Ausgabe 
16.8.1929
 
Einzelbild herunterladen

Gieß

en.

Kurszettel der Berliner und Frankfurter Börse

Reichsbankdiskont 7.5 Prozent, Lombarbzinsfuh 8,5 Prozent.

Berlin. 15- August

Berlin

Frankfurt a. M.

Berlin

itrantfua a M.

Schluh-l l.Ubr Schluh-. Anfang. Kur» ! Kurs Kurs \ Kuro

Schlub-1 l.Ubr i Schluß. Anfang. Kurs \ Kurs | Kur» Kurs

15.8.

16.8.

15.8.

Datum

133,5

405

408

156,5

29,3

49,5

22,25

7,45

107,5

128,5

122,5

113,75

Danknoten.

Berlin, 15- August

angeführt en Ziffern geben die Höhe der zuletzt beschlossenen Dividende an.

den

159

299,5

209

182,25

122,25

162,5 113,25

126,4

128,6

209

182,25

278 162,75 153,5

159

301

107

134

189

100,5

125

1,5

222

155

128,5

125

222

154,5

28,5

69,5

212

114,65

126,5

128,75 209

182,5 279

168 153

159

298,5

102

301

236,5

409

323

238,25

156,75

107,25

195,13

55,9

56,25

49

202,5

25,75

90

213,75

55,25

60

63,5

Devisenmarkt Berlin - Frankfurt a. M.

Telegraphische Auszahlung.

122,25

163

114,9

126,4

128,75

210,5

182,5

278,5

168

153,75

159

299,65

. 8 . 8

10 . 8

10

10

12

11

12

10

10

10 . 8

12

10 . 8

10

15 12

18 14

12 12

' 8 . 0 . 0 . 5

10 . 0 . 5 . 6 . 0 . 6

11 . 0 . 4 . 8 . 8

10 . 8 . 8

10 . 8 . 8

16 8. "T=

54,5

59

9,3

63

107

Nordseemeisterschast im Schwimmen.

Giehener Sieg in der Damenkonkurren;.

Die diesjährige Aordseemcisterschaft im 1000 - Meter - Schwimmen, die in Borkum ausgetragen wurde, gewann der Weltmeister Walther Bathe, Breslau, hart bedrängt von Kurt B e s ch e, Erfurt; der frühere Rordseemeister Heinz Dernard, Bonn, konnte den dritten Platz belegen. In der Damen-Aordseemeister- schäft siegte überlegen Lydia Muth,

zu spüren bekommen.

Wie anders verlief doch im Jahre 1927 die grobe Dörsenkrisis in Deutschland! Der schwarze Freitag, der noch dazu auf den 13. eines Mo­nats fiel, wirkte noch nach Monaten auf die Dörsentendenz ein, die sich inzwischen immer nur zeitweise und schüchtern erholen konnte. Seit Jahr und Tag ist es der deutschen Industrie nunmehr unmöglich, an der Börse größere Emis­sionen zu placieren. Die Grohkonzerne Deutsch­lands, die dennoch in Anbetracht des fortschrei­tenden Aufbaus ihres Geschästsumfanges lau­fenden Kapitalbedarf haben, müssen zu den kom­pliziertesten Emissionskonstruktionen greifen, um die neuen Wertpapiere dem Pu­blikum fchmackhaft zu machen und mit dein nö­tigen Anreiz zur Zeichnung auszustatten, ^lbst die seit langem auf dem Boden liegende Kon- junktur hat keine Gelder für Börsenzwecke frei­gemacht, weil einmal die Reparations­und sozialen Lasten ungeheure Kapital­summen aus der Wirtschaft heraussaugen und diese ihre geringen verbleibenden Mittel zur weiteren Rationalisierung und Ausdehnung des Wirkungskreises braucht. Man weih, welche un­geheuren Anstrengungen notwendig waren und sind, um den deutschen Erzeugnissen auf dem Weltmarkt wieder Geltung zu verschaffen.

Der Absatz ins Ausland ist vielfach mit der Rotwendigkeit langfristiger Kredit­gewährung verbunden. Unsere Exportindu­strie hat also alle Mühe, in dieser Hinsicht mit dem kapitalkräftigeren Auslande Schritt zu hal­ten. Besonders deutlich kennzeichnete jetzt wie­der die rasche Lleberwindüng der Reuhorker Börsenkrise den Unterschied im Krafteaufbau der amerikanischen und deutschen Wirtschaft. Ereig­nisse, die bei uns jahrelang nachwirken, wer­den drüben infolge der Kapitalkraft des Landes schnell überwunden.

Zu den sonstigen in Deutschland aktuellen Wirtschaftsfragen gehört gerade jetzt wieder das intensive Bestreben auf Bereinigung der Rot­lage in der Fahrradindustrie. Dieses Fahrzeug, von unseren Großvätern als das mo­dernste Verkehrsmittel angestaunt, wird jetzt immer mehr von Verkehrsmitteln mit Kraft- antrieb verdrängt. Man denke nur an den un­geheuren Aufschwung, den die Motorradinduftrie seit einigen Jahre nimmt. Die Fohrradprodu­zenten wollen nunmehr ihre Produktion gemein­sam einschränken und sich zu diesem Zweck fest zusammenschliehen. Die bei solchen Anlässen im­mer auftretenden Quotendifferenzen haben bis- her aber eine Einigung über die Kontingentierung der Fahrraderzeugung verhindert.

Einigung im englischen Sanmwollkonflitt.

Wie aus Manchester gemeldet wird, hat sich die Konferenz der Arbeitgeber und der Arbeitnehmer der B a u m w o l l i n d u st r i e für ein schiedsgericht­liches Verfahren geeinigt. Auf Grund dieses Ab- kommens steht es jeder Spinnerei frei, am Montag den Betrieb wieder aufzunehmen. Bis zur Fällung eines Schiedsspruchs sollen die Löhne gezahll wer­den, die vor der Aussperrung Geltung hatten.

Die Saarkohlenproduktion. Roch der amtlichen Statistik der französischen Berg­werksdirektion betrug im Monat Juni die reine Kohlenförderung der französischen Saargruben

98,75

29,1

2,4

1,775

22,5

21,65

1,75

7,5

7,5

7,5

8

22.25

19,7

21,5

1,75

7,45

7,5

7,45

301

235.25 405 322 238

107.25

195,4

53,5 56

Ämerilanilchc Noten Belgische Noten . .. Dänische Noten . . . Lualitche Noten.»«

Brief "TmtT 168,36

22,06 111.94

59,34 2,495

112,64 80,91 61,57

12,451 73,30

Berliner Börse.

Berlin, 16. Aug. Im Augenblick bringen die Tage für die Effektenbörsen eine unver- änderte Situation, d. h. nicht börsentechnisch, sondern was die wirtschaftlich-politischen Momente betrifft. Während gestern der M i l l i o n e n k r e d i t der BankvonEnglandals Haussemoment da war, mußte natürlich heute das Dementi der betei= ligten Stellen ernüchternd wirken. Auch die Nach­richten aus dem Haag lauteten ziemlich pejfi' mistisch, und man machte sich bereits mit dem Ge­danken einer Vertagung vertraut. Die sich ziemlich widersprechenden Nachrichten über den Verhand- lungsstand erinnern sehr an die Zeit der Pariser Verhandlungen, wo die Meinungen der Presse eben- alls ziemlich schwankten. Trotzdem zeigten die ersten Rutle heute eine bemerkenswerte Widerstandsfähig­keit und eintretende Verluste betrugen nur in den eltensten Fällen mehr als 1 o. H. Das Geschäft war wieder klein. Selbst der Wochenschluß hat kein Reoli- sationsbedürfnis zur Folge. R e i ch s b o n k plus 2 v. H., Hamburger Elektrizitätswerk plus 1,5 v.H., AEG. plus 2,75 v. H. Bei letzteren etzten sich anscheinend die amerikanischen Kaufe fort, und die Gerüchte von einer Sanierungsmöglichkeit im Verhältnis von 3:1 erhielten sich. Schwache Ver­anlagung hatten Glanzstoff, minus 4 o. H. Deutsche Anleihen fester. Ausländer ge­schäftslos. Pfandbriefe teilweise etwas ge­bessert. Der Geldmarkt lag in sich weiter etwas versteift. Tagesgeld 6,75 bis 8,75 v. H. (vereinzelt nur noch 6,5 v. H.), Monatsgeld 9 bis 10,5 v. H., Waren­wechsel etwa 7,75 o. H. Nach den ersten Kursen wurde es dann vorübergehend fester. Das Geschäft nahm an Lebhaftigkeit zu. Später setzten aber anscheinend doch wieder Wochenschlußglattstellungen ein, denn die Kursentwicklung wurde uneinheitlich und eher schwä­cher. Deutsche Waffen und Julius Ber­ger blieben etwas fester. Sonst verloren 9kAG. 1 v.H. und auch Glanzstoff lagen um weitere 2 v. H. gedrückt. Durch die Meldungen eines hiesigen Mittagsblattes verstärkten sich die Meinungen, die morgen eine Vertagung im Haag erwarten.

Frankfurter Getreidebörse.

F r a n k f u r t a. M., 16. Aug. Zum Wochenschluß war das Angebot in neuem Jnlandgetreide etwas geringer, so daß die Preise für Weizen und Roggen leicht anziehen konnten. Im übrigen blieb das Ge­schäft ziemlich gering, doch war am Mehlmarkt die Tendenz ebenfalls etwas fester. Weizen konnte 0,2-5 Mark anziehen. Futtermittel lagen weiter still. Es wurden notiert: Weizen 26,50 Mark, Roggen 20,90, Hafer (inländischer) 21,50, Mais (gelb) für Futter­zwecke 21,50, Weizenmehl (süddeutsches, Spezial 0) 38,75 bis 41,25, Roggenmehl 29,75 bis 31, Weizen- kleie 10,50, Roggenkleie 11,75 Mark. Tendenz: stetig. ,

Sprechstunden der Redaktion.

11.30 bis 12.30 Uhr, 16 bis 17 Uhr. Samstag nachmittag geschloffen.

40/ Schweiz. ®unbe4b^®nL. - 4% Lesterretchische Goldrte.. 4,20% Oesterr. SUberrle. . . - 40- Oesterreich. emgettL «re. > 4% Ungarische Goldrte.. - - - 4% Ungarilche Staatst. v. 1910 . 4 Vi% deSgl. von 1918 4% Ungarilche fttonenrte.. - 4% lütt. RoUanletbc O-1911-- 4<v Türkische Bagdadbahn-Anl.,

Serie 1. - - - 4% desgl. Serie II. 4% Rumänen convert. Rte. - - - *y,% Rumänen Goldani. von 191

auch am Donnerstag unverändert.

Russisches Petroleum für Frank­reich Die russische Gesellschaft für Raphta- produkte. die in Frankreich durch die Societe Petronaphta vertreten ist, hat mit dem französi­schen Marineministerium einen Lieserungsvcr- trag auf 83 000 Tonnen Wazut und 9000 Tonnen Gasöl abgeschlossen. , , c

Reuauflebender Kalrschacht. Das Ende 1925 stillgelegte Reserve-Lieferung^erk Reu-Dleicherode in Worbis der Deutschen Kali­werke soll wieder in Betrieb genommen werden, da die Rachfrage nach Kalisalzen weiter lebhaft geblieben ist. Sobald neue maschinelle und son­stige Einrichtungen eingebaut sind, werden rund 300 Bergleute Beschäftigung finden.

* Reue Anleihe der Stadt Frank- furt a M. LautFrankfurter Zeitung" plant die Stadt Frankfurt a. M. die Aufnahme einer neuen Anleihe in Höhe von etwa 30 Mill. Mk. nach dem Vorbild der vor kurzem von der Stadt Köln ausgegebenen Lprozentigen dreijährigen Schatzanweisungsanleihe. Der von Frankfurt a. M. angeforderte Betrag diene hauptsächlich zur Abdeckung sättig werdender Verbindlichkeiten. Bisher waren für Frankfurter Stadtanleihen drei Jnlandkonsortien je unter Führung der See- Handlung, von Mendelssohn und der Frankfurter Bank in Betracht gekommen. Man wolle ver­suchen, ein Zusammengehen der drei Gruppen zu erreichen. Eine Entscheidung dürfte frühestens am Montag fallen.

* Frankfurter Börse. Dom 19. August ab werden 4,5prozentige Anatolische Eisenbahn- Schuldverschreibungen Serie II und 5prozentige Heidar-Pascha-Hafen-Schuldverschreibungen mit laufenden Zinsscheinen gehandelt und notiert.

* Reue Genossenschaftsgründung. In das Genossenschaftsregister wurde die Firma Industrie- und Gewerbebank e. G. m. b. H., Frank-

1 100 704 Tonnen (im Mai 1 046 982 Tonnen), wovon 1060 440 auf die direkten französischen Staatsgruben und 40 264 auf die verpachteten Gruben Frankenholz entfallen. Bei 24,28 Ar­beitstagen (gegen 22,99 im Mai) beziffert sich die durchschnittliche Tagesförderung auf 45340 (45 540) Tonnen. Die Verteilung der Kohlen- förderung geschah im Juni wie folgt: Selbst­verbrauch der Gruben (einschließlich chrer elek­trischen Zentralen und angegliederten Betriebe) 83 739 Tonnen. Deputatkohlen 32023 Tonnen, Lieferung an die fiskalische Kokerei 22 894 Ton­nen. Verkauf und Versand 972 463 Tonnen. Die Haldenvorräte gingen im Wonatsverlaus um weitere 10 415 Tonnen zurück. Die Koksproduk- tion in der fiskalischen Kokerei Heinih belief sich im Juni auf 15 631 (16 359) Tonnen.

Englischer Bankdiskont unoeran- bert. Die Bc k von England ließ den Diskontsatz

Allg. Deutsche Eiserchahn . Hamburg-Amerika Paket . Hamb.-Südam. Dampssch- Hansa Dampfschiff Norddeutscher Llohd . . AUg. Deutsche Lreditanst. . Barmer Bankverein . - - Berliner HandelSgesellsch. . Commerz- und Prioal-Bank Darmst. u. Nationalbank - Deutsche Bank.....

Diskonto-Gesellschaft Ant.. Dresdner Bank .... Welallban l. ...« Vieichsbant .......

Französische Noten.....

Holländische Nolen ..... Italienische Noten......

Norwegische Noten Deutlch-Oesierr., i 100 Kronen Rumänische Noten......

Schwedische Noten Schweizer Noten ..... Spanische Note« Tschechoslowakische Noten . . Ungarische Noten

Geld 16,4l5 167,68 21,98 111,50

59,10 2,475 112,20

80,59 61,33

12,391 73,00

zu der vorjährige Vortrag von 380 030 Francs tritt. Die Abschreibungen betrugen 93 769 Franc«. (Aktienkapital eine Million Franc«.)

Frankfurter Börse.

Frankfurt a.M., 16. Aug. Tendenz: unsicher. Zum Wochenschluß zeigte die Börse ein unsicheres Aussehen. Verstimmt war man über neue Schwierigkeiten im Haag und das Nach­geben der Frankfurter Allgemeinen Derkehrs-Aktien. Die Spekulation verhielt sich zurückhaltend und schritt zu Gewinnmitnahmen und Glattstellungen. Infolge des Fehlens von Or­ders war der Markt nicht recht aufnahmefähig, so daß sich gegenüber der gestrigen Abendbörse Zumeist Verluste bis zu 2 o. H. einstellten. Für einige Werte konnte sich Interesse erhalten. So konnten am E l e k- tromarkt Elektrische Lieferungen 1,5 v. H. gewinnen, S ch u ck e r t blieben gut behauptet, während Siemens 1 v. H. und Felten 1,75 v. H., AEG. 0,5 o. H und C h a d e a 11 i e n 2 Mark nachgaben. Glanz st ofsaktien lagen mit minus 3 v H. angeboten. Auch Montanwerte waren vernachlässigt. Nur für G e l s e n k i r ch e n , M a n - nesmann, Phönix und Stahlverein trat bei ganz geringfügigen Besserungen vereinzelt In­teresse zutage. Harpener verloren 1 v. H. Kali- werte bis 1,5 v.H. gedrückt. Bankwerte wenig verändert. K a r st a d t minus 2 v. H., Ren- t e n still, teilweise leicht gebessert. Im Verlause war bas Geschäft im allgemeinen sehr still, die Kurse gaben zumeist auf weitere Realisationen um Bruch­teile eines Huntertteils nach. Nur R e i ch s b a n k und Z e 11 st o f f W a l d h o f traten mit Besserungen bis zu 1 v. H. etwas hervor. Am Geldmarkt war Tagesgeld mit 8,5 v.H. notiert. Am Devisen- markt war das Pfund wieder etwas schwächer. Man nannte Mark gegen Dollar 4,1979, gegen Pfund 20,359, gegen Paris 123,89 (etwas fester), London gegen Kabel 4,8480, gegen Mailand 92,74, gegen Madrid 33,07, gegen Holland 12,1013.

gMdmannschoift des B. f. B. Gießen aus. Weniger Siegesaussichten kann man der Garben» teicher Schülermannschaft zusprechen, die es wagt, gegen die sehr spielstarken ersten Schüler des D. f. B. Gießen anzutreten. Trotzdem dürfte man hier ein spannendes Spiel zu erwarten haben, La unsere Schüler noch nie enttäuschten.

Leichtathletik der Sp.-Dg. 1900.

v. Zum drittenmal in dieser Saison bestreitet 19008 Jugend einen Klubzweikampf. Der Geg- ner ist die rühmlichst bekannte Jugend des W. f. L. Wetzlar, die erst kürzlich bei den Jugendnationalen der FrankfurterEintracht" ihr Können unter Beweis stellte, indem sie sich den Großstadtvereünen nahezu als ebenbürtig er­wies. Die Spielveveinigungsleute werden daher morgen (Samstag) abend einen schweren Stand haben. Die meisten Punktverluste wird wohl die ^.-Klasse (Jahrg. 1911/12) erleiden. Durch die 8-Jugendlichen (Jahrg- 1913/14) sollten die pie­figen wieder etwas gutmachen. Da die C- und O-Klasse der 1900er zur Zeit aber auch nur Durchschnittskräfte aufweist, werden die Schuler von Paulus auch hier wieder das bessere Ende für sich haben. Auf jeden Fall stehen in allen Wettbewerben guter Sport und spannende Kümpfe zu erwarten. .

Am kommenden Sonntag entsendet die Abtei­lung eine Anzahl Akttve nach Frohnhausen (Dill­kreis) zur Bestreitung der anläßlich des 15- jährigen Stiftungsfestes des Spiel- und Sport- VereinsOranien" ausgeschriebenen leichtathleti­schen Wettbewerbe. Falls sich die 1900er einiger­maßen mit den Platz- und Bahnverhälttuffen abfinden können, darf nvan ihnen in einigen Einzelwettbewerben und eventuell auch in den Staffeln Siegesaussichten einräumen.

Handball in Fronharrsen (Lahn).

r Am letzten Sonntag fanden in Fromhausen (Lahn) die Reichsjugendwetttümpfe vom südlichen Kreise Marburg statt. Die Handballmannschaf- ten von Wenkbach, Wittelsberg und Fronhausen (Lahn) hatten sich zu einem HandbaNttirnier cingefunden. Wittelsberg zog das Freilos, wo­durch Wenkbach und Fronhriusen zum ersten Spiel zusammentraten. Die letztgenannte Mann­schaft blieb in diesem Spiel nv.tt 5:0 (4:0) Sie­ger. Fronhausen mußte nun- zum ©picl mit Wittelsberg antreten. Fronhausen ging nach har­tem Kampfe mit 2:1 (2:0) als Turniersieger

Wirtschaft.

Börsenkrachs.

Die amerikanischen Börsen haben den schwarzen Freitag der letzten Woche wider Erwarten leicht überwunden. Rachdem die Dis­konterhöhung in den Nachtstunden des Donnerstag am darauffolgenden Tage eine Pa­nikstimmung an der Börse ausgelöst hatte, setzte sich schon am Samstag wieder eine Erholung durch. Inzwischen hat man den Vorfall bereits wieder vergeffen. Die amerikanische Kapitalwelt ist stark genug, selbst noch so scharfe Attacken, die von amtlichen Stellen gegen die Börse ge­ritten werden, Zug um Zug abzuwehren. Die übrige amerikanische Wirtschast hat von dem eintägigen Börsenkrach in Reuhork nicht viel

»rief

4,194

58,49

111,94

20,382

SmftVRott- Bnen.-AireS Brsi.-Antw- Christianta. Kopenhagen Stockholm . HelsingforS. statten. . . London. . . Neunork . . Paris.... Schweiz .. Spanien. .

Wien tn D-- Eeft. obgeft Prag . . . . Belzrad . - Budapest - . Bulaarten. Lissabon . . Danzig. . . .Sonftanttn- Athen. . . Canada . . Urufluat). . Cairo . . -

vom Platze.

Turngau Lahn-OünS-erg.

Kommenden Sonntag findet in Hausen bei Gießen das diesjährige Bergturnfest des Lahn-Dünsberg-Gaues statt. Gleichzeitig begeht der dortige Verein sein 65jähriges Jubi­läum. Eine große Anzahl Meldungen aus drei Gauen des Südwestdeutschen Turnoerbandes, un­ter welchen sich z. B. der Stabhochsprung-Der- banbsmeifter Scheiber, Mörfelden und andere bekannte Turner des Main-Rod-Wellerau-Gaues befinden, find bisher eingegangen.

Arbeiter-Turn- und Sportbund.

Am kommenden Sonntag, dem letzten Sonn- tag vor Beginn der Herbstrunde der sußballer, finden in Herborn die Leichtathlet i - schen Wettkämpfe des 3. Dezitts ftott. Eine stattliche Zahl Wettkämpfer beid«lei Ge­schlechtes werden dort ihre Kräfte messen. Vor mittags 8 älhr beginnen die Mehrkampfe, für Sportler in vier Klassen, für Fuhballer und Sportlerinnen in je zwei Klassen. Anschließend hieran beginnen die Ausscheidungen in den Einzelkämpfen. Bei der überaus zahlreichen und guten Besetzung der einzelnen Kampfe dursw manch beachtliche Leistung erzielt werden. Wich die Dorläufe zu den Stafetten werden schon interessante Kämpfe bringen Rach einer Mittag pause beginnen die Entscheidungen in den Emzel- kämpfen, auch hier dürfte guter Sport zu er­warten fein. Rach Beendigung der leichtathleti- fd£n Kampfe wird die Bezirksriege noch einmal ihre Künste an den Geräten zeigen.

Bereits am kommenden Sonntag beglwtt die Kreisklasse mit der diesiahrigen Serie Viehes Kreisklassenmannschaft fährt zum .^en Spiel nach Frankfurt-Pvaunheim. Gießen, bas eine ilm stellung erfahren hat, wird seinen Gegner zu schätzen wissen und alles daransehen, um die erste Riederlage beim Beginn der Serie zu ver­hindern.

Radler Iugendiag in Weilburg.

Eine Gau-Iugend-Wanderfahrt unternimmt der Gau Lahn des Bundes Deutscher R^fahrcr am kommenden Sonntag nach der herrlich gelegenen Lahnstadt Weilburg, wo auf dem Webersberg (Kur- hoteff Iugendspiele stattfinden.

15. «Uflnft

Ärmliche Notierung Held l Briet

Phtirpp Holzmann ...» Heidelberger Cement . . . Gement Karlstadt ....

Wayb 4 Freitag Schultheis Pahenhoser . . Ostwerke B«. Glanzstost Bemberg Zellstoff Waldhof .... Zellstoff Aschaffenburg . . Charlottenburger Wall« . Dessau« Gas......

Daimler Motoren . - . Deutsche Maschtnen-Fabrst Adlerwerke Klev«

Ludw. Loewe Rat. Automobil . . . . . Orenstein 4 Koppel . Leonhard Tietz . . . . . Bamag-Megutn §:ankf. Maschinen . . -

rttzner Heyltgenstaedt Hunghan». ...... Lechwerke Maintrastwerke.....

Mag...... -

Nekarsulmer......

Seiet» Union Gebr. Roeder Boigt L Haesfn« . . . . LLdd. Zuck«......

furt a. M. eingetragen. .

* Frankfurter Allgemeine Versiche­rn ngs-A.-G. An der Frankfurter Börse trat plötzlich ein sehr starkes Angebot in den Aktien der Frankfutter Allgemeinen Dersicherungs-A.-G. hervor, das keine Aufnahme fand. Nachdem der Kurs gestern noch mit 885 Mk. notiert worden war, waren heute größere Aktienbeträge zunächst mit 865 Mk und schließlich mit 480 Mk. angebo­ten. Eine offizielle Kursnotiz kam mcht zustande. Die Ursachen des großen Angebots waren nicht zu erkennen. Die Verwaltung teilt nunmehr folgen­des mit: Wie bekannt, bat sich die Frankfurter Allgemeine Dersicherungs-A.-G. in den letzten Jah­ren durch Tochtergesellschaften im Abzahlungsfman- zierungsgeschäst betätigt, in erster Linie bei der Fi­nanzierung von Kraftfahrzeugen. Maßgebend für die Interessennahme war die Erwägung, auf die­sem Wege der Gesellschaft ein größeres Automobil- Versicherungsgeschäft zuzufllhren. Diese Erwartung wurde zwar anfangs nicht getauscht, aber spater blieben, da die Kraftfahrzeugversicherungsabteilung die unzureichenden Prämien der Konkurrenz nicht mitmachen wollte, die erhofften Erfolge aus. Da sich auch wegen der allgemeinen Kapitallage Deutschlands die bezüglich eine verhältnismäßig billigen Refinanzierung der Kredite gehegten Er- Wartungen seit geraumer Zeit nicht mehr erfüllt haben, hat sich die Gesellschaft entschlossen, diesen Geschäftszweig aufzugeben. . . ,

* Taris kündigungen im rheinischen Braunkohlenrevier. Die Angestellten­organisationen im rheinischen Braunkohlenrevier kündigten die am 19. September 1928 abge­schlossene Gehaltsregelung. Auch die beiden Bergarbeiterverbände im rheinischen Draun- kohlenrevier kündigten unter Bezugnahme au die beiden Schiedssprüche vom 21. August 1928 Arbeitszeit- und Lohnregelung zum 30. Septem­ber 1929.

Haus Reuerburg QI.-©., Merzig (Saar) Diese im Dezember 1923 gegründete Saarfiliale der Kölner Zigarettenfabrik schließt das Geschäftsjahr 1928 mit einem Reingewinn von 607 972 (im Vorjahre 461 894) Francs, wo-

16. August

Amtliche Notierung Geld I Brief

ieMo 1,762

58,445 111,98

111,89 112,58

10,56 21,97

20,376 4,203

19,45

80.835 62,63 1,968 0,499

59,20 12,444

7,378 73,32

3,040 18,80

81,49

2,002 5,45

4,174 4,124

20,91

flranlfun a M. |

Berlin

Schluß 1 l»Uhr 1

Rur? I Kurs |

Schlub-IAnfang- Kur? s Kurs

Damm

15.8. | 16.8.

15 8.

16.8-

los.-Rechtcn. - ' Desgl. ohne Au-los-Rechte . 7% grantt. HYP -Bk. ®olbpf. un-

Wndbar bi1 1932. 4%% Rhetuilche HhP-B°nk Lig»u. «ÄÄä. B orkrieg?- Obligation

rückzahlbar 1933 .......

87,5

52 11,95

65,5

77

88

I I2 1 1 1

| | 1 <nS v

II 1 1 1

Datum

15-8. | 16.8.

15.8. |

16-8.

.................n

Bergmann..........

Vektt. Lieferungen.....»»

Felten » Guilleaume.....6

«el.f.ecltr. Untern.. . . W

Hamb. Vektr. Werke .... 1»

Schief. ...............

Schuckert . . . .......

Siemens 4 Halste.......

TranSradio ....

Lahmey« ........... 1

Buderus . -........®

Deutsche Erdöl ......®

Essen« Stemkohle . . . «

Gelsenkirchen« ... L Vi J *

Harpener..........®

Hoejch Eisen. . .......

Zlie Bergbmi........°

jklöcknerwerke.........

Küln-Reuessea ....... v Mannesmann.........

Mansselder

Oberschles. Eisenb. Bedarf. . . b

Oberschles. Kokswerle»

S

Rhetnstahl ... f. % Jahr 4Vi

202,75

170

210

144,25

230

77

139,75

150,5

216,5

115,25

121

108,25

287

126,5

118

234

239

396

225,5

154,5

75,75

84

125,5

202,25

17L5

142,5

230

385

140

149,5

121^

108,5

127

118

232,5

2244

202,5 230 170

143,25 214

152

230

386

145,5

173,75

76,75

115,5

142

139,65

150,9

135,25

216

115,5

132,13

121,25

138 88

108

108,4

287

127,13

118,65

65,4 234 239

396

225

107,25

76

84,5

125,5

202 230 170

210

143,25

143,25

184,5 229 385

145

114,5

140,75

139,5 150

115,25 131,75

137,5

107,25 286,25 127,25

Bereinigte Stahl»......6

Olavi Minen.......»»

Kali Aschersleben.....W

Kali Westeregeln. ..... je Kaliwerk Salzdetfurth . . .

I. siarben-Inbustrte ... 12 Dynamit Nobä ....... l Scheide an statt

Goldschmidt ........ 5

118 65,13

240,5

223,25

75,75

Metallgesellschaft. . U

168,01

168,25

168,06

1,759

1,763

1,758

58,305

58,425

58,325

111,69

111,91

111,76

111,67

111,89

111,67

112,34

112,56

112,36

10,543

10,563

10,54

21,935

21,975

21,93

20,338

20,378

20,336

4,1945

4,2025

4,195

16,40

16,44

16,41

80,67

80,83

80,675

61,53

61,65

61,51

1,958

1,962

1,964

0,4975

0,4995

0,497

59,07

59,16

59,08

12,411

12,431

12,413

7,365

7,379

7,364

73,17

73,31

73,18

3,034

3,040

3,034

18,77

18,81

18,76

81,32

81,58

81,30

9,005

2,009

1.998

5,425

5,435

5,43

4,171

4,179

4,166

4,106

4,114

4,116

20,86

20,96

30,87