Ausgabe 
12.8.1929
 
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Montag, 12. August 1929

179. Jahrgang

Hl 187 Erstes Blatt

vn,ck und verlas: SrühNche Uni°erfiläl--Vuch- und L.-lndnxi-rel R. rang- in Sietzen. Schris.lcltung und s-schäst-st-ll-! Schulftratze 7.

Am Äerfaffungstage in der Michshauptstadi

Oie Abendseiern.

Söhne seien.

A aus;

nnsioci foH fein ein nationaler 5efttag, pn oem

Siresemann spricht aus derBersaffungsseier im SW

> bildet die 's Birken- Haarausfall.

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strömt Das Farbenchaos bildete sich sodann zu einem 'Stern aus allen deutschen Landesfarben. Sie eilten den Werkleuten des Deiches zu Hckfe und vollendeten das Werk des symbolischen Brückenbaues. Neue Gruppen der Iugend in Schwarzrotgold strömten herein Aus der -öe* tocgung entwickelte sich hierbei das Bild einer lebendigen Deichsfahne.

Dietrich, Deichstagspräsident Löbe. zahlreiche Mitglieder der preußischen Staatsregierung, des Reichsrates, beider Parlamente und der Deichs­und Staatsbehörden, der Reichswehr und der Deichsmarine befanden, wurde auf der Fesnoge die Standarte des Deiches aufgezogen. Ein Chor von 7000 Schulkindern sang unter Leitung von Musikdirektor Wiedemann das Gelübde:Ich hab' mich ergeben". Hierauf hielt Deichsminister v. Guerard eine Ansprache.

Annahme von Anzeigen für die Tagesnummer bis zum Nachmittag vorher.

Preis für 1 mm höhe für Anzeigen von 27 mm Breite örtlich 8, auswärts 10 Reichspfennig: für Re- Klameanzeigen von 70 mm Breite 35 Reichspfennig, Platzvorschrift 20°/, mehr.

Chefredakteur:

Dr. Friedr. Wilh. Lange. Derantwortlich für Politik Dr. Fr. Wilh. Lange; für Feuilleton Dr.H.THyriot; für den übrigen Teil Ernst Dlumschein und für den Anzeigenteil Max Filter, sämtlich in Gießen.

Man konzediert der Republik und dem neuen Deutschland höchstens, daß die Demokratie von Weimar das Land vor den Bolschewrsten

nächster Zukunft deut an die immer noch Zögernden und im Wider- - * sprach Verharrenden, sich auf diesem Boden zu-

sammenfinden. Anderer Bekenntnisse und Gefuh^ ollten nicht verletzt werden, aber man dürfe auch nicht Spott und Hohn auf die Farben und den Staat von heute häufen. Es gelte im demokrati­schen Staatswesen für jeden, freudia mitzu- arbeiten. Hier biete die Weimarer Verfassung die Möglichkeiten, alle Kräfte auf ein Ziel zu lenken.

Darmstadt, 11. Aug. Die Verfassungsfeier in Darmstadt wurde am Samstagabend durch einen Fackelzug eingeleitet, an dem etwa 2000 Fackelträger teilnahmen. Am Sonntag vor­mittag fand ein F e st a k t im Städtischen Saalbau statt. Unter den Ehrengästen bemerkte man neben dem Staatspräsidenten D r. Adelung die Spitzen der staatlichen und städtischen Behör­den, der Industrie, des Handels, der Gewerkschaf­ten sowie der Kirchen. Nach der Oberon-Ouver­türe von Weber und einem Chor von Gluck hielt

Staatspräsident Or. Adelung

bauen..." kam von ------- - -

mit bunten Kleidern in die Arena hereinge^

Es war ein gut konservativer ostpreuhischer Mann, der verbunden vielleicht heute noch mit den Gefühlswerten der Vergangenheit, aber objektiv genug, anerkannt hat, daß auch in diesen Kämpfen Deutschlands ärmste Söhne gezeigt hätten, daß sie in den Stunden der Gefahr auch Deutschlands t r e u e st e

Oer Reichspräsident beim Festgottesdienst.

Berlin. 11. Aug. (WTB.) Reichs Prä- lident von Hindenburg nahm in Deglei» hing des Staatssekretärs Dr. Meißner und dcS Berliner Stadtkommandanten Generalmajor Freiherr von Schleinitz an dem Gottes­dienst in der Dreisaltigkeitskirche teil, der aus Anlaß der zehnjährigen Wiederkehr des Ver- fasfungstages von einer besonderen Feierlichkeit erfüllt war. Unter den zahlreichen geladenen Persönlichkeiten sah man auch die Staats- Minister Dr. Decker und H ö p k e r - W <h o f f. Der Reichspräsident wurde durch den Genial- fuperintendenten D. Karo sowie den Kirchen­vorstand empfangen. Der Reichspräsident wr^de bei der An- und Abfahrt von dem zahlreichen Publikum auf das herzlichste begrüßt.

Oie Verfaffungsfeier der Reichsregierung.

tig zu liquidieren.

diesen Tag nicht besser eini...... - daß wir der Hoffnung Ausdruck geben, daß es den Bemühungen der Staatsmänner der galten Welt gelingen möge, dieses Programm derVol- kerverständigung auch durchzuführen,, £>a- mit die Völker Ruhe und Frieden, die Wirtschaft der Welt Stetigkeit bekommt, daß Wohlstand und Glück allen Böllern erblühen mögen. Dieser Tag ist ein Tag der Freude, die notwendig ist, wenn wir den schweren Weg mit der Hoffnung cuf eine bessere Zukunft zurücklegen wollen; denn die Freude ist es, die die Seelen adelt. Hin Tag der Freude soll nicht geschmälert wer­den Deshalb werden Sie von mir nicht erwarten, daß ich in einer Betrachtung dessen, was ge- fchaffen ist, die alte Zeit, die Dergangen- Heit schmähe.

Es ist auch an sich unrichtig, daß das neue Deutschland etwa die Verbindung mit der Ver­gangenheit ablehnen könne. Auch in der ver- aangenheit, auch unter dec alten Staatsform haben wir Großes erlebt, und die Demokratie von Weimar ist nicht erst in Weimar entsprungen, sondern langsam herangereist, schon in der Vergangenheit unter der allen Staalssorm. Das Werk des Freiherrn vom Stein, die Kämpfe der 48er, die Geschichte tret Paulskirche, das allgemeine, geheime und direkte Wahlrecht, die Selbsterziehung der Arbeiterschaft in den sozialpolitischen Körperschaften, alles das sind Meilensteine aus dem Wege zur Demokratie.

Gießener Anzeiger

General-Anzeiger für Oberhessen

Herr Reichspräsident, hebe Volksgenossen! Es ist nicht das erste Mal, daß die Verfgssungs- feier der deutschen Republik in eine Zeit fallt, in der Schicksalsfragenderde utschen Ration, Schicksalsfragen der ganzen Welt zur Entscheidung stehen. Deshalb richten sich heute auch bei dieser Feier unsere Blicke nach de m Haag, wo die Vertreter der deutschen Regie- rung mit den Vertretern der Regierungen Euro­pas und der Welt sich mühen, aus den Fiuedens. anfängen des Jahres 1919 nun d e n w i r k 11 - chen Fried'-.....""""" "idnuk

Das Fe st spiel, das unter der Leitung von Reichskunstwart Dr. Redslob stand und von Josef von Fielih entworfen worden war, wurde mit dem Erscheinen der 500 Werkleute des Reiches eröffnet, die einzelne goldene Span­gen auf den Platz trugen und versuchten, dieselben zu einer Einheit zusammenzufügen. Der Männer- sprechchor des Deutschen Arbeitersängerbundes sprach dabei eine chorische Sprechmelodie. Unter dem GesangWir wollen eine goldene Drucke

ner Entstehung bewußt sind, sondern weil wir den Krieg verloren haben. Das Jahr, in dem wir leben, muß auch das letzte sein, in dem noch fremde Truppen auf deutschem Doden stehen dürfen, deren Zurückziehung mehr die Ehre derjenigen Mächte, die die Besetzung aufrechterhalten haben, als die der unfrigen ist. Möge man eine Frage der Ethik des Völker- lebens nicht zu einem Geschäft machen! Ich bin fest überzeugt, daß die Geschichtschreibung einmal den Wiederaufstieg unseres Landes nach einem Sturz ohnegleichen in die Geschichte der Völker einreihen wird als eine der größten Taten aller Zeiten. Das Deutschland, das im Jahre 1919 kein Schiff über 1200 Tonnen mehr hatte, hat in dem kurzen ^Zeitraum von zehn Jahren, der im Leben eines Volkes wenig be­deutet. einen deutschen Dampfer das Dlaue Land des Ozeans gewinnen sehen. Wir sind kein Volk des Reichtums, wir haben keinen fundierten Be­sitz mehr; wir haben nur ein Vorwärtsstreben der Persönlichkeiten. Aber vielleicht ist auch dies gegenüber dem Quietismus der Völker mit er­oberten Vermögen ein Vorteil. Ist es nicht et­was Großes, durch nichts anderes als den eiser­nen Willen sich und fein Volk vorwärtszutreiben? Lassen Sie uns, wie wir auch immer zu den Ereignissen stehen, die wir miterlebt haben, das was groß war in dem Alten, ehren und achten und mit allen Kräften leben für die Gegenwart und glauben an die deutsche Zukunft! Siresemann an den Reichspräsidenten.

Haag, 11. Aug. (WTB.) Anläßlich der heu­tigen Verfaffungsfeier hat Reichsminister Dr. Siresemann im Namen der deutschen Delegation folgendes Telegramm an den Reichspräsidenten gerichtet: Durch die Verfassung von Weimar hat das deutsche Volk sich ein neues Fundament seines Wiederaufbaues geschaffen. Zur zehnjäh-

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rl«$a^iK:r an^ diese Feststes- und Freiheit" appellierte dann der ®taatsPr1_ai1:

lui!^ dürfen1 ^morgen unb hi > h^t nn hie immer noch Zögernden und im 2ßiöer=

eTn SagVer deutschen Ration. (Lang anhaltender stürmischer Beifall.)

Das Berliner Sinfonieorchester spielte hierauf die OuvertüreNamensfeier" von Beethoven. In Vertretung des erkrankten Reichskanzlers Her­mann Müller sprach dann

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Worten Ausdruck gegeben habe. Hindenburg, der erste Soldat des alten deutschen monarchistischen Reiches, ist heute- als Reichspräsident d e r er ft e Bürger des neuen demokratische n Staates, ein Sinnbild für unwandelbare Ns.ichttreue, der sich die Ehrerbietung der ganzen Welt erzwingt.

Der Redner verlangte dann Achtung vor der ehrlichen Ueberzeugung des politisch Andersdenkenden. Wenn auch die Symbole des Staates von heute, die Färb en Schwarz- Rot-Gold, noch heftig umstritten feien, so habe aerobe der oolksparteiliche Reichstagsabgeordnete v. Kardorff jm Reichstag erklärt, daß trotz feiner hohen Liebe, 3ie er für die Farben Schwarz-Weiß- Not gehabt hätte, nun Schwarz-Rot-Gsld die fest- gelegten Farben des Reiches feien, die Achtung erforderten, wenn man die Achtung der Welt beanspruchen wolle. Zum Schluß erklärte Staats­präsident Dr. Adelung:Es gibt aber keine innere Freiheit ohne die äußere. Bei der Feier des 23er* faffungstages dürfen wir in Hessens Hauptstadt nicht übersehen, daß große Teile unseres Staatsgebietes immer noch von fremden Truppen be­setz t s i n d , daß seine Bevölkerung immer noch unfrei ist, unter fremder Gerichtsbarkeit steht. Die deutsche Republik hat seit ihrem Bestehen be­kundet, daß sie gewillt ist, in Frieden und Eintracht mit allen Völkern zu leben. Wir müssen deshalb mit Nachdruck immer wieder die Forderung in die Welt hinausrufen, endlich von dem unerhörten Druck der fremden Besatzung befreit zu werden, von dem fremden Militär, das eine Provokation und eine ständige G e - fährdung des Friedens barftellt. Wir haben die Hoffnung, baß biefe Erkenntnis auch jenseits ber Grenze gehört und unfern Landsleuten nach fast elf­jähriger Bedrückung endlich die vollkommene staats­bürgerliche Freiheit wird."

bewahrt habe. Wäre das auch nur das ein­zige Verdienst, es wöge schwer genug. Aber die Republik, die Verfassung von Weimar, hat Grö­ßeres geleistet: Sie h< .t die Reichsein- heil erhalten, und was mir als Vertreter der deutschen Arbeiterschaft zu betonen beson- ders am Herzen liegt, die Demokratie von Wei­mar hat die Arbeiterschaft zum Staat geführt, hat der Arbeiterschaft das Gefühl beigebracht, daß dieser neue Staat ihr Staat fei. Die Freude am neuen Staat hat sich gleich zu Beginn in der Abwehr feindlicher An­griffe auf Deutschlands Grenzen und Deutsch­lands Boden, auf Deutschlands Tlnabhängigkeck gezeigt. Als die Kämpfe in der Vor d m a r k zu bestehen waren, haben trotz aller Lockun­gen von dänischer Seite alle Schichten der nord- märkischen Bevölkerung mit dem Stimmzettel in der Hand diese umstrittenen Landesteile für Deutschland erhalten. Als in Oft freu Ben an den Abstimmungstagen die Frage zur Ent­scheidung stand, ob ostpreuhisches Land polnisch werden oder deutsch bleiben sollte, da haben auch die ostpreuhischen Arbeiter, und gerade sie, mit dem Stimmzettel in der Hand sich für Deutsch-

Lange bevor die Feier im Reichstage ihren iant> entschieden.

Anfang nahm, strömten bereits viele taufende - * * '

mm Platz der Republik, so daß gegen Mittag eine unübersehbare Menschenmenge den nefigen Platz füllte. Pünktlich um 12 ilfjr fuhr Reichs­präsident von Hindenburg vor dem Reichstage vor. Zur selben Minute marschierte die 9. Kompagnie des Jnfanterie-Reglments 7 aus Breslau im Paradeschritt unter klingendem Spiel an und nahm vor dem Reichstage Auf- Heilung. Inzwischen hatte sich der große Sitzungs­saal des Reichstages bis auf den letzten Platz gefüllt. Der Saal bot im reichen Schmuck von Blumen und fchwarz-rot-goldenen Fahnen ein festliches Bild. Die große Wandelhalle war mit den Fahnen der Länder und des Reiches und | den Düsten der Reichspräsidenten Ebert und von Hindeiiburg geschmückt. In der Vorhalle des Hauptportals war die Düste des Schöpfers der Weimarer Verfassung. Dr. Hugo Preuh, aus» gestellt. 3n der Diplomatenloge hatte sich unter Führung des Nuntius Pa^elli das diploma­tische Korps eingefunden. Aus der Regierungs- cstrade sah man die in Berlin anwesenden Reichs- Minister und preußischen Minister, ferner Staats­sekretäre des Reichs und Preußens, eme große Anzahl hoher Reichsbeamter, den Chef der Ma- rineteitung. QIDmirat ®r. «°-der. und Der. t re ter der Heeresleitung. Ebenso stark war die Estrade der Landesvertreter beseht. Wenige Mi­nuten nach 12 Ahr betrat Reichspräsident von Hindenburg, begleitet von dem Ver­treter des erkrankten Reichskanzlers. Reichswehr- minifter Oroener, und dem Reichstagsp^isi- denken Löbe, die Ehrenloge. Der seinem Ein­tritt begrüßten die Anwesenden den Reichsprä­sidenten, indem sie sich von den Sitzen erhoben. Nachdem das Derliner Sinfonieorchester das Concerto Gro'.io in D-Moll von Handel zum Vortrag gebracht hatte, sprach

Reichömmister Severmg:

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Die Verfaffungsfeier in Darmstadt.

Staatspräsident Or. Adelung mahnt zur politischen Duldsamkeit und fordert zur Mitarbeit am Staate aus.

Und daß Oberschlesien deutsch geblieben ist in den Jahren 1921 und 1922, das verdanken wir neben allen anderen Erwerbsständen nicht zuletzt der Treue der deutschen Arbeiterschaft. Das neue Deutschland wird blühen und gedeihen wenn es sich der einen Voraussetzung bewußt bleibt, die auch im Deutschlandliede Hoffmanns von Fallersleben anklingt, daß es ste t s zu Schutt und Trutz brüderlich zusam- menhält. An diele» DqMtzllMd.

Erscheint täglich,außer Sonntags und Feiertags.

Beilagen

Die Illustrierte

Gießener Familienblätter Heimat im Bild

Die Scholle.

!Honats:Bejugsprei$:

2.20 Reichsmark und 30 Reichspfennig für Träger- lohn, auch bei Richter- djtinen einzelnerRummern nfolge höherer Gewalt. Fernsprechanschlüfse:

2251, 2252 unb 2254.

Anschrift für Drahtnach­richten Anzeiger Hießen.

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Frankfurt am Main 11686.

Am Abend fanden Feiern in den beiden Staatsopern statt. Am Platz der Republik diri­gierte Generalmusikdirektor Herrn. <5$ erd) en Beethovens ..Egmonf-Ouvertüre und die ^Sym­phonie mit Chor, während der ehemalige Reichs- minifter Dr. David die Festrede hielt. Unter den Linden sprach der preußische 5inanamuufter Dr. Höpker-Aschoff, das Philharmoni^e Orchester spielte unter Generalmusikdirektor Dr. ollen eine gmuene . Wilhelm Furtwängler die Suite Dr.3 in

allen Seiten die Jugend D°Dur von Dach und Beethovens Leonoren

>- I Ouvertüre Nr. 3.

R-ichswehrminister Sroenen d°nn =n di°un-

Das deutsche Volk begeht heute zum zehnten Verdienste des ersten deutschen

Male die Feier des Tages, an dem die republika- Neichspräsibenten Friedrich Ebert uni die nische Verfassung Rechtskraft erlangt hat Wir be5 deutschen Volkes in den Zeiten

gedenken pietätvoll der Vergangenheit, wir geben innen; und außenpolitischer Kampfe, Ver-

uns Rechenschaft über tue letzten ^hn Jahre und benen im Vorjahr der volkspartelliche Ab-

geloben, füc die Gestaltung der ^uhmft unfer 'bnetc 0 Kardorff im Reichstag in beredten Bestes einzufetzen. Einigkeit und Recht , » und Freiheit waren die Zauberworte, die uns über das Schwerste hinweggebracht haben, fie mögen auch der W e g w e i s e r i n e i ne bessere Zukunft fein. In dem fchichalschwe- ren Ringen um den Lebensraum des deutschen n QIu (WTB.) Der Verfaffungstag

Volkes, um den wir gerade in diesen Wochen h^ute Haag von der deutschen Dele--

kämpfen. schweige der Streit der Memungem feierlich begangen. Die Reichsminister.

Kriea endaül- I Dankbarkeit und Pflicht gemahnen uns^ an dem Staatssekretäre und die übrigen Mitglieder

ben berzustellen ^n Krieg endg zehnjährigen Gedenktag der'Weimarer Dnfafsung Delegation nahmen an den Festgottesdiensten

Keren. And rch glaube, wir können st e n P r ä s i d e n t e n der deutschen Re- deutschen Gemeinden im Haag teil,

nickt besser emleite . I publik Friedrich Ebert zu gedenken Wir QIm Albend fand in der deutschen Gesandtschaft

beugen uns in Ehrfurcht vor der hehren Gestalt ^QQg cine Verfaffungsfeier statt, an der unseres jetzigen Reichspräfidenten o^r famtc Delegation sowie die im Haag

uns in Deutschlands schwerster Zeit Führer _toar, antoefenöen deutschen Pressevertreter und die und dessen Leben und .Arbeit auch kunsUMn Äolonie beteiligtem Rach Begrüßungs-

unser Symbol ist. Das m der Republik geeinte toortcn des deutschen Gesandten Grasen v. Zech ­deutsche Volk, es lebe hoch! Burkersroda hielt

Die Versammlung erhob sich und stimmte in ,, .

das Hoch ein. Der gemeinsame De^g der ersten MlNlster Or. StreseMUNN

Slnlpradic. in Der er u. a.. tagte: ®enn

beendete me o , < Reicksvrä- I wir uns vergangener Zeiten erinnern, so war

. , tages. Nach der Feier begab sich ^eichspra- wir uns =0 9 zweiten Punischen Kriege | s ident von §^i n&enb urg jum Platz der oer^eo^ " Versailles.

^^^'mi^stürEchm Hochrufen prüfet. -Unter Unzweifelhaft stehen wir hier in den Derhand- LE7än^7'§A^rmnM-Z J^t^ Dar iungen^m «A^°^^7^gr^^t,che^n. Reichspräsident die Fr o n^ ^^Piah zwei einander, der Gedanke der Souveränität und der

p a g n i e ab wahrend über de V V & Gedanke der völkerverbindenden internationalen

Ve7der"Lichspräfident gemeinsamen Arbeit.

seinen Kraftwagen und fuhr langsain unter et- zlber eine freudige Zusammenarbeit der Na-

neuten Hochrufen und Tücher- undt Huteschwen- fionen j» nur möglich, wenn eine die andere

len des Publikums zum Reichsprasidentenpalais nur mit 2Bortcn, sondern in Wirklichkeit

zurück. als gleichberechtigt anerkennt und

(?in im Gtamon. ihr diejenige freie Souveränität zu«

' ir ., gesteht, die die Grundlage ist für jede Entwick-

Derlin, ll.Aug. (002*5.) 3mlung eines Volkes und eines Staates.

SJen"6 Saffung^g^ DaÄ D« Mas notoenhie ist. um Dt- Dasts ,u «affen Reichsregierung, der preußischen Staatsregierung für eine solche Zusammenarbeit das ist von und der Stadt Berlin veranstaltete Festspiel Deutschland geschehe n. Bei dem, was Wit statt zu dem ein außerordentlich zahlreiches finanziell zu leisten haben sind wir zum Nilnde- Publikum erschienen war. Beim Erscheinen der sten bis an die Grenze dessen gegangen, was Ehrengäste unte! denen sich die Reichsminister einem Volke überhaupt xugemutet werden kann, ©rnner Gering, v.GuLard. Wissell und Dicht weck Wit uns schulöig am Kriege oder sei-.