Ausgabe 
10.8.1929
 
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dornte dritter Beamter lfl9en, JU 2v. ° K nM M|c abgeben und :r; ein weiterer 'n des Toten und tonnten noch nicht unbeten Polizisten r das Staatstran.

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Gehilfen 5>aas :n die Partei- :tei aasgrWvssen. d ohne die Zu« listischen Zen« worden. Die De« lefagt, dah Hueber

Mahnungen eine :ung gegründet fiten Angriffe chteten. Außerdem lerikalen der« urch zum An« nären Mehr« patriotifete Briefe 'rafiburg-?r Satlje- ,e sich dm Dvr« und Haas Men nmuMIchr Partei

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Nachdruck verboten

Ohne Gewähr

1. Ziehungstag

8. August 1929

10 ®etolnne su 2000 M.

Gewinn« »u 300 M. 2819

23018 26683 27682 28641 34385 39308 41444 46801

61345 63731 64049 70515 80184 82021

109160 111082

Im Gewinnrade verblieben: 2

Prämien zu je

251762 266221 276387

317246 317331 325671

20560

36985

68874

89119

97220

161872

234057

286646

Samstag.

Damenverein d. Hardt, 20i

240 19615 35811 68968 81614 96056

118371 141942

166549 203166 208328 244763 270434 286285 304584 328359 337356

357179 374073 390870

136106

226446

284207

60680 86467

118060 135904 153693 169625 196807 229906 251699 282416 297893 308712 336437

380665

100473

119809

139300 155738

183884 204243 237789

252966

283589

298722

314395

337240

392160

169704

233365

284736

377944

119975 145555 159648

187985

216780 238473 256889

283598

299091

316042 337642 392609

125986 146205

159865 188369 218825

238952 274687

283613

302205

316484 365314

394193

112993 128921 146614 163963 193721

221354 244988 275822 287967 303049 326.397

370662

307262

13889 31512

54411

77312

93992

16743 34631

68420 78834

94353 115088 139903 150081 192244 208217 244024 267509 283292 302194 323897 335471 365660 372250 390577

117310

131539 147684

169599

194794

224815

249018

280242

297368

307852 329857

380029

29381

40626

70320

91737

113728

137304 146375

187990 205359 225236 267145

282073

299239 323318 335442 345528

370551

387299

20910

40082

69765

90145 104251

13288

30287

53161

76980

93147

119606 143225 167714 203712 209647 259886 273269 287783 311039 333367 337399 357567 378963 392912

120339 146019

176475

204722 216008

264070 275012

287853 312069

333567

340317 359131

380222 394548

108736

128005 146163

183196 205058

217543

265560

278838

296475 318503

334988 345111

359170 382972

395925

In der Vormittagsziehung wurden Gewinne über 150 M. gezogen

4 Gewinn« ,u 10000 M. 193832 209568

2 Gewinn« ju 6000 M. 205205

2 Gewinn« ju 3000 M. 50647

Gewtnnauszug

5. Klasse 33. Preußisch-Süddeutsche (259. Preutz.) Klassen-Lollerie

7094 106871 240647

Aus der provinzialhauptfiadt

Gießen, den 10. August 1929.

Oie Kunst des Schauens.

Gabelsberger": Vereinsabend a.

Uhr. Kavallerie-Verein: Monatsversammlung, im Vereinslokal. Verein ehem. L.J.R. 116: Versammlung bei Kam. M. Schrader. Reichs­bund der Zivildienstberechtigten: Monatsversamm- lung, 20.30 Uhr,Stadt Lich". Lichtspielhaus, Bahnhofstraße:Die wunderbare Lüge der Nina Petrowna".

304302 314194

32 Gewinne ju 1000 M. 22084 24657 46636 66738 84614 168029 177646 244212 246021 291306 291898 292944 343771 353369 354370 385018

60 Gewinne ju 600 Dl. 3066 7003 69945 74348 89846 94099 115107 140293 141903 157454 157655 173292 191395 195264 197809 205096 207535

216003 218976 219675 221896 260839 261850

283837 315913 330273 330398 374960 377222

379272

Tageskalender für

Kurzschriftoerein von 1861 und

toissermahen schärfst. .

Deshalb nimm, wenn's irgend geht, cm ©nj- zenbuch mit, und versuche, einen Baum, oder gar eine Landschaft mit dem Stift festzuhalten. Du glaubst, du kannst das nicht? Aber versuche es doch einmal! Dann erst lernst du wirklich schauen, übst ein Auge, lernst auf das Hauptsächliche 'achten. Gar manches Vorurteil verschwindet. Auf -einem Gemälde sahst du den Himmel grün. Das gibt es doch nicht. Wirklich? Geh einmal hinaus und schau, wenn ein Gewitter naht. Du wirst anderer Ansicht werden.

Ein Maler gab mir einmal den Rat, die Land­schaft umgekehrt zu betrachten. 3ch sollte meine i Beine spreizen und dann durch diese Oeffnung, also gewissermaßen auf dem Kopf, die Gegend I vor mir ansehen. Das gab ein ganz anderes Bild. Oder halte ein Auge zu: wie flächenhaft erscheint alles.

So kannst du dich im Schauen üben, und du wirst tausend neue Einzelheiten entdecken.

Wer nicht gelernt hat, eine Landschaft in ihrer Gesamtheit, oder umgekehrt, das kleinste Stück­chen Ratur in seiner Einzelheit genau zu beob­achten, wer nicht auf das Farbenspiel und den Lichtwechsel qchtet, der kann auch nicht mitspre- chcn, wenn wir Kunstwerke, Gemälde u. a. be­trachten. Richt die Maler dürfen uns erst zeigen, wie eine Landschaft aussieht, das müssen wir selber gelernt haben. Man kann sich dazu zwin­gen. Dann aber haben wir, wenn wir mit Muhe schauen, den wirklichen Genuh. Das Schöne kommt nicht zu uns, wenn wir flüchtig Hinsehen. Rur durch ernste, aufmerksame Be­trachtung gelingt es uns, eine Landschaft usw. in uns aufzunehmen. Es ist wie überall im Leben: Richts kommt von selber, soll es ein wahrer Genuh sein. Wir können das wahre Schauen weder im sausenden Auto, noch vom 0-Zug aus lernen. Wir müssen wandern und stille stehen, dann erst geniehen wir und können mit Gottfried Keller sagen:

trinkt, o Augen, was die Wimper hält, von dem goldnen Lleberfluh der Welt!

B.

Gießener Wochenmarktprcise.

Es kosteten auf dem heutigen Wochenmarkt: Butter 190200, Matte 3035, Wirsing 20 bis 25. Weihkraut 2025, Rotkraut 2530, Gelbe Rüben 1520, Spinat 2030, Römischkohl 12 bis 15, Bohnen, grüne, 2025, gelbe 2025, Erb­sen 1520, Mischgemüse 1012, Tomaten 20 bis 35, Zwiebeln 1020, Pilze 3540, Kartof­feln 6, Frühäpfel 2530. Falläpfel 45, Bir-

je über zwei Stunden zur bequemen Besichtigung des Ricderwald-DenkmalS, Besuch der Winzer- stuben usw. Rach abermaliger 2* xstündiger Dampferfahrt wird Koblenz erreicht, woselbst weitere zwei Stunden den Teilnehmern zur Ver­fügung stehen, um sich die Sehenswürdigkeiten von Koblenz, Deutsches Eck, Weindorf mit Aus­stellung usw. anzusehen. Ankunft in Giehen 22.08 4lhr, so dah alle auswärtigen Teilnehmer recht­zeitig ihre Anschluhzüge erreichen. (Rähercs im heutigen Anzeigenteil.)

"Der Kellncrvereine. V. 1 9 0 4 feierte dieser Tage sein 25. Stiftungsfest. Am Dienstag fand im Dercinslokal ein Degrühungsabcnd statt, welcher bei bester Stimmung harmonisch verlief. Besonders eindrucksvoll gestaltete sich die Ban­nerweihe am Mittwoch imHindenburg". Der musikalische Teil wurde von Mitgliedern der Kapelle des 1. (Hess.) Datl. 15 Lknf.-Reg. vor­trefflich bestritten. Der Vorsitzende des Vereins, Gust. Ruhl, wies in seiner Begrühungsan- sprache auf die Treue der Mitglieder und das gute Verhältnis zwischen Arbeitgeber und Ar­beitnehmer im Gastwirtsgewerbe hin. Frau Ruhl überinittelte die Glückwünsche der Damen des Vereins und übergab das von diesen gestif­tete Banner. Die Wciherede hielt Zimmer­mann-Offenbach. Er sprach von den großen Anforderungen, welche in der heutigen Zeit an die im Gastwirtsgcwcrbe tätigen Personen gestellt werden, denen nur verhältnismäßig geringe Zeit zur Ruhe und Erholung zur Verfügung stünde. Die ungünstigen wirtschaftlichen Verhältnisse wirkten sich auch im Gastwirtsgewerbe aus, des­halb müsse man auf eine Stärkung des Zusam­mengehörigkeitsgefühls innerhalb des Vereins bedacht sein. Ein besonderes Gepräge erhielt die Bannerweihe durch Gesangsvorträge des hiesigen Quartettvereins, der auch im Laufe des Abends noch mit einer Reihe schöner Darbietungen auf- wartete. Als Zeichen der guten Beziehungen zu

I dem festgebenden Verein wurden diesem mit an­erkennenden Worten wertvolle Geschenke über­reicht von der Schühengefellschast 1926, den Ver­einenLlferkritik" und RuderklubHassia", von der Gastwirteinnung, dem Vorstand und Auf­sichtsrat des Seltcrssprudels Augusta Viktoria, sowie von Einzelpersonen. Anschließend an die Bannerweihe fand ein Festessen statt. Die weiteren Ansprachen brachten da»s gute Verhältnis innerhalb des Vereins und gegenüber den Gastvereinen zum Ausdruck. Eine besondere Ehrung wurde den Gründern des Vereins, Karl Busch und Heinrich Ruhl, zuteil, die zu Ehrenmitgliedern ernannt wurden. Am Donnerstagabend sand auf der Lie- bigshöhe ein gastronomisches Sommerfest statt, dessen stimmungsvolle Durchführung in der Hauptsache den abwechslungsreichen Darbietun­gen der Kapelle des l. Batl. 15. 3nf..Regt. unter Leitung von Obermusikmeister Löber zu ver­danken war. Die musikalischen Darbietungen wur­den unterbrochen durch eine Reihe von An­sprachen; außerdem trug Frau Ruhl ein der Feier angepaßtes Gedicht wirkungsvoll vor. Den I 2ll»schluh des Abends bildete ein schön verlaufe­ner Ball. Am Freitag früh fanden sich die Teilnehmer noch zu einemLeisen Abtrunk" im Deutschen Hof" zusammen.

8n der Nachmittagsziehung wurden Gewinne über 150 M. gezogen

2 ®«tDinne ju 10000 M. 198478

6 Gewinn« ju 5000 M. 51980 119353 384983

4 Gewinn« ju 3000 W. 132468 334417

16 Gewinne ju 2000 M. 42932 135003 235181 280380 301839 311029 335182 398230

34 Gewinne »u 1000 M. 16036 40939 54226 135410 161653 174683 181737 190506 213759 246552 255614 285974 334573 373831 378048 383591

Tageskalcnder für Sonntag. Ver­fassungsfeier 1929, 15.15 Uhr, Volkshalle. Lichtspielhaus, Bahnhofstraße:Die wunderbare Lüge der Nina Petrowna".

Stadttheater Gießen. Man schreibt uns: Am Dienstag. 13. August, wird dem Gie­ßener Theaterpublikum eine interessante Reuer-

können. In gleicher Weise wird von feiten der Landwirtschaftskammer auch bei den Hack- und sonstigen Früchten verfahren.

** Der Krank em st and am 1. Juli. Rach der Zusammenstellung des Hauptverbandes deut­scher Krankenkassen (Sih Berlin) betrug die Zahl der arbeitsunfähig Erkrankten am 1. Juli bei einer Mitgliederzahl von 5 852 343 (3 173171 männlich, 2 679 172 weiblich) 3,60 v. H. (3,40 v. H. männlich, 3,85 v. H. weiblich). Das bedeutet gegenüber den Ziffern vom 1. Juni eine Zunahme von 0,17 v. H. (3,21 männlich, 3,69 weiblich, im Mittet 3,43 v. H.). Die Allgemeine Ortskranken­kasse Gießen (Stadt) hatte am 1. Juli bei 10 964 Mitgliedern (6193 männlich, 4771 weiblich) gegen den 1. Juni eine Abnahme von 0,39 v. H. zu verzeichnen, nämlich 3,11 v. H. der gesamten Mitgliederzahl (2,55 v. H. männlich, 3,84 weib­lich). Die Ziffern vom 1. Juni lauten: Mitglieder­zahl 11 153 (6379 männlich, 4774 weiblich), Kran­kenziffer 3,50 v. H. (3,31 männlich, 3,75 weiblich). Bei der Allgemeinen Ortskrankenkasse Giehen (Land) hingegen stieg die Krankenziffer bei 8651 Mitgliedern (6163 männlich, 2488 weiblich) von

2,44 v. H. am 1. 3uni (2,24 v. H. männlich,

2,95 v. H. weiblich) um 0,57 v. H., also am

1. 3uli auf 3,01 v. H. (2,69 v. H. männlich, 3,78

v. H. weiblich).

** Letzte volkstümliche Rheinfahrt. Das Hapag-Reisebureau Gießen veranstaltet am Sonntag, 25. August, seine letzte diesjährige volkstümliche Rheinfahrt. Die Abfahrt mit Son­derzug erfolgt 6 älhr 32 Minuten früh mit Halte­stellen in Großen-Linden, Lang-Göns, Butzbach. Bad-Rauheim und Friedberg. Ab Mainz mit Sondersalondampfer unter Begleitung von zwei Musikkapellen nach Rüdesheim und Aßrnanns- hausen. An beiden Orten ein Aufenthalt von

500000, 2 Gewinne zu fe 500000, 2 zu je 300000, 2 zu je 200000, 2 zu je 100000, 4 zu je 75000, 8 zu je 50(XX), 14 zu je 25000, 84 zu je 10000, 162 zu je 5000, 444 zu je 8000, 774 zu je 2000, 2084 zu je 1000, 4478 zu je 500.. 11566 zu je 300 M.

388876

62 öetotnne ju 500 TO. 24915 28221 53868 68128 89997 70165 71424 75278 87606 108002 120515 --- ------ ------ 172977 187896 224856

842114 ______

194 Gewinne »u 300 M. 2624 6087 8386 10216 10280

befestigt.

* Tödlicher Ausgang eines FaMi­lien st reite s. Der Polizeibericht meldet: 3n I der Liebigstraße wohnte der 48jährige zur Zeit arbeitslos gewesene Gärtner S. mit seiner Ehe­frau, zwei erwachsenen und drei schulpflichtigen Kindern. S. war dem Trünke ergeben, worunter die Familie stark zu leiden hatte. Auch gestern hatte S. dem Alkohol wieder reichlich zuge- sprochen. Wegen Ablieferung des Verdienstes seines ältesten, 22jährigen Sohnes kam S. mit diesem vor der Wohnung in einen Wortwechsel, der anschließend in der Wohnküche zu Tätlich­keiten ausartete. Rachdem die sich Schlagenden von der Mutter und dem jüngeren Sohne ge­trennt waren und etwas Ruhe eingetreten war, stürzte der Vater von hinten auf den ahnungs­los zum Fenster' hinausschauenden Sohn und packte ihn im Genick, um ihn zum Fenster hinaus­zustürzen. Der Sohn setzte sich zur Wehr und es kam zwischen beiden zu einem Ringen, wobei der Vater auf den Boden stürzte und mit Händen und Füßen um sich schlug; der Sohn wurde dabei am Schienbein verletzt. Durch die Vorgänge erregt, schlug der Sohn dem Vater mehrmals mit der geballten Faust ins Gesicht, worauf dieser sich plötzlich verfärbte und leblos am Boden liegen blieb. Die Todesursache steht zur Zeit noch nicht einwandfrei fest. Der Täter wurde kurz nach der Tat festgenommen und sofort einem Ver­hör unterzogen. Soweit bis jetzt festgestellt wer­den konnte, soll der Sohn an sich sehr fried­liebend und der Haupternährer der Familie sein. | Fast seinen ganzen Verdienst lieferte er der ( Mutter ab.

* Betriebsunfall. Ein Arbeiter der Brauerei Denninghoff zog sich im Betriebe dieser Firma eine Schlagaderverlehung zu und mußte in die Chirurgische Klinik verbracht wer­den. Er hatte einen Kasten mit Bierflaschen getragen, ist dabei zu Fall gekommen und in eine Flasche gestürzt.

Schulpersonalie. 3n den Ruhestand tritt auf Grund des Gesetzes über die Alters­grenze der Staatsbeamten am 1. September d. 3. der Lehrer Georg H ö ch st an der Volksschule zu Odenhausen, Kreis Gießen.

" Die Museen sind am Sonntag von 11 bis 13 Uhr geöffnet.

* Anlagenkonzert findet, wie bereits kurz mitgeteilt, morgen. Sonntag. 11 älhr in der Südanlage durch das Musikkorps des 1. (Hess.) Batl., 15.3nf.°Rgts. unter Leitung von Ober­musikmeister Löber statt. (Rur bei günstiger Witterung.) Dortragsfolge: 1. Armeemarsch I, 10; 2. Ouvertüre zur OperZampa", G. Herold; 3. Fantasie aus dem MusikdramaDas Rhein­gold", R. Wagner; 4. Ungarische Rhapsodie Rr. 1 (in k^-Dur), Franz Liszt; 5. Armeemarsch I, 73.

" D i e Saatenanerkennungen, die von der hessischen Landwirtschaftskammer als zuständiger Behörde jährlich durchgeführt werden, sind nunmehr abgeschlossen. Diese Arbeiten müs­sen auf das sorgfältigste ausgeführt werden. Wird doch von den angekörten Feldern das Saatgut gewonnen, das unsere Landwirte im nächsten 3ahre zur Ansaat ihrer Felder von den Saatbaustellen der Landwirtschaftskammer beziehen. Rach dem diesjährigen Stand der an­gekörten Felder zu urteilen, wird das zu gewin­nende Saatgut von guter Beschaffenheit sein.

** Landwirtschaftliche S orten- und Düngungsversuche. Zur Zeit werden über­all im Lande von den Ackerbautechnikern der Ackerbau- und Grünlandabteilung der Landwirt­schaftskammer für Hessen die Sorten- und Dün­gungsversuche zu Winter- und Sommergetreide geerntet. Die Ergebnisse dieser Versuche, die sehr viel Mühe und Arbeit kosten, werden den hessischen Landwirten zur Verfügung gestellt, da­mit sie die für ihre Verhältnisse in Frage kom­menden Sorten bei unserem Getreide anbauen

Auf jede gezogene Nummer sind zwei gleich hohe Gewinne gefallen, und zwar je einer auf die Lose gleicher Nummer in den beiden Abteilungen I und II

Sprechstunden der Redaktion.

11.30 bis 12.30 Uhr, 16 bis 17 Uhr. Samstag nachmittag geschlossen.

Verantwortlich für Lokales: i. V. Dr. Th yriot.

Manche Leute glauben, eine Landschaft sei erst bann betrachtenswert, wenn Berge und Schnee- gipfel zum Himmel ragen. Eisfelder sich tocit» hin ausdehnen, dunkle Schluchten auftauchen, und steil abfallende Felswände drohen. Die See finden sie langweilig, ebenso die Heide.

Solche Leute tun mir leid. Sie haben nicht gelernt, eine Landschaft wirklich zu schauen. BKir« um auch in die Ferne schweifen? Wir brauchen nicht in die Schweiz oder an die See zu rcifen. Denn es ist überall schön, wenn wir uns nur Mühe geben wollten und uns richtig umblickten.

Von deinem Fenster aus schaust bu in deinen oder in des Rachbars Garten. Oder richtiger, du schaust gar nicht mehr hin; denn du weist ja, tote er ausiieht. Wirklich? Hast du schon einmal die verschiedenen Abtönungen und Farbenwirkungen beobachtet: am frühen Morgen, wenn noch die Tautropfen an dem Gemüse und an den Blumen glänzen, am heißen Mittag, wenn alles im Son- venlicht gebadet ist. am Dachmittag. wenn die Schatten länger werden, oder am Abend, wenn die Sonne zur Ruhe geht, bei bedecktem Himmel, wenn Wolken dahinjagen, bei Regenwetter, un Winter, wenn alles vom Schnee bedeckt ist, oder gar bei Mondenschein? Rein? Dann ver- fuche es einmal Es ist der 'Mühe wert. I j^^r alte hilfsbedürftige Meister einen I

Die Landschaft muß gar nicht so großartig sein, Fonds von60000 Mark zur Verfügung zu ^m uns zum Staunen zubringen. Setz dich nur ^Nen. Meister von über 65 3ahren, die in be- an den Waldrand, und schaue sn das kleine Tal bürfti Verhältnissen leben, sollen daraus eine vor dir! 3n leichten Stu, en steigt das Land an. monatIicbc Rente von etwa 50 Mk. erhalten. Die Wiesen wirken, weil sie iin Scha ten llegen finb bereits eine ganze Menge Gesuche hierzu viel freier, grüner als die Wecker mit Klee und eingelaufen. Einstweilen bedeuten 50 Mk. nur frucht, die noch die Sonne tri,ft. ^eber dem einen bescheidenen Zuschuß, aber eventuell können reifenden Getreide beginnt derJSalD -wie er f ätcr höhere Unterstützungen verteilt werden,

Siehst du jetzt die blaue Farbe? DerWald j£[lg Opferwilligkeit der Meister dies gc- ift doch grün? Auf dem Dilde des berühmten giIt öic alten Meister vor bitterster

Malers aber war er blau. 3etzt siehst du es bewahren

auch- Schau wie er sich scharff gegen den Wend- Redner ging dann zu der bedeutsamen

?bhcbt! Run verschwindet das Blaue. I 5rage bec Altersversicherung für das Der Wald steht .inster. Aber di« Wolken' werden |clbftänbige Handwerk und Gewerbe über. Er von der Sonne geküßt. -Ueberhaupt die ^twickelte das Problem der Versicherung und ^o"en! stundenlang kann E" da schaE, und bic Aussichten ihrer praktischen Verwirk-

rmmer wieder wechselt das Bild. Der Sonnen- fid)ung Nachdem die Schwierigkeit, ja llnmöglich- untergang ist auch etwas für stch .-Un-n^lich! einer Zwangsversicherung in Gestalt der sagtest du neulich als du daf ^lld m der Mappe invaliden- und Altersversicherung der Arbeiter betrachtetest. Und nun? 3st s nicht so? Leuchte ^kennzeichnet worden war. kam der Redner auf incht alles Ringsum? Richt nur der Simmel Vorteile einer freiwilligen Versicherung zu scheint zu brennen, sondern auch Baume. Strau- Unb empfahl hier vor allem die auf

un& rast fiA «in PBinn- die Bedürfnisse des Handwerks eingestellte Le-

Du schaust zur Erde. Da läßtsich en SP bens- und Rentenversicherungs-Anstalt fürHand-

Icin am Faden von einer glanze zum Boden Gewerbe. Die Beamten und die Ar-

herab. da lau.t eine Ameise, tragt vielleicht ^ben ihre Altersversicherung. Die Ein-

eme Last, die das Mehr,ache hres' «J* gliederung des Handwerks in eine Zwangsver-

gewichtes darstellt, da sitzt .Heup,erdchen. fid)crung toäre falsch. Rur eine Versicherung

?uppl weg ist es. Mehr^gls Oinfz fl 15$ auf Gegenseitigkeit kommt in Betracht,

sprang es. als es selbst mißt Da rennen go be wurden ferner Organisütionssragen behan-

Kafer. schweben Schmetterlinge, summen B e URÖ babei bedauert, daß der Handwerker-

nen und Hummeln 3a, die einsamste Stelle auf ^b den Wert der Organisation nicht erkannt | der Wiese, am Wegrand, ist Nicht tot, s habe. Die Handwerker müßten hinein in die Poll- I

lebt taufcnbiacf). Du kannst schauen, wohn tischen Parteien, um die Gesetzgebung in ihrem willst- . . _ «y,., 3nteresse beeinflussen zu können. Die Beamten-

Sieh einmal die Baume, die dort stehen. D habe durch ihre straffe Organisation ihre

glaubst, emc Eiche zu kennen. Hast du schon cm« berechtigten Forderungen durchgesetzt. Rur auf mal den dicken, zerrissenen Stamm angesehenund m ß iönne auch das Handwerk sich wie- dem Auge immer we- ter. gle.ten las en? * sichere.Existenz und eine bessere Zu- Wie die unteren Aeste sich wuchtig aus dem star- schafstn. Rach lebhaftem Beifall dankte

ken Stamm abzweig^.ww sie wieder gesonderte Vorsitzende Becker dem Redner für seine

Teile bilden, em Leben scheinbar für sich fuhren, oruafübrunaen bann die Zweige, die Dlätterl Wie sie alle zum ^usmy^ng^ Kisker,

Licht btängen! Run rauscht der Daum im Wrnda ^3 Versicherungsanstalt für das

So,ort ändert sich das Dild. Dausend Sarden ^fbständige Handwerk 'und Gewerbe, über die tauchen au,. Sinmal &iet, einmal borl ein San. 8 un6 Dorteile der Anstalt. Gestützt

nenkreIschen. Jetzt erglänjen die Matter hell. Fittiche Del,stiele, schilderte er deren be.

«tun. dann wieder ''egen ste 'M Schatten der l Einrichtungen. Die Tatiache,

anderen Ganze Teile leuchten au, wenn,&iek 8L^stsver,ichernngsanstalt für Hand. Sonne durchdringt, die ?^de scheint z _ werk und Gewerbe ihren Versicherten nach der Wolken kommen wieder ein anderes D ld. D s Inflation eine hundertprozentige Aufwertung hart steht die Eiche. __ f n hat zuteil werden lassen, wurde besonders unter-

SVÄ « Kn^5cia!,,t obcr aM 2,mc

Schönheiten, °8tdeckst du erst wenn du awmer!. 9 ^nVo3ortra?'folgte eine lehr lebhafte Aus. fam und lange Zeit hmschaust. deine B cke g | sbrache. Tapeziermeister Dock und Bauunter­nehmer Becker sprachen über die Möglichkeit einer Altersversicherung der älteren Meister. Die Schreinermeister Weinert und Lenz sprachen im Ramen der Versammelten den Dank für die Bemühungen der Führer des Hand­werks um das Zustandekommen einer Alters­versicherung aus. Besonderen Beifall fanden die Ausführungen Lautenbachers über die grundsätzlich beschlossene Altershilfe für alte be­dürftige Handwerker, die nicht mehr Aufnahme in einer Altersversicherung finden können.

So gestaltete sich die Versammlung zu einer einmütigen Kundgebung für den Gedanken einer baldigen praktischen Lösung der Frage einer Altersversicherung für Handwerk und Gewerbe. Bauunternehmer Becker schloß die Tagung mit herzlichen Dankesworten an alle Redner des Llbends.

Daten für Sonntag, 11. August.

Sonnenaufgang 4.38. Sonnenuntergang 19.31. Mondaufgang 12.25. Monduntergang 22.14.

1656: der Heerführer Octavio Piccolomini in Wien gestorben; 1778: der Turnvater Fried­rich Ludwig 3ahn in Lanz geboren; 1919: Verkündigung der Weimarer Verfassung; der amerikanische Großindustrielle Andrew Car­negie in Stockbridge gestorben.

Daten für Montag, 12. August.

Sonnenaufgang 4.40. Sonnenuntergang 19.29. Mondaufgang 13.39. Monduntergang 22.23.

1848: der Begründer des Eisenbahnwesens George Stephenson in Taptonhouse gestorben; 1901: der Polarforscher Adolf Erik Ror- denskjöld in Dalbhö gestorben.

Vornotizen.

nen 1030. Sauerkirschen 4050, Heidelbeeren s scheinung geboten. Die Wiener Presse spricht 3540, Stachelbeeren 2025, 3ohannisbccren 20 | sich äußerst lobend über ,D ö f i r 6, die neue, bis 25. Himbeeren 4045, Pflaumen 1520, dreiaktige Komödie von Sacha Guitrh aus.

Zwetschen 25 30, Mirabellen 3035, Reine- .

clauden 3035, Honig 4050, 3unge Hähne M . tl ..____

120130, Suppenhühner 100120 Pf. das Pfund. ?on den S t r a h e n h e r st e l l u n g s- Tauben 70-90, Eier 14. Blumenkohl 30-80, ^be/ten. Die Reustabt ist un Unterbau fer-

Salat 10-15 Salatgurken 15-50, Einmachgur- tiggestellt und harrt nach erfolgtem Trocknen des

kn 2-4? Endivien 15-25. Ober-Kohlrabi 10 Asphaltbelags. Zur Zeit werden hier die Burger-

bi« 12 Paueb 1015 Rettick 1020 Sellerie steige links und rechts mit neuem Asphalt per-

^15' Ä m. Ääk 10 6tüd H f?6en; Die Herrichknngsarbesten dee ®eftanlage

Pfennig. Radieschen das Bund 10-15 Pf. Apri- smd letzt in Angriff genommen. Der- Straßen eil

ko en 40-50, Pfirsiche 60-65 Pf. das Pfd. Kar- rechts der Fahrbahn hat man aufgebrochen, um

tnffeln 55 50 Mk her Zentner Kabellegungsarbeiten vornehmen zu können. Die

tofseln 5-5.50 ^ilk. per Zentner. gleichen Arbeiten sind in folgenden Straßen vor-

Altersversicherung für Handwerk und genommen: Walltorstrahe (von der Draugasse iAomorfio ab), Rordanlage mit dem Anschluß an die West-

anlage. Der Bürgersteig der Goethestraße (rechte

Am Donnerstagabend versammelten sich un Seite) zwischen Südanlage und Löberstrahe wird Hotel Hindenburg auf Einladung der Hessi- ebenfalls asphaltiert. 3n der Friedrichstraße, schen Handwerkskammer-Reben- zwischen Frankfurter Straße und Röntgenstrahe, stelle Gießen zahlreiche Handwerker aus Gießen wird an der Ausbesserung der Fahrbahn gcar- und den Rachbarorten. Bauunternehmer D e ck e r, beitet. Die Kaiserallee zwischen Ludwigsplah der die Versammlung leitete, begrüßte besonders und Moltkestrahe ist zur Zeit gesperrt. Hier wird den Redner des Abends, Landtagsabg. Schreiner« fccr Schienenstrang der elektrischen Straßenbahn meister Hans 2a u te n b ach^e r aus Dieburg. mit gebrannten Kunststeinen (Schlackensteinen) neu Die Möglichkeit einer auskömmlichen Alters­versicherung für das selbständige Handwerk und Gewerbe, sopie die neue Altersfürsorge der Hessi­schen Handwerkskammern", das war das Thema, über das der Redner in klarer, ausführlicher Wcise referierte. Die Vollversammlung der Hand­werkskammer so führte er aus hat beschlos-