Garantien fordern. Sie werden ihren Interessen | gemäß handeln und werden uns. wenn diese, wie es 1914 mit England der Fall war, sie dazu veranlassen, auch ohne Bündnis unterstützen. Bündnisse haben an sich tznrner nur einen relativen Wert.
Kann man denn überhaupt diese noch mcht vorhandenen Bündnisse mit der uns bereits ge- sicherten Grenzwacht am Rhein auf eine Stufe stellen? Wo sind diese Bündnisse? Was besagen sie? Wer schließt sie? Wer steht dafür ein, daß sie von den Parlamenten ratifiziert werden? Ich sehe in all dem nur, was wir aufgeben. Das allein ist sicher. Was uns aber bleibt, ist die Unsicherheit selbst.
„Angenommen, die Bündnisse seien geschlossen", bemerkte einer der Minister, „ist es wohl möglich, daß England und Amerika Garantien bieten, und welche könnte man von ihnen für die Aufgabe des Rheins verlangen?"
„Gar keine", erwiderte ich kurz. „Die Verteidigung Englands so gut wie Frankreichs ist am Rhein."
Ich wurde gefragt, was ich unter dem Ausdruck: „Besetzung des Rheins bis auf weiteres" verstehe: was ich mir darunter vorstelle?
„Es handelt sich um die Sicherheit für eine Zahlung, deren Fristen ich nicht kenne."
„Rehmen wir an", fuhr der Minister fort, „es handle sich um dreißig, vierzig, fünfzig Iahre."
Worauf ich entgegnete: „Wir arbeiten nicht für die Ewigkeit. Mein Plan wäre, die Besetzung so lange aufrechtzuerhalten, bis die Zahlungen geleistet seien und die Stimmung in Deutschland uns unbedingte Sicherheit biete."
„Das war", sagte Foch, „diese dramatische Sitzung, in der ich, ohne mir übrigens besondere Illusionen zu machen, zum letztenmal versuchte, die Mitglieder der Regierung zu überzeugen und von der Annahme der ihnen vom Ministerpräsidenten vorgeschlagcnen Lösung abzuhalten. In meinen Antworten auf die vielfachen Fragen, von denen einige, wie z. B. die betreffs der in einem Iahre zu zahlenden dreihundert Milliarden, wirklich von verblüffender Einfalt zeugten, strebte ich nach möglichster Klarheit und Kürze."
„Hoffentlich, Herr Marschall", bemerkte ich, „war es mcht der Finanzminister, der Ihnen diese närrische Frage stellte?"
„Daran ist wenig gelegen", erwiderte Foch lachend. „Was sich nach meinem Abgang zutrug, kann ich Ihnen nicht genau sagen, da ich nicht dabei war. Im allgemeinen wissen Sie es, Herr Clemenceau ergriff das Wort, um seine Lösung nach Kräften zu rechtfertigen. Der Präsident der Republik ersuchte hierauf einen jeden Minister um seine Meinungsäußerung. Alle ohne Ausnahme sprachen sich für Clömenceaus Vorschlag aus.
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Aus der Provinzialhauptstadt.
Gießen, den 16. Rovember 1929.
Oie neuen Richtlinien für die Kreis- schu'ämter.
Der WSN.-Dienst meldet aus Darmstadt: In der Presse hat über eine angebliche neue D i e nstau w e i s u n a für d i e K r e i s s chu l ä m te r eine lebhafte Debatte eingesetzt. Dazu wird uns von amtlicher Seite folgendes mitgeteilt: Das Kultusministerium hat zu dem Inhalt einer 'neuen Dienstanweisung noch keinerlei Stellung genommen, sonoern nur die Neubearbeitung angeregt und die Kreisschulämter zum Bericht auf- gefordrrt. Als Material und zur Erleichterung der Arbeit wurde den Kreisschulämtern ein Vorent- wurf einiger Schulmänner unterbreitet. Nach Eingang der Kreisschulamtsberichte wird sich erst das Ministerium über den Inhalt der neuen Dienstanweisung entscheiden und einen eigenen Entwurf fertigstellen. Dann erst wird Gelegenheit (ein, zu ihm Stellung zu nehmen. Zu der erörterten Frage, ob und in welcher Form künftig außer den Fachmännern auch den übrigen Mitgliedern des Kreisschulamtes, also auch Nichtlehrern, persönlich Einblick in die Schularbeiten gewährt werden soll, steht das Kultusministerium in Uebereinftimmung auch mit den Forderungen der großen Lehrerverbände auf dem Standpunkt, die Oeffentlich- teit b e r Volksschule zu sichern und die Schule nicht zu einer Standesangelegen- heit der Lehrer einschränken zu lassen. An eine Wiedereinführung der beseitigten periodischen Kreisschulkommissionen oder ähnlicher Paradeprüfungen denke keine schulbehördliche Person oder Stelle.
Zum Leichensund bei Bernsfeld.
Zu dem gestern gemeldeten Leichenfund bei Bernsfeld erfahren wir weiter, daß die sterblichen Lieberreste dieser männlichen Leiche als von dem 16 Iahre alten Karl Hahn aus B e r n s f e l d herrührend sestgestellt wurden. Rachdem am Donnerstagabend die Gendarmerie bereits an Ort und Stelle des Leichenfundes geweilt hatte, war gestern die Gerichtsbehörde anwesend, ferner der Oberstaatsanwalt von Gießen. Das Skelett und die Kleidungsstücke des Toten wurden in einer kanalartigen Unterführung der Landstraße Grünberg — Homberg unweit von Dernsfeld aufgefunden. Bergarbeiter der Eisensteingrube Buderus bei Bernsfeld waren dort damit beschäftigt, ein Rohr der Wasserleitung durch den Straßenkanal hindurchzulegen. Als dabei einer der Arbeiter in den Kanal hineinkroch, stieß er auf das Skelett und die Kleidungsstücke, worauf die Arbeiter den ganzen Fund unberührt ließen und die Behörde benachrichtigten. Im Laufe des gestrigen Tages wurde nun in Gegenwart der Behörden das Skelett samt den Kleidern und Schuhen geborgen. An den Kleidungsstücken wurde dann einwandfrei festgestellt, daß der Tote der oben erwähnte 16jährige Karl Hahn aus Bernsfeld war. Der junge Mensch stand in einem landwirtschaftlichen Betriebe in Hainbach in Stellung. Mitte Dezember vorigen Iahres erhielt er dort eine Vorladung zu einer Vernehmung von dem Amtsgericht Homberg a. d. Ohm. Er machte sich dann von Hainbach auf, angeblich um nach Homberg zu gehen, kam aber nicht dort an und wurde seitdem vermißt. Auf welche Weise der Iunge zu Tode gekommen ist und wie die Leiche in jenen Strahenkanal kam, ist bis zur Stunde nicht bekannt. Man fand in der Hose des Verstorbenen ein offenes Taschenmesser, an dem Flecken vorhanden sind, von denen man nicht weiß, ob sie Blut oder Rost darstellen: die gleiche Feststellung wurde auch an der Wäsche des Toten gemacht. Diese Gegenstände sollen
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ruhigk zu haben scheint, rechnet man auch für den hiesigem Platz mit Deckungen und Kurserholungen. Vorläufig taxiert man gestrige Abendkurse. An Kursen hör.e man Siemens 305 Geld, I-G.-Farben 182,5 Geld. Am Devisenmarkt nannte man London gegen Paris 123,87; London gegen Mailand 93,15; London gegen Spanien 34,65; London gegen Amsterdam 12,0875 zu 12,09; London gegen Schweiz etwa 25,16; London gegen Kabel 1,8780; London gegen Berlin 20,3950 zu 20,3975; Kabel gegen Berlin 4,1810; Tokio gegen Kabel 48,90 zu 49.
Oberheffen.
Landkreis Gießen.
• Leihgestern, 16. Rov. Am 22. und 23. Rovember wird der hiesige Landwirtschaftliche Konsumverein I in der Wirtschaft .,Zur Krone' sein 40jähriges Bestehen feiern. Diese jahrzehntelange Wirksamkeit des Vereins ist wohl der beste Beweis dafür, daß in dieser Organisation der genossenschaftliche Gedanke schon zu früher Zeit wach wurde und sich bis auf den heutigen Tag ausgezeichnet bewährte. Der Landw. Konsumverein I kann mit Stolz darauf Hinweisen, daß er stets in hervorragender Art seinen Aufgaben nachgekommen ist. Im vori-
dem Gerichtschemiker Dr. Popp in Frank- furt a. M. »je chemischen äln.ersuchu.ig übermittelt werden. Im Zusammenhang mit dem Fund wurde am Donnerstagabend in Dernsfeld eine Verhaftung vorgenommen, der Inhaftierte jedoch gestern wieder auf freien Fuß gesetzt. Die behördlichen Ermittlungen werden mit Eifer fortgesetzt. Die Leiche wurde nach Feststellung des Sachbefunds von der Staatsanwaltschaft frei- gegeben. *
* * Rindermarkt in Gießen. Arn kommenden Dienstag findet hier Rindvieh- (Nutzvieh.) Markt statt.
* * Dormerkungserneuerung schwer- beschädigter Bersorgungsan Wärter. Alljährlich bis zum 1. Dezember müssen Versorgungs- anwärter zur Aufrechterhaltung ihrer Bewerbung den die Bewerbungslisten führenden Behörden Kenntnis davon geben, daß sie ihre Bewerbung ausrechterhalten. Nach Mitteilung des Reichsbundes der Kriegsbeschädigten werden Bewerber, die dies unter- lassen, in den Bewerberlisten gestrichen. Näheres über die in Frage kommende Bestimmung des §29 der Anstellungsgrundsätze sagt ein Merkblatt, das allen Bewerbern bei der erstmaligen Bewerbung zugegangen ist.
* * „23 o m kommenden Christentum". Man berichtet uns: Der erste Vortrag der angekün
digten Vortragsreihe wurde von Pfarrer Pauli I (München) gehalten zum Thema: „Das Abendmahl in Vergangenheit, Gegenwart u n d Z u k u n f t". Seine Ausführungen wollten aufzeigen, daß mit der Tatsache des Abendmahls das Wesen der christlichen Kirche (Kirche im urchristlichen Sinne als übersinnlicher Leib Christi aufgefaßt) steht und fällt. Die frühen christlichen Jahrhunderte haben dies in der Feier der Messe erfahren. Der Protestantismus führte zwar in einzigartiger Weise das neuzeitliche religiöse and Kulturleben herauf; der Grund seiner Größe (die Durchführung der religiösen Freiheit des Individuums) wies aber notwendigerweise zugleich eine entscheidende Schwäche auf: der Protestantismus hatte keine kirchenbildende Kraft (wieder im urchristlichen Sinne gemeint!), sondern im Gegenteil: mit ihm kam die Spaltung der Konfessionen, die an dem Verständnis des Abendmahls ausein- andergingen (ogl. Luther und Zwingli!). Heute ist die Beziehung zum Abendmahl deswegen nur noch schwach. Eine neue Epoche der christlichen Kirche ist heute deswegen gegeben, weil die Feier eines erneuerten Abendmahls möglich ist. Heute sind Wege gangbar, auf denen es dem Menschen der Gegenwart wieder gegeben ist, sich aus einem geeinigten und spirituellen Denken haraus, das aus religiösen Kräften gespeist wird, von der real verstandenen Gegenwart Christi zu überzeugen. Die Ausführungen des Redners, die sich durch Klarheit und Besonnenheit ouszeichneten, waren aus einer ftc ken Lebensreife heraus gehalten, die am Schluß des Vortrags den ganzen Ernst der behandelten Frage verspüren ließ. — Der zweite Vortrag (von Dr. Johannes Hemleben) wird die Ausführungen durch einen naturwissenschaftlichen Ausblick ergänzen. Das Thema lautet: „Naturerkenntnis und kommendes Christentum".
Berliner Börse.
Berlin, 16. Aov. (WTD. Funkspruch.) Wie gestern war auch im heutigen Vormittagsverkehr die Grundtendenz freundlich, ohne daß sich nennenswertes Geschäft entwickelte. Rachdem sich an der Reuyorker Börse die Situation weiter be-
noch hoch. Es kosteten: Ferkel bis zu 6 Wochen alt, 34 bis 38 Mark, 6 bis 7 Wochen alle 35 bis 43 Mk., 8 Wochen alte und ältere 44 bis 50 Mark, Läufer- schweine 50 bis 60 Mark, je Stück und Qualität Der Handel ging flott, und es wurde fast ausoer- kauft. Der Austrieb an Schafen war, wie nichts an- deres zu erwarten, noch verhältnismäßig gering, da der Schafmarkt jetzt erst wieder ins Leben gern- en worden ist. Immerhin wurden auch hier mehrere Verkäufe getätigt. An Rindvieh waren nur 15 Stück — vorzugsweise Zuchtrinder — zum Markt gebracht. Der Krämermarkt war von Verkäufern, owohl als auch Käufern überaus stark besucht. An Verkaufsständen wurden gegen das Vorjahr fast die doppelte Zahl festgestellt. Auch hier l)errschte ein geschäftiges Treiben, und da das kauflustige Publi- kum ausreichend vorhanden mar, so dürften Verkäufer und Käufer auf ihre Rechnung gekommen ein. Sämtliche Gasthäuser waren bis auf den letzten Platz besetzt. — Die hiesige Gewerbeschau wies heute 702 Besucher auf. Im ganzen wurden eit Eröffnung bis jetzt rund 2000 Besucher gezählt.
3 A11 endorf a. d. Lumda , 14. Nov. Am Dienstag begingen der Handelsmann Josef Stieb el und Ehefrau Frieda, geb. Rosenberg, von hier in seltener geistiger und körperlicher Frische das Fest der goldenen Hochzeit. Herr Stiebet, der noch heute seiner gewohnten Tätigkeit nachgeht, steht im 73., die Ehesrau im 77. Lebensjahr. Rabbiner Dr. Rosenberg aus Thom, der Bru- der der Frau (Stiebei, nahm nach einer zu Herzen gehenden Ansprache in der hiesigen Synagoge die Trauung vor.
gck. Grohen-Duseck, 14. Rov. Im Saal« des Gastwirts Drück veranstaltete die Volkshochschule Oberhessen einen Familien- und Llnterhaltungsabend. Infolge reger Werbetätigkeit war dieser zwar gut besucht, er bracht« aber nicht den im Interesse der Sache erwünschten Erfolg. Das Orchester der Volkshochschule brachte drei Musikstücke alter Meister. Seine Dar- bictungen verdienen volles Lob. Herr H e g a r wies in einer kurzen Ansprache auf die Ziele der Volkshochschule hcn und gab die zunächst beabsichtigten Veranstaltungen bekannt. Eine Singschar aus Gießen bot einige Lieder und Tänzs aus der modernen Iugendbewegung. Herr H e - gar rezitierte drei Fabeln bzw. Märchen. Im Schlußwort gab Lehrer O r t w e i n der Hoffnung Ausdruck, daß die nun folgenden Dorträg« lebhaftes Interesse finden möchten.
ch Lich, 14.Nov. Die Eheleute Philipp DB< wald und Frau, Helene geb. Dietz, feierten am letzten Mittwoch in geistiger und körperlicher Frische das Fest der goldenen Hochzeit. Der Jubilar, das älteste Mitglied und älteste Ehrenmitglied des Turnvereins 1860 Lich, kann auf eine 60jährige ununterbrochene Mitgliedschaft im hiesigen Turnverein zurückblicken und war in seinen jüngeren Jahren fahr- zehntelang führend in der Vereinsarbeit tätig, vor allem als Turnwart des 23ereins. Für feine großen 23erbienfte um die Turnsache wurde der Jubilar als eines der ersten Mitglieder im Gau Hessen im Jahre 1920 mit der Ueberreichung des Ehrenbriefes des Mittelrheinkreises der Deutschen Turnerschaft aus- gezeichnet. Aber auch auf anderen Gebieten war Philipp Oßwald sehr regsam. So ist er seit 30 Jahren ununterbrochen bis auf den heutigen Tag Mitglied der evang. Kirchengemeindeoertretung unserer Stadt. Auch zählt der Jubilar zu den Mitbegründern der hiesigen Freiwilligen Feuerwehr und des Roth- schen Männerchors. Daß man die rastlose Tätigt:.t des Jubilars an maßgebenden Stellen dankbar zu schätzen weiß, das beweisen die vielen Ehrungen, die ihm an seinem goldenen Hochzeitsfest zu tc ( wurden. In der Feier am Nachmittag überbran ti Stiftsdechant Kahn mit einer Abordnung des K: - chenvorstandes die Glückwünsche des Kirchenvorstandes und der Kirchengemeinde und überreichte als äußeres Zeichen der Wertschätzung dem Jubelpanr eine mit Bildern von Rudolf Schäfer ausge,tattc.r kostbare Bibel. Ein Glückwunschschreiben des Ober- Hirten der hessischen Landeskirche, Pralat v. Dr. Diehl, übermittelte deren Glückwünsche. 2m Namen der Stadt Lich sprach Bürgermeister Geil dem goldenen Hochzeitspaar die Glückwünsche aus. Bon den ungezählten weiteren Glückwünschen seien noch erwähnt die Glückwünsche des K re i s b i r e f t o r s des Kreises Gießen und ein Schreiben des Innenministers L e u f ch n e r, Darmstadt, der im Aus- trag der hessischen Staatsregierung gratulierte. Auch von Reichspräsident oon int) en bürg war eine Glückwunschehrenurkunde eingegangen. Der -turn» verein Lich ließ durch eine Abordnung feinem ältesten Ehrenmitglied unter Ueberreichung eines kostbaren Blumengebindes ®I“(fn.mun^cn/ Gau Hessen hatte sich der anxtte ©auoertreter, Redakteur Schneider, Butzbach, persönlich e.nge- funden. Er würdigte in längeren Ausführungen die Verdienste des Jubilars und überbrachte Me Glückwünsche des Gaues Hessen der D. T. Am Abend er- freute der Posaunenchor 2id) das Jubelpaar mit einem Ständchen. Möge dem Jubelpaar, das sich m unserer Stadt allgemeiner Beliebtheit und größter Hochachtung erfreut, im Kreise seiner Kinder und Kindeskinder ein gesegneter Lebensabend belieben |eiw Lich 15.Rov. In dieser Woche haben die kirchlichen Winter-Veranstaltungen wieder ihren Anfang genommen. Der grauen- kranz 2, der wie der andere Frauenkranz für das syrische Waisenhaus arbeitet, kommt wahrend der Vakanz der zweiten Pfarrstelle im Schloß zusammen, die Dibelstunden und der Madchen- kranz werden im Gemeindesaal gehalten, ^er erste Gemeindeabend findet am Donnerstag, 28. Rovember. statt. Missionar L a u f örant- furt, wird dabei einen indischen Missionsfilm vorsühren. _ c . , .
I Langd, 15. Rov. Dieser Tage fand bet Gastwirt Ronthaler die diesjährige Generalversammlung des Männe rge f ang* Vereins .Eintracht" statt. Der Vorsitzende R. Heckmann gab in kurzm Worten einen Jahresrückblick. Sowohl die gesanglichen Leistungen des unter der bewährten Leitung genten A. Appel stehenden Vereins, als auch seine zahlenmäßige Stärke, zeigten ein befriedigendes Bild. Die durch den Dereinsrechner R. Steeg vorgelegie Iahresrechnung, $ c falls zufriedenstellend war, wurde durch Forster Büttner geprüft und in ihrer gewissenhaften Führung hervorgehcben. Für den kommenden Winter wurde die Veranstaltung eines Theaterabends und eines Balles, bei dem erstmalig die aus Mitgliedern des Vereins gebildete^unter Leitung von Dirigent Appel stehende Musikkapelle in die Öffentlichkeit treten wird, beschlossen. Vorgesehen ist ferner die Beteiligung an den Sängerfesten in Hungen (6. Iuli) und in Rodheim (20. Iuli) im nächsten Iahre.
Kreis Friedberg.
L Melbach, 15.Rov. Für die Gießener Studentenhilfe, die Epileptiker-Anstalt in Rieder-Ramstadt und das Elisabethcnstift in
schweinen und Ferkeln war im Verhältnis zi hergehenden Märkten ein weit besserer. E
162 Stück zum Verkauf. Die Preise waren immer
gen Iahre hat er seinen Mitgliedern 10 v. H. Rückvergütung gewährt, daneben ist noch ein Fonds angesammelt worden, der in besonders dringlichen Fällen im Interesse der Mitglieder Verwendung finden soll. Man darf dem Verein auch weiterhin eine gebeifjliche Aufwärtsentwicke- lung zum Besten seiner Mitglieder wünschen.
1 Watzenbor n-S einberg, 13. Rov. Am Sonntagabend, als an Luthers Geburtstag, fand im dichtbesetzten Saale „Zur Krone" in Steinberg der erste Familienaben b unserer evang. ©emeinbe für biefen Winter statt. In seinem Mittelpunkt ftanb ber sehr geschickt zusammengestellte Film „Die Wunber ber Sternenwelt, ober die Wunder rühmen des Ewigen Ehre", veranstaltet vom Landesverein für Innere Mission. Er hinterließ einen starken Eindruck und wurde in seiner Wirkung erhöht durch exakt vorgetragene ßieber des Kirchengesangoereins, die in feiner Weise auf den Inhalt der Veranstaltung abgestimmt wa- ren, sowie durch Gemeindegesänge. Eingangs- und Schlußwort sprach der Ortspfarrer. Nachmittags wurde der Film vor 120 Kindern vorgefuhrt.
(X) Holzheim, 15. Rov. Währeno wir in unserem Dorje, das etwas über 1200 Einwohner zählt, im Sommer nur einige Arbeitslose hatten, beträgt deren Zahl zur Zeit 35. Es handelt sich in der Hauptsache um Maurer, Schlosser und
Zimmerleute.
Z Allendorf a. d. Lumda, 13.Nov. Dom prächtigsten Herbstwetter begünstigt, fand heute der diesjährige N i k e l s m a r k t statt. Wie in früheren Jahren, so übte auch diesmal der Markt wieder seine alte Anziehungskraft aus. Schon in den frühen Morgenstunden wanderten Verkäufer und Käufer unserer Stadt zu, und es setzte in den Straßen als- bald ein lebhafter Verkehr ein, der sich nach dem Eintreffen der Eisenbahnzüge und Autoomnibusse immer mehr steigerte. Bald herrschte sowohl in der Marktstraße, als auch auf dem Diehmarktplatz ein geschäftiges Treiben. Der Auftrieb an Läuferschweinen und Ferkeln war im Verhältnis zu den vor-


