außen eine Flanke des Rechtsaußen -um Fuh- runostresfer ein. Mit 1:0 für 1900 wechselte man die Seiten. Rach Wiederbeginn wurde die Spiel- Vereinigung sichtlich überlegen. Herborn ließ sich zu sehr auf körperliches Spiel ein und vergaß dadurch den Ball. 3n regelmäßigen Abstanden erzielte 1900 noch drei weitere Treffer nach febenem Kombinationsspiel, dem der Gastgeber nicht gewachsen war. Gegen Schluß, beim Stande von 3:0 für Gießen, wurde der Herborner Mittelläufer vom Platz gestellt. Den Rest der Spielzeit spielte 1900 verhalten, und auf diesen Umstand ist es zurückzuführen, daß Herborn zwei Minuten vor Schluß zu einem Gegentor kam. Der mit drei Ersatzleuten, zum Teil aus der dritten Mannschaft, durchsetzte Sturm der Blau- weißen hielt sich sehr tapfer. Ueberragend hielt Sack im Gießener Tor. Bei Herborn war die Angriffsreihe der beste Mannschaftsteil.
3m anschließenden A l t e n--H e r r e n s p i e l blieb die noch ziemlich junge Herborner Mannschaft mit 3:0 Toren Sieger, da die Gießener Elf nicht komplett, und auch zahlenmäßig unterlegen war.
1900 s dritte Mannschaft verlor nach einem wechselvollen Tressen in Garbenteich gegen die dortige erste Mannschaft mit 5:3 Toren.
Auch die erste 3ugcnö erlitt ihre erste Riederlage in Wetzlar beim dortigen Sportverein, und zwar nach einem lustlosen Spiel mit 4:0 Treffern.
Die Wetzlarer Schüler traten auf eigenem Platz nicht an, so daß die Gießener wieder unverrichteter Dinge nach Hause fahren mußten.
Handball der Sp.-Dg. 1900.
1900 l — v.s.V. Wetzlar I 1:2 (1:2).
o. Das Berbandsspiel der beiden führenden Lahnkreismannschaften am Sonntag nahm den erwarteten knappen AuZgang. Zu Spielbeginn trug die 1900er-Mannschaft sehr forsche Angriffe vor, und als sie durch ihren Halbrechten in Führung ging, schien es, als ob die Punkte in Gießen bleiben sollten. Bald hatten sich jedoch auch die Wetzlarer gefunden und zeichneten sich durch gutes Abspiel und Schnelligkeit aus. Der von ihnen erzielte Ausgleich war allerdings ein billiger Erfolg, da der Ball von dem betreffenden Stürmer aus klarer Abseitsstellung heraus geworfen, jedoch vom Schiedsrichter als Tor gewertet wurde. Bor dem Wechsel kamen dann die Gäste auch noch zu ihrem Führungstor, indem sie einen Dreizehnmeterball, wegen etwas harten, aber keinesfalls unfairen Angehens verhängt, verwandelten. 3n der zweiten Halbzeit vermochte keine Partei mehr etwas Zählbares zu erreichen. Beide Hintermannschaften waren sehr auf der Hut, allerdings fielen die 1900er Stürmer — der Mittelstürmer ausgenommen — gegen den Dor- ionntag ab. Eine große Chance bot sich noch einmal kurz vor Schluß. Sie wurde aber von dem vorzüglichen Wetzlarer Hüter vereitelt.
Arbeiter-Turn- und Gporibunb.
Gießen Ib — Großen-Linden I 4:2.
Auf dem Trieb standen sich- am Sonntag diese Mannschaften im Serienspiel gegenüber. Gießen trat mit verstärktem Ersatz aus seiner Kreisklassenelf an, während die Gäste Ersatz einstellen mußten. Gießen kannte bald in Führung gehen, doch glich Großen-Linden bald aus. Jetzt wurden die Gäste merklich besser. Ein Handelfmeter wurde von ihnen verschossen, während die Gegenseite einen gleichen verwandeln konnte und so bei Halbzeit mit 2:1 in Führung lag. Nach dem Wechsel verteiltes Spiel. Dann könnte Gießen sein Resultat auf 3:1 erhöhen. Nun strengte sich Großen-Linden mächtig an mit dem Erfolg, daß sie einen schönen Angriff mit Erfolg ab schlossen. Sodann machte der rechte Läufer der Gäste ein Selbsttor und dadurch den Einheimischen einen billigen Sieg.
Heuchelheim Fügend konnte die 1. 3u- gcnd Wiesecks, die wiederum nur mit neun Mann antrat, nach schönem Spiel nur knapp 2:1 schlagen.
Abpaddeln der Paddler-Gilde Gießen.
Am Sonntag sand bei schönem Herbstwetter das diesjährige Abpaddeln der Paddler-Gilde Gießen statt. 16 Boote vereinigten sich am Rachmittag zu einer Auffahrt zwischen den beiden Wehren. Daran schloß sich die traditionelle Fahrt nach der Badenburg. 3n geschlossener Fahrt wurde am Abend wieder das Bootshaus erreicht. Der Fahrtenwart H. Becker hielt — wie man uns berichtet - eine kleine Ansprache an die Kanuten und brachte ein dreifaches „Ahoi" auf das Abpaddeln aus. Ein gemütliches Beisammensein in der „Pulvermühle" beschloß den schön verlaufenen Tag. Unter den Gästen des Tages war besonders der Borsitzende des Vereins für Alfer» kritik, Herr Plage, zu begrüßen. Seine Worte, daß die Paddler-Gilde auch in der vergangenen Saison wieder stolz sein könne auf die erzielten Leistungen, erweckten lebhiften Widerhall. Wie recht Herr Plage mit diesen Worten hatte, gebt daraus hervor, daß von den Mitgliedern während des Paddeljahres über 15 000 Kilometer im Faltboot auf mehr als 20 Flüssen und Seen zurückgelegt wurden. Schon die Ostersahrt vereinigte eine größere Anzahl Paddler auf der Mainstrecke Würzburg - Aschaffenburg. Die Pfingstfeiertage verbrachten die Paddler auf einem der schönsten deutschen Flüsse, dem Reckar. Längere Wanderfahrten wurden auf der Mosel, der Elbe, 3nn, 3sar, Leisach, Donau, Fulda, Weser unternommen. Auch vor gefährlichen Fahrten an der Rord- und Ostseeküste scheute man nicht zurück. Mit dem Abpaddeln konnten auch die Träger der vorhandenen Preise festgestellt werden: 1. Preis der Alferkritik, Hugo Becker, mit 2316 Kilometer; 2. (Fugendpreis) Max-Drandt°Ge° dächtnispreis, Heinz M o e s e r, mit 908 Kilometer.
Oberhessen.
Oer Erweiterungsbau des Gederner Krankenhauses.
V Gedern, 14. Oft. Seit über fünf Fahren besitzt unsere Stadt ein Krankenhaus, das sich zum Segen für die gesamte Bevölkerung ausgewirkt hat. Aus kleinen Anfängen heraus entwickelte sich das Krankenhaus derart gut, daß sich die Gemeinden Burkhards, Kaulstoh, Sichenhausen. Herchenhain. Hartmannshain, Volkartshain. Ober-, Mittel-, Riederseemen, Steinberg, Glashütten. Völzberg und Alsenborn an das Unternehmen anschlossen. So kam es. daß die Räumlichkeiten nicht mehr ausreichten, um die immer zahlreicher hier Heilung suchenden Patienten unterzubringen. Ein Erweiterungsbau ließ sich nicht mehr umgehen. Dieser wurde dann auch im vergangenen Fahre beschlossen und im Laufe dieses Fahres ausgeführt.
Kommt man jetzt den Schlohberg herauf, dann macht der monumentale Reubau einen vorzüglichen Eindruck. Weit ab vom Getriebe der Stadt, in der Rähe des herrlichen Schloßparkes, erscheint die Lage recht dazu geeignet, den Kranken die nötige Ruhe zu gewährleisten. Betritt man das Haus, so fallen dem Besucher sofort die für den ungestörten Krankentransport breit gehaltenen Truppen und Flure auf. Gerade wie letztere, so sind auch die einzelnen Zimmer mit schalldämpfendem Korklinoleum belegt. Fn den Zimmern befinden sich schöne, weißemaillierte Becken mit fliehendem und warmem Wasser, darüber geschliffene Wandspiegel. Elektrische Kraft-, Licht- und Klingelleitungen können jederzeit für den Patienten ausgenutzt werden. Das ganze Haus ist mit Zentralheizung ausgestattet. Der mit den modernsten Einrichtungen versehene große und helle Operationsraum ist bis zu einer Hohe von 1,60 Meter mit weißen Tonplatten belegt, darüber mit weißer Oelfarbe gestrichen. Der neue Fnstrumentenschrank ist in eine Wand eingebaut. Dor dem Operationsraum ist der Aerztewasch- raum, auch wieder mit den nötigen Einrichtungen musterhaft ausgestattet. Fn unmittelbarer Rähe ist das Röntgenzimmer, das in kurzer Zeit in Betrieb genommen werden kann. Fn jedem der beiden Stockwerke befindet sich ein Verbandsraum. Die Zimmer für das Personal sind im Dachgeschoß untergebracht. Hier befinden sich auch heizbare Trockenräume, die es ermöglichen, Wäsche in kurzer Zeit zu trocknen. Wirtschaftsund Aufbewahrungsräume für Speisen und Wäsche, Dügelzimmer, sowie Heizungs- und Abstellräume befinden sich im Erdgeschoß.
Rachdem nun der Anbau soweit fertiggestellt ist, kann er in den nächsten Tagen in Benutzung genommen werden. Dann wird sofort mit dem Al m bau des alten Gebäudes begonnen werden, wodurch nochmals zwei Säle mit je 12 Betten, sowie Wohn-, Schlaf- und Speise
räume für die Schwestern gewonnen werden. 3m Altbau werden außerdem Baderäume für drei Wannen und Reihenwaschtische für die Kranken untergebracht. Die Schwestern erhalten ein besonderes Badezimmer. Von einer offiziellen Einweihungsfeier des Anbaues hat man abgesehen, da das Haus zu stark belegt ist und dies nur Alnruhe bringen würde.
Die Delegzahl. sowie die Pflegetage in unserem Kreisbezirkskrankenhaus haben in den beiden letzten Fahren stark zugenommen, besonders die operativen Fälle. Sv fanden hier in den letzten sechs Wochen allein 24 Operationen statt, eine Zahl, aus der zu erkennen ist, welch guten Ruf unser Krankenhaus in den Bezirksgemeinden genießt. Als leitender Arzt fungiert Dr. Bach, der sich in der kurzen Zeit seines Hierseins durch sein Können, sowie sein freundliches Wesen das allseitige Vertrauen der Bevölkerung erworben hat.
Kreis Schotten.
-i- Ober-Schmitten, 14. Ott. Da die E r => bobrung einer neuen Quelle durch das Vorhandensein einer ungemein harten, geschlossenen Basaltschicht nur langsame Fortschritte macht, soll jetzt das Bohren auf elektrischem Wege fortgesetzt werden. Man traf bereits auf "eine Wasserader, die über 100 cbm täglich liefert. Nach Durchstoßen der Felsmasse erwartet man eine weit stärkere Quelle.
Kreis Alsfeld.
* Schellnhausen, 14. Oft. Dieser Tage erlegte der Hilfsförster Mack in dem Distrikt Strackeicherkopf der Försterei Ermenrod einen Keiler im Gewicht von 115 Pfund.
I Dernsburg, 14. Oft. Ende Oktober hofft man, unsere alte Dorfkirche. die während des Sommers eine gründliche Erneuerung in ihrem 3nnern erfahren hat. wieder in Benutzung nehmen zu können. Man ist jetzt mit den letzten Arbeiten beschäftigt. Die Verzierungen über dem Dogen zum Chor werden von sachkundiger Hand ausgemalt, das Gestühl erhält einen frischen Anstrich, die alte, aus Altenburg bei Alsfeld stammende Orgel wird entfernt und durch eine neue erseht.
Kunst und Wissenschaft.
Verleihung der hessischen Staafsmebaiüe.
WSR. Darmstadt, 14. Ott. Der von dem hessischen Staatspräsidenten gestiftete Ehrenpreis für Kunst gelangte anläßlich der internationalen Kunstausstellung „Der schöne Mensch in der neuen Kunst", die gestern ihre Pforten schloß, zum erstenmal zur Derteilung. Die goldene Medaille wurde dem Bildhauer Charles D e s p i a u , Paris, für seinen „Frauentorso" zuerkannt. Silberne Medaillen erhielten Professor Oskar Schlemmer, Dresden, für sein Bild „Bekleidete und Unbekleidete in Architektur" und der Bildhauer Harold Winter. Ober-Alrsel, für seine Plastik „Torso".
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Danksagung.
Für die vielen Beweise herzlicher Teilnahme beim Helmgange unseres lieben Entschlafenen, für die so überaus zahlreichen Kranzspenden, dem Herrn Pfarrer Bremmer für seine aufrichtenden, trostreichen Worte, dem Gesangverein „Eintracht" sowie dem Kriegerverein für ihre letzte Ehrung, sei hiermit herzlichst Dank gesagt. Gleichzeitig sprechen wir all denen, die uns während seines langen schweren Krankenlagers stets hilfreich zur Seite standen, insbesondere den beiden hiesigen Krankenschwestern unseren wärmsten Dank aus.
Für die trauernden Hinterbliebenen: Familie Fritz W.
Klein-Linden, den 14. Oktober 1929.
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