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»us der Vrovinpashauvistadt.
Diehen. den 13. Februar 1929.
Frostschäden an Bäumen.
^icseSchäden äußern sich bei strenger Kälte im Lus ls c?i von Frostrissen, Frostplatten und Frostlappen.
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herein der Freunde s humanistischen Gymnasiums
Mll. Sie zweite Veranstaltung deS Vereins 'De Freunde des humanistischen 'Ul n a s i u m s (im Hörsaat dcs physikalischen i :utS' am vorigen Samstagabend bot einen ag keS (Symnasial-Direktocs Dr. H. Wein- i': r (.'ranksurt a. M> über „Sic Antike •. r bic Aufgabe unsrer Grziehr« ng'. ' llrdner betonte, daß der Rückgang des In- e v'tS am Altertum im Verlause deS 19. 3abr- r.-'i ' erts durch die historisch-kritische Richtung der ‘ 1 »nschaft bcrbeigesührt worden sei. Die Qlut- n'o ,z Gd'thcs und Humboldts, wie sie der !?'; 1 jamanißmnß lehrte, an der edlen Größe und OIL.'i. Eiu'alt dec Antike, ward zur Legende. ’Ti 'flibc. der itm inerter aller Werte, hat die des Histo rismus zuerst erkannt. Das Z.-.irmcIn der historischen Tatsachen, ohne chre Anwendung, öffnet zwar weit die Tore zum "f-ftinerv» c'n:: Kult.-.rperiode. die rein ge- ijf’i”lixe ^e'.> achtungsweise an sich aber lähmt tos handeln. Gesck stbte. auch die der Antike, i«t' ’T.u.r Wert, wenn sie ein Heilmittel für die Ar unserer Zeit sein soll. Der Humanistnus )«eüe zuerst die Persönlichkeit aus der Masse «ri^geboben. 'llnd dieS war ein Fortschritt ge- ■Hrfm. denn die Masse war kirchlich und staat- !iiiö «ebunden und n cht geeignet. Einzelindivi- jAn zu fördern. Sich Heraushebung hat frei- IM i i d?r europäischen Gesamckultur. insbefon- votr 5ci den Deutschen, die an sich zum Jndivi- Vwstzmus neigen, ein wildes Chaos herbei- ii-t'jh ». Kann die smarte Geschästs'.üchiigkcit des nrti':fan?rhtm8, der Duietismus. die Weltent- npn-g des fernen Ostens oder der VolschewiS- m ni8 das Heil bringen? Oder wird uns die aLF:I)r zur Gebundenheit der -gotischen Zeit", i.il f e Kirche und auch nationale Richtung for- Üh, fördern? Rein' Rnr die Griechen lehren 7: wie sich Freiheit und Form. Einzelwille uiinC oemeinschaft zum harmonischen Menschen zu- lo'ittmimiüacn. 51nb dieses Bild schwebte dem qimri Künstler. Dichter und Staatsmann der !l»rq n a's Menschheitsideal vor. Homer hat ■nrfff in feinen Göttern die Menschen heilig ge- fflkir'.’n. het alles Menschliche verherrlicht, aber rint 'ne an den Menschen geschaffenen Dindun- ■-'-t 'amilie, Staat und Recht herausgehoben. ' ‘V Tragödie, geboren aus irrationellen Tiefen 3 st r?fc. den faustischen „Müttern" zeigt das 'Weben dem si< llichen Gebot unterlegen. So- >4'? und Plato läutern die naive Menschlich- 'eS homerischen Menschen zu bewußter T:i,Jirf)Ha:bif. Plato begründet den Idealismus.
Weltanschauung, die den Menschen aus den -Üikh-rinungen Irrung und Wirrung erhebt und I »I m das Sittengeseh bindet. And daran sich auch Platos Forderung, daß der ’Vfe s'ch cinocbne in die sittliche Gemeinschaft 'l!s k-rrantworiisngsbewußter Staatsbürger. Die Lwier aber erfüllten diese Forderung vorbildlich rrat Hierin liegt ihre Bedeutung für unsere Er- W’t’g. 'ür diese Erziehung zum neuen Idealis- W. nicht für die Form sklavischer Rachahmung t»rrtv^ichlten Experiments des Klassizismus, für eilte und heute doppelt notwendig humani- i’ih Gymnasium fand der Redner zum Schluß ooc Worte bekennender Lieberzeugung.
5ci her Veisall schloß die anregende Ver- ’«i"bnilung.
,taten für Dtmuersia^, 14. ^eOruai, tor men auf gang 7.17 älhr, Sonnenuntergang Ifll'l' Uhr. — Mondaufgang 9.20 Llhr, Mond- imnfrgang 22.58 Uhr.
*|: bllbung im Gewebe des Holzes und der um Hieben Zusammenziehung in der Lanas- und Quer- I (jf-Ring auf, und es entsteht eine klaffende Wunde, I manchmal so weit ist, daß man die flache Hand inlegen kann. Beim Nachlassen des Frostes iaht sie sich von selbst und verheilt. Diese Der- \. mq bleibt jedoch oberflächlich, wenn in den hwlgenden Jahren wieder strenge Kalte eintritt, 3 iin Wiederaufreißen zur Folge hat. Durch die t vtederholte Verheilen und Wiederzerstören der 4 ^.bildeten cholzmasse entstehen jene oorstchen- * | Diindränder. die der Forstmann als Holzleisten I !)nct. Cie schaden dem Daum, wenn Feuchtig- |Bi und baumlötende Pilze eindringen, was be- Rib-trs bann bedenklich ist, wenn der Riß in einer r* , bei endet, wie man das am häufigsten bei "friem beobachtet, die bann immer wieder auf- lan, 'obalb das eingedrungene Wasser gefriert.
' Heilung kann durch wasserdichtes Verstreichen , Zementmörtel, dem Teer zugesetzt ist, begun- 61 ,t werden. Weiden leiden bereits als junge ■inane von Frostrissen. Als Nutzholz sind Stämme in Frostschäden minderwertig, häufig auch schon iigaiii. Das Ausstichen einer jauchiaen Brühe am i]< von lUmenftämmen ist eine Folge von Frost- it*ni. Das Abblättern großer Rindenplacken von .; lein en ist eine unschädliche Wirkung von Frost ) Lufttrockenheit. Am meisten leiden ältere Eichen :i> Frostrisse.
:o ft platten sind häufig an jüngeren Kern itonmen. Die durch Frost abgetöteten Stellen Xinde trocknen ein und offenbaren sich erst i c । als eingesunkene Stellen. Zusammenwirken : strenger Kälte mit nachfolgendem Auftauen t, die Wintersonne und Wiedergefrieren ist in i-?r Hinsicht besonders nachteilig. Kalkanstrich setzt Ocfah" beträchtlich herab. Platzt die Rinde :jig auf, so daß die Rinde platt vom Holze ge- rnrt: und dieses entblößt sichtbar wird, während ; Fsndenlappen abstehen, bann spricht man von ro ft lappen. Wo man sie bemerkt, wird man .iinigst einen festen Verband durch Leinwand ) ^chnibrei anbringen müssen. Bei älteren Obst- men zeigt sich die Nachwirkung des Erfrierens i später. Die Bäume treiben noch aus, haben ■■ die Neigung, von unten nach oben viel dürre ,(te zu bilden, und gehen im Verlauf der nächsten -ÜVc langsam ein. Dies trifft man sehr viel bei Hauszwetsche in der Nähe des Wassers, ober inii feuchtem Boden. Alle unsere Zwetschendäume lWir noch unter ben Nachwirkungen bes kalten .Giers 1023/24.
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irvstwirkungen aller Art sind nach nassen, Ifü e armen Sommern weit schwerer, als nach ÖarltihMdflfitf H:r Utem und sonnigem Sommer- und Hcrbstwetter. ZrorvweMB ? „ist dann besser aus und ist widerstanbs- sich iv der heviise ?i1cr geworden. R-
bliche» rtahöhe zch ßoflroffionsratdi V 'olgkvjchmreLrsti anlagt Ailant Tierfd)ül(trott% v txMm güt: j zechört Vie * m einer Breit r ben IrümMni r jomldH*®1' «argen, weilett Btw , Heber bk W* iue> sesh°M^ fjäften MuWf il an, dah dar »-: daß bei dem W i erfolgt ist.
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1468: Johann Gutenberg, der Erfinder btt Duchdruckertunst, In Mainz geft.; 1766: der englische Rationalökononi Thomas R. Malthus aus Ruckery bei Dorking (Surrey) geb.; 1779: der englische Seefahrer Hames Cook auf Hawai ermordet ; 1830: der Theologe Richard Adalbert LitfiuS in Dera geb.
Bornotizen.
— Lageskalender für Mittwoch. Stadttheater: „Die Tanzgräfin", 19.15 bis 22.15 Uhr. — Lichtspielhaus. Vahnhosstrahe: ,Stolzenfels am Rhein". — Dstoria-Lichtspiele .Wespennest".
— Stadttheater Gießen. Aus dem Stadttheaterbureau wird uns geschrieben: Heute 191/4 Llhr gastiert baS Reue Operettentheater Frankfurt mit der Operette .Die Tanzgräfin". Die letzte Ausführung Der Operette ..Das Schwalbennest" ist wegen Erkrankung verschoben. Am Freitag, 15., findet die erste Wiederholung von MolnarS ^Olympia" (Gastspiel Auguste Prasch- Grevenberg) statt. Samstag, 16.. ündet die letzte Ausführung von Lesiings ..Rathon der Weise" als Schulervorstellung statt. Die Operette „®cr Mikado" wird am Sonntag/ 17., in ganz neuer Ausstattung und modernisierter Art in Gießen erstaufgesührt werden.
— Verein für D.a8 Deutschtum im Ausland. Morgen, Donnerstag, 20 Uhr. hält cand. med. vet. Scheel in der Aula des Gymnasiums einen Lichtbildervortrag über ..Die Siebenbüraer Sachsen und ihr Land". Da Herr Scheel, selbst ein Siebenbürger, ein genauer Kenner des dortigen Deutschtums ist, dürfte der Besuch des Vortrags, zu dem die Lichtbilder vom Deutschen Aus andinstitut in Stutigart zur Verfügung gestellt wurden, zu empfehlen sein. Man beachte die heutige Anzeige.
— Vorträge mit elektrischem Kochen veranstaltet das Elektrizitätswerk morgen abend im Saale des früheren Hotels Einhorn. Man beachte die heutige Anzeige.
** Personalien. Ernannt wurden der Regierungsassessor Adolf G ü n g e r i ch aus Hof- Oppelshausen zum überplanmäßigen Kreisamt- mann mit der Amtsbezeichnung „Regierungsrat"; der überplanmäßige Kreisamtmann Regierungß- rat Ludwig Schmidt in Gießen unter Belassung der Amtsbezeichnung ..Regierungsrat" zum KreiSamtmann; beide mit Wirkung vom 15. Januar 1929 an, Johann Vogel in Gießen zum Pfleger bei der Landes-Heil- und Pflege- anftalt bei Gießen mit Wirkung vom 1. Februar 1929 an; der Medizinalrat Dr. Heinrich Wagner in Büdingen zum Kreisarzt des Kreisgesundheitsamtes Mainz mit der Amtsbezeichnung „Obermedizinalral" mit Wirkung vom 1. März 1929 an. — Auf Grund des Gesetzes über die Altersgrenze der Staatsbeamten tritt der Kreisarzt Obermedizinalrat Dr. Emil S ch ä f- f e r in Mainz am 28. Februar in den Ruhestand.
** Gießen a 1 s Tagungsort. Die dritte Wanderversammlung Deutscher Entomologen findet in der Pfingstwoche 1929 in Gießen statt. Der Empfangsabend wird der 22. Mai sein. Am 23., 24. und 25. Mai werden wissenschaftliche Tagungen stattfinden. Für Sonntag, den 26. Mai, ist ein gemeinsamer Ausflug in die schone Umgebung der Stadt geplant. Den Vorsitz übernimmt Universitätsprofesfor Dr. M. D i n g I c r , Gießen. Ständiger Sekretär der Wandcrversammlungen Deutscher Entomologen ist Dr. W. Horn. Bcrlin-Dahlem. Der erste orientierende Prospekt wird an Interessenten gegen Ende Februar versandt werden. Schon heute sei mitgeteilt, daß sowohl die Hessische Regierung, als auch die Stadt Gießen zugesagt haben, sich am Empfang der Wanderversammlung zu beteiligen. Auch ist eine Feltvorstellung im Gießener Stadtthealcr in Aussicht genommen. Alle Vergünstigungen während der .Kongreßtage stehen sowohl Mitgliedern, als Gästen zu.
"* Der Karneval i st vorbei! Vom Polizeiamt wird mitgeteilt: Das Polizeiamt weist daraus hin, daß von Aschermittwoch ab alle öffentlichen karneva'istilchen Veranstalimngen, wie Maskenbälle, Kostüm- und Trachtenfeste. Kappen- abendc ufto. verboten ’irtb. Die Polizeibeamten sind angewiesen, die Einhaltimg der vorstehenden Bestimmung aufs strengste zu überwachen und gegen Zuwiderhandlungen jeder Art unnachsichtlich einzuschreiten.
** Der Fastnachtsdienstag blieb in diesem Jahre hinsichtlich des öffentlichen karnevalistischen Treibens erheblich hinter den Erscheinungen des Vorjahres zurück. Gestern gegen Mittag konnte man, vom ..Postkeller" ausgehend und dort wieder endend, einen kurzen karnevalistischen Zug einiger student scher Korporationen unter Vorantritt von Musik durch die Straßen wandern sehen, natürlich begleitet von der begeisterten Fugend. 3in Laufe des Nachmittags konnte man auch einige Maskengruppen und eine Anzahl maskierter Jugend bemerken, die die Hauptstraßen, insbesondere den Seltersweg, mit ihrem Treiben und Spektakel erfüllten. Die strenge Kälte bewirkte aber, daß viele cs vorzogen, daheim zu bleiben, anstatt sich in einem luftigen karnevalistischen Kostüm in den falten Straßen einen Mordsschnupfen und einen Riesenkatarrh zu holen. Die Abendstunden zeigten die Straßen ebenfalls verhältnismäßig leer, bei dem eisigen Wind allerdings auch kein Wunder. 3m ganzen betrachtet kann man sagen, daß der karnevalistische Betrieb dieses Jahres infolge der starken Kälte einen recht flauen Llbschluß gefunden hat.
** Fro st schaden an unseren Straßen. In zahlreichen Straßen, die mit Asphaltbelag versehen sind, kann man gegenwärtig Risse in der Fahrbahn und in den Bürgersteigflächen bemerken. Cs handelt sich hierbei um Einwirkungen des starken Frostes, durch die eine gewiße Zusammenziehung des Straßenbelagmaterials erfolgte, wobei es zu den Riffen kam. Die Dauerhaftigkeit der Straßenbelägc wird durch diese Frostschäden natürlich stark beeinträchtigt.
*■* Weitere Wasserrohrbrüche. Infolge des starken Fros. 3 entstanden gestern abend und im Laufe der heutigen frühen Morgenstunden wieder einige Wasserrohrbrüche. Der Rohrbruch am gestrigen Abend ereignete sich im Neuenweg, wobei das Master so stark ausftrömte, daß der Keller des Hauses nahezu vollständig unter Wasser gesetzt war. Die Feuerwehr mußte die Wassermengen durch Sluspumpen beseitigen. Die beiden anderen Rohr brüche ereigneten fick) heute früh im Seltersweg: auch feier mußte die Feuerwehr zur Hilfeleistung herangezogen werden. Die Instandfetzungsarbeiten wurden in allen Fällen sofort in Angriff genommen.
** Opfer der Kälte. Gestern wurde der 60 Jahre alte Arbeiter Schwan aus Dornholzhausen von der Freiwilligen Sanitatskolonne
vom Roten Kreuz in Gießen der Lhirurgischen Klinik zugeführt. Der Mann war In der Rächt zu gestern auf dem Heimwege mehrfach fein- gefallen und in der strengen Kälte längere Zeit liegen geblieben. Hierbei hat er beide Hände erfroren und außerdem auch an den Ohren erheblichen Frostschaden davongetragen. Die Frost- toirhmg an den Händen des bedauernswerten Mannes ist so stark, daß unter ümftänben die Gefahr der Amputation beider Hände besteht. Ferner hat gestern morgen ein Arbeiter aus Heuchelheim, der sich von seiner Wohnung zur Arbeit nach Gießen begab, auf diesem Wege durch den Frost ebenfalls empfindlichen Schadeir an den Ohren erlitten. Die Frostwirkung in diesem Falle war so erheblich, daß an den Ohren große Blasenbildungen auftraten. Rach erster Hilfe mußte sich der Mann in ärztliche Behandlung begeben. Er hatte allerdings den Fehler gemacht, mit seinen stark gefrorenen Ohren unmittelbar in einen geheizten Raum zu gehen, anstatt zunächst nur eine mäßige Zimmertemperatur aufzusuchen. Der Vorfall möge anderen zur Lehre dienen. Wem der Frost so stark zuseht, daß er die Ohren oder Finger erfriert, der möge zunächst nur einen mäßig temperierten Raum aufsuchen, nicht aber sofort ein gut geheiztes Zimmer, da hier die Gefahr besteht, daß durch den plötzlichen Temperaturwechsel die Gewebe in dem betreffenden Körperteil zerstört werden.
*• Der Zughund im Winter. Man nehme für unterwegs eine trockene, warme Decke zum Uebcrbreiten und zum Unterlegen etwas Geeignetes (alten Teppich, Kistendeckel) mit, um in den Ruhepausen am Haltepunkt das Tier warm zu erhalten. Gleich allen anderen im Freien sich bewegenden Qlrbeitdtieren haben auch die Zughunde im Winter zu ihrer Ernährung mehr Futter nötig, als im Sommer. Ein Raps voll warmen, wohlschmeckenden Futters (am besten aus Tischabfallen mit Hundekuchen oder Maismehl vermengt) muh dem Zughunde täglich zweimal gereicht werden. Biel lauwarmes Trink- wasser ist nicht zu vergessen!
** D i e Heizung in der Iohannes- k i r ch e. Am bongen Sonntag funktionierte wegen der starken Kälte die Heizung in der Iohannes- kirche sehr mangelhaft. SS sind Vorkehrungen getroffen worden, daß die Kirche heute abend um 6 Ufer bei dem Pafsionsgottesdlenst genügend geheizt ist. Sollte dies nicht gelingen, so wird der Gottesdienst im Iohannesfaal ab* gehalten werden.
** Gin Schadenfeuer entstand gestern abend gegen 10 Uhr in dem Betten-Spezialgeschäft von Gebrüder Weil in der Neustadt. Dort waren im Laden in der Nähe des Ofens auf bis jetzt noch ungeklärte Weise eine Anzahl Berkaufsgegenstande in " Brand geraten. Die starke Rauchentwicklung lenkte die Aufmerksamkeit der Hausbewohner und der Nachbarn alsbald auf den Brand. Die sofort alarmierte und sehr schnell herbeigeeilte Feuerwache hatte etwa eine Stunde zu tun, bis die Flammen gelöscht waren. Der rechtzeitigen Entdeckung des Feuers ist es zu danken, daß ein größerer Brand verhütet werden konnte. Der Brandschaden ist durch Bersicherung gedeckt.
'■* Verkehrssünder. Sn der Zeit vom 1. bis 31. Sanuar sind folgende Anzeigen gegen Fahrzeugführer bzw. Kraft- oder Radfahrer wegen Zuwiderhandlungen in verkehrspolizeilicher Hinsicht erhoben worden: 14 Anzeigen wegen Fahrens zur Rachtzeit ohne hellbrennende Laterne, 5 wegen Fahrens auf Bürgersteigen, 4 mit übermäßiger Geschwindigkeit, 5 ohne die rechte Straßenseite einzuhalten. 2 bunt) gesperrte Strcchen, 11 wegen sonstiger Zuwiderhandlungen in verkehrspolizeilicher Hinsicht.
•• Submisfionsholzverkauf. Bei einer am Montag im Gasthaus Hindenburg stattgehabten Holzsubmission, bei der Holz aus hessischen Staats- und Gemeindewaldungen verschiedener Forstämter der Forstbezirksgruppen Gießen und Ridda zum Verkauf kam, wurden folgende Preisgebote abgegeben: Klasse la: Fichten 20,50 bis 23,15 Vtt.. Kiefern 16 bis 18 Mk. pro Festmeter: Klasse 1b: 22,50 bis 26,10 bzw. 16 bis 20 Mk.; Klasse 2a: 25 bi« 28,15 bzw. 20 bis 23 Mk.; Klasse 2b: 26 bis 30,50 bzw. 25 bis 28 Mk.; Klasse 3a: 27 bis 33 bzw. 28 bis 32 Mk.; Klasse 3b: 30 bis 33,90 bzw. 29 bis 36 Mk.; Klasse 4a: 32 bis 35 bzw. 32 bis 35 Pik. Klasse 4b: 32 bis 38 bzw. 32 bis 35 Mk.; Klasse 5: 31 bis 38,50 bzw. 35 bis 37 Mk pro Festmeter.
Oberheffen.
Streik Friedberg.
4 Bad-Rauheim. 12. Febr. Die Zahl der Gasrohrbrüche hat sich in den letzten Tagen weiter vermehrt. Sie entfallen olle aus die Altstadt. 3n den davon betroffenen Häusern wurde der Gasgeruch so zeitig bemerkt, daß Ain- glückssälle und Gefundheitsfchädigungen nicht ein» treten tonnten. Mit der Aufdeckung und Ausbesserung dec geschädigten Rohrleitungen waren mehrere Arbeitskolonnen Tag und Rocht beschäftigt. Die Arbeit wurde zuletzt dadurch etwas erleichtert. daß man dazu über gegangen ist, das tiefgefrorene Erdreich mit Koksöfen auf- zu10 uen.
Kreis Viidingcn.
!! Büdingen. 11. Febr. Der Pstri- Markt wird durch die enorme Kälte ganz erheblich beeinträchtigt. Heute wurden in Büdingen 20 bis 24 Grad Eelfius gemessen. Selbstverständlich ist es unmöglich, bei dieser Kälte einen offenen Viehmarkt abzuhalten. Die wenigen Tiere, welche aufgetrieben waren, konnten in Ställen untergebrocht werden. Um die Mittagsstunden lebte der Marktverkehr etwas auf. Schöne Pferde wurden von Händlern vorgesührt. Das Geschäft ging sehr schlecht. Die Prämiierung mußte wegen der strengen Kälte ebenfalls verschoben werden, do es den Landwirten unmöglich ist, bei diesem Wetter ihre wertvollen Tiere vorzuführen. Rur wenige Tiere konnten der Kommission vorgestellt werden. Jedenfalls wird man auch die Verlosung verlegen müssen.
Preußen.
Äreis Marburg.
II Marburg, 12. Febr. In her Gtsselberger Straße wurde vergangene Nacht ein Einwohner aus Ockershaufen von einem jungen Burschen überfallen und seiner Barschaft in Höhe von 50 Mari beraubt. Dem mutmaßlichen Täter ist man auf der Spur
Maingau
WSR. Frankfurt a. M., 12. Februar. Die Franks urterOrtskrankenkafse schließt, wie bereits mitgeteilt, für das Safer 1928 mit
Wenn Ihre Emvsenlungsanzeigr in derSamstagsnummer desGießenerAnzeigers durch sorgfältige und lvirffame Sahausstattuag werben sott
dann geben Sie sie bitte spätestens im Laufe des Donnerstag in der Geschäftsstelle auf!
einem Fehlbetrag von 1,1 Mill. Mk. ab. 3n Anbetracht der schlechten Finanzlage der Kasse hat daher daS BersichcrungSamt verfügt, daß ab 11. Februar die Leist ungen der Kass« herabgesetzt und gleichzeitig die D e i t r ä g e von 71/8 auf 8 Prozent erhöht werden. Die Leistungsherabsetzung bringt voraussichtlich eine jährliche Ersparnis von rund 840 000 ML, die Beitragserhöhung erbringt ein Mehr an Einnahmen von rund 1,14 Mill. Mk. Dos bedeutet ein Plus von rund 2,3 Mill. Mk. pro Jahr gegen den bisherigen Status. - Die Franks ur ter Feuerwehr hatte heute eine Rekordleistung zu bewältigen. Einschließlich der Be- kämpsung des großen Feuers in der Hanauer Landstraße mußte sie am heutigen Sage insgesamt 25m a I in Aktion treten.
Großfeuer in Frankfurt.
WSR. Frankfurt a.M, 12. Febr. Heut« morgen gegen 4 Ufer brach In der Hanauer Landstraße ein G r 0 h f e u e r aus durch dos die L a ck- u n 6 Farbenfabrik Mainzer & C 0. vollständig und die Wagenhölzerfabrik Erich Mann zum Teil zerstört wurden. Außerdem wurden einige Dureauräume der Firma Eisen- Mathes stark in Mitleidenschaft gezogen. Die mit mehreren Löschzügen ausgerückte Feuerwehr hatte bei der herrschenden Kälte mit großen Schwierigkeiten zu kämpfen. Erst gegen 10 llfer war daS Feuer, das in den Oel-- und Lack- Vorräten reiche Rührung fand, soweit eingedämmt, daß die über und über mit Eis bedeckten Feuerwehrmannschaften abrüden konnten. Ein Feuerwehrmann mutzte während der Lösch-' arbeiten wegen erfrorener Hände abtranS- hortiert werden. Die Brandstätte bildet einen lüften Trümmerhaufen, aus dem nur noch einige, Gestänge, sowie die mit Eis überzogenen eisern-m Oelfäffer hervorragen lieber die EntstehunaS- ursache ist bisher noch nichts bekannt. Der Schaden ist bei sämtlichen Betroffenen durch Versicherung gedeckt.
(Starfenburg
Freiballon „Darmstadt" ausgefunden.
WSR. Darmstadt, 12. Febr. Der am Sonntagvormittag durch eine Boe den Haltemannfchaften entrissene Freiballon »Darmstadt" ist gestern vormittag zwischen Michelstadt und Amorbach im Odenwald niedergegangen und geborgen worden.
Süchertisch
— 3n der Serie: „Musterbetriebe deutscher Wirtschaft" erscheint als zweiter Band ein reich illustriertes Büchlein „-Die Zigarettenwerke der Reemtsma A.-G., Organisa- tionSverlagsgesellschaft m. b. H., Berlin. Preis 2,75 Mark. (22) — Es ist auch für den Laien interessant, die Entwicklung der Reerntsma-Werke bis zu ihrem jetzigen Stand zu folgen. Wie wenige Menschen wissen heute, wieviel unendliche Sorgfalt aufgewendet wird und wievieler langjähriger unermüdlicher Versuche es bedurfte, um das heute so außerordentlich weit verbreitete Genuhmittel, die Zigarette, in ihrer jetzigen Vollkommenheit herzustellen. M. Voigt schildert mit beredten Worten, wie das heute so gewaltige Werk aus kleinen Anfängen entstand.
— Ala Zeitungskatalog 1 9 2 9. Die 54. Ausgabe des Zeitungs-Kataloges der Ala Anzeigen-Aktiengefellschast für das 2ahr 1929 gibt in sorgfältiger Bearbeitung Kenntnis von den auch im verflossenen Jahre zahlreich erfolgten Reuerscheinungen, Abgängen und Verschiebungen auf dem Gebiete des Zeitungswesens deS 3n- und Auslandes. Heber Ausstattung und Wert des Werkes erübrigen sich weitläufige Ausführungen. Die gediegen ausgestattete, sachkundig bearbeitete und trotz des reichen 3nfealt8 handliche Band ist, wie die früheren Ausgaben, ein zuverlässiger Ratgeber für jeden Interessenten und ein Schmuck für jede Bücherei. Im Vorwort ihres Kataloges sagt die Ala: „Die Zeitungsanzeige ist eine Lebensnotwendigkeit für jeden Geschäftsbetrieb." Treffender kann der hohe Wert der Zeitungsanzeige nicht umschrieben werden. Dieses Wort von berufener Seite verdient daher besonders hervorgehoben zu werden.
— Zeitungs-KatologRudolfMosse 19 2 9. Die 55. Ausgabe des Rudolf Mosse- ZeitungS-Kataloges für 1929 ist soeben erschienen. Wie die lange Reihe feiner Vorgänger, so ist auch dieser Führer auf dem ©ebiete der Zeitungs- und Zeitschriften-Reklame ein unerläßliches Rachschlagewerk für jeden, der mit Zeitungsreklame zu tun hat. Die Tageszeitungen sind, um keine Mißverständnisse über den Wert der Zeitungen aufkommen xu lassen, innerhalb ihrer Erscheinungsorte in alphabetischer Reihenfolge aufgeführt. Der redaktionelle Teil bringt in mustergültiger Anordnung dem Inserenten alles Wissenswerte über den Anzeigenteil der Zeitungen und Zeitschriften. In einem besonderen Anhang haben die Verleger die Gelegenheit wahrgenommen, den Firmen, die für Rek^me Interesse haben, die Vorteile ihrer Organe für die jeweiligen Zwecke zu schildern. Das 30 Seiten umfassende Kartenwerk, das legteS Jahr großen Anllang fand, ist auch dieses Mal wieder beigegeben und umfaßt die Länderkarten deS Deutschen Reiches, sowie des gesamten europäischen Kontinents.
mit Menthol
*1*^57 wirken schleimlösend wSOffener und erfrischend JtBy
Ihr Hüften quält Sie immer noch, darum machen Sie fofort einen Versuch mit iva- S u v 1 n. Nebnien Sie von diesem oft geradezu ver° blünend schnell wirkenden Soe^iaimluet dreimal taalrch einen halben Eßlöffel voll »Vonuom erhalten etf in Apoiheken. koQS Ihre Ävoibeke Aaguotti "och nicht iübit. laßen Sie es sich durch Aoottzete fofort besorgen. Bestandteile sind auf der Packung angegeben ftOSV


