Ausgabe 
9.3.1929
 
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in der Lage der Adlerwerke ist jedenfalls nicht eingetreten. Kleyer konnten an der Samstagbörse um rund 15 Prozent anziehen. Auch Daimler ge­wannen, dadurch angeregt, mehrere Prozent. Bald jedoch wurde die Haltung wieder allgemein lust­los und unsicher. Die Tatsache, dah die Nach­richten über den Fortgang der Reparationsver­handlungen in Paris nur noch spärlich einliefen, verstimmte. Auch war man über die inner- politische Situation weiterhin nur wenig befrie­digt. Dor ollem aber wurde die Tendenz un­günstig beeinflußt durch die wider Erwarten ziemlich schwierige Lage am Geld­markt zum Ultimo. Eine derartige Deanspru- < ung der Reichsbank, wie sie sich nach dem Ultimoausweis darstellt, war wohl meist kaum erwartet worden. Ins Auge fällt dabei nament­lich die starke Zunahme der Lombardierunaen. Diese Anspannung des Reichsbankstatuts läßt sich zum Teil wieder aus dem Fortgang der Devisenabrufe erklären, außerdem verwies man aus die fällig gewesenen Zahlungen der 3n- dustrieobligationszinscn, die zusammen mit der Tilg ingsrate etwa 153 Mill. Mk. ausgemacht haben dürften. Am Tagesgeldmarkt blieb die Nachfrage ziemlich stark, so daß eine Ermäßigung des Satzes (7,5 Prozent) zunächst nicht vorge­nommen werden konnte. Ueberhaupt beurteilte man die voraussichtliche Entwickelung des Geldmarktes im März nicht sehr zuversichtlich und sagte ein allerdings in der Hauptsache sai'onmäßig bedingtes Anhalten der Anspannung voraus. Bei der Betrach­tung der Situation an den internationalen Geldmärkten bestanden die Befürchtungen über eventuell eintretende Diskonterhöhun­gen unverändert fort. Angünstige Konjunktur­berichte verfehlten naturgemäß ebenfalls ihre Wirkung aus die Tendenz nicht. So wurden die preußisa-en Handelskammer^ erichte für Februar, die ein weiteres Abgleiten der Konjunktur fest- stellen, der Vierteljahrsbericht des Instituts für Konjunkturforfchung, der zu demselben Ergebnis kommt, und der ungünstige Bericht des Röhren­verbandes entsprechend kommentiert. Die bis jetzt vorgclcglen Großbankabfchlüs'e (D'.scontogesell- schäft, Dresdner Dank. Deutsche Bank) befriedig­ten dagegen im allgemeinen. Bei der Belang­losigkeit der Umsätze war es der Baissespekulation wieder ein leichtes, durch kleinere Vorstöße auf den meisten Märkten neue Kursrückgänge zu ver­ursachen. Die anfangs erzielten Besserungen gingen daher größtenteils wieder verloren, und verschiedentlich traten darüber hinaus neue Ein­bußen ein. Auch Autoaktien kannten ihre Gewinne nicht behaupten. Erst zum Wochenfluß wurde die Stimmuna wieder etwas gerichtlicher, und im Zus mm h n ] mi' ein gen Au l n kaufor' e s schritt die Spekulation zu Deckungskäufen.

Handels- und Gewerbebank, Gießen.

Das Inst.tut hielt gestern abend seine 7 0. or­dentliche Generalversammlung ab. Der Vorsitzende, Kommerzienrat Noll, eröffnete die Versammlung m.t kurzen Begrüßungsworten, wies auf die rückläufige W rtschaftskonjunktur, den man­gelnden Beschäftigungsgrad in Gewerbe, Handel und Industrie und die Gefahren der zunehmenden Arbettslosig.'eit hin und gab der Hoffnung Ausdruck, daß d>e schwier.gen Verhandlungen über das Repara­tionsproblem einen für unsere Wirtschaft tragbaren A .gang nehmen machten.

Jann hielt Direktor Mattern ein Referat über bu Entwicklung und Bedeutung der Gc- nossenschoftsbewegung unter besonderer Berücksichtigung der Verdienste der Kreditgenosten- schäften um den deutschen Mittelstand. Seinen Aus­führungen war zu entnehmen, daß die deutschen Kre­tz tgenossenschaften im Durchschnitt rechlich 70 v. H. ihres Friedenskap.tals neu bilden konnten Der Be­trag. den die zirka 1300 gewerblichen Kreditgenosten- fchufien des deutschen Genossenschaftsoerbandes ihren Mitgliedern In Form von Krediten ohne Berücksichti­g'' n der sehr erheb' chcn Wechselkredite zur Ver- füp'v.g stellen konnten, überschreitet die stattliche Z -.r von 2 Milliarden Reichsmark.

' ierauf crftnttefe Direr or Arnold den Be­richt für 192 8. Danach hat die Bank auch im abge.aufenen Jahre trog des Rückganges der all­gemeinen Konjunktur und des erheblichen Nach­lassens der privaten Bautätigkeit befr edigend gear­beitet. Der Gesamtumsatz beträgt mehr als 123 M llionen Reichsmark, die Bilanzsumme bcz ffert sich auf 2,83 Millionen Reichsmark gegen 2 17 M U onen 9tr chsmark im Vorjahre, ist also um zirka 40 v H gestiegen. Das eigene Vermögen der i Bank beläuft sich auf 380 000 Re chsmark, die | G" ""t em'tte« b'-trnnen unter Hinzu''-'chnnng der i f'nftfummcn 2 394 000 Reichsmark. Die fremden [ Gelder fi"d auf etwa 2 Millionen Reichsmark ge- 1 stiegen. Die Kreditansprüche waren nach wie vor I stark, es wurden den kretzitbedü''ftigen Mitgli«dern etwa 1,8 Millionen RM. zur Verfügung gestellt. *

Eine weitere Zunahme hat das Wechseldiskont« aeschäft erfahren; es wurden Warenwechsel im Ge­samtbetrag von 5,8 Millionen RM. angekauft, die sich auf etwa 13 000 Abschnitte verteilen. Die Bilanz zeigt eine ausreichende Zahlungsbereitschaft, ebenso ist das Verhältnis des eigenen aum fremden Der- mögen mit 28 v. H. und der Reserven zu den Ge- samtbetriebsmitteln mit 5,4 o. H. als günstig zu be­zeichnen. Das Gewinnergebnis ist zufriedenstellend. Es wird ein Reingewinn von 73 990,92 RM. aus­gewiesen und die Verteilung einer Divi­dende von 10 v. H. in Vorschlag gebracht. In der Aufwertungsfrage wird beschlossen, eine zweite Teilgutschrift von 3 o. H. des Goldwerts auf die aufgewerteten asten Geschäftsanteile und Sparein­lagen vorzunehmen.

Die Vorschläge der Verwaltung wurden ein- stimmig angenommen. Neu in den Auf­sichtsrat wurde Metzgermeister Louis Vogt ge­wählt.

Wochenbericht vom Frankfurter (Schlachiviehmarkt. Das Geschäft am Frankfurter Schlachtviehmarkt war in dieser Woche etwas lebhaster. Na­mentlich für Echase machte sich von feiten der Metzger größeres Interesse geltend; die No­tierungen blieben hier jedoch nur gut behauptet. Am Rindermarkt war der Austrieb etwas stärker als in der Dorwoche. Nach ruhigem Han­del verblieb geringer Aeberstand. Die Preise konnten sich bei Bullen und Färsen behaupten, dagegen gaben Ochsen und Kühe eine Kleinigkeit nach. Auf dem Schweinemartt war die Be­schickung merklich geringer. Bei regem Geschäft und anziehenden Preisen wurde der Markt völlig geräumt. Hier soll der E-port stärker als Käufer ausgetreten sein. In Kälbern konnte sich in­folge des größeren Auftriebs nur mäßiges Ge­schäft entwickeln, jedoch wurde der Markt ge­räumt. Der Gesamtauftrieb bestand aus 1687 Rindern, darunter 330 Ochsen, 73 Bullen, 658 Kühen und 468 Fersen, ferner aus 1832 Kälbern, 290 Schafen und 5194 Schweinen. Im Vergleich mit dem Austrieb der vergangenen Woche waren 63 Rinder, 190 Kälber mehr, dagegen 38 Schafe und 688 Schweine weniger angetrieben.

Bezahlt wurde pro Zentner Lebendgewicht in Mark, Rinder: Ochsen AI 52-55, All 49-51, BI 45-48. Bullen A 50-53, B 4549, Kühe A 4146, B 36-40, C 3235, D 25-31, Färsen A 53-57, B 48-52, C 43-47. Kälber B 70-74. C 6469, D 5763. Schase AI 5660. B 50 bis 55, C 42-49. Schweine B 77-79, C 7880, I) 7880, E 7678. Verglichen mit den Preisen I der vergangenen Woche blieben Bullen, Färsen und Schase gut behauptet, Kälber und Schweine zogen je eine Mark an. dagegen Ochsen und Kühe je eine Mark niedriger.

*

* Gebrüder Roeder A.-G., Darmstadt.^ Auftragseingang im abgeloufenen Geschäftsjahr war befcietngend. Die gesteigerte Kochherdproduktion konnte untergebracht werden. Gegen Ende des Jah­res war der Auftragsbestand allerdings etwas ge­ringer. Die neue Eigengießerei wurde in Betrieb genommen. Es wurde ein Rohgewinn von 1,48 (1,33) Millionen Mark erzielt. Unkosten erforderten 1,06 (0,95) Millionen Mark und Abschreibungen 128 000 (72 000) Mark. Aus dem Reingewinn von 294 000 (302 000) Mark werden wieder 10 Prozent Dividende verteilt, 30 000 (60 000) Mark der Werks- erneuerurgsrücklage zugcführt und 61 000 (44 000) Mark vorgetragen Im neuen Jahre fei dos Ge- schäft etwas ruh.ger, der Auftragseingang hat jedoch bisher zur vollen Beschäftigung ausgereicht. Gene- ralversammlung 9. März.)

* Frankfurter Handelsbank A.-G., Frankfurt a M. Das Ergebnis des Geschäfts- jahres 1928 ist befriedigend Voraussichtlich wird auf dos von 252 000 auf 552 000 Mark erhöhte Kapital eine Dividende von wieder 10 Prozent am geschüttet. Auch» das neue Geschäft.jahr sei bisher befriedigend.

* S chn etder & Hanau A.-G., Frank­furt a. M. Die Generalversammlung, in der 12 Ak­tionäre 7315 Stimmen Stamm- und 1623 Stimmen Vorzugsaktien vertraten, genehmigte einstimmig den bekannten wieder dioidendenlosen Abschluß. Der Verlust von 27 288 Mark wird aus dem Gewinnvsr- trag des Vorjahres abgedeckt, der sich dadurch auf 20 870 Mark ermäßigt.

Frankfurter Börse.

Frankfurt a. M., 9. März. Tendenz: gut be­hauptet. Da zum Wochenschluß Kundenorders wie­der fast vollkommen ausblieben, konnte sich kaum nennenswertes Geschäft entwickeln. Der Grundton der Börse war jedoch freundlich, da die festere Haltung der Neuyorker Börse, hervorgerufen durch die gebefferten Geldmarktverhältniste drüben, einen vorteilhaften Eindruck hinterließen. Auch das weitere Ansteigen der Spareinlagen im Reich wurde mit Befriedigung ausgenommen. Die Spekulation

verhiest sich jedoch ziemlich reserviert, do in Börsen­kreisen die Pariser Reparationsverhandlungen sehr pessimistisch betrachtet werden. Die Grundstimmung blieb jedoch freundlich. Gegenüber der gestrigen Abendbörse waren die Kurse meist wenig verändert, teilweise waren auch kleine Erholungen zu verzeich­nen. So waren am Elektromarkt Chade-Aktien mit plus 2 Mark etwas lebhafter verlangt. Auch von Kaliwerten konnten Salzdetfurth 2,5 v. H. gewin­nen. A. E. G. und Siemens waren bei mäßigen Umsätzen unverändert. I.-G.-Farben gesucht, Scheideanstalt eine Kleinigkeit höher. Zellstoffwerte konnten bis 1 o. H. anziehen. Autowerte uneinheit­lich, doch blieben die Veränderungen nach beiden Seiten nur gering. Don Montanwerten Mannes- mann weiter etwas abbröckelnd. Sonst waren Um­sätze in größerem Ausmaße nicht zu verzeichnen. Renten still. Im Verlaufe drückte die Geschäftsstille auf die Tendenz, und es ergaben sich neue 21 b - fchwächungen. Stärker angeboten waren Sie» mens bei minus 4 v.H., Farben büßten 1,5 v.H., A. E. G. 1,25 v.H. und Schlickert 2 v. H. ein. Arn Devisenmarkt war Spanien weiter schwach, 33,05. Am Geldmarkt war iagesgelb mit 6,5 v. H. wieder etwas leichter. Man nannte Mark gegen Dollar 4,2155, gegen Pfund 20,4475, London gegen Kabel 4,850750, gegen Paris 124,22, gegen Mailand 92,67, gegen Holland 12,1125.

Berliner Börse.

Berlin, 9. März. So geschäftslos wie heute war die Börse schon lange nicht gewesen. Vor­mittags konnte man überhaupt noch keine zuverläs­sigen Kurse hören, und jede Taxe, die man nannte, war geraten, und auch im Dormittagsverkehr wa­ren kaum reelle, d. h. auf Geschäften basierende Kurse, zu nennen. Abgesehen von der flüssigen Geldmarktlage lagen auch kaum Anregungen vor. Neuyork war Aroar zum Schluß ftft geworden und der Tagesgeldsatz dort mit 9 v.H. etwas leichter als am Dortage, dafür schien aber in Paris der Pessimismus hinsichtlich des Bankplanes zu wach­sen, und auch der Rückgang der Kohlenförderung, die starke Steigerung der Neuyorker Börsenkredite und der Mahnruf des Bankiers Warburg hemm­ten eine Einheitlichkeit in der Kursgestaltung. Min­destumsätze waren ausschlaggebend, und ein großer Teil der ersten Notierungen mußte überhaupt aus­gesetzt werden. Ungefähr dreißig Terminpapiere, darunter Aktien wie Harpener, Gelsenkir­chen, Bereinigte Stahlwerke, sowie 45 weitere Papiere, gelangten nicht zur Notiz. Bei A. E. G. war der feste Kurs, wie man uns sagt, mit 6 Mille Umsatz gebildet. Auffallende Derände- rungen hasten nur wenige Papiere. So verloren Geffürel 2,25 v. H., dagegen konnten Cha de- Aktien 3,50 Mark, Allgemeine Lokal und Kraft 3v.H. und Bemberg 5o.H. gewinnen. Deutsche Anleihen eher freundlich. Aus- länder geschäftslos. Der Pfandbriefmarkt war ruhig, meist behauptet. Der Geldmarkt war unverändert. Auch nach den ersten Kursen hielt die Geschäftslosigkeit an, und die Kurse neigten all­gemein zur Schwäche. Bei den schwereren Werten betrugen die Kursrückgänge im Verlaufe bis zu 2 v. H. Svenska plus 3 Mark.

Kunst und Wissenschaft.

Sechste Tagung

des Verbandes Deutscher Hochschulen.

In der Aula der Aniversität München wurde am Donnerstag der 6.Deutsche Hoch­schultag in Anwesenheit des Ministerpräsi­denten Dr. Held, des Kultusministers Dr. Gol­denberger und zahlreicher Vertreter der Reichs- und S atsbehörden eröffnet. Nach einem Willkomm des Rektors der Münchener Universi­tät, Geheimrats Dr. Bumke, ergriff Kultus­minister Dr. Goldenberger das Wort zu einer Begrüßungsrede, in der er betonte, dah die Regierungen den Verband von Anfang an in seiner Entwicklung verfolgten und ihm dank­bar für manche von ihm ausgehende Anregungen seien. Besonders herzlich begrüßte er noch die Vertreter der österreichischen Universitäten Wien und Innsbruck und den Vertreter der Technischen Hochschule Danzig. Hierauf sprach Oberbürger­meister Scharnagl. Sodann eröffnete der Vorsitzende des Deutschen Hochschulverbandes, Professor Dr. Schlink von der Technischen Hochschule in Darmstadt, den Hochschultag mit einem Vortrag, in dem er u. a. sagte: Eine wichtige Pflicht des Verbandes sei der Kamps gegen die Kriegsschuldlüge, und im Zusammenhang damit scheine die deutsche Kulturpropaganda im Auslande von be­sonderer Wichtigkeit. Hierauf ergriff Aniverfi- tätSprofessor Dr. Alois Fischer, München, das Wort zu seinem FestvortragDie Aufgaben der Hochschulen im Kampfe gegen die Inflation der Bildung". Musikdarbietungen umrahmten die ein­

drucksvolle Feier. Am Nachmittag fand der Hochschultag mit einer Rede von Professor L i c - deck, Bonn, über ..Sexualethik, akademische Ju­gend und Hochschule" in der Technischen Hoch­schule seinen Fortgang, womit der öffentliche Teil des Hochschultages beendet wurde.

Der Hochschultag des Verbandes der Deutschen Hochschulen in München hat in feiner Schlußsitzung am Freitag einstimmig eine Er­klärung zur Kriegsschuldfrage an­genommen, in der unter erneuter scharfer Zu­rückweisung des Artikels 231 des Versailler Vertrages, in dem von der Alleinschuld Deutsch­lands am Kriege die Rede ist, und nach einem Hinweis auf die von der unabhängigen geschicht­lichen Forschung zur Widerlegung der../These beigebrachten Tatsachen allen denen Dank und Anerkennung ausgesprochen wird, die an der Er­reichung dieser Ergebnisse mitgearbeitet haben und an ihrer Auswertung weiterzuarbeiten ent­schlossen sind. Von den deutschen Hochschullehrern werde erwartet, daß jeder einzelne von ihnen bei jeder sich bietenden Gelegenheit sich in den Dienst des Kampfes gegen die Kriegsschuldlügc stelle.

Buntes Allerlei.

Das Opfer unsachgemäßer Behandlung.

Die Staatsanwastschast des Landgerichts I in Berlin hat sich zu einem aufsehenerregenden Schritt entschlossen. Die Leiche des am 26. Februar ver­storbenen Photographen Alex Binder, der in Berlin eine sehr bekannte Persönlichkeit war, ist nicht zur Beerdigung freigegeben, sondern aus An- ordnung des Gerichts von der Kriminalpolizei b e - schlagnahmt worden. Es besteht näml.ch der dringende Verdacht, daß der Photograph, der an Leukämie litt, entweder durch grob fahrlässige oder durch völlig ungeeignete Behandlung einer an­geblichen amerikanischen Aerztin, derChiro­praktikerin" Alma Arnold, ums Leben gekommen ist. Nach erfolgter Obduktion ist die Leiche zur Einäsche­rung freigegeben worden. Die Anzeichen sprechen dafür, daß der Körper durch die strapaziösen MassagenundeineeigentümlicheDiät, die Frau Arnold dem Patienten auferlegt haste, all­mählich zermürbt worden ist. Nach den Mittei­lungen ihrer Rechtsanwälte hat Frau Arnold, die sich na ch Amerika begeben hat, nach Erledigung einer Paßangelegenheit sofort aus Amerika zurück» z u k e h r e n und sich den Behörden zur Verfügung zu stellen.

Professor Pirquets Testament.

Die gerichtsärztliche Untersuchung der Leiche des berühmten Wiener Arztes Professor Pir­quet ergab eine Vergiftung mit Zyan­kali. Das von Pirquet hinterlassene Testa­ment spricht den Wunsch aus, daß die Kinder­klinik durch einen seiner früheren Schüler, die er in alphabetischer Reihenfolge ohne Rangord­nung namentlich aufführt, f o r t g e f ü h r t werde. Zwei noch unvollendete Werke sollen von zweien feiner Schüler fertiggestellt werden. DaS Leichenbegängnis findet, nachdem die Leichen durch die Staatsanwaltschaft freigegeben sind, am Dienstag vormittag statt.

Spiclplan der Frankfurter Theater.

Opernhaus. Sonntag, 10. März, von 19,30 bis nach 22 Ahr: Pulcinella; hierauf. Der Jahr­markt von Sorolsa)inhi. Montag, 11., von 19,30 bis gegen 22,30 Ahr: Samson und Dalila. Diens­tag, 12., von 20 bis nach 21,30 Ahr: Salome. Mittwoch, 13., von 19,30 bis nach 22 Ahr: Tu- randot. Donnerstag, 14., von 19,30 bis 22,30 Ahr: Die verkaufte Braut. Freitag, 15., von 19,30 bis gegen 23 Ahr: Aida. Samstag, 16., von 19,30 bis nach 22 Ahr: Pulcinella; hierauf: Der Jahrmarkt von Sorotfchinhi. Sonntag, 17., von 17 bis gegen 22 Ahr: Parsifal. Montag, 18., von 19,30 bis 22,30 Ahr: Don Juan. Schau­spielhaus. Sonntag, 10. März, von 15 bis 17,15 Ahr: Im Weißen Röhl; von 20 bis 22,30 Ahr: Paulus unter den Juden. Montag, 11., von 20 bis gegen 22,30 Ahr: 1. Ensemble-Gast­spiel Lucie Höflich: Der Biberpelz. Dienstag, 12., von 20 bis gegen 22,30 Ahr: 2. EnsembleÄast- spiel Lucie Höflich: Meiseken. Mittwoch, 13., von 15 bis 17,30 Ahr: Schüler-Vorstellung: Nathan der Weise; von 20 bis nach 22 Ahr: Aimöe. Donnerstag, 14., von 20 bis 22,30 Ahr: Paulus unter den Juden. Freitag, 15., von 20 bis 22,30 Ahr: Der brave Soldat Schwejk. Samstag, 16.. von 15 bis 17,30 Ahr: Echülcrvcrstcllung: Nathan der Weise: von 20 bis gegen 22,30 Ahr: Ka­tharina Knie. Sonntag, 17., von 20 bis gegen 22,30 Ahr: Katharina Knie. Montag. 18., von 20 bis gegen 22,30 Ahr: Austausch-Gastspiel Landes- theater Darmstadt: Fatme.

Kurszettel -er Berliner und Frankfurter Börse.

Die hinter den Papieren angesührien Ziffern geben die Höhe der zuletzt beschlossenen Dividende an. Reichsbanldiskont 6.5 Prozent, Lombardzinsfuh 7,5 Prozent.

Aranlfurt a.

Berlin

.Trantfan a 4)1. 1 Berlin

Frankfurt a M.

Berlin

Berlin. 8. März

Geld | Brief

Franzonsch« Noten.....

HoUandtiche Noten ......

Jt Uentfdjc Noten......

Norwegische Noten......

Dcutsch-Qcstcrr,4100 Kronen

Numänische Noten......

Schwedische Noten......

Schweizer Noten.......

Spanische Noten.......

Tschechoslowakische Noten . .

Ungarische Noten ...

Devisenmarkt Berlin

Telegraphische

16,54 168,41

22,11

112,08

59,07

2,475

112,18

81,01

62,46

12,435

73,24

-Frankfur AuSzahli

16,58 169.09

22.19 112,52

59.31 2.495

112.62 81.33

62.74 12,495

73,54 t al ing.

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57,25

16,75

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89.5

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213

145

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168.62 1.770 58,42

112,24 112,42 112,45

10,59 22,04

20,427 1,2110

16,44 80,95 62.04 1,878

1.4995

59,17 2,448 7,390

13 375 3,042 18.71 11,65 2,074 5,445 4,190 4,291

20,958

168.96 1,774 58,54

112,46 112,64 112,67

10,61

22,08 20,467 4,219

16,48 81,11

62,16 1,882

0,5015

59,29 -2,468

7,404 73,515

34)48 18,7: 81.81

2.078 5,455

4,198 4,299

20,998

168.63 1,769 58,44

112,24 112,20

112,41

10,59 22,045 20,427 4,2110 16,445

80,99 62,14 1,878 0,499

59,165 12.469

7.391 73.38 1,037 18,76 81,65 2.071

5.44 4,186 4.286

20,958

168,97

1.773

58,56

112,46

112,42

112,63

10.61

22,085 20,467

4,2190

16,485

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1,882

0,501

59,285 12,489

7,405

73,52

3,043

18,80

81.81

2,075

5,45

4,196

4,294

20,998

Berlin. 8. Marz

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belgische Noten .......

Dönriche Noten........

Englische Noten........

4,207

58,23

111.98

20,387

4.227

58.47

112,42

20,467