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Der untere Teil sprechend den Anregungen ?tLbCI'Yrfen' D>e masst, urben hell verfugt und tre- hervor. Leider weisen viele /. ^rwitterung aus. Sehr lch m Erscheinung tretender sich jahrelang über den sallenendenkmal zu nigen konnte, ist man nun das Ehrenmal vor :«n. Zu diesem Zweck soll <1 erinnernde Kriegerdenk. !G werden, um reichlichen 1 ist zu emarten, daß man r Aursührung rasch einigen den Lahre die Einweihung n gut besetzten Saale der veranstaltete dar Kuror- Iberbieber a. Rh. ein am Vormittag im Totter- Musikdirektor Knirsch n Führung. Sowohl die Positionen der alten und troff und ffangrein zu @e» jtensmeries Können zeigte 1 für Trompete. Die boul' reitf)lid)en unb mofjhxr« mancher Zugabe Beran- dem auch M Lvtzne ebriiba Rikvlai, an- ivstkalischen, wie mit dem »en sein.
lt. Die Dinterspiel- c Stadttheaters in a Sonntagabend durch die Mckcs .Katharina idmatjer eröffnet ®ie ,11er Erfolg. Das dicht bc- den hervorragenden Dar- der des Gießener Stadt u-jsall. Die bei dem Als- in gutem Ansehen stehen- SÄ*»
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Liebe in Ketten.
Vornan von Hans Mitteweider.
Copyright by Martin F uchtwanger, Halle (Saale). 13 Fortsetzung. Nachdruck verboten.
Da sank er vor ihr nieder unb umschlang sie. Sein schönes Gesicht hob sich zu ihr empor, und die Augen, die Käthe immer gdiebt hatte, blickten fie an, voll unaussprechlicher Liebe, so sehnsuch- tig bittend, daß sie von neuem erbebte und nahe daran war, ihn zu sich emporzuheben und ihm alles zu sagen, was in ihr war: Daß sie ihn liebte, seit sic ihn gesehen hatte, dah sie das Mcklichste Weib auf Erden sein würde, wenn er sie als seine Gattin heimfuhren wollte.
Sie brachte kein Wort hervor. Sie vermochte sich nicht zu rühren, und die Stimme ihres Herzens ward übertönt von einer anderen, die gebieterisch sagte:
„Du darfst nicht! Du bist eines anderen Mannes Frau! Nie wirst du deinem Herzen folgen dürfen — nie!"
Unb ehe Felix Turn au wußte, was geschah, hatte Käthe sich losgerissen und lief, als würde sie gehetzt, durch den Park dem Hause zu.
Er kniete noch vor der Dank. Nur das Haupt wandte er ihr nach unb sah sie versinken gleichsam in den Schatten der Nacht, die nun zwischen den Bäumen unb Büschen hervorkroch.
Felix Turnau stand langsam auf und strich sich über die Augen, Und dabei spürte er, dah seine Hände feucht waren von Käthes Tränen: er kühle die Tropfen einzeln hinweg.
Langsam, ganz langsam kehrte er ins Haus zurück. Er wuhte nicht, ob er sich freuen dürfte, er wuhte nur, was er ganz klar gesehen hatte: Käthe liebte ihn!
Als er den Salon betrat und Frau Dottrup allein dort fand, als sie ihn betroffen anschaute und fragte, was ihm geschehen sei, da bekannte er ihr seine Liebe für Käthe und bat sie um ihre Hilfe.
Frau Adelheid antwortete leise:
„Ich weih schon längst, dah mein Kindchen Sie liebt, Felix! Aber sie ist so scheu, so schüchtern. Wir dürfen nicht in sie dringen: lassen Sie ihr Zeit — Sie können es ja in der Gewitztheit, datz Ihre Liebe erwidert wird, Ilnb Sie wissen, dah ich das herrliche Geschöpf niemand gönne als Ihnen, Felix. Ich wäre so froh — ich bin es schon. Aber warten Sie, warten Sie in Geduld!"
Damit gab Felix Turnau sich zufrieden. Er küßte beide Hände der gütigen Frau. Nachdem er sich zurückgezogen hatte, stieg Frau Dott- rupp hinauf zu dem Schlafzimmer Käthes._____
fortschicken. Vielleicht kommt er einmal zur rechtet zu ihr gewesen war, ihr nicht helfen könnte. Zeit wieder. Aur weine und sorge dich nicht Ihm als Detektiv muhte es ein leichtes sein.
mehr, Kätherle, es ist ja gar nicht so schlimm.. .*
festzustellen, was aus Berndt Klausen geworden war, ob er noch lebte oder zu den Toten zählte. Ilnb wenn Dodenstein sie fragte, warum sie das wissen wollte? Ob sie sich ihm würde an»
vertrauen können?
Sie zweifelte. Sie marterte sich mit diesen Gedanken und kam zu keinem Entschlüsse. Käthe Itoar Tante Adelheid unaussprechlich dankbar, diese mit keinem Wort an den Vorfall rührte, als sie die übrigen Gäste, die es nach der 216» :eise Turnaus für ihre Pflicht hielten, sich eben» alls zu entfernen, nicht zurückhielt.
Nun waren die beiden wieder allein in dem tillen Aonnenwerth. Unb Käthe lieh Tante Adelheid gern davon schwärmen, wie schön es werden würde, wenn sie demnächst nach Wiesbaden gehen würden, vielleicht auch nach der Schweiz...
„Ich "muh dir doch noch so vieles von der Welt zeigen, Kind!" sagte die gütige Frau oft. .Sie ist so schön!" .
„Wenn man reich ist!" dachte Käthe bet stch mit einiger Bitterkeit und erinnerte sich, wie sie schon die Menschen beneidet hatte, die in jene
rühren.
„Still, still, mein Mädelchen!" flüsterte si „Niemand wird dich zwingen, ich am wenigste, Und ich will tun, was du wünschst: ich will ih, fortschicken. Vielleicht kommt er einmal zur rechtet
kleine Sommerfrische hatten reisen und sich dort vergnügen können, wo sie mit der harten -Sann gelebt hatte. , „ . „
Niemals hatte sie sich träumen lassen, dah sia einst selber sehr reich sein und einen vornehmen Namen führen würde. Aber sie hätte beides hin- gegeben für das Dewuhtsein, frei zu fern, ©te kam sich vor wie eine Gefangene, bte an et nee unsichtbaren Kette gehalten wurde einer Kette, von der sie niemand befreien konnte!
Wenn sie damals hätte ahnen können, was das Leben ihr noch bringen würde!
Aber sie war noch ein Kind gewesen, töricht und unerfahren! Und muhte nun dafür das Glück ihres Herzens opfern!
Eines Tages sah sic mit der Tante auf bei Terrasse, als ein N ei ter in den Hof sprengte, dessen Pferd schaumbedeckt und sichtlich erschöpft war. , _
Frau Adelheid stand erschrocken auf: auch Käthe erhob sich. Eine unerklärliche Beklemmung lieh sie erbeben, sie muhte sich aus die Stuhllehne stützen, um nicht niederzusinken.
Der Mann, ein Neitknecht, kam die Trepp« herauf, zog tief die Mütze und verbeugte sich. Dann aber keuchte er: „
„Gnädige Frau, eine dringende Botschaft...
Warum in aller Welt hat man nicht da« Telephon benutzt?" fragte Frau Adelheid
Der Mann lächelte verlegen und schaute aus
weiß nicht, ob ich vor dieser Dam« sprechen darf?" „ _
Da schritt Käthe auch schon wankend hinweg.
Aber sie hörte noch, wie der Fremde sagte:
„Ich komme von Werdenfels, gnädige Frau, von Frau Baronin von Turnau.. /
Da prehte Käthe eine Hand auf das Herz, das jäh sein Schlagen fast einen Augenblick einstellte. ilnb totenbleich lehnte sie sich an eine der hölzernen Säulen, bie das Dach der Terrasse ^on Felix' Mutter! Unb dah ein Unglück geschehen war — ihm! —, das stand für sie fest.
Sie hörte nicht, was der Reitknecht noch meldete: sie vernahm nur einen Schreckensruf der Tante und seinen Namen!
„Felix?" schrie Frau Adelheid.
Was war geschehen?
Dann sprach Tante leise einige Worte bent Manne, der die Treppe wieder hinabstieg. Schritte erklangen, weiche Arme umschlangen Käthe, und diese hörte hinter sich eine sanfte Stimme:
„Liebe Käthe, erschrick nicht! Etwas Schreckliches ist geschehen: Felix ist verunglückt bet einet Fahrt mit einem neuen Motorrad. Man hat es nicht telephonisch melden wollen, um uns nicht zu sehr zu ängstigen."
(Fortsetzung folgt/)_________________
Jetzt aber...
Ach, sie sah ja immer und immer wieder, im Wachen und Träumen, das schöne Gesicht, die strahlenden, um Liebe bettelnden Augen Sur» naus. Sie hörte die Worte, die er zu ihr gesprochen hatte. Nicht ein einziges hatte sie vergessen, denn sie waren wie mit feuriger Schrift in ihr Herz gegraben!
Wie selig, ach, wie unbeschreiblich selig hätte sie sein können, wäre nicht jenes entsetzliche Geheimnis in ihrem Leben gewesen! Unb nie, nie würde sie es bannen können! Nie!
In ihrer großen Herzensnot kam ihr der Gedanke, ob Herr von Dodenstein, der so ritterlich
Da lächelte Käthe, während heiße Tränen aus ihren Augen rannen.
Käthe verbrachte schreckliche Tage unb noch schrecklichere Nächte, seit Felix Turnau Nonnenwerth verlassen hatte. Um so schrecklicher, als sie niemand hatte, dem sie sich anvertrauen konnte.
Unb sie mußte sich doch das große Geheimnis vom Herzen sprechen, sonst würde sie daran zugrunde gehen — sie wußte es!
Warum, ach, warum nur hatte das Schicksal so grausam mit ihr gespielt? Was hatte sie denn damals von Liebe gewußt, als sie Berndt Klausen nach London gefolgt und seine Frau geworden war?
Sie wußte nur das eine: Dah sie nie Liebe für ihn empfunden hatte, denn sonst wäre sie nicht immer zurückgebebt, wenn er nur in ihre Nähe kam: sonst wäre sie ihm nicht so dankbar dafür gewesen, daß er keine Zärtlichkeiten von ihr verlangte, ihr feine erwies!
Sie lächelte nur, als sie das junge Wädan vor dem Bett knien sah, den Kopf in die Kisti vergraben. Leise, ganz leise trat sie näher legte Käthe eine Hand auf das Haupt.
„Käthekind!" sagte sie voll unendlicher Lief, Da fuhr das junge Mädchen herum, schau aus verweinten Augen zu ihr auf, umklammer mit beiden Armen ihre Tante und stieß hervo
„Du weißt alles, Tante? — Ach, ich bitte dic schicke ihn fort! Er soll nie wieder so zu m sprechen — nie wieder! Hörst du, Tante? Da mußt du ihm sagen..."
„War denn das fo schrecklich, was er di anvertraut hat, Kind?"
Sie sah, wie Käthes Augen strahlten trotz de Tränen, die noch in ihnen standen. Sie hofst schon, da riß sich das junge Mädchen auch vo ihr los.
„Tante, ich bitte dich, quäle mich nicht! Sax ihm, datz ich nie heiraten, nie einen Mann liebe werde..
„Bestimmt nicht, Käthekind?" fragte Fra Adelheid lächelnd.
„Ganz bestimmt, Tante! Ich weiß, du glaub mir nicht, aber es ist mir bitter ernst zumute.
ilnb bann warf sie sich doch wieder an bi Brust der Tante unb preßte ihren Kopf an berc Schulter. Sie erbebte dabei in so heftigem Schmer daß bie erfahrene Frau wußte, sie bürste nu mit keinem Worte mehr an das Geschehni
Sie streichelte bas blonde Haar Käthes unb redete ihr noch lange zu, bis sie sich von ihr auskleiden ließ unb sich niederlegte.
Noch in der gleichen Stunde bat Frau Adelheid den jungen Baron zu sich und sagte ihm schonend, daß es besser sei, wenn er für einige Zeit abreifen würde.
Ihr Lächeln verkündete dem Bestürzten, dah nichts verloren sei. Er hatte Mühe, nicht laut aufzujubeln. Am nächsten Morgen war er abgereist, ehe einer der anderen Gäste erwachte.
Als Käthe die Augen ausschlug, unb sich an alles erinnerte, was gestern geschehen war, als sie beglückt wieder seine Worte zu hören berat einte, als aber auch all die Angst jäh wieder in ihr wach wurde, bie sie dabei empfunden hatte, da wurde bie Tür geöffnet. Tante Adelheid tarn zu ihr und sagte leise:
„Er ist fort, Käthekind! Er läßt dich noch grüßen und bittet um Verzeihung, weil er dich | so erschreckt hat!" _______________________
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Donnerstag, den 17. Oftobecl929.
a) 9 Uhr, Zusammenkunft in der Straße ^Am Nahrungsberg bei der Gärtnerei Lieh: .
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Dem
Gerichtsvollzieher in Gießen Steinstraße 13 — Fernruf 4101.
Schellfisch o.L.Kabeljauo.K. Rotzungen, Seehecht
Wch-Wet
Lebende Karpfen und Schleien Irische Bülklinge usw.
C.G.Meinhenn
Bahnhofstraße 59 / Telephon 3866
Bekanntmachung.
In unser Handelsregister, Abteilung B, wurde am 11. Oktober 1929 bei der Firma Commerz- unb Privatbank Aktiengesellschaft Filiale Gießen in Gießen folgendes eingetragen: Den stellvertretenden Direktoren Ludwig Liebmann unb Franz Zeller, beide in Gießen, ist für die Filiale Gießen in der Weife Gesamtprokura erteilt wor- den, daß jeder einzelne berechtigt ist, die Firma der Filiale Gießen in Gemeinschaft mit einem Vorstandsmitgliel oder mit einem anderen für die Filiale bestelllen Prokuristen zu zeichnen unb zu vertreten- Die Prokura des Direktors Otto Apel ist erloschen. <A_n 85570
Gießen, den 15. Oktober 1929. Hessisches Amtsgericht.


