Ausgabe 
12.9.1929
 
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unser erster Lehrer Schick, der in seinen Worten in treffender Weise auf die Aufgaben der Schule hinwies. Die Feier nahm in allen Teilen einen eindrucksvollen Verlauf.

Kreis Biedenkopf.

I Mornshausen, 11. Sept. In der Nacht zum Montag, gegen 24 Uhr, brach in dem Dachstuhl des W o h n h a u s e s des Schreinermeisters Heinrich Pfeiffer Feuer aus. Der Brand wurde von Gästen in einer benachbarten Wirtschaft alsbald be­merkt, die sofort unsere rrft vor einigen Monaten gegründete Freiwillige Feuerwehr alarmierten. Trotz eifriger Bemühungen dei Feuerwehrleute wurde das Wohnhaus ein Opfer der Flam­men. Die Bewohner konnten sich zum Glück noch rechtzeitig in Sicherheit bringen, dagegen sind ein Teil der Wohnungseinrichtung und eine Anzahl zum Verkauf bestimmter Möbel mitoerbrannt. Die Entstehungsursache des Brandes ist noch unbekannt. Anfang Januar d. I. hatte es in dem Dachstuhl des Pfeifferschen Hauses schon einmal gebrannt, jedoch konnte man damals die Flammen noch rechtzeitig löschen.

4 Hartenrod, 11. Sept. Gestern vormittag ereignete sich in der Aufbereitung der hiesigen Rhein. Fluß- und Schwerspatwerke ein schwerer Unglücksfall. Der erst löjäh- rige W. mann von hier war mit dem Trans­portieren eines an einer Schwebeschiene hängenden, mit Schwerspat gefüllten Laufwagens beschäftigt, als beim Durchfahren einer Weiche diese sich löste und dem jugendlichen Arbeiter auf die Schädel­decke fiel. Der Schwerverletzte brach blutüber­strömt besinnungslos zusammen. Ein sofort herbei­gerufener Arzt stellte bei dem bedauernswerten Jungen einen schweren Schädelbruch fest und ordnete die sofortige Ueberführung in die Chi­rurgische Klinik zu Gießen an, wo der junge Mann in sehr bedenklichem Zustande darniederliegt.

Daten für Freitag, 13. September.

1872: der Philosoph Ludwig Feuersbach auf dem Rechenberg bei Nürnberg gestorben (geboren 1804); 1877: der Forschungsreisende Wilhelm Filchner in München geboren.

wesentlich groß, denn die Unternehmungslust war bei der anhaltenden Orderlofigkeit immer noch gering. Auch der unverändert belassene Diskontsatz der Dank von England trug zur Be­ruhigung bei. Etwas lebhafteres Geschäft konnte sich aber später doch nur in Spezial­werten entwickeln. So traten Kaliwerke auf höhere Kalikuxe an den westdeutschen Börsen stark in den Vordergrund. Besonders Salzdetfurth waren gesucht und konnten 2 v. H. gewinnen. Aschersleben lagen 4,5 v. Sy und Westeregeln 5,5 v. H. fester. Auch für verschie­dene Clektrowerte bestand einiges Interesse, Siemens erholten sich um 2 v. H. und AEG. um 1 v. H. Chade plus 1 Mk. Farben konnten, nach­dem aus dem oben erwähnten Grunde größeres Interesse zu erwarten war, 2 v. Sy anziehen. Auch Glanzstoff wurden bei einem Gewinn von 5,5 v. H. umgeseht. Montanwerte waren 2 D. Sy gebessert, aber ohne besonderes Geschäft. Ren­ten freundlicher. 2m Verlaufe war das Geschäft auch in Spezialwerten ruhiger, doch trat bei schon geringer Rachfrage eine weitere Befestigung der Tendenz ein. Besonders Kaliwerte waren erneut bis zu 2 v. H. fester. Die übrigen Märkte ge­wannen durchweg bis zu 1 t>. Sy Am Geldmarkt war Tagesgeld mit 6,5 v. Sy unverändert. Am Devisenmarkt nannte man Mark gegen Dollar 4,2015, gegen Pfund 20,369, London gegen Kabel 4,8472, gegen Paris 123,90, gegen Mailand 92,71, gegen Madrid 32,96 gegen Holland 12,0950.

Berliner Börse.

Berlin, 12. Sept. Schon im heutigen Vormit­tagsverkehr konnte man eine beruhigtere Stimmung in den Bureaus feststellen, die auch den Börsenbeginn beherrschte. Das Geschäft blieb aber im allgemeinen weiter gering, doch zeigte sich für einige Spezialwerte stärkeres Interesse. Die ersten Kurse zeigten bei nicht ganz einheitlicher Tendenz überwiegend geringe Besserungen gegen gestern mit­tag Schluß, da die Spekulation Deckungen vornahm. Eine Beruhigung bewirkten auch die feste gestrige Neuyorker Börse und das Nachlassen des dortigen Tagesgeldsatzes auf 8 v. H., auch die unveränderte Londoner Diskontrate nahm, wenn man auch kaum mit einer Erhöhung gerechnet hatte, eine gewisse Un­sicherheit von der Börse. Die Berwaltungserklärung der I.-G.-Farbenindustrie über die Arbeiterentlassun­gen befriedigte, da gleichzeitig mitgeteilt wurde, daß der Geschäftsgang normal sei und die Umsätze die des Vorjahres übersteigen. Von anderen Momenten, die aber kaum einen Einfluß ausübten, waren noch zu erwähnen der Bericht über das im August bessere Maschinengeschäft, die Preisermäßigung für verschie­dene Kupferfabrikate und der Stand der Arbeits­losigkeit. Das Hauptgeschäft hatten heute Kaliwerte, in denen man westdeutsche Käufe beobachten wollte. Das Anziehen der Kalikuxe regte weiter an, und die Kurse konnten sich um 3 bis 5 o. H. befestigen. Farben lagen unverändert. Montanwerte waren, bis auf Köln-Neuessen, etwa 1 v. H. fester. Daimler, Reichsbank, Bemberg und Hotelbetrieb waren bis 2 v. H., Polyphon 4,5 v. H. höher. Dagegen lagen Deutsche Kabel, Wiking Zement und Stöhr Kamm­garn 2 bis 3 v. H. schwächer. Deutsche Anleihen un­einheitlich und eher niedriger, Ausländer gehalten. Pfandbriefmarkt ruhig und eher angeboten. Am Geldmarkt setzte sich die Erleichterung fort. Tages­geld. stellte sich auf 8,25 bis 5,75 v. Sy, Monatsgeld 9 bis 10,25 v. H., Warenwechsel 7,60 bis 7,50 v. H. Nach den ersten Kursen wurde es, da am Kalimarkt sich neue Kursgewinne bis 5 v. H. ergaben, weiter fester und auch lebhafter, später ließ aber das Ge­schäft wieder nach, und die erhöhten Kurse konnten sich nicht voll behaupten. Salzdetfurth 3 v. Sy, Tietz und Reichsbank bis 2 v. H., Glanzstoff 4 v. H. über Anfang.

Frankfurter Schlachtviehmarkt.

Frankfurt a. M., 12.Sept. Auftrieb: Rinder 75 Stück. Kälber 1035, Schafe 289, Schweine 579. Kälber. Beste Mast- und Saug­kälber 79 bis 81, mittlere Mast- und Saugkälber 74 bis 78, geringe Kälber 66 bis 73. Schafe. Mastlämmcr und jüngere Masthämmel, Weide­mast. 48 bis 53, mittlere Mastlämmer, ältere Masthämmel und gut genährte Schafe 40 bis 47, fleischiges Schafvieh 34 bis 39. Schwein e. Vollfleischige Schweine von etwa 240 bis 300 Pfund Lebendgewicht 88 bis 90. von etwa 200 bis 240 Pfund Lebendgewicht 88 bis 90, von etwa 160 bis 200 Pfund Lebendgewicht 88 bis 90, fleischige Schweine von etwa 120 bis 160 Pfund Lebendgewicht 84 bis 87. M a r k t v e r l a u f : Schweine anfangs rege, zum Schluß schleppend, ausverkauft. Kälber rege, ausverkauft. Schafe langsam, geringer äleberstand.

SrieffofTen der Redaktion.

Zwei Streitende. Sie fragen uns:Wie hoch war heute früh derGraf Zeppelin" und welche Ge­

Wirtschaft.

Südwestbeutsche Bank A.-G., Frankfurt a.M. 8 Mill. Mk. Verlust.

Die Deutsche Waren-Treuhand A.--G., Hamburg- Berlin hat einen vorläufigen Status der Südwe st deutschen Dank A.-G. per 21. August 1929 aufgestellt; die Aufstellung einer regulären Zwischenbilanz wird noch etwa vier bis sechs Wochen in Anspruch nehmen. Die vor­läufige Dilauz weist (bei einem Aktienkapital von 1 Mill. Mark) einen Passivsaldo von 8,003 Mill. Mark aus. Die finanzielle Si­tuation liegt bei dem Institut also noch ungün­stiger, als man zunächst vielfach angenommen hatte. Unter den Aktiven (in Mill. Mark) sind flüssige Mittel mit 0,481, eigene Wertpapiere mit 0,197, Beteiligungen mit 0,229, Aktivhypotheken mit 0,065 und 2mmobilien nach 50proz. Abschrei­bung mit 0,057 ausgewiesen. Die Schuldner in lausender Rechnung betragen nach 4.943 Ab­schreibungen insgesamt 11,479 Mill. Mark. Dar­unter befinden sich 7,429 gedeckte und 6,863 ungedeckte Debitoren, von deren Einbringung die Quote für die Gläubiger wesentlich abhängcn wird. Für zweifelhafte Engagements, Debitoren, Zinsen, Abwicklungsrosten usw. werden von den Aktiven 2,5 Mill. Mark zurückgestellt, so daß sich deren Endsumme auf 10,007 stellt. Bei den Passiven betragen ungedeckte Guthaben deutscher Danken und Dankfirmen 4,455, darunter 4,407 unter Bürgschaft der Favag, ferner Guthaben ausländischer Banken 1,210, Guthaben des Favag- Konzerns aus der Südwestdeutschen Bank über­lassenen und von dieser verpfändeten Wert­papieren 4,473, Guthaben von Konzernfirmen 5.861 und sonstige Gläubiger 1,264. unter letzteren 0,046 im Cinzelbctrage bis 3000 Mark und 1,109 im Einzelbetrag über 3000 Mark. Don den ge­leisteten Bürgschaften werden voraussichtlich 75 Proz. = 0,697 in Anspruch genommen. Schließlich erscheinen noch 0,051 sonstige Ver­pflichtungen, so daß sich eine Gesamtsumme der Gläubiger von 18,011 ergibt. Auf sog. »korre­spondierende Konten" in Höhe von 5,862 hat man Abschreibungen von 1,815 als mutmaß­licher Verlust vorgenommen, so daß noch 4,047 verbleiben. Diese korrespondierenden Konten sind Forderungen aus Schulden, die zwar in den Büchern verzeichnet sind, bei denen aber bei normalem Geschäftsgang kein Risiko vorhanden wäre. Die im Depot der Südwestdeutschen Dank liegenden Favag-Aktien sind in der Bilanz nicht bewertet. - Die Gläubiger der Südwestdeut­schen Dank werden auf den 18. September zu einer Gläubigerversammlung eingeladen. Mit der Einladung wird ein Vergleichsvorschlag für die außergerichtliche Abwicklung der Dank den Gläu­bigern unterbreitet, der die sofortige Liguidation der Dank und eine Abwicklung nach streng kon­kursrechtlichen Grundsätzen vorsieht. Es ist beab­sichtigt, die kleinen Kreditoren mit Einzelforde­rungen im Betrage bis zu 3000 Mark voll zu befriedigen, sobald die bevorrechtigten Gläubiger sowie die Masseschulden und Massekosten bezahlt sind. Alle übrigen Gläubiger erhalten gleich­mäßige Befriedigung ihrer ungedeckten Forde­rungen in Höhe der sich nach Beendigung der Liquidation ergebenden Quote.

*

* L uh-Maschinen A.-G., Darmstadt. In der gestrigen ao. G.-D. der Lutz A.-G. zu Darmstadt zur Beschlußfassung über die Auf­lösung der Gesellschaft war die erforderliche

Dreiviertelstimmenmehrheit des gesamten A.-K. nicht vertreten. Der Vorsitzende des Aufsichts­rats, Dankdirektor Drink (Danatbank) teilte mit, daß inzwischen ein neues Projekt zur Um­stellung der Gesellschaft eingebracht worden sei, das er als erfolgversprechend ansehe, wenn auch über die Aufbringung der dazu notwendigen größeren Kapitalien noch gesprochen werden müsse. Er schlug vor, daß der Aufsichtsrat das Projekt eingehend prüfen und je nach dem Re­sultat eine neue G.-V. einberufen möge, entweder zur Auflösung der Gesellschaft, oder zur Vor­lage eines neuen Umstellungsprogramms. Dieser Vorschlag fand einstimmige Befürwortung. Di­rektor Brink teilte außerdem mit, daß die Ver­hältnisse der Gesellschaft durchaus liquide und so gut wie keine Schulden vorhanden seien. Es wird also in etwa acht Wochen eine neue G.-D. zu erwarten sein. Ueber das Projekt selbst wurde näheres nicht mitgeteilt.

* Die Verringerung der Arbeiter- zahl bei der I. G. steht, wie die Verwaltung mitteilt, im Zusammenhang mit dem Abschluß des in den letzten Jahren durchgeführten größeren Aus­bauprogramms, sowie mit einer weiteren Ratio­nalisierung der Betriebe. Der Geschäftsgang als solcher ist weiter normal. Die Gesamtumsätze im laufenden Jahre übersteigen diejenigen des Vor­jahres.

* Lebensversicherungs-Gesellschaft Phönix. Aus dem Rechenschaftsbericht für das Jahr 1928 geht hervor, daß neue Lebensversiche­rungen über ein Kapital von 329 855 482 Mark und über 345 178 Mark jährlicher Rente abgeschlossen wurden, was gegenüber dem Zugänge des Jahres 1927 eine Steigerung von 17 d. Sy bedeutet. Der Versicherungsbestand hat am 31. Dezember 1928 1 057 742 769 Mark an Kapitalversicherungen und 848 707 Mark a.. jährlichen Leibrenten umfaßt. Gegenwärtig sind Lebensversicherungen über ein Kapital von mehr als 1300 Millionen Reichsmark in Kraft. Im Jahre 1928 haben die Prämien- und Zinseneinnahmen 57 697 000 Mark betragen. An Versicherungszahlungen wurden 15 685 409 Mark ge­leistet; zu einem Rechtsstreit ist es auch in diesem Jahre in keinem einzigen Falle gekommen. Die Garantiemittel des Phönix haben Ende 1928 143 233 028 Mark erreicht. Der Realitätenbesitz, be­stehend aus 64 Grundstücken in 10 verschiedenen Staaten, hat einen Buchwert von 26 571 318 Mark. Auch im laufenden Jahre schreitet die Entwicklung mächtig vorwärts. Bis Ende Juni 1929 war der Neuzugang von Lebensversicherungen um ein Sechstel höher als im gleichen Zeitraum des Vor­jahres.

* Minimax A. - G., Berlin. Die Gesellschaft schlägt vor, wieder 10 v. H. Dividende zu verteilen. Das laufende Geschäftsjahr habe sich gut angelassen.

Frankfurter Börse.

Frankfurt a. M.. 12. Sept. Tendenz etwas freundlicher. Schon im heutigen Dormittags­verkehr konnte man eine allgemeine Be­ruh i g u n g bemerken, die auf eine Erklärung von Verwaltungsseitc der I.-G.-Farben-Indu- strie zurückzuführen war, wonach die Beschäfti­gung befriedigend und sogar besser wie im ver- gangenen Jahre sei. Ferner befriedigten die festere gestrige Reuyorker Börse, sowie die besse­ren Geldmarktverhältnisse am dortigen Platze. Die Stimmung war etwas fester, zumal die Abgaben nachgelassen haben und von Dank­seite einige Stühungsköufe vorgenommen wor­den sein sollen. Das Geschäft war aber nicht

schwindigkeit hatte er?" Leider war kein Mitglied unserer Redaktion als Fahrgast an Bord, so daß wir Ihnen zu unserem Bedauern keine Antwort geben können.

Letzte Nachrichten.

WeitereScrhasiungeninderZombenaffäre

Hamburg, 12. Sept (WTB. Funkspruch.) 3m Zusammenhang mit den Sprengsloffanfchlägen find weitere Verhaftungen in der Provinz vorgenommen worden. So wurde heute früh in Heide der Wirt desheider Hofes", Lothar Gengelazky, unter dem verdacht der Mittäterschaft bzw. IDitroiffer- schaft verhaftet. Er war ein intimer Freund des verhafteten 07 icke l. Die Verhaftung einer weiteren bekannten heider Persönlichkeit soll bevorstehen. 3n Itzehoe wurden gestern Haus­suchungen sowohl in der Schriftleitung der national- sozialistischenSchleswig-Hol st einischen Tageszeitung" sowie in den Wohnungen der Redakteure dieser Zeitung, ll h f e und Ehlers, vorgenommen. Beide waren nicht in Itzehoe. Sie wurden in Hamburg fe ff genommen. Ge- rüchfweife verlautet, daß auch der preußische Landtagsabgeordnete L o h s e, der auch Schriftleiter derSchleswig-Holsteinischen Tageszeitung" und Gauleiter der Rational-fozialiftifchen Arbeiterpartei ist, in Altona verhaftet worden sei, aber gegen die Verhaftung unverzüglich Beschwerde ein­gelegt habe. Eine amtliche Bestätigung dieses Ge­rüchtes war bisher nicht zu erlangen.

Sie Westfalenfahrt des Zeppelin.

Duisburg, 12. Sept. (WTB. Funkspruch.) Graf Zeppelin" erschien um 9.15 Uhr von Mül­heim kommend über der Stadt Duisburg. Tausende und aber Tausende von Menschen hatten seit dem frühen Morgen Ausstellung genommen, um dem Luftschiff zuzujubeln. Mehrere Schulen hatten aus Anlaß des Zeppelinbesuches geschloffen. Das Luft­schiff umflog in geringer höhe den Rathausturm und nahm dann nordöstlichen Kurs aus Ober­hausen. Von dort kehrte das Luftschiff, in ge­ringer Hölze die Kruppsche Gußstahlfabrik be­grüßend, nach Essen zurück und nahm feinen Kurs auf Gelsenkirchen-Buer und Recktings- Haufen, die nordwestliche Grenze des rheinisch- westfälischen Industriegebietes, wo es um 9.48 Uhr eintraf, von dort fetzte derGraf Zeppelin" feine Fahrt nach Rordwestdeutfchland in Richtung Mün­ster i. ID. fort, das um 10.10 Uhr passiert wurde. In Bielefeld verkündeten um 10.35 Uhr Böller­schüsse das herannahen des LuftschiffesGraf Zep­pelin". Um 10.55 Uhr wurde Herford erreicht. Um 11.10 Uhr erschien das Luftschiff über Bad Oeynhausen. Unter dem Geläut der Kirchen­glocken überflog 11.11 UhrGraf Zeppelin" von der Porta Westfalica kommend Minden und erreichte 11.15 Uhr Bückeburg, das er in Richtung Han­nover wieder verlieh.

Eewinaauszug

5. Klaffe 33. Preußisch-Süddeutsche (259. Preuh.) Klaffen-Lotterie Ohne Gewähr Nachdruck verboten

Auf jede gezogene Nummer sind zwei gleich hohe Gewinne gefallen, und zwar je einer aus die Lose aleicher Nummer in den beiden Abteilungen I und II

30. Ziehungstag 11. September 1929

In der heutigen Schluß-Ziehung wurden Gewinne über 150 M. gezogen

2 «etoinnt zu 2000 M. und di« beUien Prämie» oon je

168274

168228

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272236

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373026

170501

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273569

325877

397920

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224126

262203

302287

364403

292800 293770 295114

332826 345089 363369

500000 M. auf Nr. 127183

2 Gewinn« za 10000 M. 53808

4 Gewinn« ju 3000 M. 219534 357980

2 Gewinn« zn 2000 M. 340900

6 Gewinne zu 1000 Ni. 158919 166445 286354

64 Gewinne ju 500 M. 4623 20718 27073 38359 42629 75854 76624 83537 103785 133806 155122 158228 168274 176783 178589 221232 232816

236869 238433 269436 271412 273313 281265

303597 318798 322291 342901 345236 376728

303597 318798 322291

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In der heutigen Schlußziehung wurden die beiden Prämien oon 500U00 M. der mit je einem Gewinn oon 2txX) M. gezogenen Lose Nr. 127183 zugeschlagen. Sie kielen in Abteilung l nach Köln, in Abteilung II nach Berlin.

Kurszettel der Berliner und Frankfurter Börse

Die hinter den Papieren angesührien Ziffern geben die Höhe der zuletzt beschloffenen Dividende an. Reichsbankdiskont 7,5 Prozent,

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-Illa Deutsche Creditanst. . . 10 Barnier Bantverein .... 10 Berliner HanvelsgeicMch. . . 12 £ cm nier$- und Privat-Bank . 11 barmst. 11. Nationalbant . . 12 Deutsche Bant......10

Tl-lontv-Geselstchast Ant.. . 10 Prcsbncr Bant......K

-Relallban ..........8

................- » *-

Berlin, 11- September

«Held

Brief

2inieritanilche Noten.....

Belgische Noten........

Tantlific Noten........

Enolische Noten........

4,176

58,16 111.43 "0.302

4,196

58,40

111.87 "0.38?

Lombardzinsfuh 8,5 Prozent.

Devisenmarkt Berlin-Frankfurt a. M.

Telegraphische Auszahlung.

Berlin, 11. September

Geld

Bries

französische Noten.....

167403

16,465

167,91

168,59

(italienische Toten......

22,04

22,12

Norwegische Noten ......

111,43

11,87

Deutsch Oesterr , A100 Kronen

58,99

59,23

2,47

2,49

<12,10

H2,54

Schweizer Noten.......

80,84

81.16

Spanische Noten.......

61,72

61.96

Tschechoslowakische Noten . .

12,385

12,445

Ungarische Noten . ...

73,12

<3,42

11. September

12. September

Amtliche '-Notierung

Amtliche Notierung

Geld |

Bne,

(Aeld

Brief

«mit*'Rott.

168,20

168,54

168,21

168,55

Buen.-AireS

1,760

1,764

1,761

1,765

Brss.-Amw.

58,32

58,44

58,335

58,455

Christiania.

111,72

111,94

111,74

111,96

open Hagen

111,72

111,94

111,74

111,96

Stockholm .

112,39

112,61

112.40

112.62

HelsingsorS. Italien. . . London. . .

10,533 21,94.

10,559

21,985

10.545

21,955

10,565

21,995

20,346

20,386

20.347

20,387

Network . .

4,197

4,205

4,198

4,206

Baris....

16,415

16,455

16,42

16,46

Schwei; ..

80,825

80,985

80,84

81,00

Spanien. .

61,88

62,00

61,89

62.03

Japan . . .

1,962

1,966

1,966

1.970

-Hio de (san-

,4965

0,4985

0,597

C.499

Wien in Ceft. abgcst.

59,08

59,20

59,09

59,21

Prag . . .

12,42

12,44

12,423

12.443

Belgrad . .

,379

7,393

7,371

7,385

Budapest. .

i 3,21

73,35

73,22

73,36

Bul: arten

o,035

3,041

3,037

3,043

Lissabon . .

Danzig.. .

18,76

18,80

18,77

18,81

81,30

81,46

81,32

81,43

flonft ntin.

2,021

2,025

2,014

2,018

Alben. .

5,425

5,435

5,425

5,435

Canada

4,172

4,180

4,171

4,179

11 ru uat) .

4,096

4,104

4,066

4,074

Cairo . >

10,866

20,908

20,865

20,905