Ausgabe 
16.3.1929
 
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Schulstrahe 7

Adreßbuch derStadt und des Kreises Gießen 1929

Oberhessischer Adrehbuchverlag

Brühl'sche Univ.-Buch- und Steindruckerei R. Lange, Giehen

statt. Die 264 .Mit 2. Ouver- Bagdad", Romanze,

Grünkohl 50 bi« 60; Rosenkohl 75 biS 80; Feld­salat 250 biS 300; Endivien 150; Tomaten 80 bis 100; Zwiebeln 25 biS 30; Meerrettich 50 bis 150; Schwarzwurzeln 90 bis 100; Kartoffeln 7; ausländische Aepfel 60 bis 90; inländische Aepfel 30 bis 40; Dörrobst 35 bis 40; Honig 40 bis 50; junge Hähne 100 bis 110; Suppen­hühner 100 bis 120; Tauben 80 bis 85; Düsse 70 bis 80; das Stück: Eier 17 bis 18; Blumen­kohl 80 biS 160; Salat 40 bis 45; Salatgurken 140 bis 150; Lauch 25 bis 50; Rettich 20 bis 30; Sellerie 20 bis 100; das Bund: Radieschen 40 Pfennig; der Zentner. Kartoffeln 6.50 Mark.

Bornotizen.

Tageskalender f ü r Samstag. Vo­gelsberger Höhen-Club (D. H. C ): 21. Stiftungs­und Auszeichnungsfest, 8,30 Uhr, im Cafs Leib. Gesangverein .Frohsinn": Kommers anlässlich des 45. Stiftungsfestes, 9 Uhr, .Stadt Wetzlar". Wandervogel Höhenflug: Lichtbildervortrag, 8,30 Uhr, Frankfurter Hof. Gießener Ruder- Gesellschaft 1877 e. D.: General-Versammlung, 9 Uhr. Giehener Schwimmverein: Wonatsver- sammlung. 8,30 Uhr, im Hotel Köhler. Ge­flügel- und Vogelzucht-Verein: Monatsversamm­lung, 8.30 Uhr, im .Hessischen Hof". Ober­realschule Giehen: Zeichen-Ausstellung, 16 bis

Die Hauslisten werden wahrend der nächsten Zeit bei den Hausbesitzern oder ihren StelVertretern durch Polizeibeamte abgegeben. Zur Erlangung einer einwandfreien Einwohner- ausnahme ist es erforderlich, dah jeder selbständige Haus­bewohner seinen Eintrag eigenhändig vornimmt, und zwar muh der Eintrag in der Reihenfolge der Stockwerke erfolgen; der Hausbesitzer tragt sich jedoch zuerst ein. Rach einigen Tagen werden die Listen von der gleichen Stelle wieder eingefordert, bei der sie n'rederc;eleg1 wurden. - Die Einwohnerschaft Giehens wird dringend darum gebeten, die Aufnahmearbeit durch sorg­fältige Einträge und pünktliche Berei stellung der Listen freund­lich t zu unterstützen. Rur so kann die dem Vorteil der Allgemein­heit dienende Genauigkeit des wichtigen Nachschlagewerkes erzielt werden. Der Bezug des Adrehbuches wird nur bei vor­heriger Bestellung durch die Hausliste gesichert.

Geschäftswelt

zur Benachrichtigung, dah neben der Hausliste eine Firmenliste abgegeben wird, die d:n geschäftlichen Notwendigkeiten für die neue Adrehbuchausgabe eingehend Rechnung trägt. Der eigene Vorteil aller Geschäftsleute ist es, dah sie diese Sonderliste sofort und vollständig ausfüllen; sie wird gleichfalls nach einigen Tagen wieder abgeholt werden. Wie in großstädtischen Adreh« büchern werden Zusatz- und Fettdruckzeilen sowie Empfehlungs- Kästchen im Einwohner- und im Gewerbeverzeichnis eingefügt werden. Darüber hinaus steht geschäftlichen Unternehmungen der Anzeigen-Anhang offen.

Vereins- und Kassen-Vorstände

sowie andere am Derernswefen Dekeiligte wahren die Belange ihrer Vereine durch entsprechende Einträge in die dafür vor­gesehene Abteilung der Hausliste oder durch unmittelbare schriftliche Meldung beim Adrehbuchverlag. Diese Meldungen müsien mindestens enthalten: 1. Name des Vereins oder der Kaffe, 2. Namen des Vorsitzenden, Schriftführers und Kassiers, 3. Angaben über gufammenkünste, Uebungsstunden u. dgl. m. Dis zu 5 Zeilen find kostenlos.

stiger Witterung am Liebigdenkmal Mufikfolge ist: 1. Armeemarsch II, Bomben und Granaten", B. Dilse.

türe zur OperDer Kalif von Boitzldieu. 3. .Frühlings-Erwachen",

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. hat sich die Reu- chstnde Kriminalität iMlalen Maßnahme inet Whclen Hal ges ftammanbe Dn- j gebracht, die jeder- er einen Entschuld!- } vorschreibt. Alsa er elegant geklsdeie angehalkn, verhört >t Straße fori vev> vlizei frohlock! über hat erstaunliche 6t»

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E. Bach. 4.Mondnacht auf der Alster", Walzer. O. FctraS. 5. Tiroler Kaiserjäger-Marsch, Kom- zäck.

* Eine Gebührenanmahnung der S t a d t k a s s e enthüll der heutige Anzeigenteil. Wer sich vor Nachteilen schützen will, beachte diese Bekanntmachung.

** E i n öffentlicher Impftermin findet am nächsten Mittwochnachmittag in der Turnhalle der Goethestraße statt. Interessenten mögen die heu­tige Bekanntmachung beachten.

** Starke Steigerung des Güterzug­verkehrs. Infolge der gegenwärtigen Stillegung der Rheinschiffahrt haben die linkst und rechts­rheinischen Eisenbahnstrecken zur Zeit einen sehr starken Güterzugoerkehr aufzuweisen. Besonders sind es die Kohlentransporte, die nach Süddeutschland, der Schweiz, Italien und nach Oesterreich verfrachtet werden. Auch die RuhrSieg-Strecke über Siegen DillenburgGießen-Bergwald (Umgehungsbahn) hat jetzt gegen normale Zeiten einen dreimal so starken Güterverkehr.

** Der Tag des Buches in Gießen. Wie wir berells millellten, hat sich hier ein Arbeitsaus­schuß gebildet, um auch in unserer Stadt diese große kullurelle Beronstalluna am 22. März in würdiger Weise durchzuführen. Die Vorarbeiten sind soweit beendet. Am Freilagvormillag wird durch Herrn Oberbibliothekar Prof. Dr. Fritzsche im Lesesool der Universitätsbibliothek eine große Buchausstel- hing, die bis einschließlich Sonntag bei freiem Ein­tritt zugänglich ist, eröffnet werden. Am Samstag-

Aus der Provinzialbaupistadi.

Gießen, den 16. März 1929.

Oie Zimperlichen.

Ich mußte dieser Tage das Frühlings­wetter war endlich erschienen wegen eines Ge­schäftes verreisen. Ich benutzte den Mittagszug. Zunächst war mein Abteil ziemlich leer, in Mar­burg ober stiegen zwei Damen mit einem Kind ein, mit unzähligen Schachteln und Schach eichen; das Kind eingcmummelt, als ob wir noch 20 Grad Kälte hätten. Das Gepäck wurde verstaut, das Kind kam auf den Eckplatz, und nun sahen sie. Da bemerkte die eine Dame meine brennende Zigarre, schaute sich erschreckt^ um und machte ihre Begleiterin auf das ominöse rote Schildchen Raucher" aufmerksam.Wir hätten beim Cin- steigcn doch besser achtgeben sollen!", meinte sie dann und sah mich unfreundlich an. Als aber das Kind anfing zu husten, gar nicht schlunm, bekam ich solche Blicke zugeworfen, daß ich schuld­bewußt meine Zigarre in den Aschenbecher legte. Ich konnte es schließlich auch lassen.

Was ist das eigentlich? Die Fenster sind zu, und doch zieht cs so! Wenn's nur der kleinen Edith nichts macht!" Draußen schien die freund­liche Märzsonne. Von einem Luftzug in dem Abteil war nichts zu merken. Der Wagen war sogar überheizt.Auch das starke Gerüttel ver­trägt das Kind so schlecht," sagte die andere, wir hätten doch den D-3ug nehmen sollen, wenn wir in K. auch über eine Stunde Aufenthalt haben. Sollst sehen, Edith wird sich wieder er- brechen." Dabei war die Kleine ganz munter und ließ ihre klaren Aeuglein rundum gehen.

Leute stiegen ein, gingen wieder, neue lumen, darunter auch viele, die ruhig chre Pfeife oder Zigarre rauchten, wie es ihr gutes Recht war. Die Damen wurden immer ängstlicher und ver­suchten, den Rauch von dem Kinde wegzuwehcn.

Ein junger Bursche schälte sich eine Apfelsine. Begehrlich schaute das Kind zu und sprach leise mit seiner Mutter.Alm Gottes willen!" wehrte diese ab. Dann wurde eine Schachtel ausgcpockt, eine Tafel Schokolade erschien, und das Kind knusperte daran. Sicherlich wäre ihm ein Stück­chen Apfelsine, das der blonde Bursche gern her­gegeben hätte, lieber gewesen.

Die kleine Edith versuchte, sich mit den Leuten zu unterhalten. Die Mama verwies ihr dies aber. Schließlich schlief dos Kind ein. Es wurde sorgfältig zugedeckt, und die beiden Beschützerinnen wachten nut Argusaugen, daß niemand dem Kind zu nahe kam.

So sah ich sie noch sitzen, als ich ausstieg. Ich mußte von der kleinen Stadt aus einen Autobus benutzen, um an mein Reiseziel zu gelangen. Er hielt vor dem Bahnhof und war schon ziem­lich beseht: denn mit diesem Wagen fuhren die meisten Arbeiter und Angestellten. Ganz hinten bekam ich ein Schwätzchen. Rach und nach füllte sich der Wagen, daß es mir fast unheimlich wurde, und immer noch erschienen Leute und fanden es war unglaublich einen Steh­platz. Der freundliche Wagenlenker öffnete jedem die Tür und sagte:Ein bißchen zusammenr.cken! Dann geht es!" Und siehe da! es ging. Cs gab tatsächlich im ganzen Wagen kein Stückchen Bo­den, auf dem nicht ein Paar Füße oder Fäßchen standen.

Das Auto fuhr los, umfallen konnte niemand. Aber lustig ging die Unterhaltung, Scherzworte schwirrten wie aufgeregte Vögel durch die Luft. Ein paar hübsche 'Mädchen mit Mappen unter dem Arm standen fürchterlich eingekeilt zwischen Arbeitern und jungen Burschen, aber es schien ihnen Vergnügen zu machen. Rach ein paar Mi­nuten hielt das Auto wieder, es kamen noch zwei Männer. 3m Wald, am Wegweiser end­lich, stand ein Hausierer, auch er wurde noch ein­gelassen. Wo er Platz sand, konnte ich allerdings nicht mehr sehen; denn die Aufsicht toar mir von Menschenleibern verdeckt. Ich hörte nur noch, als der Wagenführer ankurbelte, eine Stimme, die riet:Langsam! Die Tür geht nicht zu!" Wir warteten einige Augenblicke, die Men­schen drückten sich noch mehr zusammen, und die Tür schlug zu. So fuhren wir eine halbe Stund«. Die meisten Reisenden schienenDauergäste" zu sein, denn fast von keinem wurde eine Fahr­karte vorgczeigt. Es war wie eine große Fa­milie. Dorf» und Stadtneuigkeiten wurden durch- gesprochen. Heiteres Lachen ertönte aus allen Ecken.

3m nächsten Dorfe stiegen einige aus, und her­ein tarn ein Mann, der eine Kiste trug, die mit einem Sack zugebunden war. Wir merkten bald, welchen 3nhalt sie barg. Ein ärgerliches Grun­zen und sehr lebhafte Bewegungen verrieten das Ferkelchen. das da zum ersten Male Auto fah­ren sollte. Der Mann suchte vergeblich nach einem Platz für seine Kiste. Er konnte sie nir­gends unterbringen. Also hielt er sie vor sich, krampfhaft bemüht, den Sack, unter dem es sich beständig bewegte, anzuziehen. Run kamen Fra­gen von allen Seiten, und das Schweinchen war zum Mittelpuntt der Unterhaltung geworden. Der Besitzer gab Auskunft über Preis, Herkunft usw. Während seiner Rede hatte er scheinbar nickt so acht gegeben; denn plötzlich gab es einen Schrei: das Ferkelchen war aus der Kiste ge­hüpft und einem Arbeiter auf den Schoß ge­sprungen. Da sah es nun und schaute sich um. Run wurde aber erst die Sache interessant. Alle Hälse reckten sich, alle schrien und lachten. Ohne viel Mühe kam das kleine Borstentier wieder in fein Gelaß. Aber der Geruch, ein würz.ger Stall- geruch, erfüllte die Lust.

Ich hatte in meiner Ecke herzlich mttgelacht. 3nnerlich aber erfreute ich Mich noch mehr an dem heitern Ton und an dem Frohsinn, der hier alles beherrschte. Ganz unwillkürlich fielen mir die zwei Damen in der Eisenbahn ein. Was sie wohl hier gesagt hätten! 3n wieviel Ohnmächten wären sie wohl gefallen!

Beim Aussteigen sagte ich zum Wa^nlenker. Das war eine vergnügliche Fahrt. Sind die Leute immer so munter?"Warum denn nicht! war die kurze Antwort. Ich aber dachte:Ware es nicht möglich zu machen, daß solche welt­fremde Menschen, die Angst vor der Berührung mit ihren Rächsten haben, vor jedem Luftzug nach ärztlicher Hilfe schreien, ob solche Z i m - perlichen nicht einmal vierzehn Tage solche Autofahrten mitmachen sollten. Vielleicht wür­den sie dann geheilt!" P.

Gießener Wochenmarktpreise.

Es kosteten aus dem heutigen Wochenmarkt das Pfund: Butter 180; Kochdutter von 140 an, Watte 30 bis 35; Käse (10 Stück) 60 bis 140, Wirsing 40 bis 45; Weißkraut 30; Rotkraut 30 bis 40; gelbe Rüben 2o bis 30; rote Rüben 25 bis 30; Spinat 100; ünter-Kohlrabi !0 bis 15;

19. März. Lihtspielh'us, B hnhvfstr-ße Gast­spiel der Franksurter Mär^e.wühne:Schnee­wittchen und die sieben Zwerge", 4 ühr nachm.; abendsHinter Klostermauern". Astoria-Licht- spiele.Im Schatten des Harems".

Tageskalender für Sonntag. Stadttheater: .Eharleys Tante", 15 bis 17.lv und 18 bis 20.15 Mr. - Gießener Konzert- Verein:Wendling-Quartett". 17 übt, üniversi- tätsaula. D. H.D.: FilmvorführungDer Kaufmannsgehilfe , vorm. 10.45 ühr, im Licht­spielhaus, Bahnhofstraße. Obst- und Garten- bawVerein: VortragDüngungssragen im Gar­ten", 2.15 ühr im Saale deS Kaufm. Vereins- Hauses. Turnverein v. 1846 (Schwimmabtei- lung): Derbe- und Schauschwimmen, 3 ühr nach­mittags, im Stadt. Schwimmbad. Eisenbahn- Verein Gießen: Mitgliederversammlung, 2.30 ühr, Hotel Kobel. Lichtspielhaus, Bahnhof­straße:Hinter Klosterniauern." Astoria- Lichtspiele:2m Schatten des Harems."

Gast spiel des Neuen Operetten- Theaters Frankfurt am Main im Stadttheater Gießen. Es wird uns geschrieben: Als nächstes Gastspiel bringt das Ensemble des Neuen Operetten-Theaters Frankfurt am Main am Dienstag, 19. März, die diesjährige Operettennovltät des Meist rkornponisten Emmerich Kalman, betiteltDie Herzogin von Chikago", Text von Julius Brammer und Alfred Grünwald. Die Spielleitung liegt in den Händen des Ober- regisieurs Adolf Wiesner. Orchesterdirigent: Carl Rens Frieß.

Ein Probe Waschen mit einem neuen WaschapparM findet von Montag bis einschließlich Mittwoch nächster Woche im CafT Leib statt. Man beachte die heutige Anzeige.

Säten für Sonntag, 17. März.

Sonnenaufgang 6.11 Uhr, Sonnenuntergang 18.05 Uhr. Mondaufgang 8.53 Uhr, Monduntergang 058 Uhr.

180: der römische Kaiser Marcus Aurelius An­toninus in Vindobona gestorben (geboren 121); 1811: der Dichter Karl Gutzkow in Berlin geboren (gestorben 1878); 1834: der Techniker Gottlieb Daimler in Schöndorf geboren (gestorben 1900).

Taten für Montag, 18. Marz

Sonnenaufgang 6.09 Uhr. Sonnenuntergang 18.07 Uhr. Mondaufgang 9.37 Uhr, Monduntergang 2.19 Uhr.

1858: der Ingenieur Rudolf Diesel in Paris ge­boren (gestorben 1913); 1876: der Dichter Ferdi­nand Freiligrath in Kannstatt gestorben (geboren 1810).

"MorgenkeineOefsnungderLaden- 0 eschäfte. Dom Polizeiamt wird uns mitgeteilt: Im Gegensatz zum Vorjahre hat das Polizeiamt für morgen, Sonntag, 17. März, ein Offenhalten der Derkaufslädcn nicht gestattet.

Anlagenkonzert findet morgen, Sonn­tag, 11 ühr, durch das Musikkorps des l. (Hess.) Grenadier-Bataillons 15. Ins.-Ägts. bei gün-

Marburg frefefrci.

WSN. Marburg, 15. März. Wie der Magistrat soeben aus Berlin erfährt, hat das preußifche Ge­samtministerium dem Antrag der Stabt Mar­burg, aus dem Kreise a u s z u s ch e id e n, stattgegeben.

Kirchliche Nachrichten.

Evangelische Gemeinden.

Sonntag, den 17. März. Iudtko.

Stadlkirche. 9.30 Uhr: Pfarrer Becker; 11: Kinder- kirche für die Markusgemcinde; Pfarrer Becker; 2: Vorstellung und Prüfung der Konfirmanden aus der Markusgemeinde; Pfarrer Becker; 6: Pfarrer Mahr. Johannestirche. 9.30: Pfarrer Ausfeld; Konfir­mation der Kinder aus der Johannes-, Petrus- und Mil.tärgemeinde; Feier des hl. Abendmahls; 6: Pfar­rer Bechtolsheimer; 8: Bibelbesprechung im Johan- nessaal; Pfarrer Bechtolsheimer. Kapelle des Allen Friedhofs. 9.30: Missionar Schlaudraff; 10.45: Kinderkirche; Missionar Schlaudraff. Elisabeth- Kleinkinderschule. 9.45: Pfarrer Bechtolsheimer. Klein-Linden. 11: Kindergottesdienst; 1.30: Haupt- aottesdienst; Vorstellung der Konfirmanden. wie- feck. 9.30: Prüfung und Vorstellung der Konsir- manben; Opfer für das Hessische Krüppelheim. 6.30 und 8: Lichtbilderandacht. Allen-Vuseck. 10: Vorstellung und Prüfung der Konfirmanden; 6: Pas- sionsgottesdienft. Kirchberg. 10: Kirchberg; 1.30: Vorstellung und Prüfung der Konfirmanden; Kollekte für Oberraden. hausen-Garbenleich. Vorstellung der Konfirmanden: 10: Hausen; 1: Garbenteich; 5: kir- chenmusikalische Feierstunde in der Kirche zu Garben­teich. Watzenborn- Steinberg. 10: Vorstellung und Prüfung der Konfirmanden (Kollekte); 7.30: Pas­sionsandacht. Cid). 10: Stiftsdechant Kahn; 12.45: Kindergottesdienst; 2: Stistspfarrer Lic. Schor- lemmer.

Mittwoch, den 20. März.

Stadlkirche. 6 Uhr: 6. Passtonsandacht; Pfarrer Mahr. Cich. 8: Passionsandacht (in der Kirche).

Freitag, den 22. März.

Kapelle des Alten Friedhofs. 6 Uhr: Pafsions- andacht; Pfarrer Lenz.

Katholische Gemeinden.

Samstag, den 16. März.

Gießen. 4.30 und 7 Uhr: Beichte.

Sonntag, den 17. März. Passtonssonntag.

Gießen. 6.30 Uhr: Beichte; 7: Meße; Kommunion der Jünglinge: 8: Kommunion; 9: Hochamt mit Pre­digt; 11: Messe mit Predigt; 5: Christenlehre und Andacht. Grünberg. 9.30: Messe mit Predigt. jungen. 8: Meße mit Predigt. Laubach. 10: Messe mit Predigt. Lich. 10: Hochamt mit Predigt. Nidda. 8.30: Hochamt mit Predigt. Schollen. 10.30: Hochamt mit Predigt.

Gießen. Dienstag und Frellag, abends 8 Uhr: Fastenandacht.

eonntmahtenft lerne u. luofi-fen am 17.3.29 FrarMr.Marr Or-Neumann-Svengel.Pellkanavoib.

ttabnarzt: Dr. Kockerbeck.D

abend wird in der Neuen Aula der Universität der bekannte Balladendichter Borries v. Münch­hausen aus feinen Werken vorlesen. Zuvor wird ein Mitglied des hiesigen Stadttheaters einen von Dr. Alfred Bock verfaßten Festprolog sprechen. Fer­ner ist der Arbeitsausschuß an die hiesigen Behörden mit der Bitte um Uebcrnahme der Begrüßungsan­sprache herangetreten, außerdem ist der hiesige Orchesterverein mit seinem Orchester um Mitwirkung angegangen worden. Trotz der geringen Mittel, die zur Durchführung der Veranstaltung vorhanden sind, ist der Arbeitsausschuß mit allen Kräften bestrebt, auch die Gießener Festoeranstaltung zu einer ftirn- mungsDoUen und wuchtigen kulturellen Kundgebung auszugestalten, zu der alle Kreise unserer Bürger­schaft herzlich eingeladen werden. Weitere Mittei­lungen ergehen noch.

Dienstjubiläum bei der Reichs­bahn. Der beim hiesigen Bahnhof beschäftigte Zugführer Moos beging am 11. d. M. sein 40jähriges Eisenbahndienstjublläum. Aus diesem Anlaß wurde dem Jubilar vom Dahnhossvor- stand ein Glückwunsch- und Anerkennungsschrei­ben des Reichspräsidenten v. Hindenburg, des Generaldirektors der Deutschen Reichsbahn und des Präsidenten der Reichsbahndirektion Frankfurt a. M. mit herzlichen Glückwünschen überreicht.

** Personalien. Ernannt wurde der Kanzlei- gehilfe Hugo Ewald in Gießen zum Kanzlisten beim Kreisamt Gießen mit kßirtung vom 1. April 1929 an. In den Ruhestand tritt auf Grund des Altersgrenzegesetzes der Bauoberinspektor bei der Brandoersicherungskammer, Heinrich Nicolaus in Gießen.

Eine rührige 93jährige. Gestern kam am hiesigen Bahnhöfe eine 93 Jahre alte Dame aus Kassel an, die nach Herchen a. d. Sieg reisen wollte, um dort der Konfirmation eineS ürenkels beizuwohnen. Während ihres zweistün­digen Aufenthaltes nahm sich ihrer Fräulein Fischer von der hiesigen Bahnhofsmission in ihrer liebenswürdiger Weise an und verbrachte sie dann später In ihren Zug nach Siegen. Ein noch zweimaliges ümsteigen in Siegen und Betzdorf vermochte der Energte der alten Dame keinen Abbruch zu tun.

Oberhessischer Kunstverein. Die derzeitige Ausstellung, welche Werke von Conrad Felixmüller, Otto Jung, Karl Lenz, Käte S p e n g «l, OScar Achenbach, Franz Hecht enthält, ist morgen. Sonntag. 17. März, von 11 bis 1 ühr zum letztenmal geöffnet.

Di e Museen find Sonntag zwischen 11 und 1 ühr bei kleinen Eintrittspreisen geöffnet.

* Der Frühsahrsverbandstag des Verbands freiwilliger Feuerwehren, im Kreise Gießen findet morgen in Gießen statt.

Richtigstellung. In dem Bericyt über die Versammlung des Oberhessischen Kunstver- ein8 (Gieß. Anz. v. 14. März) ist in der ersten Spalte in der achten Zeile von unten ein sinn­entstellender Druckfehler enthalten. Selbstver- ständsich muh eS dort anstatt .erstaunlicher­weise" richtig heißenerfreulicher­weise hatte sich auch das Privatpublikum" usw.

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