Ausgabe 
9.9.1929
 
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.-erlagt werden, da zwecks Beantwortung einiger Dichtiger Fragen die Zuziehung von Sachver- i Zn di gen, namentlich eines solchen, der im Fuhr- Derksbctrieb bewandert ist, notwendig erschien, lach der Anklage soll der mit großer Geschwin- *) gkeit fahrende Autoführer den Fuhrmann von , rten in schuldhafter Weise angefahren haben, ils dieser gerade im Begriff stand, von der einen ,'tratzenseite auf die andere zu fahren. Der Fuhr- ncnn will durch Halten der Peitsche links über «!)as Fuhrwerk hinaus die 2ll>sicht der lieber- ]jcrung der Straße kundgetan haben, während >:r Angeklagte behauptet, aus einem solchen Helten der Peitsche, das bei den Fuhrleuten gang Knd gäbe sei, könne nicht ohne weiteres auf eine

-cartige Absicht geschlossen werden.

Erweitertes

Schöffengericht Gießen.

» Gießen. 4. Sept. 3m Verlauf einer Schlä- ! gerei an der Margarethenhütte wollte der Stief» roter eines der Beteiligten seinen Stiefsohn nach H.ause holen. Kaum hatte er den Schauplatz der Schlägerei erreicht, da wurde ihm von einem daselbst wohnenden Händler mit einer Latte, pn der sich nach Zeugenaussagen Aägel befanden, : derart heftig gegen die linke Schläfenseite geschla­gen, und dabei daß linke Auge so schwer ver- letzt, daß er noch in der Rächt in die Augen» fliiiit verbracht werden muhte. Trotz sofort vor- zenommener Operation erwiesen sich aber die Verletzungen so schwer, daß er das Augenlicht dlaus diesem Auge eingebüßt hat. Wegen schwerer Körperverletzung wurde der Händler heute zu »acht Monaten Gefängnis verurteilt.

Ein Arbeiter war eines Rachts in einen rings- » um eingezäunten Garten durch gewaltsames Oeff- nen der Gartentüre eingebrochen und hatte dort etwas weniger wie 300 Stück Kopfsalat ent* wendet, die er in Frankfurt absehen wollte, hierauf hatte ihn ein Händler aufmerksam ge­macht, durch den er auch den Qtamen eines frankfurter Fuhrunternehmers erfuhr, den er dann mit der Abholung des Salats am dortigen Dohnhof beauftragte. Wegen einfacher Begün­stigung wurde der Händler zu 50 Mark Geld­strafe verurteilt, während der Arbeiter wegen schweren Rückfalldiebstahls unter Zubilligung mil­dernder Umstände zu der gesetzlichen Mindeststrafe pc»n einem 3 ahr Gefängnis verurteilt

wurde. Eine verheiratete Frau, die der vorher zugesagten Begünstigung beschuldigt war, wurde trotz erheblicher Verdachtsmomente mangels aus­reichenden Beweises freigesprochen.

Wegen Eisenbahntransportgefährdung stand ein Arbeiter aus Lollar unter Anklage. Er hatte auf dem Lollarer Bahnhof mehrere Weichen da­durch betriebsunfähig gemacht, daß er eine Anzahl Schottersteine auf die eisernen Gleitstühle in den Zwischenraum zwischen der abliegenden Weichenzunge und Dackenschiene aufleate. Hier­durch hätte leicht ein Unfall herbeigeführt werden können, der aber durch die Aufmerksamkeit des Stellwerkswärters rechtzeitig verhindert wurde. Rach dem Gutachten des ärztlichen Sachverstän­digen ist der Angeklagte ein geistig minderwer­tiger Mensch, der bei seinem Tun nicht das Be­wußtsein der Transportgefährdung gehabt habe: im übrigen aber strafrechtlich verantwortlich sei. Der Angeklagte wurde daher lediglich wegen Hebertretung der Eisenbahn-Dau- und Betriebs­ordnung zu einer Geldstrafe von 150 Mark, evtl, sechs Wochen Haft verurteilt.

Rundfunkprogramm.

Dienstag, 10. September.

8 bis 9: Don Dad Hornburg: Frühkonzert des Kurorchesters. 13.15 bis 13.30: Werpekonzert. 13.30 bis 14.30: Schallplattenkonzert: Duntes Programm. 15.15 bis 15.45: Stunde der 3ugend: Die schöne Umgebung von Frankfurt a. M. bzw. Kassel. 16.15 bis 18: Konzert des Rundfunk­orchesters. 18.10: Lesestunde. 18.40: Stunde der Landwirtschaftskammer Kassel:Arbeitsparende Verfahren in der Landwirtschaft", Vortrag von Landwirtschaftslehrer Kummrow. 19: Funkhoch­schule, Abteilung Gesundheitswissenschaft:lieber Hupenlärm und Gesundheitsschädigung". Vortrag von Stadtarzt Kemkes. 19.20: Schachstunde. 19.40: Vortrag. 20: Sinfoniekonzert,Der Orient. 21: Don Stuttgart: 3udiths Ehe, Schauspiel in einem Prolog und fünf Akten von Peter Ran« sen. 22.15 bis 23.15: Essener Kammertrio.

Mittwoch, 11. September.

8 bis 9: Von Dad Homburg: Frühkonzert des Kurorchesters. 10.40 bis 11.10: Schulfunk: Musik, vorgetragen von Studienrätin Cilla Geis: Das deutsche Volkslied. 13.15: Werbekonzert. 13.30 bis 14.30: Schallplattenkonzert: Französische Musik. 15.10 bis 15.20: Briefkasten der Stunde

der Jugend: Bekanntgabe der Preise für die Beteiligung am Preisausschreiben über das Brief­markensammeln. 15.20 bis 15.45: Aus dem Buche der Sage und Geschichte. 16.15 bis 18: Konzert des Rundsunkorchesters. 18.10: Dücherstunde. 18.30: Don Kassel: Fünfzehn Minuten Dialog: Aus dem Alltagsleben". 18.45: Volkskundliche Streiferei durch Elsaß, Vortrag von Karl Walter, Stuttgart. 19.05: Französische Literaturproben. 19.20: Französischer Sprachunterricht. 10.45: Senckenberg-Viertelstunde.Gottesanbeterinnen", Vortrag von Dr. Mertens. 20: Rach Stuttgart: DieMilde-Welle". 21 bis 22: Von Stuttgart: Heitere Senss-Georgi-Stunde. 22.15: Funkstille.

Linser Verhältnis zn den Tieren.

Worte dreier großer Männer.

Den Charakter eines Menschen kann man nach der Behandlung beurteilen, die er den Tieren angebeihen läßt. Friedrich der Große.

Mitleid mit den Tieren hängt mit der Güte des Charakters so genau zusammen, daß man zuver­sichtlich behaupten darf: wer gegen Tiere grausam ist, kann kein guter Mensch fein.

Schopenhauer.

Grausamkeit gegen die Tiere ist eines der kenn­zeichnendsten Laster eines niederen und unedlen Volkes. Wo man ihrer gewahr wirb, ist es ein sicheres Zeichen der Unwissenheit und Roheit, welche selbst durch alle Zeichen des Reichtums, der Pracht und des Abels nicht übertrumpft werben kann. Grau­samkeit gegen Tiere kann weder bei wahrer Bil­dung noch wahrer Gelehrsamkeit bestehen.

Alexander von Humboldt.

Berliner Börse.

Berlin, 9. Sept. (WTB. Funkspruch.) Im heu­tigen Frühverkehr zum Wochenbeginn ist noch nicht viel zu sehen. Die Tendenz bleibt abwartend, doch rechnet man für die Börse eher mit einer Beruhi­gung, da die Gerüchte, die gegen Ende der vorigen Woche die starke Verkaufsneigung heroorgerufen hatten, bisher keine Betätigung fanden. Besondere Anregungen liegen aber nicht vor. Am Devisenmarkt nannte man London gegen Paris 123,90, London gegen Mailand 92,71, London gegen Spanien 32,90, London gegen Kabel 4,8470, London gegen Berlin 20,36, Kabel gegen Berlin 4,1995.

Turnen, Sport und Spiel

commerfpiele vom Frühjahr in den Nachsommer

Turnerschaft

tadellosen Platzverhältnisse sicherten den

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gegenüber:

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To. Haina

Tv. Lützellinden Tv. Holzheim II To. Biedenkopf

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I. u. Spo. Marburg

I. u. Spo. Butzbach

3n der ^-Klasse

Spiele 3 3 3 3

Tv. die und

To. Frankenau Mtv. Gießen T. u. Spo. Butzbach T. u. Spo. Marburg

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Tabellen st an Spiele 3 i 3

3 3

keinen guten Tag. Die Faustballfünf des -. -. Spo. Butzbach ging zwar punktloz aus dem treffen hervor, verdient aber Anerkennung, weil sie

Kunst und Wissenschaft.

Mendelssohn-Gedenkfeier in Berlin.

Zur Erinnerung an den 20 0. Geburtstag des Philosophen Moses Mendelssohn ver­anstalteten am Sonntag der Vorstand der jüdi­schen Gemeinde zu Berlin, die Akademie für die Wissenschaft des Judentums und die Gesell­schaft zur Förderung der Wissenschaft des Juden- tums in der Singakademie eine stimmungsvolle Gedenkfeier, an der Vertreter der Reichs-, Staats- und Kommunalbehörden, der verschie­denen politischen Parteien des Reichstages und des Landtages, der Wissenschaft, der Universität, der Kant-Gesellschaft, führende Märmer des Judentums usw. teilnahmen.

Das Philharmonische Orchester unter Leitung von Dr. Heinz Unger eröffnete die Feier mit der Ouvertüre zuAthalia" von Felix Mendels- jvhn-Dartholdy. Sodann hieß Direktor Ka-

Kaustball im Turngau Hessen (O. T.)

Die Gauspiele in Gießen.

bpro. Die Verlegung des Austragstermins der

Punkte

6

4

2

0

Schwäche: es verlor fein Spiel verhältnismäßig hoch.

Die Spielergebnisse: Tv. Lützellinden gegen Tv. Holzheim II 41:40, Tv. Holzheim ll gegen Tv. Biedenkopf 44:34, Tv. Haina gegen Tv. Lützellinden 60:51, Tv. Haina gegen Tv. Biedenkopf 42:19, Tb. Haina gegen Tv. Holz­heim 31:28, Tv. Lützellinden gegen Tv. Bieden­kopf 46: 33.

Die Sommerspiele haben damit für dieses Jahr ihren amtlichen Abschluß gefunden, mit dem die Gauleitung zufrieden sein darf. Run kommt der Handball, das Winterspiel der Turner, zu seinem Recht. Daß der Gauspielausschuh dem letzten Sommerspiel auf dem gleichen Platz und auf den gleichen Tag die ersten Handballspiele der neuenSaison" folgen lieh und damit den Gauspieltag zu einem vielseitigen, eindrucks­vollen Werbetag für das Turnspiel gestaltete, war ein glücklicher Gedanke.

Kußball in Hessen-Hannover.

Kurhessen Kassel Göttingen 05 2:1.

Kurhessen Marburg Hessen 09 Kassel 5:3.

Borussia Fulda Sp. D. Kassel 7:2.

Kußball in Süddeutschland.

Don den am vergangenen Sonntag im süddeut­schen Derbandsgebiet ausgetragenen 29 Kämpfen endeten 21 zugunsten der Platzbesitzer, 4 ver­liefen unentschieden und nur in den restlichen 4 Treffen nahmen die besuchenden Mannschaften die Punkte mit. Ein Deweis, wie wertvoll immer noch der Vorteil des eigenen Platzes ist.

Der Dezirk Main-Hessen hatte knappe Ergebnisse. 3n der Gruppe Main siegten die Groß-Frankfurter Vereine Eintracht gegen Union Riederrad nur 1:0, Rotweiß gegen die Sp.-Dgg. Griesheim 2:0. F. Sp. D. Frankfurt holte sich beim 1. F. C. 93 Hanau mit 3:2 die Punkte. Ueberraschend, wenn auch nicht ganz unerwartet endete der Rivalenkampf unter den

Spiele in der Jugend-Klasse, in der sich die Mannschaften vom Tv. Frankenau, M t v. Gießen, T. u. Sp.Vg. Marburg und T. u. Sp.Vg. Duhbach den Schiedsrichtern stellten. Die Mannschaft des Tv. Frankenau, des bewährten Faustballvorkämpfers im Frankenberger Dezirk, überragte mit ihrem Können und scheint sich zu bemühen, den gutenFaustballruf" des kleinen Landvereins in den ©herbergen (die 1. Mann­schaft gehört der Gausonderklasse an) in Zukunft zu bewahren. Gut und schön geschlagen hat sich auch die Jugend-Fünf des Mtv. Gießen. T. u. Spv. Marburg war nicht rechtzeitig ange­treten und verlor sein erstes Spiel kampflos, ließ sich aber auch in den beiden anderen Treffen hoch schlagen. Die Jugend vom T. u. Spv. Duh­bach zeigte bei der Begegnung mit T. u. Spv. Marburg, daß sie spielen kann. Wünschenswert wäre es jedoch gewesen, daß die Butzbacher Fünf ihr Spiel gegen Mtv. Gießen etwas ernster ge­nommen hätte. Die Ergebnisse: Tv. Fran­kenauT. u. Spv. Duhbach 40:28, Mtv. Gießen T. u. Spv. Marburg (kampflos für Mtv. Gießen), T. u. Spv. DuhbachT. u. Spv. Marburg 64:28, Tv. FrankenauMtv. Gießen 43:27, Mtv. Gie­ßenT. u. Spv. Duhbach 40:31, Tv. Frankenau T. u. Spv. Marburg 52:14.

Tabellen st and:

Spiele < 3 3 3 3 standen sich

Daß in den Reihen der jüngeren . , . ein guter Faustball-Rachwuchs herangebildet werden kann, das zeigen die durchweg frischen

Dünger, seine« stoss, den er, m

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vorwiegend aus älteren Turnern bestand, die ihre Regner in einer Altersklasse hätten suchen müssen. - Gleicht regt ihr tapferes Aushalten auch in anderen . enty$B Vereinen die alten Faustballer wieder zur Betäti- iW ojLyg well' biing an.

zehn fröhlich' Nachstehend die Spielergebniffe der Mei- und Kt tert (affe: Tv. Wetzlar T. u. Sp. Butzbach 45:31;

: I». Halgehausen T. u.Spv. Marburg 36:34; Tv. Holgehausen T. u. Spv. Butzbach 50:33; Tv. Ächlar T. u. Spv. Marburg 51:44; Tv. Halge- hmfen Tv. Wetzlar 34:30; T. u. Spv. Marburg I. u.Spv.Butzbach 53:39. Daraus ergibt sich folgender Tabellen st and:

beiden hessischen Vereinen der Gruppe. Ger­mania Dieber schlug die Offenbacher Kickers 3:1.

In der Gruppe Hessen entschied sich das Treffen Wormatia Worms gegen F.Sp. 05 Mainz mit 2:1 zugunsten der Wormser V.f.L. Reu-Isenburg fertigte Hassia Dingen mit 5:0 ab, 1. F.C. Langen und Alemannia Worms teilten sich mit 2:2 die Ausbeute. Der Rewling, S.V. 98 Darmstadt, mußte dem S.V. Wiesbaden mit 1:3 den Sieg überlassen.

Im Bezirk Bayern hatte die Gruppe Nordbayern die Genugtuung, ihre beiden Meistermannschaften siegreich zu sehen, allerdings beide gegen recht schwache Gegner. Der 1. F.C. Nürnberg fertigte den 1. F.C. Bayreuch mit 6:1 ab, die Sp.Vg. Fürth gewann sogar 8:1 gegen den Neuling, die Sp.Vg. Hof. Bayern, Hof und V.f.R. Fürth trennten sich mit 2:2. Das bemerkenswerteste Ergebnis der Gruppe zeitigte der F.D. 04 Würz­burg, indem er den A.S.V. Nürnberg 2:1 schlug.

Die Gruppe Südbayern ließ die in der Schweiz weilendenBayern" und Wacker Mün­chen pausieren. S.D. 1860 München gewann ge­gen Jahn Regensburg mit 4:2, während Teutonia München gegen F.V. 94 Ulm mit 2:2 einen Punkt einbüßte. Schwaben Augsburg bewies wieder feine vom Vorjahre noch bekannte Form und behielt ge­gen den D.S.V. München mit glattem 3:0 die Oberhand.

Im Dezirk Württemberg-Daden zei­tigte die Gruppe Württemberg auf der ganzen Linie unerwartete Ergebnisse. Das Stutt­garter Ortstreffen zwischen den Sportfreunden und den Kickers endete 3:2 für die plahbesihenden Sportfreunde, wodurch Kickers ihre dritte Rieder- lage in vier Spielen erlitten. Sie bleiben vor­läufig am Ende der Tabelle. V. f. R. Heilbronn nahm dem l.F. C. Pforzheim mit 1:1 einen Punkt ab, und der F. C. Dirkenseld bereitete Union Böckingen mit 3: 0 eine bedenkliche Rieder­lage. D. f. D. Stuttgart und Germania Drötzingen waren spielfrei.

In der Gruppe Daden trat der K. F. D. Karlsruhe durch einen hohen Sieg von 5:1 Toren über den F.D. Rastatt hervor. Phönix Karlsruhe brachte sich durch sein 2: 0 gegen die Sp. Dgg. Freiburg, die weiterhin punktlos bleibt, an die Spitze der Tabelle. Der S. C. Freiburg verlor auf eigenem Platze 2:3 gegen seinen Ortsrivalen, den F. C. Freiburg. Auch der S. C. Freiburg ist bis jetzt noch ohne Punktbesih.

pierre Charles bleibt Europameister.

Der erste Europameisterschaftskampf im Schwer­gewicht in Berlin hatte am Samstag eine riesige Menschenmenge angelockt, wenn auch das Post­stadion nicht ganz ausverkauft war. Der Belgier Pierre Charles konnte seinen Titel gegen den deutschen Herausforderer Franz D i e ne r , erfolgreich verteidigen und schlug Diener in der elften Runde k. o., nachdem der Deutsche bereits in der zehnten Runde zweimal zu Boden mußte, und das drittemal nur durch den Gong gerettet wurde.

S)eina, Tv. Lützellinden, Tv. Holzheim II, Biedenkopf. Recht gut gefallen konnten iat gleichwertigen Mannschaften von Haina Lützellinden; die letztere verdient als Heuling besonderes Lob. Holzheim, ein alter saustball- treibenber Verein, zeigte sich den genannten degnern fast ebenbürtig. Es wurde von Lützel­linden nur mit einem Punkt Vorsprung ge­schlagen und unterlag auch nur knapp dem Tv. ßoina, nachdem es in der ersten Spielhälfte mit 6 Punkten Vorsprung geführt hatte. Biedenkopf, ein Anfänger im Gau, besitzt noch manche

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wirklichen Können der einzelnen Mannschaften. Am bellen waren Tv. Halgehausen und To. Wetzlar, die oiti Grund ihrer Leistungen aufsteigen und im snidjften Jahre in der Gausonderklasse ge­meinsam mit Tgmde. Friedberg, Tv 1846 Sie« Sen, Tv. Frankenau und Akad. To.Kurhessen" Marburg um den Titel eines Gaumeisters kämpfen werden. Das technische Können der beiden in die öonderklasse ausgenommenen Neulinge ist zunächst nodj nicht in allem einwandfrei, aber bei dem Eifer, mit dem sich beide Mannschaften dem Spiel hin­gegen, darf man erwarten, daß Halgehausen und l^.tzlar in der Klasse der Gaubesten in Ehren be­stehen werden.

Die Mannschaft des T. u. Spv. Marburg, die wir in kompletter Aufstellung schon bedeutend besser

spielen sahen (so letzthin bei der Fauftballrunde des Id. 1846 Gießen), war mit Ersatz angetreten und batte keinen t. u. Spo. Br

»gen, Umschlägen ........ ... .... Vl_

Aanllonten und ^i sich im Gau Hessen in jeder Hinsicht bewährt.

'betrieb aus und jie Spiele, nunmehr wirklich Sommerspiele, fanden ibte kaufmännische in den Bezirken eine stärkere Beachtung, und die rnzen von Selin« «ix den letzten Sonntagen abgehaltenen Bezirksspiele : vollendeten dann cif reuten sich durchweg stärkerer Beteiligung als in t auch von dein fopp Vorjahren. Insgesamt haben, einschließlich der ß offenbar auf (Baufonbertiaffe, etwa 50 Mannschaften des Gaues er jetzt verlassen |fccn Faustballsport gepflegt und damit einem schönen, auf sein vsstnÄ Mosten Turnspiele wieder mehr Geltung verschafft. ,g, brr er erlag. Das ist erfreulich.

rase von drei $on den sechs Bezirken des Gaues hatten die Untersuchungöhast Bezirke 1, 2, 5 und 6 ihre bei den Bezirksspielen

rmitteUen Besten zu den Gauspielen entsandt, die m ausgangs dck ain Sonntagvormittag auf dem Unioersitätssport-

, vorgekommenen plotz in Gießen auf vier Spielfeldern ausgetra-

emem Auto und aen wurden. Die ruhige, sachkundige Leitung durch

)vm Lande mahle (Baufpielroart Seibert (Wetzlar) und dem Gau-

^^*i*^* ob mann für die Sommerspiele, Willi Loh (Gießen),

m k rt bonu& douspielen einen glatten, harmonischen Verlauf.

«tu (inb am Besonderem Interesse begegneten naturgemäß die

11 sLlmitb faft rxiele der Meisterklasse, in der T. u. Spv. y rjnXibi« Lutzbach, T. u. Spo. Marburg, Tv. Wetzlar und

JffinDrsihrr ?-D. Halgehausen zum Wettkampf angetreten waren, wollte ater dessen Ergebnisse entsprechen im^wesentlichen dem

$ Sinken ein« Mnn, den He rr iwd) über Dassn

resti, der Vorsitzende des Vorstandes der jüdi­schen Gemeinde, die Gäste herzlich willkommen. Minister S e v e r i n g überbrachte die Grüße und Glückwünsche der Rcrchsregierung und der preu­ßischen Staatsregierung. Obgleich er weder Jude, noch Berliner, noch Philosoph sei, möchte er doch als Mensch, so führte der Minister aus, der Lichtgestalt Mendelssohns herzliche Worte der Erinnerung widmen. Leider lebten wir in einer Zeit, in welcher die Taten der Geistes­heroen durch Doxkämpfer, Schnelläufer, Renn­pferde usw. in den Hintergrund gedrängt wer­den. Er hoffe jedoch daß diese Unkultur ver­schwinden und in absehbarer Zeit Forschung, Kunst und kulturelle Fortschritte wieder an erster Stelle stehen würden. Darm werde auch der (Harne Moses Mendelssohns nicht an letzter Stelle stehen, des Mannes, dem Lessing in seinem Rathan" ein unvergängliches Denkmal gesetzt hat.' Oberbürgermeister Böß betonte, es sei das Verdienst Mendelssohns, den Kampf ausgenommen zu haben für die Freiheit geistiger Entwicklung und Hebung des Judentums.

Dr. Baumgardt sprach für die größte phi­losophische Organisation der Welt, die Kant- Gesellschaft, und schilderte Mendelssohn als leuchtenden Vorkämpser des Toleranzgedankens.

Die Festrede hielt Rabbiner Dr. Daeck, der von dem Menschen Mendelssohn und seiner Epoche, dem Jahrhundert der Aufllärungsrevo- lution, sprach. Wäre Mendelssohn, so führte der Redner aus, nur ein Philosoph gewesen, so hätte er mit seiner Zeit auch sein Ende gefun­den. Er war aber auch ein Vertreter und Führer des Judentums. Er hat das starre, geschlossene System des Mittelalters im 18. Jahrhundert gesprengt und das Judentum aus seiner Unfrei­heit herausgeführt. Mit unserem Dank an Men­delssohn verbinden wir die Mahnung, die am Schluß seines WerkesJerusalem" steht:Liebt die Wahrheit und liebt den Frieden!"

Zum Abschluß der Feier spielte das Phil­harmonische Orchester das große Tongemälde Tod und Verklärung" von Richard Strauß.

In Dessau fand am Sonntag aus Anlaß des 200. Geburtstages des Philosophen Moses Mendelssohn eine Feier im Friedrichs-Theater statt. Bürgermeister Hesse hielt die Festrede und machte dabei Mitteilung von einer Moses- Mendelssohn-Stiftung der deutschen Geisteswissenschaft, zu der die Firma Mendels­sohn & Co. in Berlin und Amsterdam durch eine Spende von 250 000 Mark den Grundstock gelegt hat. Aus den Erträgnissen dieser Stif­tung sollen Vertretern des deutschen Geistes­lebens die Mittel zur Durchführung von For­schungsarbeiten und Forschungsreisen zur Ver­fügung gestellt werden. Weiter sollen unbe­mittelten deutschen Studierenden Beihilfen zum Studium an einer Hochschule gewährt werden. In das Kuratorium der Stiftung sind zahlreiche hervorragende Vertreter von Kunst und Wissen­schaft berufen worden. Weiterhin feierten Staats­minister Dr. Müller, Dessau, und Professor Dr. ® I b o g en, Berlin, die Bedeutung des Philosophen Moses Mendelssohn.

Wirtschaft.

Entspannung am Geldmarkt. Oie Oiskontsrage.

Entgegen den allgemeinen Erwartungen ist die Inanspruchnahme der Reichsbank zum Ultimo August recht erheblich gewesen. Die Reichsbank war aber genügend gerüstet, um diesen An­sprüchen restlos nachzukommen. Jnsolgedessen ist die zum Ultimo eingetretene Verteuerung arm Geldmarkt nur als eine vorübergehende Erschei­nung anzusprechen gewesen, und die Sätze für Tagesgeld haben sich inzwischen wieder auf 8 bis 10>/2 Proz. ermäßigt. Sie wären sicherlich noch weiter heruntergegangen, wenn nicht eine starke Rachfrage infolge der Rotwendigkeit der Rück­zahlungen bei der Reichsbank bestände. Denn man muh berücksichtigen, daß der Lombardkredit der Reichsbank in hohem Maße zur Finanzie­rung des Ultimo in Anspruch genommen wor­den ist, was letzten Endes mit den Hoffnungen auf eine Diskontermäßigung, die zu kurzfristigen Dispositionen Veranlassung gibt, zusammenhängt. Es ist daher mit einer starken Entlastung der Reichs bank für die erste September­woche zu rechnen. Anderseits werden sich aber voraussichtlich im laufenden Monat die Zins­sätze auf einem verhältnismäßig hohen Riveau halten, vor allem der Satz für Monatsgeld, da die Herbstansprüche der Wirtschaft jetzt erst stärker in Erscheinung treten. Diese Entwicklung beeinflußt sehr die Lage des Daumarktes. Die Bausaison hat zu einem erheblichen Telle durch die teuren Finanzierungsmöglichkeiten starke An­zeichen einer sehr frühen Beendigung aufzu­weisen.

Was die Diskontfrage anbelangt, so ist bereits ausgeführt worden, daß Gerüchte über eine baldige Diskontsenkung zum mindesten ver­früht sind; wenigstens bis zur Rückkehr des Reichsbankpräsidenten dürsten offizielle Bespre­chungen innerhalb des Reichsbankdirektoriums überhaupt nicht stattfinden. Die Entwicklung des Reichsbankstatus steht im Zeichen einer beträcht­lichen Zunahme des Deckungsbestandes und be­rechtigt an sich, an die Möglichkeit einer Diskont­senkung zu denken, zumal der Wirtschaft für die Finanzierung ihres Herbstgeschäftes eine Ver­billigung des Geldes durchaus wünschenswert wäre. Im übrigen hat die Reichsbank als Zen­tralnoteninstitut ja auch die Pflicht, der Wirt­schaft zu Hilfe zu kommen, wenn es ihr durch eine Verbilligung des Geldsatzes möglich ist, eine abgleitende Konjunktur aufzuhalten, bzw. aus ihrem Depressionszustand wieder zu befreien. Es kommt hinzu, daß die Entwicklung in der De- richtswoche am Markte für bankgirierte Waren­wechsel und am Privatdiskontmarkt,an dem die Rotierung wieder um i/g Proz. herabgesetzt wer­den konnte, die gesunde innere Verfassung des deutschen Geldmarktes erneut betätigt hat. Geht man also von dem Standpunkte aus, daß die Reichsbank entscheidende konjunkturpolitische Auf­gaben zu erfüllen hat, daß ihr diese Erfüllung an­gesichts eines infolge des verbesserten Deckungs- bestandes in ausreichendem Umfange zur Ver­fügung stehenden Kreditspielraums um so mehr ermöglicht wird, so muh die Frage einer Dis- kontermähigung positiv beantwortet werden, selbst; wenn durch die Herbstbeanspruchung des zen­tralen Kreditinstituts sich gewisse, als rein markt­technisch anzusprechende Komplikationen ergeben. Es bleibt also nur die ungeklärte Geldmarktlage als Argument gegen eine Diskontermäßigung übrig.