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** Die Gasproduktion des städtischen Gaswerks betrug im abgelaufenen Verwaltungsjahr 3 445 740 Kubikmeter (gegen 3 328 750 Kubikmeter in 1927/28). Es wurden demnach im letzten Jahre 115 990 Kubikmeter oder 3,51 v.H. mehr Gas hergestellt und verbraucht, als im Jahre zuvor. Auf den Kopf der Bevölkerung berechnet entfallen rund 100 Kubikmeter Gas, ein Verbrauch, der recht beochllich und zufriedenstellend ist. An Gasmessern waren am 31. März d. I. aufgestellt 7093 Stück mit einer Leistung von 31 800 Flammen, zu denen noch 1053 Gasautomaten oder Münzgas
Der neue Roman ist spannend von der ersten bis zur letzten -Zeile, er hat eine buntbewegte, mit Ueberraschungen und dramatischen Steigerungen gespickte Handlung, die im allerletzten Kapitel zu einem befriedigenden Ende geführt wird. Unb da es sich nicht nur um einen Kriminalroman, sondern zugleich auch um eine Liebesgeschichte handelt, hoffen wir, mit der Erwerbung dieses Werkes einen glücklichen Griff getan $u haben und mit seiner Veröffentlichung unserem Leserkreise eine willkommene Lektüre zu bieten.
Daten für Freitag, 12. April.
Sonnenaufgang 5.12 Uhr, Sonnenuntergang 18.50 llhr. — Mondoufgang 6.25 Uhr, Monduntergana 22.40 Uhr (Mond in Erdnähe).
1831: der Bildhauer und Maler Constantin Meu- nier in Brüssel geboren (gestorben 1905); — 1888: der Chemiker und Industrielle Ludwig Nobel in Cannes gestorben (geboren 1831); — 1899: der Augenarzt Karl Alfred Gräfe in Weimar gestorben (geboren 1836).
Gießener Wochenmarktpreise.
Es kosteten auf dem heutigen Wochenmarkt: Käse 10 Stück 60 bis 1,40; Butter Pfund 1.80 bis 1,90; Matte 30 bis 35; Wirsing 20 bis 50; Weißkraut 20 bis 30; Rotkraut 20 bis 35; gelbe Rüben 25 bis 30; rote Rüben 25 bis 30; Spinat 30 bis 60; Unter-Kohlrabi 10 bis 15; Feldsalat 2,50 bis 3,00; Tomaten 80 bis 1,00; Zwiebeln 25 bis 30; Meerrettich 50 bis 1,50; Schwarzwurzeln 60 bis 90; Kartoffeln 6; Aepfel (ausländische) 50 bis 80; Aepfel (inländische) 30 bis 40; Dörrobst 35 bis 40; Honig 40 bis 50; junge Hähne 1,20 bis 1,30; Suppenhühner 1,00 bis 1,20; Tauben 90 bis 1,00; Rüsse 70 bis 80; Eier Stück 11 bis 12; Blumenkohl 70 bis 1,60; Salat 30 bis 50; Salatgurken 1,30 bis 1,40; Endivien 1,50 bis 3,00; Lauch 15 bis 30; Rettich 20 bis 30; Sellerie
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Rosenhahns eigentliches Feld ist der Kriminalroman. Er weiß, worauf es dabei «ui,
er versteht es, feine Sache geschickt ans Publikum zu bringen; er verbindet Scharfsinn und Phantasie zu der gerade hier unerläßlichen und entscheidenden Mischung.
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sind in der ganzen Welt und auch bereits in weiten Teilen Deutschlands beliebt. Es hat sich erwiesen, daß das eigenartige, herbsüße, starkeAroma deraus bulgarischen Edeltabaken hergestellten Zigaretten die Geschmacksrichtung desdeutschen Rauchers trifft.
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messer mit 3159 Flammen, also zusammen 8146 Gasmesser mit 34 959 Flammenstärke (8054 Stück Gasmesser mit 34 683 Flammen) kommen. Es stellt sich sonach der Gasmesserzugana im letzten Jahr auf 92 Stück bei 276 Flammenverstärkung.
** Das städtische Bolksbad hatte im abgelaufenen Geschäftsjahr 147 832 Besucher zu verzeichnen, gegen 100132 Badegäste im Jahre huvor. Die anhaltende Kälte im letzten Biertel- lahr hat einen sehr nachteiligen Einfluß auf die Frequenz des Bades ausgeübt.
" Eine wohlverdiente Ehrung in Gestalt eines Ständchens wurde gestern abend überraschend dem im Forsthaus Hochwart wohnenden Stadtförster Peter Arft anläßlich seines 65. Geburtstages von dem 12 Mann starken Bläserchor des Evang. Arbeitervereins unter Führung des Herrn Bartholomäus dargebracht. Stadtv. S ch w i e d e r als Mitglied der städtischen Forstdeputation und Leiter der städtischen Holzversteigerungen sprach dem ihm durch die gemeinsame Forsttätigkeit engverbun- denen Manne herzliche Glückwünsche aus. Der Geehrte dankte dem Bläserchor und dem Stadtverordneten Schwieder für diese unvermutete Ehrung mit warmen, gerührten Worten. Förster Arft, der seit 40 Jlahren einen großen Teil unseres Stadtwaldes, sowie den Forst der Gemeinde Annerod in ausgezeichneter Weise betreut, hat sich in dieser langen Dienstzeit sowohl durch sein freundliches, gerechtes und alle-P zeit entgegenkommendes Verhalten, wie auch durch seine vorbildliche Liebe zu den Tieren des Waldes die hohe Wertschätzung weiter Bürgerkreise erworben. Der verdiente und noch außerordentlich rüstige Forstmann muß leider im Laufe dieses Sommers infolge Erreichens der Altersgrenze in den Ruhestand treten, wodurch ein Mann aus dem Amte scheidet, der mit ganz besonderer Liebe an seinem Walde hängt, dem er aber durch die Wahl seines künftigen Wohnsitzes auch fernerhin naheblei- ben wird.
** Desihwechsel. Der frühere Kalkbrennerei* bescher C a r l H a a s verkaufte fein 2000 Quadratmeter großes Baugelände, zwischen Gasfky-, Schu* bertstraße und Aulweg gelegen, an den Hessischen Staat bzw. den Heilstättenverein, der das Gelände zur Arrondierung feines Besitzes (Lupusheilstätte) erwarb, womit die Möglichkeit für weitere Heil- stättenbauten gegeben ist. — Frau Witwe Atz- bach verkaufte an Fabrikant Rinn ihr etwa 600 Quadratmeter großes Grundstück am Fried- hossweg, gegenüber dem Rodtberg-Friedhof gelegen.
** Auftrieb zum heutigen Frankfur. terSchlachtviehmarkt:2 Kühe, 1096 Kälber. 93 Schafe, 805 Schweine.
20 bis 1,00; Radieschen Bund 30 bis 35; Kartoffeln Zentner 5,50 Mk.
Bornotizen.
— Tageskalender für Donnerstag. Barmer Ersatzkafseff: Mitgliederversammlung, 8.30 Uhr, im „Hessischen Hof". — Lichtspielhaus, Bahnhofstraße: „Die Alpen". — Astoria-Lichtspiele: „Ist Eddy Polo schuldig'?".
— Stadttheater Gießen. Aus dem Stadttheaterbureau wird uns geschrieben: Die letzte Aufführung von „Der Mikado" beginnt morgen, Freitag um 19« 2 Uhr. Dieser „Tag in Titipu", mit der fast klassisch gewordenen Operet- tenmusik von Gilbert, hat in seiner eigenartigen Reuinszenierung einen großen Erfolg in Gießen gehabt. — Für Sonntag, 14. April, ist zum letztenmal der „Mustergatte" von Averh Hop- wood angeseht. Fremdenvorstellung: Ermäßigte Preise. — Als nächste Premiere steht: „Thomas Paine" von Hanns Iohst auf dem Spielplan. Spielleitung: Intendant Dr. P r a s ch. Hanns Iohst wird das erstemal in Gießen aufgeführt.
— Hallo Theater! Aus dem Stadttheaterbureau schreibt man uns: Am 20. April, 21 Uhr, wird ein bunter Festabend zugunsten der Mitglieder des Stadttheaters unter der Devise „Hallo Theater! Ein Mimennachtspuk' veranstaltet.
— Der Verein ehem. Leibgardisten begeht am Samstag, 13. April, fein 9. Stiftungsfest im Kath. Dereinshaus. Ein gut gewähltes Programm, so schreibt man uns, verbürgt den Besuchern einige schöne Stunden der Unterhaltung. Siehe heutige Anzeige.
So und nicht anders sollten wir den Männern begegnen, die Zigarrenasche als Mottenpulver und Nachlässigkeit als Liebe ausgeben. M.A.
Unfer neuer Roman.
Rachdem wir in letzter Zeit den Gefellfchafts- roman bevorzugt und in der gestrigen Ausgabe unseres Blattes die mit allgemeiner Anteilnahme in unserem Leserkreise aufgenommene Erzählung „Die Liebe der Brigitta Hollermann" zum Abschluß gebracht haben, beginnen wir in der heutigen Rümmer mit der Veröffentlichung eines neuen Werkes, das wieder einmal ein echter und rechter Kriminalroman ist. Er heißt:
„Roman einer Nacht"
Von Paul Rofenhayn.
Rosenhahn ist kein Reuling mehr auf literarischem Gebiet. Er hat sich einen geachteten Ramen geschaffen, und alles, was er bisher veröffentlichte, wurde gern gelesen, sogar verfilmt, und hatte durchschlagenden Erfolg.
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Aus oer Provinzialhauptstadt.
Gießen, den 11. April 1929.
Wie erziehe ich meinen Mann?
Eine Frau an die Frauen.
Wenn dein Mann Zigarrenasche auf den Teppich fallen läßt, wird er dir erklären, daß es kein besseres Mittel gegen Motten gibt.
Auf den Blumentöpfen wird die gleiche Asche alle Schmarotzer töten, und — wenn du Zeit hast — wirst du erfahren, daß Zigarrenasche infolge des hohen Kaligehaltes als Dlumendünger derart wirkt, daß deine Zimmerlinde voraussichtlich bald durch die Decke wachsen wird.
Wenn du deinem Manne von der Last deiner Hausarbeit erzählst, wenn du ihm mitteilst, daß du treppauf treppab laufen mutzt, daß du vom vielen Bücken, Abstauben, von all der tausenderlei Kleinarbeit müde bist, erfährst du, datz all diese Bewegungen deinen Körper schlank, deine Muskeln geschmeidig erhalten. Unö vor allem wird der lästige Fettansatz verhütet! Außerdem spart man durch solche Bewegungen die Kosten für 2lrzt und Apotheke. Rach feiner Auffassung muß die Betätigung im Hause eine vollendete VenuS aus dir machen.
Wenn du deinem Manne liebenStDürbige Vorhaltungen machst, datz er dir keine Blumen, keine kleinen Aufmerksamkeiten mehr mitbringt, erfährst du plötzlich, datz er es beabsichtigt hatte. In letzter Minute allerdings wurde er durch den wichtigen Besuch eines Geschäftsfreundes davon abgehalten.
Du erfährst ferner, datz er es nur deshalb unterließ, um ja nicht zu spät zu Tisch zu kommen, fo daß dir erneuter Qlerger erspart blieb.
Auf diese Weise erfährst du die zarte Rücksichtnahme deines Mannes.
Vergelten wir doch Gleiches mit Gleichem! Suchen auch wir nach Gründen. Erziehen wir ihn zur Logik!
Wir bringen ihm bei, daß ein 50-Mar k- Schein, auf unsere rechte Handinnenfläche gelegt, ein gutes Mittel gegen Kopfschmerzen ist; daß ein Pelzmantel uns dauernd gegen Lungenentzündung schützt; daß ein kleiner Bril- lantring jegliche Melancholie fernhält; daß em neuer Hut unsere Haare nicht grau werden läßt; daß ein Strauß Rosen im Zimmer als Luftreinigungsmittel Wunder wirkt; daß gemeinsamer Theaterbesuch Gelegercheit gibt, wichtige Geschäftsfreunde zu treffen, und daß diese Gelegenheit durch ein anschließendes Abendessen in einem erstklassigen Gasthaus ungemein gesteigert werden kann; datz er früher nach Hause kommen soll, damit wir die Kosten für die Wach- und Schlietzgefellfchast sparen können, und den Lichtverbrauch beim Wachen und Warten einschränken; daß durch ein Paar neue Schuhe dein sicheres gesellschaftliches Auftreten wohltuend gesteigert wird; datz ein Paar neueSeiden st rümpfe, unvermutet als Geschenk überreicht, deinen Farbensinn energisch an- regen, und daß eine neue Kücheneinrich- tung, oder gar ein neues Herrenzimmer deine Anhänglichkeit an Mann und Heim derart steigern, daß man tatsächlich von ewiger Liebe sprechen kann.
uigurische
Edeltabake
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für die Tagesnummer des Gießener Anzeigers werden zweckmäßig am Nachmittag vorher aufgegeben. Nach 9 Uhr vormittags kann die Aufnahme der Anzeigen auch in Ausnahmefällen nicht gewährleistet werden!
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Briefkasten der Redaktion.
(Rechtsgutachten sind ohne Verbindlichkeit der Schriftleitung.)
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