Liebe m Ketten.
Vornan von Hans Mitteweider.
Copyright by Martin F uchtwangSr, 5)aUe (Saale).
34 Fortsetzung. Nachdruck verboten
11 nb die Erinnerung an diese seligen Minuten bewirkten, daß ihre grauenvolle Angst vor dem Manne, der ihr gegenüberstand, wieder wich, daß sie sich entschloß, noch einmal um ihr Glück zu kämpfen.
2,olde von Kletten wußte, daß sie in London mit Berndt Klausen g traut worden tbar, daß sie die Frau eines anderen gewesen, ehe sie Felix vor den Altar folgte. Aun blieb ihr doch nicht erspart, was sie längst hätte tun müssen. Sie muhte ihm alles beichten.
3a, noch zitterte sie bei diesem Gedanken; aber er war nicht mehr so schrecklich wie vordem, seit sie heute wieder gesehen, gehört und empfunden hatte, wie innig Felix sie liebt.'.
Und sie würde zwei Freunde zu ihrem Beistand haben: Boden stein und Berty.
Käthe wandte sich entschlossen zu Berndt Klausen:
„Ich habe dir die zehntausend Mark mitgebracht. Hier sind sie! Ich bitte, gib mir den
Ring zurück!"
Sie hatte das Päckchen Geldscheine in der
Hand, hielt es ihm aber nicht entgegen; denn als er die rechte Hand hob, um es zu nehmen, sah
sie an dem kleinen Finger den Ring funkeln,
und jäh erschrak sie bis ins Innerste.
„Den Ring!" stieß sie hervor. „Du — hattest ihn am Finger, als du mit ihr zusammentrafst?"
Berndt Klausen nickte.
„Wie scharfsinnig du an alle Möglichkeiten denkst! Du hast dich sehr verändert, seit ich dich damals in Herzogenhcide kennenlernte. Käthe, du..."
Da richtete sie sich hoheitsvoll auf.
Isolde von Kletten hatte diesen Ring an seiner Hand gesehen!
Was die beiden dann auch noch miteinander geplant haben mochten, es kam überhaupt nicht mehr in Betracht.
Jetzt war alles, alles verloren, wenn sie den beiden nicht zuvorkam, wenn sie die Pfeile, die aus dem Hinterhalt nach ihr und Felix abgeschossen werden sollten, unschädlich machen konnte, bevor sie ihr Ziel erreichten.
Und so erwiderte sie:
„Roch habe ich geglaubt, daß ich mit dir. verhandeln könnte, daß ein letzter Rest von Ehrgefühl in dir lebte, jetzt aber weiß ich, daß ich mich bitter getäuscht habe. Du bist ein elender Schurke, mit dem ich nichts mehr zu schaffen haben will! Behalte den Ring! Ich würde mich schämen müssen, wollte ich ihn zurüükaufen und dann wieder tragen!"
Sie stieß den Stuhl zurück, hinter dem sie Deckung gesucht halte, und ohne Furcht schritt sie an dem Manne vorüber, der sie geradezu fassungslos anschaute.
Berndt Klausen ahnte ja nicht, was in Käthes Seele vorgegangen war, ahnte ebensowenig, was sie vor hatte.
„Du willst den Ring nicht zurückkaufen?" stieß er hervor, ohne Zorn zu zeigen über die Schmähung, die ihre Worte enthalten hatten.
Sie antwortet? nicht, höchstens durch den Blick voll tiefster Verachtung, den sie ihm zuwarf.
Da erwachte in ihm neben der Wut über diese Zurückweisung das jähe Verlangen, diese schöne Frau in seine Arme zu reihen, ihren hochmütigen Mund mit wilden Küssen zu bedecken.
Als sie dicht an ihm vorüberkam, streckte er beide Arme vor, packte sie und riß sie wild an sich.
Sin gellender Hilferuf entrang sich den Lippen Käthe Turnaus.
Sie schlug dem Angreifer mit der rechten Faust in das Gesicht, sie stemmte die linke gegen ihn, um aus seiner Umarmung freizukommen.
Aber sie merkte, daß sie viel schwächer war als er. Sie wußte, daß sie unterliegen und seine Beute werden mußte, wenn sie ihm nicht zu entrinnen vermochte, und noch einmal schrie sie gellend auf.
„Hilfe! Felix, hilf mir!"
„Schrei' nur! Immer schrei'l Auch wenn er da wäre und dir zu Hilfe eilte, er hä t: kein Recht, dich aus meinen Armen zu reißen. Ich bin dein Gatte! Zu mir gehörst du; mein bist du — und ich wäre ein Rarr, wollte ich dich wieder lassen!"
Er stieß diese Worte keuchend hervor; denn Käthe kämpfte mit der Kraft der Verzweiflung gegen ihn.
Aber gerade dieser Widerstand reizte ihn. ®t vergaß, daß Käthe Turnau nicht nur für sich selbst kämpfte, sondern auch für ihr Kind — für sein Kind.
„Felix!" schrie sie noch einmal, als sie sein Gesicht vor dem ihren sah. als sie merkte, daß sie im nächsten Augenblick erliegen muhte.
Ihr Herz drohte seinen Schlag auszusehen; es dunkelte vor ihren Augen. Sie merkte, daß sie im nächsten Augeirblick ohnmächtig werden würde.
„Herrgott!" stöhnte sie aus.
„Felix!" ächzte sie noch einmal.
Berndt Klausen aber lachte gelend auf.
„Jetzt!" keuchte er.
Da lösten sich seine Arme von der zitternden Gestalt und sanken schlaff herab. Seine Augen weiteten sich in jähem Schreck und sein Gesicht verzerrte sich zu einer Fratze.
In der Türöffnung stand, hoch aufgerichtet, Felix Turnau.
Turnau und Dodenstein sprachen während der ersten Zeit, als sie im Auto nach Altberg fuhren, nicht miteinander — aus sehr verschiedenen Gründen.
In Felix zitterte noch die Erinnerung an das Glück, das er eben erfahren hatte, in Bodenstein aber zitterte die Sorge, daß dieses Glück in Scherben gehen könnte, wenn ...
Wenn er nicht gewesen wäre.
Er war erschrocken über die Frage, die Käthe wegen ihres Vermögens an ihn gerichtet hatte.
Er war erschrocken über die Angst, die ihre Blicke verraten hatten. Und er wußte, wodurch diese Angst hervorgerufen war.
Berndt Klausen hatte begonnen, was er plante.
„Arme, arme Käthe!" dachte Bodenstein unablässig, entschlossen, das Alleinsein mit dem Freunde unbedingt zu benützen, um den Ahnungslosen in alles einzuweihen, ihm zu erklären, was geschehen war und warum es hatte geschehen müssen.
Er war froh, daß Turnau ihn seinen Gedanken
überließ; aber er schrak zusammen, als plötzlich aus einem Waldweg eine Reiterin hervor- sprengke.
Die beiten Herren erkannten die Gräfin Altberg, und sie begrüßten sie freudig.
Berty fragte Felix nach Klausen, dem Schützling ihres Gatten. Dann zeigte sie dem Freunde den Weg, den er fahren mußte, wenn er Altberg, der auf seinen Feldern weilte, treffen wollte.
Sie hatte in Bodensteins Augen gelesen, daß er etwas von ihr wollte, und sie war froh, daß Turnau sie bald allein lieh.
„Sie haben mir etwas zu sagen. Herr von Do- denstein?" fragte sie, nachdem das Auto davon gefahren war.
Er nickte, sprach aber nichts, da er sich noch einmal über sein Vorgehen schlüssig werden wollte.
„Run?" fragte Berty.
„Sie sprachen soeben von dem Ingenieur, Gräfin," hob er da an. „Was halten Sie von diesem Manne?"
Sofort stutzte Berty.
„Sind Sie seinetwegen hier?" fragte sie.
Wieder nickte er.
„Dann hängt das mit Käthe zusammen!" ries Berty entschieden. „Run spannen Sie mich nicht auf die Folter, Herr von Bodenstein! Ich selber habe schon längst gemerkt, daß zwischen Käthe und diesem Klauben irgendein Geheimnis besteht, habe aber bisher nicht erfahren können, um was es sich dabei handelt. Rur so viel ist mir klar, daß meine Freundin diesen Mann fürchtet und ihm auszuweichen sucht. Ist etwas vorgefallen, seit er in Turnau weilt?"
„Roch nicht," erwiderte er, „aber es steht unmittelbar bevor."
„Was?" forschte Berty, aufs höchste erregt.
„Daß er seine vermeintlichen Rechte an Frau Käthe geltend macht, wenn er es nicht schon heimlich getan hat."
„Seine vermeintlichen Rechte? Also ist er doch einmal ihr Liebhaber gewesen?"
„Mehr als das, Frau Gräfin," erklärte Doden- stein.
„Wie soll ich diese Worte verstehen?" rief Berty erschreckend. „Sollen sie sagen, daß Käthe ..."
„Rach dem Gesetz die Frau Berndt Klausens geworden ist!"
„Herr von Dodenstein!" schrie sie auf. „Das ist ..."
„Unbestreitbare Tatsache!" vollendete er.
„Mein Gott, das habe ich nicht geahnt — das nicht!"
Schweigend stand sie da. Sie konnte das Gehörte nicht fassen. Aber plötzlich kam sie zu sich und packte Bodenstein an beiden Schultern.
„Mensch, ich dachte, Sie wären Käthes Freund!"
„Ich bin es."
„Und dabei vermögen Sie so ruhig zu bleiben?"
„Weil wir nur mit Hilfe ruhiger Ueberlegung die Pläne Klausens und Isolde von Klettens durchkreuzen können," erwiderte er und sah sie dabei fest an.
„Auch die Kletten ist mit im Spiel?" stieß sie hervor, und als er nickte, ballte sie die Hände.
Bodenstein sagte:
„Lassen Sie uns weitergehen, Gräfin! Ich werde Ihnen unterwegs alles erklären. Vorläufig will ich nur noch sagen, daß Frau Käthe mich gebeten hat, Sie zu ihr zu schicken."
„Und ich will sofort zu ihr!"
Berty blieb stehen.
Dodenstein bat:
„Hören Sie erst weiter! Ihre Hilfe würde nichts nützen, solange Sie nicht wissen, was Sie helfen können."
„Sie haben recht. Mein Gott, wer hätte dagedacht! Ich ahnte ja etwas, aber das nicht —. Käthe verheiratet mit diesem Menschen! Und Himmel! Das ist doch dann Bigamie!"
Bodenstein erwiderte nichts; doch als sie ihm ins Gesicht schaute und erkannte, daß er vollkommen ruhig war, besann sich auch Berty.
„Sie würden nicht so ruhig sein," sagte sie, „wüßten Sie nicht schon, wie wir Käthe helfen können. Eie sind doch ihr Freund. Sie haben ihr schon geholfen. Sie werden es wieder tun ..
„Das werde ich!" rersicherte er, und der Klang dieser Worte bewirkte, daß Berty ihm ihre Hand bot und rief:
„Herr von Bodenstein, wenn Sie das vermöchten, ich wüßte nicht, was ich Ihnen zuliebe tun sollte!"
„Ich danke Ihnen, Gräfin," erwiderte er lächelnd, „und nun hören Sie mich ruhig an!"
Während des Weiterschreitens begann er zu berichten. Wenngleich die temperamentvolle Frau neben ihm noch mehrmals durch heftig hervor- gestoßene Ausrufe unterbrach, so wurde sie doch immer ruhiger, je weiter er sprach. Rachdem er zu Ende gekommen war, lachte sie hell auf.
„Famos!" rief sie. „Ganz famos! Das wird ein nettes Spektakelstück werden!"
„Hoffen wir, daß es nicht erst dazu lommtf
„Sie fürchten, daß die beiden .."
„Zuzutrauen ist ihnen alles," bestätigte Bodenstein. „Auf alle Fälle werden Sie sofort nach Turnau fahren müssen."
„Und Sie?"
„Ich werde ebenfalls zur rechten Zeit zur fiteile sein. Jetzt aber bitte ich Sie, sich nicht zu verraten, wenn Turnau wieder zu uns kommt« Er soll vorläufig nichts wissen."
„Selbstverständlich! Und Sie haben recht, vielleicht läßt sich sogar das Aeußerste vermeiden...*
Dann trennten sich die beiden. Und Bodenstein trat auf die Terrasse vor dem Schloß, um dort die Ankunft der beiden Herren abzuwarten.
Roch einmal überlegte er alles, was er tun mußte, aber er fand nichts, was er an feinen Plänen hätte ändern können. Er war froh, daß et in Berty eine so wertvolle Verbündete gefunden hatte.
Berty erschien bald wieder; sie hatte sich umgezogen und trat zu Dodenstein.
„Roch nicht zurück?" fragte sie erstaunt. „Wo mag denn Altberg wieder herum kriechen!"
Auch Dodenstein verspürte eine leichte Unruhe, weil die Herren immer noch nicht auftauchen wollten. Er warf einen Dlick auf seine Uhr und erschrak.
„Um acht Uhr wollten wir speisen," sagte er.
„Und' jetzt ist's bereits halb acht Uhr!" ergänzte Derty.
„Würden Sie bereit sein, mit mir eine schnelle Rundfahrt über das Gut zu machen? Vielleicht finden wir die beiden?" sagte Dodenstein.
„Ratürlich! Das ist das Destel Und ich werde dann sagen, ich wollte Käthe überraschen — die Herren sollen mich vorausfahren lassen ..."
(Fortsetzung folgt.)
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jetzt hab’ idVs mit Persil einmal so gemacht, wie du es mir so oft empfohlen hast. Ich bin wirklich stolz auf meinen Erfolg, so hübsch ist mein Wollkleid geworden!
Macken Sie es auch so:
kalt!
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Stüde in kalter Persillauge leicht stauchen und drücken! Alles harte Reiben vermeiden! Nur kurze Naßbehandlung.
Nach dem Spülen u. Ausdrücken Stück durch mehrmaliges Einrollen in Nässe aufsaugendc Tücher von anhaftender Feuchtigkeit befreien! Weiße Frottiertücher eignen sich am besten. Zum Trocknen richtig in Form ziehen und auf tuchbedeckten Tisch legen! Farbige Teile und Ärmel innen mit weißen Tüchern oder Seidenpapier auslegen! Nicht in Ofennähe oder in der Sonne trocknen! Nicht aufhängen!
In kaltem Wasser kurz spülen! Dem letzten Spülwasser zum Auffrischen der Farben etwas Essig beigeben!
Waschbarkeit prüfen! Tauche Zipfel in klares Wasser und presse ihn über weißem Tuch festaus! Ablaufendes Wasser muß klar und die Unterlage unverfärbt bleiben.
Niemals lose - nur in Originalpackung.
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