iren von der
Nachdruck verboten
Ohne Gewähr
12. August 1929
4. Ziehungstag
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Prämien zu ie
Verantwortlich für Lokales: i. 23. Dr. Thyriot.
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139847 153806 173273.
191865 211119 225735
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255765 274301 286778 305012 323192 332613 344936 354052 374151 398749
*• Don der Jndustrie-und Handelskammer Gießen. Oluf Antrag der Jndustrie- und Handelskammer Gießen ist das Geietz. die Industrie- und Handelskammern betreffend, wie folgt geändert worden: Die Zahl der Mitglieder der Industrie- und Handelskammer Gießen wird auf insgesamt 20 (bisher 18) festgesetzt. Die Zahl der Mitglieder des Wahlbezirks Gießen-Stadt wird von 9 auf 10 erhöht. Cs wird cm besonderer Wahlbezirk Schlitz, umfassend den Amts- aerichtsbezirt Schlitz, mit einem Mitglied geoüdet. Die erforderlichen Neuwahlen werden zu Ende des laufenden Iahres vorgenommen werden. (Dgl. die heutige Bekanntmachung.)
"Nehmt keineAchren in denMund! Es ist eine leider we.it verbreitete älnsitte von Erntearbeitern und Spaziergängern, reife -Halme dec Kornähre abzubrcchen und in den Mund zu nehmen. Schwere Krankheit kann mitunter die Folge davon sein: gerade zur Zeit der Ernte beherbergt die Kornähre, besonders in ihren Grannen, einen gefährlichen Pilz, den sogenani^ len Strahlenpilz. Dieser ruft, wenn er durch hohle Zähne oder durch kleinste Einrisse in der Schleimhaut des Mundes in den Körper gelangt, , ........... r—
eine schwere bisweilen, wenn nicht ärztliche Hüfe aber auf ferner alter Forderung, die eine Be- rechtzeitig in Anspruch genommen wird, sogar 1 zahlung von 5 Mk. vorsieht, da auch das Heber-
" Die 1 0 0 0 0 0. Gurke. Auf dem Muster- und Derfuchsgat für Obst-, Gemüse- und Weinbau der Landwirtschaftskammer für Hessen in Groß-Umstadt im Odenwald wurde am 8. August die 100 000. Gurke der Ernteperiode 1929 geerntet. Diese wurde in der Großmarkthalle in Frankfurt a .M. an bevorzugter Stelle zur Ausstellung gebracht. Die Zahl 100 000 bedeutet ohne Zweifel einen sprechenden Beweis für die Leistungsfähigkeit der erst feit zwei Jahren rrn de'_ Hessischen Landwirtschaftskammer errichteten Ge
wachsen. Deshalb beabsichtigt bchörde, eine Erweiterung der Dahn- hofsanlagen durchzuführen: sie benötigt dazu einen Streifen Gemeindelandes. Beide Parteien können sich nun über die Höhe des Preises nicht einigen. Während die Eisenbahnverwaltung anfänglich nur 20 Pf. für das Quadratmeter bot, ist sic jetzt bereit, 1,50 Mk. zu zahlen, nachdem eine Besichtigung durch eine Lokalkommission stattgefunden hatte. Der Gemeinderat verharrt
tödliche Erkrankung hervor. Auch auf ö/m Luftwege. das heißt durch Einatmen des mit dem Strahlenpilz durchsetzten Getreidestaubes kann es i u einer Strahlenpilzerkrankung der ßunge I ommen.
Kranz nieder. Wit Dankesworten leitend eines
Vertreters der Stadt Diepholz schloß die Ge-
Gewinnauszug
5. Klasse 33. Preußisch-Süddeutsche (259. Preuß.) Klasfen-Lotterie
dächtnisfeier.
P: Wölfersheim, 12. August. Die hiesigen Bahnhofsverhältnisse sind schon seit längerer Zeit dem immer stärker werdenden Verkehr nicht oe- die Eisenbahn-
Auf jede gezogene Nummer sind zwei gleich hohe Gewinne gefasten, und zwar je einer aus die Lose gleicher Nummer in den beiden Abteilungen I und II
Landkreis Gienen.
cf Heuchelheim, 12.Aug. Die Regulierung und Befestigung der Ufer des Bieber- b ach es innerhalb unseres Ortes macht weitere Fortschritte. Vor dem Kriege hatte man schon einen Teil, den sogenannten Römerkanal fertiggestellt. Vor zwei Jahren wurde nun mit der Fertigstellung der Brauhausstraße fortgefahren, und augenblicklich hat man damit angefangen, das Stück in der
Berliner Börse.
. rlin, 13. Aug. (WTB. Funkspruch.) Die Mter feste Haltung in Neuyork ließ auch im heu- cn Frühverkehr die Grundstimmung freundlich er- -inen. Die Spekulation blieb aber sehr abwartend i hielt sich vom Geschäft zurück, so daß zuver- "i-|c Kurse bisher noch nicht genannt wurden. Die Wandlungen im Haag scheinen nicht ungünstig zu u, sonstige Anregungen liegen aber nicht vor. ;i Devisenmarkt nannte man London gegen Paris 1 -3 96, London gegen Mailand 92,75, London gegen pcinien 33,03, London gegen Kabel 4,8478, London gen Berlin 20,37. Kabel gegen Berlin 4,2015.
50 C
" Ausgehobene Straßensperrung. Vom Tiesbauamt wird mitgeteilt, daß die wegen Ausbesserungsarbeiten gesperrte Strecke der Marburger Straße zwischen FriedhOssallee und der städtischen Untcrhaltungsgrenze bei der Wirtschaft ..Karlsruhe" ab Donnerstagfrüh wieder dem Verkehr geöffnet ist.
In der Nachmittagsziehung wurden Gewinne über 150 M. gezogen
In der Vormittagsziehung wurden Gewinne über 150 M. gezogen
6 ©etmnne ju 6000 W. 20791 64638 216630
6 Weroinne ,u 3000 M. 44311 188637 275860
10 ®en>inne »u 2000 9ZL 104046 158958 182848 272416 ©etoinnl®« 1000 M. 12104 35765 50409 79100 96968 101031 135456 191482 192222 201436 239469 260675 270686 273476 273515 294378 326874 344281 356477 371184 379026 379374
Briefkasten der Redaktion.
(Rechtsgutachten sind ohne Verbindlichkeit der Schriftleitung.)
Laubach. Die Wettervorhersage für den 12. März d.J. lautete: Neblig, wolkig, auch zeitweise aufheiternd, tagsüber mild, nachts Temperaturen noch in Gefrierpunktsnähe, trocken. Für den 13. Marz: Fortdauer des vielfach nebligen, wolkigen, auch ausheiternden Wetters ohne stärkere Temperaturoeränderungen, trocken.
Im Gewinnrade verblieben: 2 .
600000, 2 Gewinne zu je 500000, 2 zu je 300000, 2 zu je 200000, 2 zu je 100000, 4 zu je 75 000, 6 zu je 50000, 12 zu je 25000, 78 zu je 10000, 144 zu je 5000, 394 zu je 3000, 698 zu je 2000, 1818 zu je 1000, 404$ zu je 500, 10180 zu je 300 M.
399286
188 ©etolnne gii 300 -m. 2322 3855 13850 14534 20384 28764 33371 33551 35227 36998 39436 46613 53165 59690 67912 68200 73606 78847 80841 89897, M 627, 101760 ^02793,109447 1 LI 310
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gräfin, der Stadt Diepholz, eine Abordnung des Heimat- und Geschichtsvereins erschienen, um an der Grust der Verstorbenen einen Kranz des Gedenkens an die Letzte des Stammes der Grafen von Diepholz-Brouchhorst niederzulegen. Dor der Oeffnung der in der St. Markuskirche be- sindlichen Gruft hielt der 1. Geistliche. Pfarrer Schneider, eine kurze Ansprache, in welcher er darauf hinwies, daß diesem Akt der Pietät der Gedanke der Pflege der geschichtlichen Der- gangenheit, der Anhänglichkeit an Althergebrachtem. und der Erinnerung an Persönlichkeiten, die ihrer Heimat ein besonderes Gepräge gegeben hätten, zugrunde liege. Auch bei der Der- storbenen, deren 300. Todestag heute sei, sei dies der Fall gewesen. Als Letzte des Stammes des Grafengeschlechts von Diepholz habe sie hier in Butzbach an der Seite ihres Gemahls ejne Heimat gefunden, und in ihrer 19jährigen Ehe so viel Gutes gewirkt, daß die Erinnerung hieran noch nicht ganz erloschen sei. Nach der Oeffnung der Gruft legte Oberstudiendirektor King- horst aus Diepholz einen aus Zweigen und Blumen des Schloßparks Diepholz hergestellten
Juckmayer schreibt an Anton Behner.
In dem Bericht über die Verleihung des Georg-Büchner-Preises an Carl Zuck- mayer wurde davon Mitteilung gemacht, daß der Dichter den materiellen Bestandteil dieses Preises an einen jungen, der Oeffentlichkeit noch unbekannten oberhessischen Dichter, Anton Betzner, weiter- gegeben hat. Der Brief Zuckmayers an Betzner, der im 34. Lebensjahr steht, ursprünglich Musiker war und jetzt in Rülfenrod (Kreis Alsfeld) wohnt, ist ein Dokument der Kameradschaftlichkeit und gibt auch eine Charakteristik Betzners: •
Sehr geehrter Herr Betzner!
Don Ihren Novellen aufs stärkste gepackt und gebannt, ja hingerissen von der Wahrhaftigkeit Ihrer Anschauung, dem Mut und der Klarheit Ihres Blickes und der echten, ursprünglichen Kraft Ihrer Sprache, ist es mir eine große, herzliche Freude, daß Sie die Geldsumme des mir von der hessischen Regierung verliehenen Georg-Büchner-Preises aus meiner Hand innehmen, und daß ich auf diese Weise meinem Glauben an Ihr ungewöhnlich starkes und reiches Talent Ausdruck geben darf. Ihre Geschichte vorn „Kohlhöfer" und die „Tänze im Dorf" umreißen mit seltener Anschaulichkeit und Eigenart ein Stück sehr deutscher, sehr landverwurzelter Menschenwelt, klar und wahr gesehen und ohne den schalen Glanz einer falschen Jdyllik, Bauerntum, Dorfwesen, wie es leibt und lebt, Organismen, bis in ihre verzweigtesten Gänglein, bis in die geheime Bewegung ihres verborgenen Zellkerns verfolgt. Heißer Blutschlag, tiefes menschliches Begreifen hinter der radikalen Wahrhaftigkeit Ihrer Gestattung.
Auch das, was man Ihren Novellen als Fehler vorwerfen könnte, mangelnde Architektur, mangelnde Konzentration im Aufbau, häufig Zersplitterung und Verwischtheit der wesentlichen Linie, scheint mir ein Beweis des ursprünglichen dichterischen Talents, vielleicht ein typischer Fehler der Frühwerke aller starken Begabungen zu sein: Ueberfülle der Gesichte, verwirrender Reichtum der Palette, Nicht-Sparen-Kön- neu mit der eigenen Kraft. Ich glaube, daß Ihre Stärke in einer neuartigen, ganz persönlichen Erfassung eines typisch deutschen, landschaftlich verwurzelten, erdstarken Lebensausschnittes vorläufig am stärksten zum Ausdruck kommt und bin überzeugt, daß Sie in weiterer Entwicklung die absolute Einfachheit, auch im Stofflichen und in der inneren Linienführung Ihrer Gestaltung, finden werden, die Menschennähe, aber auch geistige Große eines Kunstwerkes kennzeichnet.
Mit der Bitte, mich weiterhin an Ihrem Schassen teilnehmen zu lassen und in der Hoffnung, das; Ihnen bald auch der verdiente äußere Erfolg zuteil wird, begrüße ich Sie freundschaftlich!
Ihr Carl Z n ck m a y e r.
müsetreibanlagen.
•» D. H. C. Eine Begehung seiner neuesten Schöpfung, der gelben Strichmarkierung, unternahm am Sonntag der D. H. C. Gießen. Das schöne Wetter hatte eine stattliche Wanderschar von rund 80 Teilnehmer auf die Deine gebracht, die am frühen Morgen bei hellem Sonnenschein über Krofdorf dem weiten Krofdorfer Forst zu- strebten. Die sonst so hübsche Fernsicht vom Rande des Waldes war leider durch Frühnebel start beeinträchtigt. Nach kurzer Rast ging cS auf wundervollen Waldwegen, über lauschige Schneisen in der Nähe des Fellingshausener Wasserbehälters zum Fuße des Dünsberges, wo man sich für die Besteigung des Berges sammelte. 3n bequemem Aufstieg wurde gegen Mittag der Gipfel des Berges erreicht, wo eine ausgiebige Ruhepause stattfand. Auch hier ver- hinärte starke Nebelbildung den sonst so prächtigen Fernblick vom Turm. Der Abstieg erfolgte in nördlichen Richtung über den Kreuzbuchenplatz, am kleinen Dü ns berg vorbei, durch ein liebliches Seite niälchen hinab in das Dünsbach- tal, das man durchquerte, um auf der anderen Seite im Distrikt Todmal bei einer, am Ende einer Waldwiese reizend gelegenen Jagdhütte mit überraschend schönem Blick auf den Düns- berg zu gelangen. Der Weitermarsch führte durch das reizvolle Dünsbachtal zur Reehmühle, wo man bei frvhem Sang und Klang die Zeit bis zur Heimfahrt verbrachte.
Oberheffen.
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99715 101076 102796 103148 106227 "------ 132393 132449
Aus der Provinzialhauptstadt.
Gießen, den 13. August 1929.
Vereinfachung der Erpreßguiabseitigung.
Vielfachen Wünschen aus Industrie- und Handelskreisen entsprechend, werden von einem noch bekannt zu gebenden Zeitpunkt an bei dem Bahnhof Gießen besonders zum Durchschreiben eingerichtete Expreßgutkarten zugelassen.
Während bei der bisherigen Exprehgutkarte der Stamm neben der Expreßgutkarte angebracht war und die gleichlautenden Einträge in die Exprehgutkarte, den Stamm und die De- klebeanschrist sowie evtl, im Befcheinigungsbuch je für sich gemacht werden mußten, ermöglicht die neue Expretzgutkarte mit mehreren übereinanderliegenden 2ll>schnitten die gleichzeitige Ausfertigung aller Abschnitte im Durchschreibeverfahren. Die r ornDer enter bei der Auslie erung von Expreßgut zu leistende Schreibarbeit wird dadurch ganz erheblich gemindert (bis zu 60 Prozent).
Besonders vorteilhaft für den Versender ist der Umstand, daß die Auflieferungsbescheinigung, die ohne weitere Arbeitsleistung ausgefertigt wird, weit mehr Angaben enthält, als das bisherige Befcheinigungsbuch (unter anderem das wirkliche Gewicht, die Stück- und Duchungsnummer, Verpackung, Inhalt und Auflieferungszeit). Die Auflieferungsbescheinigung läßt sich karteimäßig behandeln und kann vom Versender mit der Warenbestellung und der Abschrift der Rechnung vereinigt werden. Dadurch werden weitere Vereinfachungen im Betriebe der Versender ermöglicht. „ ..
Entsprechend den verschiedenartigen Bedur,- nissen der Verfandsirmen werden die Expreß- gutlarten in verschiedenen Zusammenstellungen geliefert, z. B.: zweiteilige Expreßgutkarten mit Expreßgutkarte und Stamm, dreiteilige Expreh- gutlarten mit Exprehgutkarte, Auflieferungsbescheinigung und Stamm, dreiteilige Exprehgut- tarten mit Exprehgutkarte, Stamm und Beklebezettel (Stückanschrift), vierteilige Expreßgutkarten mit Exprehgutkarte. Auflieferungsbe- scheinigung, Stamm und Deklebezettel (Stückanschrift).
Versender, die vorläufig von der vorteilhaften neuen Exprehgutkarte keinen Gebrauch machen wollen, können bis auf weiteres die bisherige Exprehgutkarte weiter verwenden.
Daten für Mittwoch, 14. August
Sonnenaufgang 4.43 Uhr, Sonnenuntergang 19.25 Uhr. — Mondaufgang 16.01 Uhr, Mondüntergang 23.18 Uhr.
"st?©etoinne 8u 500 OT. 10468 1 3908 18969 21140 66713 68137 64744 67784 73496 110986 12o994 ---... ---~ ‘A''4AR 4 rxoArxn nnnRQ-7 205628
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Tanbtoerf der Provinz Oberhessen für angrenzendes Gelände freiwillig denselben Preis gezahlt hat. Wie man hört, hat die Elfenbahnbehörde den Antrag auf Einleitung des Ent- eignungsverfährens gestellt. Auch mit der hiesigen Bergwerksdirektion konnte wegen der Anlage einer Kanalisation, die durch Gemeindeeigentum führt, keine Einigung erzielt werden. Die Entwässerungsanlage war notwendig geworden durch die Erbauung von neuen Arbeiterwohnhäusern. Da man sich über die Höhe der einmaligen Abfindung zugunsten der Ge- meindekafse nicht einigen konnte, ist nun ein Der- waltungsstreitverfahren eingeleitet worden.
Kreis Schotten.
s Schotten, 12. Aug. Am gestrigen Sonn- tagnachmittag trat die historische Marktwache unter das Gewehr, um in althergebrachter Sitte den bekannten Sommer markt mit einem Umzug zu eröffnen. Die ehrwürdige Stadtfahne wurde, begleitet von dem Trommler» und Psei- ferkvrps. der Musikkapelle und Ehrenjungfrauen, durch die Strahen der Stadt getragen, die Marki- wache in ihrer schmucken Uniform gab das Geleit. Vor dem Rathaus eröffnete der Bürgermeister den Markt. Heute, am ersten Markttag, waren etwa 150 Pferde und 50 Fohlen, 610 Stück Rindvieh und 100 Stück Jungvieh aufgetrieben. Der Handel war im allgemeinen gut. Eine große Zahl Marktbesucher hatte sich eingefunden, ein Beweis dafür, daß der Sommermarkt feine alte Anziehungskraft noch besitzt, wenn er auch naturgemäß durch die Zeitverhältnisse und die Markt- konzentratton in den großen Städten gegen frühere Zeiten sehr gelitten hat. Am Dienstag ist Schweine-, am Mittwoch Krämermarkt.
Starkenburg.
MSN. Darmstadt, 13. Aug. Heute begeht Geheimerat Weicker seinen 7 0. Geburtstag, an dem weite Kreise der Bevölkerung lebhaften Anteil nehmen. Geheimerat Weicker wurde am 13. August 1859 in Darmstadt geboren und trat nach Absolvierung der Schule und der Universität in die Dienste des hessischen Staats, wo er der Finanzverwaltuntz zugeteilt wurde. Hier zeichnete er sich durch unermüdlichen Arbeitseifer und Umsicht aus. Im Jahre 1897 kam er nach Frankfurt a. M., um von da in die Eisenbahn- direktion Mainz überzugehen. Mehrere Jahre lang war er dort als Oberregierungsrat tätig. Infolge feiner ausgezeichneten Befähigung wurde man auf ihn aufmerksam und schickte ihn auf den schwierigen Posten eines hessischen Vertreters im preußischen Ministeriums der öffentlichen Arbeiten, den der nunmehr Siebzigjährige seit dem Jahre 1903 innehatte. Im Jahre 1921 wurde er pensioniert und nahm seinen Wohnsitz in seiner Vaterstadt.
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8 Gewinn« 8u 3000 M. 120344 239566 289603 314168®«tolnne iu 2000 9B. 156978 171014 351530
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Aus aller Welt.
Die Europa-Rundflieger in Amsterdam.
3n Amsterdam trafen am Montag folgende Teilnehmer am Europarundflug ein: Kirsch um 13 57 Uhr. Droad 14.31 Uhr. und Miß Spooner um 14.34 Uhr. Kleps (Tschechoslowakei) um 15.39 Uhr, Earberry (Kanada) um 17 Uhr, Delmotte (Frankreich) um 17.39 Uhr.
Italienischer Flottenbesuch in kiel.
In Kiel lief am Dienstag vormittag 9 Uhr eine unter Befehl des Admirals Rota stehende italienische S ch u l f ch i s f d i v i s i o n bestehend aus den Panzerkreuzern „Pisa und ..Francesco Ferruccio". von Danzig kommend zu mehrtägigem Aufenthalt in den Hafen ein. Beim kassieren von Friedrichsort feuerte das Flaggschiff ..Pisa" 21 Schuß Landessalut, der von der Salutbatterie Friedrichsort erwidert wurde.
Ein ungarisches Dorf niedergebrannt.
Ja einer ungarischen Gemeinde brach im Hause eines Landwirts Feuer aus, das sich rasch ausbreitete, so daß bald ein beträchtlicher Teil der Gemeinde in Flammen stand. Erst gegen Mitternacht gelang es, das Feuer auf seinen Herd zu beschränken. Elf 'Wohnhäuser mit 29 Scheunen und der | darin befindlichen Ernte wurden vernichtet. Der Schaden wird auf 100 000 Pengö geschätzt. Das Feuer dürfte von Kindern, diemitStreich- hölzern spielten, verursacht worden sein.
Ein vierfacher Raubmörder.
Dem vor einiger Zeit von der Berliner Polizei verhafteten vielfachen Einbrecher und Raubmörder Rudolf Weiß, der sich auch Karl Marks nannte, wird nun ein vierter Raubmord, begangen andern Pfarrer Schöne im R i e s e n g e b i r g e, zur Last gelegt. Drei andere Raubmorde soll Weiß i n Oberschlesien an einem Ehepaar und einem Gutsbesitzer begangen haben. Weiß gibt wohl die Raubüberfälle in verschiedenen Städten Deutschlands und des Auslandes zu, bestreitet aber die Mordtaten.
Riesiger Waldbrand in Amerika.
Ein Waldgebiet von 32 000 Hektar, das sich durch die vier Staaten Montana, Ida ho, Oregon und Washingtvn und sogar b i s nach Kanada hinein erstreckt, steht in Flammen. 4000 Mann sind bemüht, Den Brand, der mehrere Städte bedroht, einzudämmen. Infolge der sich häufenden Waldbrände wird das Ackerbauamt in Washington im Bundeskongreh eine Gesetzesvorlage einbringen, die das Wegwerfen brennender Zigaretten oder Zigarren verbietet.
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1837: der Dichter Johannes Trojan in Danzig ge- n„^rgasse, welches zwischen Backhaus und Ernstboren (gestorben 1915); — 1840: ber Psychiater Rich. ftrQc„ti ' t neu herzustellen, die beiden Ufer wer- Freiherr von Krafft-Ebing in Dtanrihemi geboren ^n iM Betonmauern befestigt und die Straßen (gestorben 1902); — 1841: der Ph'losoph Johann beiberc>it5 neu hergerichtet und zum Teil verbrei- Friedrich Herbart in Göttinnen gestorben (geboren krt ^ine neuc Brücke wird etwas oberhalb der 1776). jetzigen Schleusenbrücke neu angelegt, und die
icftcitcr Woküenmcivktviene Schleusen selbst werden durch eine neuzeitlichere ' , I Stauvorrichtung ersetzt. Die Betonarbeiten fuhrt
Es kosteten auf bem heutigen Wochenmarkt: Baugeschäft W Rinn 8. aus. während die
Butter 200 Pfennig, Matte 30 bis 25, Käse m-^sterarbeiten an den Pflastermeister L. Sack (10 Stück) 60 bis ^40^ Wirsing 20 bis 25 Weiß- *b<m finb $ic(e hiesige Arbeitslose finden bei kraut 20 bis 25, Rottraut 25 bis 30, gelbe - Arbeiten für einige Zeit Beschäftigung. Rüben 15 bis 20, rote Rüben 15 bis 20, Spinat fflrnft«n.2inben 12 Aua Die anhal- UELMMMMMM s-EE i «KrLMsSL
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pro Pfund; Tauben 70 bid 90 @ier 14, Blumen- hat sich die Gemeindevertretung ent-
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Bornotizen. zwischen Pumpwerk und Wasserhaus (Hochbe-
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sÄofÄ duntte? h,5)i; Frag- w°h- a'Äa.d aahortr-,°n müssen.
Todeskurve". Kreis Friedberg.
— Stadttheater Gi eßen. Man schreibt Butzbach, 12. Qlug. Am vergangenen
uns: Die heutige Erstaufführung der Komödie mre^QQ ?anö in der hiesigen St. Markuskirche „D 6 s i r €" von Sacha Guitry (Spielleitung Hans e-ne Gedächtnisfeier besonderer Art statt. Tannert) beginnt um 20 Uhr. Anläßlich des 3 0 0. Todestages der ehem.
* Landgräfin Anna Margareta, der
ar * tn n 'vn 1 fAnoih 1 Frankfurt ersten Gemahlin des Landgrafen Philipp von
am Mn
Mark in den Verkehr gebracht worden. Das Papier der Falschnoten ist weicher als das der echten Noten. Die Pflanzenfasern sind durch einige rostbraune Striche vorgetäuscht. Das Wasserzeichen ist durch einen Fettdruck nachgeahmt. Awch falsche Metall-Geldstücke zu 50 Pfennig, | 1. 2, 3 und 5 Mark find dort im -Umlauf.
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