in der Lage der Adlerwerke ist jedenfalls nicht eingetreten. Kleyer konnten an der Samstagbörse um rund 15 Prozent anziehen. Auch Daimler gewannen, dadurch angeregt, mehrere Prozent. Bald jedoch wurde die Haltung wieder allgemein lustlos und unsicher. Die Tatsache, dah die Nachrichten über den Fortgang der Reparationsverhandlungen in Paris nur noch spärlich einliefen, verstimmte. Auch war man über die inner- politische Situation weiterhin nur wenig befriedigt. Dor ollem aber wurde die Tendenz ungünstig beeinflußt durch die wider Erwarten ziemlich schwierige Lage am Geldmarkt zum Ultimo. Eine derartige Deanspru- < ung der Reichsbank, wie sie sich nach dem Ultimoausweis darstellt, war wohl meist kaum erwartet worden. Ins Auge fällt dabei namentlich die starke Zunahme der Lombardierunaen. Diese Anspannung des Reichsbankstatuts läßt sich zum Teil wieder aus dem Fortgang der Devisenabrufe erklären, außerdem verwies man aus die fällig gewesenen Zahlungen der 3n- dustrieobligationszinscn, die zusammen mit der Tilg ingsrate etwa 153 Mill. Mk. ausgemacht haben dürften. Am Tagesgeldmarkt blieb die Nachfrage ziemlich stark, so daß eine Ermäßigung des Satzes (7,5 Prozent) zunächst nicht vorgenommen werden konnte. Ueberhaupt beurteilte man die voraussichtliche Entwickelung des Geldmarktes im März nicht sehr zuversichtlich und sagte ein allerdings in der Hauptsache sai'onmäßig bedingtes Anhalten der Anspannung voraus. Bei der Betrachtung der Situation an den internationalen Geldmärkten bestanden die Befürchtungen über eventuell eintretende Diskonterhöhungen unverändert fort. Angünstige Konjunkturberichte verfehlten naturgemäß ebenfalls ihre Wirkung aus die Tendenz nicht. So wurden die preußisa-en Handelskammer^ erichte für Februar, die ein weiteres Abgleiten der Konjunktur fest- stellen, der Vierteljahrsbericht des Instituts für Konjunkturforfchung, der zu demselben Ergebnis kommt, und der ungünstige Bericht des Röhrenverbandes entsprechend kommentiert. Die bis jetzt vorgclcglen Großbankabfchlüs'e (D'.scontogesell- schäft, Dresdner Dank. Deutsche Bank) befriedigten dagegen im allgemeinen. Bei der Belanglosigkeit der Umsätze war es der Baissespekulation wieder ein leichtes, durch kleinere Vorstöße auf den meisten Märkten neue Kursrückgänge zu verursachen. Die anfangs erzielten Besserungen gingen daher größtenteils wieder verloren, und verschiedentlich traten darüber hinaus neue Einbußen ein. Auch Autoaktien kannten ihre Gewinne nicht behaupten. Erst zum Wochenfluß wurde die Stimmuna wieder etwas gerichtlicher, und im Zus mm h n ] mi' ein gen Au l n kaufor' e s schritt die Spekulation zu Deckungskäufen.
Handels- und Gewerbebank, Gießen.
Das Inst.tut hielt gestern abend seine 7 0. ordentliche Generalversammlung ab. Der Vorsitzende, Kommerzienrat Noll, eröffnete die Versammlung m.t kurzen Begrüßungsworten, wies auf die rückläufige W rtschaftskonjunktur, den mangelnden Beschäftigungsgrad in Gewerbe, Handel und Industrie und die Gefahren der zunehmenden Arbettslosig.'eit hin und gab der Hoffnung Ausdruck, daß d>e schwier.gen Verhandlungen über das Reparationsproblem einen für unsere Wirtschaft tragbaren A .gang nehmen machten.
Jann hielt Direktor Mattern ein Referat über bu Entwicklung und Bedeutung der Gc- nossenschoftsbewegung unter besonderer Berücksichtigung der Verdienste der Kreditgenosten- schäften um den deutschen Mittelstand. Seinen Ausführungen war zu entnehmen, daß die deutschen Kretz tgenossenschaften im Durchschnitt rechlich 70 v. H. ihres Friedenskap.tals neu bilden konnten Der Betrag. den die zirka 1300 gewerblichen Kreditgenosten- fchufien des deutschen Genossenschaftsoerbandes ihren Mitgliedern In Form von Krediten ohne Berücksichtig'' n der sehr erheb' chcn Wechselkredite zur Ver- füp'v.g stellen konnten, überschreitet die stattliche Z -.r von 2 Milliarden Reichsmark.
' ierauf crftnttefe Direr or Arnold den Bericht für 192 8. Danach hat die Bank auch im abge.aufenen Jahre trog des Rückganges der allgemeinen Konjunktur und des erheblichen Nachlassens der privaten Bautätigkeit befr edigend gearbeitet. Der Gesamtumsatz beträgt mehr als 123 M llionen Reichsmark, die Bilanzsumme bcz ffert sich auf 2,83 Millionen Reichsmark gegen 2 17 M U onen 9tr chsmark im Vorjahre, ist also um zirka 40 v H gestiegen. Das eigene Vermögen der i Bank beläuft sich auf 380 000 Re chsmark, die | G" ""t em'tte« b'-trnnen unter Hinzu''-'chnnng der i f'nftfummcn 2 394 000 Reichsmark. Die fremden [ Gelder fi"d auf etwa 2 Millionen Reichsmark ge- 1 stiegen. Die Kreditansprüche waren nach wie vor I stark, es wurden den kretzitbedü''ftigen Mitgli«dern etwa 1,8 Millionen RM. zur Verfügung gestellt. *
Eine weitere Zunahme hat das Wechseldiskont« aeschäft erfahren; es wurden Warenwechsel im Gesamtbetrag von 5,8 Millionen RM. angekauft, die sich auf etwa 13 000 Abschnitte verteilen. Die Bilanz zeigt eine ausreichende Zahlungsbereitschaft, ebenso ist das Verhältnis des eigenen aum fremden Der- mögen mit 28 v. H. und der Reserven zu den Ge- samtbetriebsmitteln mit 5,4 o. H. als günstig zu bezeichnen. Das Gewinnergebnis ist zufriedenstellend. Es wird ein Reingewinn von 73 990,92 RM. ausgewiesen und die Verteilung einer Dividende von 10 v. H. in Vorschlag gebracht. In der Aufwertungsfrage wird beschlossen, eine zweite Teilgutschrift von 3 o. H. des Goldwerts auf die aufgewerteten asten Geschäftsanteile und Spareinlagen vorzunehmen.
Die Vorschläge der Verwaltung wurden ein- stimmig angenommen. Neu in den Aufsichtsrat wurde Metzgermeister Louis Vogt gewählt.
Wochenbericht vom Frankfurter (Schlachiviehmarkt. Das Geschäft am Frankfurter Schlachtviehmarkt war in dieser Woche etwas lebhaster. Namentlich für Echase machte sich von feiten der Metzger größeres Interesse geltend; die Notierungen blieben hier jedoch nur gut behauptet. Am Rindermarkt war der Austrieb etwas stärker als in der Dorwoche. Nach ruhigem Handel verblieb geringer Aeberstand. Die Preise konnten sich bei Bullen und Färsen behaupten, dagegen gaben Ochsen und Kühe eine Kleinigkeit nach. Auf dem Schweinemartt war die Beschickung merklich geringer. Bei regem Geschäft und anziehenden Preisen wurde der Markt völlig geräumt. Hier soll der E-port stärker als Käufer ausgetreten sein. In Kälbern konnte sich infolge des größeren Auftriebs nur mäßiges Geschäft entwickeln, jedoch wurde der Markt geräumt. Der Gesamtauftrieb bestand aus 1687 Rindern, darunter 330 Ochsen, 73 Bullen, 658 Kühen und 468 Fersen, ferner aus 1832 Kälbern, 290 Schafen und 5194 Schweinen. Im Vergleich mit dem Austrieb der vergangenen Woche waren 63 Rinder, 190 Kälber mehr, dagegen 38 Schafe und 688 Schweine weniger angetrieben.
Bezahlt wurde pro Zentner Lebendgewicht in Mark, Rinder: Ochsen AI 52-55, All 49-51, BI 45-48. Bullen A 50-53, B 45—49, Kühe A 41—46, B 36-40, C 32—35, D 25-31, Färsen A 53-57, B 48-52, C 43-47. Kälber B 70-74. C 64—69, D 57—63. Schase AI 56—60. B 50 bis 55, C 42-49. Schweine B 77-79, C 78—80, I) 78—80, E 76—78. Verglichen mit den Preisen I der vergangenen Woche blieben Bullen, Färsen und Schase gut behauptet, Kälber und Schweine zogen je eine Mark an. dagegen Ochsen und Kühe je eine Mark niedriger.
*
* Gebrüder Roeder A.-G., Darmstadt.^ Auftragseingang im abgeloufenen Geschäftsjahr war befcietngend. Die gesteigerte Kochherdproduktion konnte untergebracht werden. Gegen Ende des Jahres war der Auftragsbestand allerdings etwas geringer. Die neue Eigengießerei wurde in Betrieb genommen. Es wurde ein Rohgewinn von 1,48 (1,33) Millionen Mark erzielt. Unkosten erforderten 1,06 (0,95) Millionen Mark und Abschreibungen 128 000 (72 000) Mark. Aus dem Reingewinn von 294 000 (302 000) Mark werden wieder 10 Prozent Dividende verteilt, 30 000 (60 000) Mark der Werks- erneuerurgsrücklage zugcführt und 61 000 (44 000) Mark vorgetragen Im neuen Jahre fei dos Ge- schäft etwas ruh.ger, der Auftragseingang hat jedoch bisher zur vollen Beschäftigung ausgereicht. Gene- ralversammlung 9. März.)
* Frankfurter Handelsbank A.-G., Frankfurt a M. Das Ergebnis des Geschäfts- jahres 1928 ist befriedigend Voraussichtlich wird auf dos von 252 000 auf 552 000 Mark erhöhte Kapital eine Dividende von wieder 10 Prozent am geschüttet. Auch» das neue Geschäft.jahr sei bisher befriedigend.
* S chn etder & Hanau A.-G., Frankfurt a. M. Die Generalversammlung, in der 12 Aktionäre 7315 Stimmen Stamm- und 1623 Stimmen Vorzugsaktien vertraten, genehmigte einstimmig den bekannten wieder dioidendenlosen Abschluß. Der Verlust von 27 288 Mark wird aus dem Gewinnvsr- trag des Vorjahres abgedeckt, der sich dadurch auf 20 870 Mark ermäßigt.
Frankfurter Börse.
Frankfurt a. M., 9. März. Tendenz: gut behauptet. Da zum Wochenschluß Kundenorders wieder fast vollkommen ausblieben, konnte sich kaum nennenswertes Geschäft entwickeln. Der Grundton der Börse war jedoch freundlich, da die festere Haltung der Neuyorker Börse, hervorgerufen durch die gebefferten Geldmarktverhältniste drüben, einen vorteilhaften Eindruck hinterließen. Auch das weitere Ansteigen der Spareinlagen im Reich wurde mit Befriedigung ausgenommen. Die Spekulation
verhiest sich jedoch ziemlich reserviert, do in Börsenkreisen die Pariser Reparationsverhandlungen sehr pessimistisch betrachtet werden. Die Grundstimmung blieb jedoch freundlich. Gegenüber der gestrigen Abendbörse waren die Kurse meist wenig verändert, teilweise waren auch kleine Erholungen zu verzeichnen. So waren am Elektromarkt Chade-Aktien mit plus 2 Mark etwas lebhafter verlangt. Auch von Kaliwerten konnten Salzdetfurth 2,5 v. H. gewinnen. A. E. G. und Siemens waren bei mäßigen Umsätzen unverändert. I.-G.-Farben gesucht, Scheideanstalt eine Kleinigkeit höher. Zellstoffwerte konnten bis 1 o. H. anziehen. Autowerte uneinheitlich, doch blieben die Veränderungen nach beiden Seiten nur gering. Don Montanwerten Mannes- mann weiter etwas abbröckelnd. Sonst waren Umsätze in größerem Ausmaße nicht zu verzeichnen. Renten still. Im Verlaufe drückte die Geschäftsstille auf die Tendenz, und es ergaben sich neue 21 b - fchwächungen. Stärker angeboten waren Sie» mens bei minus 4 v.H., Farben büßten 1,5 v.H., A. E. G. 1,25 v.H. und Schlickert 2 v. H. ein. Arn Devisenmarkt war Spanien weiter schwach, 33,05. Am Geldmarkt war iagesgelb mit 6,5 v. H. wieder etwas leichter. Man nannte Mark gegen Dollar 4,2155, gegen Pfund 20,4475, London gegen Kabel 4,850750, gegen Paris 124,22, gegen Mailand 92,67, gegen Holland 12,1125.
Berliner Börse.
Berlin, 9. März. So geschäftslos wie heute war die Börse schon lange nicht gewesen. Vormittags konnte man überhaupt noch keine zuverlässigen Kurse hören, und jede Taxe, die man nannte, war geraten, und auch im Dormittagsverkehr waren kaum reelle, d. h. auf Geschäften basierende Kurse, zu nennen. Abgesehen von der flüssigen Geldmarktlage lagen auch kaum Anregungen vor. Neuyork war Aroar zum Schluß ftft geworden und der Tagesgeldsatz dort mit 9 v.H. etwas leichter als am Dortage, dafür schien aber in Paris der Pessimismus hinsichtlich des Bankplanes zu wachsen, und auch der Rückgang der Kohlenförderung, die starke Steigerung der Neuyorker Börsenkredite und der Mahnruf des Bankiers Warburg hemmten eine Einheitlichkeit in der Kursgestaltung. Mindestumsätze waren ausschlaggebend, und ein großer Teil der ersten Notierungen mußte überhaupt ausgesetzt werden. Ungefähr dreißig Terminpapiere, darunter Aktien wie Harpener, Gelsenkirchen, Bereinigte Stahlwerke, sowie 45 weitere Papiere, gelangten nicht zur Notiz. Bei A. E. G. war der feste Kurs, wie man uns sagt, mit 6 Mille Umsatz gebildet. Auffallende Derände- rungen hasten nur wenige Papiere. So verloren Geffürel 2,25 v. H., dagegen konnten Cha de- Aktien 3,50 Mark, Allgemeine Lokal und Kraft 3v.H. und Bemberg 5o.H. gewinnen. Deutsche Anleihen eher freundlich. Aus- länder geschäftslos. Der Pfandbriefmarkt war ruhig, meist behauptet. Der Geldmarkt war unverändert. Auch nach den ersten Kursen hielt die Geschäftslosigkeit an, und die Kurse neigten allgemein zur Schwäche. Bei den schwereren Werten betrugen die Kursrückgänge im Verlaufe bis zu 2 v. H. Svenska plus 3 Mark.
Kunst und Wissenschaft.
Sechste Tagung
des Verbandes Deutscher Hochschulen.
In der Aula der Aniversität München wurde am Donnerstag der 6.Deutsche Hochschultag in Anwesenheit des Ministerpräsidenten Dr. Held, des Kultusministers Dr. Goldenberger und zahlreicher Vertreter der Reichs- und S atsbehörden eröffnet. Nach einem Willkomm des Rektors der Münchener Universität, Geheimrats Dr. Bumke, ergriff Kultusminister Dr. Goldenberger das Wort zu einer Begrüßungsrede, in der er betonte, dah die Regierungen den Verband von Anfang an in seiner Entwicklung verfolgten und ihm dankbar für manche von ihm ausgehende Anregungen seien. Besonders herzlich begrüßte er noch die Vertreter der österreichischen Universitäten Wien und Innsbruck und den Vertreter der Technischen Hochschule Danzig. Hierauf sprach Oberbürgermeister Scharnagl. Sodann eröffnete der Vorsitzende des Deutschen Hochschulverbandes, Professor Dr. Schlink von der Technischen Hochschule in Darmstadt, den Hochschultag mit einem Vortrag, in dem er u. a. sagte: Eine wichtige Pflicht des Verbandes sei der Kamps gegen die Kriegsschuldlüge, und im Zusammenhang damit scheine die deutsche Kulturpropaganda im Auslande von besonderer Wichtigkeit. Hierauf ergriff Aniverfi- tätSprofessor Dr. Alois Fischer, München, das Wort zu seinem Festvortrag „Die Aufgaben der Hochschulen im Kampfe gegen die Inflation der Bildung". Musikdarbietungen umrahmten die ein
drucksvolle Feier. Am Nachmittag fand der Hochschultag mit einer Rede von Professor L i c - deck, Bonn, über ..Sexualethik, akademische Jugend und Hochschule" in der Technischen Hochschule seinen Fortgang, womit der öffentliche Teil des Hochschultages beendet wurde.
•
Der Hochschultag des Verbandes der Deutschen Hochschulen in München hat in feiner Schlußsitzung am Freitag einstimmig eine Erklärung zur Kriegsschuldfrage angenommen, in der unter erneuter scharfer Zurückweisung des Artikels 231 des Versailler Vertrages, in dem von der Alleinschuld Deutschlands am Kriege die Rede ist, und nach einem Hinweis auf die von der unabhängigen geschichtlichen Forschung zur Widerlegung der../These beigebrachten Tatsachen allen denen Dank und Anerkennung ausgesprochen wird, die an der Erreichung dieser Ergebnisse mitgearbeitet haben und an ihrer Auswertung weiterzuarbeiten entschlossen sind. Von den deutschen Hochschullehrern werde erwartet, daß jeder einzelne von ihnen bei jeder sich bietenden Gelegenheit sich in den Dienst des Kampfes gegen die Kriegsschuldlügc stelle.
Buntes Allerlei.
Das Opfer unsachgemäßer Behandlung.
Die Staatsanwastschast des Landgerichts I in Berlin hat sich zu einem aufsehenerregenden Schritt entschlossen. Die Leiche des am 26. Februar verstorbenen Photographen Alex Binder, der in Berlin eine sehr bekannte Persönlichkeit war, ist nicht zur Beerdigung freigegeben, sondern aus An- ordnung des Gerichts von der Kriminalpolizei b e - schlagnahmt worden. Es besteht näml.ch der dringende Verdacht, daß der Photograph, der an Leukämie litt, entweder durch grob fahrlässige oder durch völlig ungeeignete Behandlung einer angeblichen amerikanischen Aerztin, der „Chiropraktikerin" Alma Arnold, ums Leben gekommen ist. Nach erfolgter Obduktion ist die Leiche zur Einäscherung freigegeben worden. Die Anzeichen sprechen dafür, daß der Körper durch die strapaziösen MassagenundeineeigentümlicheDiät, die Frau Arnold dem Patienten auferlegt haste, allmählich zermürbt worden ist. Nach den Mitteilungen ihrer Rechtsanwälte hat Frau Arnold, die sich na ch Amerika begeben hat, nach Erledigung einer Paßangelegenheit sofort aus Amerika zurück» z u k e h r e n und sich den Behörden zur Verfügung zu stellen.
Professor Pirquets Testament.
Die gerichtsärztliche Untersuchung der Leiche des berühmten Wiener Arztes Professor Pirquet ergab eine Vergiftung mit Zyankali. Das von Pirquet hinterlassene Testament spricht den Wunsch aus, daß die Kinderklinik durch einen seiner früheren Schüler, die er in alphabetischer Reihenfolge ohne Rangordnung namentlich aufführt, f o r t g e f ü h r t werde. Zwei noch unvollendete Werke sollen von zweien feiner Schüler fertiggestellt werden. DaS Leichenbegängnis findet, nachdem die Leichen durch die Staatsanwaltschaft freigegeben sind, am Dienstag vormittag statt.
Spiclplan der Frankfurter Theater.
Opernhaus. Sonntag, 10. März, von 19,30 bis nach 22 Ahr: Pulcinella; hierauf. Der Jahrmarkt von Sorolsa)inhi. Montag, 11., von 19,30 bis gegen 22,30 Ahr: Samson und Dalila. Dienstag, 12., von 20 bis nach 21,30 Ahr: Salome. Mittwoch, 13., von 19,30 bis nach 22 Ahr: Tu- randot. Donnerstag, 14., von 19,30 bis 22,30 Ahr: Die verkaufte Braut. Freitag, 15., von 19,30 bis gegen 23 Ahr: Aida. Samstag, 16., von 19,30 bis nach 22 Ahr: Pulcinella; hierauf: Der Jahrmarkt von Sorotfchinhi. Sonntag, 17., von 17 bis gegen 22 Ahr: Parsifal. Montag, 18., von 19,30 bis 22,30 Ahr: Don Juan. — Schauspielhaus. Sonntag, 10. März, von 15 bis 17,15 Ahr: Im Weißen Röhl; von 20 bis 22,30 Ahr: Paulus unter den Juden. Montag, 11., von 20 bis gegen 22,30 Ahr: 1. Ensemble-Gastspiel Lucie Höflich: Der Biberpelz. Dienstag, 12., von 20 bis gegen 22,30 Ahr: 2. EnsembleÄast- spiel Lucie Höflich: Meiseken. Mittwoch, 13., von 15 bis 17,30 Ahr: Schüler-Vorstellung: Nathan der Weise; von 20 bis nach 22 Ahr: Aimöe. Donnerstag, 14., von 20 bis 22,30 Ahr: Paulus unter den Juden. Freitag, 15., von 20 bis 22,30 Ahr: Der brave Soldat Schwejk. Samstag, 16.. von 15 bis 17,30 Ahr: Echülcrvcrstcllung: Nathan der Weise: von 20 bis gegen 22,30 Ahr: Katharina Knie. Sonntag, 17., von 20 bis gegen 22,30 Ahr: Katharina Knie. Montag. 18., von 20 bis gegen 22,30 Ahr: Austausch-Gastspiel Landes- theater Darmstadt: Fatme.
Kurszettel -er Berliner und Frankfurter Börse.
Die hinter den Papieren angesührien Ziffern geben die Höhe der zuletzt beschlossenen Dividende an. — Reichsbanldiskont 6.5 Prozent, Lombardzinsfuh 7,5 Prozent.
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Devisenmarkt Berlin
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62,46
12,435
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16,58 169.09
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168.62 1.770 58,42
112,24 112,42 112,45
10,59 22,04
20,427 1,2110
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1.4995
59,17 2,448 7,390
13 375 3,042 18.71 11,65 2,074 5,445 4,190 4,291
20,958
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10,61
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0,5015
59,29 -2,468
7,404 73,515
34)48 18,7: 81.81
2.078 5,455
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20,998
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5.44 4,186 4.286
20,958
168,97 ’
1.773
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112,63
10.61
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18,80
81.81
2,075
5,45
4,196
4,294
20,998
Berlin. 8. Marz
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belgische Noten .......
Dönriche Noten........
Englische Noten........
4,207
58,23
111.98
20,387
4.227
58.47
112,42
20,467


