Ausgabe 
9.2.1929
 
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freunde, die sie tn schwerer, nervenaufreibender und bisweilen recht gefährlicher Arbeit zu er­ringen trachten. Auch sie sind Schwerarbeiter, ior deren Erfolg die Götter den Schweiß gesetzt iaben.

Öomfapifular Lenhart 60 Jahre alt.

WSR. Mainz. 8. Febr. Heute vollendete Domkapitular Professor Georg Lenhart sein 6 0. Lebensjahr. Der Jubilar, der in Gernü- heim a. Rh. geboren ist. bezog 1889 das Priester- seminac in Mainz. Roch kurzer Tätigkeit als Kaplan in Bensheim kam Professor Lenhart 1894 an das Lehrerseminar. 3m Jahre 1920 wurde er vom Bischof Kirstein ins Mainzer Domkapitel berufen. 1919 entschloß er sich zur Annahme eines ihm angetragenen Landtagsmandats und gehörte dem Landtag in zwei Perioden an.

Erhöhung der Revisionssumme.

Rach einer mit dem 15. Februar in Kraft tre­tenden Verordnung der Reichsregierung beträgt die Revisionssumme in bürgerlichen Rechts st reitigkeiten künftig 6030 Mark. 3n den Sachen, in denen das Verufungsurteil vor dem 15. Februar verkündet ist, bewendet es bei der bisherigen Revisionssumme von 4030 Mk. Ein gleichzeitig in Kraft tretendes Gesetz ermög­licht es dem Reichsgericht im Interesse der Be- schleuniguna des Geschäftsgänge; in bürgerlichen Rechtsstreitigkeiten, von der mündlichen Verhand­lung über eine Revision abzusehen, wenn es nach Lage der Sache die mündliche Verhandlung zur Klärung der für die Entscheidung in Betracht kommenden Rechtsfragen nicht für erforderlich hält.

Zuchiviehversteigerung in Alsfeld.

Infolge der großen Zeitspanne, die zwischen der letzten Zuchtviehversteigerung des Landwirt» schaftskaminerausschusses für Oberhessen im Oktober v. I. und der am 14. Februar in Alsfeld statt­findenden Zuchtviehversteigerung liegt, sind die An­meldungen außerordentlich zahlreich eingelaufen, lieber 110 Fleckoiehbullcn, sowie sechs Eber des veredelten Landschweins werden zum Verkauf aus« Geboten werden. Bei der großen Auswahl der zur Versteigerung kommenden Tiere wird es Kouflieb- habern nich tschwer fallen, etwas Passendes zu fin­den. Wie schwierig es ist, ein Zuchttier freihändig zu kaufen, das kann nur der ermessen, der ein solche Bullenreise" schon mitgemacht Hot. Weite Wege müssen zurückgelegt werden, von Stall zu Stall wird gewandert und schließlich wird, weil man des Suchens müde ist, ein Bulle gekauft, auch wenn noch manches an ihm auszusetzen ist. Die seit Jah­ren durch den Landwirtschaftskammsr-Aussibuß für die Provinz Oberhessen getätigten Zuchtoieyverstei- gerungen entheben die Ankaufskommissionen der be­schwerlichen Reisen und erleichtern ihnen die Aus­wahl, da die besten Tier« beim Vergleich mit an­deren, weniger guten ohne weiteres herausgesunden werden können. Abgesehen von dieser Annehmlich­keit bieten die Zuchtviehversteigerungen auch Gele­genheit zu verhältnismäßig preiswertem Ankauf, da infolge des starken Angebots die Preise in er- träglichen Grenzen liegen. Sämtliche zur Versteige­rung kommenden Tiere sind in die Herdbücher der

Landwirtschaftskammer eingetragen, sie werden fer­ner, soweit sie verkauft werden, und das für die Körung erforderliche Alter erreicht haben, durch die auf dem Markte anwesende Kreiskörlommission an- gekört. Etwa zehn Prozent der in Alsfeld zum Verkauf kommenden Zuchtbullen stammen von Kühen ab, deren Milchleistungen amtlich kontrolliert sind. Alles in allem kann der Ankauf von Fasel- tieren auf der Zuchtviehversteigerung in Alsfeld allen Gemeinden und sonstigen Interessenten emp­fohlen werden. Man beachte die heutige Anzeige.

Rundfunkprogramm

dsS Fraicksurter SenderS.

lAus derRadio-Umschau".)

Sonntag, 10. Februar.

8.30 bis 9.30: Morgenfeier, veranstaltet vom Wartburgverein. 11 bi» 11.30: Eltemstunbc. 10.30 bis 11: Stunde der Jugendbewegung .Wo schließ« ich mich an?", Vortrag von Bezirks-

MMMUNiMW!

jugendpfleger Fritz Grebenstein. 11.30 bis 14 33. Von Zakopane lpoln. Karpathen): Internationale Sttsprünge (Weltmeisterschaft). 15.45 bis 16.45: Stunde der Jugend. 16.45 bis 17.45: Stunde des Landes. 17.45 bis 18.33: Stunde des Rhein- Mainischen Verbandes für BoiksbildungDer Theologe und Dichter Johann Valentin And-:cae, ein Lebensbild aus dem 17. Jahrhundert". Vor­trag von Geh. Prov.-Rat D. Dr. Dechent, Frank­furt. 18.30 bis 19: Von Königswufterhausen: Vortragsreihe ..Die Beziehungen zwischen Löh­nen, Preisen und Konjunktur", Lin^eitungsvorlrag von Prof. Dr. Wagemann, Präsident des sta­tistischen Reichsamts. 19 bis 23:Tanzrausch im Indianerwigwam", Vortrag mit Schallplatten­beispielen. 20: Don Stuttgart: Die Faschings- fee, Operette in 3 Al.:n von Dr. A. M. Will- ner und Rud. Oesterreicher. Musik von E. Köl- nun. Anschließend: Sportnachrichten. Darauf bis 0.30: Tanzmusik.

Montag, 11. Februar.

6.30: Morgengymnastik. 12.33: Schallplatten­konzert:Ein Slückerl vom alten Wien . . .!" 15.30 bis 15.55: Stunde der Jugend. 13.30 bis 15.30: Don Mainz: RosenmontagSzug. 15.55 bis 16.05: Haussrauendienst. 16.35 bis 18.05; Von Stuttgart: Konzert des Rundfunkorchesters. 18.10 bis 18.30: Lesestunde. 18.30 bis 19.30:Sing­stunde in Afrika", Vortrag mit Schallplatten­beispielen. 19.33 bis 19.45: Englische Literatur­proben. 19.45 bis 20.15: Englischer Sprachunter­richt. 20.15: Don Stuttgart: Rosenmontag. 23.15 bis 23.35: Von München: llebcrtragung einer Münchener Fran^aise von der Redoute im Löwen­braukeller.

Dienstag, 12. Februar.

6.30: Morgengymnastik. 1333: Schallplatten­konzert:Operettenmusik". 15.05 b'.s 15 35: S.unde der Jugend. 15.55 bis 16.05: Hausfrauendienst. 16.35 bis 18.05: Rach Stuttgart: Konzert des Rundfunkorchesters: Alte Operetten. 18.10 bis 18.30: Lesestunde. 18.30 bis 18.45: Von Kassel:

15 Minuten Ratschläge für Mutter und Kind. 18.45 bis 19.15: Von Kassel: Vortrag. 19.15 bis 19.45: Funkhochschule: Vortrag von Dr. Tholuck. 5)irc'-or der städtischen Schulzahnklinik. 19.45 bis 23.15: Schachstunde. 23.15: Rach Glut .gart: Robert Koppel-Abend. Anschließend von Kassel: Faschingsveranstaltung.

Mittwoch, 13. Februar.

6.30: Morgengymnastik. 13: Vom Festsaal der Klinger-Oberrealschule: @r Öffnung des Schul- sunklehrgangs.Der Jugendfunk des Frank­furter Senders". Vortrag von Rektor K. 'Wehr- han. 12.45 bis 13.15: Schulfunk: Auslanddeutsch­tum, vorgetragen von Kurt Faber. Lambrecht i. d. Pfalz: ..Tausend Kilometer im Kanu". 13.15: Schallplattenkonzert: .Ir.st.'umentalsoli und

Kammermusik". 15.05 bis 15.35: S.unde der Jugend. 15.55 bis 16.05. Hausfrauendienst. 16.35 bis 1835: Rach Stuttgart: Konzert des Rundfunk­orchesters: Russische Mukik. 18.05 bis 18.23: Büche.stunde. 18.20 b s 18.45:Der erste Mono­log in Goethes Faust". Vortrag von Pfarrer Clemens Taesler. 13.45 bis 19 Srnckenbecg- Vierte.stunde. 19 bis 19.15: Französisch« Litera- turprvb" i. 19.15 bis 19.45: Französischer Sprach- unterr'chk. 19.45 bis 20.45: Voiksliederstunde. 20.45: S. mphoniekonzert: Richard Wagner.

Donnerstag, 14. Februar.

6.30: Morgengymnastik. 9: Vom Festsaal der Klinger-Oberrealschule (bn Schulsmrklehrgana-: Rundfunk und Schule", Vortrag von Prof. Fr. Lampe vom Zentralinstitut für Erziehung und Ünlertid)! in Berlin. 12: Schallplattenkonzert: ..Märsche und Charakterstücke". 15.05 bis 15.35: Stunde der Jugend. 15.55 bis 16.05: Haus- frauenbieust. 13.35 bis 18.05: Konzert des Rund- funlorchesters. 18.10 b'.s 18.3): Lesestunde. 18.30 bis 13.45: Von Kassel: 15 Minu'en Ratschläge für den Gartenfreund. 18.45 bis 19.15: Von Kassel: Vortrag. 19.45 bis 23.15: Unterhaltungs­musik. 20.15: Von S.ut.'gart: Italien tm Spie­gel anderer Völker. Anschließend: Von Kassel: Konzert des Langschen A-cappella-^fjorä.

Freitag, 15. Februar.

6.30: Morgengymnastik. 12-15: Das Wiener Philharmonische Orchester, Leitung: Prof. Dr. Franz Schalk: S mphonietonzert. 15.05 bis 15 35: Stunde der Jugend. 15.55 bis 16.05: Haus­frauendienst. 16.35 b's 17.35: Haussrauennvch« miltag, veransta.iet vom F.ankfurter Haussraum;- verein. 17.35 bis 18.05: Von Stuttgart: Rach­mittagskonzert des Rundfunkorchesters. 18.10 biö 18.33: Lesestunüe. 18.33 bis 19: Stunde des Südwestdeutschen Radio-Clubs. 19 bis 19.20: Zwanzig Minuten Fortschritte in Wissenschaft und Technik. 19.23 bis 193): Fi. m-Wochen sch au. 19.33: Vom groben Saal des SaatbaueL: Rach S.uttgart: Konzert der Frankfurter Museums­gesellschaft. Anschließend von Kassel: Kammer­musik-Konzert.

Samstag, 15 Februar.

6.30: Morgengymnastik. 12.45 bis 13.15: Schul­funk:Die zweiteilige Liedform", 13.15: Schall­plattenkonzert:Aus deutschen Opern". 15.05 bis 15.35: Stunde der Jugend. 15.55 bis 16.05: Hausfrauendienst. 16.35 bis 18.05: Von Stutt­gart: üebertragung aus dem Pavillon Cxelsior: Tanztee. 13.10 bis 18.33: Lesestunde. 18.35 bis 18.45: Briefkasten. 18.45 bis 19.15: Vortrags­zyklus des Allgemeinen Deutschen Eewerkschafts-

bundes ..Die Krankenversicherung". Vortrag von Fritz Kissel. 19.15 bis 19.45: Csperamo- Unterricht. 19.45 bis 20.15: S.mrde des Frank­furter Bundes für Volksbildung"Das Tier in der Dichtung". Vortrag von Herbert Schilsfncr. 20.15: Rach S.uttgart:Reifsinger contra Reil- firger. Anschließend bis 0.33: Von Berlin: Tanz­musik.

-Berliner Börse.

Berlin, 9. Febr. (WTB. Funkspruch) Nach bei starken Verflauu: g am Schluß der g ft.igfn Neu yurker Börse scheint die Tendenz im heutigen Bvr- miitaasverkehr, nachdem sie g.stern Abend noch recht freundlich gewesen war, wieder etwas unsiche zu sein. Die Spekulation bleibt zurückhaltend und tarier? etwa g. ftrige Schlußkursc. Besonders un durchsichtig wird d.e Tendenz heute am Samstag dadurch, daß infolge des frühen Beginns die Order- eingänge noch sehr spärlich sind. :atan his,rl Siemens 378 bis 379 ca., Z.-G.-Farben 252 bis 2-52,5 ca. Am Devisenmarkt nennt man London gegen Pari 124,33, London g.gcn Mailand 92,68, London g.gcn Spa­nien 31,CO, London gegen Amsterdam 1212,25, ßon« dar. argen Schweiz 25,2325, London gegen Kap al 4.8550, London gegen Berlin 20,46, Kabel gcg-n Berlin 4,2135 zu 40 und Tokio g.gen Kabel 45,50 zu 45,60.

Kirchliche Nachrichten

Evangelische Gemeinden.

Sonntag, ben 10. Februar. Cftomihi.

Slabuicd;c. 9.30 Uhr: M.ssionspccwger Laut: 11 .Kindertirche für die Mackhausgcme.nve; Missions Prediger Laut; 6: Pfarrer Mahr. Johannes.irch«, 9.50: Pfarrer Bechtolsheimcr; 11: Kmoerk.rche für die Lukasgemeinde Pfarrer Bechtolshe.mer; 6: Pfar^ rcr Ausfeid; 8: Bibelbesprcchur.g im Fohannesjaal, Pfarrer Ausfell). Kapelle tks Allen Friedhofs. 9.30: Pfarrer Lenz; 11: K ndcrkircke Pfarrer Lenz. EUsaükih Sleinkrneerjckule. 9 45: Pfarrer Müller. Reue Aula. 11.15: Universitäts Gottesdienst; Pre­digt; Professor L). Bertram. ft!ein-£.nöcn. 10: Hauptoottesdienst; 11: Kindcrgottesdienst. Diesen. 10; 5.30. Alten-Duseck. 10; 1: IugendgotLsdienst. Kirchberg. 10: 5lirchberg; 1.30: Mainzlar. tzausen- Gardenlrich. 10: 6 arbenteich; 1. Hausen. Dahcn- torn-5feinberg. 1 Hauptgott''sdienst Cid). 10: Stiftsdechant Kahn, 12.45: Kindergottesdicr.st; 2: St.ftspfarrer Lia. Schorlemmei.

Mittwoch, den 13. Februar.

Johonneskirche. Abends 6 Uhr: 1. Passionsandacht Pfarrer Dechtolsheimer. Cid). 8: Passionsandacht.

Freitag, den 15 Februar.

Kapelle des Alken Friedhofs. Abends 6 Uhr: Paß sionsandacht; Pfarrer Lenz.

Kalholische Gemeinden. Samstag, den 9. Februar.

Gießen. 4-".0 und 7 Uhr: Beichte.

Sonntag, den 10. Februar. Sonntag Ouinqagesimu.

Gießen. 6.30 U' r: Bs chte; 7: M-'sse; Kommunion der Jünglinge; 8: Kommunion; 9: Hochamt mit Pre­digt; 11: Messe mit Predigt; 5: Christenlehre und Andacht. Grünlera. 9.30: Messe mit Predigt. klungen. 9.20: Hochamt mit Predigt. Cich. 7.30: Hochamt mit Predigt. Ridda. 8.30: Hochamt mit Predigt.____________________________________________

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Zutaten zur Glasuri 150 g Pudenocker, I Fliichdwi Dr. Oetker'e Rom-Aroma. Zubereitung des TelgCSl Wasser und Butter bringt man zum Kochen, nimmt den Topf vom Feuer und schultet unter ständigem Rühren das gesiebte Mehl hinein, aetst wieder aufa Feuer und rührt den Teig so lange, bis er vom Topf und Holslö.W losläßt Nachdem die Masse abgekühlt ist, fügt man nach und nach die ganzen Eier, das Gcwurx. den Zucker und dasBackin* hinzu, verrühit alles au einem glatten ge­schmeidigen Teig, der vom Löffel abreißt Man tollt ihn in einen Spritsbeute!, der mit einer u eiten Sterntülle versehen ist und spritzt auf Pergamentpapier, du man genau nach der Oberfläche des Fettopfoa rund geschnitten und durch das heiße Fett gezogen hat, runde Kranichen von etwa 6 em Durchmesser, legt es mit den Kuchen in das er­hitzte Backfett so daß dieselben nach unten kommen, nimmt das Papier ab. von dem die Kuchen bald loslassen und backt unter ständigem Rütteln des Topfes auf beiden Seiten hellbraun. Man nimmt die Spritlkuchen mit einem Schaumlöffel heraus und läßt sie abtropfen. Da die Spritzkuchen sehr aufgeben, dürfen nur eo viel in das Gefäß

gelegt werden, daß sie «ich gut bewegen lauen. Erkaltet flberrieM man eie mit fel­gender Glasur:

Zubere.lung der Glasurl Der gesiebte Paderruckev wird mit 2-S Eßlöffeln heißem Wasser zu einem glatten Brei verrührt und mit d-m Rum-Aroma enterm'idit. Man wllzt die Spritzkuchen einseitig in dieser Glasur und I6ßf sie an dar Loft trocknen. Aus den Zutaten werden etwa 15 Stück ereelt.

Anmerkung Beim Backen von Spritzten<heo darf das BackgefäB nur snr Hilft» mit Back fett gefüllt sein. Zum Backen verwendet man am besten halb Kokosfett und halb Schweineschmal*. Das Fett muS eo heiß sein, da® ein Stückchen binemgeworfentr Teig sofort w eder oben schwimmt und das Fett kaum merklich *e rauchen beginnt.

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