Ausgabe 
11.10.1929
 
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Fußballklub 1926 Großen-Buseck.

Rächsten Sonntag fährt die 1. Mannschaft Großen-Dusecks nach Laubach zum fälligen Verbandsspiel. L a u b a ch steht bis jetzt un­geschlagen an der Tabellenspitze, und muß als ernsthafter Gegner bezeichnet werden, zumal sie auf eigenem Platze sehr gefährlich sind. Die körper­lich schwache Busecker Mannschaft wird alles aufbieten müssen, wenn sie ein günstiges Resul­tat herausholen will. Trotzdem Duseck zu guten Leistungen fähig ist, muß man das Spiel als völlig offen ansehen, da beide Mannschaften Sie- gesaussichten haben.

Großen-Dusecks Jugend fährt nach Büb­lingshausen, um der dortigen Jugend das Pflichtspiel zu liefern, äleber die Spielstärke der Gastgeber ist hier wenig bekannt. Die Dusecker werden es nicht leicht haben, den Sieg zu er­ringen, zumal sie mit Ersatz spielen.

Arbeiter-Turn- und Sportbund.

Am kommenden Sonntag stehen sich in Heuchel­heim Heuchelheim I und Wieseck I gegen­über. Heuchelheim, das in seinen letzten Spielen eine beachtliche Stärke gezeigt hat, wird am kom­menden Sonntag den Vorteil des eigenen Platzes auszunutzen versuchen, um die bis jetzt ungeschla­genen Gaste mit einer Niederlage nach Hause zu schicken. Aber auch die "Gäste sind sich des schweren Ganges nach Heuchelheim bewußt, und sie werden alles aufbieten, um nicht zu unterliegen.

Gießen I b hat auf dem Trieb di« erste Mann­schaft Großen-Lindens zum Gegner. Nach den Leistungen der Gäste in den letzten Spielen muß Gießen sich sehr anstrengen, wenn es nicht unterliegen will.

Wetzlar I ist in Lollar 311 Gast und wird sich trotz aller Anstrengung mit einer Niederlage abfinden müssen, wenn die Einheimischen nicht mit Ersatz antreten.

3n der zweiten Klasse ist Burkhardsfelden in H u n g e n zu Gast. Ob es ihm gelingt, abermals einen Sieg zu erringen, ist ungewiß.

Dau bringen I wird sich in Oden hausen gegen die dortige I. Mannschaft abermals zwei wert­volle Punkte holen.

Beuern und Grünberg werden sich in Beuern ein ausgeglichenes Spiel liefern.

Hachborn wird in Oppenrod auf einen schweren Gegner stoßen, der sich, zumal auf eigenem Platze, nicht schlagen lassen wird.

W i e s e ck II ist in Waldgirmes zu Gast, und wird sich, wenn es nicht wieder mit Ersatz an­tritt, den Sieg nicht nehmen lassen.

Rödgen wird in Bellst«in auf eigenem Platze einen harten Gegner haben. Der Ausgang ist offen zu lassen.

Klein-Linden tritt in Watzenborn an und wird sich sehr anstrengen müssen, wenn es keine empfindliche Niederlage erfeiben will.

Rodheim I und Kinzenbach I stehen sich in Rodheim gegenüber. Der Ausgang dieses Tref­fens ift .offen zu lassen.

In der Jugendklasse spielen: Heuchelheim gegen Wieseck I; Gießen gegen Rodheim: Naunheim gegen Treis: Watzenborn gegen Klein-Linden: Gro- ßen-Linden gegen Wieseck II, jeweils auf dem Platze des erstgenannten Vereins.

*

herbsikonferen; des 3. Bezirks.

Am vergangenen Sonntag fand in Gießen die Herbftkonferenz des 3. Bezirks statt, die sehr stark besucht war. Bezirksvertreter Kuntzemüller ge­dachte zu Beginn der Tagung in ehrenden Worten der verstorbenen Frauenturnwartin Emilie Lin­de n st r u t h , Heuchelheim. Dann folgte die Bericht­erstattung über das diesjährige Bezirksfest in Heu­chelheim, das einen guten Erfolg zu verzeichnen hatte. Auch die übrigen Bezirksveranstaltungen nahmen einen guten Verlauf. Hierauf referierte Kreisspartenleiter Schmidt, Frankfurt a. M. über das diesjährige Bundesfest in Nürnberg und interne Organisationsfragen. Weiter gab er Rat­schläge über die Werbemöglichkeiten im 3. Bezirk. Sodann wurden die Anträge besprochen und dar­über entschieden. Als Ort für das nächstjährige Be­zirksfest wurde Wißmar bestimmt. Zum Schluß wurden noch einige Anfragen von Delegierten von dem Vorstand in zufriedenstellender Weise beant­wortet.

Neue Frankfurter Großsiedlung.

WSR. F r a n k f u r t a. M., 9. Ott. Der Haupt- ausschuh der Stadtverordnetenversammlung hat nach dem Projekt der Gartenstadt 21. G., zwischen Riederrad und Schwanheim eine Großsiedlung von rund 8500 Woh­nungen zu erstellen, seine Zustimmung gegeben. Vorgesehen sind 5020 kleine und billige Woh­nungen, 2400 mittlere Wohnungen und 1100 grö­ßere Wohnungen. Die 2lusführung des Gesamt­projekts ist auf fünf Jahre vorgesehen. Der Ge- scuntkostenaufwand beträgt rund 120 Mill. Mk. Das Aktienkapital der Gartenstadt QL G. wurde auf 12 Mill. Mk. erhöht. Die jährlichen Aufwen­dungen für Zinsen usw. sollen durch die Miete ausgebracht werden.

Das Ende eines städtischen Krastomnibusverlehrs.

WSR. Wetzlar, 9. Okt. Das Wetzlarer Derkehrsunternehrnen geht zum l.Rov. auf die Reichsp 0 st über. Die Reichspost über­nimmt einen Teil des Wagenparks und wird einen Mindestfahrplan, wie er sich aus den Derkehrsbelangen der Stadt ergibt, durchführen. Die Garagen des bisher städtischen Verkehrs­unternehmens werden gleichfalls von der Post übernommen, ob pachtweise oder durch Kauf, ist nixf) nicht entschieden. Damit geht ein Unter­nehmen zu Ende, das vor zwei Jahren mit großen Hoffnungen ins Leben gerufen worden war. Es war trotz aller Reformen und Aende-

rung der Wagenthpen nicht möglich, eine Ren­tabilität herauszuwirtschaften. Die Betriebs­verluste erreichten schließlich monatlich an­nähernd 5000 Mark.

Kirche und Schule.

Tagung der Oorfkirchenfreunde in Nidda.

Am Montag fand in Ridda die diesjährige Tagung der Dorfkirchenfreunoe für das südliche Oberhessen statt.

Die Versammlung war wesentlich geringer be­sucht, als in früheren Jahren, da in den letzten Wochen eine ganze Reihe kirchlicher Qkianftal» tunaen abgehalten wurde. Dekan S c r i b a (Ridda) eröffnete die Sitzung. Dekan Bär, (Lind­heim) hielt zunächst, kirchlichem Brauche entspre­chend, eine kurze biblische Andacht. Danach be­richtete der Vorsitzende über das Wachstum und die Tätigkeit unserer Dorfkirchengruppe im ver­gangenen Jahre. Um die breitere Oeffentlichkeit unserer Dörfer über die Bewegung auf dem Laufenden zu halten, ward beschlossen, den meist­gelesenen Sonntagsblättern vierteljährlich eine Beilage anzufügen, die zumal die Kirchenvor- steher über unsere Ziele und Arbeitsweisen unter­richten soll.

Hiernach ergriff Pfarrer Weber (Lampert­heim das Wort zu einem von frischer Begeiste­rung erfüllten Vortrag überUnsere Aufgabe in Den gegenwärtigen seelischen und wirtschaft­lichen Röten des Dorfes". Er legte die Ursachen dar, die zu der gegenwärtigen Zerrüttung unserer Dörfer geführt haben, um darauf in der stillen und geduldigen Predigt vom Kreuz als der Offenbarung des Gerichtes und der Gnade des lebendigen Gottes den vornehmsten Weg zur Ueberwindung der Dorfnöte in unserem Ueber- gangszeitalter zu erblicken. Eine angeregte Aus­sprache tat kund, daß die angerührten Fragen die Gemüter der Zuhörer lebhaft bewegen. Rach­mittags stand die Frage der Volkshochschule zur Erörterung. Die oberhessischen Dorfkirchenleute sind seit etwa Jahresfrist mit der christdeutschen Jugend in Hohensolms in enge Arbeitsgemein­schaft getreten, da ihre letzten religiösen und volk- lichen Ziele sich nahezu decken. Darum war zu der heutigen Tagung der Heimleiter von Hohen­solms, Dr. Paul Kammer, gebeten worden, sich überDie Dorfkirche und die Arbeit der Heim­volkshochschule in Hohensolms" zu verbreiten. In erquickenden Ausführungen erzählte der Vor­tragende, in welcher Weise man auf der roman­tisch gelegenen Jugendburg künftige Führerper­sönlichkeiten heranzubilden bestrebt ist. Reben praktischen Hebungen steht die Beschäftigung mit den unumgänglichen Wissensstoffen. Wichtiger aber ist die Einfügung der Schüler in die von einem feinen Geiste erfüllte Lebensgemeinschaft zwischen Führern und Schülern auf der Burg. In lebhafter Besprechung gab Dr. Kammer noch manchen Aufschluß über auftauchende Fragen. So stand die diesjährige Tagung wohl an Um­fang, aber nicht an innerem Gehalt unseren früheren Veranstaltungen nach.

Vermischtes.

Statt Hochschule technische Fakultät.

Der Reichsoerband der deutschen I n - d u st r i e und der Verein Deutscher In­genieure haben sich wiederholt sehr nachdrücklich gegen die verschiedenen Absichten von N e u g r ü n - düngen technischer Hochschulen gewandt, und ihre energischen Warnungsrufe haben in der Oeffentlichkeit allenthalben große Beachtung gefun­den, so daß von den Gründungsabsichten einiger deutscher Städte 21 b ft a n b genommen wurde. Die UeberfüUung der technischen Berufe und die Aussichtslosigkeit eines beruflichen Fortkommens haben alle verantwortlichen Instanzen und Behör­den Daoon- überzeugt, daß Neugründungen van Tech­nischen Hochschulen in der gegenwärtigen Zeit ge­radezu unsinnig sind. In diesem Zusammenhang wird nun bekannt, daß die Universität Kiel sich mit der Absicht trägt, eine technische F a - kultät als Ersatz für eine neue tech­nische Hochschule ins Leben zu rufen, und es ist von ihr bereits ein Ausschuß für die Ein­führung des technischen Studiums an der Universität Kiel gebildet worden der eine Denkschrift ausgearbeitet und an alle in­teressierten Stellen gesandt hat. Sie geht von dem Gedanken aus, daß die allseitig als notwendig an­erkannte Reform der akademischen In- genieurerziehung am besten auf dem Boden der Universität erfolge. Nach Hervor­hebung der verschiedenen Gesichtspunkte, die für die Verwirklichung dieser Bestrebungen sprechen, gipfelt die Beweisführung in dem Gedanken, daß auf diese Weise mit weit geringeren Mitteln, als sie die Neueinrichtung einer Technischen Hochschule erfordern würde, nicht nur die Verwissen­schaftlichung der Technik erreicht, sondern auch die Technik als Bildungselement in die Erziehung der führenden Geistesschichten eingeführt werden könnte. Diese Denkschrift ist so­wohl dem V.D.J. als auch dem Neichsverband der deutschen Industrie zugegangen, die in diesen Tagen eingehend dazu Stellung nehmen dürsten. Schon jetzt kann gesagt werden, daß sich beide Organisa­tionen auch gegen diese verklausulierte Neuschaffung einer Technischen Hoch­schule mit den gleichen Argumenten wie bisher wenden werden.

Eine deutsche Südamerika-Expedition.

Die Südamerika-Expedition des Jndianerfor- schers Dr. Baeßler, die im Mai von Berlin aus nach Lima in Peru ausreifte, ist dieser Tage in Oroya eingetroffen. Die Expedition passierte auf dem Wege dorthin die höchste Eisenbahn der Welt, die Oroya-Bahn, die in Höhe von nahezu 4000 Meter über die erste Kordillerenkette

Schach-Ecke.

Bearbeitet von W. Orbach.

Alle für die Redaktion bestimmten Mit­teilungen, Lösungen usw. sind zu richten an die Schachredaktion desGießener Anzeigers".

Problem Nr. 233.

Don I. Hartong.

2. Preis, Keeskemeter Schachklub 1927.

6

5

4

3

2

8

7

1

h

8

5

4

3

2

1

7

6

Weiß.

a b

Schwarz.

d e f g

Weiß zieht und setzt in drei Zügen matt.

Weiß: 9 Steine. Kg6; Ld7, f8; Sa5, f7; Bc3, d3, e6, f3.

Schwarz: 9 Steine. Kd5; Th4; Lg3; Shl, H3; Bc5, f6, g5, h6.

Partie Nr. 162.

Nachstehend die achte Partie aus dem Welt­meisterschaftswettkampf zu Wiesbaden, gespielt am 19. September 1929.

Damenindisch.

Weiß: Dogol ubow.

Schwarz: Aljechin.

1. d2-d4 1. Sg8-f6

2. c2c4 2. b7-b6

3. Sbl -c3 3. Lc8-b7

4. f2 f3

Soll den schwarzen Figuren den Einbruch auf e4 verwehren: die Weiße Königsstellung wird je­doch hierdurch etwas gefährdet und der Sgl hat kein nützliches Entwicklungsfeld.

4. . . . 4. d7d5

Jetzt am besten, da nun nicht mehr die Fest­setzung des Springers auf e5 geschehen kann.

5. c4Xd5 5. Sf6Xd5

6. e2e4 6. Sd5xc3

7. b2xc3 7. e7-e6

8. Lfl-b5+ 8. Sb8-d7

9. Sgl-e2 9. Lf8-e7

10. 0-0 10. a7-a6

11. Lb5-d3 11. c7-c5

12. Lei b2?

Der Läufer steht hier exponiert: viel besser war Le3.

12. ... 12. Dd8c7

13. f3 f4 ?

Dieser Zug schwächt das Zentrum und wird von Aljechin in folgendem meisterhaft ausge­beutet.

13. ... 13. Sd7-f6

14. Se2-g3 14. h7-H5

15. Ddl-e2

Hier erscheint Wohl 15. Df3 besser, um auf 15. .... h4 16.Se2 zu spielen.

15... . 15. h5-h4

16. Sg3 - h 1

Eine rosige Springerstellung.

16. . .. 16. Sf6-h5

17. De2-g4

Weih sollte sich verteidigen, anstatt anzugreifen:

17. Lei nebst evt. 18. Le3 war angebracht.

17.... 17. 0-0-u

18. Tal -el

19. f4f5

18. Kc8-b8

Dies schwächt die Mitte noch mehr: es hätte abwartend 19. Te2 geschehen sollen.

19.... 19. e6-e5!

20. d4d5 .20. c5-c4

21. Ld3-c2 21. Le7-c54-

22. Shl-f2 22. g7-g6

Die Weiße Partie bricht nun nach wenigen wuchtigen Zügen Aljechins zusammen.

23. fbxgö

Etwas länger hingehalten hätte 23. f6 daS Spiel.

23. . . . 23. Td8-g8

24. Lb2-cl 24. Lb7-c8

25. Dg4-f3 25. Tg8xg6

26. Kgl -hl 26. Sh5-g3+

Ein vernichtendes Springeropfer.

27. h2xg3?

Auch 27. Kgl scheitert an 27..... Lg4! mit

Damengewinn: diese Spielweise war jedoch immer noch besser, als sich in drei Zügen mattsetzen zu lassen.

27. ...

28. Sf2-h3

27. h4xg3+

28. Lc8xh3

29. g2xh3 29. Th8xh3+

Weiß gab auf, wegen Matt im nächsten Zuge. Aljechin hat diese Partie in seinem bekannten glänzenden Angriffsstile geführt, demgegenüber Bogoljubow aber vollständig versagt hat.

Lösung des Problems Nr. 229.

Don T. Taverner.

l.Ddlcl! usw.

Aus der Schachwett.

Das Budapester Schachturnier endete, wie er­wartet, mit dem Siege Capablancas, der auS dreizehn Partien IOV2 Punkte erzielte. Den 2. Preis gewann Rubinstein mit 9Vz Punkten, 3. wurde Dr. Tartakower mit 8 Punkten, 4. bis 5. Sir Thomas und Bajda mit je 7Vr Punkten, 6. Steiner mit 7 Punkten: den letzten Preis teil­ten Colle und Havasi mit je 61/2 Punkten. Es folgen: Przepiorka mit 6 Punkten, Canal und Monticelli mit je 5V2 Punkten, v. d. Borsch mit 4Vr Punkten, Brinckmcnrn mit 4 Punkten und Prokes mit 2 Punkten.

Der Schachwettkampf zwischen dem Frankfurter Schachverband und der Main-Taunus-Schachver­einigung fand dieses Jahr zum dritten Male in Bad Soden statt. Frankfurt siegte knapp mit 29:28 Punkten. Die Frankfurter haben somit zwei Siege und ein unentschiedenes Resultat zu verzeichnen.

Oie Narrenkappe.

Splitter und Sparren vom Redakttonstisch. £iebermann-2lnefbo(e.

Diese hübsche Geschichte ist einem Berliner Blatt entnommen:

Kurz nach dem Kriege besuchte ein russischer Graphiksammler den Direktor des Dresdener Kupferstichkabinetts, um verschiedene Bilder mit ihm auszutauschen. Er hatte es besonders auf Liebe rmannsche Zeichnungen abgesehen, mußte aber zu seinem Bedauern unverrichteter Sache abziehen: freilich nicht ohne vorher von dem liebenswürdigen Direktor eine private Emp­fehlung an den Berliner Meister erhalten zu haben. Wenige Wochen später traf Lieber­mann den Dresdener Kunsthistoriker Unter den Linden und fragte, ob er einen Herrn Rosanow kenne. Aber natürlich, das fei ja der Russe, den er kürzlich ihm zugeschickt habe: übrigens ein höchst seltsamer Kauz, der sich nur für Millets und Liebermanns interessiere. Der Künstler entgegnete: »Wissen Se, Mittet bet vaschtehe ick nu eejendlich nid)!

Das Schlimmste.

Paul: »Hattest du auch die Masern so schlimm, wie ich sie hatte? Ich mußte drei Wochen aus der Schule fortbleiben." Karl:Ach, ich hatte sie noch viel schlimmer, ich hatte sie in den Serien.

führt. In Oroya will die Expedition ihre letzten Vorbereitungen treffen und vor allem die Geschenke für die Indianer, Glasketten, Spiegel, Tücher, An­gelhaken und Tabak besorgen. Dann geht es weiter zur den Cho los, den Halbindianern der Hoch­ebene, wo in den einsamen Hohen die ersten Auf­nahmen für einen großen Indianerfilm ge­macht werden sollen. Die Expedition führt dann weiter über einen Teil der zweiten Kordillerenkette zu dem alten Indianerhäuptling U c u j a l i (wei­ßer Adler), mit dem der Forscher aus früheren Ex­peditionen bekannt und befreundet ist. Die Expedi­tion wird sich dann auf dem Fluß nach Cozco, der einstigen Hauptstadt des Jnkareiches, begeben. Schließlich sollen noch im südlichen Bolivien bei den Indianern des Gran Chaco, die zum Teil noch im Kannibalismus leben, Studien gemacht wer­den. Die Expedition wird Ende dieses Jahres in Europa zurückerwartet.

17,88 Mark Hartgeld für jeden Deutschen.

Rach einer Statistik der Reichsbant beträgt das Präge-Jst heute bei Zugrundelegung einer Einwohnerzahl von 60 Millionen für den Kopf der Bevölkerung 17,88 Mk., die sich unter Ab­zug der bereits aus dem Verkehr gezogenen und im Asservat der Reichsbank befindlichen 50-Rentenpfennigstücken aus Bronze auf 16,93 Mark auf Den Kopf der Bevölkerung herabmin- dern. Im einzelnen waren bis Ende Aprll 1929 nach Abzug der wieder eingezogenen Münzen ge­prägt : 259 Millionen in Fünfmarkstücken, 155 Millionen in Dreimarkstücken, rund

200 Millionen in Zweimark st ücken und 292,6 Millionen in Einmarkstücken. Dis Ende 1929 werden 60,8 Millionen 50-Pfennigstücke, und 87,3 Millionen 50-Pfennigstücke aus Bronze vor­handen sein. An Kupfermünzen werden Ende dieses Jahres 5 Millionen in Zweipfennigstücken und 3,6 Millionen in Einpfennigstücken ausge­prägt sein.

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