Ausgabe 
12.4.1929
 
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Aus öer Pwvinzialhauptstadt. I Atzx Theaierverirag Gießen - Bad-Nauheim Gieren den 12. Qtbril 1929. z _

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** Das neue Schuljahr der Fortbil­dungsschule beginnt am Montag, dem 15. April. Heber die Anmeldung der neu eintretenden Schüler und Schülerinnen enthält eine Bekanntmachung des Stadtschulamts im heutigen Anzeigenteil die näheren

Amtsgrricht Gießen.

* Gießen, 9. April. 'Sin Kra,twagenführer fuhr an einem an einer Haltestelle stillstehenden Straßenbahnwagen auf der Seite, an der ein- und ausgestiegen wird, in scharfem Tempo vor­über. Dies darf im Interesse des Publikums nicht sein. Er hätte aus naheliegenden Gründen ein langsames Tempo einschlagen müssen und hat sich deshalb strafbar gemacht.

Auf der Straße HeuchelheimGießen vor der Lindenburg kollidierte eines Abends ein Krast- radführcr mit einem Radfahrer. der neben zwei anderen Radfahrern von Heuchelheim nach Gießen

QH. Don der Landes»Univ ersität Hießen. Der außerordentliche Professor an der Universität Tübingen D. Dr. Schumann hat den an ihn ergangenen Ruf an unsere Alni- versität an Stelle des nach Marburg gehenden ordentlichen Professors D. Dr. Frick angc-

Angaben. ,,. ,

** Anmeldung versicherungspflrch- tiger Betriebe und Tätigkeiten. Dos Versicherungsamt der Stadt Gießen veröffentlicht im heutigen Anzeigenteil nochmals eine Bekannt­machung über kne Anmeldung versicherungspflich­tiger Betriebe und Tätigkeiten. Es wird erneut darauf verwiesen, daß die Anmeldung spätestens bis zum 15. April erfolgt sein muß. Räheres über diese wichtige gesetzliche Vorschrift ist aus der Bekanntmachung zu ersehen.

nommen. Der außerplanmäßige auherordent- liehe Professor für semitische Philologie Dr. Ju­lius Lewy wurde zum planmäßigen außer­ordentlichen Professor ernannt.

zu bewirken.

* Die Feueralarmsirenen werden am morgigen Samstagnachmittag um 3 Uhr ertönen. Es handelt sich habet nur um einen Probealarm, so

-ebenso guft- mehr alsdie Hälfte billiger1

toPfd.50Pfq.)

und so sparsam imjße brauch

auf Herz und Nerven, die viele Menschen beim Boh­nenkaffeegenuß empfin­den, fallen weg, wenn Sie Kaffee Hag trinken. Kaffee Hag ist coffein­frei und völlig unschäd­lich. Aroma und Geschmack sind von unübertreff­licher Güte, denn Kaffee Hag ist eine Mischung feinster central - und südamerikanischer Kaffeesorten. Es gibt keinen besseren Bohnen­kaffee als Kaffee Hag. Machen Sie einen Versuch.

Kunst und Wissenschaft.

Enrico Jetti t-

Wie aus Rom gemeldet wird, ist dort bet frühere Führer der Sozialistischen Partei und bo kannte Strafrechtslehrer an der römischen Universi­tät, Prof. Enrico Ferri, nach kurzer Krankheit im Alter von 73 Jahren geftorben. Ferri mar mit Lombroso Begründer der Kriminalanthropologie.

Nein"

nur noch

Gießenund BaV-Rauheim zustande gekom­men. Rach diesem Vertrag verpflichtet sich die Stadt Gießen, in der Zeit von etwa 15. Mai bis etwa 15. September wöchentlich abwechselnd ie zwei oder se drei Schau- oder Lust- spielaufführungen im Dad-Rauheimer Kurhaus zu veranstalten. Die Vorstellungen sind durch das Schauspielenfemble der Stadt Gießen zu geben, ausnahmsweise können aber auch im Ein­verständnis mit der Bad-Rauheimer KurdireMon Gnsemble-Dastsptele veranstaltet werden. Die Bade - und Kurverwaltung hat sich Vor­behalten, während der Spielzeit des Gießener Stadttheaters eigen eT heateraufführun- gen (Opern- und Operetten», aber nicht mehr al» 12 im ganzen, herauSzubringen. Dad-Rau- heim wird, wie bisher, die Aufführungen de« Gießener Ensembles im Rauheimer Kurhause hin-

Der Hess. Landesverband für das Dekorateur-, Sattler- und Tape­ziere rgewerbe hält, wie schon kurz gemeldet, am nächsten Samstag und Sonntag in Gießen auf der Liebigshöhe feinen 7. LandeSverbands- tag ab. Am Samstagnachmittag Wird zunächst durch den Derbandsvorsitzenden. Fr. Schütz (Darmstadt), eine Ausstellung eröffnet, anschlie­ßend findet eine Obermeistertagung für sämtliche Innungen Hessens statt. Am Abend veranstal­tet die hiesige Sattler- und Tapezierer-Zwangs- Jnnung einen Degrüßungsabend auf der Lre- bigshöhe. Der Sonntagvormittag ist für die Ver­handlungen vorgesehen. Hierbei wird nach der Eröffnung des Landesverbandstages u. a. der Jahresbericht des Vorstandes erstattet. Fer­ner wird der Vorsitzende des Reichsfachverbandes deutscher Sattler- und Tapezierermeister, P. Scholz (Berlin), einen Dortrag halten über das SchemaPraktische Organisattonsarbeiten im Sattler- und Tapeziererhandwerk". Hierauf folgt ein Vortrag des Syndikus R ö h r von der Hand- Werkskammer-Reben stelle Gießen über ..Die neue Handwerkernovelle und deren Auswirkung au) das Handwerk". Weiter wird man sich mit Sta­tutenänderungen, eingelaufenen Anträgen, der Vorstandswahl und der Wahl des nächstiährigen Tagungsortes beschäftigen. .

Der Alpen- Film im Llchtspiel- haus Bahnhofstraße. Seit gestern wird im Lichtspielhaus Bahnhofstraße em Film über die Alpen und damit eine bildhafte Berichterstat­tung vom Schweizer Volk und seinen Bergen gezeigt. Wenn jemals die Bezeichnung ^Kultur­film im besten Sinne des Wortes" am Platze war, so ist es bei diesem Film der Fall. Dwser Alpen-Film gehört unstreitig zu den wertvoll­sten und zugleich spannendsten Stücken, die das Lichtspielhaus bisher geboten hat. In seinem er­sten Teile zeigt der Film die vielfachen land­schaftlichen und städtebaulichen Schönheiten des von der Ratur in so überaus reichem Maße be­günstigten Schweizerlandes, eine Anzahl Bilder aus der schicksalsrcichen Geschichte der Schweizer

Daten für Samstag, 13. April.

Sonnenaufgang 5.10 Uhr, Sonnenuntergang 18.52 Uhr. Mondaufgang 6.54 Uhr.

1598: Heinrich IV. von Frankreich gewährt im Edikt von Nantes den Protestanten Religions­freiheit; 1695: der französische Dichter Jean I de Lafontaine in Paris gestorben; 1872: der Schriftsteller Roda Roda in Pußta-Zdenci geboren.

Bornotizeu.

TageSkalender für Freitag. Stadttheater:Der Mikado", 19.30 bis 22.15 Uhr. Lichtspielhaus Bahnhofstraße:Die Alpen-. Astoria-Lichtspiele:3ft Eddy Polo schuldig?".

Stadttheater Gießen. Aus dem Stadt­theaterbureau wird uns geschrieben: Am Sonntag, 14. April, wird zum letztenmalDer Mustergatte von Avery Hopwood gegeben. Dieses kleine, harm­lose Lustspiel hat sich in Gießen mit einem ehrlichen Erfolg das Publikum gewonnen. (Spielleitung Karl Dolck.) Die Intendanz hat daher an Stelle des Marcell-Salzer-Abends, der wegen Erkrankung aus« fallen muß, dieses englische Stück als Fremdenvor- flellung festgesetzt. Ermäßigte Preise. Der starke Erfolg von Georg Kaisers ,£ftobertag ist für das Abonnenten-Publikum von großem Interesse. Das Schauspiel wird am Dienstag, 16. April, das erste- rnat wiederholt. Intendant Dr. Prasch bereitet feine nächste Inszenierung vor: Das Schauspiel .Thomas Paine" von Hanns Johst, die Erstauf- pchrung findet am Mittwoch, 17. Aprll, statt.

Hallo Theater! Man schreibt uns: dlnter diesem Titel mit dem UntertitelEin Mi- inennachtspuk" geben die Mitglieder des Stadt­theaters am Samstag, 20. April, einen bunten Vorstellungsabend, an dem schmissige Sketche, Em- «kter, Dialoge, Tänze aufgeführt werden. Die Veranstaltung findet als Äachtvorstellung tm Htadttheater statt und beginnt um 20,30 Uhr. Jazzmusik und Conference sollen für das nötige Tempo sorgen.

sehr bedeutsame Tatsache ist in dem Vertrags­abschluß für die Dommerspielzett 1929 die Ver­pflichtung der Rauheimer Bade- und Kurverwaltung zum Mittrag en eines etwaigen Defizits der Gießener Spielzeit in Bad-Rauheim zu vermerken: während in den letzten Jahren das gesamte Risiko der Rauhetmer Theaterspielzeit von Gießen allein getragen wer­den mutzte, hat sich nunmehr die Bade- und Kur­verwaltung verpflichtet, ein etwaiges Defizit zur Hälfte zu übernehmen; jedoch hat diese Ab­machung nach oben hin eine Begrenzung erfahren, die aber immerhin eine Zahlungsverpflichtung Bad-Rauheims in Hohe von etlichen Tausend Mark Vorsicht. Diese neue Vereinbarung ist als ein begrüßenswerter Fortschritt bei dem jetzigen Vertragsabschluß anzu­sehen, da er nunmehr sicherstellt, daß auch die wirtschaftlichen Belange der Stadt Gießen bei dem Theatervertrag mit Rauheim in gebührender Weise berücksichtigt werden. Der Vertrag ist zunächst nur für die diesjährige Sommerspielzeit abgeschlossen worden, man darf aber wohl annehmen, daß er auch für die weiteren Abschlüsse in der Zukunft grund-

3n unserem Zeitalter der Technik, des Sportes md der Hygiene ist so manch alter Brauch als iberflüssig fallen gelassen. Für den modernen Ztäbter bedeutet der Winter nicht mehr tote rüher eine Zeit der Trägheit und Ruhe eine Periode des Hockens hinter dem Ofen und der Acheu vor frischer Luft. Wir wissen letzt, daß inch in der kalten Jahreszeit derbewegte Aufenthalt im Freien der Gesundheit und körper­lichen Ertüchtigung sehr zuträglich ist; ja, datz ogat zahlreichen Kranken Winterkuren im Ge- 6irgc Besserung und Genesung von ihren Leiden bringen. Demgemäß haben auch in unserer Zeit die ehedem so beliebten Frühjahrskuren itart an Kredit verloren. Damals unterzogen sich die Menschen, wenn der Lenz die Macht des rauhen Winters brach, Aderlässen und Schröpfkuren; sie nahmen Schwitzbäder und trän- ________________ . ,

fen abführende TeeS und Wässer, um den trügen sichtlich der Bühnenausstattung unterstützen, so- Körper von den angesammelten Schlacken der | txrr Otaubeimer FunduS dteS gestattet; ander- kalten Monate zu befreien. Heutzutage bedeutet der llebergang zur wärmeren Jahreszeit keinen ttefgreifenden Wechsel in den LebenSgewohn- heiten mehr, und solche einschneidenden Proze­duren erübrigen sich von selbst. Doch auch heute noch besteht bei dielen Menschen der Wunsch, die neu erwachenden Lebenskräfte im Frühjahr zu fördern. Vielleicht mit einer gewissen Berechti­gung wird Umschau gehalten nach solchen Kur- mittelN, mit deren Hilfe die mehr oder weniger eingerosteten Muskeln und Gelenke wieder ge­schmeidig, die Ermattung und Erschlaffung be­schleunigt ausgetrieben wurden. WaS liegt naher, als im Frühjahr ausgiebige Wanderungen durch Gottes erwachende Ratur zu unternehmen! Dank den verstärkten Muskelanstrengungen wird die Verbrennung jeder ermüdungbringenden Schlacken und Stoffwechselprodukte erhöht, zumal wenn zu­gleich eine gewisse Mäßigkeit im Essen und Trin­ken Platz greift. Sicherlich wird es auch eine nicht geringe Zahl von Menschen geben, bei denen her Arzt im Frühjahr den Gebrauch leichter ab- ------ - m v

Ehrender Wässer zur Entlastung des Ver- I daß zu Beunruhigungen kein Grund vorhanden ist. dauungskanalS und der Leber für angebracht -- * - x..

halten wird. Wenn der Besuch etneS Kurortes r Durchführung einer Trinkkur in Frage kommt.

ist es zu empfehlen, möglichst nicht m der Hochsaison, sondern eher im Frühjahr diese Bader aufzusuchen. Denn in dieser Oahreszett durften Sie Rachteile der lleberfüllung, wie sie der Hoch­saison nun einmal trotz allem eigen sind, im all­gemeinen fortfallen, was dem Heilerfolg der Trinkkur nur zuträglich sein kann. Dr. M.

Nach langwierigen Verhandlungen ist in den letz- ten Tagen der endgültige Abschluß des neuen Theatervertrage« zwischen

wett der Rauheimer FunduS dteS gestattet; ander­seits wird das Gießener Theater mit seinem Aus­stattungsmaterial erforderlichenfalls die von der Kurdirektton veranstalteten Opern- und Operet- ten-Aufführungen fördern helfen. Als neue und

** Aufhebung einer polizeilichen Meldestelle. Das Polizeiamt teilt mit: Vom 15. April ab wirb die Meldestelle des III. Polizei- Reviers, Kirchstraße 11, aufgehoben. Alle zum lII. Polizei-Revier gehörenden Einwohner haben von diesem Tage ab ihre An-, Ab- und 11m- meldungen beim Einwohner-Meldeamt Im neuen Polizeiamtsgebäude, Landgraf Philipp-Platz 1,

Eidgenossenschaft und eine Reihe von eindrucks­vollen Bildern über Volkssitten, deren starker Reiz in der Ursprünglichkeit echten bodenständi- gen DvlkstumS liegt. Der zweite Teil des Film« zeigt die Schweiz als Land des großen Fremden- vmehrs. der alljährlich viele Tausende aus allen Teilen der Welt in das wunderbare Berg­land bringt. Man kann bei öem Besuche dieser Filmvorstellung im Geiste eine außerordentlich genußreiche Rundreise durch die verschiedensten Gebiete des Schweizerlandes und zu jeder Jah­reszeit machen und kommt dabei in vollem Maße auf seine Rechnung. Denn nicht nur aus dem Hochgebirge, sondern auch aus den Doralpen, aus den Städten und von dem Leben und Trei­ben auf dem Lande kann man sehr gute und mit sicherem Blick für das Feine in der Landschaft aufgenommene Bilder an seinem Auge vorübet- aieSen lassen. Auf Einzelheiten in diesem Zu­sammenhänge einzugehen, ist nicht möglich, da die Hervorhebung irgendeines Abschnittes unbe­dingt eine llngerechtigkeit gegenüber den übrigen Teilen des Fnlmwerkes bedeuten würde. Man kann hier nur eins tun: nämlich dem Film al« Gesamtwerk eine warme Empfehlung für seine hiesigen Aufführungen mitgeben und den Mit­bürgern anraten, sich diese Vorführungen nicht entgehen zu lassen. Das Schuhplattler- und Gefangstrio der Familie Schneider bringt im Rahmen der Filmvorführung eine Anzahl Ge­sänge und Tanzdarbietungen aus dem Bereiche des Alpenlandes, während das Lichtspielhaus­orchester in recht anerkennenswerter Weise für eine reichhaltige musikalische Umrahmung des Filmes sorgt.

Fer nwettschreiben in Einheits- kurz f ch r i s t. Dom Deutschen Stenographen- bund, der die Einheitskurzschrift vertritt, ist am 10. März in ganz Deutschland ein Fernwettschrei­ben abgehallen worden. Rach dem nunmehr festgestelllen Ergebnis hat die Veranstaltung einen glänzenden Verlauf genommen. Der Wett­bewerb bestand in einem Richtigschreiben und einem Schnellschreiben. Die Teilnehmer am Dich- tigschreiben hatten unter Aufsicht einen Te?t von 600 Silben in korrekte stenographische Derkehrs- schrift im Zeittaum von 30 Minuten zu über­tragen. Beim Schnellschreiben betrugen die Spitzenleistungen 340 Silben in der Minute. Es beteiligten sich rund 30 000 Personen, die 17 000 Arbeiten im Richtigschreiben und 24 000 Arbeiten im Schnellschreiben, also zusammen 41 000 Ar­beiten ablieferten. Die große Beteiligung und die erzielten vorzüglichen Leistungen erbrachten er­neut den Beweis für die außerordentliche Ver­breitung und die unübertreffliche praktische Brauchbarkeit der Einheitskurzschrift, die von den Reichs- und Länderregierungen vor einigen Zähren unter Ausschluß aller anderen Systeme im Schulunterricht eingeführt und für die An­wendung im Dehördenbetriebe vorgeschrieben worden ist.

NdlUrliches

fuhr; ersterer tarn zu Fall und verletzte stch schwer. Tatzeugen, die erschöpfend den Vorfall schildern konnten, waren nicht vorhanden. Beide Fahrer wurden wegen Verletzung von Verkehrs- Vorschriften angenagt. Der Radfahrer wurde freigesprochen. Bezüglich des anderen Angeklag­ten, der hinter den Radfahrern fuhr, nahm das Gericht an, datz er die Radfahrer überholen wollte und dabei die äleberholungsvvrschriften nicht einhisll. Er fuhr offensichtlich zu eng an bi« Radfahrer, bzw. den Mitangeklagten, heran und stieß an dessen Rad, wodurch der Fall veranlaht wurde. Die nebeneinander fahrenden Radfahrer nahmen höchstens die Hälfte der Fahrstraße ein. so daß der Angeklagte hinreichend Gelegenheit hatte, reibungslos an den Radfahrern vorbei­zufahren.

Ein Landwirt hatte eine ausländische Arbeiterin angenommen und dabei nicht die für Derartige Einstellungen bestehenden strengen Vorschriften eingehalten. Er befand sich in einer gewissen Rottage. Diese lieh seine Verfehlung -war in einem milderen Lichte erscheinen, konnte aber seine Freisprechung nicht bewirten.

Ein Viehhändler hatte di« rechtzeitige Einttagung von erhandeltem Vieh in das Haupt­tontrollbuch schuldhaft versäumt und sich deshalb strafbar gemacht.

Sämtlich« Angellagten. die für schuldig be» funden wurden, erhielten Geldstrafen je nach der Schwere ihrer Verfehlungen.

jetn Weisel, Giefoen, Soanenstrafte 6, Telephon Nr. 8S

Berliner Börse.

Berlin, 12. April (WTD. Funtspruch.) Auf leichtere internationale Geldoerhällnisse (in Reu- york war Tagesgeld gegen Schlutz der Börse 3 Proz. Brief) fanden die gestern im Vorder­grund stehenden hiesigen Diskontbetrachtungen heute früh eine beruhigtere Beurteilung, und die Stimmung war allgemein freundlicher. Auch positionstechnttch ist die Situation als günstig anzusprechen, da geltem seitens der Spekulation Blankoabgaben erfolgt waren. Kurse sind bisher noch nicht zu hören. Am Devisenmarkt nannte man: London gegen Spornen 32,55, London gegen Berlin 20.4675, London gegen Kabel 4,8542, Kabel gegen Berlin 4.2165.__

Sprechstunden der Redaktion

11.30 bis 12.30 Uhr, 16 bis 17 Uhr. Samstag nachmittag geschloffen.

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