Ausgabe 
9.2.1929
 
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haS Ruhebett zurück.5hi sollst dich schonen, mein LiebeS I Du weiht doch, was Dr. Fehmann gesagt hat." ,

.31a! Hettingen beugte sich zu der Schwester herav und liebkoste ihre Wange. Sie hielt seine Hand fest und lieh ihren Wund darüberglciten. .So viel freut er fich. mein Erzherzog! So viel." sagte sie ihm leise und zog ihn neben fi<6 auf den fellbclegten Diwan, während ihr Gatte die Geschwister Richchofen unterhielt.

Aach einer halben Stunde wußte auch Fehmann und dessen Frau, dah Maria Richtholens Glück nur noch m lauterste Sonne getaucht war.

.Was wird Mutter sagen?" fragte die junge Frau und drückte sich enger an den Gatten.

.Sie weih es seit unserem Hoch e tstage!" be- schied er, und als er ihren wortlos erstaunten Blick sah. zog er ihren Arm fester durch den seinen. .Mutter hätte wohl geschwiegen, aber ich sah, wie sie darunter litt, und machte ihr das Herz leichter, indem ich ihr vor der Trauung gestand, dah ich wisse, wen ich mir zur Frau gewählt habe." .

Die Daronin Hettingen schloh die Schwieger­tochter herzlich in die Arme, als diese sich über ihre Hände neigen wollte. .Ist mein Junge gut zu dir, Kind? Und als die junge Frau unter Tränen strahlend zu ihrem Gatten aussah und nur zu nicken vermochte, legte die Daronin die Hände der beiden ineinander. .Ich habe so hart gewartet auf diese Stunde, in der ich euch so wie jetzt vor mir sehe. Aun habe ich nur noch einen Wunsch wenn du mir diesen erfüllen wolltest, Achim?"

.Was soll eS sein. Mutter?"

.Komm wieder heim zu uns! Bleib wieder in Wien.

Hettingen wurde etwas bläh. Aichtholen wech­selte die Farbe und getraute sich kein Wort zu sagen. Maria wagte kaum aufzusih^n. Ihre Hand lag zitternd in der des Gatten.

.Was sagst du zu Mutters Dorschlag?" fragte Hettingen und zwang ihren Blick in den seinigen.

Sie gab keinen Ton von sich. Hilflos hingen ihre Augen an dem Bruder. Richthofcn muhte

Lach« Vaiarro!

Vornan von 3- <5d?neifrcn$oerflL

vrdeberrechtsschutz Oskar Meister, Werdau i. Sa.

(Schtutz.)

Leopold sah es mit Augen, die ganz ver­dächtig feucht waren .Ich tann's ja noch alleweil net glaubn, Joachim!"

Da Vang ihm Marias Kinderlachen entgegen, tte lies an ihm vorbei nach den Räumen, denen sie so lange ferne gewesen war. und die all ihre Reue und all ihr Leid gesehen hatten

»Ioachim!" Sie flog ihrem Wanne, der eben Lber die Schwelle trat, an den Hals.Ioachim!"

,3a. mein Liebes! Freu dich nur. Kind! Mt einem Lächeln sah er ihr nach, als sie wieder davoneilte. _

Richthvsen drückte den Schwager in einen Stuhl. /Bitt schön Alter, ich muh was unter die Fuß »nb In mein Magn tric in. sonst vermach ich's nimmer. Trägst ihr wirllich nix mehr nach, der Wizzl!?" _ ,

Hettingen blickte ihn von der Seite an: »-Zwei­felst du daran? r t ,

.Ra. Ioachim! Ich hab's ja ch glehn wie gut bah du mit ihr bist! Ich dank dir halt! Recht viel tausendmal dank ich dirl

Und dann kam Maria und steckte die beiden Männer mit ihrem Iubel an. Eine halbe Stunde später fuhr man zu Isabella, die. von ihrem Erzherzog betreut, auf einer Chaiselongue ruhte. Als Ioachim eintrat, sprang sie auf.

,Iessas. der Bub! Und die junge Frau auch? Und der Herr Leopold? Wann das nix 8u bedeuten hat!

Und als sie alles wußte, nahm sie ioachim sehr unsanft bei den Ohren: .Du Erzschlawiner Da- sagst jetzt, Christoph? wandte sie sich an ihren Mann. »Ist das net ein schrecklicher Mensch?

3a dem ernsten Gesicht des Erzherzogs spielte ein Lächeln. Er drückte seine Frau wieder auf

sich erst räuspern, ehe er zur Rede anfetzte: ..Wann ich dich halt bittn durst. Achim? Wann du mir's halt net verübeln tatst ich braucht an Teilhaber für die Fabrik! Ich

.Einen Teilhaber ohne Geld!" wehrte Het­tingen etwa? schroff.

Maria erschrak tödlich und flehte Leopold mit den Augen an. zu schweigen. Sie selbst würgte an den Worten, die sich überhasteten. ..Mein Mann hat vollkommen recht, Poldl! Wir wollen uns erst etwas ersparen. Bis jetzt ist es noch nicht gegangen. Joachim hat zu viel Auslagen für mich gehabt, die Wäsche und die Möbel und alles andere. Dielleicht später! Richt wahr. Liebster? Später, wenn wir irgendein lleines Kapital in die Fabrik einlegen können."

Hettingen war entwaffnet und bis ins Innerste erschüttert. Mit keinem Worte erwähnte das geliebte Weib ihr großes Vermögen, das einmal ihrem Glück zur Katastrophe geworden war. Ganz auf ihn allein, nur auf das, was er verdiente und ihr durch seine Hände zukam, wollte sie angewiesen sein. Er fühlte, wie ihre Finger die seinen umklammert hielten, als könnte er ihr noch einmal genommen werden. Sein ganzes Herz tat sich aus, ihr etwas Liebes zu tun, ihr xu zeigen, wie über die Maßen selig sie ihn durch ihre Worte gemacht hatte.

-Ich hätte noch einen anderen Vorschlag. Poldl! Mit der Teilhaberschaft ist es nichts! Das wirst du einsehen! Aber wenn du gelegentlich einen vakanten Posten hast, eine Ingenieurstelle oder so -twaS wäre ich dir sehr verbunden. Das kann ich ruhig annehmen, auch wenn ich dein Schwager bin. Meine Frau ist unter Umständen so lieo. eine Kaution für mich zu stellen! Richt wahr. Maria?"

»Ioachim! Sie wühlte ihr Gesicht in seine Schulter. »Du hast noch immer nicht vergeben."

.Doch. Kind! Sonst würde ich wohl nicht sagen, du möchtest für mich Bürge stehen. Poldl muß ja eine Deckung haben, wenn ich ihm einmal mit der ganzen Kasse durchgehe."

.Is eh richtig!" lachte dieser. »Da werd's gut sein, wann ich die Mizzl zum Teilhaber nimm.

Dann tragn wir den Verlust zu zweit. Is aff« weil besser wie allein. Wann können S' als» srühestens eintretvn, Herr Direktor? Sr machte Hetlingen eine tiefe Verneigung.

.Höre Maria, nun bin ich schon zum Direktor avanciert. Da? macht wohl die hohe Kaution, die meine Frau stellt?

.Ratürlich!" Richthvsen saßen tausend Schelme im Genick. »Die Herrscha tcn wohnen in der Mariahilfcrstrahn. Ich bleib draußn. weil man da ruhiger schlaft, und na ja. warum soll ich's denn net sagn weil ich da ab und zu auch an Freund mit z' Haus bringen kann, ohne dah er schon in aller Früh bei die Haar aus'm Bett zogn wird."

Hettingen lachte unverhalten auf, riß die ge­liebte Frau an sich und küßte ihr den zuckenden Mund immer und immer wieder, bis sie sich mit einem Stöhnen loswand. .Ioachim, wir fahren gleich wieder nach Bellinzona und-Hackcn.

»So schnell geht es nicht," wehrte er. .Ich muh erst Ianles um meine Entlassung bitten und warten, bis er Ersatz hat. Aber du kannst gleich hier bleiben, Kind. Ich regle unten alles und komme dann nach.

Sie sah ihn ganz ent'etzt an. »DaS das kann doch dein Ernst nicht sein, Achim, daß ich allein hier bleiben soll und du nach Bellinzona fährst und ich warten muh. bis du Wiede» kommst. Ich würde ja schon am zweiten Tage ver­rückt vor Sorge und Angst um dich."

»Da hast es jetzt. triumphierte Richthofen. .Wann man eine Frau hat. bringt man f* nimmer los, wann man noch solche Ausllücht macht. Drum schau ich mir um keine!"

Marias Lippen schloffen ihm den Mund.

Draußen aber wirbelten die Flocken über die Erde, und die Menschen gingen aus weihe« Sammet durch die Rächt, die sie mitsamt ihre« Glücke und all ihrem Leid barmherzig in die Hut nahm, damit sie beim Erwachen wieder stack genug seien, die SchicksalS'chläge des Daseins zu ertragen und wie ein Held durch Glück uni Leid zu gehen bis zum Ende.

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