Ausgabe 
15.7.1929
 
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Ausklang des Gießener Schützenfestes

an-

dunklen Hintergründe i unbestimmtem, suchen- I

Verantwortlich für Politik: i. D. Ernst Blumschein.

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meIl AUTOOELE aus dem SHELL Kabine**-

Tanken Sie gleichzeitiq: .

Zwielicht stehen die Hecken wie Gespenster. Eine Birke schaukelt ihre weichen Zweige im leisen Abendwind. Taufeucht ist das Gras, in dem ver­streut Glühwürmchen wie kleine Laternchen sitzen. Andere schweben auf dem dunklen Hintergründe

hin, märchenhaft gleitend in I den Fluge. ____

Aus aller Welt.

Die Veräußerung des Eibsees an einen Beuyorker Klub, i

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verlorengegangenen herzustellen, als ^e mit der Bewachung des Flugzeugs betrauten Eskimos mit der Nachricht hcreinstürzten, daß der Ap­parat ab treibe. Die Besatzung muhte hllf- los zusehen, wie die Eisscholle, dre das Flugzeug trug, vor einem mäßigen Sud- we st sturm dahintrieb und ver­schwand. Schließlich sah man nur noch das Borderteil des Apparates über dem P a ck e i s in die Luft ragen. Das Abtreiben des Apparates soll auf eine ungewöhnlich hohe Flut zurückzusühren sein.

lleberschwemmungs-Kataslrophe am Schwarzen Meer.

Außerdem Erdrutsche. - Hunderte von Menschen getötet.

Angora, 14. Juli. (MTV.) Bei der durch Aeberschwemmungen und Erdrutsche in der Gegend von Surmenc am Schwarzen Meer heroorgerufenen Katastrophe wurden nach hier ein- gelaufenen amtlichen Meldungen 2 16 Häuser vollständig und 50 teilweise zerstört, ferner 24 Mühlen und 12 Geschäftshäuser. Die Zähl der Menschenopfer beträgt nach den bisheri­gen Meldungen 2 4 9. Da die Verbindungen zwi- schen den Dörfern des ganzen Bezirkes unter­brochen sind, ist das Schicksal von zehn Dör­fern noch nicht bekannt. Die Erdrutsche dauern an. An verschiedenen Orten Hal sich die Bevölkerung in die Berge geflüchtet.

375 Todesopfer der Wcttcrkatastrophe in Persien.

Teheran, 13. Juli. (MTB.) Die bereits gemel­deten Hagelwetter und Wolkenbrüche haben im Bezirk von Täbris große Ver­wüst ungen und lleberschwemmungen hervorge- rusen. Die Straßen sind unbrauchbar geworden, etwa 2000 Häuser find völlig zerstört, während an­dere jeden Augenblick in Trümmer zu gehen drohen. Line Anzahl Dörfer ist so gut wie völlig vernichtet. Bis seht sind etwa 375 Tote geborgen worden.

Zu den seit einiger Zeit umlaufenden Gerüch­ten über einen Verkauf des am Fuße der Zugspitze gelegenen C i b s e e s kann die Bayrische Staatszeitung" auf Grund von Er­kundigungen an zuständiger Stelle mitteilcn. daß der Eibsee und das Hotel Cibsee, das den Brü­dern Terne gehört, Ende August an einen Klub in Beuyork übergehen wird, der am Eibsee ein Heim zu errichten plant. Wie be­hauptet wird, beabsichtigt der Klub den gan­zen See und das dazugehörige Ge­lände für die Allgemeinheit zu sperren. Die Gründe des Verkaufs liegen in verschiedenen Streitigkeiten, die zwischen dem Besitzer und dem Staate bestehen, und zwar vor allem wegen der Grenzstreitigkeiten zwischen den See- und den Staatswaldungen, in der großen steuerlichen Belastung und in der Grenzwasserfrage, weil die Drunnenrcchte der Brüder Terne nicht "

Aus der Provinzialhauptstadt.

Gießen, den 15. 3ult 1929.

Oie Welt am Abend.

Man kennt sie, und man kennt sie doch nicht. Man ist durch manchen Abend geschritten, hat den Frieden der ausruhenden Welt in sich ausgenommen oder ist unruhooll durch sie gegangen, erfüllt von den eigenen Sorgen und Wünschen, daß für die Außenwelt nicht viel Aufnahmefähigkeit übrig blieb. Man ist durch sie gegangen in Jugendtagen, in denen das Blut sang, und das war wieder eine an­dere Welt. Und dann kommt man plötzlich dazu, aus der Hast und dem Getöse des Tages in die abendliche Stille und Einsamkeit zu flüchten, und entdeckt, daß diese Welt doch noch ganz anders ist, als man sie bisher sah. Man hat zwar alles ge­sehen, was man auch jetzt sieht, oder nicht steht, aber man hat es nicht oder anders ausgenommen.

Da steht der Wald wie eine schwarze Mauer, unbeweglich, starr, und doch lebendig und geheim­nisvoll wie alles Lebendige. Der letzte Abendschein liegt noch über dem westlichen Himmel. Mer die schattendunkle Wege tragen keine Farbe mehr. Aus-unbestimmter Ferne kommt der Ruf eines Nacht­vogels. Dann wieder Stille, ungebrochen, fast be­ängstigend. Jetzt trägt der Wind das Rauschen eines Baches herzu. Weit hinten über dem Wald kläfft ein Hund. Irgendein später Wanderer geht wohl durch das Dorf, in dessen Häusern schon alle Lich­ter erloschen sind. Nur dort, wo die Stadt liegt, kündet Lichtschein von dem Leben, das noch nicht zur Ruhe gekommen ist und wohl auch noch Stun­den braucht, um abzuebben.

Von droben blinken die Sterne herein. Im

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Don der Landesuniversität. De» außerordentliche Professor an der Universität Marburg, Dr. Kurt Glaser aus Marburg, wurde mit Wirkung vom 1. Oktober 1929 an zum ordentlichen Professor für romanische Philologie an der Landesuniversität Gießen ernannt.

* Ein Achtzigjähriger. Obetft a. D. Baumann hier, Kcplerstrahe 7, beging am 13. d. M. seinen 80. Geburtstag in geistiger und körperlicher Frische. Aus dem Großherzoglich Hessischen Artilleriekorps hervorgegangcn, wurde der Jubilar 1879 als Premierleutnant in das 2nf.-Regt. 88 verseht, dem er über 20 Jahre, zuletzt als Kommandeur des 2. Batl., ange­hörte. Am Feldzuge 1870 71 nahm Oberst Bau­mann an zahlreichen Schlachten und Gefechten teil.

Schulpersonalie. 2n den Buhestand verseht wurde auf sein Bachsuchen der Lehre» an der Volksschule zu Steinheim, Kreis Gießen. Philipp Berich mit Wirkung vom 1. August, 1929 an. ,, _ ,

* Ein schwerer Autounfall. Gestern. Sonntag, gegen 17 Tlhr ereignete sich oberhalb von Salzböden im Walde durch Versagen der Steuerung eines Gießener Personenautos ein folgenschwerer -Unfall. Der mit fünf Personen besetzte Wagen fuhr gegen einen Daum, wobei eine Frau He bst reit einen Schädelbruch und Verletzungen an den Fingern erlitt. Von den anderen Insassen erlitt Herr H e b st r e i t Schnitt­wunden im Gesicht und Verletzungen am Bein; ein Herr Merkel trug leichtere Verletzungen (Quetschungen) davon, während die anderen In­sassen mit dem Schrecken davonkamen. Die Sani­tätskolonne brachte die drei Verletzten mit dem städtischen Sanitätsauto in die hiesige Chirurgisch« Klinik. Das Auto ist stark beschädigt. Wie tote von zuständiger Seite erfahren, konnten di« Herren Hebstreit und Merkel inzwischen aus der Klinik entlassen werden.

" Ein Straßenunfall. Gestern mittag um 11.30 Uhr lief in einem unbewachten Augen­blick ein ^/»jähriges Mädchen namens Stein­metz am Lindenplah in einen Wagen der elek­trischen Straßenbahn, wobei der bedauernswerten Kleinen eine Zehe abgefahren und weitere Ver­letzungen am Fuße beigebracht wurden Das Kind wurde nach Anlegung eines BotverbandeS von der Freiwilligen Sanitätskolonne vom Boten Kreuz in die Chirurgische Klinik übergeführt.

* Helgolandfahrten der Hapag. Wie uns vom Hapag-Beisebureau Gießen, Sel­tersweg 93, mitgeteilt wird, finden zwei Helgo­landfahrten vom 26. bis 29. Juli und vom 9. bis 12. August statt. Die Fahrt beginnt in Gie­ßen Abends Ankunft in Hamburg. Gemeinsame« Abendessen. Besuch der Dcrgnügungsstadt St. Pauli. Am folgenden Tage ist Bundfahrt mit Gesellschaftsautomobilen durch Hamburg. Besich­tigung des Elbtunnels, Rundfahrt durch die Hasen Hamburgs, Besichtigung eines Ozeanriesem Sonn­tags Fahrt nach Helgoland. Montags Abschied von der Wasserkante. Rückkehr nach Gießen. Der Gesamtpreis beträgt nur 67 Mk. ab Gießen, ein­schließlich Bahnfahrt 3. Kl. Gießen-Hamburgs Gießen, Dampferfahrt Hamburg Helgoland - Hamburg, Unterkunft in gut bürgerlichen Hotels. Verpflegung (laut Programm), Besichtigungs­fahrten mit Dampfer und Autos, Trinkgelder, Steuern, Kurtaxen, Begleitung durch erfahrene Reiseleiter. Bäheres ist aus dem heutigen An­zeigeteil ersichtlich.

Berliner Börse.

Berlin, 15. Juli. (WTD. Funkspruch.) Auch in der neuen Woche zeigte der heutige Frühver­kehr das übliche ruhige und geschäftslose Bild. Die Tendenz ist im allgemeinen abwartend, die Kurse taxiert man wenig verändert und nur an einzelnen Gebieten, besonders am Montanmarkt, soll einige Bachfrage bestehen. Anregungen be­sonderer Art liegen nicht vor. Am Devisenmarkt nannte man London gegen Paris 123,88, London gegen Mailand 92,76, London gegen Spanien 33,44, London gegen Berlin 20,3613.

Wettervoraussage.

Die Luftdruckverteilung hat sich seit gestern kaum geändert. Wenn auch das ausgedehnte» Hochdruckgebiet sich in seinem Kern etwas ab­geschwächt hat, so bleibt es doch noch bestimmend für unsere Wetterlage. Wir haben daher für die nächsten Tage noch schönes und sommer­liches Wetter zu erwarten. Die Temperaturen, steigen weiter an.

Voraussage für Dienstag: Heiteres, noch wärmeres und trockenes Wetter.

Lufttemperaturen am 14. Juli: mittags 23,2 Grad Celsius, abends 17,5 Grad: am 15. Juli: morgens 17,5 Grad. Maximum 23,8 Grad, Minimum 10 Grad. Erdtemperaturen in 10 cm Tiefe: am 14. Juli: abends 29,4 Grad: am 15. Juli: morgens 18,2 Grad Celsius. Sonnenscheindauer 14)4 Stunden.

Wer di« beiden letzten Fe st tage in ihrer harmonischen Auswirkung miterleben durfte, wird bestätigen müssen, daß das Schützenfest in jeder Hinsicht einen

würdigen Abschluß

gesunden hat. Am Samstagabend fand, nach einem schön verlaufenen K i n d e r f e st am Bach­mittag in der Volkshalle, ein Rheinischer Stimmungsabend statt, der bei außer­ordentlich zahlreichem Besuch in schönster Weise verlief. Was man dort erlebte, war echt rheinische Stimmung, die selbst den eingefleische- ten Griesgram mitreißen mußte. Karl H a u t h , Mainz, vom rheinischen Karneval her bekannt, wirkte sowohl durch seine Darbietungen wie auch durch seine bewunderswerte Geschicklichkeit, die zahlreichen Besucher der Veranstaltung in Stim­mung zu bringen und stundenlang darin zu er­halten. Was er brachte und was er-gemeinsam mit dem Publikum durchführte, atmete nicht nur rheinischen Geist, sondern vor allem auch rh^- nischen Humor. Es war für ihn zunächst nicht leicht, sich der Eigenart der Oberhessen anzu- passen, er brauchte aber nicht lange, um die Be­sucher in die Stimmung zu versehen, die man am schönen Rhein zu jeder Zeit auf sich einwirken lassen kann. Es war eine Freude, zu sehen, wie selbst auf der Empore der Dolkshalle alles in Bewegung kam, mitgerissen von dem urwüchsigen Humor des Vortragenden. Man jubelte und schrie, so daß der Künstler sich wiederholl zu Zugaben entschließen mußte. Beben den von Karl Hauth gebotenen Liedervorträgen, deren Refrain meist vom Publikum mitgesungen wurde, enthielt das Programm vorwiegend bekannte, dem Cha­rakter der Veranstaltung angepahte Lieder, die von den Besuchern mit Begeisterung gesungen wurden. Auch die musikalischen Darbietungen der Kapelle Topp, die wieder recht Gutes leistete, trugen zu der guten Stimmung des Abends bei. 2m Laufs des Abends danlle Dr. L. Gohl, Wiesbaden, namens der noch anwesenden Schützen insbesondere aus dem besetzten Gebiet der Stadt Gießen und dem hiesigen Schühenverein für die freundliche Aufnahme und alles Gebotene und brachte ein Hoch auf Stadt und Schützen­verein Gießen aus. 2m Freien spielte die Kapelle Weller, auch in den einzelnen Bier­zelten, besonders aber in der Bayrischen Bier- Halle, die auch diesmal wieder besondere An­ziehungskraft ausübte, herrschte fröhliches Trei­ben, während der 2uxplatz das gewöhnte Bild bot.

*

Der Sonntagvormittag brachte ein Frühschoppen­konzert, nachmittags fanden Konzerte der Ka-

erfannt werden sollen.

Ein lourenauto verunglückt.

2n der Gegend von Tleberlingen am Bodensee ist ein mit etwa 30 Personen besetzter Tourenwagen, in dem sich Mitglieder des Fußballklubs Heitersheim bei Freiburg befanden, verunglückt. Der schwere Kraftwagen fuhr mit einer derartigen Wucht gegen einen Baum, daß er vollständig zerstört wurde. Von den 2nsassen wurden 6 schwer verletzt. Zwei von ihnen schweben in Lebens­gefahr. Die Verletzten wurden ins Krankenhaus Markdorf übergeführt.

Tödlicher Unfall bei einem Fallschirmabsprung.

Aus Paris wird gemeldet: Bei einem gestern vom Aero - Club von Sherborn veranstalteten Echaufliegen wurde einer der Teilnehmer, der mit dem Fallschirm abgesprungen war, vom Winde in das Meer abgetrieben und ertrank.

Beraubung der kanadischen Luftpost auf dem DampferCaurentk".

Beim Eintreffen des DampfersCaurentk" in Liverpool am Samstag stellte sich heraus, daß die kanadische Luftpostsenduna beraubt worden mar. Ungefähr 80 eingeschriebene Pakete fehlen. Die Postsendung wird von Montreal durch Flugzeuge zu dem auf See befindlichen Dampfer befördert. In diesem Jahre sind bisher 5 ähnliche Beraubungen vorgekommen, doch ist dies das erstemal, daß die Luftpost da­von betroffen wurde.

Der Tritt des Fußes hallt in die dunkle Stille, gibt Widerhall, daß sich der Kopf unwillkürlich wen« bet, den folgenden Nachwanderer suchend. Aber man geht allein durch die abendliche Welt, keinem begeg­net man auf stundenlanger Wanderung. Nur mit sich und dem unendlichen Schweigen ist man, mit der beruhigenden, und doch auch beunruhigenden Ein­samkeit, die alle guten und unguten Gedanken in einem aufscheucht, daß sie daherirren wie gestörte Nachtvögel. In Weiten greifen sie hinaus, in die man sonst nicht zu tasten wagt, und die Nähe ist sv nahe, wie sie einem vielleicht nie nahe ist.

Die Welt ist eine andere, und man selbst ist ein anderer für rasch entgleitende Stunden, ist hinaus- gehoben aus dem engen Kreise des Lebens, in dem man sich sonst bewegt, und ist doch vielleicht mehr gegenwärtig in ihm als je. Denn vieles steht plötz­lich vor einem mit anderen Werten, als man sie sonst erkannte. Manches, was unendlich groß und wichtig erschien, schrumpft zusammen zu armseliger Nichtigkeit, und manches andere, das unbedeutend erschien, erlangt Wert und Wichtigkeit. Ganz ge­wiß aber sind das nicht die schlechtesten Maßstäbe, die man in solchen Stunden des Alleinseins ge­winnt. 0. S.

Bornotizen.

Tageskalender für Montag. Lichtspielhaus Bahnhofstraße:Ledige Mütter".

Stadttheater Gießen. Vom Stadt­theaterbureau wird uns geschrieben: Die mor­gige Ausführung derZärtlichen Verwandten" von Benedix, bÄommt dadurch einen besonders künstlerischen Wert, daß Frau Auguste P r a s ch - Grevenberg, Ehrenmitglied des Meininger Landestheaters, die erst kürzlich einen starken Erfolg als Fürstin Eugenie in MolnärsOlym­pia" in Dad-Bauheim und Bad Homburg er­rungen hat. mit einem einmaligen Gastspiel das Gießener Publikum erfreuen wird. 2n der Auf­führung (Spielleitung Tannert) wirken ferner mit die Damen Fuhrmann, Heß, 2ahn, 2üng- ling, Doering, und die Herren Arzdorf, Dom- misch. Ebert-Grassow. Heitzig, Wesener und Zin-

geL 2nspektivn de Castro.

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pellen Weller. Topp und Krcngel in der Volks- Halle statt. Der vorgesehene

Zreiballon-Aufstieg

von Elvira Wilson hatte eine große An­ziehungskraft ausgeübt. Während in den frühe­ren Bachmittagsstunden der Besuch des Festes noch verhältnismäßig gering war, setzte am Spät­nachmittag eine wahre Völkerwanderung nach dem Fe st Platz ein. Die Füllung des Ballons begann um 3.30 älhr und dauerte bis nach 5.30 Mr, so daß der Ballon etwa 10 Mi­nuten vor 6 Llhr aufsteigen konnte. Es war ein schöner Anblick, der sich den zahlreichen Fest­besuchern und vielen Zaungästen bot, als sich der Ballon mit Elvira Wilson in die Lüfte erhob. Bach ruhiger Fahrt landete er schließlich im Wäldchen bei Hochelheim. Auf dem Fe st Platz hatte sich inzwischen ein außerordentlich reges Treiben entwickelt, das sich infolge der heißen Witterung auch in den Festwirtschaften auswirkte. Die Volkshalle war mit Rücksicht auf die Ver­anstaltungen im Freien im Laufe des Bach­mittags nur mäßig besucht, erst gegen abend, als die

Preisverteilung,

welche um 6.45 älhr begann, stattfand, füllte sich die Halle wieder. Vor der Preisverteilung sprach Franz Taver Heerdt, Mainz, Vorsitzender des Mittelrheinischen Schühenbundes, namens der drei am Fest beteiligten Verbände. Er gab seiner Freude über den schönen Verlauf des Festes Ausdruck und betonte, daß der Gießener Schühenverein bei diesem Fest Hervorragendes geleistet habe, besonders seien die Schießeinrich­tungen vorbildlich. Der Vorsitzende des Gießener Schühenvereins, Stadtratsmitglied B i c o l a u s, gab einen Rückblick über den Verlauf des Festes und dankte allen, die zum guten Gelingen des Festes beigetragen haben. Er wies noch besonders darauf hin, daß die lange Dauer des Festes lediglich durch technische Gründe bedingt gewesen sei. An die Schützen seien große Anforderungen gestellt worden, die Leistungen seien allgemein gut, teilweise hervorragend gewesen. Er dankt allen beteiligten Schützen sowie den Stiftern der zahlreichen Preise und wünscht, daß Deutschland wieder frei, stark und kräftig werde, wie es einst vor dem Kriege war. Sein Hoch galt dem Vater­land. Anschließend folgte das Deutschlandlied, worauf die Preisverteilung begann.

Gegen 10.30 Llhr abends wurde auf dem Zelt­platz noch ein. prachtvolles Feuerwerk ab­gebrannt, das neben den sonstigen Darbietungen (Volksfest, Tanz, 2uxplah) einen schönen Ab- * schluh des Festes bildete.

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