Ausgabe 
13.5.1929
 
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Danksagung.

Für die vielen Beweise herzlicher Teilnahme sowie für die trostreichen Worte des Herrn Pfarrers bei dem Heimgange unserer lieben Entschlafenen herz­lichen Dank.

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Für die überaus zahlreichen Beweise herzlicher Teilnahme beim Heimgang unserer lieben Ent­schlafenen sagen wir im Namen aller Hinter­bliebenen herzlichen Dank.

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Gießen (Asterweg 53). den 13. Mai 1929.

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Landkreis Gießen.

L 22 ieseck, 12. Mai. Der Gemeinderat befaßte sich in seiner letzten öffentlichen Sitzung mit der endgültigen Veranlagung der Ge - werbe st euer für 1928. Diese endgültige Ver­anlagung wurde notwendig durch die neue Fest­setzung der Gesamtsteuersumme des Anlage- und Betriebskapitals, welche von 280 000 Mk. auf 350 000 Mk. erhöht wurde, während die Gesamt- veronlagungssumme aus Gewerbeertrag von 360 000 auf 180 500 Mk. ermäßigt wurde. Die Verwaltung schlug vor, den Steuersatz von 92 Pf. für 100 Mk. Steuerwert vom Anlage- und Be­triebskapital zu belassen, dagegen den Steuersatz vom Gewerbeertrag von 1,54 Mk. auf 2,70 Mk. für 100 Mk. Gewerbeertrag festzusehen. Dem stimmte der Gemeinderat einstimmig zu, da ja die Aus­wirkung der Steuer, Gesamteinnahme an Ge­werbesteuern für 1928 : 8000 Mk., nicht verändert wird und die neue Regelung nur aus steuertech­nischen Gründen geschieht. Um die Bautätigkeit weiter zu beleben, wurde beschlossen, die Aeubauten 1929 für fünf Jahre steuerlich zu begünstigen. Eine Anfrage von Hildebrand wegen der Beschaffung von billi­gem Baukapital für die Baulustigen, die sich in großer Zahl gemeldet hatten, wurde dahingehend beantwortet, daß wohl im Herbst mit einer größeren Zuweisung von Baukapital gerechnet wurde, dies aber nicht zur Durchführung kam, da auch der Kreis Gießen weniger Baukapital zur Verfügung gestellt bekam, als 1928, und des- halb die Zuwendung an die Gemeinde Wieseck geringer wurde als im vergangenen Jahre. Ins­gesamt können 1929 nur neun Daulustige mit einer Zuwendung von verbilligtem Baugeld rech­nen. Als Vertreter zur Dezirkssparkasse wurde für den ausgeschiedenen Vertreter Dr. Rein Gemeindetat Bremer gewählt. Zu Feldgeschwo­renen wählte der Gemeinderat die Gemeindever­treter Werner und Rodenhausen. Für die Festsetzung der Baufluchtlinie in der Gießener Strahe, Gemarkungsgrenze, liegt ein Plan der Stadt Gießen vor, in dem- ein freier Platz vor­gesehen ist. Das hessische Hochbauamt empfahl diesen Plan der Gemeinde Wieseck zur Annahme und der Gcmeinderat beschloß edmgemäß. Die Regulierung der Wieseck ist von Gießen bis zum Morgenweg durchgeführt, und es lag nun dem Gemeinderat ein Voranschlag von 20 500 Mk. vor, für die Teilstrecke vom Morgenweg bis zur I Struppmühle. Da der Gemeinderat einstimmig *

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im Alter von 45 Jahren.

Im Namen der trauernden Hinterbliebenen:

Frau Philipp Rinn XII. Wwe.

Heuchelheim, den 13. Mai 1929.

Die Beerdigung findet Dienstag, den 14 Mai, nach- mittags 21/, Uhr, von Brauhausstraße 56 aus statt.

ber Meinung ist, daß di« Roftvendigkeit zu? Durchführung dieses Planes noch nicht vorliegt und die Gemeinde auch hierzu finanziell nicht in der Lage ist, wurde auf Antrag beschlossen, diesen Punkt der Tagesordnung zurückzustellen. Sollte sich später die Rotwendigkeit erweisen, so könnten die Arbeiten vielleicht durch Inanspruchnahme der produktiven Erwcrbslosenfürsorge ausgeführt werden. Im Anschluß an die öffentliche Sitzung^ fand eine nichtöffentliche Sitzung statt, in der über den Ankauf einer Hofreite sowie den Ankauf von Gelände für den Bau eines Trans­formatorenhauses und des Backhauses beschlossen werden sollte. Ferner stand die Polizeiöicnerfrage noch auf der Tagesordnung, da der jetzige Poli­zeidiener Weller infolge Erreichens der Alters­grenze abgebaut werden muh.

-3- Großen-Linden, 12. Mai. Wegen der unfreundlichen Witterung fand das im Wäldchen bei der Luhmühle in unserer Gemarkung vorge­sehene christliche W a l d f e st in der nahe­gelegenen Kirche zu Lützellinden statt und war aus der Ilmgegend recht gut besucht. Als Fest­redner sprachen Rektor Müller (Wehlar-Rie- dergirmes) und Pfarrer Koch (Lützellinden), die in ihren tiefgründigen Ansprachen im besonderen auf die Bedeutung der Himmelfahrt Christi für die ganze Christenheit hinwiesen. Durch Gesangs­vorträge der Gemischten Chöre Großen-Linden und Lützellinden wurde das Fest wirkungsvoll verschönt, auch hatten sich die Posaunenchöre Großen-Linden und Lützellinden unter Leitung des Dirigenten Altenheimer (Lützellinden) durch Begleitung der gemeinsamen Lieder in den Dienst der guten Sache gestellt. Die Kollekte wurde für die Innere Mission bestimmt.

+ Grünberg, 12. Mai. Am Himmelfahrt- tage fand hier ein größeres Stelldichein der benachbarten R e i t e r v e r e i n e statt. Vertreten waren die Reitervereine Marburg, Lich, Großen- Buseck, Rabenau, Rieder-Gemünden, Büßfeld u. a. Bach Eintreffen sämtlicher Abteilungen bewegte sich um die Mittagszeit ein Reiterzug von über 100 Mann unter Vorantritt der hiesigen Feuer­wehrkapelle durch unsere Stadt. Auf derLehm- kaute", dem städtischen Platze für die Viehmärkte, der die nötigen Einrichtungen für die Aufstel­lung der Pferde bot, fand dann ein Biwak statt. Wenn es auch nicht ganz so zuging wie zu den Zeiten der früheren Manöverbiwaks, so hatte die Veranstaltung doch viele Zuschauer angelockt. An­sprachen hielten der Vorsitzende des Grünberger Reitervereins, Postinspektor Carle, und der Vorsitzende des Reitervereins Rabenau. Ritt­

Bnefkasten der Redaktion.

(Rechtsgutachten sind ohne Verbindlichkeit der Schriftlcitung.)

6. m. in Beuern. Der Gemeinde kann es nicht zu- gemutet werden, bei Glatteis sämtliche Ortsstrahen zu streuen. War aber ein Hndrant ausgelaufen und hierdurch an einer Stelle in besonderem Grade Glatt- eis entstanden, so läßt sich ein Verschulden der Ge­meinde wohl konstruieren, wenn an dieser Stelle nicht oder nicht genügend für die Verhinderung von Unfällen durch Streuen gesorgt war. Wenden Sie ßch noch mals an die in der Haftpflichtversicherung befindliche Gemeinde oder lassen sie diese durch einen Rechtsanwalt zur Zahlung auffordern.

meister a.D. Freiherr Roebek 65n Dlerr- bürg, Londorf. Die Veranstaltung litt unter der kühlen Witterung, die ein längeres Verweilen der Leiter mit den Pferden im Freien nicht zulieh, dies und der weite Rückweg nötigten die ein­zelnen Abteilungen zum zeitigen Aufbruch.

ton. Weickartshain, 12. Mai. Die Ge­werkschaftLouise" hat ihren Berg- werksbetrieb in Stockhausen, der vor etwa 7 Monaten stillgelegt wurde, jetzt wieder er­öffnet. Von dem Waschgebäude und der Eisen- kaute aus ist eine neue Drahtseilbahn nach dem wieder in Gang gesetzten Betrieb, wo hochpro­zentige Erze gefördert werden, gelegt worden. Durch die Wiedereröffnung des Betriebes haben zahlreiche Arbeiter lohnenden Verdienst erhal­ten. Die geförderten Erze werden nach dem Siegerland verfrachtet.

D Lich, 10. Mai. Einem jahrzehntelang be­stehenden schönen Brauche folgend unternahm der unter der Leitung des Lehrers KarlStein stehende GesangvereinR o th scher Männerchor" dahier am Himmelfahrtstage eine Frühwanderung durch die Stadt und trug dabei eine Anzahl außerordentlich stimmungsvol­ler Chöre an den verschiedensten Punkten vor, die bei der Bevölkerung nachhaltigsten Eindruck hinterlassen haben. Der letzte noch unter den Lebenden weilende Dereinsbegründer, Dr. med. Schaad, wurde an diesem Maienmorgen durch ein Ständchen besonders geehrt.

* Hungen, 12. Mai. In der Rächt zum Himmelfahrtstage drangen Diebe in die G ü - teraufbewahrungshalle des hiesigen Bahnhofs ein. Sie erbrachen eine Kiste mit Schinken und nahmen den ganzen Schinken- Vorrat mit sich. Außerdem entwendeten sie aus einer Kiste mit Butter ein größeres Quan­tum, während sie eine Alkoholsendung un- E> e rührt ließen. Von den Einbrechern fehlt bis jetzt noch jede Spur.

Kreis Büdingen.

MSN. Büdingen, 11. Mai. Äm benachbarten Düdelsheim sind durch ein Großfeuer zwei Scheunen der Anwesen Gröninger und Nanz vollständig zerstört worden. Die Feuerwehr konnte nur die angrenzenden Wohngebäude schützen.

§ Ridda, 12. Mai. An Himmelfahrt fand, von recht kühlem Wetter etwas beeinträchtigt, bei gutem Besuch das Dekanatsfest für Innere Mission hier auf dem Glaubzahl statt. Es sprachen Baurat Kessel. Schotten, überDen Quell aller Siebe", nach ihm Major a. D. von Wedekind, Friedrichsdorf, über

QifeH alter Ärafl". Dlr^tor Psttrn Schneider von der Epileptischen Anstalt in Riederramstadt schilderte, wie in der praktischen Arbeit an Epileptischen und Krüppeln immer wieder der Tatbeweis christlicher Liebe erbracht wird. Zum Schluß erstattete Pfarrer Korn- mann, Rodheim, als Dekanatsvertrauensmann der Inneren Mission, den Jahresbericht, der zeigte, daß die Qpfergaben für Zwecke der Inne­ren Mission teilweise gegen die Vorjahre sich gleichblieben, teilweise aber auch stark zurück­gegangen sind. Gebete und Lieder, letztere vom Posaunenchor Ruppertsburg schön begleitet, um­rahmten das ganze Fest. Die Festkollekte ergab einen ansehnlichen Betrag.

Kreis Schotten.

8 ä.1 l rich st e i n , 12 Mai. Dieser Tage feierten 6ur bie Eheleute Konrad Io st II. und Ka- tharina, geb. Kraft, daS Fest deß goldenen Hochzeit. Der Iubilar bekleidete lange Iahre hindurch das Amt des Gefängniswachtmeisters nnd Substituts am hiesigen Amtsgericht, während feine Frau vierundzwanzig Iahre lang als Heb- amme tätig war. Beide erfreuen sich allgemeiner Achtung und Beliebtheit, und so war die Teil« na.9iy,c,an ihrem Ehrentag allgemein. Der Qrts- geistliche segnete nach einer kurzen Feier des Iubelpaar nochmals ein und überreichte namens bed Landeskirchenamtes eine llrfunbe und ein Gesangbuch nebst einem Glückwunschschreiben. Sei- fen8 des Kirchenvorstandes, dem der Iubilar lange angehört hatte und der bei der Feier voll­zählig zugegen war, wurde ein Andachtsbuch über- reicht. Am Samstag, 11. d. M.. feierte Alt- burgermeifter Heinrich Rühl in beneidenswerter Rüstigkeit seinen 7 7. Geburtstag. Möge ihm noch ein langer, friedlicher Lebensabend beschie­ßen sein!

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