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Für den Bücheriisch.
Politik und Geschichte.
— Ulrich von Hütten. Von Privatdozent Dr. H. H o l b o r n. 3n Leidenband 7 Mark. 3n der Sammlung „DaS wissenschaftliche Welt- tüld", herausgegeben von Pros. Dr. G. Hinne- bcrg. Verlag Quelle & Meyer, Leipzig (437). — Unsere Zeit hat den Sinn für die große Persönlichkeit, daS Einmalige und Besondere im Menschen wieder entdeckt. 3n modernem Geist geschriebene Diogravhien können heute auf das 3nteresse weitester Schichten rechnen, vor allem, wenn es sich um das Lebensbild einer ausgesprochenen Führerpersönlichkeit handelt, die auch unserer Zeit noch etwas zu sagen hat. Zu diesen gehört unstreitig Ulrich von Hutten, der humanistische Herold des nationalen Gedankens, die neben Luther symbolkräftigste Gestalt für das nationale und geistige Ringen der Reformationsepoche. 3n vorliegendem Buche weih uns der Verfasser das Bild des heroischen Lebenskampfes dieser eigenartigen, ja schroffen Persönlichkeit inmitten der geistigen und politischsozialen Welt der Reformationszeit lebendig zu machen. _ ,rr
- Blsmarck. Don P r o s. D r. G. R o l o f f. Geb. 1,80 Ml. 3n Sammlung Wissenschaft und Bildung Rr. 260. Verlag von Quelle & Weyer, Leipzig. (444) — Diese Biographie Bismarcks gibt einen interessanten Ueberblick über die ruhmvollsten Abschnitte preußisch-deutscher Geschichte. Der Verfasser zeichnet den politischen Charakter Bismarcks, seinen Trieb zum Handeln und zum kämpfen, der ihn unwiderstehlich auf die große politische Bühne drängte und ihn dort von Erfolg zu Erfolg fichrte. Schon bei seinen ersten Kämpfen im Parlament zeigt er sich uns als der geborene Führer: 3d«enreichtum, innere Freiheit im Urteil über alle Tagessragen und die Fähigkeit, die Menschen zu beherrschen und zu be- geMtern, zeichnen schon den jungen Abgeordneten aus. W.r sehen ihn dann als BundeStags- ?esandten in Frankfurt und Botschafter in Peters- urg und Paris, überall im Widerstreit mit der Umwelt, aber überall erfolgreich durch eine Po- liitik von ungeheurer Kühnheit, deren Durchführung ungewöhnliche Tatkraft und Geschicklichkeit erforderte. Cs folgen seine ersten Erfolge als Minister, die Befreiung Schleswigs, der Krieg mit Oesterreich und Frankreich, und als Krönung seines Lebenswerkes die Herstellung des Reichs. Die heroische Periode Bismarcks ging damit zu Ende, aber der Triumph seiner politischen 3d een erscheint in der nun einsehenden Zeit der Sicherung und Erhaltung seines Lebenswerkes nicht geringer. Bismarcks Kampf mit der Kurie, mit der Sozialdemokratie und schließlich mit dem Kaiser um die Erhaltung seines Werkes in seinem Sinne bilden den 3nhalt des letzten Kapitels, das mit Bismarcks Rücktritt als einem tragischen Ereignis schließt. Wir müssen dem Verfasser daicken, daß er uns eine so lebensvolle, anschauliche Biographie deö Reichsgründers ge- scheickt hat. die man jedem Deutschen mit einer warmen Empfehlung in die Hand geben möchte. Wer seine Freude hat an Charakterbildern großer Männer, die die Geschichte und Geschicke ihres Volkes bestimmen, wird das Büchlein mit dankbarer Befriedigung aus der Hand legen.
— Emil Ludwig: Juli 14. Verlag Ernst Rowohlt, Berlin W 35. (325). — Wir haben leider oft schon Gelegenheit gehabt, uns über die Art, wie Emil Ludwig Geschichte schreibt, kritisch zu äußern. Dies neueste Buch ist mehr als gefährlich. Mit beispielloser Leichtfertigkeit wird hier die Schuld am Ausbruch des Weltkrieges einem ganz kleinen Kreise europäischer Diplomaten zugeschoben mit dem sehr durchsichtigen Zweck, die Völker als solche von der Schuld am Kriege freizusprechen. Und doch ist nichts eindrucksvoller in diesem Buche als das Bekenntnis vom Versagen der Massen und ihrer Führer, die es damals so gut wie heute in der Hand gehabt hätten, einen Krieg zu verhindern, wenn sie es eben gewollt hätten
— Eugen Fischer: Di c kritischen 39 Tage. (Verlag Ullstein, Berlin.) (370) — Mit einem Auftakt. Sarajewo und die diplomatischen Folgen, setzt diese Darstellung des 3uli 1914 ein und führt bis in den August, den ersten Monat des Weltkrieges. Eugen Fischer, der Sachverständige im Untersuchungsausschuß des Deutschen Reichstags, gestaltet in großen dramatischen Szenen diese 39 Tage außerordentlich lebendig. 3eder Vorgang ist mit der Schärfe des Momentbildes beleuchtet.
— Zehn 3ahre Versailles. Band I und II. 1919 bis 1929. Herausgegeben von Dr. Heinrich Schnee, Gouverneur z. D, M. b. R., Präsident des Arbeitsausschusses Deutscher Verbände und Dr. b. e. H a ns Droeg er Gcschästs- führendes Vorstandsmitglied des Arbeitsausschusses Deutscher Verbände. 1. Band: Der Rechtsanspruch auf Revision. Der Kampf um die Revision. Die wirtschaftlichen Folgen des Versailler Vertrages. 2. Band: Die politischen Folgen des Versailler Vertrages. Berlin 1929. Brückenverlag G. m. b. H. 373 und 271 S. Preis geb. 25 Mk. (418) — Die zehn 3ahre, die seit Unterzeichnung des Versailler Diktates verstrichen sind, liehen den Herausgebern des obigen Werkes es angezeigt sein, dessen Folgen in politischer, wirtschaftlicher und kultureller Beziehung zusammenzufassen. Für alle behandelten Fragen sind Sachkenner verschiedener politischer Richtungen gewonnen worden, so daß dies Werk auch zugleich ein Zeichen ist, wie in den Fragen des Versailler Diktates eine Einheitsfront im deutschen Volk besteht. 3n einem allgemeinen Teil wird der Rechtsanspruch auf Revision begründet, der sich herleitet aus der Verletzung der durch den Vorfriedensvertrag geschaffenen Rechtsgrundlagen. Dieser Widerspruch läßt den Kampf um die Revision zu einem Kampf um das Recht werden. Wie die moralische Aechtung des deut- schon Volkes als Mittel zur Unterhöhlung der Rechtsgrundlagen benutzt wurde, so steht uns auch diese moralische Waffe eirrer Aenderung der Weltmeinung im Kampf um das Recht zu. Auch die Außenpolitik in ihrem Kampf um die Befreiung von Versailles kann sich der Argumente bedienen, die sich aus der Verletzung ter Rechtsgrundlage und den Ergebnissen der internationalen Erörterung der Kriegsschuldfrage ergeben. Unter den Mitarbeitern finden sich Reichskanzler Marx, Geheimrat Riemeher, Dr. Berthold Widmann, Freiherr von Lersner, Regierungsrat Dr. Zintgraff, Dr. Karl Schwendemann, W. Schaer, Freiherr von Richthofen, Landgerichtsrat Dr. Lederle, Professor Dr. Raab und Reichsminister a. D. Dr. Dernburg. Der zweite Band enthält
die politischen Folgen von Versailles. Hier sind zu nennen die Beiträge von Reichsminister a. D. W. Sollmann, Dr. Th. Heuß, Gouverneur Dr. Th. Seih, Professor Dr. Hoetzsch, M. d. R., Professor Dr. Wehberg, Oberst a. D. von Oerhen, Oberst a. D. Dr. h. c. Schwertfeger, Admiral Brüning- Haus, Professor Dr. Everling, Professor Dr. Freiherr v. Freytagh-Loringhoven, M. d. R., H. Müller-Lichtenberg, M. d. R.. Konsul Dr. Respondek und Professor Dr. G. Schreiber, M. d. R. Das sorgfältig ausgestattete Werk ist somit als das Handbuch für die Revision des Versailler Vertrages zu bezeichnen. Der Arbeitsausschuß Deutscher Verbände hat sich mit der Herausgabe ein neues Verdienst in dem Kampf um die Revision erworben.
— Zehn 3ahre Rheinlandbesehung. Beschreibendes Verzeichnis des Schrifttums über
— Die Tragödie von Verdun 1916 (Teil II., III., IV.). Vchriftenfolge des Reichsarchivs „Schlachten des Weltkrieges", Bearbeiter A. Schwencke, L. Gold, M. Regmann. Verlag G. Stalling, Oldenburg i. O. (375) — Kein Ereignis des Weltkrieges hat sich neben dem Marne- Drama so tief in die Erinnerung des deutschen Volkes eingegraben wie Verdun. Freudig jubelte ganz Deutschland auf, als die ersten Erfolge gegen die Rordostfront von Verdun bekannt wurden. Aber der durch die Mißerfolge in Flandern 1914 gelähmte Siegeswille des Generals v. Falkenhayn war durch die glänzenden Erfolge von 1915 gegen Rußland und Serbien nicht so nachhaltig gestärkt, daß er sich 1916 zu einer ganzen Tat aufraffen konnte. Von vornherein faßte er nur einen taktischen Entschluß, ter strategisch notgedrungen ins Leere führen muhte. Der Angriff auf Verdun sollte die Franzosen zwingen, für die Behauptung dieser Lagerfestung aus Prestigegründen ihren letzten Mann einzusetzen und sich durch den dafür geleisteten Blutzoll so zu schwächen, daß weder sie noch die Engländer die ihrerseits geplante große Entscheidungsoffensive ausführen konnten. Dadurch hoffte General v. Falkenhayn sie dann friedenswillig zu machen. Richt nur ter deutsche Soldat des Jahres 1916 hat das Gefühl gehabt, sondern auch die nachträgliche Geschichtsforschung es bestätigt, daß die deutschen Truppen in den letzten Februartagen 1916 Verdun genommen hätten, wenn am 24. Februar abends, spätestens am 25. frische Divisionen zur Ablösung der völlig erschöpften ersten Anariffskorps zur Verfügung gestanden hätten. Aus diesem großen „Wenn", begrüntet in der Halbheit ter Entschlußkraft des deutschen Generalstabschefs, erwuchs dann das furchtbare, blutige, fast ein 3ahr dauernde Ringen um die Festung, von dem man schon während des Krieges nur noch schaudernd als von ter „Hölle von Verdun" sprach. „Größtes Wollen", unerhörte Anstrengungen, unsterbliches Heldentum sind der Macht eines übergewaltigen Schicksals unterlegen, das sich ebenso in der Riesenhaftigkeit der gestellten Aufgabe wie in der Unzulänglichkeit ter aufgewandten Mittel verkörpert. „Das ist erschütternd, das ist tragisch". Mit diesen alles besagenden Sähen beginnt das Schlußwort teS letzten Teiles ter vom Reichsarchiv herausgegebenen Trilogie über die „Tragödie von Verdun". Der erste Teil der Tragödie (Band 13) umfaßt den deutschen Ansturm auf dem östlichen Maasufer vom 21. Februar bis 2. März 1916 mit den glänzenden Anfcmgserfol-
— Alfred Bock: Wege im Schatten. Erzählungen. 151 Seiten 8°. Ganzleinen 3 Mark. Deutsche Landbuchhandlung, Berlin SW 11, 1929. (489) — Die sechs Erzählungen, die in dem Buch vereinigt sind, offenbaren aufs neue des Dichters eigenstes Wesen und Schassen. Kernig, klar und natürlich entrollen sich die Schicksale feiner Gestalten. Voll dunkler, erdgeborener Gewalt treffen Verhängnisse aufeinander.' All diese Menschen wirken durchaus unsentimental, sie sind seßhaft, verwachsen mit Haus und Hof, aber darüber hinaus spürt man die Wärme und Strahlung der weiten Welt. In diesen von Energien und Spannungen getragenen Erzählungen tritt ein hohes Maß epischer Kunst zutage. — Der vom Verlage würdig ausgestattete, übrigens wohlfeile Novellenband erscheint gerade rechtzeitig zum 70. Geburtstage Alfred Bocks: die zahlreichen Freunde seiner Kunst seien nachdrücklich auf die neue Sammlung hingewiesen.
— Robert Reumann: Die Blinden von Kagoll. Mit einem autobiographischen Rachwort. Reclams Llniversalbibliothek Rr. 7013. Geheftet 40 Pf., gebunden 80 Pf. (481). — 3n sieben Kurzgeschichten entfaltet Robert Reumann, ter schnell zu Erfolg und Ruhm gelangte Wiener Dichter, alle Möglichkeiten seiner großen Begabung. Sie reicht von grotesker 3ronie bis zu herzhaftem Humor, von scheinbar sachlichkühler, dennoch leidenschaftlicher Zeitkritik bis zur ruhigen Form klassischer Novellen. Wie der Dichter selbst im Nachwort berichtet, sind diese Novellen in den letzten vier 3ahren entstanden und verdanken ihre Entstehung den verschiedenartigsten inneren Anlässen. Spricht aus der Groteske „Literaturgeschichte" und aus der Humoreske „Reportage" noch die Verbitterung des vergebens um literarische Anerkennung Ringenden, sind „Die Blinden von Kagoll" um eine ruhige, in gewissem Sinne repräsentative Epik bemüht — ein latent anllägerisches und „dokumentarisches" Prosastück wie „Fall Kyritz" schlägt schon den Weg ein, den er dann mit „3agd auf Menschen und Gespenster" und dem Romane „Sintflut" beschritten hat.
— E. G. Kolben Hetzer: Wenzel Tiegel. Novelle. Mit einem Nachwort von Franz Koch. Reclams Llniversal-Vibliothek Nr. 7000. Geheftet 40 Pf., gebunden 80 Pf. (482). - Der Flickschuster Wenzel Tiegel ist von Ureltern her mit Sehnsucht nach Höherem belastet, die ihm eingeboren ist als metaphysischer Trieb. 3n seiner Leidenschaft fürs Denken und in seinem Haß gegen das übertreibende und fälschende Pathos Der menschlichen Sprache verliert er allen Lebensboten unter den Füßen, ja schließlich das Mittel aller Verbindung mit anderen, die Beherrschung des Wortes. Wie er nicht am Weibe
die Westfragen mit Einschluß des Saargebietes und Eupen-Malmedys. Von Dr. Georg Reismüller und Dr. 3osef Hofmann, beide von der Pfälzischen Landesbibliothek in Speyer. Ganzleinen geb. 10 Mk. Verlag Ferdinand Hirt in Breslau (365). -- Das umfangreiche Buch enthält eine sorgfältig zusammengestellte Bibliographie aller amtlichen Veröffentlichungen, Zeitschriften, literarischen und schöngeistigen Dar- stel.ungen, historischen, geographischen und wirtschaftlichen Abhandlungen, die sich mit der Dhein- landbesehung befaßt haben. Besonders dankenswert ist, daß die Verfasser sich nicht lediglich auf sorgfältige Titelangabe beschränkt haben, sondern allen wichtigeren Werken eine kritische 3nhalts- angabe beigaben, die eine sofortige Orientierung ermöglicht. Das Tuch ist für den Politiker und Historiker ein unentbehrliches 3nformationswerk.
gen, die in der Erstürmung der Panzerfeste Douaumont gipfeln. Der zweite Teil (Band 14) „Das Ringen um Fort Dau?" schildert dann den Verlauf ter Kampfhandlung an einem kleinen Frontabschnitt vom ersten Ansturm bis zum schweren letzten Rückschlag. Ganz anders mußte demgegenüber die Bearbeitung des Bandes 15 „Die Zermürbungsschlacht", der die Teile 3: „Toter Mann — Höhe 304" und Teil 4: „Thiau- mont — Fleury" umfaßt, bearbeitet werden. Gegenüber der Einzelschilterung tritt die Würdigung der Tätigkeit der deutschen höheren Führung in den Hintergrund. Trotzdem fühlt man beim Lesen der Bände ständig den Pulsschlag dieser Führung, die leider damals häufiger wenig glücklich gewesen ist. Um so heller strahlt tem- gegenü6er das Heldentum ter deutschen Frontsoldaten aus allen diesen Zeilen, ein Heldentum, das trotz unmöglich anmutenter Anforderungen und unerträglich erscheinender Strapazen und Opfer dennoch unbeirrbar seine Pflicht tat fürs große Ganze. Allen Bänden sind eingehende Kriegsgliederungen sowie ausgezeichnete Karten, Skizzen und Bilder beigegeben.
— Res. 3äger (Sturm- und Hochge- b i r g s °) D a 11. R r. 5, bearbeitet nach Kriegstagebüchenr und Berichten von Mitkämpfern von Oberstleutnant a. D. v. Brandt, dem letzten Kommandeur des Datls. im Weltkriege. (Band 253 der Schriftenfolge „Erinnerungsblätter deutscher Regimenter". Verlag Gerhard Stalling, Oldenburg i. O. (352) — Ein wechselvolles Geschick führte die 5. Res. 3äger im Weltkriege an alle Fronten. 3m Westen begann für sie ter Krieg. 1916, nach dem Sturm auf Verdun, wurde das Bataillon zur Ausbildung als Sturm-Bataillon nach Deutschland geschickt. Aber schon nach einem Monat wurde das ganze Bataillon aufs neue verladen und einem unbekannten Ziele zugeführt: den Karpathen! Die Erstürmung des Wa- tvnarkapasses, die Eroberung der Skupowa, die Erstürmung ter Plack und ter Kreta, die Kämpfe am Munczel find eine einzige Aneinanterrechung von Heldentaten, wie sre nur von einer so disziplinierten Truppe geleistet werden konnten. 3m 3uli 1917 wurden die 5. Res. 3äger zur Befreiung der Bukowina eingesetzt, aber bereits im September zum italienischen Kriegsschauplatz ab- kommandiert. 3m Februar 1918 wurde das Bataillon noch einmal zur Westfront verladen, um dort das Endringen vor Amiens, in ter Marneschlacht und den gesamten Rückzugskämpfen mit- zuerleben.
vorbeikommt und, ohne überwinden zu können, es doch haßt und begehrt zugleich, so i|t auch fein Mißtrauen gegen das Wort bezeichnend für seine heimliche Sehnsucht nach der Macht dieses Wortes. Trotz seiner Wunterlichkeit ist dieser Schuster aber doch nicht Narr genug, daß man fein Schicksal nicht auch tragisch und seinen unglückseligen Tod nicht als erlösend und befreiend empfände. Die Novelle ist ein Meisterstück in ihrer geistreichen Pointierung, mit ihrer glasklaren, in einem nur ihr eigentümlichen Rhythmus schwingenden Prosa.
— Leonhard Frank: Absturz. Novelle. Mit einem Nachwort von Alfred Polgar. Reclams Unioersal-Bibliothek Nr. 7004. Geheftet 40 Pf. gebunden 80 Pf. (479) — Auf einer Hochgebirgsbahn löst sich kurz vor einem 520 Meter über ter Talsohle liegenden Viadukt der letzte Wagen eines vollbesetzten Zuges und saust mit unerhörter Geschwindigkeit auf einem Nebengleis zu Tal. Mil atem- beklemmender Spannung erlebt man die dem Wahnsinn gleichende Aufregung ter unterganggeweihten Menschen, die hier bunt zusammengewürfelt sind: Bankier, Kurzwarenreisenter, Staatsanwalt, Sozialdemokrat, Geistlicher, Offizier, Student, Arbeiter, Bauer usw. Vom Antlitz dieser verschiedenartigen Menschen splittert in der toddrohenten Stunde die von Leben, Gesinnung, Dünkel geformte, Maske ab, und es erscheint „das Urgesicht", schamlos, selbstisch, verzweifelt. Auch diese sich ins Atemlose steigernde Erzählung erweist jene tiefgründige Menschlichkeit, die das Schaffen des unablässig zu menschlicher Güte und Gemeinschaft aufforternten Dichters Frank kennzeichnet.
— Heinrich Mann: Der Tyrann. Die Branzilla. Novellen. Mit einem Nachwort von Felix Salten. Reclams Universal - Bibliothek Nr. 7001. Geheftet 40 Pf., gebunden 80 Pf. (477) — Zwei Novellen von äußerster Konzentration, wo Worte sich wie scharfe Klinaen kreuzen, vibrierende Gespanntheit sich Schlag auf Schlag entlädt. Hinter Worten und Taten aber, blitzgleich erhellt, dämmern Abgründe seelischer Größe und Verruchtheit, brünstiger Liebe und schauerlicher Seeleneinsamkeit.
— Frank Thieß: Eine sonderbare Ehe. Novelle. Mit einem Nachwort von Harald Braun. Reclams Universal-Bibliothek Nr. 7009. Geheftet 40 Pf., gebunden 80 Pf. (478) — Drei Lebensschicksale, die auf seltsame Weise miteinander verknüpft und wieder für immer getrennt werden. Eine Geschichte von dichter Realität, psychologischem Tiefblick, großer Sicherheit in ter Bemessung von Zeitablauf und handelnden Kräften. Keine Figur bloßer harter Begriff, vielmehr jede umgeben von einer flimmernden Aura wahrer Lebendigkeit, mehrdeutig, reizvoll. Gerate das Fragwürdig-Schwebende macht diese Erzählung so wirklich.
Aus fremden Literaturen.
— Gunnar Gunnarsson: Nacht und Traum. Roman. 392 Seiten 8°. Berechtigte Hebertragung aus dem Dänischen von Erwin Magnus. Umschlag- und Einbandzeichnung von Prof. Dr. W. T i e m a n n. Geh. 7,50, Leinen 10 Mark. Verlag von Albert Langen. München. (460). — Der Isländer Gunnarsson erzählt hier von dem Dichter-Knaben, der er selbst einst war, von seinem Uebergang ins 3üng- lingsalter, und wie es kam, daß er 3slcrnd> verlassen mußte ter mutterlose Knabe steht vor uns und spricht. Wohl ist er ein Träumer, aber kein sentimentaler Träumer. Wie lustig manchmal, wie warm und scharfsinnig weiß er die Kameraden und Geschwister, weiß er Vater und Stiefmutter, Knecht und Magd, all die seltsamen Käuze, die er sich zu Freunden ausersah, hin- zustellen. Vom heißen Mühen mit Sense und Hacke weiß er zu erzählen, von wilden Ritten in die Berge zur herbstlichen Schafsuche, vom Hausbau mit Balken und Grassoden, vom Verirrtsein im brüllenden Unwetter. Dieser 3sland- bauernsohn hält sein Gemüt zusammen wie eine geballte Faust und leitet doch bitter darunter, „dah ihn keiner in dem Uebermaß liebt, dasi ein Menschenherz fordert, um zu gedeihen". Er selbst aber versteht in diesem Uebermahe zu lieben: wie tapfer greift er immer wieder zur Sense statt zur Feder, um dem geliebten Vater nicht ten Knecht zu entziehen, wie wortlos tief ist seine erste junge Liebe!
— Ph. Macdonald: „Der Tod in der W ü ft e". Roman. 317 Seiten 8°. Aus dem Englischen übertragen von Anton Mayer (Romane der Welt). Th. Knaur Nachf. Verlag, Berlin W 50. Ganzleinen 2,85 Mark. — (413). — Der Brite, dessen Soldaten in der ganzen Welt sich herumzuschlagen gewohnt sind, führt uns zu der in Mesopotamien kämpfenden Heeresgruppe, von der eine Patrouille in die Wüste detachiert wird mit einem Auftrag, den der führende Offizier mit ins Grab nimmt. Der Lebens- und Todeskampf der Mannschaft in der Oase, die sie mit Not und Mühe erreicht, ist der Inhalt des Buches.
— Andre Di rabeaus Roman „Sein einziges Abenteuer", der im Verlag Llll- ftein, Berlin (Preis 1 Mk.) erschienen ist, entrollt das Schicksal eines biederen Schuhwarenfabrikanten. der auch einmal einen Seitensprung machen möchte. Wie er das anstellt, in welch verzwickte und lustige Situationen ter Brave dabei gerät, ist mit unwiderstehlicher Komik geschildert — (465)
Volkswirtschaft.
•— Einführung in d i e Volkswirtschaftslehre.. Von Professor Dr. W.W h- g o d z i n s k i. 8. völlig neugestaltete Auflage. Von Professor Dr. W. Andreae. Gebunden 1,80 Mark. (Wissenschaft und Bildung Nr. 113.) Verlag Quelle & Meyer, Leipzig (440). — Wygodzin- skis Einführung in die Volkswirtschaftslehre gehört zu den Büchern, die heute jedem jungen Wirtschaftswissenschaftler und Dechtsgelebrten einen ersten Grundstock national-ökonomischer Kenntnisse vermitteln und bei ihrer allgemeinverständlichen Darstellung in hervorragendem Maße dazu geeignet sind, dem gebildeten Laien einen ersten ilcberblld über das Gebiet volkswirtschaftlichen Denkens zu geben. Der Grazer Wirtschaftswissenschaftler Andreae hat es unternommen, Wygodzinskis Einführung aus den gegenwärtigen Stand der Forschung zu bringen. Vollkommen neugestaltet sind die Abschnitte über die Methoden, die Grundbegriffe, die Arbeitszeit, die Kapital- und die gesamte Verteilungslehre, aber auch sonst spürt man überall ten moderneren Standpunkt des neuen Bearbeiters. Das Büchlein ist jedem, der das weite Gebiet der Volkswirtschaftslehre betreten will, ein zuverlässiger Führer durch das Reich der Theorien.
Staat und Gesellschaft in der Gegenwart. Eine Einführung in das staatsbürgerliche Denken und in die politische Bewegung unserer Zeit. Von Prof. Dr. A. Vier- k a n d t. 3. verbesserte Auflage. Geb. 1,80 Mk. 3n Sammlung Wissenschaft und Bildung. Verlag Quelle & Meyer, Leipzig (445). — Der Verfasser hat es sich angelegen sein lassen, das nicht ganz einfache Verhältnis von Staat und Gesellschaft klar und deutlich auseinander zu setzen. Auf diesen grundlegenden Erkenntnissen aufbauend, unterrichtet er uns über die Natur des modernen Nationalstaates, über den Klassencharakter des Staates und der Gesellschaft und über die Kämpfe innerhalb der modernen Gesellschaft, wie sie im Wettbewerb, in weltanschaulichen Diskussionen, in Streiks, Unruhen usw. in Erscheinung treten. Abschließend bespricht er die politischen Parteien und die Reformbewegungen der Gegenwart. Aktuelle Fragen wie die Jugendbewegung, der Sport, die Arbeitspflicht, die moderne Sozialethik finden dabei eine Bewertung.
Verschiedenes.
Das andere Antlitz des Todes. Von Heinrich Kessemeier. Ganzleinen 8,50 Mk. Falken-Verlag, Hamburg. — (363) — Das andere Antlitz des Totes ist, wie hier ausgeführt wird, das Antlitz des Lebens. Denn Tod und Leben sind nicht zwei verschiedene oder ganz entgegengesetzte Mächte. „Das ursprüngliche Antlitz" nennt es der Verfasser. Freilich dies ursprüngliche, lebenbejahente Antlitz hat sich im Denken und Wahnen ter Menschen immer mehr im lebensverneinenden Sinne gewandelt. Kessemeier seht es sich zum Ziele, es in seiner ursprünglichen Gestalt wieder herzustellen. 3n drei ausführlichen, innerlich zusammenhängenden Teilen führt der Verfasser die Sache dieses „unteren Antlitzes" und zugleich in das „neue Land", in das wir einmal auswandern werden.
— Vor kurzem wurde die 300°3ahrfeier des Gymnasiums zu Darmstadt festlich begangen. Zugleich mit dem Interesse an der Geschichte dieser Anstalt wird auch das 3nteresse wach für die Geschichte des Hauses, das fast schon ein 3ahr- hundert lang das Gymnasium beherbergt. Das schlicht-vornehme Gebäude wurde in den 3ahren 1748 bis 1750 erbaut: seine Vollendung bedeutete die Neubegründung und Weiterführung eines bedeutsamen Werkes — der Errichtung einer Landesanstalt für hessische Waisen im Jahre 1697. Die Gründungs- und Lebensgeschichte deS Darmstädter Waisenhauses — „eine bet größter!
Neue Kriegsbücher.
Deutsche Novellen.


