Ausgabe 
9.3.1929
 
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Nervöse, abgehetzte Menschen

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Zahnärztliche Artikel

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rfu dem am 27., 28., 29. Juli fintt- findenden Bczirkskriegerselt des Stri.» ficru reins Gonterskirchen sollen die

IutkevfiSnre, iKavtrssett uns «Schießbuden vergeben weiden. (SdirtMidie Angebo e 'ollen bls »um 1. Avni an dm ersten Bor- fitzenden Herrn Wilhelm fHobtt einge- rercht werden. LiÄll)

ttrrcgervcrcin Gonterskirchen.

sollten weder Dobnenkafiee noch schwarzen Tee innken! Die darin enihalienen Gifte uetneben du- Nerven nod) mehr nut und ra den den wertvollen Schlaf Wer ner öS ist und schwache 'J>cnen hat. m.r an Sd.latloiigkeit, Schwächezusiändm, Mopf- sch'nerAen Nervenuberretznna. Schwindelanlällen nervösen Magen und Darmleiden. Angsnnilai'den und Melindtolie leitet, folhe on (Stelle dieser Ge- tvnntc lieber den aroniarifchen berubtgin'en und

e* Prof. Dr. Gundermann zum Chef­arzt des Friedberger Krank en Hauses gewählt. Wie aus Friedberg gemeldet wird, wurde von der zuständigen städt.sch?n Kifrpcr- scha t Prof. Dr. Gundermann (Siejen), der langjährige Assistent des Leiters der Gießener Chirurgischen Klinik, zum leitenden Arzt des städtischen Kran'enhau es in Friedberg gewählt.

** Eine Kundgebung gegen die Kriegsschuldlüge roirb auf Veranlassung der Arbeitsgemeinschaft der Militär- und Regimentsver­eine in Gießen am Donnerstagabend im Cafe Le b stattfinden. Oberst a. D. Kleinhans wird über Die ncucsten Forschungen auf dem Gebiete der Kriegsschuldlüge" sprechen. Der E ntritt zu der Kundgebung ist für jedermann frei. Man darf wohl hoffen, daß diese bedeutsame Veranstaltung aus allen Kreisen der Bürgerschaft den gebührenden starken Besuch finden wird. Man beachte die heutige Anzeige.

** Der Wasserrohrbruch in der Reu­st a d t, der schon vor etwa 14 Tagen festgcstcllt wurde und bisher trotz wiederholter Bemühungen nicht beseitigt werden konnte, ist nun an der richtigen Stelle ermittelt worden. De Bruchstelle des Rohres liegt gegenüber der Gastwirtschaft von Sauer. Aus dem geborstenen Rohre drang das Wasser in einen neben diesem Rohr liegenden alten Rohrkanal ein,

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Aus der provinzialhauptsiadi.

Gießen, den 9. März 1929.

^Oas lasse ich mir nicht gefallen!"

Das war eine böse Geschichte. Auf dem Schul­wege hatten sich die Jungen gebalgt. Dabei hatte ein wilder Strick einen kleinen schwachen Buben unter sich liegen und wollte seinen Zorn an ihm auslassen. Ein vorübergehender Herr stand dem klei­nen Opferlamm bei und gab dem angreifenden Schlingel, den er gut kannte, eine gehörige Ohr­feige. Heulend kommt der Junge heim und erzählt, wie ihn Herr M., ohne jeden Grund natürlich, ge­schlagen habe. Die Mutter, gleich bereit, ihrem Söhnchen beizustehen, rückt sofort in das Haus der Frau M., mit der sie sowieso noch eine Kleinigkeit zu regeln hat. ,Lch lasse mir einfach nicht gefallen, daß Ihr Mann meinen armen Zungen auf der Strohe halb tot prügelt ..so fängt es an. Einige liebliche Zwischenbemerkungen von Frau M. folgen, und noch einer halben stunde ist die Beleidigungs­klage fertig. Zwei Rechtsanwälte hatten zu tun. Trotzdem lief die Geschichte noch ziemlich glimpflich ab, da beide Parteien ihre Entgleisungen bedauer­ten, außerdem war erklärt worden, daß Herr M. wohl berechtigt gewesen war, dem Lausbuben einen Denkzettel zu geben. Ein Vergleich kam zustande. Die Kosten allerdings mußten getragen werden.

Wenn man solcheFälle" hört ober liest, möchte nwn aus der Haut fahren. Richt nur einzelne Per- Ionen, sondern Bereine ja halbe Dörfer verklagen ich wegen irgendeiner Kleinigkeit, sagen wir's rutsch: wegen eines Drecks! Persönliche Feind­schaft, Parteizwist und Erbitterung, die darauf lauern, dem anderneins auszuwiscben", sind die Triebfeder. Wenn man diese Anzeigesüchtigen hört, handelt es sich natürlich um ihr Rechtsgefühl. Das wird aber nur entflammt, wenn dieandern" etwas gemocht hoben.

Haben erst die Behörden die Sack-e in der Hand, bann kann nichts mehr rückgängig gemacht werden. Alles muß feinen Gong gehen und ordnungsgemäß erledigt werden. Welche Menge Zeit, Arbeitskraft (man denke an Zeugenverhöre von mehr als zwan­zig Personen, wegen einer geringfügigen lieber» tretung!), werden oft vergeudet! Gar mancher möchte während der Verhandlung zurücktreten und alles ungeschehen machen. Aber sie rollt. Viel später kommt bann die Einsicht:Wenn ich bas ge­ahnt hätte!" Und wie leicht wäre es gewesen, durch ein paar gütige Worte die ganze Sache zu er­ledigen!

Ich halte es auch für ganz verkehrt, wenn der Doter zu feinen Sprößlingen sogt:Wenn euch einer etwas tut, bann laßt euch ja nichts gefallen!" Wie oft hört man diese Worte auch von Erwachsenen tagtäglich, bei jedem Quark müssen sie herhalten. Da ist es kein Wunder, wenn sich Prozesse und Belei­digungsklagen häufen. Es gibt aber Menschen, die bas Wort Rochgeben in ihrem Wörterbuch nicht haben.

Alle bie, die bei der harmlosesten Sache auffahren unb schreien:Was wollen Sie damit sogen? Dos brauche ich mir nicht gefallen zu lassen!" nennt man auf dem LandeUnleib". Wir kennen sie wohl, diese Herrschaften, und am besten heißt es bei ihnen: Drei Schritt vom Leib! Denn da helfen auch freund­liche Worte nickt viel, manchmal aber ein starker Scherz. Bei Gelegenheit verabreichte ich einmal einem grünen Jungen von siebzehn Jahren für eine unflätige Bemerkung eine kräftige Ohrfeige. Wü­tend sprang er auf und rief:Ich lasse mir das nicht gefallen, ich brauche mir keine Ohrfeige geben zn lassen!" Mit erhobenen Fäusten stand er vor mir. Ich sah wohl die Gefahr, blieb aber äußerlich ruhig und erwiderte:Was willst du denn? Du hast sie ja schon!" Ein schallendes Gelächter der Anwe­senden lenkte den Zornigen ab, er setzte sich ver­wirrt auf feinen Platz.

So wird auch oft dos Ehrgefühl bei unfern Kin­dern ins Maßlose gesteigert. Jedes Wort, jeder Name muß auf die Goldwaage gelegt werden, be­sonders, wenn esder" oberbie" gesagt hoben. Ich werde ba immer an eine Begebenheit aus meiner Schulzeit erinnert. Der Lehrer hatte mich ich war schon sechzehn Jahre alt etwas unsanft angefaßt, und dabei waren einige kräftige Worte, wie Kindskopf usw. gefallen. Ich war mir meiner Schuld bewußt und schwieg. Aber wer nickst schwieg, bas waren meine Mitschüler. In der Pause dräng­ten sie sich um mich und reizten mich mit der ange­führten Ueberschrift so lange, bis ich nachgab unb mich noch an demselben Tage zu dem Lehrer ver­fügte und ihn aufforberte, bie schlimmen Worte vor ber Klasse zurückzunehmen! Mein Ehrgefühl sei ver- letzt worden! Der Lehrer, sonst ein guter Mann, saß am Fenster und schaute manchmal auf bie Straße, bann wieder nach mir unb sagte lange nichts. Endlich aber, als ich noch aufgeregt und er- wartend vor ihm stand, beutete er auf einen Stuhl unb sagte freundlich:Wollen Sie sich nicht erst einmal setzen?" Verblüfft nahm ich Platz. Und nun fing er an und stellte mir noch einmal mein Be- nehmen am Morgen vor Augen, ganz freundschaft­lich und väterlich. Er gab sich gar nicht als hoch» fahrender Pädagoge, sondern einfach als Mensch.

Eingesandt.

(f V Form unb Inhalt alle- unter dieser 9xubiu stehenden Artikel übernimmt bie Redaktion dem ublikum gegenüber keinerlei Verantwortung.)

wohnuagsgeldzuschuß an städtische Ruhebeamte.

Die Mainzer Stadtverordnetenversammlung hat in ihrer Sitzung vom 30. Januar 1929 beschlossen, daß als Bestandteile des Ruhegehaltes ber Woh- nungsgeldzuschuß nach ber Ortsklasse des jeweiligen Wohnsitzes, mindestens jedoch der Ortsklasse B und h chstens noch der für Mainz jeweilig gültigen Klosse zu erfolgen habe" (zur Zelt Klasse A).

Dieser Beschluß durchbricht in vollem Umfange die Grundsätze ber seitherigen reichsgeietzlichen Be- ftimmungen unb zeigt gleichzeitig volles Verständ- nis für die schwere Lage ber me.ften Ruhestänbler. Die Auswirkung bieses Beschlusses ist aber nicht allein günstig für bie Ruhestanbsbeamten, sondern auch für bie Stadt Mainz. Denn manchem Ruhe- ftanbsbeamten wirb es nunmehr nicht allzu schwer fallen, seinen Wohnsitz auch auswärts zu nehmen, woburch ftäbtifdje Wohnungen frei werden. Daher dürste die Mainzer Neuregelung auch den anderen größeren Stadtverwaltungen zur eingehenden Prü­fung unb Einführung empfohlen fein. X.

Srieffoften der Redaktion.

(Rechtsgutachten finb ohne Derbinblichkeit der Schriftleitung.)

D. C. JL 1. Die Anleihen der Stadt Gießen vom 10. Juli 1923 sind bereits durch Bekanntmachung ber Gießener Stadtverwaltung vom. 3. August 1926 zur Barablösung aufgerufen worden. Obwohl die Frist längst verstrichen ist, nimmt die Stadtverwal­tung aber auch jetzt noch die Barablösung vor. Wenden Sie sich unter Vorlegung der Anleihestücke direkt an die Gießener Stadtkosse. 2. Für einen Studenten über 21 Jahre, den der Vater noch zu unterhalten hat, kann im allgemeinen die Lohn­steuer nicht gekürzt werben. Es sind jedoch durch § 56 des Einkommensteuergesetzes Ausnahmerege­lungen zugelassen, die aber eine wesentliche Bedürf­tigkeit voraussetzen. Einen entsprechenden Antrag müssen Sie an das dort zuständige Finanzamt rich­ten, wo Sie auch weitere Auskunft erhalten werden.

Amtsgericht Gießen.

Wie berechtigt bad Mißtrauen gegen bettelnde Zigeuner unb das unnachsich ige behördliche Vor­gehen gegen diese ist, beweist folgender Fall: 3m März 1925 verließ eine Frau aus der Roro- anlagc, die allein zu Hause war, auf kurze Zeit wegen ihres Hundes die Parterrewohnung. Wäh­rend dieser kurzen Zeit betraten zwei Zigeuner­weiber die Wohnung, angeblich als Epihenver- täuferinnen, in Wirklichkeit aber als Bettlerinnen, mit der Nebenabsicht, Gelegenheitsdiebstähle aus­zuführen. Die Frau traf sie bei ihrer Rückkunft in der Küche an. Ungefragt beteuerten sie nach Zigeunerart sofort, nichts weggenommen zu haben; die Frau schenkte ihnen schließlich em paar abgetragene Schuhe. Bald wurde sie aber inne, daß sie von den Zigeunerinnen bestohlen worden war. Es fehlten in der Küche und in dem Schlafzimmer bares Geld und Echmucksachen in bedeutendem Werte. Die eine der beiden Zigeunerinnen, damals 17 Jahre alt, nach der fast vier 3ahre vergeblich gefahndet worden ist, vorgeführt, erklärte auf der Anklagebank, nicht sie, sondern ihre vier Jahre ältere verheiratete Begleiterin, unter deren Einfluß sie gestanden, sei die Diebin, diese habe ohne sie die Wohnung rasch durchsucht und den Diebstahl begangen, der von ihr auch in Zigeunerkreisen eingestanden worden sei. Das Gericht hat auf Grund der Aussagen der Bestohlenen die Ueberzeugung ge­wonnen, daß entweder beide Zigeunerinnen ge­meinschaftlich die Gegenstände gestohlen haben, oder daß eine von beiden mit oder ohne Wissen der anderen, wahrscheinlich mit deren Wissen, die Täterin war. Es muhte aber mit der ent­fernten Möglichkeit rechnen, daß die Verhaftete tatsächlich die Wahrheit gesagt hat, wenn auch gewichtige Verdachtsmomente und die gerichts­notorischen Zigeunergewohnheiten für eine ge­meinschaftliche Begangenschaft sprechen. Vach alle­dem mußte das Gericht auf Freisprechung wegen nicht völlig ausreichenden Beweises er­kennen und die Angeklagte aus der Haft ent­lassen.

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Als er geendet hatte, fragte er mich:Verlangen Sie immer noch, daß ich die paar harten Worte zurücknehme?" Ich verneinte unb ging nicht so stolz aus feinem Zimmer wie ich eingetreten war. Mei­nen Kameraden, bie gern einmal gesehen hätten, daß berMagister" klein beigeben mußte, sagte ich nur:Die Sache ist in Ordnung". Es waren wohl einige darunter, die etwas von Feigling murmelten, aber bie Sache schlief bald ein.

Ich kenne allerdings auch Fälle, in denen der Lehrer Abbitte tun mußte. Die Folgen waren aber für die Schüler, denn auch bie Lehrer sind Men­schen, nicht gerade rosig.

Mir hat es jedenfalls nichts geschadet, daß ich mir einmaletwas gefallen ließ". W.

Vornotizen.

Lageskalender für Samstag. D. H. V.: Monatsversammlung, 8 33 Uhr, im Hotel Köhler. G. D. A.: Monatsversammlung, 8,33 Uhr, CisenbahnhoielHopfeld". Reichsver­band der Zivildienstberechtigten: Monatsver­sammlung, 21 Uhr, »Stadt Ltch". Bauerscher Gesangverein: Herren-Kommers zur Feier des 65. Stiftungsfestes, 8 Uhr,Universitätsrestau- rant. Lichtfpielhaus, Bahnhofstraße:Mein Herz ist eine Jazzband", abends 1 0,45 Uhr: GastspielDas Auge der Welt". Astoria- Lichtspiele:Diebe".

Tageslalender für Sonntag. Stadttheater:Die Tanzgräfin". 18 bis 21 Uhr. Evangelische Stadtmisfion, Löberstrahe 14: Jugend- unb Familienabend mit Li^tdilder» bortrag, 8 Uhr. Bienenzüchterverein Gießen unb Umgegend: Versammlung, 3 Uhr nachm., Doller, Vahnhofstraße. Deutscher Stenogra­phenbund: Fe^nwettschreiben, vormittags 13 Uhr in der Pestalo-z.schule. Lichtspielhaus, Bahn­hofstraße:Mein Herz ist eine Jazzband": barm. 11,15 Uhr: Frühvorstellung. GastspielDas Auge der Welt".Astoria-Lichtspiele:Diebe".

Stadttheater Gießen. Aus dem Stadttheaterlmreau wird uns geschrieben: Die morgige Fremdenvorstellung beginnt um 18 Uhr. Die Tanzgräfin", Operette in 3 Sitten von Leo­pold Jakobson unb Robert Bvbansch. Ermäßigte Operetlen-Preise. Für Freitag, 15. März, wird Dernard ShawsCäsar unb Cleopatra" vorbereitet. Es wird für das Gießener Theater- Publikum sicher von großem Intereise sein, wie­der einen Shaw auf ber hiesigen Bühne zu sehen. Tie kommende Woche bringt am Dienstag, 12. März, bie erste Wiederholung von Heifer- mansHoffnung auf Segen" und am Mittwoch ein Gastspiel des Reuen Operettentheaters Frank­furt mit der vollkommen modern ausgestatteten und sehr originell inszenierten OperetteDer Mikado".

Ber Goethe-Bund bittet uns, mitzu- feilen, daß das für Montag im Rahmen des zusammen mit dem Stadttheater veranstalteten Kammerspiel hflus vorgesche.'.e Gafts-iel von Anna Bahr-Mildenourg info.gr plötz­licher Grippecrkrankung der Käuferin verschoben werden muß. Gelöste Karten behalten ihre Gül­tigkeit. (Siehe heutige Anzeige.)

EvangelischeStadtmission, Löber- straße. Morgen, Sonntag, abend Jugend- und Fa­milienabenb mit Lichtbiibervortrag:Das Leben bes Apostels Paulus". Näheres in ber heutigen Anzeige.

DasLichtfpielhausBahnhofstraße bringt von nächsten Montag ab ben FilmWaterloo" zur Aufführung. Otto Gebühr wirkt babei afe Blücher m t. Siehe heutige Anzeige.

D. H. V. - F i l m. Die Vorführung dieses Filmes findet, wie berichtigend tnilzuteilcn ist, nicht am nächsten Sonntag, sondern erst am Sonntag, 17. März, im Lichtspielhaus, Bahn­hofstraße, statt.

ber schon lange außer Betrieb gestellt ist. Durch ben alten Kanal strömte bas Wasser eine ganze Strecke weiter unb trat bann in bem Kler eines Hauses ber Neustabt zutage. Hier ergoß es sich fo lange in ben Keller, bis bie Leitung ab.,estellt wurde. Die In- standsetzung des Rohres ah ber Schadenstelle ist heute morgen in Angr.fs genommen worden. Um bie Be- schädigung zu finden, mußte an verschiedenen Stellen die Straße vergeblich aufgebrochen werden.

** Eine Ausstellung von Schüler- Zeichnungen hat das Realgymnasium im Zeichensaale ber Anstall hergerichtet. Die Ausstellung ist heute bis 6 Uhr nachmittags unb am morgigen Sonntag von 10 Uhr vormittags bis 6 Uhr nach­mittags für jebermann geöffnet Siehe gestrige An­zeige.

Hineingefallene Schwindler. Am Mittwochabend gegen 8 Uhr erschienen, wie der heutige Polizeibericht mitteilt, bei einem hiesigen Arzt zwei Männer mit dec Angabe, mit dem Auto verunglückt zu fein. Der eine behauptete, er habe sich dabei innere Verletzungen am Bein zugezogen und könne nicht gehen. Der Arzt rief Die Sanitätskolonne zum Krankentransport her­bei, diese legte den angeblich Verletzten auf die Tragbahre, brachte ihn mit dem Sanitätsauto zum Evangelischen Schwesternhaus und dort auf der Tragbahre nach einem Zimmer der ersten Klasse, wo er untecgebracht wurde. Der zweite Mann ging bei dem ganzen Vorgang treu und brav nebenher. Während sich der herbeigerufene Krankenhausarzt mit der Untersuchung des an­geblich Verletzten abmühte, erklärte piöhlich der andere Fremdling einer Krankenschwester, daß die ganze Eefchichke nur Schwindel sei, sie hätten weder einen Autounfall gehabt, noch hätte sich sein Begleiter auf andere Weise Verletzungen zugezogen. Ratürlich wurde sofort die Polizei verständigt, die die beiden Brüder festnahm. Run stellte sich heraus, daß der angeblich -Ver­letzte in einer Butzbacher Wirtschaft beim Bier gewe sen hatte und dort mit dem anderen, der von Offenbach gekommen war und sich in der Zellenstrafanstalt in Butzbach zum Stras- anlri.t melden wol te, Dekanats .^ft gc..;au)i i> t e. Beide begossen die neugebackene Freundschaft kräftig, der Offenbachervergaß" die Strafanstalt, und miteinander gondelten sie in einem Butz­bacher Auto nach Gießen, wo auch hier beim Vier weiter gefeiert wurde, bi 3 die Moneten restlos k eingcschlagen waren. Dann sollte die Autofahrt nach Marburg fortgesetzt werden, allein der Chauffeur verlangte erst Bezahlung, die er aber von den nun mittellosen Fahrgästen nicht mehr erhielt. Er ließ sich vorschwatzen, der eine sei Metzgermeister in Frankfurt und werde ihm das Geld schicken. Mit dieser Deruhigungspille fuhr der gutmütige Autolenker nach Butzbach zurück, und die beiden Zechkumpane blieben hier, wo sie nun unter der Angabe eine3 Autounfalles sich ein recht schönes und bllliges Äachtquatier erschwindeln wollten. Der angeblich Verletzte ist ein vielfach vorbestrafter Betrüger, der erst vor drei Wochen aus der Strafanstalt entlassen wurde. Sein (Begleiter, der eine fünfmonatige Gefängnis­strafe zu verbüßen hat, wurde unter sicherer Bedeckung nach Butzbach gebracht, damit er nicht wieder beimAbschied,schoppen von der Frei­heit" die Wohnung mit den eisernen Gardinen vergesse.

Fest genommene Viehdiebe. Der Po'.izeibericht. meldet: Am 7. März wurden hier drei Personen feftgenommen, die zwei Stück Rindvieh an den Mann bringen wollten. Sie gaben an, die Tiere in Münster (Eifel) gekauft zu haben. Mittels Lastkraftwagens haben sie die Tiere hierhergeschafft. Die sofortigen Ermittlun­gen ergaben, daß das Vieh einer armen Witwe in Hümmel (Eifel) aus dem Stall gestohlen wor­den ist. Die beiden Haupttäter sind zwei der Kölner Polizei belarnte Persönlichle.ten, die schon mehrfach mit dem Strafgesetz in Konflikt gestan­den haben. Auch jetzt werden beide wieder wegen anderer Strafsachen, darunter wegen eines Ein­bruchs in einen Güterbahnhof, von der Kölner Kriminalpolizei gesucht. Die Beiden und auch der Kraftwagenföhrer wurden dem Amtsgericht zu- gesührt und dort unter Haftbefehl gestellt.

** Der Butzbacher Faselmarkt, der wie schon kurz gemeldet am 21. März stallf.ndet, wird mit einer Verlosung verbunden fein, bei der wertvolle Gewinne der verschiedensten Art zur Aus­spielung kommen sollen. Der Reit- und Fahrverein Bugbach und Umgegend wird erstmalig am Nach­mittag des Markttages ein Reitturnier abhallen. Man beachte die heutige Anzeige.

* Frankfurter Pferdemarkt. Am kommenden Montag findet in Frankfurt a. M. Pferdemarkt statt, für den wieder eine zahlreiche Beschickung mit Pferden aller Rassen angemeldet ist. Jnteresfenten seien auf die heutige Anzeige besonders hingewiesen.

(Weitere Lokalnachrichlen im zweiten Blatt)

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