesem Stockwerk noch untergebracht: der Polizeiverwaltungsoberinspektor, die Gewerbeabteilung, die Kanzlei. ' das Rechnungsbureau, die Abteilung für Paßwesen und Stempelangelegenheiten, die Schreibstube des Außendienstes und ein Unterrichtssaal für polizeiliche Unterrichtszwecke.
Das zweite Obergeschoß dient vollständig der Kriminalabteilung. Hier befinden sich: das Dienstzimmer des Kriminalkommissars, die Räume für den Erkennungsdienst, in denen die eingelieferten Häftlinge photographiert und von ihnen Fingerabdrücke genommen werden (ferner sind hier die Schränke mit den Platten der Photos und der Registratur der angefertigten Bilder aufgestellt): anschließend ist die Dunkelkammer für die Zwecke der Bildentwicklung des Erkennungsdienstes: weiter befinden sich hier die von mehreren Beamten bearbeitete Fahndungskartothek, die Fahndungsabteilung, die Abteilung für Nachrichtenwesen, das Ressort für Fahrrad- und Auto- diebstähle und Verkehrsunfälle, die Sittenpolizei, die Abteilung zur Verfolgung von Betrugs- fällen und Urkundenfälschungen, schließlich noch eine Wohnung für den Hausmeister.
Das Kellergeschoß birgt auf der linken Seite fünf Arrestzellen und eine große Reservezelle, ferner den Akkumulatorenraum für die Telephonzentrale und Toiletteanlagen. In der Mitte ist ein großer Abstellraum für gefundene Fahrräder und andere große Fundstücke hergerichtet. Auf der rechten Kellerseite befindet sich die Zentralheizungsanlage, durch die sämtliche Räume des Hauses und das dem Polizei- amtsgcbäude vorgelagerte Haus des 1. Polizeireviers beheizt werden.
Der Speicher weist viel Raum aus zur Unterbringung von alten Akten und dergleichen, ferner sind dort an den beiden Giebelseiten zwei Zimmer ausgebaut, für die im Laufe der Zeit sicherlich auch noch Zweckbestimmung getroffen wird.
Aus der provmzialhauptsiadt
Gießen, den 17. Januar 1929.
Stoßseufzer der Straßenbahn.
Ich bitte Sie. Herr Redaktor, Für kurze Zeit nur um Gehör! Das hab' ich arme Straßenbahn Dem hiesigen Verkehr getan? Warum auf einmal solche Klagen? Darf mal ich selbst ein Wörtchen sagen? Ich möcht' bei Ihnen mich verteidigen, Ohn' jemand zu kränken und zu beleidigen. Ich weiß, daß nur die Wahrheit gilt — Wir führen sie beide in uns'rem Schild Stör' ich denn wirklich den Verkehr. Wie das behauptet Irgendwer, In Seltersweg und Bahnhofstraß', Wie jüngst ich ganz erstaunt es las? Din ich wahrhaftig das Karnickel. Gibt'S nicht ganz andere Vehikel, Die, ganz unglaublich rücksichtsvoll, Durch unsere Straßen fahr'n wie toll? Gellt denn das Lärmen der Motore Nicht oft in Ihrem eignen Ohre.
Wenn einer durch die Gassen rattert Und es wie in der Feldschlacht knattert? Ob es sei Tag, ob es sei Nacht —. Hab' ich es ähnlich je gemacht?
Der Bürger — läßt sich nicht erbittern. Wenn auch bei ihm die Fenster zittern! Doch will ich's ihm ganz offen sagen: Manch Auto liegt auch ihm im Magen I ch fahr' seit Jahren ruhiger Weise Stets höchst solid im alten Gleise.
Und fährt mir einer an den Wagen. Hat er den Schaden selbst zu tragen, Denn meistens endet die Geschichte Bei dem beliebten Strafgerichte. „Verkehrssünder" werden jene genannt. Die täglich gefährden Stadt und Land.
Sie all« sollte das Mäuschen beißen: Die Radler, die auf den Reifen, den leisen, Durchs Dunkel der Nacht ohneLichter rasen Und die. die teuflisch die Luft vergasen! Oder, wenn solch ein rücksichtsloser Schlingel Di« Leute anfährt, weil er ohne Klingel Durch die Mäusburg oder die Marktstraße fährt, Weil kein Schupo dort steht, der 's ihm verwehrt. Und da ich gar oft durch den „SelterS" kam, Sah ich, daß ausgerechnet der Straßendamm Benutzt wird als Poussierpromenade Don Jüngling und Jungfrau — selbst hoch zu Rode!
Die Losung lautet Du schreibst 's oft — „Geht rech ts!", Doch beachte die Kinder des Kurzrockgeschlechts: Die trippeln in ihrer, Bembergseide Doch allermeist auf der linken Seite.
Die Ursache läßt sich gar leicht begreifen: „Sie" kann dann „Ihn" besser am Aermel streifen, „Sie" kann sich „Ihn" so auch besser beseh'n Und bleibt drum gleich auf dem Trottoir steh'n — —.
Und um solch ein Pärchen — ungelogen — Machen die andern noch einen Bogen, „Sie" — quietschvergnügt und lebensfroh, Der Schupomann — steht anderswo. Das alles seh ich. die Straßenbahn, Ohn' daß ich etwas ändern kann.
Din i ch nun schuld am gestörten Verkehr? Wer mvcht'S behaupten, frag ich. wer? Ich bin für allesamt ein Muster, Für die Studenten und die jungen Schuster. Doch gab's von jeher Kanne-Gießer Und Neuerer und Desierwisier.
Ich frage wirklich ganz bescheiden: Warum mag man auf einmal mich nicht leiden? Hab' ich nicht einstens viel Geld gekostet, War ich schon jemals eingerostet?
Fährt mit mir nicht Freund Jedermann, Der sich fein Auto leisten kann?
Vom Selters- bis zum Rodberg gar Fahr' ich schon manches liebe Jahr, Vom Bahnhof bis zum Schühenhaus Fahr' a u ch ich schon jahrein — jahraus — Und störte nie und nimmermehr Allhier in Gießen den Verkehr.
Ich habe ihm g e b i en e t — immer!
(Wer and res sogt, hat keinen Schimmer.) Die Stadt setzt zu bei mir kein Geld, Wie man so da und dort erzählt.
Und wenn man jetzo im Rat der Allen Des Verkehrs wegen will etwas verkehrt gehalten, So sag ich den Herren (mit und ohne Titeln), Seht euch doch um nach den richtigen Mitteln. Nichts wird erreicht mit Theorien: Dieböhe Menschheit muß man z i e h n! Du besserst oftmals nur den Toren, So du ihn ziehst an seinen Ohren!
Ihr Herrn „verordnet": „Links geh'n ist verboten", Der Frevler — wird geknaßt nach Noten! Wandle nicht auf dem Straßendamm.
Du alter Junge, du junges Lamm! „Geht rechts" stets puf den Bürgersteigen, Sonst müßt ein' Geldstraf Ihr begleichen!" —
Nun frage ich zum Schluß noch frei, Wofür ist da uns're Stadtpolizei? Doch wohl zu ganz bestimmten Zwecken: Darum an den richtigen Straßenecken Drei Wochen lang ein Schupo steh Und auf die richtige Ordnung seh'! Zwar macht er sich oft unbeliebt, Dieweil er seinen Dienst ausübt -- Allein ein Ordnungsmann muß fechten Stets mit dem Bösen und dem Schlechten! Und nimmt das p. p. Publikum, Das dreimal heil'ge, etwas krumm. Und will sich nicht erziehen lassen, Im engen Selters und anderen Gasten, So sollst, Su)upo, du solches verachten. Als Ordnungshüter nach dem rechten trachten, W i r tun doch uns'ren Dienst hier an der Lahn!
Die unverdrossene Gießener Straßenbahn.
Gießener Wochenmarktpreise.
Es kosteten auf Dem heutigen Wochenmarkt das Pfund: Butter 140 bis 170; Matte 30 bis 35; Käse (10 Stück) 60 bis 140; Wirsing 15 bis 20; Weißkraut 10 bis 15; Rotkraut 20 bis 25; gelbe Rüben 15 bis 20; rote Rüben 15 bis 20; Spinat 35 bis 40; Unter-Kohlrabi 8 bis 10; Grünkohl 25 bis 30; Rosenkohl 40 bis 60; Feldsalat 120 bis 150; Tomaten 80 bis 90; Zwiebeln 15 bis 20; Meerrettich 50 bis 150; Schwarzwurzeln 50 bs 70: Kartoffeln 5; Aepfel 20 bis 40; Dirnen 10 bis 30; Dörrobst 35 bis 40; Honig 40 bis 50; junge Hähne 100 bis 110; Suppenhühner 100 bis 120; Nüsse 60 bis 80; das Stück: Eier 18 bis 20; Blumenkohl 60 bis 120; Salat 40 bis 45: Endivien 25 bis 35; Lauch 10 bis 15; Rettich 10 bis 20; Sellerie 10 bis 50 Pfennig; der Zentner: Kartoffeln 3.80 bis 4,50 Mark.
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Bornotizeir.
— Tageskalender f ü r vonnerskag. Gießener Konzertvercin: Symphoniekonzert im Stadttheater, 7.30 Uhr. — Lichtspielhaus, Bahnhof' straße „G'schichten aus dem Wiener Wald". — Astoria-Lichtspiele: „Dos Verbrechen auf her Teu- felsburg".
— Stadttheater Gießen. Aus dem Stadttheaterbureau wird uns geschrieben: Morgen, Freitag, 18. Januar, 20 Uhr. findet die Uraufführung von Leonhard Franks „Äart und Anna", statt. Das Schauspiel — das erste Leonhard Franks, dessen Romane „®ie Räuberbande" und »Das Ochsenfurter Männerquartett" großen Erfolg hatten — wird gleichzeitig in Frankfurt a. M. und Paris urausgesührt. Spielleitung: der Intendant. Bühnenbild: Karl Löffler. Mitwirkende. die Damen Fuhrmann, Scherer. Krahmer, die Herren: Arzdorf, de Tastro, GareiS. Gehre, Ritter, Wesener. — Am Sonntag, 20 Januar, findet als Fremdenvorstellung zu ermäßigten Preisen die fünfte Ausführung von „Der Prozeß Martz Dugan" statt. — Als nächste Vorstellung im Dienstag-Abonnement geht am Dienstag 22. Januar, die erste Wiederholung von Franks Schauspiel „Karl und Anna" in Szene.
— Deutscher Republikanischer Lehre r b u n d. Kommenden Samstagnachmittag 61 , Uhr findet im Festsaal des Landgraf-Lud- wig-Gymnasiums eine Lessing-Erinnerungsfeier statt. Universitätsprofessor Dr. v. Aster wird die Gedenkrede halten. (Siehe heutige Anzeige.)
— Naturheilverein Gießen. Heute abend im Hotel Prinz Carl Vortrag über das Thema „Atem ist Leben!". Rednerin ist Frau Maria Gerwig, Heidelberg-Luzern. Anschließend an den Vortrag wird ein dreitägiger Vokal-Atem-Kursus stattfinden. Näheres in der heutigen Anzeige.
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** Reichlicher Schneefall ist nach dem tagelangen trockenen Frost im Verlaufe der letzten Nacht nun auch in unserer Gegend nieder» gegangen. Zum Schutze der Saat vor den Wirkungen des Frostes wird die dichte Schneedecke von den Landwirten sicherlich begrüßt werden. Weniger zufrieden ist aber der Eisverein, der sich nach dem reichlichen Schneefall veranlaßt sah, das für heute abend angefetzte Eisfest abzusagen, zum großen Leidwesen aller Freunde des Schlittschuhspotts.
** Zum 400jährige n Bestehen des K l e i n e n K a t e ch i s m u s hat die Hessische Evangelische Kirchenregierung eine Dankseier in den Kirchen im Rahmen des Hauptgottesdienstes für nächsten Sonntag angeordnet. Außerdem soll in den Rsligionsstiinden den Schulern die Bedeutung dieses kostbaren Besitzes der evangelischen Kirche eindringlich dargelegt werden. Ferner wird die Veranstaltung von entsprechenden Familienabenden und sonstigen Gemeindcfeiern empfohlen.
** Gründung^iner Vereinigung hessischer Pflanzenzüchter. Anläßlich der Landwirtschaftlichen Woche in Darmstadt wurde auf Anregung der Landwirtschaftskammer die „Vereinigung hessischer Pflanzenzüchter" gegründet, in der sämtliche hessischen Pflanzenzüchter sich Zusammen- geschlossen haben. Die großen Probleme, die Zur Zeit und wohl auch in Zukunft die Pflanzenzucht beschäftigen, erfordern einen engeren Zusammenschluß der Pflanzenzüchter. Insbesondere unsere kleinen heft fischen Pflanzenzuchter bedürfen zur nachhaltigen Verttetung ihrer Interesten eines engen Zusammenschlusses.
' Keine Einschränkung der deutschen Einwanderung in Kanada. In den letzten Tagen wurden in manchen Zeitungen Meldungen verbreitet, wonach die Einwanoe- rung in Kanada durch die kanadische Regierung erheblich eingeschränkt worden sei. Wie wir von der Hamburg-Amerika Linie (in Gießen Der« treten durch das Reisebureau Loeb) hören, bezieht sich nach der Verordnung des kanadischen Einwanderungsministers, deren Wortlaut nunmehr vorliegt, diese Einschränkung lediglich auf die nicht bevorzugten Länder, zu denen in der Hauptsache die östlichen Staaten gehören. Die Einwanderung deutscher Staatsangehöriger in Kanada wird durch diese Verordnung nicht getroffen und kann ungehindert, wie bisher, erfolgen. Im Hinblick auf das große Interesse. das für Kanada in Deutschland besteht, ist diese Tatsache sehr zu begrüßen.
** Auftrieb auf dem heutigen Frank- furterSchlachtviehmarkt: 519 .Kälber, 346 Schafe und 439 Schweine.
Kirchliche Nachrichten.
Israelitische Religionsgesellfchast. Sabbatfeier den 19. Januar. Freitag abend 4.35 Uhr; Samstag vormittag 8.30; nachmittags 3.30; Sabbatausgang 5.50. Wochengottesdienst morgens 7; abends 4.30 Uhr.
Israelitische Religionsgemeinde. Gottesdienst in der Synagoge (Südanlage). Samstag, 19. Januar. Vorabend 4.45 Uhr, morgens 9; abends 5.10 und 5.50 Uhr.
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