Ausgabe 
9.12.1929
 
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erlagt.

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|YMBOEDER GEGENWART

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ES GIBT KEINE WEITE

, über die höchsten Pässe

und

MERCEDES-BENZ

DAIMLER-BENZ A-Gn Verkaufstelle GIESSEN, Bahnhofstraße 90/92

3181V

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regelmäßiger Fahrt siegreich zurückgelegt. Das ist der Reisewagen für den Menschen der Gegenwart. Seine Zuverlässigkeit über­windet alles, was vor wenigen Jahren noch Hindernisse waren

Dienstentlassung und Aberkennung aller RuhegehaltSansprüche.

Strafkammer Gießen.

Gießen, 6. Dez. 3m Mai dieses Jahre» machte ein Kellner in Bad-Rauheim gegen Mit­ternacht feine Abrechnung. Hierbei legte er seine Brieftasche mit etwa 240 Mark auf den Tisch, an dem er sah und der hinter dem Büfett stand. Plötzlich wurde er von einem Gast weggerufen. Als er an seinen Tisch zurückkam, war dis Brieftasche verschwunden. Der Ver­dacht, sie weggenommen zu haben, fiel alsbald auf einen Gast, der auf Wunsch der Wirtin die hinter dem Büfett hängende Uhr aufge­zogen hatte, dabei an dem fraglichen Tisch vor­beigekommen war und den Kellner bezahlt und die Wirtschaft verlassen hatte, noch ehe dieser seinen Verlust bemerkt hatte. Am Telephon be­fragt, bestritt der Gast die Wegnahme der Brief­tasche. Er kehrte alsbald in die Wirtschaft zu­rück und erklärte dem Wirt und dem Kellner gegenüber, er habe die Brieftasche nicht ent­wendet, auch als diese andeuteten, wenn er sie jetzt zurückgäbe, könnte man einen Scherz an­nehmen. Auch einem inzwischen eingetroffenen Kriminalbeamten gegenüber leugnete er wäh­rend eines dreiviertelstündigen Verhörs. Schließ­lich gab er zu, die Brieftasche weggenommen und auf dem Sims eines offenstehenden Fen­sters neben den Wirtschaftsräumen versteckt zu haben, aber nur um einen Scherz zu machen, um dem Kellner einen Streich zu spielen. DaS Amtsgericht Tad-Rauheim glaubte ihm diesen Scherz" nicht und verurteilte ihn wegen Rück­falldiebstahls zu3Monaten2 WochenGe- fängnis. Es hielt inÄ^sondere auf Grund eingehender Beweisaufnahme für erwiesen, daß er die Brieftasche zunächst mit nach House ge­nommen und erst bei der Rückkehr in die Wirt­schaft dort versteckt habe. Rach ausführlicher Beweisaufnahme bestätigte die Strafkammer das Urteil vollinhaltlich.

Wegen fahrlässiger Körperverlet­zung war die Gattin eines auswärtigen Arztes von dem Amtsgericht Friedberg zu 8 0 Mark Geldstrafe verurteilt worden. Der von ihr gesteuerte Kraftwagen war kurz nach dem Ueber- holen eines Lastautos beim Ausweichen einem entgegenkommenden Motorrad gegenüber ins Schleudern gekommen und wider einen Baum ge­fahren, so daß die 3nsassen verletzt wurden. Die Strafkammer hielt kein Verschulden für nach­gewiesen unte sprach die Angeklagte frei.

2700 Kilometer hat dieser Serienwagen in 5 Tagen in den Alpen Europas, in weit überlegener, schneller

Regierungsrat Fuchs aus dem Dienst entlassen.

WSR. Darmstadt, 8. Dez. Bereits über zwei Jahre schwebt das Disziplinarver­fahren gegen den des Dienstes enthobenen Regierungsrat Fuchs aus dem hessischen Innen- minifterium wegen Bestechung, Unter­schlagung usw. Auch der Spionage war er verdächtigt worden, aber der volle Beweis konnte nicht erbracht werden. Rachdem er be­reits im ordentlichen Verfahren rechtskräftig bestraft wurde, fand gestern das gegen ihn ein- aeleitete Disziplinarverfahren vor dem Hessi­schen Verwaltungsgerichtshof in letz­ter Instanz sein Ende. Rach längerer nichtöffent­licher Sitzung erkannte der Gerichtshof auf

Berliner Börse.

Berlin, 9. Dez. (WTD. Funkspruch.) Der heutige Frühverkehr zu Beginn der neuen Woche scheint sich eher freundlicher zu gestalten, wenn auch vom Geschäft im Augenblick noch nicht die Rede ist. Das festere Reuyork vom Sams­tag wird voraussichtlich anregend wirken. Am Devisenmarkt nannte man London gegen Paris 123.97, London gegen Mailand 93.26, London gegen Spanien 35.20, London gegen Berlin 20.3850, London gegen Kabel 4.8824, Kabel gegen Berlin 4.1750.

ZusammenstoßzwischenRadlerundReh

(D Hartenrod (Kreis Biedenkopf), 9. Dez. Auf tragische Weise verunglückte am Samstagmorgen der Elektriker und Kraftwagenführer vom hiesigen Rhein. Fluß- und Spatwcrk, Emil Pfeifer aus Tringen« stein, aus dem Wege zu seiner Arbeitsstätte. Wie jeden Morgen fuhr er mit seinem Rade zum Spat­werk, dabei rannte er in der Rahe des Forsthauses Schwcllengrund mit einem vom Licht geblen­deten Rehwild zusammen und kam hierbei schwer zu Fall. Zwei Stunden mußte er ohne Hilfe besinnungslos liegen, bis ihn ein Einwohner von Tringenftein fand und seine Ueberfuhrung in seine Wohnung veranlaßte. Die herbeigcholten Aerzte stell, ten eine schwere Schädelverlehung und G e h i r n e r s ch ü t t e r u n g fest; der bauerns- werte war noch am Abend ohne Besinnn . weshalb seine Ueberführung in eine Klinik bis jetzt unter­bleiben mußte.

Der gestrige Kupferne Sonntag brachte unserer Stadt einen starken Verkehr von außerhalb. Bei dem trockenen Wetter fluteten in den Hauptgeschäftsstraßen große Menschenmengen auf und ab, die den Auslagen der Geschäfte ihre Auf­merksamkeit widmeten und die zum Teil auch schon rege kauften. Die Reichsbahn und die Autobusunter- nehmungen hatten Hochbetrieb.

** Gin Wintergewitter entlud sich in der letzten Nacht zwischen 24 und 1 Uhr in unserer Umgegend. Man konnte, von hier aus wiederholt Blitze bemerken und auch träftigen Donner wahr- nehmen. Starke Regenfälle als Ausläufer des Un­wetters gingen hier nieder. Das Schwergewicht des Gewitters dürfte, nach der Richtung der Blitze und der Stärke des Donners zu urteilen, wohl über den nördlichen Ausläufern des Taunus in der Rich­tung Weilburg zu suchen fein.

** Zur schnelleren Räumung von Dien st Wohnungen. Das hessische Gesamtmini­sterium hat an alle hessischen Behörden ein Aus­schreiben gerichtet, in welchem es anordnet, daß Beamte, die eine Dienstwohnung innehaben, min­destens schon drei Jahre vor Erreichung der Dienst­altersgrenze sich bei dem Wohnungsamt des Ortes,

Tagen vor dem Fest und gelangen mit Verzögerung m die Hände der Empfänger. Ferner wird gebeten, für die Pakete recht dauerhafte Der- Packungsstoffe zu verwenden, die Aufschrift haltbar anzubringen und den Namen des Bestim- mungsorts unter näherer Bezeichnung feiner Lage besonders groß und kräftig niederzuschreiben. Auch darf nicht unterlassen werden, aus dem Paket die vollständige Anschrift des Absenders anzugeben und in das Paket obenauf ein Doppel ber Anschrift zu legen. Ebenso müssen die Päckchen haltbar verpackt und gut verschnürt werden, etwaige Hohlräume sind mit Holzwolle ober anderem Füll- ftoff auszufüllen, damit die Sendungen bei der Be­förderung in Säcken und beim Stapeln nicht ein­gedrückt werden können. Sie müssen deutlich als Briefpäckchen" oderPäckchen" bezeichnet sein.

Am Dienstag, 2 4. Dezember, wird bei den PostanstaUen, wie in den Vorjahren, der Dienst im Verkehr mit dem Publikum eingeschränkt. U. a. wer- den die Postschalter im allgemeinen nur bis 16 Uhr ossengehalten werden. Im Tele- graphenannahme- und Fernsprcchdienst treten keine Beschränkungen ein.

Auch ber Verkehr am Jahreswechsel wickelt sich glatter ab, wenn bie Neujahrsbriefsen- düngen m og lich st frühzeitig aufgeliefert und mit vollständiger Anschrift des Empfängers Straße, Hausnummer, Gebäudeteil, Stockwerk, Post- bezirk und Zustellpostanstalt versehen werden. Durch die Angabe der Zustellpostanstalt auf den Briefsendungen nach Berlin und anderen Großstädten wird auch dringend empfohlen, die Freimarken für Neujahrsbriefe nicht erst am 30. und 31. De- zember, sondern schon früher einzukaufen, damit im Schalterverkehr keine Stockungen eintreten.

Daten für Dienstag, 10. Dezember.

Sonnenaufgang 7.53 Uhr, Sonnenuntergang 15.52 U^r. Mondaufgang 13.08 Uhr, Monduntergang 0 Uhr.

1520: Luther verbrennt in Wittenberg die päpst­liche Bannbulle; 1845: der Kunsthistoriker Wilh. von Bode in Kalvörde geboren; 1847: ber Reeber Adolf Woermann in Hamburg geboren; 1889: der Dichter Ludwig Anzengruber in Wien gestorben; 1896: der Chemiker Alfred Nobel in San Remo gestorben.

Bornotizen.

Tageskalender für Montag. Christliche Versammlung: Oefsentlicher Vortrag überDie gegenwärtigen Ereignisse im Lichte der Bibel", 20.30 Dhr, Lindenplatz 1. Deut­scher Sprachverein: Vortrag von Prof. Dr. Al­fred Götze überWandlungen der deutschen Sprache vorn Barock zum Sturm und Drang", 20.30 Uhr, im Hörsaal des Geographischen In­stituts. Gießener Frauenverein: Besprechungen überWas will die Hausfrauen-Beratungs­stelle?" undPraktische Weihnachtsgeschenkei", 20 älhr, Hotel .Prinz Carl". - Gescllschafts- verem e. V. (Klub): Mitgliederversammlung, 20.15 Uhr. Deutsche Demokratische Partei: 20.30 Uhr, Hotel Schütz, VortragRothenau und seine -Zeit". F. G. F.: Mona.soersammlung, 20.30 älhr, bei Dippel. Lichtspielhaus, Bahn­hofstraße:Ich hab' dich lieb" undIch habe im Mai von der Liebe geträumt". Astoria- Lichtspiele: Silberkönigs letzter Sieg" und -Kal­tes Blut".

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aii dem sie ihre Wohnung zu nehmen beabsichtigen, für den Zeitpunkt der Ruhestandsoersetzung als Wohnungssuck)enbe anzumelben haben. Der Nach, weis hierüber ist durch Vorlage einer Bescheinigung des betreffenden Wohnungsamtes an den zuständi­gen Minister zu erbringen. Das Ausschreiben des Gefamtministeriums verfolgt den Zweck, eine ra­schere Räumung der Dienstwohnung nach der Ruhe- standsversetzung des Wohnungsinhabers zu ermög­lichen.

** Fahrpreisermäßigung zugunsten der Jugendpflege. Das Ministerium für Kultus und Dildungswesen teilt mit, daß die für das Kalenderjahr 1929 ausgestellten hellblauen Bescheinigungen über die Anerkennung als Iu- gcudpflegeverein auch für das Kalenderjahr 1930 ihre Gültigkeit behalten. Iugendvereine, die noch Führerausweise benötigen, wollen diese unter Beifügung der erforderlichen Lichtbilder und der Angabe der Geburtsdaten der betreffenden Füh­rer bei dem Ministerium für Kultus und Dil- dungswesen alsbald anfordern.

Kriegsopfer-Versammlung. Am Dienstagabend hatte die Ortsgruppe Gießen des Verbandes der Kriegsbeschädigten und Krieger- Hinterbliebenen in der KriegerkameradschaftHas- sia" ihre Mitglieder zu einer Versammlung im »Postkeller" eingeladen. Nach Begrüßung der Mitglieder und Gäste durch den Ortsgruppen­leiter, Lehrer D ö h n, sprach der Leiter der hiesigen Hassia-Fürsorgestelle D o n h a r d über Organisationsfragen des Verbandes. Aus seinen Ausführungen ging hervor, daß die Arbeit in den drei Fürforgestellen der ,Hassia", besonders aber in der hiesigen Geschäftsstelle Lindenplatz 1 sehr zugenommen hat. Ergänzend erstattete Lehrer Döhn Bericht über die hiestge Ortsgruppe und über den Mitgliederstand des Verbandes. Er betonte besonders, daß die gesamte Fürsorge­tätigkeit, sowohl die Beratung in den Geschäfts­stellen, als auch die Bearbeitung von Anträgen und die Vertretung vor den Versorgungsgerichten für die Mitglieder völlig kostenlos geschehe. Ein weiterer Vortrag von Lehrer Döhn behandelte den gegenwärtigen Stand des Dersorgungswesens. Obwohl bereits bei der Verabschiedung der 5. Rovelle zum Reichs-Versorgungsgeseh die un­zureichende Versorgung von feiten der maßgeben- . den Regierungsstellen anerkannt und eine weitere Verbesserung in Aussicht gestellt worden sei, habe die schlechte Finanzlage des Reiches Ver­anlassung gegeben, auch bei den Kriegsopfern Sparmaßnahmen in der verschiedensten Form anzuwendcn. Wenn die Versorgung der Kriegs­opfer Vt des gesamten Reichshaushaltes aus­mache, so stehe dem gegenüber, daß noch rund 815 000 Kriegsbeschädigte und 1 776 000 Krieger­hinterbliebene zu versorgen seien. Frau Assessor Müller gab alsdann ein Stimmungsbild der kürzlich in Mainz abgehaltenen zweitägigen Lan­desvertreterversammlung des Verbandes, zu der sie von der hiesigen Ortsgruppe entsandt worden war. Rach einem Schlußwort des 1. Vorsitzenden des hiesigen Kriegervereins schloß der Orts- gruppenleiter die Versammlung.

** Kv>nz ert in der Rervenklinik. Man berichtet und: Am Sonntagvormittag wurde den Patienten der Nervenklinik eine besondere Freude zuteil. Der GesangvereinFrohsinn" (Garbenteich) veranstaltete im Hörsaal der Klinik ein Konzert. In der Auswahl der Darbietungen, die die verschiedensten Liedgattungen vom schlicht volkstümlichen Lied bis zum Kunstgesang ent­hielt, konnte der Gesangverein seine große Fähig- keiten in reichem Maße entfalten. Geh. Rat Sommer dankte am Schluß im Ramen der Aerzte und Patienten dem Gesangverein für seine vorzüglichen Darbietungen.

Aus der provinzialhauptstadi.

Gießen, den 9. Dezember 1929.

Erweiterung des pathologischen Znst.tuts der medizinischen Fakultät.

Am Samstagoormittag wurde in Gegenwart von Vertretern der Regierung, des Landtags und hie- siger Behörden sowie im Beisein der medizinischen Fakultät der Landesuniversität der neue An. und Umbau des Pathologischen Insti- t u t s eingeweiht.

Professor Dr. GeorgHerzog besprach zunächst an Hand von Plänen die Umgestaltung des Instituts und wies besonders darauf hin, daß in pathologischen Instituten sich mit der Forderung ber Zweckmäßig- keit bie Grundsätze der peinlichsten Sauberkeit und ber Pietät verbinden müßten. Besonberer Wert würbe auf eine pietätvolle Ausgestaltung unb Aus­malung der Kapellenräume gelegt; die Wandflächen zu beiden Seiten ber Altarnische sinb von einer Nürnberger Künstlerin, Frl. Annemarie B r o ch i e r, mit zwei überlebensgroßen Gemälden geziert wor- den. die ohne konfessionelle Anlehnung dem Raum eine feierliche Stimmung geben. Das linke Bild stellt den Todesabschieb ber Frau vom Manne bar, bas rechte ben ber Mutter vom Kinbe. Für ben neu­errichteten Hörsaal hat bie Firma L e i tz (Wetzlar) in entgegenkommender Weise einen modernen Pro­jektionsapparat gestiftet.

Abschließend vollzog Prof. Georg Herzog als Dekan der Medizinischen Fakultät die Ehren- firomotion des früheren Leiters der Bauabtei- ung beim hessischen Ministerium für Kultus und Bildungswesen, des Herrn Ministerialrats Adam Paul, dessen persönlichem Eintreten die Errichtung und Modernisierung medizinischer Institute vielfach zu danken war.

Pfarrer Müller dankte als evangelischer Seelsorger der Kliniken und zugleich im Ramen des Superintendenten von Oberhefsen dem In­stitutsleiter für die würdige Herstellung der Kapellenräume, die ja nicht selten kirchlichen Feiern dienen. Cand. nied. Baah dankte im Ra­men der Gießener Klinikerschaft Prof. Georg Her­zog für sein Bestreben, den Unterricht immer mehr zu verbessern, was in der Errichtung des neuen, besonders für Demonstrationen eingerich­teten Hörfaals zum Ausdruck komme.

Darauf sprach Professor Herzog über die neuzeitliche, im Pathologischen Institut besonders gepflegte Forschungsmethode der Gewebezüchtung und führte einen dazu gehörigen mikroskopischen Film vor, der von dem englischen Autor Dr. Canti in jahrelanger Arbeit ausgenommen wor­den war und der in ganz hervorragender Weise das Leben und Wachstum der Zellen in Hell­und Dunkelfeldbeleuchtung zeigt; besonders inter­essant waren auch Bilder, die die Einwirkung der Radiumstrahlen auf lebendes normales Ge­webe und lebendes Geschwulstgewebe erkennen ließen.

Eine Besichtigung des an- und umgebauten Teiles des Pathologischen Instituts bildete den Abschluß der Feier.

Schützt die Hofhunde!

Der Gießener Tierschutz-Verein, Kaiserallee 1, teilt uns mit:

Man kann wiederholt beobachten, daß die Hof­hunde in der kalten Jahreszeit nicht genügend gegen bie Witterung ge­schützt werden. Der Hofhund braucht eine dichte, nicht zu kleine Hütte an einer vor dem Wind ge­schützten Stelle. Vor das Schlupfloch nagle man eine Decke, oder einen Sack zum Schutz gegen Zug, Kalte und Rässe, und verstopfe sorgfältig alle Ditzen. Ins Innere der Hütte lege man reichlich Stroh, das von Zeit zu Zeit erneuert werden muß. Man gebe dem Hund warmes Futter und genügend Wasser. Die Kette darf nicht zu kurz sein, damit sich das Tier etwas Bewegung schassen kann. Wenigstens eine Stunde am Tag sollte der Hund frei herumlaufen kön­nen. Bei strenger Kälte gehört der Hund in das Hans oder in den Stall, da gerade Hunde sehr unter Kälte leiden können. Für Mitteilungen über mangelhaft untergebrachte Hofhunde ist der Tierschutz-Verein dankbar.

Weihnachtö- und Reujahröverkehr bei der post.

Die Post bittet, mit der Versendung der Weihnachtspakete möglichst frühzeitig zu be­ginnen, sonst stauen sich bie Pakete in ben letzten

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