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Ur. 24(0 viertes Blatt
Gießener Anzeiger (General-Anzeiger für Oberhessen)
Samstag, 12. Oktober 1929
Der Grünbevsev Gattusmarkt
findet Mittwoch, den 16., und Donnerstag, den 17. Oktober d. I., in bedeutend erweitertem Umfange auf dem stark vergrößerten Marktplatz statt, und laden wir zu zahlreichem Besuche ein. e Pfevde-, Rindvieh- UttV Schweinemavkt findet Mittwoch, den 16. Oktober statt. Oer Auftrieb beginnt morgens ü Uhr und endigt 9 Uhr. Anschließend Kramermarkt. Nachmittags Volksbelustigung mit Tanz. • Donnerstag, den 17. Oktober: ^viimevmavkt, Vevivsuns und voiksbeiuftisnng. • Gxtrazüge verkehren nach Gießen, Alsfeld, Londorf und Lich
KeffifOe VürsevmeMeeei Gvünbevs
Was der Gallusmarkt bringt.
Was dem Laubacher der Ausschuß, dem Ulrichsteiner der Jakobimarkt, das ist für Grünberg der Ga llusmarkt, der am kommenden Mittwoch und Donnerstag wieder stattsindet. Für jeden Grünberger ist er Las bedeutendste Ereignis des Jahres, und wie hoch er selbst schon bei den Kindern in Ansehen steht, das beweist die Antwort eines Grünbcrger S jüiers, der auf die Frage des Lehrers nach den hohen Festen folgende Antwort gab: „Weihnachten, Ostern, Pfingsten und Gallmährt." Kein Wunder, daß er daher auch von den Grünbergern tüchtig gefeiert wird: selbst Leute, die das ganze Jahr solid und sparsam leben, lassen am Gallusmarkt das Geld einmyl springen. Mit dem Spruch: „s eas nur «mol Gallmährt" wird das mahnende Gewissen beschwichtigt. Und wie der Prün- bcrger an seinem Gallusmarkt hängt, das beweisen auch die auswärts lebenden Söhne und Töchter der Stadt, die in großer Zahl zu dieser Feier ihre Vaterstadt aufsuchen, um ihn hier im Kreise ihrer Verwandten und Bekannten mitfeiern zu helfen. Aber auch für die Umgebung ist er ein bedeutendes Ereignis. Der vordere nordwestliche Vogelsberg, die Rabenau, selbst Teile des Ebsdorfer Grundes, das Busecker Tal und bis zur nördlichen Wetterau hin, alle diese Gebiete schicken zahlreiche Besucher zum Gallusmarkt. Kamen früher im September die Reservisten aus diesen Gegenden zur Entlassung, so hieß es beim Abschied: „Df 'm Gallmährt treaffe iner is wirrer." So ist er das große Stelldichein für die ganze Gegend, alte Bekanntschaften und Freundschaften werden wieder aufgefrischt, neue geschlossen. Kein Wunder, daß daher an beiden Tagen und ganz besonders am Mittwoch, dem Hauptmarkttage, Grünberg das Ziel großer Scharen von Menschen ist, die zu Fuß, zu Rad, mit Auto oder mit der Bahn kommen. Muß doch die Bahn außer den fahrplanmäßigen Zügen, die verstärkt gefahren werden, noch eine ganze Anzahl Sonderzüge einlegen, um den gewaltigen Verkehr bewältigen zu können.
Wenngleich der eigentliche Markt heute nicht mehr die Beschickung aufzuweisen hat, wie in den letzten Jahrzehnten des verflossenen Jahrhunderts — er zählte in diesem Zeitraum oft über 300 Krämerstände, 200 bis 300 Stück Rindvieh und and'erthalb- tausend Schweine, das Jahr 1900 ergab sogar die Rekordzahl von 1958 Schweinen. Da die heutigen Verkehrsmittel, vorab das Auto, die leichte und bequeme Belieferung selbst der kleinsten Dörfer mit
allen Dingen ermöglichen, so ist der Markt, vor | allem dank der rührigen Werbearbeit der Markt- | kommission, doch neben dem Drtenberger „Kalten Markt" wohl der größte Markt in Dberhessen. Eine Vorbedingung dazu ist auch in der günstigen Lage Grünbergs gegeben, das durch seine Bahnverbindungen der wirtschaftliche Mittelpunkt im Berührungsgebiet der drei oberhessischen Kreise Gießen, Alsfeld und Schotten ist. Auch die Grünberger Geschäftswelt bietet alles auf, um den zum Kaufe kommenden Landbewohnern mit ihren Waren dienen zu können, für sie ist der Markt eine Haupteinnahme- quelle des Jahres. Den größten Umsatz weisen wohl Gasthäuser, Metzgereien und Bäckereien auf, bei ihnen sind die Markttage Großkampftage im wahren Sinne des Wortes. Schon am Montag und Dienstag heißt es bei ihnen, zuzurichten, um für den Markt gerüstet zu fein. Ein Gang am Dienstagabend durch die Straßen der Stadt'läßt den Spaziergänger wahre Berge von Wurstwaren in den Metzgerläden erblicken, und der staunende Beschauer hält es für unmöglich, daß diese Mengen alle benötigt werden. Die Wirtschaften richten für die Markttage außer den Gaststuben noch alle irgendwie verfügbaren Räume als Wirtschaftsräume ein, um den Ansturm, der sich namentlich bei regnerischem Wetter stark in die Stadt ergießt, bewältigen zu können. Das ist ein frohes Leben und Treiben in den Wirtschaften, denn nicht nur Geschäfte will der Landbewohner erledigen, sondern am Gallusmarkt ist die Gelegenheit, wo der sonst sparsame Bauersmann es sich auch einmal etwas kosten läßt. Bei einer Portion Fleischwurst, Braten oder Solberfleisch wird manches Glas in lustiger Runde mit Freunden und Bekannten geleert. Die Jugend der Dörfer kehrt nach den Erlebnissen auf dem Markte in die Säle der Stadt ein, um hier dem Tanze zu huldigen, und bis lange nach Mitternacht härt man noch die Lieder der in Scharen heimziehenden Burschen und Mädchen.
Groß ist auch der Zustrom von Künstlern aller Art und.fahrendem Volke. Musikanten und Harfenmädchen lassen auf den Straßen, in den Wirtschaften der Stadt und in den Wirtschaftszelten des Marktes ihre Weisen und die neuesten Schlager hären, an allen Straßenecken und Zugängen zum Markte sitzen Krüppel und Blinde mit ihren Drehorgeln oder Ziehharmonikas und leiern ununterbrochen ihre Weisen ab, dabei milde Gaben von den Vorübergehenden heischend. Sind also einerseits Genüsse für das Ohr in reichem Maße vorhanden, so anderseits nicht minder für das Auge. Ein Gang über den Jurplatz bestätigt dies. Zirkus, Panorama, Tier- und Volker-
schau, Feuerfresser, Degenschlucker, das „Mädchen mit den zwei Köpfen" und wie die Wunderdinge alle heißen, ihre Besitzer laden mit hochtönenden Anpreisungen die Zuschauer ein, „die hier gebotene, nie wiederkehrende Gelegenheit", ihre einzigartige Sehenswürdigkeit zu besichtigen, ja auszunutzen. Dazu kommen Wahrsagerbude, Schnellphotographie, Schießhalle, Schiffsschaukel, Karussell und noch manches andere.
Ist hier das Gedränge groß, so nicht minder in den langen Reihen der Verkaufsstände, wo die verschiedenartigsten Waren, ganz besonders Wintersachen, feilgehalten werden. Hier ist jedes Jahr eine bekannte Gestalt zu finden, der „wahre Jakob", der etwas erhöht stehend vom lauten Schreien schwitzend und daher meist hemdärmelig arbeitend mit großem Redeschwall seine Waren anpreist. In den letzten Jahren hat er viele Nachahmer gefunden.
Zur Eröffnung des Gallusmarktes hat die rührige Marktkommission im vorigen Jahre einen alten Brauch, der jahrzehntelang geruht hatte, wieder neu aufleben lassen. Es ist dies die H i s s u n g der Marktfahne am Rathaus in den Farben der Stadt (blauweißrot), die am Dienstagabend nach einem Platzkonzert der Feuerwehrkapelle und einer Ansprache des Beigeordneten geschieht. Zur Schmückung und Belebung des Straßenbildes hat die Marktkommission eine große Zahl Wimpel an- geschafft, die an den Markttagen ausgehängt werden. Die Mittel hierzu sind durch eine Sammlung und freiwillige Spenden aufgebracht worden, und es ist ein schönes Zeichen für den Heimatsinn vieler auswärts lebender ©rünberger, daß sie sich mit namhaften Beträgen hieran beteiligt haben. Die alljährlich übliche Verlosung mit Gewinnen von landwirtschaftlichen und sonstigen Gebrauchsgegenständen findet wieder statt.
So sind alle Vorbedingungen für den Markt gegeben, und wenn der Wettergott gutes Wetter beschert, dann kann wiederum mit einem guten Verlauf des Gallusmarktes gerechnet werden. K. W.
Oie Vorkehrungen der Reichsbahn.
Aus Anlaß des Gallusmarktes in Grünberg verkehrt am Mittwoch, 1 6. Ok - tober, ein Sonderzug von Burg- und Aiedergemünden bis Grünberg. Burg- Aiedergemünden ab 10.52 Uhr, Riederohmen 11.05 Uhr, Mücke 11.11 Uhr, Grünberg an 11.18 Uhr. 3m übrigen wird die ReichKiahn-
verwaltung alle Personenzüge auf der Strecke Gießen—Alsfeld und Lollar—Londorf— Grünberg mit den erforderlichen S o n d erwäg e n ausrüsten lassen.
Aus dem Grünberger Vereinsleben.
-i- G r ün b e r g , 11. Ott. Der hiesige D o l k s- bildungsverein hielt dieser Tage seine Hauptversammlung ab. Der Verein blickt jetzt auf ein lOjahrigcs Bestehen zurück. Seine Hauptarbeit liegt in der Erhaltung und dem Ausbau der Volksbücherei, die einen Bestand von 1213 Bänden auszuweisen hat. Die Ausleihung der Bücher, die allwöchentlich gegen eine Leihgebühr von 5 Pf. erfolgt, geschieht sowohl an Mitglieder, als auch an Richtmitglieder. Die Zahl der ständigen Entleiher, die im Besitze einer Lesekarte sind, betrug im verflossenen Jahre 102 Personen mit 2048 ausgeliehenen Bänden. Die Mitgliederzahl dürfte der gemeinnützigen! und volksbildenden Tätigkeit des Vereins entsprechend eine stärkere sein, sie beträgt nur 68. Es soll daher versucht werden, durch Werbearbeit weitere Mitglieder zu gewinnen, da auch der Jahresbeitrag nur 2 Mark beträgt. Ein weiteres Arbeitsgebiet sieht der Verein darin, in Verbindung mit der Volkshochschule Gießen die Veranstaltung von Vorträgen zu ermöglichen. So wurden im vergangenen Winter mehrere Vorträge gehalten „Urmensch im Bilde des Volksmärchens" und „Faustsage und Goethes Faust". Auch für den kommenden Winter ist wieder eine Anzahl Vorträge geplant. In Aussicht genommen sind „Goethes Lyrik', „Die Vertonung Goethescher Gedichte", „Die gegenwärtige Anschauung über Darwinismus und die Abstammungslehre" und „Die neuere Kriegsliteratur". Vorsitzender des Vereins ist Rechtsanwalt Lind, die Leitung der Bücherei liegt in den Händen von Reallehrer K o h l b a ch , die Ausleihungen der Bücher besorgt der Bankbeamte Heinrich Schmidt. — Hier wurde dieser Tage das früher schon bestandene Ortskartell der Beamten wieder gegründet. Als Vorsitzender wurde Justizobersekretär Hans König bestimmt. In Aussicht genommen ist ein Vortrag des Vorstandsmitglieds im Hessischen Beamtenbund. Lehrers W e st p h a l in Gießen, über „Beamtenfragen".
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