Ausgabe 
10.10.1929
 
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KillionenskanSal.

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rahendahnbaulen, Kies, auch für ble Turchsüh- n. lalsache ist, bah alle ante- ferangebofen an bie Terteljrs- e Antwort bekommen.-Ölt \'ßuü&6o.Da»nItw ben StmM in feiner vollen bi? Is/sache, daß bie Aimo llsichllehlichteilrrechl reff ihr zuliebe unb um e znzufchanzen, überflüf- rhnarbeifen, llmbaulen genommen würben. So Hal bie die Beilegung bei nach Sleg- ahenbahnlinie oon MM M riegl'hJl< m'2.c hgeführt. Bun weih man aber, inie bie rlnfergiundbahnslttcke .ork-Sleglih führe" soll, v ereignen - unb es ist °u bah man nach einiger Ze>> ' wieder aufreibj, Inie bauen Z° bj!

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Slraßenbahnschlenen werden prooifotif<f> oer- (egt, um bann nach Vollendung des U-Bahnbaue» wieder natürlich von der Firma Butt & Co. in die Mitte der Straße gefegt zu werden. Die Strecke, um die es sich handelt, ist etwa 3 Kilometer lang, da» bedeutet für die Firma Butt & (So. einen Auftrag in der höhe von li Millionen. Die ist nun die Firma Butt & Co. zu ihrer bevor­zugten Stellung gekommen? Bei der Verkehrs- A - ®- slht ein Herr Direktor L ü d i ck e, Geschäfts­führer von Butt & Co. ist auch ein Herr £ü- dicke.derSohndesvcrkehrsdirektors. Die Firma Butt war bis vor zehn Jahren ein ganz unbedeutendes Haus, dem man kaum 10 000 Mark kreditierte. Sie ist seif der llebernahme der Straßen- bahn durch die Stadt groß geworden, heute gehört sie zu den reich st en Firmen der Branche, vor kurzem hat die Stadt Butt & Co. noch einen besonderen Liebesdienst durch die llebernahme eines größeren Aktienpakets erwiesen.

Aus aller Well.

Schnee im Schwarzwald.

Im Laufe des Mittwoch nachmittags sind die Temperaturen im Schwarzwald erheblich zu­rückgegangen. Gegen 6 Uhr erreichte das Queck­silber auf dem Feldbcrg (1495 Meter) Null Grad. Es sank in der Nacht bis auf m i - nus 2,3 Grad. In den Abendstunden trat Schneefall ein. Donnerstag morgen bedeckte eine Schneedecke von zwei Zentimeter die Kuppe des Feldberges bereits bis etwa 1000 Meter herunter. Auch in der Rheinebene gingen die Temperaturen in der Nacht bis fast an den Null­punkt zurück.

Line neue gewerkschaftliche Grohorganisalion.

Der Deutsche Verkehrsbund mit 400 000 Mitgliedern, der Verband der Gemeinde- und Staatsarbeiter mit 275000 Mitglie­dern und der Verband der Gärtner und Gärtnereiarbeiter mit 11 000 Mitgliedern haben heute auf einer gemeinsamen Tagung die Zusammenlegung der Verbände zumGe- samtverband der Arbeitnehmer öffentlicher Be­triebe und des Personen- und Warenverkehrs" beschlossen. Die neue Organisation tritt neben ihren gewerkschaftlichen Aufgaben besonders für die Forderung und den Aufbau der öffentlichen Wirtschaft und der Gemeinwirtschaft ein.

Der Juwelendieb in der französischen Botschaft entlarvt.

Als Urheber des großen Iuwelendiebstahls in der französischen Botschaft ist der Pförtner der Bot­schaft, der frühere Ober st im russischen General st ab, Michailoff, festgestellt und vor­läufig in Polizeigewahrsam genommen worden. Der 59jährige Mann hat die Juwelen, die ja, wie bereits gemeldet, inzwischen wieder vollzählig aus- getaucht sind, nicht geraubt, um sich zu bereichern, andern um sich an dem B o t s ch a f t s ch a u f cur z u rächen, mit dem er nach anfänglicher Freundschaft sich verfeindet hatte. Er hatte den Dieb­stahl so inszeniert, daß der Chauffeur un­bedingt in Verdacht geraten mußte. Auch der Chauffeur ist Russe und war früher Ritt­meister in der Zarenarmee.

Die todbringende Wespe im IHoff.

Em Qo nb toirt in Mainbernheim trank auS einem Steinkrug Most, ohne zu bemerken, daß- eine Wespe in den Krug gefallen war. Die Wesve geriet ihm in den Hals und stach, was sogleich eine starke Geschwulst zur Folge hatte. Trotz sofortiger ärztlicher Hilfe starb der Landwirt den Erstickungstod.

Schweres Eisenbahnunglück in Polen.

Bei der polnischen Stadt Sobolew fuhr ein Güterzug auf einen Personenzug, in dem sich auch zahlreiche Soldaten befanden. Bei dem Zu­sammenstoß wurden fünf Personen ge­tötet, 18 schwer und mehrere leicht verletzt. Die Lokomotive des Güterzuges und mehrere Wagen wurden völlig zerstört. Die älrsache des Unglücks ist auf Anachtsamkeit des Lokomotiv­führers des Güterzuges zurückzuführen, der sofort verhaftet wurde.

Invasion der Stinktiere.

3n Andover (Aeuhersey) ist der gesamte Ge­schäftsverkehr der Stadt dadurch eine Zeitlang lahmgelegt worden, daß eine Armee von mehreren hundert Stinktieren die Hauptstraße des Ortes als Tummelplatz aufsuchte. Den Bewohnern blieb nichts anderes übrig, als sich in die Häuser zu flüchten und Fenster und Türen fest zu schließen.

Empfindliche Gefängnisstrafe für Autoraser.

Das Schöffengericht Berlin-Mitte ver­urteilte den 19jährigen Voll wegen fahrlässiger Tötung und Körperverletzung zu einem Jahr und drei Monaten Gefängnis und den Chauffeur Aatuschka wegen der gleichen Vergehen zu vier Monaten Gefängnis. Die bei­den Angeklagten waren im 3uni an einer Stra­ßenkreuzung in Steglitz mit ihren Autos zusammengestoßen. Infolge des Zusam­menstoßes waren die Autos auf den D u r g e r- steig geraten und hatten eine Dank umgerissen, wobei eine Frau getötet und mehrere Per­sonen verletzt wurden. Der Tachometer des An­geklagten Voll zeigte an, daß er mit einer Stundengeschwindigkeit von 75 Kilo­meter gefahren war.

Zwei Tote bei einem Dacheinstur;.

In einem Dorf bei Messina (Calabrien) stürzte heute nacht das Dach eines Arbeiter­hauses ein. Zwei Kinder wurden getötet, die anderen Kinder und die beiden Eheleute wurden verletzt.

Stiftung für einen deutschen Lehrstuhl in Amerika.

Wie die Havard Universität in Cambridge bekanntgab, haben zehn Persönlichkeiten den Be­trag von 150 000 Dollar für den Cuno- Francke-Lehrstuhl für deutsche Kunst und Kultur gestiftet. Die wichtigsten Spender find Julius Rosenwald (Chikago), Henry Goldman und Felix Warburg (Reuyork).

Berliner Börse.

Berlin. 10. Okt. (WTD. Funkspruch.) Die im Verlaufe der gestrigen Börse eingetretene Beruhigung, die an der Frankfurter Abendbörse weitere Fortschritte machte, scheint sich auch heute vormittag fortzu'ehen. Der feste Schluß der Reu- Yorker Börse regt etwas an, auch der gestern veröffentlichte Reichsbantausweis wirkt nach. Kurse sind nicht zu Horen.

Aus der Provinzialhaupifiadi.

Gießen, den 10. Oktober 1929.

Von der Seife.

Von Dr. A. Hirsch-Mahdorff.

Schon sehr früh lernt das kleine Kind und zwar mit recht gemischten Gefühlen die Seife kennen. Cs freut sich über den schönen Schaum, mit dem es sich herrlich spielen läßt, es ist böse, wenn die Seife es zwickt. Daraus lernen wir zweierlei: eine gute Seife soll reichlichen, milden Schaum spenden: zweitens darf sie nicht zu scharf ein. Das gilt vornehmlich für die Seife, die wir für Bahys und kleine Kinder verwenden, ganz gleich, ob sie im Bade oder zumAb­eifen" benutzt wird. Zum Waschen des Ge­sichtchens nimmt man am besten beim Baby überhaupt keine Seife, nur zum Waschen des Haares.

Was für die überaus zarte Kinderhaut geeignet ist, kann auch für die besonders empfindliche Haut der Erwachsenen angewandt werden. Ramentlich Damen mit hellblonden oder rötlichen Haaren haben oft eine sehr empfindliche Haut. Man muh nun unterscheiden, ob es sich um eine fett­arme und spröde Haut handelt. Hier ist dann die Benutzung einer überfetteten Seife geraten. Oft wird aber auch diese nicht vertragen, weil jede, auch die fettreichste Seife, der Haut immer noch Fett entzieht. Dann muß auf die Seife überhaupt verzichtet werden. Sie kann in diesem Falle durch Mandelkleie erseht werden, oder es wird nur lauwarmes abgekochtes Wasser ge­braucht. Wo auch dieses nicht vertragen wird, reinigt man das Gesicht mit Watte und Olivenöl. Rach einiger Zeit versucht man dann, die Haut wieder an lauwarme Waschungen zu gewöhnen.

3m Gegensatz zur fettarmen, spröden Haut teht die fettreiche, glänzende Haut. Hier sind ettarme Seifen und kaltes Wasser zu benutzen: diesem kann man noch etwas Alkohol in Form einiger Tropfen Sau de Cologne zusetzen.

Das Schäumen der Seife hängt auch von der Beschaffenheit des Wassers ab. 3n sogenanntem harten Wasser schäumt jede Seife schlecht: hartes Wasser ist durch den Gehalt an Salzen hart. Wan kann ihm die Härte durch Abkochen, wobei sich die Salze niederschlagen, nehmen, oder es durch Zusätze, wie Borax, Glycerin usw., weicher machen. Salzarm und deshalb weich ist z. B. Regenwasser: l^es Leiluagswasser ist dagegen allerdings nach den Orten wechselnd meist sehr hart.

Dadeseifen sollen auch nicht scharf sein. Sie haben gegenüber anderen Seifen meist nur die Eigenschaft, besonders fest zu sein, damit sie nicht so rasch schwinden. Aus demselben Grunde und auch, um sie handlicher zu gestalten, macht man die Stücke meist besonders groß, gibt ihnen Wohl auch gern Kugelform.

Was die Seife zum Waschen der Haare an­belangt, so ist auch darüber noch ein Wort zu sagen. Seife in fester Form ist hier nicht ge­eignet; sie haftet meist zu fest und läßt sich oft nur schwer herausspülen. Hier müssen wir Seifen in flüssiger oder Pulverform den Vorzug geben. Teerseifen, ganz gleich ob flüssig ober fest, sind entschieden angenehm, aber nur für dunkles Haar zu empfehlen. Für blonde Haare dagegen sollen Teerpräparate nicht genommen werden, da sie das Rachdunkeln begünstigen. Hier ist der Ge­brauch von Kamille anzuraten. Ratürlich gibt es auch noch andere Zusätze, gegen die nichts einzu­wenden ist. Auch hier heißt esprobieren". Iede Seife muh gut herausgespült werden, wenn das Haar danach nicht kleben soll. Man wird sich nach der Beschaffenheit des Haares richten müssen, ob es fett oder trocken ist, bei trockenem Haar keine fettentziehenden Seifen nehmen, da das Haar sonst zu spröde wird, und umgekehrt.

Es ist keineswegs gleichgültig, was für eine Seife zum Händewaschen gebraucht wird. Man sollte nicht sagen:Ach. es ist ja nur zum Händewaschen!" Auch hier muß jede Schärfe ge­mieden werden. Die Haut der Hände kann auch sehr empfindlich sei, sei es von Ratur aus. sei es durch den Beruf, sei es durch ständige Berührung mit dem Wasser, besonders mit heißem Waller. Gern werden hier sogenannte Kern- oder Schmierseifen benutzt. Eie haben zwar eine ziemlich hohe Reinigungskraft, aber durch den Gehalt an Soda wirken sie au^trodnenb und fettentziehend auf die Haut. Diese wird dadurch spröde, rissig und schmerzhaft. Die Gefahr für Infektionen ist erhöht. Man kann das Fett der Haut wieder in Form von Fettsalben zuführen, doch,ist es ratsam, es erst gar nicht dahin kommen zu lassen und von vornherein fettreiche Seifen, etwa Glycerinseifen, zu benutzen. 3m Sommer ist der Unterschied meist nicht so groß, aber im Winter, wo die Hände an sich leicht aufgesprun­gen unb rauh sink), natürlich trägt, abgesehen von allem anberen, hier bas rasche, mangelhafte Abtrocknen meist die Hauptschuld bedarf auch die Wahl der Händewaschseife besonderer Sorgfalt.

ÄrW-Mnnelungen in Lad Salzhausen.

Rachdem im vorigen 3ahre in Bad Salz­hausen eine Bronzetafel zur Erinnerung an 3ustus von Liebigs Analysen der Bad Salz­hausener Solquelle an geeigneter Stelle ange­bracht worden ist, wurde die Herrichtung des Liebig-Zimmers als Arbeitsstätte in dem sog. Laboratorium in Aussicht genommen. Am 25 September b. 3. fanb in Bad Salzhausen eine Versammlung statt, an der Vertreter des hessischen Finanzministeriums, der Kurdirektion und der Gesellschaft Liebig-Museum in Gießen teilnahmen. Das Zimmer soll baulich hergestellt unb von der Gesellschaft Liebig-Mu- seum in Gießen, die mit dem Kur- und Verkehrsverein Ridda-Sslzhausen die Tafel hat anbringen lassen, eingerichtet werden. Dabei wer­ben die einzelnen Stadien der Quellenanalyse 3ustus von Liebigs in praktischer Form nach- gebilbet. (Es sei hierbei auf den Vortrag von Prof. Brand über bie guellenanalytischen Unter­suchungen 3ustus von Liebigs gedruckt im Ver­lag der Gesellschaft Liebig-Museum in Gießen hingewiesen.) Die Erhaltung der ßiebig-Srmne- rung in Bad Salzhausen soll gleichzeitig der wissenschaftlichen Erschließung der verschieden­artigen Heilquellen von Bad Salzhausen dienen.

Gießener Wochenmarktprerse.

Es kosteten auf dem heutigen Wochenmarkt bas Pfund: Butter 210 bis 220; Matte 30 bis 35; Käse (10 Stück) 60 bis 140; Wirsing 15 bis 20; Weißkraut 10 bis 12; Rotkraut 10 bis 15; gelbe Rüben 10 bis 12: rote Rüben 10 bis 12; Spinat 20 bis 30; Römischkohl 10 bis 12; Unter-Kohlrabi 8 bis 10: Felbsalat 100 bis 120; Tomaten 20

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Bornotizen.

Tageskalenber für Donnerstag. Gießener Ferienkurse: Leseabend Lieselotte Fuhr­mannMeister deutscher Prosa", 20.15 Uhr, Großer Hörsaal. Evangelisationsvortrag:Die kommende

bis 25; Zwiebeln 10 bis 15; Meerrettich 50 bis 100; Schwarzwurzeln 60 bis 70; Kürbis 5 bis 8; Pilze 40 bis 45; Kartoffeln 4> ? bis 5; Aepfel 10 bis 15; Dirnen 10 bis 15; Preisel­beeren 40 bis 45; Pfirsiche 40 bis 60; Zwelschen 10 bis 12; Honig 40 bis 50; Junge Hähne 120 bis 130; Suppenhühner 100 bis 120; Rüsse 50 bis 70; bas Stück: Tauben 70 bis 90; Eier 16; Blumenkohl 30 bis 80; Salat 10 bis 15; Salat­gurken 10 bis 25; Einmachgurken 3 bis 5; En­divien 10 bis 15; Ober-Kohlrabi 10 bis 15; Lauch 5 bis 10; Rettich 10 bis 20; Sellerie 10 bis 30 Pfennig; ber Zentner: Kartoffeln 3,50 bis 4; Wirsing 12 bis 15; Weißkraut 8 bis 10; Rotkraut 10 bis 12; Aepfel 8 bis 12; Dirnen 8 bis 10 Mark.

Taten für Freitag, 11. Oktober.

Sonnenaufgang 6.16 Uhr, Sonnenuntergang 17.17 Uhr. Mondaufgang 15.11 Uhr, Monduntergang 22.32 Uhr.

1531: der schweizerische Reformator Ulrich Zwingli fällt bei Kappel; 1616: der Dichter Andreas Gryphius in Glogau geboren; 1825: der Dichter Konrad Ferdinand Meyer in Zürich geboren; 1896: der Komponist Anton Bruckner in Wien ge­

böte sich auf bem Hoherodskopf für einige Stun­den eine etwa drei Finger starke Schneedecke heraus, die aber heute früh ebenfalls wieder verschwunden war.

Ein seltenes Jubiläum feiert heute, 10. Oktober, Frl. Auguste Dörr aus Rixfeld bei Lauterbach. Sie ist heute 30 Jahre im Hause Sr. | Exzellenz bes Generalleutnants a. D. Klingel- I Höffer tätig; sie war lange Jahre als Stütze be­schäftigt, seit dem Tode der Hausfrau ist sie Haus­hälterin. Zunächst stand sie in Mörchingen (Loth­ringen) der Familie treu zur Seite, dann in Saar­brücken und hierauf wieder an der Westgrenze unter den dortigen schwierigen Verhältnissen in Saarburg (Lothringen). Seit einer Reihe von Jahren weilt | sie mit dem Hause Klingelhöffer in Gießen. Uebcrall hat sie sich voll bewährt und vorbildlich zu ihrer sie hochschätzenden Herrschaft gestanden.

** Dienstjubiläen b e i der Reichs­bahn. Der Oberlokomotivheizer Joh. Heuser, Frankfurter Straße 148, und der Lokomotivführer Konrad Metz, Klinikstraße 22, können heute auf eine 25jährige Diensttatigkeit bei der Reichsbahn zurückblicken. Ferner kann der Lokomotivführer Fritz Bachmann, Wilsonstraße 4, am 14. Oktober ebenfalls sein 25. Dienstjubiläum bei der Reichsbahn begehen.

** Roch gut abgelaufen. Gestern ereig­nete sich in ber Marburger Straße ein Verkehrs­unfall. ber zum Glück für bie beteiligten Per­sonen nach gut verlaufet ist. Dort kam ein- Auto aus Frankreich die Marburger Straße herunter in ber Richtung nach der Stadt zu, währerrd ein Weißbinderlehrling ber Firma Zutt in der Marburger Straße unmittelbar vor bem Auto auf bem Rabe fuhr. Als der Lehrling, am Ziele seiner Fahrt angelangt, nach links in bie Ein­fahrt abbiegen wollte, würbe er von bem Kraft­wagen, ber trotz starken Dremsens nicht schnell genug zum Stehen gebracht werden konnte, ange­fahren unb umgetoorfen. Zum Glück blieb der junge Mann unverletzt, ebenso kamen bie (In­sassen des Autos unb ber Kraftwagen unversehrt davon. Dagegen wurde das Fahrrad ziemlich beschädigt. Rachdem bie Automobilisten bem Lehrling für bas beschädigte Fahrrad eine an­gemessene üumme als Schadenersatz ausgehandigt hatten, setzten sie ihre Fahrt fort.

** Gießener Ferienkurse. Heute abend (20.15 Uhr) wird Frl- Lieselotte Fuhrmann den bereits angekündigten Leseabend veranstalten (Meister deutscher Prosa"). Auf dem Programm stehen u.-a. Proben von Lessing, Kleist, G. Keller, Mörike, Liliencron, Hesse.

**DerAlicefrauenoereinvomRot.en Kreuz teilt uns mit, daß am 12.Oktober, 20 Uhr, im Großen Hörsaal der Universität ein Vortrag ftatt- sindet, der durch seinen Inhalt eine große An. ziehungskraft auf die Hörer ausüben werde. Frau von Glan aus Pinneberg (Schleswig-Holstein), 2.Verbandsvorsitzende des Nordverbands des Deutsch- Evangelischen Frauenbundes, wird über das Thema Erziehung in der Familie als Schutz gegen Immo­ralität" sprechen. Frau von Glan stellt die Frau und Mutter in den Mittelpunkt ihrer Rede als Hüterin von Sitte und Sittlichkeit, sie behandelt Bcvölke- rungdfragen, Ehefragen unb Jugendbewegung. Man bea^'w bie moratge Anzeige.

** Zur Bekämpfung der Obstbaum- schädlinge wird in einer Bekanntmachung ber Stadtverwaltung im heutigen Anzeigenteil aufge- fordert.

** Auch ber Käufer soll beimHin- tenherurnkauf" mit bestraft Wer­

dern Aus dem Landtag wird berichtet: Die ge­setzlich verbotene unb baher strafbare ileberfcfjrci- tung ber Verkaufszeiten in Ladengeschäften wird namentlich auf dem Lande sehr häufig da­durch verursacht, daß der Käufer droht, in Zu­kunft anderswo zu kaufen^ wenn ihm ^hinten herum" nichts verabfolgt werbe. 3m Schank­gewerbe werden im Falle ber ckleberschreitung ber Polizeistunde bekanntlich beide Teile straf­fällig. Um den in eine Zwangslage geratenen Ladeninhabern zu Helsen, gleichzeitig aber_ auch eine dringend notwendige Besserung der Käufer­sitten" zu erreichen, beantragt der Abg. Donat (Dem.) bei der Regierung, bei äleberschreitung der festgesetzten Verkaufszeiten auch die Straffälligkeit des Käufers sestzulegen unb sich entsprechend bei ber Reichsregierung zu verwenden.

Gchöffengerlcht Gießen.

Gießen, 9. Okt. Das Finanzamt Gießen hatte gegen einen hiesigen Kaufmann einen Strafbescheid über insgesamt 10 030 Mark er­lassen, weil er in den 3ahren 1925 unb 1926 fahrlässigerweise Umsatz-, Einkommen- unb Ge­werbesteuer hinterzogen habe. Hiergegen halte der Kaufmann gerichtliche Entscheidung bean­tragt. Die umfassende Beweisaufnahme ergab, daß bie Geschäftsbücher nicht so geführt waren.

C woiKemos. o neu«. Q naib oeoecr.i. ff woiRig. e oedeext Kegen, Sehnee & Graupeln. - neoei K Gev/iUer.^umdsülie-O-. sehr eentp 0$inissig« Süasuowesi o slurmtscnet «ordnest Oie »feite fliegen mit gern winde. Die seiden Stationen stellenden Zah­len geoen die Temperatur an. Die Linien veromdcfl Orte mit fllekhen> m 1 nurtsniveau umaertzbneien Luftdruck.

Wettervoraussage.

Der Rückseiteneinfluß der nordischen Störung mit dem Massenzustrom maritimer Kaltluft hat sich über Deutschland ausgewirkt. Besonders im deutschen Küstengebiet gingen dabei während der verflossenen Nacht Niederschläge bis zu 40 mm nieder (Hamburg 32 mm, Warnemünde 40 mm). Der Einfluß schwindet mit der Abflachung und Verlagerung des Tiefs mehr und mehr. Durch die neugeschaffene Druckverteilung hoher Druck im Westen und ein Druckfallgebist im Raume von Island fließen ozeanische Luft­massen nach dem Kontinent. Wenn auch der hohe Druck auf dem Festlande weiter oorgreift, so tritt trotzdem noch Bewölkung auf, und vereinzelte Nie­derschläge sind nicht ausgeschlossen. Stärkere Er­wärmung über den Britischen Inseln und fallende Tendenz des Barometers beuten jetzt schon auf die Beeinflussung der nordwestlichen Störung hin, die sich später wahrscheinlich erneut auf unser Gebiet auswirken wird.

Wettervoraussage für Freitag: Wechselnd wolkig mit Aufheiterung, Tempera­turen im allgemeinen wenig verändert, jedoch etwas milder, ganH vereinzelt noch Rieberfchläge.

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daß sie als Grundlage ber Steuerberochnung bienen konnten, daß vielmehr e-e Schätzung ha: c erfolgen müssen unb daß bie von bem Finanzamt Weltkatastrophe","Stadtmission, Löberstraße 14. I vorgenommene Schätzung z ..v,.enj war. Am) in Bund für koloniale Erneuerung: Vortrag Dr. Dan- subjektiver Dez'.ehung hielt bas Gericht eine nert, 20 Uhr, Kaufmännisches Vereinshaus. Steuergefährbung für vorliegend. Wie in dem Lichtspielhaus: Bahnhofstraße:Die Wochenend- Steuerbescheid erkannte auch das Gericht auf Braut" undDer Falschspieler von Mesquite". Geldstrafen von insgesamt 10 000 Astoria-Lichtspiele:Um Recht unb Freiheit der Mark.

Prärie" undDynamit an Bord". ©in trotz seiner 25 3ahre schon 17mal dar-

Aus bem S t a d 11 hea te rbu r eau unter mit Zuchthaus vorbestrafterArbeiter wirb uns geschrieben: Spielleiter Peter Fassott, I namens Gustav Hartmann aus Wet- ber Rachfolger von Walter Ebert-Gr assow, hat ter hatte im Sommer 1929 in Vilbel ein die Spielleitung des Lustspiels .Die Frau, die Fahrrad gestohlen. Strafe wegen Ruckfalldieb- jeder sucht^' von Ludwig Hirschfeld. 3n ber stahls: 1 3ayr Zuchthaus.

Rolle ber sportbegeisterten Hello sehen wir zum Ein Arbeiter hatte im Mar b. 3. das auf bem

ersten Male bie neuengagierte jugenbliche Salon- Friedhof seines Hetmatoorses stezende Krteger-

bame Fräulein Marianne Mewes. 3n ben üb- denkmal umgetoorfen unb beschädigt. Seine De-

rigen Rollen sind beschäftigt bie Damen 3üntz- hauptung, er sei sinnlos betrunken gewesen,

ling, Koch unb bie Herren Arzborf, Fassott unb würbe widerlegt unb er zu 50 Mark Geld- Wahlen strafe verurteilt.

Bund für koloniale Erneuerung, ------

Ortsgruppe Gießen. Der Vortragende in Kirchliche MchnchteN.

der heutigen Versammlung, Oberregienlngsrat Dr. . .. .. .. . .

Donnert (Berlin), studierte in Gießen und diente Israelittsche Religionsgememde. Gottesdienst m der auch als Einjähriger beim Gießener Regiment. Synagoge (Südanlage). Samstag, 12. Oktober. Vor- Später ging er nach Deutsch-Ostafrika, wo er den abend 5.30 Uhr; morgens 8.30; abends 5.45 und

Feldzug unter General von Lettow-Vorbeck mit- 6.25 Uhr. ,., _ ,, ,r

machte Der Vortrag sei noch einmal der allgemei- Israelitische ReligionsgeseUfchasl. Sabbatfeier den neu Beachtung empfohlen. 12. Oktober. Freitag abend 5.10 Uhr; Samstag vor-

e mittag 8, Predigt; nachmittags 4; Sabbataus-

"Der erste Schnee im Vogelsberg. 6°ng 6.25 Wochengottesdienst: Sonntag: morgens Gestern brauste über ben Vogelsberg ein heftiger 5- nachmittags 2.30 Uhr.______

Sturm hinweg, ber im Laufe des Rachmittags.

in ben niedriger gelegenen Gebietsteilen starke ©IC WeNLNÜgL.

Regenfälle, auf den Höhen dagegen, z. D. auf bem Hoherobskopf, in Älrichstein, in Rebges- hain unb Engelrob, ben ersten Schneefall brachte. Die Schneeflocken waren sehr naß unb auf bem Bvben in ber Rähe von ällrichstein unb Engel­rob alsbald wieder verschwunden, dagegen bil-