Ausgabe 
10.9.1929
 
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Sprung von der Kommandobrücke des Schiffes ernstlich verletzt worden. Die Zahl der Leichtverletz­ten dürfte etwa 25 betragen.

wie inzwischen festgestellt werden konnte, scheint der Brand auf eine Explosion in der Funk- station des Schiffes, das erst im Iohre 1927 vom Stapel gelaufen ist. zurückzuführen sein. Die Explosion ereignete sich, während das Schiss von zwei Schleppdampfern zwecks Vornahme von Aus- bcsferungsarbeiten zur werft der Rotterdamsche Droogdock waatschappy geschleppt wurde und etwa 60 Arbeiter der letzteren mit Unterstützung der Be­mannung in dem unteren Raum des Schiffes mit der Ausgasung beschäftigt waren. Rach dem Aus­bruch des Brandes entstand unter den Arbeitern und der Besatzung eine Panik, und zahlreiche von ihnen sprangen, sobald sie das Deck erreicht hotten, in die Waas. Da sich das aus dem Tank des Dampfers ausgelaufene Del entzündet hatte, glich die Waas einem Flammenmeer. Erst in den späten Rachmittagsstunden konnte der Brand von der Hofenfeuerwehr mit Unterstützung mehrerer Schiffe gelöscht werden.

Jn dem Dorfe heyplaat bei Rotterdam, wo die meisten Arbeiter wohnen, herrschen aus Anlatz der Katastrophe derVisneire" grotze Befürchtun- gen. Bei der Trockendock-Gesellschaft spielen sich hcrzzerreihende Szenen ab. Immer noch treffen Kin­der und andere Angehörige ein. um sich nach dem verbleib der Väter, der Wanner oder Söhne zu erkundigen.

Aus aller Welt.

Erfolglose Luche nach Lchiffbrüchigen desDan".

P i l l a u, 9. Sept. (WB.) Das zur Hilfeleistung für den am vergangenen Samstag in den ersten T'jrgcnffunöcn untergegangenen dänischen Damp­fersD a n ausgefahrene LinienschiffHesse n" Ist gestern nachmittag mit dem einzigen Ueberlebenden derDan", dem Walrosen wartln welm. nach Pillau zurückgekehrt. Die Suche nach einem zweiten Boot mit mehreren Schiff­brüchigen ist ergebnislos verlaufen. Auch das TorpedobootSeeadler" kehrte wenige Stunden nach derHessen", ohne eine Spur von den Schiffbrüchigen gefunden zu haben, noch Pillau zurück. Der gerettete watrose ist noch nicht vernehmungsfähig. Lin dänischer Dampfer, dec am Sonntag auf der Fahrt von Danzig nach Riga die vermutliche Unfallstelle passierte, hat gleichfalls keine Spur mehr von der Schisfskataskrophe festslellen können.

Gasexplosion.

In der Gaszentrale der Sächsischen Gußstahlwerke in Döhlen ereignete sich während der Vornahme von Schweitzarbeiten aus unbekannten Gründen eine Gasexplosion, durch die 18 Arbeiter zum Teil lebensgefährlich verletzt wurden. Sechs Arbeiter, die durch Stichflammen gefährliche Brandwunden erlitten hatten, wurden ins Krankenhaus geschafft, wo einer von ihnen gestorben ist. Das Werk war während der Arbeiten außer Betrieb gesetzt.

Plombierte Badewannen in Aachen. '

Die Aachener Stadtverwaltung hat, da ihre Mahnungen zu sparsamem Wasserver­brauch nicht in genügendem Matze beachtet wurden, einschneidende Mahnahmen ergriffen, um dssr anhaltenden Wasserknappheit zu begegnen. In allen Häusern werden die Badewannen durch Angestellte des Wasserwerks plombiert, um jede Benutzung auszuschlietzen. ihn den Wasserverbrauch in Garagen unmög­lich zu machen, werden die Wasserzuleitungen abgesperrt bzw. die Wasserzapfstellen plom­biert werden. Der Preis für das Wasser, das über den unbedingt notwendigen Bedarf hinaus verbraucht wird, erhöht sich mit sofortiger Wir­kung von 25 Pf. je Kubikmeter auf 1 Mark je Kubi meter.

wellkraftkonferen; Berlin 1930.

Die für den 16. Juni 1930 in Aussicht ge­nommene große Weltkraftkonferenz, die von den internationalen Technikerverbänden und -Organi­sationen veranstaltet wird, wird, wie jetzt end­gültig feststeht, die Bertreter von 47 Staaten vereinigt sehen. Es stehen auf dieser Konferenz die großen Probleme der internationalen Ener­giewirtschaft und der Brenn st offver- s o r g u n g, soweit sie von der Industrie und Technik zu lösen sind, zur Diskussion. Die zahl­reichen Veranstaltungen, Borträge und Emp­fänge aus Anlaß der Weltkraftkonferenz werden zum größten Teil im Reichstagsgebäude veranstaltet werden, das nunmehr endgültig vom Reichstagspräsidenten den Beranstaltern zur Ver­fügung gestellt worden ist.

Eine Brieftaube als Erpresserwerkzeug.

Generaldirektor Pattberg von der Zeche Rhein­hausen in Homberg erhielt vor einigen Tagen e i n P a k e t. in dem sich eine lebende Taube befand. 3n einem Begleitschreiben wurde der Empfänger aufgefordert. 5000 Mark an der Taube zu befestigen und diese dann auf­steigen zu lassen: andernfalls würde er ge­tötet werden. Die benachrichtigte Polizei setzte sich alsbald mit einem Piloten in Verbin­dung, der die Taube verfolgte. 3n Homberg- Hochheide lieh sich diese an einem Schlage nieder, der vom Flugzeug aus photographiert wurde. Der Taubenschlagbesiher wurde ver­haftet. Er und sein Helfershelfer sind ge- .ständig. den Erpresserbrief geschrieben zu haben.

Zwei schweizerische Alpinisten tödlich abgestürzt.

Bei einem Ausflug der Sektion Basel des Schweizerischen Alpenklubs in das St. Gott­hard-Gebiet sind zwei Mitglieder westlich von Göschenen tödlich verunglückt. Es handelt sich um den Kreistierarzt Dr. Dränger und den Gerichtsschreiber Dr. Fischer. Die beiden stürzten bei einer als leicht angesehenen Partie ab, gerieten aber nach dem Sturz in einen Steinschlag und erlitten hierbei ihre tödlichen Verletzungen.

Abermals ein vergessener Sarg.

In der Halle eines Berliner Friedhofes wurde in einem Zinksarg die Leiche einer Frau entdeckt, die vor 14 Jahren nach dem Kau­kasus übergesührt werden sollte, aber we­gen Nichtbezahlung der Transportkosten st e h e n geblieben und jetzt erst wieder gefunden wor­den ist. Der Fall erregt besonderes Aufsehen, weil

schon vor kurzem in gleicher Weise die Leiche eines türkischen Studenten in dem Kel­ler eines Berliner Beerdigungsinstituts gefunden wurde.

holelbrand in Belgrad.

In dem fünfstöckigen HotelP a l a c e", dem größten und modernsten Hotel Belgrads, brach mit­tags ein Brand aus. Unter den Hotelgästen entstand eine Panik. Biele sprangen aus den Fenstern. Der Feuerwehr gelang es nach schwerer Arbeit, das Feuer zu lokalisieren. Der Dachstuhl wurde aber durch die Flammen vernichtet.

Baitanräuber.

3n Ror dgriechenland ist am Sonntag in der Rähe der Stadt Trikkalla eine hundert­köpfige Reisegesellschaft in einer Schlucht von fünf Wegelagerern unter Führung des berüchtigten Balkanräubers Tzahas überfallen worden. Die Räuber umstellten die Reisegesellschaft, die in Form einer lang- ausgedehnten Eselkarawane durch die Schlucht zog und behielten nach der Ausplünderung einen Kaufmann sowie einen Abgeordeneten und einen Arzt a l s Geiseln zurück, für die binnen einer Woche vier Millionen Drachmen L ö s e g e l d verlangt werden. Die Tatsache, dah der lieberfall unter Führung des berüchtigten Tzahas, auf dessen Kopf feit langem eine hohe Belohnung ausgesetzt ist, vor sich ging, hat in der ganzen Umgegend große Erregung hervorgerufen. Die Banditen sind auch diesmal wieder unbehin­dert entkommen.

Daten für Mittwoch, 11. Leptember.

Sonnenaufgang 5.28 Uhr, Sonnenuntergang 18.25 Uhr. Mondaufgang 14.54 Uhr, Monduntcrgang 21.53 Uhr.

1914: Besetzung der Marianen-, Marshall- und Karolineninseln.

Berliner Börse.

Berlin, 10.Sept. (WTB. Funkspruch.) Auch heute ist wieder die gewohnte Geschäftslosigkeit zu beobachten, und eine ausgesprochene Tendenz hat sich noch nicht entwickeln können. Die Gründung des deutsch-amerikanischen Investment-Trustes wurde als günstiges Moment angesehen. Vom dem heute zur Veröffentlichung gelangenden Reichsbankausweis erwartet man eine stärkere Entlastung. Farben taxiert man 220, Siemens 389. Am Devisenmarkt nennt man London gegen Kabel 4,8465 bis 4,8470, London gegen Berlin 20,3575, Kabel gegen Berlin 4,2000 bis 4,2005, London gegen Madrid 32,87.

Wettervoraussage.

Mit der Abflachung und Verlagerung der nörd­lichen Störung geht auch die Zufuhr kühler Luft- massen ihrem Ende zu. Während sie im nördlichen Deutschland ganz vereinzelt etwas Niederschlag ver­ursacht, liegt das übrige Deutschland frei. Der er­neut hohe Druck über den Britischen Inseln gewann durch die Kaltluft bis nach dem Festland an Aus­dehnung. Somit gelangen wir wieder in den Be­reich hohen Druckes, und unter dem Einfluß ab­sinkender Luftmassen ist vielfach aufheiterndes Wet­ter zu erwarten, wenn auch das fpätfommerliche Hoch sich durch stellenweise Frühnebelbildung kenn­zeichnet. Tagsüber wieder ansteigende Tempera­turen gestalten das Wetter noch warm.

Wettervoraussage für Mlttwo'chl Morgens stellenweise neblig, tagsüber wolkig mit Aufheiterung, ansteigende Temperatur, trocken.

Wettervoraussage für Donnerstag? Wenig Aenderung der Wetterlage.

Lufttemperaturen am 9. September: mittags 25,9 Grad Celsius, abends 17,2 Grad: am 10. September: morgens 14,5 Grad. Maximum 29 Grad, Minimum 11,2 Grad. Erdtemperaturn in 10 an Tiefe am 9. September: abends 24,2 Grad: am 10. September morgens 16,6 Grad Celsius. Sonnenscheindauer 8X- Stunden.

Oie Wetterlage.

OWotKenios. Onenet. q naib bedecut. 9 wolkig. G orocckl. eHegti^ * Schnee a Graupeln, s Nebel K Gewnter.(§)Win«tilie.-O «icnter Osi P massige- Südsüdwest sturmscnei Nordwest Oie Pfeile fliegen mit dem winde. Die oeiden Stationen stenenden Zah­len geben die Temperatur an. Die Limen verbinden Orie mit gleichet^ mi Meeresniveau umoercxhneten Luftdruck

^Qiutpflegemittet gibt öS gar viete v iZrüar wenige nur führen xum %'elei ^odit^iser-^crcrx extraparßmiert S&/eines der besten.das existiert.

Länder-> und Städtewappen aller Erdteile in Gold- und Silberdruck: Die FREUDE des KURMARK-RAUCHERS.

CIGARETTEN

den, Sieg gleich, der

der Cigarette der neuen, epoche!

wann, ringsum, überlaut, öieXIlerbetrommeL gerühret wird.

|| der g ulen. UrbeiL gilt.

f Geroisslich, setzet sich. guteTÄrbeit durch.

/Lobspruch ihr allzeit!

JZ, fitpräsentatio ns packung fir Cache*! und den Bauch» tad Schrdhtisch fordern Hr tKURAlARKef Kl VAI EACKULNG» (phnt