Mittwoch, 16. Oktober 1929
Gießener Anzeiger (General-Anzeiger für Oberheffen)
Nr. 245 Drittes Blatt
Wirtschaft.
Der Zusammenschluß in der deutschen Kabelindustrie.
Eine ganze Reihe von Fabriken der deutschen Kabelindustrie haben sich kürzlich in Form einer Gesellschaft mit beschränkter Haftung, die mit einem Stopitcil von 500 000 Mark ausgestattet ist, zu einer Interessengemeinschaft zufam- mengefunden. Zu ihnen gehören u. a. die Deutsche Kabelwerke A.-G., die Süddeutsche Kabelwerke A.-G., die C. I. Bogel-Draht- und Kabelwerke A.-G. und weiter Kabelwerke der westdeutschen Industrie, ferner die Hackethal-Draht- und Kabelwerke A.-G. und die Norddeutsche Kabelwerke A.-G. Die größten deutschen Kabelproduzenten, nämlich Felten & Guilleaume, Siemens und die A.E.G. befinden sich nicht unter den. Gründern der neuen Interessengemeinschaft. Die Gründe für diesen Zusammenschluß in der zunächst losen Form einer Interessengemeinschaft dürften vornehmlich in der Zersplitterung der deutschen Kabelproduktion liegen, die gerade für die mittleren und kleineren Kabelfabriken sich als besonders verhängnisvoll gezeigt hat. Die Stellung dieser Fabriken gegenüber den Großkonzernen ist von jeher eine schwierige gewesen, zumal ein ausreichender Patentschutz für Starkstromkabel nicht besteht. Bereits früher haben sich einzelne Kabelfabriken, um ihre Stellung zu verstärken, gezwungen gesehen, Anschluß an Konzerne zu suchen. Damit konnte aber eine Abhilfe gegenüber der stets anhaltenden starken Konkurrenz, insbesondere des Auslandes, nicht geschaffen werden. Hinzu kommt, daß die Nachfrage für Kabel nur bei wenigen großen Auftraggebern vorhanden ist und daß sich die Kabelindustrie demgegenüber mangels einer straffen Organisation immer im Nachteil befand. Die Interessengemeinschaft verfolgt zunächst den Zweck, die gesamten Ab- salzinteressen ihrer Mitglieder wahrzunehmen. Es bleibt natürlich abzuwarten, ob dieser Zweck angesichts der erfolgreichen Konkurrenz des Auslandes wirklich erreicht wird. Jedenfalls wird es für die Kabelindustrie nach wie vor recht schwierig sein, sich besonders im Export durchzusetzen, der in der Nachkriegszeit keinen Aufschwung genommen hat. Das nächste Ziel der neuen Interessengemeinschaft in der deutschen Kabelinduftrie dürfte die Bereinigung der Verhältnisse auf dem inneren Markt sein, besonders hinsichtlich der Preise.
* Die Lage bei Karstadt. Gegenüber den ungünstigen Gerüchten über den finanziellen Status und die Geschäftsentwicklung bei der Rudolf Karstadt A.°G.-Hamburg erfährt WTB.°Han-> delsdienst auf Erkundigungen bei maßgebender Stelle, daß trotz der unbestreitbar wenig günstigen allgemeinen Wirtschaftslage die Entwicklung des Unternehmens einen selbst die Erwartung der Verwaltung übersteigenden günstigen Verlauf genommen hat. Gegenüber den an der Börse aufgetauchten Versionen, wonach die Verschuldung des Konzerns 150 Millionen Mark betrage, sei festzustellen, daß diese für das Engrosgeschäft, sowie für die Rnschlußkundschaft alles in allem insgesamt 100 bis 110 Mill. Mk. betrage, der aber 25 Mill. Mk. Bankguthaben gegenüberstünden. Die Umsätze des Detailgeschäfts des Konzerns beliefen sich bis jetzt auf rund 450 Millionen gegen 300 Millionen in der entsprechenden Zeit des Vorjahres. Für 1929 sei mit der gleichen Dividende wie im Vorjahr (12 Proz.) auf ein unverändertes Kapital von 80 Mill. Mk. zu rechnen.
* Waggonfabrik H. Fuchs, A. - G., Heidelberg. Sn dem Vierteljahrsbericht der Handelskammer Heidelberg berichtet die Gesellschaft über die letzten drei Monate, die sie als Wiederaufbaumonate betrachtet. Der Betrieb wurde Ende Mai mit etwa 200 Arbeitern wieder ausgenommen, und die Belegschaft inzwischen auf 550 Mann erhöht. Außer den noch vorhanden gewesenen Reichsbahnaufträgen hat das Werl einen größeren Quotenauftrag erhalten, nach dem der 100°Millionen°Kredit der Waggonindustrie zu- stände gekommen ist. Der vorliegende Auftragsbestand gibt für die augenblickliche Belegschaft Beschäftigung bis zum nächsten Frühjahr. Sn- landsaufträge von Straßenbahnen und Privatfirmen gingen infolge der schlechten Wirtschaftslage dieser Unternehmungen kaum ein. 3m Ausland macht nach wie vor die Höhe der Erzeugungskosten im Verhältnis zu den von ausländischen Firmen gestellten Preisen fast jeden Wettbewerb unmöglich.
* Philipps A. - G., Frankfurt a. M. Die außerordentliche Generalversammlung beschloß die durch den Verkauf des Frankfurter
Die Meiismarktlage in Oberhessen.
Weitere Verschlechterung im September.
Dem Bericht des Arbeitsamts Gießen über die Entwickelung der Arbeitsmarktlage im September entnehmen wir folgendes:
Die Arbeitslosigkeit ist im Berichtsmonat wiederum gediegen. Die Verschlechterung machte sich besonders in den von der Saison abhängigen Außenberufen bemerkbar. Die Zahl der Hauptunterstützungsempfänger in der Arbeitslosenversicherung und in der Krisenfürsorge stieg in der Derichtszeit auf 1450. Rotstandsarbeiten wurden von 177 Personen ausgeführt. Heber die einzelnen Derussgruppen ist wie folgt zu berichten:
3n der Landwirtschaft war die Rachfrage nach Arbeitskräften infolge der Kartoffel- und Obsternte eine sehr rege. Es konnten im De- richtsmonat 550 Arbeitsuchende in her Landwirtschaft eingestellt werden. Die Rachfrage nach weiblichem landwirtschaftlichen Personal hält weiter an.
3m Bergbau hat sich der Beschäftigungsgrad verschlechtert. Betriebseinschränkungen brachten einen Zugang von 51 Arbeitsuchenden.
Die 3 n d u st r i e der Steine und Erden hat im Derichtsmonat zahlreichere Entlassungen vorgenommen als im Vormonat. Der Hauptgrund der Entlassungen ist auf die Absatzstockung und auf die damit verbundenen De- triebseinschränkungen zurückzuführen. Die Zahl der Arbeitssuchenden ist von 304 auf 392 gestiegen. Es besteht die Wahrscheinlichkeit, daß im kommenden Monat mit einem Zugang von über 100 Arbeitsuchenden zu rechnen ist.
Der Beschäftigungsgrad in der Metall- industrie ist durch Auftragsmangel sowohl bei der 3ndustrie, als auch im Handwerk weiterhin gesunken. Größere Entlassungen stehen noch bevor. Wenn auch aus der Reihe der Unterstützungsempfänger 40 Personen in verschiedenen Berufszweigen der Metallindustrie untergebracht werden konnten, so ist doch die Zahl der Unter- stühungsempfänger von 196 auf 223 gestiegen.
Die Entwicklung des Arbeitsmarktes in der Spinnstoffindustrie muß als ungünstig bezeichnet werden, zumal verschiedene Betriebe infolge schlechter Geschäftslage kurzarbeiten bzw. Entlassungen von Arbeitskräften angekündigi haben.
3n fast allen Berufszweigen des Holz- und Schnitz st ofsgewerbes macht sich ein Rach- lasscn des Beschäftigungsgrades bemerkbar. Die
Zahl der Arbeitsuchenden ist von 77 aus 101 gestiegen.
Die Arbeitsmarktlage im Bekleidungsgewerbe ist trotz vorgeschrittener Saison als ungünstig zu bezeichnen. Das kauflustige Publikum hält, begünstigt durch das lang anhaltende gute Wetter, mit feinen Einkäufen zurück. Die Zahl der Arbeitsuchenden ist die gleiche wie die des Vormonats.
Die saisonmäßige Verschlechterung im Baugewerbe schreitet weiter vor. Die Zahl der arbcit'uchenden Facharbeiter beträgt 258. Weitere Entlassungen von Facharbeitern, angelernten und ungelernten Arbeitern des Baugewerbes stehen bevor.
Infolge der günstigen Witterung kann die Lage des Arbeitsmarktes im Gast- und Schankwirtschaftsgewerbe (Kurorte) als gut bezeichnet werden. 3n den nichtsaisonmäßigen Betrieben ist sowohl tüchtiges männliches, als auch weibliches Fachpersonal gesucht.
3m Verkehrsgewerbe wurde der Arbeitsmarkt kurch Einstellungen und Entlassungen von Zeitarbeitern ausgeglichen, so daß die Gesamtlage eine befriedigende ist.
3n der Berufsgruppe häusliche Dienste besteht zur Zeit eine große Rachfrage nach gutem ständigen Personal.
3n der Lohnarbeit wechselnder Art überwogen im Berichtsmonat die Zugänge die Abgänge an Arbeitsuchenden. Zwar konnten 192 Arbeitsuchende ku'z ristig untecgevracht werden, doch waren die Entlassungen in den einzelnen Beru'sarten zu groß, um nur einigermaßen einen Ausgleich zu schaffen. Die Arbeitfuchendenzahl stieg von 472 auf 648.
74 HauptunterstützungsempfLugern wurde im Monat September wegen Arbeitsverweigerung (hauptsächlich landwirtschaftliche Arbeiten) die Unterstützung gesperrt.
Die Berufsberatungsabteilung hat für den Monat September 86 Beratungen zu verzeichnen. Zum größten Teil handelte es sich um Schulentlassene und ältere Ratsuchende, die umberaten und betreut werden mußten, da sie aus irgendeinem Grunde in ihrer Lehrstelle versagten, oder überhaupt erst in eine Lehre eintreten wollten. Unter den Ratsuchenden befinden sich auch schon solche, die erst nächstes Jahr zur Schulentlassung kommen.
Werks an die R. V. Philips Radiofabrike in Eindhoven (Holland) erforderliche Sitzverlegung nach Aschaffenburg und Aenderung des Firmennamens in „Piano- und Orgelwerke Philipps A.-G.". Wie mitgeteilt wurde, liegt der Verkaufspreis des Frankfurter Betriebs über eine Million Mark. Die Bilanz der Philipps A-.G. werde durch die Transaktion mit der holländischen Firma eine starke Bereinigung erfahren». Bedeutsam bleibe allerdings noch die Rotwendigkeit zur Abstoßung der großen Lagerbestände, die die Bilanz nicht unbeträchtlich belasten.
Frankfurter Börse.
Frankfurt, 16. Okt. Tendenz: schwächer. — Die Tendenz war zu Beginn der heutigen Börse allgemein schwächer, da an verschiedenen Märkten nicht unbeträchtliches Material angeboten war. Anderseits war die Aufnahmelust gering, so daß namentlich Spezialwerte merkliche Kurseinbußen erlitten. Man war verstimmt über die Diskussion zwischen dem A.E.G.- und dem Siemens- Konzern. Außerdem war man in Börsenkreisen verschiedentlich nicht zufrieden mit den Umständen der gestrigen ersten Festsetzung des I.-G.-Bezugsrechtkurses. Auch heute wurde das Angebot der J.-G.- Farben-Bezüge von Bankseite zum Kurse von 5 v. H. ausgenommen, obwohl die Farben-2lktie 1,25 d. H. niedriger eröffnete. Größere Abgaben des Auslandes sollen aber am Elektromarkt vorgenommen worden sein, an dem namentlich Licht und Kraft, Elektrische Lieferungen, Schuckert und Siemens angeboten und 2 bis 5,5 v. H. abgeschwächt waren. Vor allem waren jedoch Chade-Aktien weiter flau und 13 Mk. niedriger. Starke Kursrückgänge hatten ferner Deutsche Linoleum minus 8 v. H. und Glanzstoff, die 6,5 v. H. verloren. Montanaktien eröffneten 1 bis 2 v. H. niedriger. Nur Harpener blieben behauptet. Am Markte der Zellstoffwerte gaben Waldhof 3,75 v. H. nach. Bank-Aktien waren bis 1 v. H. gedrückt. Von heimischen Werten verloren
Holzmann 1,25 v. H., während Metallgesellschaft sich behaupten konnten. Einiges Interesse bestand lediglich für Schiffahrtswerte, bei leicht anziehendem Kurse, in Erwartung beschleunigter Freigabe. Nach den ersten Kursen hielt besonders am Elektromarkt das Angebot an, was man in Zusammenhang mit dem Freitod zweier Chemnitzer Großhändler brachte, die große verfehlte Effektenspekulationen vorgenommen haben sollen. Siemens gaben erneut 3 v. H. nach. Deutsche Anleihen waren behauptet. Türkische Renten weiter gebessert. Im Verlaufe blieb die Stimmung unsicher, bei allgemein stiller werdendem Geschäft. Nur in Farben fanden noch einige Umsätze zu 0,5 v. H. niedrigerem Kurse statt. Siemens weitere 1 v.H. gedrückt. Am Geldmarkt trat für Tagesgeld eine Erleichterung ein. Der Satz war auf 7,5 v.H. ermäßigt. Am Devisenmarkt nannte man Mark gegen Dollar 4,1906, gegen Pfund 20,405, London gegen Kabel 4,8670, gegen Paris 123,86, gegen Mailand 92,95, gegen Madrid 33,80, gegen Holland 12,0975.
Berliner Börse.
Berlin 16. Okt. Auch heute eröffnete der offizielle Verkehr entgegen den Erwartungen des Vormittags in schwächerer Haltung. Bei Abgaben für schweizer Rechnung lagen besonders Chade-Aktien erheblich niedriger. Die Gründe für diese Bewegung sind zwar noch nicht genau bekannt, in der Hauptsache aber wohl in Brüssel zu suchen. Anscheinend hat der Beschluß der Verwaltung, keine Kapitalerhöhung in nächster Zeit vorzunehmen, zu Differenzen mit der Heinemann-Gruppe geführt. Auch daß die Brüsseler Börse ausfallend schwach liegt, fand Beachtung, zumal auch hierfür noch unsichtbare Gründe maßgebend zu sein scheinen. Das Geschäft mar heute in einigen Spezialwerten ziemlich lebhaft. Schiffahrtswerte lagen auf die Hoffnungen hinsichtlich baldiger Freigabezahlungen etwas fester. Auch Spritwerte und Farben fanden trotz niedrigerer Kurse etwas mehr Beachtung. Kar
stadt verloren, da man die Verwaltungserklärung als mangelhaft ansah, weitere 2 v. H., Tietz, hierdurch beeinflußt, minus 5,75 v.H. Eine ganze Reihe von Werten hatten über den Durchschnitt von 1 bis 2 0.H. hinaus Verluste bis zu 4 v.H. auszuweisen. Bemberg und Glanzstoff, Polyphon lind Siemens verloren 5 bis 7 v. H. Bei letzteren verstimmte sicherlich die scharfe Erwiderung der A.E.G. Viel Beachtung sand and) der erneute Kursrückgang der Schubert & Salzer-Aktie (minus 6 v. H), die man mit Exekutionen der Chemnitzer Häutefirma '21. Beck in Zusammenhang brachte. Deutsche Anleihen schwächer. Besonders für Altbesitzanleihen hat das Interesse nach dem Auslojungstermin wesentlich nadj» gelassen. Der Kurs stellte sich 0,5 v. H. niedriger. Ausländer behauptet. Pfandbriefe ohne größeres Geschäft, aber ziemlich gehalten. Der Geldmarkt war unverändert. Im Verlaufe gaben die Kurse ziemlich allgemein um 1 bis 2 v. H. nach. Man sprach von schwad)en Auslandbörsen. Am Elektromarkt verstimmte natürlich die bekannte Streitigkeit zwischen Siemens und der A.E.G. Mit besonders starken Rückgängen fielen Berger minus 4,25 v. H., Svenska minus 4 Mk. und Siemens minus 3,5 v. H. auf.
Frankfurter Getreidebörse.
Frankfurt a. M., 16. Okt. Der Produkten- marlt verkehrte heute in stiller Haltung. Lediglich für Weizen bestand, kleines 3ntercffc, bei gut behaupteten Kursen,' während in Roggen verstärktes Angebot an den Markt kam. Ruch Gerste und Mais waren weiter rückgängig. Rur für Weizenmehl bestand etwas 3ntereffe, bei einer Besserung von 25 Pfennig. Futtermittel stark vernachlässigt. Es wurden notiert: Weiten 25,75 bis 25,90, Roggen 19,25 bis 19,10, Sommergerste für Brauzwecke 20,75, Hafer, inlänb. 19, Mais (gelb) für Futterzwecke 19,75, Weizenmehl, süddeutsches Spezial 0 38.25 bis 38,75, Roggenmehl 27,50 bis 28,50, Weizenkleie 10,65 bis 10,50, Roggenkleie 10,50. Tendenz ruhig.
Rundfunkprogramm.
Donnerstag, 17. Oktober.
12.15: Schallplattenkonzert: Zigeunermusik. 15.15 bis 15.45: Stunde der Jugend: Märchen und Geschichten von Helene Brehm, vorgetragen von Rektor K. Wehrhan (für Kinder vom 8. 3ahre ab). 16.15 bis 18: Don Stuttgart: Konzert des Rundfunkorchesters. 18.10: 3up Drelt- bach. Vorlesung aus eigenen Werken. 18.35: Von Kassel: Fünfzehn Minuten Ratschläge für den Gartenfreund von Garteningenieur Karl Hinze. 18.50: Von Kassel: Stunde der Landwirtschaftskammer Kassel: „Arbeitsparende Verfahren in der Landwirtschaft", Vortrag von Landwirtschaftslehrer Kummrow. 19.15: „Rach der 3agb", Reportage aus einer Krähenhütte. 20: Von Stuttgart: Hörspiel. 21.30 bis 22.30: Von Stuttgart: Unterhaltungskonzert. 22.45 bis 24: Don Stuttgart: Tanzmusik.
Freikag, 18. Oktober.
12.45 bis 13.30: Don München: „Sudpfanne und Maßkrug". Reportage aus der Löwenbrauerei, München. 15.15 bis 15.45: Führung ins Berufsleben. 16.15 bis 18: Rach Stuttgart: Konzert des Rundfunkorchesters. 18.10: „Die Bedeutung des 18. Oktober im alten Frankfurt", Vortrag von Konrad Hub, Frankfurt a. M. 18.40: Schachstunde. 19: Zwanzig Minuten Fortschritte in Wissenschaft und Technik. 19.20: Film- Wochenschau. 20: Don Stuttgart: Klavierkonzerte der Klassiker. 21.45 bis 22.45: Von Stuttgart: Tschechische Lieder. 23 bis 24: Von Stuttgart: Konzert.
Samstag, 19. Oktober.
10.40 bis 11.10: Schulfunk: Französisch. 13.30 bis 14.30: Schallplattenkonzert: Italienische Lieder. 15.15 bis 15.45: Von Kassel: Stunde der 3ugend. Aus dem deutschen Liederkranze. Bürgerschule 10, Kassel. Chorleiter: Lehrer 3os. Hornung. 16.15: Von Stuttgart: Konzert des Rundfunkorchesters. 18: Von der Peterskirche Frankfurt a. M.: Frankfurter Motette. Kontate von 3oh. Seb. Bach. 18.45: Briefkasten. 18.55: Stenographischer Fortbildungskursus (Diktat von 60 Silben aufwärts). 19.10: Stunde des Arbeiters: „Hygiene der Arbeit", Vortrag von Medizinalrat Dr. Ascher. 19.30: Stunde des Frankfurter Bundes für Volksbildung: „ Unter Afghanen", Vortrag von Diplomingenieur Frank. 20: Rach Stuttgart: „Bühne und Leinwand". Heitere literarische Veranstaltung. 21 bis 22.30: Don Mainz: Funkschaubrettl. 22.45 bis 0.30: Rach Stuttgart: Tanzmusik.
Kurszettel -er Berliner und Frankfurter Börse.
Die hinter den Papieren angeführten Ziffern geben die Höhe der zuletzt befchlostenen Dividende an. - Reichsbankdiskont 7,5 Prozent, Lombardzinsfuß 8,5 Prozent.
Frankfurt a l'i.
Berlin
Lchluß-l KnrS 1
i-Ubr Kurv
Schluß- Kurs
Ansang. Kurs
Datum
15.' •
16 in.
15-1 -
16.10.
5% Dt. ReichSanieihe v. 1927 .
Dl. 8Inl.-SU>lö|.»Gd)ulb mit AuS>
87,5
50,55
50,25
87,5
50,75
50,25
los.-Rechlen........
DeSal. ohne AuSlos.-Rechte . .
7% Franks Hyp °Bl. Goldpf. un kündbar bis 1932......
9,75
9,7
9,7
9,6
85,5
76,5
—
-
-
<y,% Rheinische Hyp.-Bank Ltqu Qtnlhpj .........
R5.®. obo. Borkriegs-Obligatton. rückzahlbar 1932
88
—
4% Schwe,,. BundeSb.-Anl.. .
—
—
—
—
<% Oesterreichische Goldrte.. .
27,5
—
27,5
—
4,20% Oesterr. Silberrle. . .
2,85
—
—
4% Oesterreich. einheiu. Rte
2,05
—
—
4% Ungarische Goldrte.....
4% Ungarische Staatsr. o. 1910
22,25
—
22,4
—
—
—
—
4%% deSgi. von 1913 ....
—
—
21,75
4% Ungarische Krönende.. . •
1,95
7,55
—
—
—
4% Türk. Zoliaklethe v. 1911 .
4% Türkische Bagvadbahn-Anl.
7,65
7,75
7,75
Serie I...........
7,5
—
7,65
7,75
4% desgl. Serie II......
7,5
—
7,65
7,8
4% Rumänen ronvert. Rle. . .
7,25
14,35
—
7,2
—
4%% Rumänen Goldanl. von 1913
—
14,4
—
Wg. Deutsche Eisenbahn . . 4y.
—
—
—
—
Hamburg-Amerika Paket ... 7
117,5
118
■ 17
118
Vamb.-Südam. Dampssch. • . v
™-
156,5
109,25
Hansa Dampsschiss.....1°
Norddeutscher Lloyd.....8
110,5
109,75
156,25
109,75
Allg. Deutsche Credilanst. . . 10
123,25
—
123,75
123,5
Barmer Bankverein .... 10
' -
122,5
123,25
123
Berliner Hanoelsgesellsch. . . 12
—
—
197,5
197,25
Commerz- und Privat-Banl. 11
173,5
172,75
173,5
172,75
Darmst. u. Nationalbank . 12
262,25
—
262
2bl ,75
162
162
161
162
161,25
DISlonto-Gesellschast AM.. . 10
162
161,25
Dresdner Bant......10
156,5
——
156,25
155
—
—
—
—
Reichen........12
290,25
—
292
290
Frankfurt a M.
Berlin
Schluß- Knrö
i-Uhr Kurs
Schluß- Kurs
An sang. Kurs
Datum
15.10.
16.10.
15.10.
16.10.
A.E.G.........
Bergmann......
Elektr. Lieserungen. . . Licht uno Krasl ... Fellen 4 Guilleaume. . Ges. s. Elektr. Untern.. . Hamb. Elektr. Werte . . Rhein. Elektr. ..... Schlei. Elektr......
TranSradio ...... Lahmeyer L Eo.. ...
............. Deutsche Erdöl .... Essener Steinkohle . . • Gelsenkirchener .... Zarpener.......
Hoesch Eilen......
Ilie Bergbau ..... Klöcknerwerke ..... Köln-Neuesten. . . . . ManneSmana.....
Mansselder......
Lbersch'.es. Eilend. Bedarf Oberschlei. KokSwerke. . Phönix Bergbau.... glbeinische Braunkohle». Rhetnsta^ ... • . • Riebeck Montan . . . . Bereinigte Slahlw. . .
Olavi Minen ..... Kali AicherSlebe» . . • Stall Westeregeln.... Kaliwerk Salzdetfurth .
F. ®. Farben-Industrie . Dynamit Nobel .... Scheideanstalt..... Goldschmidt . . . . . SOlgereroede . . .
Metallgesellschast. . . .
•
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. 12 . . 6 . . 9 . . 6 • . 6 . - S
181,25
181
125,5
177
349
172,5
135,75
140
215
109,25
104,25 129,5
107,75
264
114
112,5
221
227,5
365
199,75
149
66
75,5
121
179
167
178
174,5
200,75
343,5
134,25
140,25
127,5
106,75
112,13
111
198,5
121
181,4 209,5
169
181 125,75
177
145,5 173,25 203,75 349,65 135,13
172,5
68
108
135
135,5 141,5
122,25
109,5 118,5
■ 05,13 129,25
99 108,25 263,5 114,5
114,75 112,9 67,25
221 228,5
366
200,75
95
68,75
75,5
122
178,75
166,5
179
175
145
169,5
201
343,5
133
172
67,75
107
136 141,25 120,75
109,25
117,25
104,25
128,25
73
98,25
107
263,75
112,5
111,75
67,25
220
225 364,5
199,25
121
Banknoten
Frankfurt a M.
Berlin
Schluß- Kurs
I-Uhr Kurs
Schluß-! Kurs
Ansang. Kurs
Datum
15.10.
16.10.
15.lv.
16-10.
PyUlpp ...............
Heidelberger Eement .... 10 dement Karlstadt ..... 1°
Wayh 4 Freitag...... 8
Schultheis Patzenhofer ... 15
Ostwerte.........12
8er. Glanz stoss......18
Bemberg..... H
Rellftoh Waldhos .... 13%
Zellstoss Aschassenbura ... -2
Charlottenburger Wasser ... 8
Destauer Gas.......9
Daimler Motoren......v
Deutsche Maschinen-Fabril . .
Adlerwerte Kleoer......O
Luow. Loewe.......10
Nal. Auwmobil ....... f
Orenstein & Koppel ..... 6
Bamag-Meguin ....... O
Franks. Maschinen ...... 4
Gritzner...... 6
Heyligenstaedt .......‘
Iunghans..... 6
Lechwerte. ...... b
Maintrastwerte ....... k
Miag...........10
Relan ulmer . ....... 8
PeterS Union ........ 8
Gebr. Roeder ...... 1°
Botgl 4 Haessner......9
Südd- Zucker.......10
92 124,5 176,5
270
220
-8,5
48 ,75
48
106
125
106
222
152
90,75
124
88
263,5
215,75
89
286,75
222
272,25
221
219,5
141,5
96,75
180
37
39
176
21,5
77,5
181,25
45,5
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222
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267
215,13
216,5
140,25
174,75
37,5
38,5
173
21,25
75,5
176
124
Berlin, 15. Oktober
Oelb
Brief
Amerikanische '.Roten . . ...
4,168
4,188
58,28
58,52
111,68
112,12
Enalllche Noten........
20,345
20,425
Devisenmarkt Berlin-Frankfurt a. M.
Telegraphische Auszahlung.
Berlin, 15. Oktober
(Held
Bries
Französische Noten.....
16,43
168,13
16,49
168,81
Italienische Noten ......
21,93
22,01
Norwegische Noten......
111,68
112,12
Deutsch Oesterr, ä 100 Kronen
58,75
58,99
Rumänische Noten......
2,47/
2,497
Schwedische Noten......
112,08
112,52
Schweizer Noten .......
80,69
81 01
Spanische Noten.......
59,93
60,17
Tschechoilowakische Noten . .
12,35
12,41
Ungarische Noten . . .
72,85
73,15
15. Oktober
16. Oktober
Amtliche Notierung
Amtliche Notierung
Geld 1
Bries
(Selb
Brief
Amst.. Rott.
168,48
168,82
168,42
168,76
Bmn.-Aires
1,757
1,761
1,753
1,757
Brii.-Antw.
58,435
58,555
58,43
58,55
Christiania -
111,93
112,15
111,91
112,13
Kopenhagen
111,95
112,17
111,93
112,15
Stockholm •
112,35
112,57
112,35
112,57
Helüngfors.
10,517
10,537
10,519
10,539
Italien. . .
21,92
21,96
21,915
21,955
London. . .
20,38
20,42
20,379
20,419
Neuvork . .
4,1865
4,1945
4,1870
4,1950
Paris....
16,445
16,485
16,45
16,49
Schweiz ..
80,965
81,125
80,945
81,105
Spanien. .
59,82
59,94
60,34
60,46
Japan . .. Nio de Ian.
1,998
2,002
1,998
2,002
,498
0,500
0,497
0,499
Wien in D-- Oest. adgest.
58,83
58,95
58,83
58,95
Prag . . .
12,388
12,408
12,392
12,412
Belrrad . .
7,391
7,405
7,391
7,405
Budapest. .
73,07
73,21
73,07
73,21
Bulgarien .
3,030
3,036
3,030
3,036
Lissabon .
18,82
18,86
18,80
18,84
Danzig. . . Konstantin.
81,45
81,61
81,45
81,61
1,994
1,998
1,983
1,987
Athen. .
5,435
5,445
5,435
4,148
5,445
Tanada
4,141
4,149
4,156
Urn uay
4,096
20,903
4,104
4,096
4,104
Cairo . ■
20,945
20,90
20,95


