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Freitag, Oktober 1929
Gietzener Anzeiger (General-Anzeiger für Oberhessen)
Nr. 259 Drittes Blatt
Turnen, Sport und Spiel
'Hof eino2„ cÜr mit der gehören, um solche Höchstdarbietungen zu voll- Sriebhof Vr?; J®nW««n bringen. So wird auch der Drei-Gaue-Wettkamps [ofort nornpni ad)l 'M'N um Sonntag in Dietzen als ein Wettkamp erst- genommen werden klassigcr Kunstturnec seine Anziehungskraft auf a.Ile Anhänger und Freunde der Turnsache nicht
Mlki Gegenstände versperrt
$fl9e der Verkündigung im
: Rein.
teren Turnerkreisen bekannt geworden.
Sportabzeichenprüfung.
eine
Nachdruck verboten.
S Fortsetzung.
Stehen.
chliylhosen
Hand über die Sie sah Bilder undeutlich waren,
hen 3,4,8,9,10,11 bis 13, !emcinde zuwiderhandelt, wird, Gesetzen härtere Strafen ver t beftraft.
Veröffentlichung im Ämi- in Kraft.
Oer Kunstturnwettkampf in der Volkshatte.
Speisekarte, eine Weinkarte.
Käthe kam in grotze Verlegenheit. Sie kannte k«rum «ins der verzeichneten Gerichte. Aber ,ie b^ann sich, was sie damals mit Berndt Klausen Vgessen hatte, suchte die Namen fand sie und bestellte auch den Wein, den er bestellt hatte.
Sie wollte wirklich einmal eine Dame sein, als * b:c sie hier behandelt wurde. Cs tat ihr unbe- I schreiblich wohl, so zu sitzen, und ihr war, als gehörte das zu ihr, als würde sie sich ganz leicht j-n eine solche Bolle finden.
Sie atz mit natürlichem Anstand, was aufgetra- aen wurde. Niemand ahnte, datz sie noch gestern 'm Cafe Metropol bedient hatte. Als zum Schlafe der Kellner eine Schachtel mit ägyptischen Zigaretten vor sie hinstellte, nahm sie eine und liefe
Der grofee Kunstturnwettkampf, den die Gaue Hessen, Frankfurt und Nhein-Mosel d-er D. T. am kommenden Sonntag in der Volks- Halle zu Gietzen veranstalten, wird sich zu einem großen turnerischen Ereignis gestal- ien. Seitdem nach dem Kriege diese Gaumannschaftskämpfe sich eingebürgert haben, hatte man hier noch keine Gelegenheit, ein derartiges Zusammentreffen der Besten zu sehen. Abgesehen von den spannenden Augenblicken des Kampfes ist es auch ein hoher ästhetischer Ge- itufe, dieses Gipfelturnen mit seinen vielen Bewegungsformen, mit seinen gewaltigen An- svrderungen an Kraft und Geschicklichkeit, Mut und Geistesgegenwart zu betrachten. Um die Leistungen der Kunstturner richtig einzuschätzen, mufe man sich vor Augen halten, datz jahrelange Schulung, grötzte Ausdauer und Beharrlichkeit dazu
Da sie wirklich wie eine Dame aussah, hatte d^r Mann als Ziel ein vornehmes Restaurant Misaesucht. Die Kellner begrützten Käthe, die itn Auto vorfuhr, sehr hochachtungsvoll. Der Chef selber geleitete sie an einen Ecktisch, von dnn aus sie durch die grotzen Fensterscheiben eine wundervolle Aussicht hatte. Man bot ihr eine
So satz sie, in ihrem Stuhl zurückgelehnt. als am Nebentisch ein eleganter Herr Platz nahm, Ser sie unauffällig musterte und immer wieder ouf sie schaute. Er hatte, ein scharfgeschnittenes, ssnngebräuntes Gesicht und kühne Augen.
Käthe kümmerte sich nicht weiter um ihn, tointte dem Kellner, der schon die Rechnung ge- macht hatte, zahlte und gab e-Jn ,o reichliches Trinkgeld, datz er sie fast ehrfurchtsvoll hinaus- geleitete und sich unter tiefen Verbeugungen
Liebe in Kelten
Vornan von Hans Mitteweider.
jetzt werden vielleicht wieder Ihnen wach. Ist das so?"
Käthe fuhr sich mit einer Augen und über die Stirn.
irren! Doch er sah wirklich vornehm aus, und so nickte sie. .
„Ich wäre Ihnen dankbar, mein Herr!
Als dann das Qluto kam und er sich erbot, sie nach der Stadt zu begleiten, wies sie ihn nicht zurück. Etwas wie Abenteuerlust war über sie gekommen. Auch der genossene Wein übte seine Wirkung aus. Sie lachte oft silberhell auf.
Als der Herr sie nun fragte, ob sie ihm nicht die Ehre erweisen und mit ihm den Abend verbringen wolle, da war sie einverstanden. Auf seine nächste Frage, wohin sie wünsche, erwiderte sie, datz sie wohl ein Theater besuchen möchte, denn sie hatte noch keins betreten. Sofort gab er dem Chauffeur die nötigen Weisungen, löste die Karten und führte sie in eine Loge, in der er hinter ihr Platz nahm.
In ihrer vollkommenen Unerfahrenheit dachte Käthe nichts Arges. Ihr war, als müsse das alles so sein. Als dann die Vorstellung begann, war sie für die übrige Welt sowieso verloren. Bei jedem Aktschlüsse wachte sie wie aus einem tiefen Traum auf. Viel zu früh war die Vorstellung zu Ende.
Der Herr blieb bei ihr. Sie tranken noch Kaffee. Dann fragte der Unbekannte, ob er Käthe nach Hause bringen dürfe.
Zerstreut willigte sie ein. Wieder bestiegen sie ein Auto. Aber als sie nun nach der Adresse gefragt wurde, kam ihr jäh zum Bewutztsein, datz sie doch nicht die Straße nennen konnte, in der sie wohnte, dieses Armeleuteviertel.
Er merkte ihr Zögern, lächelte und sagte:
„Wenn Sie mir die Ehre erweisen wollten? Ich sehe, datz es Ihnen unangenehm ist, zu so später Stunde heimzukommen ..."
Und Käthe, die ganz benommen war, nickte wieder und fuhr mit. Dor einem grotzen Hause verliehen sie das Auto. Sie stiegen über weiche Läufer ins zweite Stockwerk. Ein Diener öffnete.
Käthe trat in Räume, wie sie sie noch nie gesehen hatte. Sie kamen durch ein Arbeitszimmer mit mächtigem Schreibtisch und großem Diblio- thekschrank in einen Salon.
Käthe blieb an der Tür stehen. Sie wagte sich nicht weiter. Sie kam sich so armselig und klein vor und hatte sich doch noch vor kurzem als gvotze Dame gefühlt. Mutzte dieser Mann reich sein!
Er lächelte fie an.
„Wollen Sie sich nicht setzen, Fräulein Käthe? fragte er.
Was war das? Er kannte sie? Er nannte sie auf einmal bei ihrem Namen, nachdem er sie bisher immer als „Gnädigste" angeredet hatte?
Aufs äufeerste betroffen stand Käthe da. und starrte ihn fassungslos an. Ein Verdacht stieg in ihr auf. Vielleicht hatte dieser Herr etwas mit Berndt Klausen zu tun? Er hatte ihn gekannt,
für Ihre Tante hielten, in die Zeitung setzen lassen?"
Käthe schüttelte den Kopf. Sie toufete nicht das geringste davon.
„Vielleicht hat Herr Edelmann es getan?“ sagte sie leise.
„Wer ist das?" fragte er.
Sie erzählte auch, datz Frau Wohllebe gestanden hatte, sie sei nicht ihre Tante.
„Dann ist dieser Förster ein sehr vernünftiger Mann, dem Sie grotzen Dank schulden", sagte der Herr, der immer noch nicht seinen Namen genannt hatte. Oder war es doch geschehen, und sie hatte es nur überhört? — „Er hat die Anzeige einrücken lassen in der Hoffnung, datz sie vielleicht von jemand gelesen werden würde, der diese Frau gekannt hat. Er hoffte, dadurch erfahren zu können, wie Sie zu dieser Frau gekommen sind. Er hat sich nicht getäuscht. Fräulein Käthe, ich will es kurz machen. Ditte, erschrecken Sie auch nicht, wenn ich Ihnen sage, datz Sie nicht allein auf der Welt stehen, wie Sie annahmen. Sie haben noch eine Verwandte."
„Ich? Ach, wenn das wahr wäre!"
Käthe faltete die Hände und schaute flehentlich zu ihrem t^genüber auf.
mg.
■■ die innere Verwaltung und 'm 12. Juni 1874 in der Fas- 1 und des Art. 3 der Reich» küßen vorn 6. Februar 1924 Hörde und der Semeinbeoer liniftcriums des Innern vorn ne nachstehende Polizeiverock ada erlaßen.
verabschiedete. , .
Immer noch war das wonnige Hochgefühl in Käthe. Sie dünkte sich eine ganz andere als früher. Aber als sie aus dem Garten trat, fiel i)r ein, datz sie ja nun gar nicht toufete, wohin i'.e sich wenden sollte. Sie hätte den Chauffeur barten lassen sollen.
Noch stand sie überlegend da, als hinter ihr Schritte erklangen. Als sie sich umwandte, sah fie den Herrn vom Nebentisch.
„Gnädigste vermissen den Wagen?" fragte er, den Hut ziehend. „Wenn ich Ihnen zu Diensten fern kann?"
Sie schaute ihn prüfend an. Wenn er es etwa ouf ihr Geld abgesehen hatte, sollte er sich
war sein Freund gewesen und wollte sie nun zur Rede stellen, wei'l sie sich noch Sem au nannte.
Aber das war doch Unsinn! Wie hätte er sie finden sollen? Das Zusammentreffen war doch rein zufällig gewesen!
Noch einmal schaute sie ihn an; wieder lächelte er. Da wandte sich Käthe um und wollte fliehen. Sie konnte nicht, denn eben trat der Diener ein, der auf einem Tablett Wein und Biskuits brachte, alles niederstellte und sich entfernte.
Kaum war er hinaus, als Käthe in einen Stuhl niedersank und aufstöhnend beide Hände vor das Gesicht schlug.
Sie sah nicht, wie das Lächeln aus dem Gesicht des Herrn verschwand und einem Ausdruck tiefsten Mitleides Platz machte. Aber sie schrak auf, als er, nachdem er leise zu ihr getreten war, sie sanft an der Schulter berührte.
„Lasten Sie mich!" schrie sie auf.
Er wich sofort zurück, nahm eins der gefüllten Gläser, reichte es ihr und bat:
„Trinken Sie einen Schluck, Fräulein! Und fürchten Sie sich nicht, 'ich werde Ihnen nichts zuleide tun...“
Sie schaute in seine Augen, und sofort wurde sie wieder ruhig. Sie war getoife keine Menschenkennerin, aber sie war ein Weib, und ein Instinkt sagte ihr, dafe sie diesem Manne trauen dürfte.
Sie nahm das Glas und trank einen Schluck.
Nun nahm der Fremde aus einer Tasche seines Smokings einen grotzen Briefumschlag, öffnete ihn und zog eine Kabinettphotographie heraus. Die reichte er Käthe:
„Ditte, betrachten Sie dieses Dild und sagen Sie mir, ob es Ihnen bekannt vorkommt!"
Käthe, die noch immer wie in einem Traume war, nahm die Photographie und schaute darauf nieder. Dann zuckte sie zusammen. Sie sprang auf und schaute den Unbekannten fast entsetzt an.
„Das bin doch ich!" murmelte sie. „Als Kind! Ich kenne das Dild wieder — ich wutzte nichts mehr davon, aber jetzt..."
Und plötzlich drohte sie umzusinken. Er sah es noch rechtzeitig und fing sie auf.
„O Himmel!" stöhnte sie. „Was bedeutet das alles?"
Er führte sie sanft zu dem Stuhl zurück und setzte sich ihr gegenüber.
Scheu und fragend schaute sie ihn an. Ihr Atem ging sehr hastig. Ihr war, als müfete sie ersticken. Doch er lächelte.
„Liebes Fräulein", sagte er nun endlich, „Sie verstehen das alles natürlich nicht, wissen nicht, wie ich zu diesem Dilde komme, und sollen nun alles erfahren, auch weshalb ich Sie mit Ihrem Vornamen anredete... Zunächst eins! Haben Sie die Todesanzeige der Frau Wohllebe, die Sie
tasvornfrtteig “ Seit unter Preis:
rtoung entscheidet unter Aus- EerntsbeW es beiden oewenden.
Am kommenden Sonntag findet letztmalig Prüfung im Lauf, Sprung und Wurf auf dem Waldfportplatz des V. f. B.08 statt. Beginn 9.30 Uhr
„Es ist wahr!" sagte der Herr. „Aber es ist eine Geschichte, wie sie nicht alle Tage vorkommt, höchstens in Romanen. Sie sollen alles hören. Sie kannten die Photographie wieder, die ich Ihnen zeigte und die Sie als fünfjähriges Kind vorstellt. Sie haben sie vergessen gehabt, aber Erinnerungen in
Traume sagte sie:
„Ich entsinne mich, datz ein grofeer, bärtiger Mann bei mir war. Wir satzen in weiten Stühlen aus Rohr unter einem Dache, aber es waren keine Wände da. — Ich sehe seltsame Pflanzen vor mir — und seltsame Menschen — gelbe Gesichter — schwarzes Haar. Die Männer hatten zwar Jacken an, aber Frauenröcke — es war sehr warm, und ich trug ein kurzes weifees Kleidchen..."
„Wie auf dem Dilde!" schaltete der Herr ein.
„Ia, ja, und ein fremder Mann war da mit einem Kasten...“
„Der Photograph!"
„HnÖ Vater..."
Doch kaum halte sie, ganz unbewußt, diese- Wort gesprochen, da sprang Käthe Fernau abermals auf.
„Vater!" schrie sie. „Das war mein Vater! Wo ist er?"
(Fortsetzung folgt.)
vor sich aufsteigen, die noch aber allmählich Klarheit gewannen. Wie im
stehende Mannschaft nach dort. Sie wird gegen die besser eingespielten Turner keinen leichten Stand haben.
Handball im Lahn-Oirnöberg-Gau.
Zur Fortsetzung der Verbandsspiele treffen sich am Sonntag in Allendorf a. d. Lda. Londorf 1 und Allendors I, in Wieseck Dorlar I und Wieseck I, in Staufenberg Garbenteich I und Staufenberg I. Während in den beiden erstgenannten Spielen das Ergebnis im voraus nicht zu bestimmen ist, kann man im letzten Spiel Garbenteich als sicheren Sieger ansehen.
Fußballgroßkampf auf dem Waldsportplatz.
Arn kommenden Sonntag hat die ßigamann = schäft des V. f. B. auf eigenem Platz die Liga der „Germania" Marburg zum fälligen Verbandsspiel zum Gegner. Das Treffen kann als das wichtigste des Sonntags in den beiden Gauen Gießen-Wetzlar und Marburg bezeichnet werden, da die Gegner zu den stärksten Mannschaften der 1. Bezirksligaklasse zu zählen sind. Marburg wird allgemein sogar, wohl auch bis zu einem gewissen Grad mit Recht, als der spielstärkste Verein ange-- sprochen, dem man auch die meisten Chancen für die Meisterschaft gibt. Dies ist natürlich nur bedingt, zumal die Verbandsspielserie kaum begonnen hat und bis zu ihrem Ende sich noch manches ändern kann. Immerhin haben die Germanen durch ihre glänzenden Resultate gegen erste Kasseler Vereine nach der Sommersperre deutlich bewiesen, datz sie wieder in Form sind. Ebenso berechtigt ihr gutes Abschneiden in den Punktkämpfen zu der erwähnten Annahme. Sie haben bis jetzt drei Spiele ausgetragen. die sie sämtlich gewannen, und stehen mit einem Torverhältnis von 11:5 und einem Punktverhältnis von 6:0 an der Spitze der Tabelle. Auf eigenem Platz schlugen sie den Wetzlarer Sportverein mit 5:2, während sie sich auf den gefürchteten Plätzen in Herborn und Breidenbach mit einem 4:2= bzw. 2:l=Sieg die Punkte sicherten. Der stärkste Teil der Oermancnelf ist der eminent schnelle und wuchtig spielende Sturm, der von einer in der Zerstörung sowohl, wie im Aufbau sehr guten Läuferreihe aufs beste unterstützt wird. Daß beide Mannschaften zu diesem wichtigen Treffen, dessen Ausgang von großer Bedeutung sein kann, in stärkstmöglichster Aufstellung antreten werden, ist selbstverständlich. V.s. B. hat bis jetzt nur zwei Verbandsspiele ausgetragen, die beide, gegen Wallau mit 4:1 und gegen Herborn mit 3:0, gewonnen wurden. Wenn die Leistungen der Platzelf in diesen Treffen auch nicht ganz befriedigen konnten, so zeigte sie doch ein spielerisches Können, das bei noch etwas mehr Kampfgeist zu größeren Erfolgen führen muß. Wohl hat sie den Vorteil des eigenen Platzes, was allerdings bei einer Mannschaft wie die der Germanen, die ihr Spielsystem stets den jeweiligen Verhältnissen anzupassen versteht, beim Abwägen der Siegesmöglichkeiten nur wenig in die Waagschale fällt. Voraussetzung für ein günstiges Abschneiden der D. f. B.-Mannschaft ist, daß sie ein geschlossenes Ganzes bildet und daß jeder Spieler unter Aufbietung aller Energie und Kraft, dabei aber stets fair kämpfend, sich völlig für den Sieg einsetzt. Nur dann ist es möglich, den alten Rivalen vielleicht knapp zu schlagen und sich die wertvollen Punkte zu sichern.
Die 2. Mannschaft hätte termingemäß in Heuchelheim zum fälligen Punkttreffen antreten müssen. Sportverein Heuchelheim hat aber wegen
htn
Zurückziehung seiner 2. Mannschaft aus den Der- bandsjpiclen das Spiel abgesagt, so daß der B. f. B.-Elf die Punkte kampflos zufallen.
Aus eigenem Platz hat die 3. Mannschaft Steinbergs Erste zum Gegner. Nach ihren Leistungen in den letzten Spielen zu schließen, sollte man ihr einen knappen Sieg über den Gegner zu- trauen, den die V. f. B.-Elf allerdings nicht unterschätzen darf.
Ebenfalls auf hiesigem Platz steht die 4. Mannschaft der gleichen der hiesigen Spieloer» e i n i g u ng gegenüber. Wer hier Sieg und Punkte behalten wird, kann nicht vorausgesagt werden.
Während die 1. Jugend spielfrei ist, muß die 2. nach Leihgestern, um der dortigen 1. das fällige Pflichtspiel zu liefern. B. f. B. wird sich an- strengen müssen, wenn er gewinnen will.
Die 4. Jugend muß nach Butzbach Aum Pflichtspiel gegen die 1. des V. f. R. und wird Dort um eine Niederlage kaum herumkommen.
Nach ihrem mageren 1:1 gegen Nieder-Girmes wird die 1. S ch ü l e r m a n n s ch a f t am nächsten Sonntag alles daransetzen, um gegen ihren Pflichtspielgegner, Garbenteichs Schüler, ein besseres Resultat herauszuholen. In kompletter Aufstel- hing sollte ihr dies auch möglich sein.
Die 2. Schülermannschaft mißt mit der 1. von Burg-Solms ihre Kräfte. Beide Schülerspiele finden auf hiesigem Platz statt.
Spielvereinigung 1900 Gießen.
o. Die Paarung des nächsten Derbandsspiel- sonntags sieht die Spielvereinigung 1 9 0 0 mit der Ligaelf in Herborn. Für die Gießener gilt es dabei, die Niederlage vom letzten Sonntag auszuwehen. Die Möglichkeit dazu ist vorhanden, da die Mannschaft der Dlau- Weifeen in stärkerer Aufstellung als am Vor- sonntag das Treffen bestreitet. Herbom stellt eine schnelle, kampfkräftige Mannschaft, die zu Hause immer zu besonderen Taten aufgelegt ist.
Degleitet wird die Ligamannschaft von der Alten-Herrenelf, die vor dem Ligaspiel mit den „Alten" vom Sportverein 19 2 0 Herborn die Kräfte im Gesellschaftsspiel messen wird. Dabei kann man ziemlich sicher mit einem Sieg der (Siebener rechnen.
Auch 1 900s Reserven weilen auswärts. Diesmal führt sie die Fahrt nach Wetzlar- Niedergirmes. Punkte gibt es dort nur sehr schwer zu erlangen, jedenfalls erst nach schwerem Kampf. Der Ausgang ist vollständig offen.
1900s dritte Mannschaft wird wohl in Garbenteich gegen die dortige erste Elf zum ersten Sieg der Saison kommen.
Die erste Iugend spielt in Wetzlar gegen die erste Iugend des Wetzlarer Sportvereins. Der Sieger ist nicht vorauszusagen.
Ebenfalls treffen sich dort die ersten Schülermannschaften beider Vereine. 1900s zweite Schüler spielen zu Hause gegen Steinbergs erste Schüler.
Fußball in Heuchelheim.
Der S. D. 1920 spielt am nächsten Sonntag auf eigenem Platze gegen S. V. Ehringshausen. Heuchelheim ist auch jetzt wieder gezwungen, mit drei Mann Ersatz anzutreten. Wenn die Mannschaft sich nicht besser zurechtfindet, dann werden auch gegen Ehringshausen keine Punkte zu gewinnen sein.
Die 1. Jugend spielt gegen Niedergirmes' 1. Jugend und könnte hier vielleicht ihren ersten Sieg erringen.
verfehlen.
Die Ausstellung der Mannschaften der drei Gaue ist bereits mitgeteilt worden. Betrachtet man sich die ’ einzelnen Turner genau, so sieht man, daß viele erprobte Kämpen bei großen turnerischen Veranstaltungen, bei den mittelrheinischen Kreisturnfesten , und bei deutschen Turnfesten sind. Die Frankfurter Mannschaft besteht mit einer Ausnahme nur aus Siegern bei deutschen Turnfesten. Georg Pfeiffer war einer der Besten im Zwölfkampf beim Deutschen Turnfest in München, außer- ' dem zweimal Kreismeister im Geräteturnen und Amerikasieger. Ernst Winter, Hch. H o l f e l d e r, Herbert Müller, Robert Jansen, Paul Sei p, Hans Helmer waren in Köln Zwölfkampfsieger, und Ludwig Hermann ging in Köln aus dem Zehnkampf als Sieger hervor.
Auch von der Neun unseres Heimatgaues Hessen haben mehrere Turner ihre Kräfte auf Kreisturnfesten und deutschen Turnfesten erprobt. Karl Reuter (Gießen) war Erster im Zwölfkampf in Köln; W. Sinnroell (Bad-Nauheim) holte ich den 16. Sieg, er ist außerdem als Amerikasieger ' bekannt. Der Marburger Paul G ö t s ch nahm in ' Köln im Zwölfkampf den 34. Rang ein. Aus dem Zehnkampf in Köln gingen Adolf Fink (Marburg) als 22. und Richard Seht (Großen-Linden) als 2ti. Sieger hervor. Otto Textor (Marburg) war M'reismeifter am Pferd und öfters Kreisfestsieger. Die übrigen Turner der Hessenmannschaft (Keil- Marburg,' A. Würtz-Krofdorf, A. Eckhardt-Nidda) I si nd im engeren Heimatgebiet d«'ch ihre Leistungen gut bekannt geworden. Es darf bei der Zufammen- ■ leßung der Mannschaft erwartet werden, daß der Heimatgau in Ehren abschneidet.
Die Mannschaft des Rhein-Mosel-Gaues | setzt sich im wesentlichen aus noch jugendlichen Kräf- len zusammen, die in ihrer Mehrzahl Kreisfestsieger raaren, aber auf deutschen Turnfesten sich noch nicht V bewähren konnten. Nur der Senior der Mannschaft, Zritz Wer nt gen (Koblenz), ist als Sieger auf vier deutschen Turnfesten (zuletzt in Köln) in wei-
D.: Dr.
kremmies.
eidgeschworenen der Gemeinde
vormittags. Abnahme: Sachbearbeiter für Leichtathletik im Gau Gießen-Wetzlar.
Allgemeiner Deutscher Turnerbund.
Der Bcrbands-Turntag
des Südwestdeutschcn Turnverbandes wurde Samstag und Sonntag, 5. und 6. Oktober, zu Großen-Karben (Gau Wetterau) abgehalten. Nach vorbereitenden Beratungen des Verbandsvorstandes am Samstag nachmittag und nach Begrüßungsworten des Turners Jäckel (Turnge- meinbe Großen-Karben), sowie des Vorsitzenden des .Gaues Wetterau, Fischer zu Friedberg-Fauerbach, eröffnet der erste Verbandsvorsitzende, Lehrer Zöl - l e r aus Hausen, Samstagabend den Derbands- Turntag. Er bewillkommnete Vertreter und Gäste und würdigte die turnerische Arbeit an der Jugend als uneigennützige Aufbauarbeit, die weder metallenen Lohn, noch besondere Ehren bringt, die aber nötig sind, um den Körper der Jugendlichen zu stählen, ihren Mut zu beleben und ihren Willen zu stärken, angesichts des oft harten Kampfes ums Dasein.
Der Verband zählt gegenwärtig in den drei Gauen mit rund 110 Vereinen 8000 steuerzahlende Mitglieder, 1500 Jugendliche von 14 bis 18 Jahren und über 1500 Schüler. Die turnerischen Verbandsveranstaltungen des laufenden Jahres, sowie das Bundesturnfest des A.D.T., das im Derbands- gebiet (zu Rüsselsheim) abgehalten wurde, fanden rege Beteiligung, 'glatte Abwicklung und hatten gute Erfolge zu verzeichnen. Das Verbandsturnfest 1 930 soll am 20.Juli zu Steinbach (Kr. Gießen), Gau Lcchn-Dünsberg, stattfinden.
Sonntag nachmittag sprach der erste Vorsitzende bas Schlußwort, in dem er ausführte: Turnen, Sport und Spiel betreiben wir in erster Linie nicht um ihrer selbst willen, sondern pls Dienst an der Volksgemeinschaft; denn wir schassen durch die turnerische Tätigkeit Erhöhung des Volkswohls durch Vermehrung der Volkskraft. Turnen, Sport und Spiel sind uns Gesundbrunnen und Kraftquellen, aus denen uns zuströmen: Gesundheit und Schönheit, Kraft und Freude. —r-
Handball her Sp.-Vg. 1900.
o. Zum ersten Verbandsspiel empfangen am kommenden Sonntag die 1900er die erste Elf des V. f. L. Wetzlar. Ebenso wie die vorjährigen Begegnungen mit den Wetzlarern für die Meisterschaft ausschlaggebend waren, so wird auch diesmal das Treffen den Charakter der Vorentscheidung tragen, dies um so mehr, als der hiesige V. f. D. seine Mannschaft von den Verbandsspielen zurückgezogen hat. Der V. f. L. wird sich bewußt sein, was auf dem Spiele steht und alle Register seines Könnens ziehen. Die Form des Vorjahres scheint die Mannschaft, den seitherigen Privatspielergebnissen nach zu urteilen, allerdings noch nicht wieder gefunden zu haben. Dagegen sind die Spielvereinigungsleute verhältnis- mäfeig rasch in Form gekommen, und sie sollten bei gleichem Elan wie am vergangenen Sonntag dem Lahnkreismeister eine harte Rufe zu knacken geben. Eine Voraussage läfet sich nicht machen.
B. f. B. Handball.
23. f. B. hat für die diesjährige Handball-Verbands- spielserie keine Mannschaft gemeldet, sondern will durch Gesellschaftsspiele gegen leichte Gegner fernen Spielbetrieb aufbauen. Einer Einladung der Turn- gemeinde Leun folgend fährt am kommenden Sonn- 1 tag eine aus Aktiven und älteren Jugendlichen bc=
eines Naturheilparkes in Mi Barmftahl. DfftnM,
- Ueberlinger Münsters; Vcv Copyright by Martin F uchtwanger, Halle (Saale). ■ Ziehungstermin: 20. Wm
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- sich Feuer geben.
Der genossene Wein hatte ihre Wangen gerötet, ihre Augen blitzten. Sie fühlte sich wohl wie noch nie in ihrem Leben.
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