Ausgabe 
13.3.1929
 
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Strafkammer Gießen

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beitender Mann wurde so schwer gequetscht, daß er verstarb.

gegen Husten,Heiserkeit Verschleimung

Verstopfung ist eine Qual und schädigt den OrgamömuS. Nehmen Sie abeuds 2 Herber-Kerne die auch bet längerem Gebrauch ihre Wirkung nicht verlteren. Herber-Kerne et halten Ste schon in Mengen von 30 g in den Apotheken.

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0 Gießen. 12. Marz. Im Sommer lernte Frau St. von hier bei dem Fachlehrer QL das Autofahren. Am 27. August 1926 fuhren beide durch die Wilhelmstrahe. Als aus der in diese einmundenden Rodhohl ein Radfahrer in unvorschriftsmähiger Weise einbog, fuhr Frau St. etwas nach der linken Straßenseite zu. Sie wollte so den noch zu erwartenden weiteren Radfahrern Platz machen, stieß aber dadurch mit einem zweiten, vorschriftsmäßig einbiegenden Radfahrer zusammen. Run lieh sie das Steuer los und A. ergriff es. Dos Auto fuhr auf das Trottoir und ein dort an einem Geländer ar-

Die heitere Stimmung, die das herrliche Wetter bei der Wanderschar ausgelöst hatte, hielt auch während der Schiuhrast bei Ansprachen, Sang Klang bis zur Heimfahrt an.

litt *

Sin Hessengrutz auS Ostpreußen. AuS Königsberg L Pr. übermittelten und die im .Hessenabend" in Königsberg i. Pr. zusammen- gcschlossenen Hessen eine Postkarte, auf der sie aus Anlah ihres heimatlichen Trachtenfestes allen hessischen Landsleuten landsmannscha t.iche Grütze aussprechen. Die Postkarte weist eine grotze An« zahl von Unterschriften, zum Teil mit Angabe des hessischen Heimatortes, auf. Indem wir diese Grütze an unsere Leser weitergeben, versichern wir zugleich die hessische Landsmannschaft im deutschen Osten des herzlichen und treuen Ge­denkens der Oberhessen.

* Eine Geburtstagsfeier in der Kleinkinderbewahranstalt. Die Kinder, die in der Kleinkinderbewahranstalt verwahrt werden, hatten Montag einen guten Tag. Bankier MorihHerz, der stets mit der Anstalt freund­nachbarliche Beziehungen unterhalten hat, hatte auS Anlah seines 50. Geburtstages den Kindern Schokolade. Brötchen und Brezeln gespendet. Es war eine fröhliche Tafelrunde, als die Kinder ungefähr 100 an der Zahl an den kleinen Tischen sahen und sich an den Gaben ihres Wohl­täters freuten. Die, denen die Schwestern zuerst eingegossen hatten, waren mit ihrer Tasse schon fertig, als die übrigen an die Reihe kamen. Ueberall sah man zufriedene Mienen und braun gefärbte Mundwinkel. Rach dem festlichen Mahle riefen die kleinen ZweijährigenAdda", sie woll­ten hinaus in den Hof, um in der Frühlingssonne zu spielen. Als am Abend die Mütter ihre Kin- oer abholten, wurden die Brezeln auSgeteilt und mit nach Hause genommen.

RDB. Besuch der Schlachtfelder in Frankreich. In diesem Jahre veranstaltet dos Mitteleuropäische Reiscbureau (MER) zum ersten Male auch G.uppenreisen nach den Schlacht­feldern von D e r d u n und Arras. Diese Rei­sen, von denen die erste am 2. Mai vorgesehen ist, dauern 4 Tage und beginnen in Köln bzw. Frankfurt a. M. Für die Reisen wird ein Pau­schalpreis erhoben (ab 106 Mk.), der die Eisen­bahnfahrt, Unterkunft, volle Verpflegung. Auto­fahrten und Kosten für den Führer, sowie Steuern und Trinkgelder einschlieht. Auch die Gruvpen- reisen zu den deutschen KriegSgräbern in Frankreich und Belgien werden ab 25. April wieder ausgenommen. Das MER hat eine größere Zahl solcher Reisen vorgesehen, die nach den Friedhöfen um St. Quentin, Lille, Roulers, Arras. Laon, Verdun, Reim« und Vpern führen. Außerdem können zu jeder Zeit Einzelreifen für einen Pauschalprets von jedem Orte Deutschlands auS nach den Kriegsgräbern in Frankreich und Belgien durchgeführt werden.

V. H. E. Gietzen. Ein prächtiger Vor­frühlingstag vereinigte am Sonntag über siebzig V. H. E.-Schwestern und -Brüder des D. H. C. Gießen zu einer fröhlichen Wanderfahrt. Die ursprünglich geplante Wanderung: Marburg- Homberg mutzte umständehalber geändert werden, und so hatte man die nähere Umgebung Dietzens als Ziel erkoren. Auf tadelloser Stratze ging es zunächst zur Frühstücksrast auf die Ganseburg. Leider war die Fernsicht starkbenebelt", so dah der sonst so schöne Blick vom Wasserbehälter über das Lahntal nach den Burgen nicht frei war, ebenso waren die sonst sichtbaren Höhen des Vogelsberges nicht erkennbar. Dagegen meinte es die liebe Sonne an diesem Tage recht gut, als wollte sie nach der langen Winter­haft manches Versäumte nachholen; und gar manchem beleibten Herrn soch man sich den Schweiß von der mehr oder weniger hohen Stirne abpuhen. Der Weitermarsch führte an Reis­kirchen und dem idyllisch gelegenen Winnerod vorüber zu ausgiebiger Ruhe nach Bersrod. An rauschende Bachlein entlang, die durch die rapide Schneeschmelze über ihre Ufer traten und in ihrem Uebermut die Landstrahe an manchen Stellen, die man durchwaten mutzte, über­schwemmten, ging es hierauf unter frohem Sang an Beuern vorbei zum Endziel Grotzen-Duseck.

e&mnt&faftädmadito.

DaS Gericht sprach Stau 6t. frei An sich hätte sie vor der Rodhohl halten müssen, als zu erwarten war, datz dem ersten Radfahrer noch weitere folgen würden. Da aber ihre An­gabe, A. habe ihr gesagt, zweiter fahren", nicht zu widerlegen sei, treffe sie kein Verschulden, da sie als Fahrschülerin ihrem Fahrlehrer fol­gen zu müssen hätte annehmen dürfen. 3m übri­gen habe sie dann daS Steuer losgelassen und A. eS ergriffen und damit sei der Zusammen­hang zwischen ihrem Tun und dem Tod des fraglichen ManneS unterbrochen. A wurde an

Schiffbruch des LloyddampferS Gießen".

Ein DTD.-Funkspruch aus Schanghai meldet: Der nach Schanghai, hankau, Tsingsu und japani­schen Häsen bestimmte 7000 Tonnen Frachl- dampfetGiehen" de» Norddeutschen Lloyd ist 25 Seemeilen südlich de» Iairrvay- Lenchlschifses vor der Janglsemündung in der Rühe der Saddleinseln bei dem Aelseneiland Button Rock gestrandet. Der britische Dampferkhyber" hal den grötzlen Teil der Besatzung und die drei an Bord befindlichen Passagiere geborgen, er wird mit ihnen voraussichtlich heule abend in Schanghai ein- treffen. Der Rest der Besatzung hat sich aus Button Rock geflüchtet. Da» Schiff ist auselnanbec- gebrochen und dürfte vollständig Ver­loren sein.

Der DampferGießen" ist am 4 De­zember 1907 vom Stapel gelaufen. Don der Taufe dieses Schiffes auf den RainenGießen" hat unsere Stadt erst nach dem Stapellaus Kennt­nis erhalten, so datz bei der Feier deS Stapel- laufes keine Gießener Vertretung zugegen war. Ein Bild des SchiffeS ist ebenfalls später vom Rorddeutschen Lloyd der Stadtverwaltung zu- gestellt worden. 3m Weltkriege war der Dampfer Gießen" als Hilfskreuzer im Dienste der Marine. Für die damalige Besatzung des Schiffes stiftete unsere Stadt Im März 1918 den Betrag von 1000 Mark.

Hang zwi' sramichen --------- --------------- .

Stelle 1 Monat Gefängnis zu 300 W k. Geld

Oer neue Wetzlarer Landrat.

WSR. Wetzlar, 12. März. Der zum kom­missarischen Landrat des Kreise« Wetzlar ernannte Dezirkssekretär Konrad Miß (Köln) weilte am Sonntag zu einem in­formatorischen Besuch in Wetzlar. Wie der »Wetz­larer Anzeiger" erfährt, ist Mitz, der jetzt im 48. Lebensjahre steht, al« Waisenkind ausgewach­sen; seine Ettern stammen auS dem Kreise Bie­denkopf und verzogen nach München-Gladbach, wo Miß geboren wurde. Er lernte in einem deinen Dorfe an der holländischen Grenze das Müllerhandwerk und ging dann zur See. Er. war bei der Handels- und der Kriegsmarine und hat mehrere größere Auslandreifen unternommen. 1905 trat Mitz in das gewerkschaftliche Leben ein und wurde Angestellter des Deutschen See­mannsverbandes tn Stettin und Flensburg. 1910 trat et in das organisatorische Gefüge der rhei­nischen Sozialdemokratie ein und wurde später Bezirlssekretär der Gruppe Oberrhein der So­zialdemokratischen Partei, Sitz Köln. Miß ist Kriegsteilnehmer und war schwer verwundet in russische Gefangenschaft geraten. 3m Ruhrkamps wirkte er führend in den zur Organisation des passiven Widerstande« gebildeten Ausschüssen, wodurch er sich einen Ausweisungsbefehl der Franzosen zuzog. den die Engländer indessen nicht vollstreckten.

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Aus Oer Provinzialbauptstadt.

Gießen, den 13. März 1929.

Oie letzten Schultage.

Zu zählen sind sie. Was man acht ober neun Jahre hindurch ersehnt, herbeigewünscht: jetzt steht eS zum Greifen nahe bevor. Die Schule entläßt ihren letzten Jahrgang, die Volksschule Dreizehn- oder Vierzehnjährige, die höhere Schule Achtzehn-, Reunzehn- oder Zwanzigjährige.

Auf tut sich da« Leben. Die Brust von tau­send Hoffnungen geschwelll. das Herz von vielen Wünschen erfüllt, verlangend, erwartend; so greift die Jugend danach.

Lebt wohl. Schule, Lehrer, Zwang und Dor- schrisil Freiheit soll auf dem Meilenstein des Lebensweges stehen; so wünschen es der Junge, das Mädchen, die jeden Morgen jetzt, wenn sie zur Schule gehen, sprechen:Rur noch . . . Tage!"

Die Lehrer beschwichtigen, mahnen, toamen. Sie sprechen von dem Leben al« einem viel stren­geren Zuchtmeister, als es diese Schule sei. Seine Lehren seien bittere, Schaden mache in ihm klug, die guten Zensuren erteile es spärlicher, als der strengste Lehrer; es strafe ost, ohne den Grund erkennen zu lassen.

Die Jugend hört es sich an. Einige bewahren es in ihrem Herzen, und denken: vielleicht hat der Lehrer doch recht. Die anderen aber wollen eS nicht hören. 3hnen malt sich das Leben vor ihren Augen in rosigsten Farben; närrisches Zeug dünkt ihnen des Lehrers Wort . . -

So treten sie ein paar Tage später In die Welt, in 'Seruf und Werktag. Unb erfahren, der eine früh, bet anbete spat: Der Lehrer hatte doch recht, das Leben ist ein gestrenger Zuchtmeister.

Gaswettkamps am Kochherd.

Rachdem man in Deutschland und auch in zahlreichen anderen Ländern schon seit einigen 3ohren Schönheitsköniginnen erkoren hat, soll jetzt im deutschen Vater lande eine neue Königin ausgeknobelt werden: nämlich die Kochköni- gin, die Herrscherin mit Kochtopf und Kochlöffel. Diese Klniginnenwahl geht im Be­reiche des Gases vor sich. 3n allen Teilen Deutschlands veranstalten nämlich die Gaswerke örtliche Wettkochen, deren Siegerinnen dann in Bezirken das Wettrennen am Kochtopf machen sollen, um schließlich als Ringen der besten Meisterinnen am Kochtopf ein Reichswett­kochen durchzufühten, dessen erste Siegerin zur Kochkönigin ausgerufen werden soll.

3n unserer 6;abt nahm der örtliche Koch - Wettkampf am Gasherd, der vorn städti­schen Gaswerk unter Mitwirkung der Gießener Frauenveteine veranstaltet wird, gestern nach­mittag seinen Anfang. Schauplatz: Saal des (fcafe Leib. 3n der Mitte des Saales die Kampf - arena in Gestalt eines großen, hufeisenförmigen Tischaufbaues, auf dem zwölf Gasherde mit zwölf Gasmessern aufgestellt sind. 3n der Witte eine langgestreckte Tafel, auf der sich das Kochmaterial in recht appetitlicher Weise Prä­sentiert. An einem Quertisch das hohe Preis­gericht. das sich nach beendigtem Welllauf am Kochtopf dem lukullischen Wahle widmen darf. Rundherum im Saale und auf der Galerie eine ganz auße rgew öhnlich große Zu­schauerschaft, gedrängt Kopf an Kopf, unter der natürlich die Damen das weitaus stärkste Kontingent stellen, dazwischen auch eine Anzahl Herren bet Schöpfung". die sich wenigsten« den Duft vom Kochherd in die Rasen steigen lassen wollen. Ferner zur Unterhaltung Musik, sogar auch eine Sängerin, die zwei Gaslieber zum Vortrag bringt, und rundherum vielfältige Hin­weise auf bie Vorteile des Gasverbrauches in Küche und Haus. Da« ist bet Schauplatz dieses Gaskriege« von heute.

Kurz nach 4 Ahr marschieren die Wettstrelle­rinnen mit dem Kochlöffel in der Hand in die K a m p f a r e n a ein. Sebe nimmt an ihrem Gasherd Aufstellung. Dann eine kurze Mittei­lung über die Bedingungen des friedlichen Kamp­fes, und endlich kommt das Kommando: Achtung fertig los! An 12 Stellen blitzen die Deinen Flärmnchen der Feueranzünder-Pistolen" auf. DaS Rennen hat begonnen. An 11 Stan­den geben sich 11 Kämpferinnen in weihen Kitteln mit großem Eifer dem Kochgeschäft hin, am 12. Standkocht" eine weitereDame", die in Wirklichkeit ein tüchtig zigarrenrauchender junger Mann ist, als humoristische Kochnum- m e r, bei deren Anblick es allerlei zu lachen gibt. Die Musik spielt, die Besucherinnen tun sich an Kaffee und Kuchen gut, man beobachtet die Vorgänge in der Arena, und bie Kämpfe­rinnen sink» gar geschäftig an ihren Kampfplätzen tätig in der Hoffnung, sieggekrönt aus dem ^Ken­nen hervorzugehen. Endlich ist die Kochzeit abge» laufen. Der Gasverbrauch an jedem einzelnen Herde wird ausgenommen. Das Preisgericht, be­stehend aus sechs hiesigen Damen, tritt in Aktion und wandert von Kochherd zu Kochherd, Teller

Da« Schöffengericht Dießen hatte Frau St. und A von der Anklage d-r fahr­lässigen Tötung sreigesvrochen und bie Strafkammer das Urteil beftätiat. Reichsgericht hob aber dieses Urteil auf.

Die heutige Beweisaufnahme ergab den oben batgcftclltcn Sachverhalt. Der Vertreter der Staatsanwalttchast beantragte die Verurteilung des A. und stellte die Entscheidung bezüglich der Frau St. in bas Ermessen des Gerichts. Die Verteidiger beantragten bie Freisprechung beider Angeklagten.

strafe verurteilt. 3hm müsse als verant­wortlichem Fahrlehrer zur Last fallen, daß nicht gehalten worden, dah dann später das Auto auf da« Trottoir gefahren sei und den Mann erfaßt habe, den er bei genügender Aufmerk­samkeit hätte sehen müssen.

und Löffel in bet Hand, probierend und schmun­zelnd, Wertungsergebnisse notierend und Köpfe beratend zusammcnsteckend. Während so das Preisgericht vor aller Augen fein Amt versieht, beregnen in einem jtebenraume die Gassachver- tändigen den Gasverbrauch an jedem einzelnen Herde.

Vorher hatte auch das Publikum Gelegenheit, in einem Preisraten feine Mutmaßungen über die wahrscheinlichen Siegerinnen zu Papier zu bringen und im glücklichen Falle des rich­tigen Ratens einen Vorteil in Gestalt von Gas­mengengutschriften durch das Gaswerk zu erlangen. Während der Arbeit des Gasberechnungs- ausfchuffes wurde ein Film vorgeführt, der die Vorteile des Gasverbrauchs in Bild und Wort childerte.

Gegen 6.30 Uhr endlich war alles zur Der« kündigung der Siegerinnen geklärt. Und dann kam der mit Spannung erwartete Augenblick, in dem die Ergebnisse des e r ft e n Kampftages am Kochherd verkündet wurden: Im Wett­koch e n des gestrigen Tages errang Frau Gold« ch m i d t den ersten Sieg, Frau Plank den zweiten Sieg und Frau Euler den dritten Platz. Dom Preisraten wurden folgende Sicger-Er- gebnisfe verkündet: 1. A. Zippert, Liebigftraße; 2. S ch ö n a u , Bahnhofstraße; 3. Magdalene Han- feit, Senckenbergstraße: 4. Großhans, Aster- weg; 5. Lydia Stohr, Weferstraße; 6. M. Gold­schmidt, Bahnhofstraße. Damit janb der gestrige crr Wettkampftao feinen Abschluß.

Das Publikum unterhielt sich bei diesem neuartigen Wettrennen ganz vortrefflich, es folgte allen ^Dar­bietungen bis zum Schluffe mit großer Aufmerksam­keit. Am heutigen Mittwochnachmittag, ab 4 Uhr, wird der Kampf fortgesetzt und zum end- gültigen Abschluß gebracht. Dann wird auch ver- kündet werden, wer den ersten Sieg in dem Wettbewerb in Gießen davongetragen hat und nun an dem Wettkochen im Bezirk teilnehmen wird.

Daten für Donnerstag, 14 März.

Sonnenaufgang 6,28 Ahr, Sonnenuntergang 18,02 Llhr. Mondaufgang 7,41 Ahr, Mond­untergang 22,06 Uhr.

1804: der Komponist Johann Strauß in Wien geboren; 1835: der Astronom Giovanni Vir- ginio Schiaparelli in Savigliano geboren; 1883: der Sozialist Karl Marx in London ge­storben.

Boruotizen.

Tageskalender für Mittwoch: Stadttheater: »Der Mikado", 19Vt bis 22 Ahr, Verein für Luftschiffahrt: Hauptversamm­lung, 8 Uhr, im Hotel Hindenburg. Gießener Frauenverein und Städt. Gas- und Wasserwerk: Gaskochwettstreit, 4 Ahr, Cafe Leib. Licht­spielhaus, Bahnhofstraße:Waterloo". Astc- ria-Lichtspiele:Der Kampf unter dem Sternen­banner".

Stabttheater Gießen. Aus dem Stadttheaterbureau wirb uns geschrieben: Die heutige VorstellungDer Mikado" beginnt 19,30 Ahr. Die Operette ist auf besonderen Wunsch das zweitemal auf den Gießener Spielplan gesetzt. Die Vorstellung hat bei der Gießener Presse mit den größten Erfolg von allen Gastspielen des Frankfurter Reuen Operetten-Theaters gehabt. 3n der Erstausführung von ShawsCäsar und Cleopatra" spielt Inge Scherer die Cleo­patra und Edelbert G a r e i s die Rolle des Cäsar. Es wirken ferner mit die Damen: Brack, Jahn. Jüngling, und die Herren: Dasts, de Castro, Ebert-Grassow, Gehre, Goll, Haeser, Knur, Linkmann, Ritter, Schubert, Tannert, Volck. Wesen er.

Das 3. volkstümliche Shmphonie- konzert des Orchestervereins Gießen am morgigen Donnerstagabend in der Reuen Aula sei unseren Musikfreunden noch einmal in Erinnerung gebracht. Die Leitung des Kon­zerts hat Prozessor Oskar Brückner aus Wies­baden als Gastdirigent inne, der in Wiesbaden bei seinem Wirken im Kurhaufe bisher stets großen Beifall ernten konnte. 3m übrigen sei auf die heutige Anzeige verwiesen.

Mär ch en auf f ühr un g im Licht­spielhaus Bahnhofstraße. Wie aus dem heutigen Anzeigenteile ersichtlich ist. hat daS Lichtspielhaus Bahnhofstraße die Frankfurter Märchenbühne zu einem einmaligen Gastspiel für Samstag. 16. März, nachmittags, verpflichtet. Zur Aufführung gelangt das Grimmsche Mär­chen:Schneewittchen und die sieben Zwerge", wobei die Solotänzerin Sri Hedy Orlitt- Frankfurt a. M. als Gast mitwirkt. Räheres in der Anzeige.

LU. Don der La ndes - Universität Gießen. Der Herr Minister für Kultus und Bil­dungswesen hat dem praktischen Seminar für neuere Sprachen an unserer Landesuniversität, Fräulein Dr. Emma Sola aus Mailand, als Volontär- Assistentin für die italienische Sprache oom Sommer» semester 1929 ab zugeteitt.

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