Einzelbild herunterladen

Ian Hayei

e«>

.Clermont

namofl.

*?O» Perun W

'^STto

rreitaa, £

3.pe?emt> 19297* aßds,

fO Paris krankt.

de ru na der Ausgaben der öffentlichen f Hand sein. Der Hauehalt für 1930 müsse dechalb dem Grundsatz äußer st er Sparsamkeit Rechnung tragen. Das Programm der Regierung bedeute die Erfüllung der demokratischen Forderung, daß di« Regierung in dieser Schicksalsfrage d i e Führung übernimmt. Die Demokraten feien deshalb trotz vieler Bedenken in Einzelheiten bereit, sich hinter dieses Programm zu stellen und auch das Sofortprogramm durchzuführen.

Abg. Or. Breitscheid (Loz.)

Die Sozialdemokratische Partei habe zur Regie« rung dasBertrauen, daß sie dieHaagerBerhandlungen unter völliger Wahrung der berechtigten Ansprüche Deutschlands zu Ende führen werde. Dis Finanz­reform dürfe neben der Entlastung aller Schichten der Bevölkerung nickt das Ziel außer acht lassen, dem Reiche gesunde Finanzoerhält nisse zu schaffen. Die Sozialdemokratie fei bereit, an einer solchen Finanzreform mitzuwirken. Wenn sie im gegenwärtigen Augenblick zu den Grundzügen der Finanzreform nicht abschließendStellung nehme, so vor allem deswegen, weil die ungün­stige Entwicklung der Finanzverhältnisse des Reiches es fraglich erscheinen lasse, ob die B o r a u s s e tz u n- g e n für eine so umfangreiche Steuersenkung, wie die Regierung sie plane, gegeben seien.

Abg. Dr. Leicht (Day. V. p.) erklärt, die Bayerische Volkspartei sei bereit, sich für das sog. Sofort-Programm einzusetzen. Das Re- gierungsprogramm enthalte manche Punkte, die es der Bayerischen Volkspartei aus sozialen Rücksich« ten, aus Gründen steuerlicher Gerechtigkeit, aus innerpolitischen und aus Gründen der Zuständigkeit verbieten, das Gesamtprogramm an- zunehmen. Angesichts der schwierigen Finanz­lage des Reiches erscheine der Bayerischen Volks­partei das Experiment einer umfangreichen Steuer­senkung zu gewagt.

Abg. v. Lindeinrr Wildau i (Önt Arb. Gem.)

begrüßt das Vorgehen des Reichsbankpräsidenten, das gezeigt habe, wie unter Umständen e i n einzelner, wenn er die Pflicht gegenüber der Nation als oberstes Gesetz betrachte, verdienst­voll handeln könne, auch wenn er fick öffentlich gegen ein ganzes System -stelle. Das Memorandum Schachts könne nur den Sinn ha­ben, die veränderten Grundlagen seit Paris festzustellen und daraus den Anspruch auf Revision des Voung-Plans herzuleiten.

«v/f.Für die Deutschnationale Arbeitsgemeinschaft, so fährt der Redner fort, kommt cd nicht zuerst auf Las Parteimitgliedsbuch an, das der Mann auf der Regierungsbank im Rock trägt, sondern dar­auf, daß er uns Vorschläge macht und daß er die Persönlichkeit ist. seinen Vorschlag zum guten , Ende zu führen. Wir distanzieren uns von der

Verantwortung nicht dadurch, daß wir erklären, dieser Staat sei nicht unser Staat. Dieser Staat ist der deutsche Staat, dem wir lebens- und schick­salsverbunden sind. Das ist im tiefsten Sinne i.H - konservative Staatsauffassung. Die Arbeitsge­

meinschaft versage der Regierung das Vertrauen, weil sie nicht glaube, daß die heutigen Inhaber der R.egierungsgewalt die notwendigen Forde­rungen für Staat und Wirtschaft erfüllen.

Gtädie und Finanzrefsrm.

Berlin, 13. Dez. Der Presse legte der Präsident des Deutschen Städtetages, Dr. M u l e r t, das Ver­hältnis der Städte zur bevorstehenden Rcichsf.nanz- reform dar. Es müsse als unmöglich bezeichnet wer- dcu, sich gu einer auf Jahre fe ft gelegten Steuersenkung zu entschließen, solange nicht die Frage der A u s g a b e n g e st a l t u n g , an der man leider bisher immer vorbeigegangen wäre, eine cntsckeidende Lösung gefunden hatte. Bei Senkung der Gewerbesteuer dürfe nicht schematisch vorgegan­gen werden. Völlig unmöglich sei für die Städte, sich damit einverstanden zu erklären, daß die R e a l - steuersätze des Jahres 1 9 2 9 für die näch­sten fünf Jahre nach der Durchführung der Sen­kungsaktion st euerlicheHöch st grenze werden sollen. Von einer Ueberlastung des bebauten Grund­besitzes durch die Grundverm genssteuer könne keine Rede sein. In der Frage der Einkommen­steuer steht der Städtetag auf dem Standpunkt, daß die seitherige Beteiligung der Gemeinden an den Auskommen aus Einkommen- und Körperschafts­steuer e r h a l t en bleiben müsse. Dr. Mulert wandte sich sodann der Frage der Schaffung eines sog. b e - we glichen Einnah mefaktors zu, wobei er die Form der Kopfsteuer ablehnte und betonte, daß dieser bewegliche Fa'tor die Gesamtheit der Eemeindebürger erfassen, den sozialen Anfor­derungen genügen, finanziell ergiebig gestaltet werden und technisch leicht durch- f ü I) r b a r sein müsse. Dr. Mulert schloß seine Aus­führungen damit, daß im Interesse einer kommu­nalen Finanz- und Wirtschaftsgebarung i m R e i ch e endlich mit der fortgesetzten Arbeit der Gesetzgeb ungs maschine Schluß ge­macht werden müsse. Die Reichsfinanzreform dürfe aber in der bis jetzt vorgelegten Fassung nicht Ge­setz werden.

Oie Freien Gewerkschasten zur Lage.

Berlin, 13. Dcz. (WLB.) Der Allge­meine Deutsche G e w e r k f ch a f t s b u n d und der Allgemeine Freie Ange st eil­ten bund veröffentlichen eine Erklärung, in der sie gegen den Reichsverband der Deutschen In­dustrie ins Treffen führen, sein Austreten er­wecke den Eindruck, als wäre die deutsche Wirt­schaft unter der jetzigen Steuer- und Sozialpolitik in eine Katastrophe hineingeführt worden. Dagegen wirb er­klärt, der Aufstieg der Wirtschaft im letzten Iahr- fünf beweise, daß Sozialpolitik und So­zialversicherung den wirtschaftlichen Fort­schritt nicht gehemmt, sondern gestützt haben Die Gewerkschasten erkennen selbstverständlich die Notwendigkeit ausreichender Kapi­talbildung an, bekämpfen aber jene Politik, die einseitig die wirtschaftliche und politische Macht des Unternehmertums stärkt und die Ka- pitalbildung in den Sparkassen sowie bei den öffentlichen Körperschaften hemmt. Ausgangs­punkt der Finanzreform muß die schwierige Lage der öffentlichen Finanzen sein. In Zukunft darf der Haushalt nicht am Rande Les Defizits stehen. Er muß die Mittel sicher­stellen, die der Gesellschaft durch den technischen Fortschritt auf sozialem und kulturel- lern Gebiete dauernd erwachsen. Die Ge­werkschaften sehen sich verpflichtet, darauf hinzu­weisen. daß eine unsoziale Llmlagerung

der wirtschaftlichen Lasten aus der Ein­kommensverteilung nicht vor sich gehen kann, ohne eine Aera neuer schwerer sozialer Kämpfe heräus- zubeschwören.

Berlin, 14.De,. (211.) Den ganzen Freilag haben Besprechungen zwischen den Führern der Regierungsparteien und dem Reichskabinelt ange- dauert mit dem Ziel, einer Verständigung über das von der Regierung geforderte Vertrauens­votum. Oie letzte Besprechung wurde erst in den frühen Morgenstunden des heutigen Tages beendet, lieber dos Ergebnis der Besprechung wurde bekannt, daß eine Annäherung unter den Par­teien slatlgesunden hat. Man glaubt, daß eine Formel gefunden ist, auf deren Boden die Regierungsparleien gemeinsam treten können. Die Parteiführer haben zugesagt, sich s u r d i e A n - nähme dieser Formel bei ihren Fraktionen elnzusehen. An dem Sofort-Programm wird, wie die TU. hört, unverändert fe st gehal­ten. Auch auf das Finanzprogramm wird in der Vertrauensformet Bezug genom­men. Inhalt und Form der Verlrauensformel selbst sind bisher nicht bekannt. Eine kabinettssihung fand nach der Parteiführerbesprechung nicht mehr statt. Die Fraktionen der Regierungsparteien werden so­fort am Samstagvormittag zusammen­treten, um zu der neuen Lag? Stellung zu nehmen.

Reichsgerichts, des Rechnungshofes, der Reichs­bank, der Oberreichsanwalt, der Generaldirektor der Reichsbahn, die stimmführenden Bevollmäch­tigten der Länder zum ReichZrat, der Ches der Heeresleitung und die Staat ssekretäre des Reichs mit ihren Damen teilnahmen.

Der Bezirksausschuß für den Stadtb z'.rk Berlin verhandelte über das Derwaltungsstr.itverfahren, das der Stahlhelm grgen den preußischen Innenminister wegen des Verbots des Stahlhelms im Industriegebiet an­hängig gemacht hatte. Nach kurzer Verhandlung erfolgte die Abweisung der Klage. Der Wert des Streitobjektes Wurde auf 10 000 Mark festgestellt. Die Kosten des Verfahrens hat der Stahlhelm zu tragen.

Der der Volkspartei angehörende Obermagi­stratsrat S ch a 11 d a ch ist während der VeMeh- mung beim Oberstaatsanwalt Tapoisü in der Sklarekafsäre einem Herzsch . ag er­legen. Oöerma^istra.srat Schalldac.) ha^en wahrscheinlich die Zangen Vernehmungen derartig in Aufregung geseh.', daß sein ®2funbi.ei.:ß3uftanb darunter litt. Das Diszipli'-rarversahren gegen Schalldach stand bereits.vor der Niederschlagung, da sich herausgestellt halte, daß Schalldach die taufend Mark, die man ihm -anfangs als Be­stechungsgelder zur Last legte, auf Beschluß des Aufsichtsraies mit Wissen des Oberbür- germeisters Böß gezahlt worden waren.

Der Reichstagsabgeordnete v. Lindeiner- Wildau, der vor kurzem aus der deutschnatio- nalen Fraktion ausgeschicden war, hat nunmehr auch seinen Austritt aus der Deutschnatio- nalen Partei vollzogen, nachdem es ihm nicht gelange nwar, seinen Wahlkreis Hessen-Nassau gelungen war, seinen Wahlkreis Hessen-Nassau zu sich herüberzuziehen.

Der scheidende Nuntius P a c e 11 i hat aus Kufstein folgendes Telegramm an den HerrnReichspräsidenten gerichtet:Be­vor ich den Boden des Deutschen Reiches ver­lasse, ist es mir ein Herzensbedürfnis, Cw. Exzel­lenz und der Reichsregierung in dankbarer Er­innerung ergeben st e Abschiedsgrüße zu senden und Sie und das deutsche Volk meines dauernden Gedenkens zu versichern, gez.: Pacelli."

Lim die Einigungsformel.

Aus dem Wege zu einer Verständigung der Parteien

Kleine politische Nachrichten.

Die In Berlin und an anderen Stellen um­laufenden Gerüchte über eine ernste Erkran­kung oder einen Schlaganfall desReichsprä- s identen sind, wie wir von unterrichteter Seite hören, völlig aus der Luft gegriffen. Der Herr Reichspräsident befindet sich bei bester Gesundheit.

Finanzprogramm zu übernehmen, weitgehend ge­klärt. Der Zeitpunkt für entscheidende Entschlüsse sei gekommen. Es tre, fe nicht zu, daß ein Regierungswechsel in diesem Augenblick Nachteile für die wirtschaftliche Lage nach sich bringen würde. EZ treffe nicht zu, daß ein anderes Kabinett bei Kreditverhandlungen und bei der llebertoinbung des Jahresendes grö­ßere Schwierigkeiten haben werde. Die Lage könne durch einen Regierungswechsel, der sich schnell vollziehen könnte, in j.eder Be­ziehung nur verbessert werden. Nur darin läge die Konsequenz eines wahrhgft demo­kratischen und parlamentarischen Systems. Das Blatt wünscht den Beratungen des Zentralvor­standes einen Erfolg, der der Stimmung und Ueberzeugung der überwältigenden Mehrheit der volksparteilichen Wähler entspreche.

Zu dem Gerücht, daß der Rücktritt der Regie­rung bevorstehe, erklärt derVorwärts": Wir stellen fest: Gegen den sinanzreformerischen Ge­samtplan haben alle Regierungsparteien Beden­ken. Welche mehr oder welche weniger, ist für den Augenblick total gleichgültig. Im Streit darüber, die Regierung auffliegen zu lassen, wäre ein Stück aus dem Toll­haus. Er gibt wahrhaftig Sorgen, die uns näher sind! Das Interesse des deutschen Volkes fordert, daß die gegenwärtige Reichsregierung den heutigen Tag, den Äezember-älltimo und die zweite Haager Konferenz überlebt. Das dazu Notwendige zu tun, ist heute, im engsten Sinne des Wortes,Forderung des Tages".

Das Vertrauensvotum.

Berlin, 14.De;. (VDZ.) Die Zenlrums- f r a k l i o n des Reichslages stimmte am Sarnstag- früh dem von den Parteiführern in der heutigen Nacht formulierten verlrauensanlrag für die Regierung ohne Debatte vorbehaltlos zu. Diese Vertrauensformel lautet, wie das Rachrichtenbureau des Vereins Deutscher Zeiiuugsverleger erfährt, fol­gendermaßen:Der Reichstag billigt die vor­gestrige Erklärung der Reichsregierung und ver­traut d a r a u f, daß das Finanzreformprogramm der Regierung vorbehaltlich der endgül- tigenGestattung derGesehe im ein­zelnen in Wahrung der von der Regierung be­kanntgegebenen Grundzüge durchgeführt wird. Der Reichstag spricht der Regierung für ihre Ge­samtpolitik- das Vertrauen aus."

Auch die anderen Fraktionen der Regierungs­parteien beschäftigten sich am Samstagfrüh mit die­sem vertrauensantrag.

Die Berliner Blätter, die trotz der bedeutungs­vollen nächtlichen Besprechung der Reichsregie­rung mit den Parteiführern zur gewohnten Zeit erschienen sind, nehmen natürlich zu der An­näherung, die in dieser Besprechung zwischen den Parteien stattgefunden hat, noch nicht Stel­lung. Sie stehen vielmehr noch unter dem Ein­druck des kritischen Stadiums, wie es vor der Parteiführerbesprechung bestand und das einen Rücktritt des Kabinetts nicht als unwahrscheinlich erscheinen ließ. DieD A Z." erinnert daran, daß am heutigen Samstag der Parteivor- stand der DVP. zusammentritt, um den neuen Vorsitzenden zu wählen und sich wahrscheinlich auch mit dem Parteikurs zu beschäftigen. Das Blatt verweist dabei auf die Erklärung des Parteivorstandes im Februar d. I. und sagt: Die Erklärung passe auch heute fast ohne Aen- derung aus die Derhältnisse. Eine Regierungs­koalition bestehe nicht. Die Hoffnung auf die Herstellung gleichgearteter Regierungsverhältnisse in Preußen sei zur Zeit unerfüllbar, eine fühl­bare Senkung der Belastung des Volkes nicht zu erwarten. Die seit Abschluß der Pariser Tri- butverhandlungcn fällige neue Stellung­nahme zur Koalitionsfrage fei nicht mehr zu verschieben. Die Sozialdemokratie als größte Regierungspartei habe di« Situation durch ihre Weigerung, Garantien für ein umfassendes

Der Volksentscheid.

Berlin, 14. Dez. (Priv.-Tel.) In acht Tagen, am 22, Dezember, findet die entscheidende Ab­stimmung über den Volksentscheid statt. Da die Bestimmungen über den Vollsentscheid ziemlich kompliziert sind und immer noch Unklarheiten herrschen, ist eine Darlegung des Ver­fahrens vor dem Termin notwendig. Die An­tragsteller des Volksbegehrens und VolkLent- scheios hatten a genommen, daß bas Gesetz nicht für verfassungsändernd erkl'.'.rt wer­den würde. Unter dieser Vorausiehung wäre zum Gelingen des Volksentscheides erforderlich ge­wesen, daß sich die Mehrheit der Stimm­berechtigten an der Abstimmung be­teiligt und die Mehrheit der abge­gebenen gültigen Stimmen für den Gesetzentwurf gelautet hätten. Da mit we­nigstens 41 3 0 000 Stimmberechtigten z.i rechnen ist die Zahl wird am 22. Dezember neu fest- gestellt, hätten sich wenigstens 23 650 000 be­teiligen müssen und von bleien hätte die Mehr­heit für das Gesetz stimmen müssen. Nach Artikel 76, Absatz 1, Satz 4 der Reichs^rfassung ist nun für ein Gesetz, das für verfassungs­ändernd erklärt toorcen ist, die /Zu ft i.n* mung der Mehrheit der Stimmbe­rechtigte. e f ;r erlich, d. h. vo \ den f\ 3 0 0 0 Stimmberech.igten n.üjen wenig,cens 2j 650 OSO gültige Ja-Stimmen abgegeben werden, wenn oer Vollsentscheid Erfolg haben soll. Beim Volks­begehren im Oktober d. I. sind 4 137 164 gültige Unterschriften abgegeben worden, es müßten also außer dicsm Unter-eichncrn sich weiter rund 16,5 Millionen Stimmberechtigte beteiligen und gültige Ja-Stimmen abgeben, wenn der Voltsentscheid Erfolg haben soll,

ChriftlichnationaleArbeitsgemeinschast

Berlin, 14. Dez. Die »D. A. Z." teilt mit: Die Deutschnationale Arbeitsge­meinschaft wird vorauösichtiich mit den Mit­gliedern der Christlich nationalen Bauern- und Landvolkpartei im Reichst, g eine Fraktionsgemeinschaft eingeben, die aber in sehr loser Form geplant ist. Die beiden Gruppen werden ihre volle Selbständigkeit behalten und auch getrennte Be­ratungen abhaltcn. Sie werden ihre Zusammen­arbeit lediglich auf bestimmte große politische Fragen beschränken und sich gleichfalls In der Vertretung in den Ausschüssen ergänzen. Die neue Gemeinschaft wird voraussichtlich den Namen Christlich-nationale Arbeitsge­meinschaft" erhalten.

Aus aller Welt.

Ein neuer Vizepräsident des Ev. Oberkirchenrats.

Zum weltlichen Vizepräsidenten des Evangelischen Oberkirchenrats der altpreußischen Landeskirche als Nachfolger des verstorbenen D. Duste wurde vom Kirchensenat Geheimer Konsistorialrat Ö. ch u n d t ge­wählt. Der neue Vizepräsident gehört der Obersten Kirchenbehörde seit dem Jahre 1908 an, seit 1916 als Mitglied, seit 1928 als Dirigent. In seinen Hän« den liegt das Finanzreferat.

Selma Lagerlüss Ekeby niedergebrannt.

Der Herrenhof der Rottneros.Hütte, das durch die von Selma Lagerlöf geschaffene Gösta

Der Reichspräsident gab zu Ehren der Reichsregierung ein Essen, an dem der Reichs- kanzler und die Reichsminister, der Präsident und die Vizepräsidenten des Reichstages, der 1 preußische Ministerpräsident, die Präsidenten des

Das Verfahren gegen die schwedische Staats­angehörige Margaretha R a m st a d, die am 24. November In der Peterskirche ein Attentat auf den ehemaligen apostolischen Vikar für Schweden, Monsignore Smith, ver­sucht hatte, ist wegen Schwachsinns der Angreife­rin niedergeschlagen worden. Der Gouver­neur der Stadt des Vatikans hat Margaretha Ramstad dem schwedischen Konsul übergeben. Sie wird in ihre Heimat zurückbefördert werden.

da- man

Iran (|W

Ein S' ficier lcl Jtte -en war vrrr burWag; Sj Bande" Geschenk-

sierung. Sna°!

Mir s Karl erb Berwan! Geschenk mit sech: gorm ur Das tjai roonnen? Augen fei Wirklichke Eheleute, sürchlerlici der Sesch sagte fiat

Die 5a Sommert nun doch die Zeit gehörig gegessen Likör, u

Borling-Sage bekannte Ekeby, brannte bi» auf die Grundmauern nieder. Von dem sehr wert­vollen Inventar konnte fast nichts gerettet werden. Das Haus, das Mitte des vorigen Jahrhunderts ge­baut wurde, war mit 130 000 Kronen versichert, so daß der Schaden gedeckt sein dürfte.

Stürmische Ileberfahrt derBremen

Der SchnelldampferBremen", der in Neuyork mit einer Verspätung von zwei Tagen und zehn Stunden einaetroffen ist, hatte eine außerordentlich schwierige Ueberfahrt. Das Schiff legte am 7. d. M. nur 120 Meilen, am 12. dagegen 678 Meilen zurück. Der Kapitän erklärte, es fei die schwerste Sturmreife gewesen, die er je er- lebt habe. Ein Passagier derBremen", der Ma- rinearchitekt Gibbs, sagte, dieBremen" habe sich bet der schweren See außerordentlich gut gehalten.

D'.nleraewitler in Schwarzwald und Riesengebirge.

Die Nährmitlelsabrik Zapf in Zell amHar- m e r s b a ch wurde bei einem Gewitter, das über Oberbaden und die Seegegend zog, vom Blitz getroffen und eingeäschert. '-Ein wei­terer Blitzschlag traf die Hochspannungsleitung des Kraftwerks Laufenberg. Zahlreiche Städte des badischen Dodenseegebietes, wie Singen, Ra- dolfszell usw. waren infolgedessen ohne Strom. Auch im Riesengebirge gingen gestern Wintergewitter nieder. Zugleich trat im Hoch­gebirge auch Schneefall ein, der heute vor­mittag andauerte. Der heftige Wind hat starte Verwehungen hervorgerufen.

Von Kommunisten überfallen.

Nach einer nationalsozialistischen Versammlung in Wilmersdorf wurden kurz nach Mitternacht verschiedene Teilnehmer auf der Straße von Kommunisten über­fallen und angeschossen. Es fielen etwa sechs Schüsse. Der 19jährige Nationalsozialist Wal.er Fischer aus Friedenau wurde mehrfach getroffen und so schwer verletzt, daß er sofort zusammen- brach und auf dem Transport nach dem Kranken­haus starb. Ein anderer Versammlungsteilneh­mer, der der Partei nicht angehört, wurde durch einen Prellschuß in den Rücken getroffen. Die Polizei nahm zwei Kommunisten fest, die unter dem dringenden Verdacht stehen, die Schüsse ab­gegeben zu haben.

Mil 40 000 Litern Sprit gestrandet.

An der Nordküste Estlands strandete der Mo­torseglerIrene". Das Schiff fuhr unter dem Befehl eines estländischen Kapitäns und führte die tschechoslowakische Flagge. Es gehört der großen Reihe der Alkoholschmuggel­schiffe an. Die estländischen Behörden stellten auf dem Schiff 40 000 Liter Alkohol und mehrere hundert Kisten Kognak und Wein fest. Da sich das Schiff in Seenot befand, konnte eine Beschlagnahme der großen Vorräte nicht er­folgen. Die Alkoholladung wurde von den Be­hörden nur verfiegelt. Aus den benachbarten Fischerdörfern trafen bald nach der Strandung eine Reihe von Motorbooten ein, die den Ver­such machten, das gestrandete Schmuggelschiff wie­der flott zu machen.

Schwerer Betriebsunfall.

Bei Montagearbeiten an einer neuen Gasleitung beim Bochumer Verein brach als ein 16 Meter langes und etwa 35 Zentner schweres Gußrohr mit zwei Flaschenzügen hochaehoben werden sollte, der Sims, an dem ein Flaschenzua angebracht war, und stürzte auf mehrere dort beschäftigte Arbeiter. Der Arbeiter Biesemann aus Gelsenkirchen wurde tödlich verletzt, zwei weitere Arbeiter wurden so erheblich verletzt, daß sie sofort ins Krankenhaus geschafft werden mußten.

Oie Wetterlage.

C wofxemoi. o neuer, o naif> oeoeent. 9 woimg, oedftltl Regett » Schnee o. tireupem neoei R Gewitler.^winastillt-O' sehr «irnte» O$i nissiger tudsuawesi q stürmischer 'tordwesl oie »leuc fliegen mit gern wm<je Pie oeioen Stationen stenenaen Zafr» ien geoen die Temperatur an. Die Limen verDindeo Orte mit jjleicnea» neeresniveau umgererhneten Luftdruck

Die neue Atlantikstörung zieht rasch ostwärts nach Skandinavien und erstreckt die Ausläufer ihrer Süd­seite bis nach Mitteleuropa. Gleichzeitig hat der Hochdruckeinfluß von Südwesten her weiter stand- gehalten und sich noch mehr ostwärts ausgedehnt. Jin Grenzbereich zwischen dem Hochdruck und den Tiefausläufern dürfte sich keine einheitliche Wetter­lage herausbilden, so daß, wenn auch gelegentlich Aufheiterung einsetzt immer noch Bewölkung und vereinzelte Niederschläge zu erwarten sind. Die Tem­perieren durften für unseren Bezirk keine wesent­liche Aenderung erfahren, jedoch ist im südlichen Deutschland Temperaturrückgang durch den Hoch­druckeinfluß wahrscheinlich.

Wettervoraussage für Sonntag: Neblig wolkiges Wetter, teilweise auch auf* heiternd, vereinzelte Niederschläge, mild.

Wettervoraussage für Montag: Temperaturen schwankend, sonst wenig Aenderung der Wetterlage.

Lufttemperaturen am 13. Dezember: mittags 8,2 Grad Celsius, abends 7,8 Grad: am 14. Dezember: morgens 7,6 Grad. Maximum 8,7 Grad, Minimum 6,6 Grad. Erdtemperaturen in 10 cm Tiefe am 13. Dezember: abends 5,5 Grad: am 14. Dezember: morgens 5,8 Grad Celsius. Niederschlag 1£ mm.