Nr. M Drittes Blatt
Gießener Anzeiger (General-Anzeiger für Gberheffen)
Donnerstag, 16. Mai 1929
Wirtschaft.
Wieder 12% Dividende bei der Z.-G. Karbenindustrie.
3n der gestern in Ludwigshafen abgchaltenen Auffichtsratssihung der Z.-G.-Farbenindustrie» 21.-®., Frankfurt a. M. wurde der Abschluß für das Jahr 1928 vorgelcgt. Danach soll der auf den 22.3uni nach Frankfurt a. M. einzuberufenden G.-D. eine Dividende von wieder 12 Proz. vorgeschlagen werden. Nach 71776 528 (i. 03. 74 741 809) Mark 2lbfchreibungen beträgt der Reingewinn 118 458169 (100 812133) Mark. Aus dem Mehrgewinn gegenüber dem Vorjahre werden 11708 644 der Reserve, die damit auf 200 Mill. Mark anwächst, und 6,6 Mill. Mark einem Llnt^rstühungsfonds für pensionierte Angestellte zugewiesen. Einschließlich des aus dem Vorjahre übernommenen Vortrages von 4 426 777 Mk. werden 5 463 375 Mark auf neue Rechnung vorgetragen. Das Geschäftsjahr 1929 hat bisher eine befriedigende Entwicklung genommen.
' Zement Heidelberg. Die Generalversammlung der Portland-Zementwerke Heidelberg- Mannheim-Stuttgart 21.-®. genehmigte den Abschluß mit wieder 10 Prozent Dividende. Einer cinzuberufenden außerordentlichen Generalversammlung soll eine Erhöhung des Aktienkapitals um 5 auf 30 Millionen Mark vorgeschlagen werden. Die neuen Mittel sollen zu Erweiterungen und Angliederungen verwendet werden; die Gewährung eines Bezugsrechts an die Aktionäre ist also nicht beabsichtigt.
* Ludwigshafener Walzmühle, Ludwigshafen. Die G.-V. genehmigte den Abschluß mit 8 Proz. Dividende auf d ie Stamm- und 6 Proz. auf die Vorzugsaktien. Die 2kr Handlungen zur Abschließung einer Konvention in der rheinischen Mühlenindustrie werden als ein schwacher Ansatz zur Beseitigung der Preisunterbietungen begrüßt. Wichtiger sei aber eine Verständigung der ober- und niederrheinischen Mühlen untereinander.
* Mannesman nröhren-Werke. Die Mannesmannröhrcn-Werke in Düsseldorf bringen für das Geschäftsjahr 1928 eine Dividende von 7 Prozent gegen 8 Prozent im Vorjahre in Vorschlag. Die Gründe für die Dividendenreduktion sind neben der höheren Belastung durch Steuern und soziale 2lbgaben auch in den niedrigeren Durchschnittserlösen zu suchen. Der Auslandabsatz war 1928 größer als im Vorjahre, was sich aber im Erträgnis nicht entsprechend auswirken konnte, da die Auslandpreise unter den inländischen liegen. Auch die Ausfälle während der Aussperrung im Ruhrgebiet sind zu berücksichtigen. Zu den bereits mitgeteilten Abschlutzziffern ist noch zu bemerken, daß der Rohgewinn 34,49 Millionen Mark gegen 33,54 Millionen Mark im Vorjahre betrug. Die Erträgnisse aus den Beteiligungen, die sich mit etwa 7 Prozent verzinst haben, machen etwa 2,5 Mill. Mk. aus. Ferner wurden an Zinsen 1,11 (0,16) Mill. Mark vereinnahmt. Diese wesentliche Steigerung ist vor allem darauf zurückzuführen, daß die -Gesellschaft dauernd große Bankguthaben besessen hat, die auch heute zum größten Teil noch vorhanden sind. Das laufende Geschäftsjahr hat, wie WTB.-Handelsdienst erfährt, nicht gut an- gefangen. Die Frostperiode hat einen starken Rückgang der Verladungen in den Hüttenwerken gebracht. Auch in den Kohlenbetrieben ist gegenüber dem Vorjahr keine Erhöhung eingetreten. 3m März haben sich die Verhältnisse wieder normal gestaltet. Der Auftrageingang bewegt sich ungefähr auf der Höhe des Vorjahres.
* Concordia-Bergbau-A. -G. .Oberhausen. Der Rohüberschuh beträgt 6,08 Millionen Mk. (i. V. 6,90 Millionen Mk.), Steuern und soziale Lasten beanspruchten 3,56 Millionen Mart (i. V. 3.29 Millionen Mk.), Zinsen und Provisionen 1,01 Millionen Mk. (i. 23. 1,02 Millionen Mk.), Abschreibungen 1,52 Millionen Mk. (1,50 Millionen Mk.). Der Verlust beträgt 0,01 Mitt. Mk. (i. 23. Reingewinn 1,2 Millionen Mk., aus dem 6 Prozent Dividende verteilt wurden). 3m laufenden 3ahre hat sich die Lage etwas besser entwickelt.
* Liquidation von WaldorfAstoria. Die G.-V. der Waldorf-Astoria-Zigarettenfabrik A.-G., Stuttgart genehmigte den Abschluß für 1928. Danach erzielte die Gesellschaft einen Rohertrag von 0.24 Mill. Mark. Rach 0,26 Mill. Marr Abschreibungen ergibt sich ein Verlust von 28 195 Mk., der durch den Gewinnvortrag aus
Hekoga gegen Süwega.
Eine Erwiderung der Hekoga auf die Denkschrift der Süwega.
WSR. Der Vorstand derHegoka gab gestern eine längere Erwiderung heraus auf die Denkschrift der Südwe st deutschen Gasgesellschaft Frankfurt a. M. Er führt u. a. aus: Cs sei auffallend, daß die Süwega bei des Gaspreis auf ihr Angebot vom 31. 3uli 1928 zurückgreife und nicht das 23er» tragsangeoot vom 7. Dezember 1928 zugrunde lege, in dem die Preise enthalten seien, oie der Vorstand der Hekoga in seinem Bericht niedergelegt hat. Die Erwiderung geht dann auf die Behauptung der Süwega bezüglich der Gas- lieferung nach Temperatur und Druck ein. Die Ruhr würde mindestens dasselbe gewährleisten, was von der Süwega angeboten worden ist. Auf einen wesentlichen Llnterschied in der Qualität des Gases gehe freilich die Süwega nicht ein, nämlich, daß die Süwega den Heizwert des Gases mit 4200 Wärmeeinheiten, die Ruhr jedoch mit 4500 Wärmeeinheiten anbiete. Die Fortleitungskosten seien durch einen unparteiischen Sachverständigen in ganz eingehender Weise geprüft und berechnet worden. Es liege für die Hekoga nicht der gering ste Grund vor, aus den ihr bekannt gewordenen Darlegungen der Süwega eine Korrektur vyrzunehmcn.
Es bestehe also nicht nur die „ganz geringe“ Differenz von rund 0,5 Pf. pro Kubikmeter, sondern der Vorstand der hekoga sei nach wie vor der Ueberzeugung. daß seine Berechnung richtig ist, wonach beim Fremdgasbezug von der Süwega das Gas pro Kubikmeter 6,13 Pf. und von der Ruhr 4,5 Pf. kostet.
Unberücksichtigt sei dabei das ausschlaggebende Moment, daß die Ruhr das Gas in jeder beliebigen Menge und zu jedem Zeitpunkt liefern kann, was bei der Süwega nicht der Fall
sei, die sich nur verpflichten wolle, pro Tag den dreihundertsten Teil der 3ahresabnahme bcrcit- zustetten. Rach Ansicht des Vorstandes spiele die von der Süwega aufgeworfene Frage nach der Einflußnahme auf den Brenn st offmarkt bei weitem nicht die Rolle, die man ihr aus durchsichtigen Gründen in der Pressepolemik zu geben versuche. Die Hekoga habe auch die kommunalpolitischen Bedenken, die die Süwega aufrolle, in ihrer Bedeutung durchaus erkannt und lasse sich in ihren Entschließungen von ihnen leiten. Der Vorstand der Hekoga sei durchaus der Aeberzeugung, daß sein Vorgehen ein Zusammenarbeiten der in Frage kommenden südwestdeutschen Städte nicht unterbinde. Auch die Gefahren des Ferngasbezuges von entfernten Produktionsstätten seien keineswegs außer Betracht gelassen worden. Es sei bekannt, daß im Falle des 2lbschlusses eines Fernlieferungsvertra- ges das Mainzer Werk als Detriebsstätte erhalten und als Reserve ausgebaut werden müsse. Wenn die Ruhr sich verpflichte, in dem Mainzer Werk im Rotfalle den gesamten Bedarf an kommunalem Gas zu erzeugen, so sei diese Frage durchaus zweckmäßig gelöst. Auf die von der Süwega hingewiesenen „Gefahren, die sich aus der Ue&ereignung lebenswichtiger Versorgungsbetriebe an einen privatkapitalistischen Konzern ergeben", wird darauf hingewiesen, daß die Hekoga ein rein kommunales Gebilde ist, das unter allen Umständen die Durchführung der hessischen Gasfernversorgung a u f kommunaler Grundlage sich zum Ziel gesetzt hat. Zum Schluß wird gesagt, daß das in den Zeitungsmeldungen enthaltene, außerordentlich weitgehende Angebot der Städte Frankfurt und Mannheim bisher bei der Hekoga noch nicht eingelaufen sei.
1927 bis auf einen auf neue Rechnung vorzutragenden Verlust von 4120 Mk. vermindert wurde. Wie der Aufsichtsratsvorsitzende hierzu ausführte, konnte der immer noch verhältnismäßig günstige Abschluß nur durch Heranziehung von stillen Reserven ermöglicht werden. Sodann wurde die Liquidation des Unternehmens, sowie Firmenänderung in „Gebaute Zigarettenfabrik A.-G." mit dem Sih in Berlin einstimmig genehmigt.
* Allianz und Stuttgarter Verein Versicherungs-A.-G. 3m 3ahre 1928 betrug die Gesamtprämieneinnahme 178 (i. 23. 163) Mill. Mk. (hiervon 109 (105) Mill. Mk. für eigene Rechnung). Für Prämien und Schadenreserven wurden 95 (79) Mill. Mk. in Ausgabe gestellt. Aus dem Reingewinn von 4,16 (3,36) Mill. Mk. sollen 0,5 (wie im Vorjahr) der 2teferbe für außergewöhnliche Schadenfälle zugeführt, 0,50 (0,25) den Wohlfahrtseinrichtungen überwiesen, eine Dividende von wieder 12 Prozent verteilt, eine Einzahlung von 0,60 Mill. Mk. auf das nicht eingezahlte A.-K., das nunmehr mit 28 Prozent eingezahlt ist, geleistet und 0,35 (0,27) Mill. Mk. vorgetragen werden.
• Stuttgarter Lebensversicherungsbank A. - G. Bei einem Reuzugang von 428 Mill. Mark und einem Gesamtversicherungsbestand von 1934 (im Vorjahre 1656) Millionen Mari ergibt sich ein Gesamt- Überschuh von 20 (16) Mill. Mark. Rach Ueber- weisung von 19 (141/2) Mill. Mark an die Gewinnreserve der Versicherten soll eine Dividende von 15 (14) Proz. an die Aktionäre ausgeschüttet werden.
Frankfurter Börse.
Frankfurt a.M., 16. Mai. Tendenz: schwach. Schon im Vormittagsverkehr war die Stimmung zu Beginn der heutigen Börse wieder lustlos. Unternehmungslust bestand nur in ganz geringem Maße, da Auslandorders wieder fast vollkommen fehlten. Auch andere ungünstige Momente trugen zur allgemeinen Mißstimmung bei. Vor allem waren es wieder die ungünstigen Geldmarktoer hä ltnisse und die damit verbundenen Krediteinschränkungen im Reiche, aber auch der gestrige schwache Schluß der Neu- yorker Börse, der durch das plötzliche Anziehen des Geldsatzes von 6 auf 15 o. S). verursacht wurde, blieb nicht ohne Einfluß auf die Tendenzgestaltung. Das Geschäft war sehr gering, nur vereinzelte Werte hatten etwas lebhaftere Umsatztätigkeit zu verzeichnen. Bei der allgemein schwachen Lage traten ge
genüber der gestrigen Abendbörse Rückgänge bis zu 2,5 v. H. ein. Die gebesserte Arbeitsmarktlage im Reiche und die wieder optimistischeren Meldungen aus Paris blieben auf der anderen Seite ganz ohne Eindruck. Angeboten waren Bergmann, Schuckert, Siemens, I.-G.-Farben, Zellstoff- werte, Wayß & Freytag und Banken. Die Verluste blieben, da sich kaum dringendes Angebot einstellte, verhältnismäßig gering. Montanwerke hatten kaum Umsätze zu verzeichnen, Harpener lagen 1,75 v. H. niedriger, dagegen waren Buderus mit plus 2 v. H. etwas gefragt. Rach den ersten Kursen wurde die Stimmung etwas zuversichtlicher, weil verschiedene günstige Momente doch ein gewisses Echo hinterließen und auch noch vereinzelte Auslandorders zu einer geringen Be sserung der Marktlage beitrugen. Von diesem Tendenzumschwung konnten besonders einzelne Elektrowerte und Kalipapiere profitieren. Aber nur für diese Aktien war die Umsatztätigkeit — aber nur zeitweise — etwas lebhafter. Die Nebenmärkte lagen noch wie vor gedrückt. Im Vordergrund standen vor allem weiter AEG. und Licht & Kraft mit je plus 1 v. H., Kali- werte bis 1 o. $). fester. Hier trugen vor allen Dingen Rückkäufe der Spekulation zur Besserung bei. Besonderes Interesse bestand noch für Metallgesellschaft mit plus 3,5 v. H., Autowerte bis 1 v. H. höher. Renten still. Deutsche Anleihen angeboten und etwas schwächer. Im Verlaufe unterlag die Börse trotz der etwas zuversichtlicheren Stimmung mehrfachen Schwankungen. Die Geschäftstätigkeit blieb eng begrenzt. Die meisten Werte lagen unter Druck und mußten um Bruchteile v. H. nachgeben. Für AEG. bestand weiter einige Nachfrage mit plus 1 v. H., Siemens blieben gut gehalten. Am Geldmarkt war Tagesgeld mit 9,25 v. H. weiter angespannt. Am Devisenmarkt konnte sich die Mark weiter halten. Man nannte Mark gegen Dollar 4,2096, gegen Pfund 20,428, London gegen Kabel 4,8510, Paris 124,16, Mailand 92,65, Madrid 34,10 und Holland 12,0675.
Berliner Börse.
Berlin, 16. Mai. Die heutige Börse bot wieder ein Bild vollkommener Geschäftslosigkeit. Schon im Vormittagsverkehr herrschte eine etwas unsichere Stimmung, die auch zu Beginn der Börse anhielt. Nur in AEG. waren die Umsätze lebhafter, und hierdurch wurde der übrigen Börse eine leichte Stütze geboten. Im allgemeinen zeigte sich, wie schon an den Vortagen, das Bestreben der Spekulation, vor den Feiertagen die
Engagements möglichst glattzustellen, da in bezug aus die nächste Entwicklung doch eine gewisse Unsicherheit herrscht, lieber Paris urteilte man wieder verschieden, die heutigen ausländischen Berichte klingen wieder zuversichtlicher, und es besteht immerhin die Möglichkeit, daß in der Vollsitzung morgen oder übermorgen eine Einigung erzielt werden kann. Mit Befriedigung wurde ausgenommen, daß bei den Alliierten die Stimmen sich mehren, die die interne Verteilung der Annuitäten unabhängig von den Verhandlungen mit Deutschland machen wollen. Der hiesige Geldmarkt erfüllte die Börse roci- ter hin mit Sorge ; wenn auch heute Tagcsyeld eine ganz geringe Erleichterung zeigte, die Sätze blieben aber unverändert. Verstimmend wirkte die gestrige Neuyorker Börse, die nach festem Beginn auf das Anziehen des Tagesgeldsatzes auf 15 v. H. schwach schloß und wenig günstige Betrachtungen über die Zukunft des dortigen Geldmarktes auslöste. Die ersten Kurse waren meist 1 bis 2,5 v. H. schwächer, als gestern nachmittag Schluß. Am Farbenmarkte kam größeres Angebot vor, der Kurs war aber nur wenig verändert. Polyphon, BMW, Norddeutsche Wolle und Deutsche Linoleum gingen mit etwa 3 v. H., Glanzstoff mit 7,5 v. H. und Chade- aftien auf Ein- und Verkauf auf 8 Mark zurück. Daimler waren trotz der Dividendenlosigkeit etwas fester. Drenftein wurden heute exklusive Dividende gehandelt. Oberkoks lagen trotz der Dividenden- erhöhung etwas schwächer. Auf dem Kalimarkt macht die Meldung von dem befriedigenden Absatz bis Mitte Mai keinen Eindruck. Deutsche Anleihen etwas schwächer, Ausländer uneinheitlich. Pfandbriefe meist wieder angeboten. Die Reichsmark besserte s i ch heute weiter. Der Dollar wurde im Freiverkehr mit 4,2095 gehandelt. Nach den ersten Kursen wurde es zunächst fester, da AEG. bei lebhaftem Umsatz 2 v. H. anzogen, später aber wieder uneinheitlich und zum Teil schwächer. Farben 1 v. H. niedriger angeboten.
Frankfurter Schlachtviehmarkt.
Frankfurt a. M., 16. Mai. Ruf trieb: 141 Rinder, 1730 Kälber. 67 Schafe, 770 Schweine. Es wurden notiert: Kälber: beste Mast» und Saugkälber 73 bis 78 Mk.; mittlere Mast» und Saugkälber 66 bis 72; geringe Kälber 58 bis 65. — Schweine: vollfleischige Schweine von etwa 240 bis 300 Pfund Lebendgewicht 70 bis 72; von etwa 160 bis 240 Pfund 70 bis 74; fleischige Schweine von etwa 120 bis 160 Pfunk> 68 bis 72 Mk. — Marktverkauf: Schweine schleppend, geringer ileberftanb. Kälber anfangs rege, zum Schluß abflauend. Der Markt wurde ausverkauft. Schafe nicht notiert.
Frankfurter Getreidebörse.
Frankfurt a. M., 16. Mai. Der Marktverkehr war heute mangels jeglicher Anregung und bei größter Zurückhaltung der Händler sehr ruhig und teilweife weiter abgeschwächt. Für Brotgetreide sind das Angebot und die Rachfrage äußerst gering, so daß kaum eine Bewegung darin sestzustetten war. Dagegen verlor Braugerste 25 Pf. Das Mehlgeschäft war heute wieder etwas ruhiger; Weizenmehl konnte sich gut halten, Roggenmehl war in größerem Maße angeboten und tourbc mit Verlust von 75 Pf. aus dem Markt genommen. Auch Doggenkleie war um 25 Pf. abgeschwächt. Es wurden notiert: Sommergerste für Brauzwecke 23,50, Roggenmehl 29 bis 30, Weizenkleie 12 bis 12,15, Roggenkleir 12,75. Tendenz ruhig.
Letzte Nachrichten.
Auflösung des Roifrontkämpferbundes in Braunschweig und Oldenburg.
Braunschweig, 15. Mai. (WTB.) Der „Volksfreund" veröffentlicht ein Telegramm des Reichsinnenministers Severin g an die braunschweigische Staatsregierung, in welchem auf Grund des § 1 des Gesetzes vom 22. März 1921 der Rote Frontkämpferbund einschließlich der Roten 3ungfront mit allen seinen Einrichtungen im Lande Braunschweig f ü v aufgelöst erklärt wird. Alle Gegenstände der Vereinigung und ihrer Mitglieder, welche unzulässigen Zwecken unmittelbar gedient haben, sind zugunsten des Reiches zu beschlagnahmen und einzuziehen. Das Telegramm ersucht um Durchführung der Auflösung und der Beschlagnahme. — Auch in Oldenburg hat das Staatsministerium die Auflösung der kommunistischen Kampforganisationen verfügt. Dem Ersuchen des Reichsinnenministers nicht nachgekommen find also bisher nur Mecklenburg-Schwerin, Lippe, Schaumburg-Lippe und Hessen.
Die hinter den Papieren angeführten
Kurszettel der Berliner und Frankfurter Börse.
Ziffern geben die Höhe der zuletzt beschlossenen Dividende an. — Reichsbankdiskont 7,5 Prozent, Lombardzinsfuß 8,5 Prozent.
sssranlsun a. M.
Berlin
Schlub- Kurs
l-Uvr- Kure
Schluß- Kurs
21 n fang Kurs
Datum
15.5.
16-5.
15 5.
16 5.
5% Dt. Rcidiimnleibe v. 1927
87,4
—
87,5
Dt. AnI.-Ablös..Schuld mit AuK los.-Rechten
51,25
51,25
51,4
51.4
TcSal. ohne Lluslos.-Rechte - . •
9,9
9,75
10
9,75
7% Arants. Hyp.-Bk. Goldvs. unkündbar bis 1932 . •
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Deutsche Maschinen-Fabrik .
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Adlerwerke Klever.....
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Ludw. Loewe..... .
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Rat. Automobil . .....
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Aamag-Mcgurn ......
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Frankl. Maschinen . . . • .
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120
Rekursulm er .......
. 8
—
Peters Union .......
. 8
—
—
113,5
Gebe. Roeder .......
10
111
Boigt 4 Haesfner .....
. 8
205
—
205
_
Eüdd. Zucker.......
. 8
150
149
150,75
Banknoten.
Berlin, 15- Mai
Geld
«rief
yiuimtaiuKtie Noren .....
Belgische Noten........
Dänische Noten........
Englische Noten........
4,204
58,345
111,98
20.397
4,224
58,585
112.42
20,477
Berlin 15. Mai
Geld
Brief
Hran;ösische Noten.....
16.465
16.525
Holländische Noten......
168,93
Italienische Noten......
22.11
22J9
Norwegische Noten......
Deutsch-Lcsterr-, ä 100 Kronen
111,93
59.06
112,37
59,30
Rumänische Noten......
2.515
2,535
Schwedische Noten......
112.18
112,62
Schweizer Noten.......
81.13
81,45
Spanische Noten.......
59,68
59.92
Tschechoslowakische Noten ..
12,455
12,515
Ungarische Noten.......
73,20
73.50
Devisenmarkt Berlin
-Frankfurt a. M.
Telegraphische Auszahlung.
15- Mai
16. Mai
Amtliche Notierung
Amtliche Notierung
Geld
Briet
Geld
Brief
Xintft- Rott.
169.15
169.49
169,07
169.51
Buen.-Aires
1.769
1,773
1.763
1,772
Bni--lntw
58,405
58.525
58,39
58.51
Christi ania.
112,16
112.38
112.00
112,32
Kopenhagen
112,40
112.62
112.08
112,30
Stockholm .
112,50
112.67
112,34
112,56
Helssngfors.
Italien. . .
10,578
22.035
10,598
22,075
10.57
22.025
10.59
22.065
London. . .
20.413
20,453
20.40
20.44
Neuyort . .
4.2085
4,2165
4.2065
4,2145
Paris....
16,445
16.485
16.425
16.465
Schwei; •.
81.04
81.20
81.05
81.165
Spanien.
59.71
59.81
59.91
60.03
Japan .. -
1,878
1.882
1.887
1.891
Rio de Jan. Wien in D--
0,499
0,501
0,4985
0.5005
Lett- abgen
59,125
59,245
59.095
59,250
Prag - - . -
12.453
12.473
12,448
12.468
Belgrad ..
7.407
7.421
7.398
7.412
Budapest. .
73.32
73.46
73.29
73.43
Bulgarien.
3,044
3,050
3,039
3.045
Lissabon
18,88
18,92
18,87
18.91
Tanüg • • -
81,55
81.71
81.54
81,70
Konstantin.
2,045
2,049
2,041
2,045
Athen. . .
5,455
5,465
5.455
5.465
Canada . .
4,183
4.191
4.178
4,186
Um ;naö. .
4.116
4.124
4,097
4,104
Cairo . . -
20,94
20,98
20,925
20,965


