Coolidge dementiert.
Keine Erklärung des Präsidenten zur Reparationöfragc.
Washington, 13. Jan. (TU.) Das Staats- j departement gab gestern abend bekannt, Staatssekretär Kellogg habe am Nachmittag der amerikanischen Botschast in Berlin, die ihm den Artikel des „Berliner Tageblattes" über die vorgestrige angebliche Stellungnahme des Präsiden ten zur Reparationsfrage mit dem Be merken gekabelt habe, der Artikel habe Beunruhigung verursacht, folgendes geantwortet:
„Der Präsident hat keine Erklärungen über seine Ansicht bezüglich der Aufgabe des Sach- verständigen-Ausschusscs gegeben: er hat weder seiner Meinung über dieHöhe b e r Summe Ausdruck gegeben, die als Deutschlands End- schuld festgesetzt werden soll, noch darüber, auf wie hoch sich die von Deutschland zu leistenden Jahreszahlungen belaufen werden. Er hat keinerlei Erklärungen abgegeben, aus denen derartige Rückschlüsse gezogen werden können.
Oie Ernennung Morgans.
London, 14. Jan. (WTB. Funkspruch^ Der Reuyorker Korrespondent der „Daily News schreibt: Die Ernennung Morgans zum arnerika- nischen Reparationssachverständigen wird die unbegründeten Gerüchte zerstreuen, daß Kellogg fein Beto gegen die F l ü s s i g m a ch u .. g e i n e r d e u t - schen Anleihe in Amerika einlegen werde. Man glaubt jetzt, daß eine erhebliche Aus- gabe von Reparationsob l i ga11onen einen wesentlichen Teil des neuen Planes ausmachen wird, der von den Sachverständigen in Paris aufgestellt werden soll. Der Korrespondent sagt, man rechne damit, daß Obligationen im Werte von zwei Milliarden Mark auf den amerika. Nischen Markt gelangen würden und daß der Erfolg gesichert sei, wenn Morgan hinter der Sache stehe.
Die stellvertretenden englischen Mitglieder.
London. 12. Jan. (WTB.) Wie amtlich mit- geteilt wird, haben sich Sir Charles Addis und Sir Basil Dlackett bereiterklärt, als stellvertretende englische Mitglieder an den Arbeiten des Sachverständigenausschusses für die Aeparationsfrage teilzunehmen. Addis, der dem Direktorium der Dank von England angehört und an der Spitze zahlreicher Wirtschaftsunternehmungen steht, war Mitglied des Generalrates der Deutschen Reichsbank. Blackett war Finanzsachverständiger im Exekutivrat des Generalgouverneurs von Indien. Er wurde kürzlich zum Vorsitzenden des neu zu gründenden Der- kehrsunternehmens, in dem eine Reihe von Kabrl- und Funkbetrieben der Regierung aufgehen sollen, bestimmt. Auch ist er kürzlich in die Dank von England eingetreten.
Falle gelockt und ermordet. Dein Tob wird namentlich im gegenwärtigen Augenblick als sehr bedauerlich angesehen.
Die Arbeitslosenversicherung.
Erhöhung der Bcitragssätze?
Berlin, 14. Jan. (Priv.-Del.) Wie wir von gut unterrichteter Seite hören, bestätigt sich die Ausfassung, daß die Reichsanstalt für Arbeits- Vermittlung und Arbeitslosenversicherung a m Ende ihrer finanziellen Kräfte steht. Rachdem das erste Geschäsisjahr ein Defizit gebracht hat, steht zu befürchten, daß dieses im kommenden Geschäftsjahr noch beträchtlich übertroffen wird. Der augenblickliche Stand ist der, daß wohl schon Anfang Frbruar der Rotstock der Versicherung aufgezehrt ist. Rach den gesetzlichen Bestimmungen muh dann das Reich durch Darlehen eingreifen und man rechnet mit einer Summe von 80 bis 100 Millionen Mark. Unter diesen Umständen wird man im Frühjahr Herangehen müssen, die finanzielle Lage der Reichsanstalt prinzipiell zu klären. Dabei wird vor allem zur Diskussion stehen, ob man nicht den jetzigen Beitragshöchst- s a h von 3 Prozent gesetzlich erhöhen muh. Das bedeutet zwar für Arbeitgeber und Arbeitnehmer eine recht wesentliche Mehrbelastung, aber rein versicherungstechni^e) scheint kamn ein anderer Ausweg gegeben zu sein, um den Etat in absehbarer Zeit ins Gleichgewicht zu bringen.
Der Ehemann als Vnesschreiber entlarvt.
Unerwartete Aufklärung des Krachs in der Berliner Philharmonie.
Berlin, 12. Jan. (TU.) Der Krach, der am Freitag abend in der Philharmonie das Konzert der Wiener Dirigentin Frau Lisa Maria Mayer so jäh unterbrochen hat, hat durch die Arbeit der Kriminalpolizei eine schnelle und nicht ganz unerwartete Aufklärung gefunden. Der Briefschreiber ist niemand anders als der Ehemann der Frau Mayer namens Gaberl aus Wien. Er hat sich bereit erklärt, den genasführten „Freiern" das Eintrittsgeld und die sonstigen Auslagen zurück- z u e r st a 11 e n und hat schließlich der Polizei einen größeren Betrag zur Deckung dieser „Unkosten" übergeben.
Gaberl, der übrigens auch mit der Konzertdirektion Wolff und Sachs die Vorverhandlun
gen geführt hatte, war einige Tage vor der Ankunft seiner Gattin in Berlin eingetroffen, um, wie er erklärte, „die letzten Vorbereitungen" zu treffen. Dabei gebrauchte er die unvorsichtige Redensart, daß das Konzert seiner Frau für Berlin e.ne S e n s a t i o n werden würde. Gaberl hat tatsächlich, nachdem er in einer großen Tageszeitung die bekannte Anzeige auf- gegeben hatte, auf alle Angebote schriftlich durch ein Bureau antworten lassen, um die heiratslustigen Bewerber ganz sicher zu machen. Gaberl sorgte auch dafür, daß im Konzertsaal die vielen von ihm so eigenartig geladenen Gäste die ihnen wohlbekannten Briefe zu sehen bekamen, so daß die nötige Stimmung für den nachfolgenden Entrüstungssturm entstehen muhte.
Die Polizei glaubte von Anfang an nicht daran, daß es sich um einen Racheakt handele und nahm vergleichende Schriftproben vor. Dabei ergab sich, daß die Handschrift auf den Umschlägen mit der Gaberls in vielen Fällen übereinstimmte. Man sagte darauf Gaberl auf den Kopf zu, daß er die ganze Affäre selbst inszeniert habe. Gaberl mußte das schließlich auch zugeben, betonte aber immer wieder, daß er hinter dem Rücken seiner Gattin gehandelt habe. Auch Frau Mayer versicherte dem vernehmenden Kommissar, daß sie von der „unliebsamen Ueberraschung" vorher nicht die leiseste Ahnung gehabt habe. Gaberl werden aus seiner Handlungsweife sicherlich recht unan» genehme Folgen erwachsen, denn es handelt sich um versuchte Täuschung, groben Unfug und Störung der öffentlichen Ordnung. Frau Mayer beabsichtigt, nach diesem unglücklichen Debüt in Berlin die Reichshauptstadt zusammen mit ihrem Gatten noch am Sonntag zu verlassen, da sie fürchten, daß sich die genasführten Freier rächen könnten. e r r
Eigenartig berührt die Tatsache, daß Gaberl noch am Samstag Vormittag Pressevertretern, die ihn in Gegenwart seiner Gattin befragten, ob er einen bestimmten Verdacht habe, versicherte, er habe keine Ahnung von welcher Seite diese „organisierte Büberei" kommen könne. Auch der österreichischen Gesandtschaft gegenüber behauptete Gaberl, daß es sich hier um ein „Bubenstück" handele, und daß er wünsche, die Urheber werden streng zur Rechenschaft gezogen. 3m übrigen scheint der Skandal in der Philharrnoni. noch einen humorvollen Ausklang zu finden. Die 27 geschädigten „Rosenkavaliere", die am Freitagabend bei der Kriminalpolizei Anzeige gegen Unbekannt wegen Betrugs erstatteten, haben sich nämlich zu einem Klub „Weiße Rosen" zusammengcfchlossen, der zunächst die Interessen der Betrogenen wah- ren und sich später zu einem reinen Gesellig- k e i t s v e r e i n umbilden will.
Aus aller Welt.
Die Ziele der VelgraderDittatur.
Eine Erklärung Zivkowitschs.
Belgrad, 13. Jan. (WB.) Ministerpräsident General Zivkowitsch gab heute vor den Vertretern der Auslandpresse eine Erklärung über die Ziele der Regierung ab, in der er zunächst das durch die königlichen Kundgebungen bereits bekannt« Programm innerpolitischer Reformen entwickelte und dann fortfuhr: Cs ist nicht zweifelhaft und geht klar aus der Proklamation des Komas hervor, daß unsere Aufgabe zeitlich begrenzt ist, denn sobald dieses grundlegend« Programm zur Durch- führung gebracht sein wird, wird die königliche Regierung das Studium und die Durchführung von Maßnahmen in Angriff nehmen, die den Eintritt in ein gesund demokratisches, moralisch ausgeglichenes und endlich konstitutionel- l e s Staatsleben erlauben. Ich wünsche zu unterstreichen, daß die Arbeit der königlichen Regierung eine Arbeit der Vorbereitung ist, und ich lege Wert darauf, mit aller Schärfe alle über angebliche verborgene Ziele der Re- gierungspolitik in Umlauf gesetzten Gerüchte zu dementieren. Ebenso ist es notwendig, ganz besonders zu unterstreichen, daß auf dem Gebiete der auswärtigen Politik die königliche Regierung nichts anderes tun wird, als aus allen Kräften die bisher gemachten Bemühungen zur aufrichtigen Aufrechterhaltung und Förderung bester Beziehungen mit allen Ländern, insbesondere aber mit den Rachbar- ländern, fortzusetzen.
Oie Erschießung derMukdener Generale
S cha n g ha i, 13.Jan. (WB.) Der Reuter-Korrespondent in Mukden erfährt aus verläßlicher Quelle, daß die Erschießung der Generale Yangyuring und Tschanlinghai am Freitagmorgen erfolgte, nachdem einfünf st ündigesVerfahrenvoreinem besonderen Militärgericht oorangegangen war. Die Anklage warf den Verurteilten Insubordination, Verschwörung zum Sturz der Regierung und grobe Veruntreuung von öffentlichen Geldern vor. In Mukden herrscht nach wie vor völlige Ruhe.
Besorgnisse in Japan.
London. 14. Jan. (WTB. Funkspruch.) „Times" meldet aus Tokio: Die Japaner glauben nicht, daß Yangjutings Tod unmittelbar zu Schwierigkeiten in der Mandschurei führen wird, sind sich aber klar darüber, daß die Lage sich zu Japans Rachteil verändern wird. Als wirklicher Urheber der Erschießung Vangjutings wird der Gouverneur von Kirin, Tschangtsotscheng. betrachtet, der ständig gegen den japanischen Plan des Baues einer Verbindungslinie zwischen dem koreanischen und dem mandschurischen Eisenbahnsh st em gearbeitet hat. Sein Aufstieg in der Mandschurei wird von den javanischen Blättern als Zeichen dafür angesehen, daß die Mandschurei sich enger an Ranking anschliehen wird, um den javanischen Plänen entgegenzuwirken.
3mmer noch kritische Lage in Afghanistan.
Peschawar, 12.3an. (Reuter.) Trotz der Zugeständnisse des Königs bleibt die Lage in Afghanistan ernst. Die Aufständischen haben in einer Reihe von hefttgen Scharmützeln neue Erfolge davongetragen. Einige Abteilungen der Regierungstruppen gingen offenbar zu den Aufständischen über. MirzamanKhan, Oberhaupt des Stammes Mohmand und einflußreicher Parteigänger des Königs Amanullah im Kampfe gegen die aufständischen Schinwari, wurde von Angehörigen eines gegnerischen Stammes in eine
Drei Todesopfer eines Lawinenunglücks.
Rach einer Meldung aus Moutters wurden 11 Touristen, von denen sieben aus Annecy stammen, 550 Meter unterhalb der Spitze des Mont Jovet von einer Lawine in die Tiefe gerissen. Jnsolge des Frostes hatte der sehr brüchig gewordene Schnee beim Erllimmen einer steilen Anhöhe nach gegeben und die Tou- risten wurden von den nachstürzenden Schneemassen verschüttet und 800 Meter tief hinabgerissen. Acht Touristen konnten sich verhältnismäßig rasch freimachen und versuchten den übrigen drei zu Hilfe zu kommen. Diese konnten jedoch nur als Leichen geborgen werden.
Zwei Kinder im Els eingebrochen und ertrunken.
Auf dem dünnen Eise der Schwenk ine bei Kiel spielten mehrer« Kinder, wobei em sechsjähriger Knabe einbrach und seinen achtjährigen Bruder, der ihm zu Hilfe eilte, mit in di« 2,iefe zog. Auch ein Mann, der die Kinder retten wollte, brach durch das Eis, konnte jedoch wieder in Sicherheit gebracht werden. Den vereinten Bemühungen der Feuerwehr und Familienangehöriger gelang es, die Leiche des älteren Knaben zu bergen, während die des jüngeren noch nicht gefunden wurde.
Autos auf dem Glatteis.
Auf der Chaussee, die von Wannsee nach Potsdam führt, sind am Sonntagnachmillag, als dem Tauwetter vom Vormittag ein plötzlicher Frost folgte, katastrophale Zu stände eingetreten. Es bildete sich Glatteis, auf dem weder Fuhrwerke noch Autos fahren konnten. Mehrere Kraftfahrzeuge fuhren gegen Bäume und wurden demoliert. Etwa 20 Wagen waren ineinander gefahren und bildeten ein fast unlösbares Chaos. Ein Autobus, dessen Chauffeur die Passagiere aufgefordert hatte, auszusteigen, da er nicht weiterfahren könne, wurde gleich darauf von hinten von einem Privatkraftwagen mit solcher Wucht angefahren, daß die hintere Plattform abriß. Mehrere Personen trugen leichtere Verletzungen davon.
von Wolfen überfallen.
An der polnisch-russischen Grenze wurde eine Streifwache des polnischen Grenzschutz k o r p s von einem Rudel Wölfe überfallen. Die Soldaten versuchten, diese durch Schießen fernzuhalten. Obgleich einige Wölfe getötet wurden, konnten sich die Soldaten doch nicht der Angriffe der Bestien erwehren. Erst durch Ab schieß en von Leuch traketen konnten sie die Tiere in die Flucht jagen. Aus der Strecke blieben zehn Wölfe.
Die Kältewelle in Italien.
Italien wird gegenwärtig durch eine Kältewelle heimgesucht. In der Sonntagnacht siel das Thermometer in Mailand auf 7 Grad unter Rull. 3n Varese und Bergamo ist die Kälte noch größer. 3n einigen Ortschaften zählte man sogar 14 Grad unter Rull und auf den Höhen oberhalb Bergamos 18 Grad. Auf den Bergen in ter Gegend von Trient zählte man 28 Grad Kälte. In Modena sank die Temperatur auf 15 Grad unter Rull. Seit den letzten 50 3ahren ist eine solche Kälte nicht zu verzeichnen gewe'en. In Apennin schneit es noch immer. 3m Sesia- Tal wurden drei Skifahrer von einer Lawine verschüttet, konnten aber wieder ausgegraben werten Zwei von ihnen sind die Arme und Beine erfroren. Der dritte Skifahrer wurde durch einen Ski schwer verletzt.
Die Phosgenopfer wollen Entschädigung.
Das Entschädigungsverfahren der im vorigen Jahve bei der HamburgerPhosgenkata- st r o p h e in Mitleidenschaft gezogenen Personen hat eine sensationelle COtenbung genommen. Zahlreiche Geschädigte haben bei der Zivilkammer
des Landgerichts Hamburg den Erlaß einer einstweiligen Verfügung gegen den Hamburger Staat beantragt. Sie wollen durch die Verfügung die Zahlung des Lohnausfalles für die Vergangenheit und die Zukunft vorläufig erzwingen, da sie teilweise vollkommen arbeitsunfähig sind und nicht auf den Ausgang des Prozesses warten können.
Verhaftung einer Einbrecher- und hehlerbande.
Der Leipziger Kriminalpolizei ist es jetzt gelungen, 20 Mitglieder einer internationalen Einbrecher- und H^lerbande hinter Schloß und Riegel zu bringen. An der Spitze der Bande, die sich über ganz Deutschland ausbreitete, stand ein gewisser Karl Engel, der später als der 22- lährige Karl Ehrlich aus Lodz entlarvt wurde. Es wurden planmäßig Geschäfts? und Wohnungseinbrüche in Berlin, Stettin, Königsberg, Leipzig, Dresden, Frankfurt a. M., Ludwigshafen, Fürth, Mannheim, Wiesbaden und Heidelberg ausgeführt, .lieber 10 0 Ein- b r ü ch e konnten der Bande bereits nachgewiesen werden. Die erbeuteten Edelsteine und das Gold wurden dann über die Grenze gebracht und fanden in Holland, Belgien und der Schweiz Absatz. Auch im Auslande wurden einige der Beteiligten festgenommen und nach Leipzig gebracht.
Meuterei im Distriktsgesängnis von Philadelphia.
Im Distriktsgefängnis entstand wegen ungenügender Verpflegung eine Meuterei der Gefangenen, die die Gefängnisbeamten mit Möbelstücken bombardierten. Die Polizei schlug den Aufstand unter Anwendung von Tränengas nieder. Die Behörden haben zuoegeben, daß das für 1500 Insassen erbaute Gefängnis mit 1750 Gefangenen belegt war.
Tragischer Tod von zwei kleinen Kindern.
In der Wohnung des Landarbeiters Menzel In dem schlesischen Dorfe Streit geriet hinter dem Ofen aufgestapeltes Holz ins Qualmen. Die beiden zwei und vier Jahre tüten Kinder des Ehepaares konnten sich aus dem verschlossenen Zimmer nicht retten und e r st i ck t e n, ehe das Unglück von den Nachbarn bemerkt wurde.
Ein Kind nachts aus dem vierten Stock gestürzt.
In ter Rächt zum Sonntag stürzte im ©üte westen Berlins ein siebenjähriges Mädchen, das von seinem Ettern allein in der Wohnung zurückgelassen war aus dem Fenster der im 4. Stockwerk befindlichen elterlichen Wohnung in ten Hof und erlitt so schwere Verletzungen, daß es bald darauf im llrban-Krankenhaus starb.
Ein internationales Denkmal
tum Gedächtnis der Opfer des Weltkrieges.
In ter Schweiz hat sich ein Ausschuß ge* bildet, der die Errichtung eines internationalen Denkmals zum Gedächtnis aller Opfer des Weltkrieges beabsichttgt. 3n einem Aufruf, der sich an alle Hinterbliebenen des Weltkrieges, an die Kriegsverstümmetten usw. richtet, teiht es: „Laßt unS einen der JÄtztzett entsprechenden Dom erbauen, nach dem dir im frommen Eifer des Wel.fr ed ns innig rerbuntene Volksmenge wallfahrten werde." Das „Jitter- nationale Denkmal" sott auch die sterblichenlleber- reste eines unbekannten Soldaten aus jedem Lande bergen. Der Ausschuß ersucht Bildhauer, Architekten und Künstler der ganzen Wett, ihm Vorschläge und Pläne zu übersenden.
Vierlinge.
Zn Zermatt hat eine Mutter vier Kindern, zwei Knaben und zwei Mädchen, das Leben ge» schenkt.
Kunst und Wissenschaft.
Ein Tag des Buches.
Unter dem Vorsitz des Reichsministers Severin g fand im Reichsministerium des Innern eine Besprechung mit den führenden Verbänden des Schriftturnes, des Buchhandels, der Jugendwohlfahrt, Volksbildung und Vollswohlfahrt über den Vorschlag des Reichsverbandes des Deutschen Schrifttumes statt. Durch Veranstaltung einen „Tages des Buches" der geistigen Verflachung des Volkes zu begegnen. An ter Besprechung nahmen auch Vertreter der Länder, des Parlaments, der Gewerkschaften und des Städ Belages teil. Der Minister wies auf die Notwendigkeit hin, gewissen un- geistigen Ausschreitungen und Erscheinungen auf dem Gebiete des Sports und des Filmwesens durch Stärkung der geistigen Kultur zu begegnen. Das geschehe am besten dadurch, daß dem guten deutschen Buch wieder größere Verbreitung und Geltung verschafft werte. Hieran mitzuwirken, seien Reich und Länder bereit. Alsdann sprachen: Walther v. Molo über „Die kulturelle Bedeutung des dichterischen Buches in der Zeit". Professor Dr. Hankamer, Köln, über „Die kulturelle Bedeutung des wissenschaftlichen Buches in ter Zeit" und Dr. Buchwald, Jena, über „Die kulturelle Bedeutung des Buches für die Volksbildung." Rach anschliehenter Aussprache wurde die Veranstaltung von Duchtagen in Berlin und dem Reiche gebilligt, deren Veranstaltung unter Förderung der Reichs- und Staatsbehörden vor sich gehen soll. Als „Tag des Buches" ist der Todestag Goethes, der 2 2. März, in Aussicht genommen.
Die Erforschung der Arktis mit Luftfahrzeugen.
Mit dem „Columbus" schifft sich am 14. Januar Herr B r u n, ter Generalsekretär ter Internationalen Gesellschaft zur Erforschung der Arktis. mit Luftfahrzeugen nach Reuyork ein. Er trifft sich dort mit Professor Fridtjof Hänfen, der bereits von Göteborg nach Amerika abgereist ist. Sie werden in Washington mut dem Marine- tepaElement ter U. S. A. und ter dortigen Landesgruppe der Aeroarktik verhandeln wegen der Errichtung einer Luftschiffbasis in Rome, bestehend aus einem niedrigen Ankermast neuester amerikanischer Konstruktion und einem Trag- und Triebgaslager für den dort nach äleberquerung des Polargebietes landenden „Graf Zeppelin". Kurz vor ter Abreise wurden in Friedrichshafen zwischen Dr. Eckener und Herrn Brun die technischen Einzelheiten dieser Luftschiffbasis eingehend erörtert. Zum ersten Male wird ter Bildfunk zur ^Übermittelung ter von dem Luftschiff gewonnenen Eindrücke Verwendung finden.
Freigabe der Sammlungen der Zentralasienexpedition Dr. TrinNers.
Rach einer aus Taschkent (Russisch-Turkestan) eingetroffenen Meldung des Expeditionsteilnehmers Doßhard an Dr. Trinkler, sind fast die gesamten Sammlungen ter Expedition, die von den Chinesen beschlagnahmt wurden, jetzt frei- gegeben. Die Sammlungen befinden sich bereits auf russischem Boden und können voraussichtlich im kommenden Monat in Deutschland für das Bremer Museum für Raturiunte erwartet werten.
Oie Wetterlage.
U (onjnr
a
-5
Th,
3(8)
•dm
Nö
hdoy.
Oöcrtto
Ö
O
o o
na
\O
-5J Parts ,
5onntaa, d.13.Jan.1929,8hmgs.
Oie Piene (liegen mit dem winde. Oie oaoen Stationen stenenoen Zal fcn geben die Temperatur an. Pie Limen veroiode» Orl« aH-eleKlW W neeresmveaw •matwhntite UifUcuca
ö voixenm <3 neuer. Q naro oedem. ® woftio. • oeoecn. •Regtj
* Schnee aöraupetn • MeDel K Oewn Vr.@windstille. -CH sei»
TIS '■
Wettervoraussage.
Der Einfluß der nordwestlichen Störung hat auch in unserem Gebiet die kalte Luft verdrängt und einen Temperaturanstieg bis über ten Gefrierpunkt gebracht. Während gestern das Thermometer noch —11 Grad zeigte, weist es heute Temperaturen von plus 1 Grad Celsius _ auf. Der Temperaturumschlag dürste nur vorübergehend sein und die Bewölkung bereits ihrem Ente zugehen, denn kalte Lust drangt aus dem (Horten südwärts vor, Rordteutschland und namentlich das Küstengebiet hatten vor 24 Stunden Temperaturen bis über Rull Grad, dagegen weist das Thermometer heute dort Werte bis zu —6 Grad auf. Die falten Luftmassen führen außerdem zu etwas unbeständigem Wetter und zu gelegentlichem leichten Schneetreiben.
Wettervoraussage für Dienstag: Wechselnde Bewölkung, Temperaturen wieder unter Rull zurückgehend, vereinzelte Schnee- flauer, um Rord drehende Winde.
W i 11 e r u n g s a u s s i ch t e n für Mittwoch : Meist trockenes Wetter bei langsamer Zunahme des Frostes.
Lufttemperaturen am 13. Januar: mittags —3,» Grad Celsius, abends —0,4 Grad Celsius', aw 14. Januar: morgens 0,5 Grad Celsius. Maximum 1,1 Grad Celsius, Minimum —12 Grad Celsius. -- Erdtemperaturen am 13. Januar: abends Grad Celsius: am 14. Januar: morgens —1,7 Gros Celsius.
** Kiev
Taten für Tie
1622: der fnmjöffli ! n Paris geboren; - i Mparzer in Dien
Msche Maler @idd< ! boten; 19:9: der N J Tttlin gestorben.
Mne Aachunter bes
Sei Mchsarbrits mit der vor etoa 3 Rodele M Reichs I die sonst ngelnM » rommtnen Had | Kriegsbeschäl [ bleiben sollten. 1 | bereits unter den
erhebliche Deunr | die Nchuntersuchi j oder Entziehung fc ’ verband der & i Hinterbliebenen i r .Kysshöuser" L ge.ender Leite, do •; Verbot der i
chungen bis a
N * geteiss . des .Sx:.: Ss» &®s s und ihrer
Xfe ytüen»ung« 5' Sri '
Mu
-M Durch die u- tat Mahlungen
um weitere 4 Ae Auswahl der y( Kriegsbeschädigte .MgesMen, für d Ä die Hauptversi iuxgrSbente ist auch k j 1928 vertriebet .MsM; er Vier I!i tcHndsangehorlk die Kriegs- i ini in besondere Slot
Kar
Die Große fellschafthott irriger Pause zi Prinzen fiarneoa Konzert einget von Freundinnen Me den großer „Liebigshöbe". Na Mträgen des gu bewahrten, b-® elfer beqr Aellschost, Ä.S dorren, forberti c Mn Griesgram launigen, humorvo b'- ^men. Dann b'g-r.in bie 'undcm Humor g(
um 6
M
KLA
SÄ
’■ St,


