der von
eine sehr intensive unb umfangreiche Arbeit im Interesse der hessischen Landgemeinden auf den ver- schiedensten Gebieten geleistet hat. Die Rechnungsablage für 1928 und der, Voranschlag des Verbandes für 1929 wurden genehmigt. Als Tagungsort für die nächstjährige Hauptversammlung wurde Lauterbach bestimmt.
20 bis gegen 22.15 Uhr: Katharina Knie. Montag, 17., von 20 bis gegen 22.15 Ähr: Das Gerücht.
Spiclplarr der frankfurter Theater.
Opernhaus. Dienstag, 11. Juni, von 20 bis gegen 22 Ähr: Die toten Augen. Mittwoch. 12., von 19.30 bis 22 Ähr: Der Freischütz. Donnerstag, 13., von 19.30 bis gegen 22.30 Ähr: Das Mädchen aus dem goldenen Westen. Freitag, 14., von 19.30 bis gegen 22.30 Ähr: Samson und Dalila. Samstag, 15., von 18.30 bis gegen 23 Ähr: Die Walküre. Sonntag, 16., von Dorrn. 11 bis gegen 13.30 Ähr: 1. Dramatische Aufführung der Frankfurter Opernschule. Don 19.30 bis gegen 22.45 Ähr: Die Fledermaus. Montag, 17., von 20 bis nach 21.30 Ähr: Salome.
Schauspielhaus. Dienstag, 11. Juni, von 20 bis gegen 22.45 Ähr: Was Ihr wollt. Mittwoch, 12., von 20 bis gegen 22.15 Ähr: Helden. Donnerstag, 13., von 20 bis gegen 23 Ähr: Wilhelm Teil. Freitag, 14., von 20 bis gegen 22.15 Ähr: Kater Lampe. Samstag, 15., von
20 bis gegen 22 Ähr: Der Mann, seinen Damen änderte. Sonntag, 16.,
9. Hauptversammlung des Hess. Landgemeindeiages.
In der alten rheinhefsischen Weinstadt Ober- Ingelheim fand die von etwa 300 Bürgermeistern und Gemeindeoertretern der hessischen Landgemeinden besuchte Tagung unter dem Vorsitz von Bürgermeister Alexander (Gonsenheim) statt. Von der hessischen Regierung waren der Minister des Innern, Leuschner, sowie die Mi- nisterialräte Weber und Schwa mb erschienen, ferner Kreisdirektoren und Vertreter derseloen von verschiedenen Kreisämtern, sowie ein Vertreter des hessischen Städtetages und des Verbandes der hessischen Kreise und Provinzen. Für den deutschen Landgemeindetag war dessen Vizepräsident, Ministerialrat z. D. Schellen (Berlin) zugegen.
Noch einleitenden Begrüßungsworten des Vorsitzenden hielt Minister Leus chne r einen Vor- trag über „Sie Dereinyeitlichung de r Verwaltung in Reich und Ländern". Der Minister stellte den Satz an die Spitze feiner Ausführungen, daß die Vereinheitlichung der Verwaltung in Reich und Ländern ein Teilstück der Probleme
Wirtschaft.
Oie 2Rcid)etionf Anfang Juni.
Der Ausweis der Reichsbank vom 7. Juni zeigt in der verflossenen Bankwoche einen Rückgang der gesamtenKapital- a n l a g e der Dank in Wechseln und Schecks, Reichsschatzwechseln, Lombards und Effekten um 289,7 Mill, auf 3062,8 Mill. Mk. Im einzelnen haben die Bestände an Wechseln und Schecks um 101,3 Mill, auf 2758,7 Mill. Mk., die Lombardbestände um 141,4 Mill. Mk. auf 113,4 Millionen Mark und die Bestände an Reichsschahwechseln um 47,0 Mill, auf 97,8 MiN. Mk. abgenommen.
An Reichsbanknoten und Rentenbankscheinen zusammen sind 267,7 Mill. Mark in die Kassen der Bank zurückgeflofsen, und zwar hat sich der Umlauf an Deichsbanknoten um 233,8 Mill, auf 4372,5 Mill. Mk., derjenige an Rentenbankscheinen um 33,8 Mill, auf 456,9 Mill. Mk. verringert. Die Bestände der Reichsbank an Rentenbankscheinen sind daher der Reichsreform sei. Der Ruf "nach einer einheit- I ^L?0,9 ' fremden
lichen Gliederung her Verwaltungsbehörden werde ®C a n1 eine Zunahme
immer lauter erhoben unb sei gerechtfertigt. Hessen UI^-m ,« . . ,
sei zu jeber Lösung bereit, bie irn Interesse von Ge- I , ./?l? ®ßftanbe an G o l d und deckungs- sarntbeutschlanb liege. Die Länber müßten Hinsicht- LS.?,}9 cn Rammen sind um 9,3
lich Größe unb Äistungsfähigkeit mehr aneinanber TJx T?!ien tat Oftt. angewachsen,
ausgeglichen werden. Es könne nicht bestritten wer- -P*” sich die Bestände an deckungs-
ben, baß bie hessische Verwaltung mit ihrem Zwei- ^08,5 Mill.
Jnstanzenzug einfach sei, währenb bie preußische Mark erhöht, wahrend die Goldbestände sich Verwaltung vier bzw. fünf Instanzen habe. Was geringfügig um 10o 000 Mk. auf 1764,4 Mill. Mk. bie Frage anbetrifft, welcher Aufbau bei einer Re- sCrT^ v^oen. Die D e ck un g de r Roten
form als Muster bienen könne, so bezeichnete Mi- vurchGold allein besserte sich von 38,3 Proz. in nifter Leuschner bie Beschränkung auf zwei In- Vorwoche auf 40,4 Proz., diejenige durch
stanzen als erstrebenswert für eine Verbindung zwi- I , und deckungsfahige Devisen von 44,8 Proz.
scheu Staatsverwaltung und Selbstverwaltung. Vor- I au' yro3-
ausjetjung dafür seien Länder mittlerer Größe Er BeffekUNg der Geldmarkilüge. halt als bie richtige Form ben dezentralisierten Em- ~ 3 ,r ”
heitsstaat. Der Minister kam sobann auf bie für ^^.^oerwindung des Ultimos ist am Geld-
Hessen in Aussicht genommenen O r g a n i s a t i 0 n s - Entspannung eingetreten, und
Veränderungen in der Verwaltung zu Plc -öeffcrung der Geldlage macht sprechen, bie sich insbesonbere mit einer Neuein ° La?l^Lam .8 0 r t sch ritte. Diese
teilung b e r hessischen Kreise unb einer ar * 5Um auf fon -3ufluf3 von
anberen Einteilung ber Amtsgerichte ■2IuSIanbggcIbern öu Zünftigeren Bebingungen zu- befassen werbe. Um bie erforderlichen Maßnahmen 5ycv!u?,rc’L 8UJn ?etl, ^us die Lockerung der auf diesem Gebiete treffen zu können, müsse die ^reditrestriktionsmaßnahmen seitens der Reichs- Regierung bie bazu erforderlichen Vollmachten er- oank Besonders am P r i v a t d i s k 0 n t m a r k t halten. Man werde nicht warten, bis die Reichs- machten Fortschritte am Geldmarkt be°
reform komme, sondern alsbald an diese Ausgabe ar. Eine Repartierung des Angebots war herantreten. Zugleich kündigte der Minister die dem- ? mezr no“9. oas gurucfgegangcnc Ange- nächstige Vorlage einer einheitlichen, modernen hes- **; . te,uroc von der Reichsbank unb auch von fischen Gemeindeordnung für Städte unb Land- einigen Großbanken ausgenommen. Die Reichs- gemeinben an. bank brauchte somit nur einen Teil des Ma-
Jn ber anschließenden Aussprache, in welcher ein lerials öereinzunehmen. Der Sah für Tages- Rebner bie Behauptung aufstellte, ber Reichsspar- A ^c.r ?.°A. 9m f A - 9 AA V.’^ Prozent
kommissar habe bie Aufhebung von 28 Amtsgerichten ™ e I1? ms lc^ a.u! J bis 9,50 Pro-
unb 7 Kreisämtern vorgeschlagen, was Minister rÄ1//®1 Zurückgabe der in letzter Zeit gehain- Leuschner als unrichtig bezeichnete, kam allge- f erheblichen
mein ber Wunsch zum Ausbruck, baß bie berechtigten gewesen. Durch diese Devlsenabgabe
Interessen ber ßanbgemeinben babei gewahrt wer- -'trom ?Dn Markbetragen auf den
ben möchten, unb baß keine Konzentration zugunsten ^ldmarkt ein, unb auch der Reichsbankaus- ber größeren Städte herbeigeführt werden möge. t ^er ^^mo Mai ^^rheblich höheren Be-
2er von dem Vorsitzenden, Bürgermeister °n deckungofahrgen Devisen (plus 150 Mil- Alexander, alsdann vorgetragene G e s chä f t s - auögetoiefen. Die Lage der Reichs-
bericht des Jahres 1 928 ergab, daß der u?d damit auch die Frage einer Diskont- Landgemeindeverband auch im abgelaufenen Jahre • e J'* ^5^blich beeinflußt durch das
■ — - - -- • - 1 gerade in der Berichtswoche in starkem Maße
öur Dersügung gestellte Auslandsgeld. Besonders England, Holland und die Schweiz sind mit umfangreichen Geldofferten am Markt, unb auch Amerika bietet feine Gelder an. Das Zinsgefälle zwischen Deuyork und Berlin hat sich zugunsten Berlins verbessert und eine erhebliche Senkung erfahren, da der amerikanische Geldmarkt flüssiger geworden ist. Diese Entwicklung am Deuyorker Geldmarkt wird auch dazu führen, daß die deutschen Kapitalien, die nach Deuyork gegangen sind, wieder zurückfließen. Auch die vom Auslande vorgenommenen starken Käufe in deutschen Effekten haben zu einem Devisenangebot geführt. Die Tendenz auf dem Berliner Devisenmarkt war in der Derichtswoche ausgesprochen schwach. Was die endgültige Aufhebung der Kreditrest riktionsmaßnah- men der Reichsbank anbelangt, so ist die Reichsbank schon jetzt bestrebt, einzelnen Firmen besondere Vergünstigungen zuteil werden zu lassen und bei ihnen nicht die Kreditrestriktion anzuwenden. Die Lage der Reichsbank ist z. Z. so, daß eine Diskonterhöhung nicht unbedingt nötig ist. Die Kreditrestriktionsmaßnahmen haben einen vollen Erfolg gehabt; der organische Ausgleich zwischen Kreditangebot und Kreditansprüchen der Wirtschaft scheint sich anzubahnen. Infolgedessen würde die Reichsbank keinen Grund haben, eine Diskonterhöhung vorzunehmen, auch nicht weil sie ihren Diskontsatz den erhöhten Zinssätzen der Danken anpassen würde. Im Gegenteil, es würde sich für die Banken vielleicht die Dotwendigkeit ergeben, ihre Bankzinsen wie
der zu ermäßigen und in das feste Verhältnis zu dem Diskontsatz zu bringen, wie es immer gewesen ist.
•
* Die amtliche Großhandelsindex, zis f er. Die auf den Stichtag des 5. Juni berechnete Großhandelsindexziffer des Statistischen Reichsamtes hat mit 134,5 gegenüber der Vorwoche (134,2) leicht angezogen. Von den Hauptgruppen lag die Indexziffer für Agrar, stoffe mit 122,9 (122,3) um 0,5 v. H. höher als in der Vorwoche. Die Indexziffer für Kolonial, waren stellte sich auf 123,2 (123,6). Die Index. Ziffer für industrielle Rohstoffe und Halbwaren hat sich mit 131,4 (131,2) leicht erhöht, während diejenige für industrielle Fertigwaren mit 157,6 keine Veränderung aufweist.
* Preiserhöhung für Fahrräder. Die in Dresden tagende Versammlung der deutschen Fahrradfabriken hat den Beschluß gefaßt, angesichts der dauernd gestiegenen Gestehungskosten die Preise für Fahrräder mit sofortiger Wirkung um 3 Mark zu erhöhen.
* Reemtsma A.-G., Altona. Die Generalversammlung setzte die Dividende auf wieder 10 0. H. fest, und genehmigte den Antrag der Verwaltung auf Auflösung der Gesellschaft zum Zwecke der Umwandlung in ein*. Gesellschaft mit beschränkter Haftung mit einem Stammkapital von 30 Millionen Mark. Angenommen wurde ferner die Beteiligungsbilanz für die Umwandlung der Gesellschaft.
* Georg A. I asmatzi A.-G. In der G.-V. wurde beschlossen, wieder 6 Prozent Dividende zu verteilen. Genehmigt wurde ber Antrag der Verwaltung das Geschäftsvermögen auf bie zu errichtende Reemtsma Zigarettenfabriken G. m. b. H. zu Altona-Dahrenfeld gegen Gewährung eines Geschäftsanteiles dieser Gesell, schäft von nom. 13 332 000 Mk. zu übertragen und die Georg Iasmatzi-A.-G. zu liquidieren. Der Produktionsapparat der Iasmahi-A.-G. werde in vollem Umfange weitergeführt, auch die jetzt existierenden Marken würden weiter bestehen bleiben. Im Zusammenschluß handele es sich nur darum, daß ein einheitlicher juristischer Dame hergestellt würde, nachdem eine wirtschaftliche Einheit und eine einheitliche Leitung schon lange bestanden habe.
Frankfurter Eiermarkt.
Frankfurt a. M., 8. Juni. Entsprechend der Jahreszeit war das Angebot an Eiern wieder kleiner. Die Preise konnten an allen Plätzen ziemlich anziehen. Das Geschäft entwickelte sich sehr rege. Es notierten: bulgarische 9 bis 9,25 Mark, holländische 10 bis 12,50, jugoslawische 9 bis 9,50, polnische 7,25 bis 7,50, russische 8 bis 9, dänische 10 bis 12,50, belgische 10 bis 10,40, französische 10 bis 11, schlesische 9,75 bis 10,50 bayerische 9,50 bis 10, norddeutsche 9,75 bis 10,50, rumänische 8,50 bis 8,75 Mk.
Frankfurter Börse.
Frankfurt a. M., 10. Juni. Tendenz: freundlich. Zu Beginn der neuen Woche war die Stimmung weiter fr e u n d l i ch, das Geschäft blieb jedoch ziemlich klein, da die Auslandbeteiligung heute nicht 0 umfangreich war, wie man anfangs angenommen hatte. Das Interesse beschränkte sich hauptsächlich auf Spezialwerte, die auch zeitweise eine recht lebhafte Nachfrage zu verzeichnen hatten. Im allgemeinen war man zuversichtlich. Die Entlastung des Reichsbankinstituts in der ersten Juni- woche erweckte ein gewisses Vertrauen. Auch ver- chiedene vorgelegte Konjunkturberichte, die nach der Regelung in Paris günstig lauteten, wirkten vorteilhaft auf die Kursgestaltung ein. Am Geldmarkt war Tagesgeld weiter flüssig. Auch kommt vom Ausland weiteres Kapital herein, was eben- alls nicht ohne Wirkung blieb. Auf der anderen Seite stand die schwache Neuyorker Börse vom Samstag und mahnte etwas zur Zurückhaltung. Im allgemeinen war die Spekulation abwartend, die Beteiligung der privaten Kund- chaft blieb immer noch klein. Das Hauptinteresse konzentrierte sich auf den Elektromarkt. Hier waren AEG. plus 1,5 v. H., Chadeaktien mit plus 3 Mark, Elektrische Lieferungen mit plus 2,5 v. H. und Bergmann mit 2,5 0. H. führend. Am Chemiemarkt eröffneten Farben 1,25 v. H. höher. Scheide- anstalt, Holzverkohlung bis 1,5 0. H. fester. Etwas regere Nachfrage bestand noch am Kalimarkt für Aschersleben, Salzdetfurth und Westeregeln, die bis 4 v. H. gewinnen konnten. Auch am Montanmarkt war das Geschäft verhältnismäßig gering. Gelsenkirchen, Harpener, Mannesmann, Phönix und Rhein- tahl gewannen 2,25 v. H. Eine Sonderbewegung hatten am Bankenmarkt Berliner Handelsgesell- chaft mit plus 5 v. H. aufzuweisen. Die übrigen Werte lagen dagegen 0,5 v.H. hoher. Nur Reichsbank waren infolge der starken Bevorzugung in der letzten Zeit auf Realisationen 1.5 v. H. abgeschwächt. Von den sonstigen Hauptwerten blieben Siemens am Elektromarkt unverändert, Schlickert waren nur
eine Kleinigkeit gebessert. Renten still, jedoch etwas hoher. Im Verlause schränkte sich das Geschäft wieder auf einige bevorzugte Werte ein. Kleinere Abgaben bewirkten Rückgänge um Bruchteile eines Prozents. Die anfänglich vernachlässigten Siemens & Schlickert konnten nun etwas anziehen. Reichsbankanteile gingen um weitere 1,5 v.H. zurück. Am Geld- markt war Tagesgeld mit 6,5 v. H. weiter e r. leichtert. Am Devisenmarkt nannte man Mark gegen Dollar 4,1920, gegen Pfund 20,328, London gegen Kabel 4,8482, gegen Paris 124,03, gegen Mai. land 92,10, gegen Madrid 34,10, gegen Holland 12,0175.
Berliner Börse.
Berlin, 10. Juni. Zum Wochenbeginn blieb die Pendenz weiter freundlich. Am Vormittag hatte die Spekulation stärkeres Kaufinteresse gezeigt, doch war das Geschäft zu Beginn der Börse- nicht so leb- hast, wie man erwartet hatte. Einige Spezial, werte waren stärker gefragt, und nur für diese maren einige Kauforders oorgelegt. Beachtenswert äy allerdings, daß auch vom Auslande verschiedene Verkaufslimite gestrichen wurden. Die ersten Kur e lagen im Durchschnitt 1 bis 2 v.H., vereinzelt bis 3 und 4 v.H. über den Samstagschlußkursen. Der heute veröffentlichte Reichsbankausweis für die erste brachte eine zufriedenstellende Entlastung, onn un$ ^ombarbbeftänbe haben um etwa 2,yu Millionen abgenommen, der ßocoumlauf ver- nngerte sich um etwa 268 Millionen,, und die Deckung hat sich um 22 bis 25 v. H. gebessert, so daß auch die reine Golddeckung über 40 v. H betrug Die Verhandlungen des Reiches mit ausländischen Geldgebern über einen größeren Ausland- fr e öit für das Reich oder die Reichs- b a h n befriedigten natürlich, wenn auch die Berichte von näheren Einzelheiten nicht stimmen dürften Die von der Reichsbahn beantragte Tariferhöhung druckte dagegen auf die Stimmung. Feststellungen über das Zeichnungsergebnis auf die Reichsanleihe, die sich auf 180 bis 2 00 Millionen Reichsmark belaufen, befriedigen natürlich nicht. Die Neuyorker Bor e vom Samstag konnte keine Anregung bieten. Montanwerte waren etwas lebhafter. Die Besserung des deutschen Roheisen-Außenhandels wurde günstig ausgenommen. Köln-Neuessen konnten bis fast 4 v H. anziehen. Kaliwerte lagen ebenfalls 3 v. H. fester Auch Bergmann, Chadeaktien, Dessauer Gas, Konti Kautschuk, Bemberg und Polyphon waren gefragter unb bis 6 v. H. hoher. Tietz lagen 5 0. H. schwächer. Deutsche Anleihen waren gut behauptet. Ausländer weist etwas fester. Pfandbriefe ruhig. Der Geldmarkt lag unverändert leicht. Tagesgeld 6,5 bis 9 v.H. Monatsgeld 9,5 bis 11 0. H. Nach den ersten Kursen wurde es vorübergehend fester, dann aber allgemein 1 bis 2 0. H. schwächer. Siemens, Tietz, Feldmühle verloren etwa 3 0. Sy, Polyphon sogar 7 v. H.
Frankfurter Getreidebörse.
F r a n k f u r t a. M., 10. Juni. Zu Beginn der neuen Woche war die Tendenz am Produktenmarkt leicht befestigt. Höhere Auslandnotierungen regten an, doch blieb die Ämsahtätigkeit verhältnismäßig eng begrenzt. Es wurden notiert: Weizen 23,50; Roggen 21,75; Sommergerste für Brau- Swecke 23; inl. Hafer 22,25; Mais (gelb) für Futterzwecke 20; Weizenmehl, süddeutsches Spe- zial 0, 32,25 bis 32,75; Roggenmehl 28 bis 28,50- Weisenkleie 11 bis 11,25; Roggenkleie 11,75 bis 12; Erbsen 35 bis 50; Linsen 40 bis 105; Heu 12 bis 12,50; Weizen- und Roggenstroh, draht- gepreßt, 5,25 bis 5,50; TDeizen- und Roggenst'-oh gebündelt, 5; getrocknete Treber 17 bis 17,50 Mk Tendenz: leicht befestigt.
Frankfurter Schlachtviehmarkt.
Frankfurt a. M., 10. Juni. Auftrieb: Rinder 1191 strick, darunter 260 Ochsen, 73 Bullen, 501 Kühe, 310 Färsen; Kälber 658, Schafe 82, Schweine 4183. Rinder. Ochsen: vollfleischige, aus» gemästete, höchsten Schlachtwerts, jüngere 63 bis 66, altere 56 bis 62, sonstige vollfleischige jüngere 50 bis 55; Bullen: jüngere, vollfleischige, höchsten Schlachtwerts 56 bis 60, sonstige vollfleischige oder ausgemästete 52 bis 55; Kühe: jüngere, vollfleischige höchsten Schlachtwerts 48 bis 53, sonstige vollster« sch'ge oder ausgemäftete 42 bis 47, fleischige 36 bis 41, gering genährte 30 bis 35; Färsen (Kalbinnen, Jungrinder): vollfleischige, ausgemäftete, höchsten Schlachtwerts 63 bis 66, vollfleischige 56 bis 62, fleischige 50 bis 55. Kälber. Beste Mast- unb Saugkälber 80 bis 83, mittlere Mast- und Saug- kälber 72 bis 79, geringe Kälber 60 bis 71. Schweine. Vollfleischige Schweine von etwa 240 bis 300 Pfund Lebendgewicht 75 bis 78, von etwa 200 bis 240 Pfund Lebendgewicht 78 bis 80, von etwa 160 bis 200 Pfund Lebendgewicht 78 bis 80, fleischige Schweine von etwa 120 bis 160 Pfund Lebendgewicht 73 bis 76, Marktverkauf: Rinder lebfjaft, geräumt. Schweine anfangs rege, zum Schluß abflauenb, nahezu ausverkauft. Fett- fd)meine schwer verkäuflich.
Kurszettel der Berliner und Frankfurter Börse
- Reichsbankdiskont 7,5 Prozent, Lornbardzinsfuß 8,5 Prozent.
Rranflurt a 9)i
Berlin
Uranlsuri a. M.
Berlin
Schind- i-Uno
fturo
Kur-
Kure
Datum
8.6.
10-6.
221,5
228
165
28,85
170
23,1
i.y
143
9
120,5
17
69
Phönix Bergbau . . . . Rhetnische Braunlohlen. Rhein stahl . . . f. %
92,5
121,75
123,75
124
128
Rtebeck Montan .
128
115
10 251,25
Id
Banknoten.
337,5
338,25
338,13
338,5
Die hinter den Papieren angeführten Ziffern geben die Höhe der zuletzt beschlossenen Dividende an.
h
8
220
106
53,75
73,5
158,25
165,5
23,2
20,75
e 8
100
71
247
12 . 8 1"
167,5
82,1
93,9
V/i . b . 8 10 . 8 10 10 U 11 12 10 lo 10
. v . 8
12
12 > 6 . 0 , b , 6
11
231,25
190,75
282
215
150,25
113,65
128
132,5
188 277,75 169,5 156,5
163 186
122,75
193,25
154
114
129,75
134,75
229
190,5
280,5
171,13
158,5
165,5
186
123,75
192,75
155
114,5
130
134,75
230
190,5
282,5
172
158,75
165,5
107,5
323,75
259,75
472
365,75
258
196
117
216
59,5
52,75
54,5
214,25
29,4
96
292
7,2 . e
2 sh
10
21,75
2
9,75
10
10
, 6
10
10 s
Bellftoff Walbhol . . Zcllstoss Silchasscnburg Üharloltenburger Was!«
325 261,25
471
371
259
196,25
116,5
218,75
61
52,5
53,75
216
29
97,5
287
Schluß- Rute
10 6.
H4J5
Lberschles. Eisend. Bedarf Oberichles. Rokswerte. .
408
257,75
. € dN
Devisenmarkt Berlin-Frankfurt a. M.
Telegraphi)che Auszahlung.
yien ... 10 I. % Jahr 4 y,
7 130,75
6 —
. [)
. 6
. 8
3-4
28,5
2,6
1,9
22,95
20,5
b 192,5
9 —
Bereinigte Stahlw. . Olavi Minen .... Rali AscherSIeSen . . Rali Westeregeln. . .
Raliwert Satjdetfurth
3- ®- Färben-Industrie Dynamit Nobel . . . ScheideanstaU.... Toldschmidt .... Rltigerswerie .... Metallgesellschafi. . .
Phstivp voizmann . . Heidelberger Eement . Gement Karlstadt . . Wayß & Freitag . . .
Schultheis Patzenhofer Ostwerke......
Ber. Glanzstog . . . Bemberg......
10 —
8 246,25
Vl.G.iS.......
Bergmann ....
Elektr. Lieferungen. Licht und Kraft . . Felten & Guilleaume ®ef. f. Eiektr. Untern. Hamb. (Hefti. Werke Rhein. Elektr. . . . Schief. Eiektr. . . . Schuckert.....
Siemen» & Halske .
TranSradio ....
Lahmeyer 4 Go.. .
Buderus.....
Deutsche Erdöl . . Essener Steinkohle . Gelsenkirchener . . Harpener......
Hoesch Eisen. . . . , Ilse Bergbau . . .
Klücknerwerke . . . Röln-Neuessen. . . ManneLmann. . . Mansselder ....
4% Schweiz. BundeSb^Anl..
4% Oesterreichische ©olbrte.. .
4,20% Gelten. Silberne. . . .
4% Oesterreich, einheitl. Rte. .
4% Ungarische ©olbrte.....
4% Ungarische Staatsr. v. 1910 4%% deSgl. von 1913 ....
4% Ungarische Rronenrte.. . .
4% Türk, tzollanleihe v. 1911 .
4% Türkische Bagdadbahn-Anl Serie I..........
4% deSgl. Serie II.......
4% Rumänen converi. {Rte. . . . 456% Rumänen (SolbanL von 1913
Schluß- Anfang Kurs
vllg. Deutsche Eisenbahn . Hamburg-Amerika Paket . Hamb.-Südam. Dampssch. Hansa Dampfschiff .... Vlorddeutfcher Lloyd . . . Allg. Deutsche Erediiansk. . Barmer Bankverein . . . Berliner HandeiSgesellsch. . Tommerz. unb Privat-Bank Darmst. u. Nationalbank . Deutsche Bonk ... Tiskonto-Gesellschaft Ank.. Dresdner Bank ...
Mitteldeutsche LrediiLanl . vletallbank.......
Reichebank . -.....
Dessauer Gas .... Daimler Motoren . .
Deutsche Maschinen-Fo Adlerwerke Riever . .
Ludw.Loewe .... Not. AutomobU . . . Orenstein & Koppel .
Leonhard Tietz . . . Bamag-Meguin . . .
Franks. Maschinen . .
Griyner .... Heyligenstaedt . . .
Jung Hans......
Lechwerte. ..... Mainkrastwerke ... Miag........
Nekarsulmer ....
Peters Union .... Gebr. Roeder ....
Boigt 4 Haeffner . . Eüdd. Zucker ....
8.6.
113,75
Datum 86.
Franksurt a M.
Berlin
Schluß- Kurs
> Uhr- Rn re
Schluß- Kurs
Ansong- fiutü
Datum
8-6.
10.6.
8 6.
10 6.
6% Dl. Reichsanleihe o. 1927 .
Dt. AnI.-üblüs.-Schulb mit AuS ios.-Rechlen
DeSgl. ohne Auslos.-Rechte . . .
7% Franks. Hyp.-Bk Goldpf. un- kündbar biS 1932
4P,% Rheinische Hyp.-Bank filgu-' Gvldps. - -
Ä.E.G. abg. BorkriegS-Obllgation.. rückzahlbar 1932
87,3
51,05
11,1
i i i s£$ i
Ü7,5
51,13
11,13
51,1 11,4
Berlin, 8. Juni
Geld
Brief
französische Woteit.....
Holländische Noten......
Italienische Noten......
Norwegische Noten......
Deutsch-Oesterr-, ä ioo Kronen Rumänische Noten......
Schwedische Noten......
Schweizer Noten ....... Spanische Noten.......
Tschechoslowakische Noten .. Ungarische Noten .....
16355 167,88 21,93
111,33 58,75
2,52
111,73
80,50 58,93
12,395 72,82
16,415 168,57 22,01
111,77 58,99
2/54
112,17 80,82 59,17
12,455 73,12
। i Ubr- 1 Rute
Schluß- Kurs
21 »sang fture
10.6.
8.6.
10.6.
195,75
195,75
195,60
226,25
223,4
227
165
163,75
164
225
224,65
226,5
—
141
140,13
—
231
232
—
143,25
144,25
—
-
I . J
—
200,9
203,5
250,25
249,25
250,25
408
408,75
409
—
148
149,5
—
170,65
173
75,75
75,5
76
—
115
115,75
—
—
131
139,75
138,5
139,5
146,5
147
147,5
—
129,25
131,5
—
222,5
223,5
109
108,5
109
—
126,25
129,25
122,5
121,65
122,75
—
133,25
133,5
—
88,75
89,75
——
112
113,25
97
96,13
97,25
—
299,5
298
132
130
131,75
—
—
150,5
—
101,65
103
—
70,75
71,25
250
249
250,5
257,25
255
257,5
417
413,75
417
261,5
260,5
261,5
»
169
—
—
—
81
83
96
95,9
96,25
130,25
130,5
131,5
112
—
10
138
139,5
—
__
10
—
110
15
—
—
12
—
—
18
469
474,5
11
—
—
12
255,5
259
12
195
197
e <
—
—
. 8
—
. 0
58
—
. 0
—
—
. b
53,25
53,5
10
—
—
. 0
—
—
. 6
—
—
. 6
—
—
. 0
—
- »
. 6
54
_
11
73
—
. 0
12,5
—
. 4
73,8
—
. 8
-
. 8
—
_
10
—
—
. 8
_
_
. 8
128
——
10
116
—
. 8
213
—
- 8
149,5
—
8- Juni
10.
Juni
Amtliche Notierung
Geld I Brief
Amtliche Notierung
Geld 1 Brie'
21mft.« Wort.
168,21
168,55
168,70
168,54
Buen.-AireS
1,754
1,758
1,754
1,758
Brff-'Antw-
58,175
58,295
58,18
58,30
Cbrntiania.
111,58
111,80
111,60
111,82
Kopenhagen
111,57
111,79
111,59
111,81
Stockholm .
111,91
112,21
112,01
112,23
Helsingfors- Italien. . . London. . .
10,528
10,548
10,523
10,543
21,91
20,312
21,95
20,352
21,925
20,314
21,965
20,354
9ieupork . .
4,1890
4,1970
4,1895
4,1975
Paris....
16,375
16,415
16,375
16,415
Schwei; ..
80,63
80,79
80,47
80,63
Spanien. .
59,36
59,48
59,19
59,11
Japan . . . Rio de Jan.
1,845
0,4085
1,849
0,4985
1,840 0,4965
1,844 0,4985
Wien in D--
Oest. abgest
58,86
58,98
58,855
58,975
12,404
7,361
12,424
7,375
12,399
7,363
12,419
7,377
Budapest . .
73,02
73,16
73,00
73,14
Bulgarien.
3,027
3,033
3,032
3,038
Lissabon .
18,73
18,77
18,73
18,77
Danzig. . . Konstantin-
81,19
2,030
81,35
2,070
81,19
2,003
81,35
2,007
Athen. . .
5,435
5,445
5,44
5,45
Ccmada
4,157
4,165
9,050
4,156
4,164
Uru iuav - -
4,046
4,086
4,044
Cairo . . -
20,835
20,875
20,84
20,88
________Berlin, 8. Juni
Geld
Brief
Amerikanische Noten ..... Belgische Noten..... . ,
Dänische Noten ........ lHtglische Roten........
4,169
58,07
111,38
20,285
4.189
58,31
111,82
20,365


