Ausgabe 
15.10.1929
 
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außen eine Flanke des Rechtsaußen -um Fuh- runostresfer ein. Mit 1:0 für 1900 wechselte man die Seiten. Rach Wiederbeginn wurde die Spiel- Vereinigung sichtlich überlegen. Herborn ließ sich zu sehr auf körperliches Spiel ein und vergaß dadurch den Ball. 3n regelmäßigen Abstanden erzielte 1900 noch drei weitere Treffer nach febenem Kombinationsspiel, dem der Gastgeber nicht gewachsen war. Gegen Schluß, beim Stande von 3:0 für Gießen, wurde der Herborner Mit­telläufer vom Platz gestellt. Den Rest der Spiel­zeit spielte 1900 verhalten, und auf diesen Um­stand ist es zurückzuführen, daß Herborn zwei Minuten vor Schluß zu einem Gegentor kam. Der mit drei Ersatzleuten, zum Teil aus der dritten Mannschaft, durchsetzte Sturm der Blau- weißen hielt sich sehr tapfer. Ueberragend hielt Sack im Gießener Tor. Bei Herborn war die Angriffsreihe der beste Mannschaftsteil.

3m anschließenden A l t e n--H e r r e n s p i e l blieb die noch ziemlich junge Herborner Mann­schaft mit 3:0 Toren Sieger, da die Gießener Elf nicht komplett, und auch zahlenmäßig unter­legen war.

1900 s dritte Mannschaft verlor nach einem wechselvollen Tressen in Garbenteich gegen die dortige erste Mannschaft mit 5:3 Toren.

Auch die erste 3ugcnö erlitt ihre erste Rieder­lage in Wetzlar beim dortigen Sportverein, und zwar nach einem lustlosen Spiel mit 4:0 Treffern.

Die Wetzlarer Schüler traten auf eigenem Platz nicht an, so daß die Gießener wieder un­verrichteter Dinge nach Hause fahren mußten.

Handball der Sp.-Dg. 1900.

1900 l v.s.V. Wetzlar I 1:2 (1:2).

o. Das Berbandsspiel der beiden führenden Lahnkreismannschaften am Sonntag nahm den erwarteten knappen AuZgang. Zu Spielbeginn trug die 1900er-Mannschaft sehr forsche An­griffe vor, und als sie durch ihren Halbrechten in Führung ging, schien es, als ob die Punkte in Gießen bleiben sollten. Bald hatten sich jedoch auch die Wetzlarer gefunden und zeichneten sich durch gutes Abspiel und Schnelligkeit aus. Der von ihnen erzielte Ausgleich war allerdings ein billiger Erfolg, da der Ball von dem betreffenden Stürmer aus klarer Abseitsstellung heraus ge­worfen, jedoch vom Schiedsrichter als Tor ge­wertet wurde. Bor dem Wechsel kamen dann die Gäste auch noch zu ihrem Führungstor, indem sie einen Dreizehnmeterball, wegen etwas harten, aber keinesfalls unfairen Angehens verhängt, verwandelten. 3n der zweiten Halbzeit vermochte keine Partei mehr etwas Zählbares zu erreichen. Beide Hintermannschaften waren sehr auf der Hut, allerdings fielen die 1900er Stürmer der Mittelstürmer ausgenommen gegen den Dor- ionntag ab. Eine große Chance bot sich noch einmal kurz vor Schluß. Sie wurde aber von dem vorzüglichen Wetzlarer Hüter vereitelt.

Arbeiter-Turn- und Gporibunb.

Gießen Ib Großen-Linden I 4:2.

Auf dem Trieb standen sich- am Sonntag diese Mannschaften im Serienspiel gegenüber. Gießen trat mit verstärktem Ersatz aus seiner Kreisklassen­elf an, während die Gäste Ersatz einstellen mußten. Gießen kannte bald in Führung gehen, doch glich Großen-Linden bald aus. Jetzt wurden die Gäste merklich besser. Ein Handelfmeter wurde von ihnen verschossen, während die Gegenseite einen gleichen verwandeln konnte und so bei Halbzeit mit 2:1 in Führung lag. Nach dem Wechsel verteiltes Spiel. Dann könnte Gießen sein Resultat auf 3:1 erhöhen. Nun strengte sich Großen-Linden mächtig an mit dem Erfolg, daß sie einen schönen Angriff mit Er­folg ab schlossen. Sodann machte der rechte Läufer der Gäste ein Selbsttor und dadurch den Einheimi­schen einen billigen Sieg.

Heuchelheim Fügend konnte die 1. 3u- gcnd Wiesecks, die wiederum nur mit neun Mann antrat, nach schönem Spiel nur knapp 2:1 schlagen.

Abpaddeln der Paddler-Gilde Gießen.

Am Sonntag sand bei schönem Herbstwetter das diesjährige Abpaddeln der Paddler-Gilde Gießen statt. 16 Boote vereinigten sich am Rach­mittag zu einer Auffahrt zwischen den beiden Wehren. Daran schloß sich die traditionelle Fahrt nach der Badenburg. 3n geschlossener Fahrt wurde am Abend wieder das Bootshaus erreicht. Der Fahrtenwart H. Becker hielt wie man uns berichtet - eine kleine Ansprache an die Kanuten und brachte ein dreifachesAhoi" auf das Abpaddeln aus. Ein gemütliches Beisammen­sein in derPulvermühle" beschloß den schön ver­laufenen Tag. Unter den Gästen des Tages war besonders der Borsitzende des Vereins für Alfer» kritik, Herr Plage, zu begrüßen. Seine Worte, daß die Paddler-Gilde auch in der vergangenen Saison wieder stolz sein könne auf die erzielten Leistungen, erweckten lebhiften Widerhall. Wie recht Herr Plage mit diesen Worten hatte, gebt daraus hervor, daß von den Mitgliedern während des Paddeljahres über 15 000 Kilometer im Falt­boot auf mehr als 20 Flüssen und Seen zurück­gelegt wurden. Schon die Ostersahrt vereinigte eine größere Anzahl Paddler auf der Mainstrecke Würzburg - Aschaffenburg. Die Pfingstfeiertage verbrachten die Paddler auf einem der schönsten deutschen Flüsse, dem Reckar. Längere Wander­fahrten wurden auf der Mosel, der Elbe, 3nn, 3sar, Leisach, Donau, Fulda, Weser unternom­men. Auch vor gefährlichen Fahrten an der Rord- und Ostseeküste scheute man nicht zurück. Mit dem Abpaddeln konnten auch die Träger der vorhandenen Preise festgestellt werden: 1. Preis der Alferkritik, Hugo Becker, mit 2316 Kilometer; 2. (Fugendpreis) Max-Drandt°Ge° dächtnispreis, Heinz M o e s e r, mit 908 Kilometer.

Oberhessen.

Oer Erweiterungsbau des Gederner Krankenhauses.

V Gedern, 14. Oft. Seit über fünf Fahren besitzt unsere Stadt ein Krankenhaus, das sich zum Segen für die gesamte Bevölkerung ausgewirkt hat. Aus kleinen Anfängen heraus entwickelte sich das Krankenhaus derart gut, daß sich die Gemeinden Burkhards, Kaulstoh, Sichen­hausen. Herchenhain. Hartmannshain, Volkarts­hain. Ober-, Mittel-, Riederseemen, Steinberg, Glashütten. Völzberg und Alsenborn an das Unternehmen anschlossen. So kam es. daß die Räumlichkeiten nicht mehr ausreichten, um die immer zahlreicher hier Heilung suchenden Patien­ten unterzubringen. Ein Erweiterungsbau ließ sich nicht mehr umgehen. Dieser wurde dann auch im vergangenen Fahre beschlossen und im Laufe dieses Fahres ausgeführt.

Kommt man jetzt den Schlohberg herauf, dann macht der monumentale Reubau einen vorzüglichen Eindruck. Weit ab vom Getriebe der Stadt, in der Rähe des herrlichen Schloßparkes, erscheint die Lage recht dazu geeignet, den Kran­ken die nötige Ruhe zu gewährleisten. Betritt man das Haus, so fallen dem Besucher sofort die für den ungestörten Krankentransport breit gehaltenen Truppen und Flure auf. Gerade wie letztere, so sind auch die einzelnen Zimmer mit schalldämpfendem Korklinoleum belegt. Fn den Zimmern befinden sich schöne, weißemaillierte Becken mit fliehendem und warmem Wasser, dar­über geschliffene Wandspiegel. Elektrische Kraft-, Licht- und Klingelleitungen können jederzeit für den Patienten ausgenutzt werden. Das ganze Haus ist mit Zentralheizung ausgestattet. Der mit den modernsten Einrichtungen versehene große und helle Operationsraum ist bis zu einer Hohe von 1,60 Meter mit weißen Tonplatten belegt, darüber mit weißer Oelfarbe gestrichen. Der neue Fnstrumentenschrank ist in eine Wand eingebaut. Dor dem Operationsraum ist der Aerztewasch- raum, auch wieder mit den nötigen Einrichtungen musterhaft ausgestattet. Fn unmittelbarer Rähe ist das Röntgenzimmer, das in kurzer Zeit in Betrieb genommen werden kann. Fn jedem der beiden Stockwerke befindet sich ein Verbands­raum. Die Zimmer für das Personal sind im Dachgeschoß untergebracht. Hier befinden sich auch heizbare Trockenräume, die es ermöglichen, Wäsche in kurzer Zeit zu trocknen. Wirtschafts­und Aufbewahrungsräume für Speisen und Wäsche, Dügelzimmer, sowie Heizungs- und Ab­stellräume befinden sich im Erdgeschoß.

Rachdem nun der Anbau soweit fertiggestellt ist, kann er in den nächsten Tagen in Benutzung genommen werden. Dann wird sofort mit dem Al m bau des alten Gebäudes begonnen werden, wodurch nochmals zwei Säle mit je 12 Betten, sowie Wohn-, Schlaf- und Speise­

räume für die Schwestern gewonnen werden. 3m Altbau werden außerdem Baderäume für drei Wannen und Reihenwaschtische für die Kranken untergebracht. Die Schwestern erhalten ein be­sonderes Badezimmer. Von einer offiziellen Ein­weihungsfeier des Anbaues hat man abgesehen, da das Haus zu stark belegt ist und dies nur Alnruhe bringen würde.

Die Delegzahl. sowie die Pflegetage in unserem Kreisbezirkskrankenhaus haben in den beiden letzten Fahren stark zugenommen, besonders die operativen Fälle. Sv fanden hier in den letzten sechs Wochen allein 24 Operationen statt, eine Zahl, aus der zu erkennen ist, welch guten Ruf unser Krankenhaus in den Bezirksgemeinden ge­nießt. Als leitender Arzt fungiert Dr. Bach, der sich in der kurzen Zeit seines Hierseins durch sein Können, sowie sein freundliches Wesen das all­seitige Vertrauen der Bevölkerung erworben hat.

Kreis Schotten.

-i- Ober-Schmitten, 14. Ott. Da die E r => bobrung einer neuen Quelle durch das Vorhandensein einer ungemein harten, geschlossenen Basaltschicht nur langsame Fortschritte macht, soll jetzt das Bohren auf elektrischem Wege fortgesetzt werden. Man traf bereits auf "eine Wasser­ader, die über 100 cbm täglich liefert. Nach Durch­stoßen der Felsmasse erwartet man eine weit stärkere Quelle.

Kreis Alsfeld.

* Schellnhausen, 14. Oft. Dieser Tage er­legte der Hilfsförster Mack in dem Distrikt Strackeicherkopf der Försterei Ermenrod einen Keiler im Gewicht von 115 Pfund.

I Dernsburg, 14. Oft. Ende Oktober hofft man, unsere alte Dorfkirche. die während des Sommers eine gründliche Erneuerung in ihrem 3nnern erfahren hat. wieder in Be­nutzung nehmen zu können. Man ist jetzt mit den letzten Arbeiten beschäftigt. Die Verzierungen über dem Dogen zum Chor werden von sach­kundiger Hand ausgemalt, das Gestühl erhält einen frischen Anstrich, die alte, aus Altenburg bei Alsfeld stammende Orgel wird entfernt und durch eine neue erseht.

Kunst und Wissenschaft.

Verleihung der hessischen Staafsmebaiüe.

WSR. Darmstadt, 14. Ott. Der von dem hessischen Staatspräsidenten gestiftete Ehren­preis für Kunst gelangte anläßlich der internationalen KunstausstellungDer schöne Mensch in der neuen Kunst", die gestern ihre Pforten schloß, zum erstenmal zur Derteilung. Die goldene Medaille wurde dem Bild­hauer Charles D e s p i a u , Paris, für seinen Frauentorso" zuerkannt. Silberne Medaillen er­hielten Professor Oskar Schlemmer, Dresden, für sein BildBekleidete und Unbekleidete in Architektur" und der Bildhauer Harold Win­ter. Ober-Alrsel, für seine PlastikTorso".

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Danksagung.

Für die vielen Beweise herzlicher Teilnahme beim Helmgange unseres lieben Entschlafenen, für die so überaus zahlreichen Kranzspenden, dem Herrn Pfarrer Bremmer für seine aufrich­tenden, trostreichen Worte, dem GesangvereinEintracht" so­wie dem Kriegerverein für ihre letzte Ehrung, sei hiermit herz­lichst Dank gesagt. Gleichzeitig sprechen wir all denen, die uns während seines langen schweren Krankenlagers stets hilfreich zur Seite standen, insbesondere den beiden hiesigen Kranken­schwestern unseren wärmsten Dank aus.

Für die trauernden Hinterbliebenen: Familie Fritz W.

Klein-Linden, den 14. Oktober 1929.

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