Einzelbild herunterladen

2 Teller

Abturnen -es Turnvereins 1846

Jahren.

Durchführung dieser Aufgabe liegt eine weitere Aufgabe der kommenden Steuergesetzgebung.

Es wurde oben der Ausdruck ..endgültiger Finanzausgleich" gebraucht. Die letzten Finanz- ausgleichsgesetze waren immer nur vorläufig und wurden nur $ür relativ kurze Zeit beschlossen. Das Halle seine wesentliche Ursache darin, daß die Finanzen des Reiches selbst in den letzten Jahren noch keine definitive Ordnung erfahren konnten, weil die Höhe der Reparationsleistun­gen in chrer Gesamtsumme noch unbekannt waren. Rach der Annahme des Poung-Planes wird das anders sein und wir werden im nächsten Jahre mit einem gründlichen Um- und Neubau der Reichssteuergeleygebung zu rechnen haben. Don dem. was hier beschlossen und neu geschaffen wird, muh in entscheidender Weise die Art des Fi­nanzausgleichs abhängen, wie sie dann zustande kommen wird. Finanzen und Steuern von Reich, Ländern und Gerne mden stehen eben bei uns in einem inneren organischen Zusammenhang. Man spricht davon, daß es zu Senkungen der Ein­kommen» und Realsteuern kommen wird, und da­für starke Erhöhungen, besonders der Alkohol­besteuerung, eintreten werden. Auf dieser Grund­lage ist es durchaus möglich, daß damit auch an­dere Einnahmemöglichkeiten, z. B. Zuschläge zu den Alkoholsteuern, für die Gemeinden geschaffen werden. Mit dieser kommenden Neuordnung der Reichsfinanzen hängt es zusammen, daß es heute noch nicht möglich ist, sich ein geiraueres Bild der neuen Einnahmen zu machen, die dann un­seren Gemeinden zufallen.

26 P.

Schüler von 12 bis 14

Döpfer, 106 P.; 9. Hans Habicht, 104 P.; 10. Reinh. Klotz, 99 P.; 11. Erich Euler, 94 P.; 12. Heinz Decker. 85 P.: 13. Willi Balzer, 83 P.

Turnerinnen: Ehrensieg R. Philipp 149 P.; 1. Sieg Tilly Hammel, 147 P; 2. Emmy Münnich und Martha Decker, je 144 P.; 3. Hedwig Döcher, 135 P.: 4. Käthe Preist, 131 P.; 5. Emmi Schupp, 122 P; 6. Else Leinweber, 115 P.; 7. Erna Schäfer und Anni Schmidt, je 114 P; 8. Elisabeth Seifert, 112 P.; 9. Derta Döcher, 109 P., 10. Käthe Fuchs, 103 P.

Schülerinn en. l.Sieg Agnes Schneider mit 153 Punkten; 2. Helena Schneider mit 145 P.; 3. Else Wagner mit 133 P: 4. Erika Honig und Liselotte Herbert mit je 126 P.; 5. Anni Kampf mit 118 P.; 6. Käthe Müller mit 116 P.; 7. Wilma Leipold mit 114 P.; 8. Gustel Balser mit 112 P.; 9. Else Kompf mit 110 P.: 10. Emmi Ellermeier mit 107 P.; 11. Johanna Koch, Hed­wig Schneider und A. Theis mit je 104 P.; 12. Charlotte Dogler mit 100 P.

Mehrkampf: Schwimmen u. Springen.

Schüler von 9 b i s 12 Jahren. l.Sieg Heinz Köhlinger mit 39'/2 Punkten; 2. M. Mün­nich mit 35'/, P.; 3. Erwin Horeyseck mit 32'/» P-: 4. Erich Henkel mit 30 P.; 5. C. Doller mit 29'/2 P.

Schülerinnen von 9 b i s 12 Jahren. l.Sieg Kompf mit 40'/, Punkten; 2. Funke mit

1. «Sieg Ernst Weeg mit 33 Punkten; 2. Kompf mit 24 P.

Schülerinnen von 12 bis 14 Jahren. l.Sieg Kompf mit 30'/, Punkten.

Jugendturner von 15bis16 Jahren. 1. (Sieg Hans Stommel mit 34'/, Punkten; 2. Karl Doller mit 26'/° P.

Jugendturnerinnen von 16 bis 17 Jahren. 1. Sieg Herta Graulich mit 33 Punk­ten; 2. Elisabeth (Sied mit 31 P.; 3. Marie Schardt mit 25'/, P.

Jugendturnervon 16bis17 Jahren. 1- Sieg Otto Kern mit 39*/2 Punkten; Fritz Werner mit 54 P. (außer Konkurrenz).

2 Dahnen Dru st schwimmen.

Iugendturnerinnen von 16 bis 17 Jahren. l.Sieg Elisabeth Schmitt mit 38,5 Sekunden; 2. Herta Graulich mit 40,5 Sek.; 3. Gertrud Schwarz mit 40,8 Sek.; 4. Elisabeth (Sied mit 42,5 Sek.; 5. Marie Schardt mit 44,8 Sekunden.

Dolksturnen.

Turner (Sechskampf). 1. Sieg Erich Dil- ges mit 236 Punkten; 2. Willi Reitz mit 182 P.; 3. Franz Müller mit 181 P.; 4. Walter Loh mit 173 P.

Jugendturner (Sechskampf). l.Sieg Otto Jüngst mit 198 Punkten; 2. Dagobert Lehr­mund mit 135 P.; 3. Wolfgang Brehm mit 117 P.; 4. Wilhelm Hanke mit 94 P.

Turnerinnen (Dierkampf). l.Sieg Mathilde Koch mit 96 Punkten; 2. Ria Philipp mit 91 P.; 3. Friedel Münnich mit 81 P.; 4. Emmi Münnich und Käthe Preis mit je 78 P.; 5. Lotti Mohr mit 70 P.; 6. Toni Hardt mit 68 P.; 7. Anna Schmidt mit 61 P.

Das diesjährige Abturnen des Turn- Dereins von 1846 Gießen fand am Sonntag statt. Die Sch w i mm k ä mp f e , so­wie das Volksturnen aller Abteilungen fan­den bereits am Donnerstag abend im Dolksbad bzw. am Samstag nachmittag auf dem älniver- sitäts-Turn- und Sport-Platz statt.

Da dem Leiter des Abturnens, Oberturnwart Erb, genügend Kampfrichter zur Verfügung standen, wickelte sich der am Sonntag vormittag in der Turnhalle stattgesundene Gerätewett­kampf in verhältnismäßig kurzer Zeit rei­bungslos ab. Weil nahezu der gesamte Vorstand des T.--V. 1846 bei. der Durchführung des am Nachmittag in der Dolishalle stattfindenden Kunstturn-Wettkampfes der Turngaue Frank­furt, Rhein-Mosel und Hessen tätig sein mußte, war die beschleunigte Abwickelung notwendig geworden. In den Turnabteilungen waren erst­malig in diesem Jahre zwei Abteilungen, Al­tersturner bis 45 Jahre und 46 Jahre unZ) darüber, eingegliedert worden. Diese Neuerung wurde beifällig ausgenommen.

Am Abend fand in der Turnhalle des Ver­eins 1846 eine kleine Abschlußfeier mit an­schließender Siegerverkündung statt. Als Gauvertreter war Turner Schneider (Butz­bach) anwesend. Der 1. Sprecher begrüßte die Festversammlung; mit großer Befriedigung wurde die Mitteilung ausgenommen, daß der Gesamt­vorstand beschlossen hatte, den Gauvertreter Schneider zum Ehrenmitglied des T.-D. 1846 Gießen zu ernennen. Mit bewegten Worten dankte dieser für die hohe Ehre. Außerdem über­reichte der Gauvertreter Schneider der mit dem 1. Zwölfkampfsieger des Deutschen Turn­festes 1928, Karl Reuter, mehrere Wochen in Amerika weilte eine diesem zugedachte gol­dene Medaille des Nordamerikani­schen Turnerbundes. Im übrigen war der Abend ausgefüllt mit turnerischen Vorfüh­rungen, Musikstücken und anschließendem Tanz.

Die Sieger der einzelnen Wettkämpfe sind: Altersturner: 46 Jahre und älter (Vierkampf): Ernst Jung, 1. Sieg (50 Jahre), Emil Marx, 2. Sieg (55 Jahre), Louis Vogt, 3. Sieg (47 Jahre), Robert Bouffier, 4. Sieg (45 Jahre), Wilhelm Erle, 5. Sieg (58 Jahre), Wilhelm Dapper, 6. Sieg (70 Jahre), Hermann Euler, 7. Sieg (57 Jahre).

Altersturner, 35 bis 45 Jahre alt (Vierkampf): 1. Sieg Peter Grimm (35 Jahre) und Franz Sauer (35 Jahre), je 89 Punkte; 2. Karl Müller (37 I.), 73 P.; 3. Gustav Pfeiffer (39 I.), 67 P.; 4. Ludwig Petri (39 I.), 59 P. Auster Wettbewerb: 1. Hermann Neuster. 98 P.; 2. Karl Strack, 89 P.; 3. Ernst Freitag, 77 P.

Jugend: 1. Sieg Otto Kern, 157 Punkte; 2. Max Hardt. 156 P.; 3. Ludwig Lotz. 144 P; 4. Karl Schöndorf, 141 P.; 5. Frdch. Brück, 139 P.; 6. L. Herbert. 134 P.; 7. Karl Habicht, 133 P.; 8. Hrch. Herbert, 125 P.; 9. Karl Schäfer, 104 P.

Schüler: 1. Sieg Willi Ellermeier, 155 P.; 2. Willi Habicht, 145 P; 3. Hans Happel, 136 P.; 4. Helmuth Fleischmann, 127 P.;

5. Heinrich Happel, 125 P.; 6. Erwin Horeyseck, 119 P.; 7. Heinz Köhlinger, 113 P.; Walter |

Aus der provinzialhauptstadt.

Gießen, den 16. Oktober 1929.

* Der Bund f ü r koloniale Erneue­rung, Ortsgruppe Gießen, veranstal­tete am Donnerstagabend im Kaufmännischen Vereinshaus einen Vortragsabend, bei dem Re­gierungsrat Dr. Donnert- Berlin überDie gegenwärtige kolonialpolitische Lage" sprach. Der Redner erläuterte zunächst die Art und Weise, wie man s. Zt. Deutschland die Fähigkeit ab­sprechen wollte, seine Kolonien ordnungsmäßig zu verwalten, wie man insbesondere mit allen Mitteln versuchte, unsere Kolonien auf immer zu annektieren. Da dies dank der vortrefflichen Haltung der deutschen Farmer und teilweise auch der Eingeborenen nicht möglich war, habe man unsere Kolonien zunächst als Mandatsgebiet er- klärt, mit dem bestimmten Ziel, die Annektion mit Hilfe der dortigen Bevölkerung doch durch­zusetzen. Zunächst habe man versucht, mit einer Abstimmung zum Ziele zu kommen, die aber infolge der günstigen Stimmung für Deutsch­land abgebrochen wurde. Auch die versuchte Einführung von arbeitsscheuen Elementen in Südwestafrika, die Wegnahme der deutschen Schu­len, sowie die Zahlung von Prämien für den Besuch englischer Schulen hätten dank der Zähig­keit der deutschen Farmer nicht zum Ziele ge­führt. Allerdings seien die durch ein solches Vorgehen auf kulturellem Gebiet bestehenden Ge­fahren außerordentlich groß. Auch durch die Sperrung der Grenzen seien die dortigen Far­mer wirtschaftlich schwer geschädigt und teil­weise gezwungen, die Bewirtschaftung der Farm Frau und Kind zu überlassen und zur Beschaf­fung von Bargeld als Arbeiter zu gehen. Der Redner wies dann weiter auf die ungerechte Behandlung der Ausländsdeutschen in unseren früheren Kolonien gegenüber den Engländern und Duren hin, die sich besonders beim Wahlrecht auswirke und den Zweck habe, im Parlament entscheidenden englischen Einfluß auszuüben, mit dem Ziel der Annektion der Kolonien. Dieses Destreben könne nur verhindert werden, wenn Deutschland sich mit aller Macht für seine Kolo­nien einsehe. Der Redner besprach dann die Frage:Sind es unsere Kolonien wert, daß wir für deren Wiedererlangung kämpfen?", und stellte fest, daß die Kolonien, abgesehen von der Beschaffung von Rohstoffen, der Erschließung wei­terer Absatzgebiete und der weiteren Möglichkeit der Auswanderung, reiche Schätze besitzen, die dazu beitragen, daß keinerlei Zuschüsse für die Kolonien zu leisten seien. Im übrigen sei damit zu rechnen, daß die Möglichkeit der Rohstoff­beschaffung und des Absatzes von Fertigfabrikaten für Deutschland immer geringer werde, so daß wir für die Folge noch mehr als seither auf un­sere Kolonien angewiesen seien. Der Redner schloß mit dem Hinweis, daß der Kampf unserer deutschen Brüder in den Kolonien nicht an der Lauheit des deutschen Volkes scheitern dürfe. An den Vortrag schloß sich eine interessante Aus­sprache an.

** DerAlicefrauenverein vom Roten Kreuz veranstaltete in Verbindung mit dem Bund Haus und Schule" am letzten Samstag einen Vor- trasabend im großen Hörsaal unserer Universität, tjrau d o n Glan aus Pinneberg in Schleswig- Holstein, die zweite Verbandsvorsitzend« des Nord- verbandes des Deutsch-Evangelischen Frauenbundes, sprach über das Thema:Erziehung in der Fa­milie als Schutz gegen Immoralität". Sie stellte die Frau und Mutter als Hüterin von Sitte und Sitt­lichkeit in den Mittelpunkt ihrer Rede, indem sie etwa folgendes ausführte: Unsere Zeit sei vollkom­men materialistisch eingestellt. Dieser Umstand führe notgedrungen zu einem Zerfall desJchs". Wenn Goethe einst sagte:Höchstes Glück der Erdenkin­der ist die Persönlichkeit", so müsse uns ein Blick in die Erzeugnisse unserer heutigen Literatur eines anderen belehren. Ein Buch wie9m Westen nichts Vleues sei nicht wert, daß es in die Hand eines jungen Mädchens oder jungen Mannes, einer Frau oder eines Mannes komme. Die Art, in der in die-

-U gotisch« Dinge herangebracht würden, übersteige jegliches Maß der Schamlosigkeit. Ebenso sei em Buch wieDie Kameradschaftsehe" zum mindesten unchristlich und antisozial. Solch« Bü­cher forderten zum schärfsten Protest der deutschen Frauen heraus. Dem Zerfall des9chs" folge der

Zerfall der Gemeinschaft. An Stelle der Gemein­schaft trete die Masse. Letztere sei hier nicht als istand aufzufassen, sondern zur Masse gehör« jeder, ob hoch oder niedrig, ob gebildet oder ungebildet, der seine Persönlichkeit verloren habe. Die Masse stehe infolge des Jchzerfalls in natürlicher Feind­schaft gegen Gott. Darum müsse der Gottesglaube in unserem Volke geweckt und gepflegt werden. Mit dem Zerfall der Gemeinschaft gehe weiter der Sexualzerfall Hand in Hand. Di« Ehe sei gepflegte Geschlechtsgemeinschaft. Das Eheleben unserer Tage sei im Zerfall begriffen. Ehescheidungen und Ge­burtenrückgang reden in dieser Beziehung eine deut­liche Sprache. 9m 9ahre 1880 kamen auf 1000 Ehen 307 Geburten, im Fahre 1926 nur noch 138. Dieser Geburtenrückgang müsse zu einer Bevölkerungsab­nahme führen, die sich in 30 bis 40 9ahren aus­wirken und weitere ungünstige Folgeerscheinungen für unser Volk zeitigen müsse. Gegenwärtig sei in Deutschland ein Frauenüberschuß von 2 Millionen vorhanden, in etwa 35 Jahren werde umgekehrt ein etwa doppelt so großer Ueberschuß von Männern eintreten. Schwere wirtschaftliche Kämpfe beider Ge­schlechter, bei denen die Frau aus der Berufstätig­keit herausgedrängt werde, könnten nicht ausblei- bcn. Dazu komme die Ueberalterung unseres Vol­kes. 1927 waren 31 Millionen alte Leute, das sind solche über 65 9ahr«, in Deutschland vorhanden, in etwa 30 Jahren werde die Zahl auf ungefähr 81 Millionen steigen. Diese angemessen zu versorgen werde auch der geschicktesten sozialen Gesetzgebung nicht mehr gelingen. Zu dieser Ueberalterung werde endlich eine Uebcrfremtuing treten. Einer unaus­bleiblichen Ueberflutung durch die gelben Völker Asiens mit ihrem Geburtenüberschuß würden wir nicht standhalten können. Mit einem warmen Ap­pell an die Anwesenden, doch alles zu tun, was diese Zerfallserscheinungen aufhalten könne, schloß die Rednerin ihren Vortrag, der, von hohem sittlichen Ernst getragen, einen tiefen Eindruck auf die Zu­hörer machte.

** Der GesangvereinHeiterkeit" hielt am Samstagabend in der Turnhalle einen Familienabend ab. Der prächtig dekorierte Saal war bis auf den letzten Platz gefüllt. Das reich­haltige Programm brachte zunächst eine Reihe guter musikalischer Darbietungen der Kapelle Weller-Cinbrod. Der Vorsitzende Berber wies in seiner Begrüßungsansprache auf die in jahrzehntelanger Zugehörigkeit zum Verein be­wiesene treue Anhänglichkeit zahlreicher alter Mitglieder hin und forderte die jüngere Gene­ration zur Nacheiferung auf. Der prächtige Chor des Dereins, der sich in den letzten Iobren aufier.

ordentlich günstig entwickelt hat, brachte unter Leitung seines Chormeisters Schüttler Lieder von Schubert (Die Nacht), Silcher (Ein deutsches Lied), Hansen (Posthorngrüße) und Othegraven (Ein Heller und ein Batzen) einwandfrei zum Vortrag und erntete dafür wohlverdienten reichen Beifall. Reben den Darbietungen des Chores trugen Einzelaufführungen wesentlich zur Ver­schönerung des Abends bei. Recht nett war dabei der musikalische Wettstreit nach dem Text:Guter Mond, du gehst so stille", ebenso auch ein komi­sches Duett:Auf dem Steueramt" (beides vor­getragen von den Herren Hbe und Fenster), allerliebst ein von Fr. B r u s i u s und Herrn Fenster gebotenes Gickel-Gackel-Gockel-Dnett. Den Glanzpunkt des Abends bildete ein von Damen und Herren des Vereins gebotenes Lie­derspiel:Des Glückes Schmied", bei dem die Mitwirkenden sowohl gesanglich, wie auch thea­tralisch gute Leistungen boten. Aus Anlaß seiner 25jährigen Zugehörigkeit zum Verein wurde das Mitglied Karl Roth zum Ehrenmitglied er­nannt und ihm vom Vorsitzenden eine Ehren­urkunde überreicht. Ein 62jähriges Geburtstags­kind des Vereins wurde durch ein Geburtstags­lied geehrt. Den Abschluß der Veranstaltung bildete ein Ball.

** D i e Sperrzeit für Tauben zum Schutze der jungen Aussaat ist auf die Zeit vom 15. Oktober bis 15. November festgesetzt worden. In dieser Zeit müssen die Tauben in den Schlägen be­halten werden.

Oberheffen.

Oer Ladenschluß auf dem Lande.

Man schreibt uns vom Lande: Durch die vor einigen Tagen imGießener Anzeiger" erschie­nenen Zuschriften über den Ladenschluß auf dem Lande kann die Meinung entstehen, daß der gesamte Handel des Landes die dort ver­tretenen Anschauungen teilte. Dem ist nicht so. Da auf dem Gebiete des Ladenschlusses in Orten, wo er formell noch auf 9 Uhr fest liegt, vielfach die reinste Anarchie besteht, da ferner der ein­sichtige Kaufmann abends auch Feierabend haben will, wie jeder Angestellte und Arbeiter, sind die Bestrebungen für den 7-Uhr-Ladenschluß auch auf dem Lande lebendig. Auch der Handel­treibende auf dem Lande ist ein Mensch und hat das Bedürfnis, abends, nachdem er zu Rächt gespeist, noch eine Stunde im Kreise seiner Fa­milie in Ruhe zu verbringen, oder sie seinen

Lick

HolNü" copyr»'by9 iss«*:, SSiiS LtzS SM -je bracht k sich nicht ru^ ' s? kniete n, wandte er chr sam in den & den Daumen

Alix Surnfl: über to W Hände leucht w Sie Lropsen «.

Langsam, zurück. Er toußi er wußte nur Käthe liebte

Als er den t allein dock fand und fragte, wa. er ihr seine Li ihre Hilfe. ,L .

Frau Adelhei

Ich weih !- Sie liebt, Felik icm. Dir dar Eie ihr Zeit - beit, daß 2hrc Wissen, daß ich gönne als Ohr ich bin cs scha in Geduld!"

Damit gab _ kühle beide er sich zurüch rrchh hinaus 51

Kleidsan strdpaz Ausfühi wddak

Gute

M

Jhren erfül

kurzsichtiger Geschäftsmann wird die scheinbaren Bedürfnisse des Publikums so in den Vorder­grund stellen, wie das in den beiden Zuschriften geschehen ist. Es ist offenbar nur eine Frage der Erziehung des Publikums, welche in den meisten Fällen, nachdem der 7-Llhr-Ladenschluh eine ge­wisse Zeit bestand, gelungen ist. Ferner ist es doch so, daß der Teil der nach 7 älhr Kaufenden ein so geringer ist, daß in den meisten Fällen der noch erzielte Gewinn nicht die Kosten für £id)t und Heizung deckt. Man sollte die Frage des Ladenschlusses auf dem Land; etwas mehr vom kaufmännischen Standpunkt aus be­trachten. (Das Für und Wider in dieser An­gelegenheit dürfte nunmehr genügend bargelegt worden sein. Deshalb schließen wir die weitere Aussprache an dieser Stelle. D. Red.)

Landkreis Gießen.

* Großen-Linden, 15. Oft. Der 21- jährige Turner Richard Seth vom Turn­verein Großen-Linden war bei den am Sonntag in der Volkshalle zu Gießen nbgehalteneni Kunst-Turnwettkärnpfen der beste Geräte­turner ganz Hessens.

> Daubringen, 15. Oft. Eine 'weit über unser Dorf hinaus bekannte Einwohnerin, Frau Susanne Opper Wwe., aus Villingen ge­bürtig, konnte vor einigen Tagen bei guter kör­perlicher Gesundheit und geistiger Frische ihren 8 0. Geburtstag feiern. Roch täglich geht sie in Daubringen und den umliegenden Dörfern ihrem Hausiergewerbe nach. Sie ist zur Zeit die älteste Bewohnerin unseres Dorfes.

!! Staufenberg, 15. Oft. Der jetzige Pächter unserer Burg, Herr Bier au, läßt jetzt neben dem Rittersaal noch einen geräu­migeren Saal bauen. In diesem Winter soll der Reubau noch in Benutzung genommen! werden.

Bg. Großen-Buseck, 15. Okt. Nachdem von Turm und Schiff unserer Kirche die Gerüste der Weißbinder und Dachdecker entfernt worden sind, stellt sich die Kirche wohl die älteste im weiteren Umkreise in ihrem neuen, freundlich wirkenden Gewände dar. Das Dach des Turmes ist fast vollkommen erneuert worden. Der untere Teil des Turmes wurde, entsprechend den Anregungen des Prof. W a l b e, nicht überworfen. Die massi­gen behauenen Steine wurden hell verfugt und tre­ten infolgedessen deutlich hervor. Leider weisen viele bereits starke Spuren der Verwitterung auf. Sehr schön wirkt ein nun deutlich in Erscheinung tretender ! Bogenkranz. Nachdem man sich jahrelang über den für das vorgesehene Gefallenendenkmal zu wählenden Platz nicht einigen konnte, ist man nun dahin übereingekommen, das Ehrenmal vor der Kirche zu errichten. Zu diesem Zweck soll das an den Krieg 1870/71 erinnernde Kriegerdenk­mal auf die Südseite versetzt werden, um reichlichen \ Raum zu gewinnen. Es ist zu erwarten, daß man sich nun über di« Art der Ausführung rasch einigen wird, damit im kommenden Jahre die Einweihung stattfinden kann. Im gut besetzten Saale des Gastwirts W. Wagner veranstaltete das Kuror- chester Neuwied-Oberbieber a. Rh. ein Konzert, nachdem es am Vormittag im Gottes­dienste mitgewirkt hatte. Musikdirektor Knirsch hat seine Schar gut in Führung. Sowohl die Märsche, wie die Kompositionen der alten und neuerer Meister wurden exakt und klangrein zu Ge­hör gebracht. Recht beachtenswertes Können zeigte Herr Paeper als Solist für Trompete. Die dank­baren Zuhörer spendeten reichlichen und wohlver­dienten Beifall, der zu mancher Zugabe Veran­lassung gab. Das Orchester, dem auch zwei Söhne unserer Gemeinde, die Gebrüder Nikolai, an­gehören, kann mit dem musikalischen, wie mit dem finanziellen Erfolg zufrieden sein.

Kreis Alsfeld.

Alsfeld, 15. Oft. Die Winterspiel- zeit des Gießener Stadttheaters in unserer Stadt wurde am Sonntagabend durch die Aufführung des VolksstückesKatharina Knie" von Karl Zuckmaher eröffnet. Die Vorstellung war ein voller Erfolg. Das dicht be­setzte Haus spendete den hervorragenden Dar­bietungen der Mitglieder des Gießener (Stabt- theaters stürmischen Beifall. Die bei dem Als­felder Theaterpublifum in gutem Ansehen stehen­den Gastspiele des Gießener Stadttheaters haben mit der in allen Teilen vorzüglichen Auffüh­rung eine neue, wesentliche Stärkung erfahren. Erfreulicherweise hat auch die Zahl der Äbon- nenten für die Gastspielvorstellungen im Ver­gleich zum vorigen Jahre eine Steigerung er­fahren. Man darf unserer Stadtverwaltung Dank wissen, daß sie es ermöglicht hat, ihren Einwoh­nern wirklich gute Theaterfunst auf diese Weise zu verschaffen. Rachdem die Vorstellungen be­reits im vierten Winter Jtattfinben, darf ange­nommen werden, daß diese Einrichtung eine dauernde bleiben wird, da die Finanzierung des älntemehmens auf der seitherigen Grundlage durchaus möglich erscheint.

Briefkasten der Redaktion.

(Rechtsgutachten sind ohne Verbindlichkeit der Schriftleitung.)

Stammtisch Greilich. Die Beantwortung Ihrer Anfrage ist im Rahmen des Briefkastens nicht mög­lich. Es kommen für die Steuerpflicht in dem an­genommenen Fall« eine ganze Anzahl Voraus- fetz un gen in Betracht, über die in Ihrer Zu­schrift keine Angaben gemacht sind, bereu Erorte- rung im Briefkasten aber auch zu weit führen wurde. Am besten erkundigen Sie sich direkt beim t-rinanzaint, das Ihnen gerne Auskunft erteilt.

»frll keln

H0S,eSrn=' fr Hltzedbr?h be,leht » n.d b und

a,esol

fäcAen Sie MAGG!S Sunnen:

^fie Sparen «Xüfie, Seit und QeCd.

Und die Hauptsache: Oeder ißt sie mit befragen.

Tide Porten wie: &6s. Weis m. ^omaten.^umenkoM^umford. ifparqeC, dier-Tludeh tun

Donnefeldts M und MeibtderBesteriCß Keine Gratiszugaben .dafür Q u al ität!