Ausgabe 
14.1.1929
 
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Coolidge dementiert.

Keine Erklärung des Präsidenten zur Reparationöfragc.

Washington, 13. Jan. (TU.) Das Staats- j departement gab gestern abend bekannt, Staats­sekretär Kellogg habe am Nachmittag der ame­rikanischen Botschast in Berlin, die ihm den Artikel desBerliner Tageblattes" über die vorgestrige an­gebliche Stellungnahme des Präsiden ten zur Reparationsfrage mit dem Be merken gekabelt habe, der Artikel habe Beunruhi­gung verursacht, folgendes geantwortet:

Der Präsident hat keine Erklärungen über seine Ansicht bezüglich der Aufgabe des Sach- verständigen-Ausschusscs gegeben: er hat weder sei­ner Meinung über dieHöhe b e r Summe Ausdruck gegeben, die als Deutschlands End- schuld festgesetzt werden soll, noch darüber, auf wie hoch sich die von Deutschland zu leistenden Jahreszahlungen belaufen werden. Er hat keinerlei Erklärungen abgegeben, aus denen der­artige Rückschlüsse gezogen werden können.

Oie Ernennung Morgans.

London, 14. Jan. (WTB. Funkspruch^ Der Reuyorker Korrespondent derDaily News schreibt: Die Ernennung Morgans zum arnerika- nischen Reparationssachverständigen wird die un­begründeten Gerüchte zerstreuen, daß Kellogg fein Beto gegen die F l ü s s i g m a ch u .. g e i n e r d e u t - schen Anleihe in Amerika einlegen werde. Man glaubt jetzt, daß eine erhebliche Aus- gabe von Reparationsob l i ga11onen einen wesentlichen Teil des neuen Planes ausmachen wird, der von den Sachverständigen in Paris auf­gestellt werden soll. Der Korrespondent sagt, man rechne damit, daß Obligationen im Werte von zwei Milliarden Mark auf den amerika. Nischen Markt gelangen würden und daß der Er­folg gesichert sei, wenn Morgan hinter der Sache stehe.

Die stellvertretenden englischen Mitglieder.

London. 12. Jan. (WTB.) Wie amtlich mit- geteilt wird, haben sich Sir Charles Addis und Sir Basil Dlackett bereiterklärt, als stellvertretende englische Mitglieder an den Ar­beiten des Sachverständigenausschusses für die Aeparationsfrage teilzunehmen. Addis, der dem Direktorium der Dank von England angehört und an der Spitze zahlreicher Wirtschaftsunter­nehmungen steht, war Mitglied des General­rates der Deutschen Reichsbank. Blackett war Finanzsachverständiger im Exekutivrat des Gene­ralgouverneurs von Indien. Er wurde kürzlich zum Vorsitzenden des neu zu gründenden Der- kehrsunternehmens, in dem eine Reihe von Kabrl- und Funkbetrieben der Regierung aufgehen sol­len, bestimmt. Auch ist er kürzlich in die Dank von England eingetreten.

Falle gelockt und ermordet. Dein Tob wird namentlich im gegenwärtigen Augenblick als sehr bedauerlich angesehen.

Die Arbeitslosenversicherung.

Erhöhung der Bcitragssätze?

Berlin, 14. Jan. (Priv.-Del.) Wie wir von gut unterrichteter Seite hören, bestätigt sich die Ausfassung, daß die Reichsanstalt für Arbeits- Vermittlung und Arbeitslosenversicherung a m Ende ihrer finanziellen Kräfte steht. Rachdem das erste Geschäsisjahr ein Defizit gebracht hat, steht zu befürchten, daß dieses im kommenden Geschäftsjahr noch beträchtlich übertroffen wird. Der augenblickliche Stand ist der, daß wohl schon Anfang Frbruar der Rotstock der Versicherung aufgezehrt ist. Rach den gesetzlichen Bestimmungen muh dann das Reich durch Darlehen eingreifen und man rechnet mit einer Summe von 80 bis 100 Mil­lionen Mark. Unter diesen Umständen wird man im Frühjahr Herangehen müssen, die finanzielle Lage der Reichsanstalt prinzipiell zu klä­ren. Dabei wird vor allem zur Diskussion stehen, ob man nicht den jetzigen Beitragshöchst- s a h von 3 Prozent gesetzlich erhöhen muh. Das bedeutet zwar für Arbeitgeber und Ar­beitnehmer eine recht wesentliche Mehrbela­stung, aber rein versicherungstechni^e) scheint kamn ein anderer Ausweg gegeben zu sein, um den Etat in absehbarer Zeit ins Gleichgewicht zu bringen.

Der Ehemann als Vnesschreiber entlarvt.

Unerwartete Aufklärung des Krachs in der Berliner Philharmonie.

Berlin, 12. Jan. (TU.) Der Krach, der am Freitag abend in der Philharmonie das Konzert der Wiener Dirigentin Frau Lisa Ma­ria Mayer so jäh unterbrochen hat, hat durch die Arbeit der Kriminalpolizei eine schnelle und nicht ganz unerwartete Aufklärung ge­funden. Der Briefschreiber ist niemand anders als der Ehemann der Frau Mayer namens Gaberl aus Wien. Er hat sich bereit erklärt, den genasführtenFreiern" das Ein­trittsgeld und die sonstigen Auslagen zurück- z u e r st a 11 e n und hat schließlich der Polizei einen größeren Betrag zur Deckung dieserUn­kosten" übergeben.

Gaberl, der übrigens auch mit der Konzert­direktion Wolff und Sachs die Vorverhandlun­

gen geführt hatte, war einige Tage vor der An­kunft seiner Gattin in Berlin eingetroffen, um, wie er erklärte,die letzten Vorberei­tungen" zu treffen. Dabei gebrauchte er die unvorsichtige Redensart, daß das Konzert seiner Frau für Berlin e.ne S e n s a t i o n werden würde. Gaberl hat tatsächlich, nachdem er in einer großen Tageszeitung die bekannte Anzeige auf- gegeben hatte, auf alle Angebote schriftlich durch ein Bureau antworten lassen, um die heiratslustigen Bewerber ganz sicher zu ma­chen. Gaberl sorgte auch dafür, daß im Konzert­saal die vielen von ihm so eigenartig geladenen Gäste die ihnen wohlbekannten Briefe zu sehen bekamen, so daß die nötige Stimmung für den nachfolgenden Entrüstungssturm entstehen muhte.

Die Polizei glaubte von Anfang an nicht daran, daß es sich um einen Racheakt handele und nahm vergleichende Schriftproben vor. Dabei ergab sich, daß die Handschrift auf den Umschlägen mit der Gaberls in vielen Fällen übereinstimmte. Man sagte darauf Gaberl auf den Kopf zu, daß er die ganze Affäre selbst inszeniert habe. Gaberl mußte das schließ­lich auch zugeben, betonte aber immer wieder, daß er hinter dem Rücken seiner Gat­tin gehandelt habe. Auch Frau Mayer ver­sicherte dem vernehmenden Kommissar, daß sie von derunliebsamen Ueberraschung" vorher nicht die leiseste Ahnung gehabt habe. Gaberl werden aus seiner Handlungsweife sicherlich recht unan» genehme Folgen erwachsen, denn es handelt sich um versuchte Täuschung, groben Unfug und Stö­rung der öffentlichen Ordnung. Frau Mayer be­absichtigt, nach diesem unglücklichen Debüt in Berlin die Reichshauptstadt zusammen mit ihrem Gatten noch am Sonntag zu verlassen, da sie fürchten, daß sich die genasführten Freier rächen könnten. e r r

Eigenartig berührt die Tatsache, daß Gaberl noch am Samstag Vormittag Pressevertretern, die ihn in Gegenwart seiner Gattin befragten, ob er einen bestimmten Verdacht habe, versicherte, er habe keine Ahnung von welcher Seite dieseorganisierte Büberei" kom­men könne. Auch der österreichischen Gesandtschaft gegenüber behauptete Gaberl, daß es sich hier um einBubenstück" handele, und daß er wünsche, die Urheber werden streng zur Rechen­schaft gezogen. 3m übrigen scheint der Skandal in der Philharrnoni. noch einen humor­vollen Ausklang zu finden. Die 27 geschädigten Rosenkavaliere", die am Freitagabend bei der Kriminalpolizei Anzeige gegen Unbekannt wegen Betrugs erstatteten, haben sich nämlich zu einem KlubWeiße Rosen" zusammengcfchlossen, der zunächst die Interessen der Betrogenen wah- ren und sich später zu einem reinen Gesellig- k e i t s v e r e i n umbilden will.

Aus aller Welt.

Die Ziele der VelgraderDittatur.

Eine Erklärung Zivkowitschs.

Belgrad, 13. Jan. (WB.) Ministerpräsi­dent General Zivkowitsch gab heute vor den Vertretern der Auslandpresse eine Erklärung über die Ziele der Regierung ab, in der er zunächst das durch die königlichen Kundgebun­gen bereits bekannt« Programm innerpolitischer Reformen entwickelte und dann fortfuhr: Cs ist nicht zweifelhaft und geht klar aus der Pro­klamation des Komas hervor, daß unsere Aufgabe zeitlich begrenzt ist, denn so­bald dieses grundlegend« Programm zur Durch- führung gebracht sein wird, wird die königliche Regierung das Studium und die Durchführung von Maßnahmen in Angriff nehmen, die den Eintritt in ein gesund demokratisches, moralisch ausgeglichenes und endlich konstitutionel- l e s Staatsleben erlauben. Ich wünsche zu unter­streichen, daß die Arbeit der königlichen Regie­rung eine Arbeit der Vorbereitung ist, und ich lege Wert darauf, mit aller Schärfe alle über angebliche verborgene Ziele der Re- gierungspolitik in Umlauf gesetzten Gerüchte zu dementieren. Ebenso ist es notwendig, ganz be­sonders zu unterstreichen, daß auf dem Gebiete der auswärtigen Politik die königliche Regierung nichts anderes tun wird, als aus allen Kräften die bisher gemachten Bemühungen zur aufrichtigen Aufrechterhaltung und Förderung bester Beziehungen mit allen Ländern, ins­besondere aber mit den Rachbar- ländern, fortzusetzen.

Oie Erschießung derMukdener Generale

S cha n g ha i, 13.Jan. (WB.) Der Reuter-Korre­spondent in Mukden erfährt aus verläßlicher Quelle, daß die Erschießung der Generale Yangyuring und Tschanlinghai am Freitagmorgen erfolgte, nachdem einfünf st ündigesVerfahrenvoreinem besonderen Militärgericht oorangegangen war. Die Anklage warf den Verurteilten Insubordi­nation, Verschwörung zum Sturz der Regierung und grobe Veruntreuung von öffentlichen Geldern vor. In Mukden herrscht nach wie vor völlige Ruhe.

Besorgnisse in Japan.

London. 14. Jan. (WTB. Funkspruch.) Times" meldet aus Tokio: Die Japaner glau­ben nicht, daß Yangjutings Tod unmittel­bar zu Schwierigkeiten in der Mandschurei füh­ren wird, sind sich aber klar darüber, daß die Lage sich zu Japans Rachteil ver­ändern wird. Als wirklicher Urheber der Er­schießung Vangjutings wird der Gouverneur von Kirin, Tschangtsotscheng. betrachtet, der ständig gegen den japanischen Plan des Baues einer Verbindungslinie zwischen dem koreanischen und dem mandschuri­schen Eisenbahnsh st em gearbeitet hat. Sein Aufstieg in der Mandschurei wird von den javanischen Blättern als Zeichen dafür ange­sehen, daß die Mandschurei sich enger an Ranking anschliehen wird, um den ja­vanischen Plänen entgegenzuwirken.

3mmer noch kritische Lage in Afghanistan.

Peschawar, 12.3an. (Reuter.) Trotz der Zugeständnisse des Königs bleibt die Lage in Afghanistan ernst. Die Aufständischen haben in einer Reihe von hefttgen Scharmützeln neue Erfolge davongetragen. Einige Abteilungen der Regierungstruppen gingen offenbar zu den Aufständischen über. MirzamanKhan, Ober­haupt des Stammes Mohmand und einflußreicher Parteigänger des Königs Amanullah im Kampfe gegen die aufständischen Schinwari, wurde von Angehörigen eines gegnerischen Stammes in eine

Drei Todesopfer eines Lawinenunglücks.

Rach einer Meldung aus Moutters wurden 11 Touristen, von denen sieben aus Annecy stam­men, 550 Meter unterhalb der Spitze des Mont Jovet von einer Lawine in die Tiefe gerissen. Jnsolge des Frostes hatte der sehr brüchig gewordene Schnee beim Erllimmen einer steilen Anhöhe nach gegeben und die Tou- risten wurden von den nachstürzenden Schnee­massen verschüttet und 800 Meter tief hinabgerissen. Acht Touristen konnten sich ver­hältnismäßig rasch freimachen und versuchten den übrigen drei zu Hilfe zu kommen. Diese konnten jedoch nur als Leichen geborgen werden.

Zwei Kinder im Els eingebrochen und ertrunken.

Auf dem dünnen Eise der Schwenk ine bei Kiel spielten mehrer« Kinder, wobei em sechsjähriger Knabe einbrach und seinen achtjährigen Bruder, der ihm zu Hilfe eilte, mit in di« 2,iefe zog. Auch ein Mann, der die Kinder retten wollte, brach durch das Eis, konnte jedoch wieder in Sicherheit gebracht werden. Den vereinten Be­mühungen der Feuerwehr und Familienangehö­riger gelang es, die Leiche des älteren Knaben zu bergen, während die des jüngeren noch nicht gefunden wurde.

Autos auf dem Glatteis.

Auf der Chaussee, die von Wannsee nach Potsdam führt, sind am Sonntagnachmillag, als dem Tauwetter vom Vormittag ein plötzlicher Frost folgte, katastrophale Zu stände eingetreten. Es bildete sich Glatteis, auf dem weder Fuhr­werke noch Autos fahren konnten. Mehrere Kraftfahrzeuge fuhren gegen Bäume und wur­den demoliert. Etwa 20 Wagen waren ineinander gefahren und bildeten ein fast unlösbares Chaos. Ein Autobus, dessen Chauffeur die Passa­giere aufgefordert hatte, auszusteigen, da er nicht weiterfahren könne, wurde gleich darauf von hinten von einem Privatkraftwagen mit solcher Wucht an­gefahren, daß die hintere Plattform abriß. Mehrere Personen trugen leichtere Verletzungen davon.

von Wolfen überfallen.

An der polnisch-russischen Grenze wurde eine Streifwache des polnischen Grenz­schutz k o r p s von einem Rudel Wölfe über­fallen. Die Soldaten versuchten, diese durch Schießen fernzuhalten. Obgleich einige Wölfe getötet wurden, konnten sich die Soldaten doch nicht der Angriffe der Bestien erwehren. Erst durch Ab schieß en von Leuch traketen konnten sie die Tiere in die Flucht jagen. Aus der Strecke blieben zehn Wölfe.

Die Kältewelle in Italien.

Italien wird gegenwärtig durch eine Kältewelle heimgesucht. In der Sonntagnacht siel das Thermometer in Mailand auf 7 Grad unter Rull. 3n Varese und Bergamo ist die Kälte noch größer. 3n einigen Ortschaften zählte man sogar 14 Grad unter Rull und auf den Höhen oberhalb Bergamos 18 Grad. Auf den Bergen in ter Gegend von Trient zählte man 28 Grad Kälte. In Modena sank die Temperatur auf 15 Grad unter Rull. Seit den letzten 50 3ahren ist eine solche Kälte nicht zu verzeichnen gewe'en. In Apennin schneit es noch immer. 3m Sesia- Tal wurden drei Skifahrer von einer Lawine ver­schüttet, konnten aber wieder ausgegraben wer­ten Zwei von ihnen sind die Arme und Beine erfroren. Der dritte Skifahrer wurde durch einen Ski schwer verletzt.

Die Phosgenopfer wollen Entschädigung.

Das Entschädigungsverfahren der im vorigen Jahve bei der HamburgerPhosgenkata- st r o p h e in Mitleidenschaft gezogenen Personen hat eine sensationelle COtenbung genommen. Zahl­reiche Geschädigte haben bei der Zivilkammer

des Landgerichts Hamburg den Erlaß einer einstweiligen Verfügung gegen den Hamburger Staat beantragt. Sie wollen durch die Verfügung die Zahlung des Lohn­ausfalles für die Vergangenheit und die Zu­kunft vorläufig erzwingen, da sie teilweise voll­kommen arbeitsunfähig sind und nicht auf den Ausgang des Prozesses warten können.

Verhaftung einer Einbrecher- und hehlerbande.

Der Leipziger Kriminalpolizei ist es jetzt ge­lungen, 20 Mitglieder einer internationalen Ein­brecher- und H^lerbande hinter Schloß und Rie­gel zu bringen. An der Spitze der Bande, die sich über ganz Deutschland ausbreitete, stand ein gewisser Karl Engel, der später als der 22- lährige Karl Ehrlich aus Lodz entlarvt wurde. Es wurden planmäßig Geschäfts? und Woh­nungseinbrüche in Berlin, Stettin, Königsberg, Leipzig, Dresden, Frankfurt a. M., Lud­wigshafen, Fürth, Mannheim, Wiesbaden und Heidelberg ausgeführt, .lieber 10 0 Ein- b r ü ch e konnten der Bande bereits nachgewiesen werden. Die erbeuteten Edelsteine und das Gold wurden dann über die Grenze gebracht und fanden in Holland, Belgien und der Schweiz Absatz. Auch im Auslande wurden einige der Beteiligten festgenommen und nach Leipzig ge­bracht.

Meuterei im Distriktsgesängnis von Philadelphia.

Im Distriktsgefängnis entstand wegen unge­nügender Verpflegung eine Meuterei der Gefangenen, die die Gefängnisbeamten mit Möbel­stücken bombardierten. Die Polizei schlug den Auf­stand unter Anwendung von Tränengas nieder. Die Behörden haben zuoegeben, daß das für 1500 In­sassen erbaute Gefängnis mit 1750 Gefangenen be­legt war.

Tragischer Tod von zwei kleinen Kindern.

In der Wohnung des Landarbeiters Menzel In dem schlesischen Dorfe Streit geriet hinter dem Ofen aufgestapeltes Holz ins Qualmen. Die beiden zwei und vier Jahre tüten Kinder des Ehepaares konnten sich aus dem verschlossenen Zimmer nicht retten und e r st i ck t e n, ehe das Un­glück von den Nachbarn bemerkt wurde.

Ein Kind nachts aus dem vierten Stock gestürzt.

In ter Rächt zum Sonntag stürzte im ©üte westen Berlins ein siebenjähriges Mädchen, das von seinem Ettern allein in der Wohnung zurückgelassen war aus dem Fenster der im 4. Stockwerk befindlichen elterlichen Wohnung in ten Hof und erlitt so schwere Verletzungen, daß es bald darauf im llrban-Krankenhaus starb.

Ein internationales Denkmal

tum Gedächtnis der Opfer des Weltkrieges.

In ter Schweiz hat sich ein Ausschuß ge* bildet, der die Errichtung eines internationalen Denkmals zum Gedächtnis aller Opfer des Weltkrieges beabsichttgt. 3n einem Aufruf, der sich an alle Hinterbliebenen des Weltkrieges, an die Kriegsverstümmetten usw. richtet, teiht es:Laßt unS einen der JÄtztzett entsprechenden Dom erbauen, nach dem dir im frommen Eifer des Wel.fr ed ns innig rerbuntene Volksmenge wallfahrten werde." DasJitter- nationale Denkmal" sott auch die sterblichenlleber- reste eines unbekannten Soldaten aus jedem Lande bergen. Der Ausschuß ersucht Bildhauer, Architekten und Künstler der ganzen Wett, ihm Vorschläge und Pläne zu übersenden.

Vierlinge.

Zn Zermatt hat eine Mutter vier Kindern, zwei Knaben und zwei Mädchen, das Leben ge» schenkt.

Kunst und Wissenschaft.

Ein Tag des Buches.

Unter dem Vorsitz des Reichsministers Se­verin g fand im Reichsministerium des Innern eine Besprechung mit den führenden Verbänden des Schriftturnes, des Buchhandels, der Jugend­wohlfahrt, Volksbildung und Vollswohlfahrt über den Vorschlag des Reichsverbandes des Deutschen Schrifttumes statt. Durch Veranstaltung einenTages des Buches" der geistigen Verflachung des Volkes zu begeg­nen. An ter Besprechung nahmen auch Ver­treter der Länder, des Parlaments, der Gewerk­schaften und des Städ Belages teil. Der Minister wies auf die Notwendigkeit hin, gewissen un- geistigen Ausschreitungen und Erscheinungen auf dem Gebiete des Sports und des Filmwesens durch Stärkung der geistigen Kultur zu begegnen. Das geschehe am besten dadurch, daß dem guten deutschen Buch wieder größere Verbreitung und Geltung verschafft werte. Hieran mitzuwirken, seien Reich und Länder bereit. Alsdann sprachen: Walther v. Molo überDie kulturelle Bedeutung des dichterischen Buches in der Zeit". Professor Dr. Hankamer, Köln, überDie kulturelle Be­deutung des wissenschaftlichen Buches in ter Zeit" und Dr. Buchwald, Jena, überDie kulturelle Bedeutung des Buches für die Volks­bildung." Rach anschliehenter Aussprache wurde die Veranstaltung von Duchtagen in Berlin und dem Reiche gebilligt, deren Veran­staltung unter Förderung der Reichs- und Staatsbehörden vor sich gehen soll. AlsTag des Buches" ist der Todestag Goethes, der 2 2. März, in Aussicht genommen.

Die Erforschung der Arktis mit Luftfahrzeugen.

Mit demColumbus" schifft sich am 14. Ja­nuar Herr B r u n, ter Generalsekretär ter Inter­nationalen Gesellschaft zur Erforschung der Ark­tis. mit Luftfahrzeugen nach Reuyork ein. Er trifft sich dort mit Professor Fridtjof Hänfen, der bereits von Göteborg nach Amerika abgereist ist. Sie werden in Washington mut dem Marine- tepaElement ter U. S. A. und ter dortigen Lan­desgruppe der Aeroarktik verhandeln wegen der Errichtung einer Luftschiffbasis in Rome, bestehend aus einem niedrigen Ankermast neuester amerikanischer Konstruktion und einem Trag- und Triebgaslager für den dort nach äleberquerung des Polargebietes landenden Graf Zeppelin". Kurz vor ter Abreise wurden in Friedrichshafen zwischen Dr. Ecke­ner und Herrn Brun die technischen Einzel­heiten dieser Luftschiffbasis eingehend erörtert. Zum ersten Male wird ter Bildfunk zur ^Übermittelung ter von dem Luftschiff gewonne­nen Eindrücke Verwendung finden.

Freigabe der Sammlungen der Zentralasienexpedition Dr. TrinNers.

Rach einer aus Taschkent (Russisch-Turkestan) eingetroffenen Meldung des Expeditionsteil­nehmers Doßhard an Dr. Trinkler, sind fast die gesamten Sammlungen ter Expedition, die von den Chinesen beschlagnahmt wurden, jetzt frei- gegeben. Die Sammlungen befinden sich be­reits auf russischem Boden und können voraussichtlich im kommenden Monat in Deutsch­land für das Bremer Museum für Raturiunte erwartet werten.

Oie Wetterlage.

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Wettervoraussage.

Der Einfluß der nordwestlichen Störung hat auch in unserem Gebiet die kalte Luft verdrängt und einen Temperaturanstieg bis über ten Ge­frierpunkt gebracht. Während gestern das Ther­mometer noch11 Grad zeigte, weist es heute Temperaturen von plus 1 Grad Celsius _ auf. Der Temperaturumschlag dürste nur vorüber­gehend sein und die Bewölkung bereits ihrem Ente zugehen, denn kalte Lust drangt aus dem (Horten südwärts vor, Rordteutschland und na­mentlich das Küstengebiet hatten vor 24 Stun­den Temperaturen bis über Rull Grad, dagegen weist das Thermometer heute dort Werte bis zu6 Grad auf. Die falten Luftmassen führen außerdem zu etwas unbeständigem Wetter und zu gelegentlichem leichten Schneetreiben.

Wettervoraussage für Dienstag: Wechselnde Bewölkung, Temperaturen wieder unter Rull zurückgehend, vereinzelte Schnee- flauer, um Rord drehende Winde.

W i 11 e r u n g s a u s s i ch t e n für Mitt­woch : Meist trockenes Wetter bei langsamer Zunahme des Frostes.

Lufttemperaturen am 13. Januar: mittags3,» Grad Celsius, abends0,4 Grad Celsius', aw 14. Januar: morgens 0,5 Grad Celsius. Maximum 1,1 Grad Celsius, Minimum12 Grad Celsius. -- Erdtemperaturen am 13. Januar: abends Grad Celsius: am 14. Januar: morgens1,7 Gros Celsius.

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