Ausgabe 
11.5.1929
 
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Aus -er Provinzialhauptsta-t.

Gießen, den 11. Mai 1929.

Gedanken zum Muttertage.

Von Reinhold Braun.

Mutter: das ist die ganze Wahrheit und der Glanz aus ewigen Quellen und ist die Wahr­heit der Schönheit, die Seele heißt.

Die stille Insel."

In ihrer Mütterlichkeit ruht die Kraft, ruht die Kulturaufgabe der Frau!" so schreibt eine Führerin berufstätiger Frauen und Mädchen.

Bei diesen Worten muß ich an die schöne, tiefe Stunde denken, die ich mit der Freundin im sturm­umtosten Berghause unsrer Gastgeberin hatte. Da saß diekleine Direktorin" vor mir und sprach in er­greifenden Worten von ihrem Lebenskampfweg, ihremOpfergang" für den großen Mütterlichkeits- gedanken, ihrem Angefeindetwerden, ihren schweren Enttäuschungen und dann von ihrem jetzigen Unter­richt in der Frauenschule. Das ganze Wunder der mütterlichen Provinz der Erziehungskunst strahlte in einer unvergeßlichen Innigkeit aus. Dieses Einsam- keits- und Kämpferleben war nichts als eine einzige, innermächtige Mütterlichkeit. Etwas Gleichnishaftes lag in diesem Frauendasein. Hier war eine, die sich verströmte für den Ruf nach neuer Vermütterlichung unseres Volkes.

Dann muß ich an die Tage im Neulandhause zu Eisenach denken, wo ich Gast der Guida Diehl sein durfte, dieser edlen Führerin desFrauenkampfbun- des", und an all die anderen Frauen und Mädchen denke ich, denen ich auf meinen Fahrten begegnete. In diesen allen grüße ich, in den alleinstehenden und verheirateten, den kinderbeglückten und den stillen, entsagenden, den kinderlosen, das Herz unsres Kerndeutschlands. Denn die Mutterseele bleibt eines Volkes Iungquell und Hochkraft.

Der deutsche Muttertag, den wir morgen begehen, hat nur einen Sinn, wenn er uns diese Ursache immer näher bringt und sie uns in ihren mystischen Tiefen und ihrer ungeahnten Schöpfermacht er­schließt. Keine Volkskraft ohne die Kraft und Schön­heit der Mutterseele.

Der Ruf nach Aufstieg und Erneuerung ist in allererster Linie zu erfassen als Ruf nach neuer Ver- mütterlkchung.

Vermütterlichung: Das ist etwa, nicht nur dem Ge­fühle das Wort zu reden, wenn auch nicht genug be­tont werden kann,daß ein umfassendes Gemüt größer ist als ein umfassender Geist", nein, es be­deutet für das Weibgeschlecht das Wiederfindcn seines Urheimatgrundes, die Neuentdeckung der wahren und heiligen Quellen, daß Neu-sich-anknüpfen an die in­nerste Wirklichkeit des Lebens, an Gott, das Neuein­strömen des großen und starken Verantwortlichkeits- gefühls und seine Weitergabe an die Zukunft! Es be­deutet: den schöpferischen Menschen in seinem Herz­grunde vertiefen für das Mysterium der Liebe und des Lebens: es heißt, neue Stärke und Ueberwinder- kraft gewinnen für den Kampf ums Dasein, volkhaft fühlen, denken und schaffen und Volkheit nehmen als Aufgabe, von Gott gestellt! Es bedeutet: Neuerken- nung der lebensschaffenden Polarität der Geschlechter, die wahre, ehrfürchtige Ergänzung zueinander bin mit allen Begabungen und Innenwerten.

Vermütterlichung das heißt weiter: Immer mehr von der Meinung abrücken und der Gesinnung wie­der zur Macht verhelfen, die Seele endlich wieder in ihr Recht einsetzen und dem Ueberwust des Stoffes und Konstruierten wieder das lebendige Leben und fein Erlebnis entgegensetzen!

So wird das Hören oder Nichthören auf diesen Ruf für uns und unsere Nachfahren Schicksal sein!

Muttertag! Kein Tag der schönen Stimmungen und Derhimmlungen, sondern im deutschen Sinne einer voll heiligen Ernstes, herzlichem Verlangen nach Ver­tiefung und Stärkung, ein Tag der Neuerfühlung unseres innersten Wurzelreichs.

Beide geht der Tag an: Weib und Mann, jung und alt! Denn wie das Weib, so der Mann! Wo die Mutterseele zur rechten Geltung kommt, wird auch des Volkes Vatcrseele erweckt und ihrer hohen Auf­gaben eingedenk werden!

Ein herzliches Grüß Gott! allen, die am Mutter­tage also denken und fühlen und danach tun wollen!

Gießener Wochenmarktpreise.

Es kosteten auf dem heutigen Wochenmarkt das Pfund: Butter 190 bis 200; Matte 30 bis 35; Käse (10 Stück) 60 bis 140; Wirsing 20 bis 30; Weißkraut 20 bis 30; Rotkraut 20 bis 30; gelbe ^üben 20 bis 25; rote Rüben 20 bis 25; Spinat 25 bis 40; Spargel 80 bis 120; ^Inter-Kohlrabi

10 bis 12; grüne Erbsen 50 bis 60; Feldsalat 150 bis 200; Tomaten 80 bis 120; Zwiebeln 20 bis 25; Meerrettich 50 bis 120; Schwarzwurzeln 40 bis 80; Rhabarber 30 bis 40; Kartoffeln 6; ausl. 2lepfel 40 bis 80; inl. Aepfel 30 bis 40; Dörrobst 35 bis 40; Honig 40 bis 50; junge Hähne 120 bis 130; Suppenhühner 100 bis 120; Rüsse 70 bis 80; das Stück: Tauben 80 bis 90; Eier 12; Blumen­kohl 70 bis 150; Salat 20 bis 40; Salatgurken 70 bis 100; Ober-Kohlrabi 40 bis 50; Lauch 10 bis 20; Rettich 40 bis 60; Sellerie 20 bis 100; das Bund: Radieschen 20 bis 25 Pfennig; der Zentner: Kartoffeln 5,50 Mark.

Derkehrs-Lichtsignal.

Seit gestern ist an dem Berkehrsschnittpunkt Südanlage-Ostanlagc/Reuen Bäue-Gartenstraße, gegenüber dem Gebäude der alten Bürger­meisterei, ein elektrisches Verkehrs- L i ch t s i g n a l in Tätigkeit. Die Signaleinrich­tung ist an den Leitungsdraht der Straßenbahn angeschlossen und wird von den Straßenbahn­wagen bei der Annäherung an die gefährliche Straßenkreuzung automatisch in Betrieb gesetzt. Sobald ein Straßenbahnwagen sich nähert, streift der Stromzuführungsbügel des Wagens eine Reihe von Kupferlamellen an dem Leitungs­draht und löst dadurch einen Kontakt zur Ein­schaltung des elektrischen Stromes nach dem Licht­signal aus. Wenn der Wagen über die Straßen­kreuzung hinweggefahren ist, wird die Strom­zuführung zu dem Signal ebenso automatisch wieder abgestellt. Während die Signalanlage in Tätigkeit ist, leuchtet in der Richtung Gartenstraße und Reuen Bäue grünes, in der Richtung Süd­anlage-Ostanlage rotes Licht auf. Das rote Licht soll den an die Straßenkreuzung heran- nahenden Fahrzeugführern verkünden, daß un­mittelbar vor der Kreuzung ein Straßenbahn­wagen im Heranfahren begriffen ist, so daß die Fahrzeugführer besondere Borsicht walten lassen müssen. Das grüne Licht soll dem beobachtenden Straßcnbohnwagenführer als Kontrollzeichen da­für dienen, daß das warnende Rot des Lichtes nach den beiden anderen Seiten hinüber erstrahlt. Man hofft, mit dieser Anlage eine wirksame Borbeugungsmaßnahme gegen Tln- fälle an dieser verkehrsreichen Straßenkreuzung geschaffen zu haben. Es ist jedoch erforderlich, daß die roten Lichtzeichen von den Fahrzcuglenkern auch sorgfältig be­achtet werden. Zunächst handelt es sich bei dieser Lichtsignalanlage, die vom städtischen Elek­trizitätswerk geschaffen wurde, um einen Versuch. Wenn sich dieser in etwa vierwöchiger Probezeit bewährt, so sollen gleiche Anlagen auch an an­deren Stellen des Straßenbahnnehes, die durch besonders starken Verkehr eine erhöhte Gefahr aufweisen, angebracht werden.

Borrrotizcn.

Tageskalender für Samstag. Iohann-Strauß-Konzert, 20 Uhr, in der Volks- Halle. Reichsb. der Zivildienstberechtigtcn: Mo­natsversammlung, 20.30 AUjr, inStadt Lich". G. D. A.: Monatsversammlung, 20.30 Llhr. D. H. V.; Versammlung, 20.30 Uhr, Kaufmänn. Vereinshaus. GesangvereinConcordia": 65. Stiftungsfest, 20 Uhr, im Cafe Leib. Licht­spielhaus, Bahnhofstraße:Der Zarewitsch". Astoria-Lichtspiele:Auf dec Reeperbahn nachts um Val".

. Tageskalender für Sonntag. Kirchengefangsest in der Stadtkirche, Anfang 9.30 llljr. Wilh. Schüttlers Schule für höheres Violinspiel: Wohltätigkeits-Konzert, 19.30 ÜIHr, im Singsaal des Realgymnasiums. Lichtspiel­haus, Bahnhofstraße:Der Zarewitsch". Astoria-Lichtspiele:Auf der Reeperbahn nachts um v2r.

Irene Triesch i m Gießener Stadttheater. Aus dem Stadttheaterbureau wird uns geschrieben: Cs ist der Intendanz ge­lungen, Irene Triesch, die sich auf einer Tournee befindet, zu einem einmaligen Gastspiel zu ge­winnen. Sie wird am 15. Mai in Strindbergs Scheiterhaufen" gastieren. Irene Triesch gastiert mit ihrem eigenen Ensemble unter Leitung von Direktor Otto Schwarz. Cs wirken mit: Irene Lamond von den Kammerspielen München, Cla- rissa Linden vom Intimen Theater Nürnberg, Hans Carl Magnus vom Reuen Schauspielhaus Königsberg und Oskar Ritschke vom Schauspiel­haus Stuttgart, heute sämtlich an ersten Ber­liner Bühnen. Dieses Gastspiel findet im Frei­tags- Abonnement statt.

Ein Gastspiel der Kapelle Bern­hard E t t6. Am Montag, 13. Mai, gibt Bernhard Ett6 mit seinem Orchester von 14 Solisten ein Gast­spiel im Bad-Nauheimer Kurhaus. Der Nachmittag bringt ein Jazz-Sinfonie-Konzert, das um 4 Uhr auf der Terrasse, bei ungünstiger Witterung im großen Bühnensaal stattfindet. Abends 8.30 Uhr findet im großen Bühnensaal ein Galaabend mit Tanz statt. Ett6s Name hat in weitesten Kreisen einen guten Klang.

Damen-Friseur- und Perücken- macher-Gehilfenverein 1 9 2 8 Gießen. Morgen abend, 19 Uhr, findet im Katholischen Ver- einshaus ein Frühlingsfest des Vereins mit reich­haltigen geselligen Darbietungen statt. Näheres in der heutigen Anzeige.

*

** DosMaienblasen findet heute, Samstag, abends 7 Uhr, nach dem Abendläuten vom Turm der Johanneskirche mit folgendem Programm statt: 1. Allein Gott in der Höh' fei Ehr' von R. v. Hof (1541); 2. Die Lümmel rühmen des Ewigen Ehre von L. van Beethoven; 3. Wer hat dich, du schöner Wald von F. Mendelssohn-Bartholdy.

** Der Engere Ausschuß der Gieße­ner Studentenschaft für das Sommer­semester 1929 wurde dieser Tage gewählt. Es ge­hören ihm an als 1. Vorsitzender stuck, jur. Klaus, 2. Vorsitzender stuck, jur. Mittler, 1. Schriftführer stuck, tneol. Scheuermann, 2. Schriftführer stuck, phil. Ratz, 1. Kassenwart stuck, forest. Pfnorr, 2. Kassenwart stuck, med. Habicht, Beisitzer stuck, rer. pol. Corbach.

Feier der Speyerer Protestation in Hessen. Das Evangelische Landeskirchenamt hat verfügt, daß am 2. Pfingstfeiertage im Gottesdienst der Protestation von Speyer gedacht werden soll. An Pfingsten oder an einem sonst geeigneten Tage soll außerdem bei einem Ge­meindeabend den Gemeinden das Ereignis von 1529 nähergebracht werden.

** Eine Reichsverbandstagung deut- scher S a n i t ä t s k o l o n n e n vom Roten Kreuz findet vom 11. bis 15. Juli in Marburg statt. Am 14. Juli, vormittags, wird eine große Sanitätsübung mit anschließendem Umzug durch Marburg sein, am Nachmittag soll eine Sonderzug­fahrt nach Biedenkopf unternommen werden, wo im Garten des dortigen Erholungsheims des Reichs­verbandes deutscher Sanitätskolonnen die Enthüllung eines Gedenksteines für die im Weltkriege gefallenen deutschen Sanitäter erfolgen soll.

** Der Hessische Landgemeindetag hält seine 9. Vertreterversammlung am Freitag, dem 31. Mai, in Ober-Ingelheim ab. Dabei wird der hes­sische Innenminister L e u s ch n e r überVereinheit­lichung der Verwaltung in Reich und Ländern" sprechen.

** Der Reichsverband der deutschen Landkrankenkassen hält am 13., 14. und 15. Mai in Darmstadt seine diesjährige Derbands- tagung ab. 11. a. werden sprechen Ministerialrat Dr. Wankelmuth vom Reichsarbeitsministe­rium überDie Richtlinien über die Gesundheits­fürsorge der versicherten Bevölkerung", llnivecsi- tätsprofessor Dr. v. D i e h e. Jena, überStand und Aussichten der ländlichen Arbeiterverhält­nisse in Deutschland", über ..Selbstverwaltung in der Sozialversicherung" der bekannte Landrat a. D. Dr. Df. Gereke, Berlin, der Präsident des Deutschen Landgemeindetages.

** Die Oberhessische Viehversiche- rungs-Anstalt hält morgen nachmittag in Friedberg im Ratskeller ihre diesjährige ordentliche Hauptversammlung ab. Die Tagesordnung zu dieser wichtigen Sitzung ist aus der Anzeige in unserer vorigen Samstagausgabe ersichtlich.

** Die Museen sind am Sonntag zwischen 11 und 1 Uhr geöffnet.

' Der Auftrieb auf die Jungvieh- weiden der L a n d w i r t s ch a f t s k a mm e r Hot gestern begonnen. Insgesamt werden rund 130 Fohlen und 520 Rinder auf die sechs Weiden verbracht. Die Anmeldungen waren weit höher, so daß zahlreiche Tiere abgewiesen werden muh­ten, darunter die Jungtiere des Riederungsviehes. Rach Tiergarten bei Hungen kamen 40 Fohlen und 118 Rinder, Warthof bei Grünberg erhält 27 Fohlen und 126 Rinder, Zell bei Alsfeld 21 Fohlen und 78 Rinder, Wenings 31 Fohlen und 89 Rinder, Lauterbach 8 Fohlen und 85 Rinder. Selgenhof bei Ulrichstein wird erstmalig betrieben mit einem Fohlen und 20 Rindern.

** W i e Prinz Heinrich in Gießen ge­filmt wurde. Anläßlich des Todes des Prin- zen Heinrich von Preußen erhalten wir aus unserem

Leserkreise die nachstehende Erinnerung an ein CEte lebnis mit dem Prinzen in Gießen: Der Prinz« Heinrich-Flug im Jahre 1913 war für Gießen, dos als Etappe ausersehen war, ein großes Ereignis welches mir wert erschien, es im Film sestzuhalten. Daher entschloß ich mich, unter Mitarbeit eines er« fohrenen Filmoperateurs Aufnahmen aus dem Flug­plätze (Trieb) zu machen. Das Wetter war uns nicht gerade günstig, da die Sonne und somit die nötige Helle für Filmaufnahmen fehlte. Trotzdem waren uns einige gute Aufnahmen gelungen. Nur den Prinzen, der den Flug persönlich leitete, konn­ten wir nicht vor den Kurbelkasten bekommen. Mein Operateur, ein alter Praktikus und Bayer, meinte optimistisch:I verwisch eahm doch! Ja, weuns sein Bruder, der Kaiser, wär, da ging's leichter, der laßt' si gern photographieren und noch lieber filmen! Aber mit dem Prinzen Heinrich hat ma sei Last, der hot an Sauwut aufs Filmen und will nix von wissen, aber i garantier, i derwisch eahm doch!" Gerade war wieder ein Flugzeug gelandet und der Flieger erstattete dem Prinzen Bericht über feinen Flug. Um die Gruppe hatte sich eine Schar Neugieriger gebildet, als wir uns mit unserem Kurbelkasten näherschlichen, die zunächst Stehenden baten, auseinanderzutreten und eine Gasse zu öffnen, durch die wir den Prinzen vor dos Objektiv bekamen. Aber im selben Augenblick wandte sich der Prinz um, sah den verhaßten Kurbelkasten und rief wütend:Zum Donnerwetter, da ist ja wieder der Kerl mit dem verfluchten Kurbelkasten, machen Sie, daß Sie do sortkommen!" Ich hielt unsere schöne Gelegenheit für verloren, doch mein Operateur behielt seine Geistesgegenwart und ließ sich nicht aus seiner bayerischen Ruhe bringen, sondern, mit der einen Hand fortwährend die Kur­bel drehend, zog er mit der andern seinen Hut und unter devotesten Verbeugungen flötete er: Aber gewiß Königliche Hoheit, sofort Königliche Hoheit", während er mir zuflüsterte:Jetzt mag er schimpfen, 's nutzt eahm do nix mehr, i hooo eahm schon im Kasten drin. I hoab ja glei ge- foagt, i derwisch eahm doch!" So hatten wir es des Prinzen Filmabneigung zu verdanken, daß wir ihnEn face auf den Filmstreifen bekamen. H. B.

Vermischtes.

Späte Sühne für einen Raubmord.

Vor acht Jahren war an dem Gutsbesitzer Eckel- mann in Hof bei Oschatz ein Raubmord verübt worden. Das Schwurgericht verurteilte nun drei Hauptangeklagte, gegen die der Staatsanwalt Todes- strafe beantragte, wegen Totschlags und Beihilfe so- wie wegen Diebstahls zu Zuchthaus st rasen von fünf Jahren zwei Monaten bis sieben Jahren sechs Monaten. Zwei weitere Angeklagte wurden zu vier bzw. fünf Jahren einen Monat Gefängnis oer- urteilt. Die fünf Angeklagten, die zur Zeit der Aus­führung des Verbrechens erftl5und16Jahre a l t waren, hatten den Verdacht der Täterschaft auf einen ehemaligen russischen Kriegsgefan- genen gelenkt, gegen den jedoch das Verfahren mangels ausreichender Beweise eingestellt wer­den mußte.

Die Opfer des waldbrandes in Mexiko.

Bei dem gemeldeten riesigen Waldbrande, der auch auf das Dorf Tochilapa im Staate Guerrero Übergriff, sind 40 Kinder und 20 Erwach­sene ums Leben gekommen. Bei Tagesan­bruch hatten die Flammen bereits das ganze Dorf ergriffen. Die Mehrzahl der Opfer ver­brannte in ihren Betten.

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