Aus der provinzialhaupistadi.
Gießen, den II. September 1929.
Oie Heffenlumer in Chikago.
Aus einer uns vorliegenden Nummer der „Sonntagspost" in Chikago vom 18. August geht hervor, daß die beiden Hessenturner, Buchdruckerei- besitzer Schneider (Butzbach) und Karl Reuter (Gießen), der Sieger des Deutschen Turnfestes in Siöln, bei ihrem Besuch in Chikago eine äußerst herzliche Aufnahme gefunden haben. 3m Turner-Camp des Illinois-Turnbezirks wurden sie von dem Borsitzenden des Turnbezirks Leopold S a l t i c l im Namen der Chikagocr Turner herzlich willkommen geheißen. Er dankte ihnen für ihren Besuch, den sie als Gegenleistung für die vielen Besuche amerikanischer Turner in Deutschland unternommen haben. Arm in Arm wie beim Kölner Turnfest, als st? gemeinsam den Sieg errangen, standen die Turner Emil Preiß von Chikago und Karl Reuter von Gießen dabei, und jubelnde „Gut-Heil"-Rufe schallten ihnen entgegen. Schneider (Butzbach) dankte für die überaus herzliche Begrüßung und versprach den amerikanischen Turnern, in der alten Heimat von dem wunderbaren Geist, der unter den Chikagoer Turnern herrsche, und von der überaus herzlichen Begrüßung, die ihnen zuteil wurde, getreulich berichten zu wollen. Im Auftrage der Deutschen Turnerschaft überreichte dann Schneider dem ersten Vorsitzenden Saltiel die goldene Ehrennadel der Deutschen Turnerschaft, gleichzeitig als Zeichen des treuen Bündnisses der deutschen Turner in der alten Heimat und in Amerika. Der Onkel des ersten Vorsitzenden der Chikagoer Turngemeinde, Charles E i ch i n , gehörte dem Turnverein Gießen vom Jahre 1860 bis zum Jahre 1870 an, und Turner E i ch i n konnte den deutschen Gästen noch mit Stolz die Mitgliedskarte vorzeigen. Schneider (Butzbach) überreichte dem Turner Eich in aus dieser Veranlassung ebenfalls die goldene Ehrennadel des Turnvereins Gießen. Eine besondere Freude wurde auch den Chikagoer Turnern und Turnerinnen zuteil, die sich anläßlich der Deutschlandreise an dem Gautürnjtst in Oberstem beteiligten. Im Auftrage des Turnvereins Oberstein überreichte Schneider den siegreichen Teilnehmern Ehrenurkunden. Am 12. September treten Schneider und Reuter die Rückreise nach Deutschland auf dem neuen Dampfer „Breme n" an.
Circus Kapitän Schneider.
Gestern abend eröffnete der Zirkus Kapitän Alfred Schneider sein auf drei Tage festgesetztes Gastspiel auf Oswaldsgarten in Gießen. Die Eröffnungsvorstellung war ein gewaltiger Erfolg des wohl einzigartig dastehenden Unternehmens. Eine riesige Menschenmenge füllte das große Zelt in so weitem Ausmaße, daß nur verhältnismäßig wenige Plätze unbesetzt blieben. Daß die Besucher ihre Erwartungen in vollem Umfange erfüllt sahen, bekundeten die immer wieder einsetzenden starken Beifallskundgebungen, mit denen die Artisten in reichlichstem Maße ausgezeichnet wurden.
Zunächst ein Aeußerliches: Wenn in den Ankündigungen von einem Groß-Zirkus gesprochen wurde, so ist nach all dem, was man bei diesem Unternehmen zu sehen bekommt, mit der erwähnten Bezeichnung nicht zu viel gesagt. Denn ein Apparat tritt hier in Tätigkeit und Leistungen der zirzensischen Kunst werden gezeigt, wie man sie in dieser Großartigkeit bisher noch bei keinem Zirkusbesuch in unserer Stadt zu sehen bekam. Bei der großen Fülle des Gebotenen ist es ein Ding der Unmöglichkeit, auf jede einzelne der ausgezeichneten Darbietungen näher einzugehen-, man muß sich wohl oder übel mit einer Gesamtbewertung begnügen und kann darüber hinaus uns noch auf die impo- nierendsten Leistungen besonders Hinweisen. Zunächst ist zu sagen, daß die Tierdressuren an Vollendung und Präzision der Ausführung nichts zu wünschen übrig lassen. Weiter ist hervorzuheben, daß sowohl die „Sinfonie der Beine" als reizende Ballettdarbietung, wie auch die vielseitigen humoristischen Einlagen volle Anerkennung verdienen. Mit dem Ausdruck besonderen Lobes verdienen die akrobatischen Künste der „5 Repton s" heroorge- hoben zu werden, die mit ihren „Pyramiden aus Menschenleibern" und dann mit den turnerischen Künsten von dreien ihrer Mitglieder hoch oben in
der Zirkuskuppel die Besucher in atemlose Spannung versetzten; daß diesen Künstlern andauernde starke Beifallssalven als Ausdruck des Dankes und und der Anerkennung der Zuschauer zuteil wurden, war nur gerecht. Einen besonderen Höhepunkt des Abends mit staunenerregenden Leistungen bot Kapitän Schneider inmitten feiner großen Löwenschar. Zunächst zeigte er seinen Gasten allerliebste Szenen der Löwenkinderstube, wobei es an Drolligkeit der Tiere viel zu belachen gab. Dann ließ Herr Schneider eine imponierende männliche Stirnen« gruppe von etwa 25 Stück in die umgitterte Arena hereinspazieren, mit denen er geradezu bewundernswerte Dressurarbeit vorführte. Als drittes Bild aus der Löwenfamilie sah man hierauf die große Löwen« gruppe in Stärke von etwa 40 dieser Tiere in der Manege, und auch hier wieder war es einfach fabelhaft, wie Schneider als Tierbändiger und zugleich Freund der Tiere sich in dieser Gesellschaft bewegte, ohne dabei nach sonst üblicher Dompteurart mit Eisen, Peitsche und Revolver zu hantieren. Alles, was man in diesem Abschnitt der Vorstellung zu sehen bekam, muß einfach als Spitzenleistung von kaum zu überbietender Größe bezeichnet werden, und der ständige stürmische Beifall für diese wohl einzig dastehenden Dressuren sind die beste Anerkennung für die mühevolle und gefahrenreiche Arbeit, die dieser Tierfreund mit der großen Schar der Wüstenabkömmlinge hat. Als Abschluß des Abends konnte man ein Zirkusschauspiel von in Gießen noch nie gesehener Art bewundern. Der „Zirkus unter Wasser" wurde insofern buchstäblich wahr, als die Manege unter Wasser gesetzt wurde und darin sich nun eine köstliche humoristische Darbietung unter dem Motto „Tünnes im Strandbad" abspielte, nachdem vorher ein „Karneval im Harem" schon allerlei Reiz auf die Lachmuskeln der Besucher ausgeübt hatte. Was bei diesem Teile des Abends an Technik und menschlicher Erfindungskunst auf zirzensischem Gebiete zu sehen war, konnte man Einfach nur mit größtem Staunen vermerken. Daß auch hierbei der Beifall orkanartige Form annahm, ist nicht verwunderlich.
Alles in allem kann man nach der gestrigen Eröffnungsvorstellung sagen, daß die Besucher in den ctma dreieinhalbstündigen Vorstellungen selbst ihre höchsten Erwartungen in vollem Ausmaße erfüllt sehen, und daß ein Besuch dieser Darbietungen wirklich und mit Recht aufs beste empfohlen werden kann.
Daten für Donnerstag, 12. September.
Sonnenaufgang 5.29 Uhr, Sonnenuntergang 18.23 Uhr. — Mondaufgang 15.51 Uhr, Monduntergang 22.42 Uhr.
1829: der Maler Anselm Feuerbach in Speyer geboren (gestorben 1880).
Bornotizcn.
— Tageskalender für Mittwoch. Lichtspielhaus, Bahnhofstraße: „Was eine schöne Frau begehrt" und „Lockruf des Goldes". — Astoria-Lichtspiele: „Männer ohne Beruf". — Zirkus Kapitän Schneider: nachm. 15 Uhr und abends 8 Tlhr.
— Die von Fräulein Minna Körner geleitete Schule für elementares und höheres Klavierspiel und Theorie der Musik veranstaltet am Sonntag, 22. d. M., 15i Uhr im Saale der Musikschule West-Anlage 48 ein Konzert zum Besten der beiden Schwesternhäuser. (Siehe heutige Anzeige.)
** „Graf Zeppelin" soll über Gießen fliegen! Die Stadtverwaltung hat, wie sie uns mitteilt, in einem Telegramm mit Rückantwort an die Zeppelin-Werft in Friedrichshafen die Geschäftsleitung ersucht, daß der „Graf Zeppelin" auf seinem in der kommenden Rächt beginnenden Fernflug auch die Stadt Gießen überfliegen möchte.
'* Zur Berhütung von Waldbrän- d e n hat das Kreisamt Gießen mit sofortiger Wirkung auf die Dauer von vier Wochen folgendes bestimmt: „Das Rauchen und Feueranmachen in Waldungen und auf Heiden, sowie im Umkreise von zwanzig Metern von solchen ist auf die Dauer von vorläufig vier Wochen verboten. Zuwiderhandlungen werden mit Geldstrafen bis zu 300 Mark bestraft." Dieses Borgehen der Behörde zum Schuhe unserer Wälder ist nur zu begrüßen. Alle Ausflügler mögen dieses Verbot beherzigen!
•• Wichtiger Sri ft ablauf für Kriegsbeschädigte. Die Kriegerkameradschaft Hassia teilt mit: Der Reichsarbeitsminister hat durch einen im Reichsversorgungsblatt veröffentlichten Erlaß eine bereits vor einiger Zeit angetünbigte Sparmaßnahme verfügt. Seit Fe- bruar 1928 konnten früher abgefundene Kriegsbeschädigte mit einer Erwerbsminderung von 20 v. H. ohne den sonst erforderlichen Rachweis einer Verschlimmerung ihres Rentenleidens auf Antrag dann wieder Rente erhalten,' wenn ihre Erwerbsfähigkeit um mindestens 25 v. H. gemindert war. Diese Vergünstigung wird mit dem 1. Oktober d. 3. außer Kraft gesetzt. Der Verband der Kriegsbeschädigten und Krieger- Hinterbliebenen des Deutschen Reichskriegerbundes „Kyffhäuser" weist darauf hin, daß alle abgefundenen Kriegsbeschädigten etwa beabsichtigte entsprechende Anträge bis spätestens zum 30. September d. 3. an das zuständige Dersor- gungsamt gestellt haben müssen. Später gestellte Anträge können nach den gesetzlichen Bestimmungen nur dann berücksichtigt werden, wenn eine Verschlimmerung des Dienstbeschädigungsleidens glaubhaft gemacht und festgestellt wird.
*• Planausstellung. Die Stadtverwaltung teilt mit: Zurzeit hat Architekt Fritz Stück in Kassel eine große Planausstellung in vier Abteilungen (150 Pläne) in der Staatlichen Baugewerkschule in Kassel, Kölnische Straße 22, eröffnet. 3n diesen Plänen sind die Gedanken des Herrn Stück zum Generalbebauungsplan von Kassel, der Landesplanung Hessen—Kassel und einer Reichsplanung niedergelegt. Da die Pläne auch für Oberhessen von aktueller Bedeutung sind, sei darauf hingewiesen, daß die Ausstellung auf vielfachen Wunsch bis zum 13. September verlängert wird.
** Zu dem Sprengkörperunglück bei Grüningen, über das wir am Montag berichteten, erfahren wir von zuständiger Seite, daß es sich bei dem durch die Spielerei der Jungen explodierten Sprengkörper nicht um einen Gegenstand ber Ausrüstung unserer Gießener Garnison handelt, sondern, wie ein zweiter gefundener gleichartiger Sprengkörper beweist, um einen alten, bereits stark verrosteten Sprengkörper nichtmilitärischer Herkunft. Unser Bataillon hat also mit jenem bedauerlichen Vorfall nichts zu tun.
** Goldene Hochzeit. Gestern, Dienstag, 10. September, feierten die Eheleute Rentier 3a- kob Häuser und Frau, Ludwigstraße 36, im engsten Familienkreise ihre goldene Hochzeit. Das 3ubelpaar erfreut sich noch geistiger und körperlicher Frische.
** Familientag der Lukasge- m e i n d e. Der Familientag, den die Lukas- gemeinde am Sonntag veranstaltete, hatte so viele Teilnehmer herbeigeführt, daß die weiten Räume der „Liebigshöhe" dicht gefüllt waren. Rach einem Musikvortrage der Gießener Posaunenbläser begrüßte Krrchenvorsteh^r 3uwe- lier Roll die Versammlung, indem er betonte, daß ein Familientag die Aufgabe habe, die Gemeindeglieder enger aneinanderzuschlietzen und in jedem das Gefühl zu erwecken, daß die ganze Gemeinde hinter ihm stehe, namentlich in Zeiten, da er vom Schicksale getroffen sei. Eine lebendige Gemeinde herbeizuführen, sei somit das Ziel dieser Versammlungen. Die Hauptansprache hielt Pfarrer Lic. Heep von Wetzlar. Der Redner hatte sich die Aufgabe gestellt, von der rechten Gestaltung des evangelischen Gemeindelebens zu sprechen. Rach einigen geistvollen, allgemeinen Bemerkungen gab er Schilderungen aus seinen Erlebnissen im Pfarramte. Zuerst wurden die Zuhörer nach Madrid geführt, wo der Redner im Beginn seiner Dienstzeit Prediger bei der deutschen Gesandtschaft war. Von dem Grabe Philipps II. ging die, Schilderung zu der kleinen evangelischen Gemeinde in der spanischen Hauptstadt; diese Gemeinde ist bekanntlich durch den unermüdlichen Fritz Fliedner ins Leben gerufen worden. Hierauf gab der Vortragende Bilder aus einer Berliner Kirchengemeinde, deren Pfarrer er mehrere 3ahre lang gewesen war; er führte in eine Kellerwohnung zu einem ganz verbitterten Manne, in dem das Gemütsleben gewissermaßen verschüttet war, der sich hinterher aber als ein Mensch von charaktervoller Gesinnung und ethischer Lebensführung erwies. Von Berlin ging die Schilderung nach der 3nsel Rügen, auf der
Berliner Arbeiterjugend, die das Meer noch niemals gesehen hatte, von der Gröhe und Schönheit der Ratur so ergriffen wurde, daß sie, ohne ein Wort zu sagen, die ganze Herrlichkeit auf sich wirken ließ und in schweigendem Staunen auf die Kreidefelsen und die blauen Wogen der Ostsee blickte. Dann wurden die Zuhörer nach der nordischen Stadt Hammerfest geführt, wo evangelische Schwestern seit 3ahrzehnten in einem deutschen Krankenhause arbeiten und in dem Lande, in dem neun Monate das Winterdunkel herrscht, deutsch-evangelisches Leben unter den dort landenden kranken Seeleuten pflegen. Die farbenreiche Schilderung schloß mit dem Bericht über ein Erntedankfest, das bei Wetzlar auf freiem Felde gehalten wurde, nachdem die letzten Garben nach Hause gebracht worden waren. Dieser Feier wohnte ein Zigeunerehepaar, Das sich im nahen Gebüsch versteckt hatte, in tiefer Ergriffenheit bei. Mit Andeutungen über die rechte Gestaltung des evangelischen Gemeindelebens schloß die Ansprache, der die große Versammlung mit ungeteilter Spannung zugehört hatte. 3n einer kurzen Ansprache dankte Pfarrer De ch- tolsheimer allen, die zur Veranstaltung beigetragen hatten, und regte die Gründung eines Männer- und F r a u e n v e r e i n s der Lukasgemeinde an; viele Glieder der Gemeinde erklärten durch Einzeichnung in die aufgelegten Listen sich bereit, diesem zu gründenden Verein beizutreten. Frau Lehrer Heß hatte mit dem Mädchenbund der Lukasgemeinde, den sie seit zwei 3ahren mit erfreulichem Erfolg leitet, ein_ Märchenspiel eingeübt, zu dem sie einige Erläuterungen gab, sowie mehrere Volkstänze, darunter einen Schnitterinnenreigen. Diese Darbietungen begegneten besonderem 3ntereffe der Anwesenden. Gemeinsame Gesänge wechselten außerdem mit Vorträgen der Gießener Po- faunenbläfer. Mit dem Gesang des Abendliedes „Run ruhen alle Wälder" schloß die Versammlung.
** Keine Maul- und Klauenseuche in Hessen. Den streng durchgeführten veterinär- und seuchenpolizeilichen Vorschriften, namentlich auch bei der Durchfuhr von Vieh durch Hessen, ist es zu verdanken, daß Hessen weiterhin von der Maul- und Klauenseuche freigeblicben ist. Rach den amtlichen Ziffern vom 1. September war in keinem Kreis des Dolksstaates die Seuche zu verzeichnen.
** Weltkrieg-Erinnerungen. Am Mitt» wochabend hielt Herr W. B e ck e r, Marburg (Lahn) im Saale des Katholischen Vereinshauses einen inter- essanten Vortrag über seine Erlebnisse im Feld. Der Vortragende, der während des Krieges als Stabsphotograph beim Generalstab des 26. (Res.-) Armee- korps tätig war und dadurch im besonderen Maße Gelegenheit hatte, die Verhältnisse an der Front zu studieren und im Bild festzuhalten, schilderte zunächst den Ausbruch des Krieges, den Ausmarsch unserer Truppen und den Durchmarsch durch Belgien, ropbet er die Haltung der belgischen Bewohner und der in Zivilkleidern steckenden belgischen Soldaten veranschaulichte. Erschütternd waren die Schilderungen der Grausamkeiten, die an unseren Feldgrauen wäh« renb jenes Durchmarsches verübt wurden. Der Redner wies dann auf die schweren Verluste hin, die unsere Truppen in den ersten Tagen besonders auch durch englische Scharfschützen erlitten, während auf der anderen Seite unsere schweren Geschütze wertvolle Arbeit leisteten. Intcressant waren die durch Vorführung von Lichtbildern gezeigten Wirkungen der einzelnen Geschütze. Der Redner schilderte weiter den Beginn und die Entwicklung der Gaskämpfe und zeigte die verheerenden Auswirkungen von Gas- angriffen. Er veranschaulichte ferner die Stellungskämpfe östlich der Pser, die Kämpfe an der Somme, in der Champagne und im Argonnerwald, besonders aber um Ypern, und zeigte das Leben und Treiben unserer Feldgrauen ganz nahe vor dem Feind, das Schlachtfeld nach beendetem Kampf, die Maßnahmen zur Versorgung und Unterstützung der Frontkämpfer u. a. Bemerkenswert war auch die Feststellung, daß unsere Truppen bei Beschießungen wertvolle Kunst- denkmäler im Feindeslande nach Möglichkeit geschont haben. Der Redner schilderte dan noch in sehr interessanter Weise den Rückmarsch unserer Truppen nach dem Zusammenbruch. Zum Schluß zeigte der Redner eine Reihe von Bildern aus dem Leben unseres 116er-Regiments im Frieden, die für manchen Besucher schöne Erinnerungen an vergangene Zeiten wachriefen.
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Eine schriftliche Mahnung ergeht nicht mehr.
Gießen, den 10. September 1929.
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der Elektrizitätswerke, Ueberlandanlage und Straßenbahn der Stadt Gießen.
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