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Lanvlret- yictzen.

y. Lollar. S. Febr. Wie dringend nötig die tm Prinzip beschlossene Kanalisierung an der Hauplstraße ist. zeigt der durch den anh^l-e.^den Froft entstandene Zustand beL&iraö«. Der Fußsteig an beiden octen der S.raße ist bis zu drei Meter mit Eis bedeckt, da das Oöerteaifer fei.1# Abbaus Möglichkeit fyit.

Lollar. 8. Februar. Die Vahreshauptver« sammlung dcS Veteranen - und Krieger»' Vereins Lollar sand dieser Tage statt. Der Jahresbericht zeigte, daß im ver.los'enen Ver­einsjahre umsangreiche Arbeiten zu leisten waren. Sieben allgemeinen Vereinsangelegrnheiten wa­ren eS besonders die Krieg Fürsorge und das Jugendwesen, die gepflegt und gefordert wurden. Es kann gesagt werden, daß der Verein den drrnglichen A Igaben dieser Zeit in vollem Um­sange gerecht geworden ist. Die Rechnungsab­loge bot ein sehr zufriedenstellendes Bild. Die Vorstand swahl ergab die Wiederwahl des seit» herigcn Vorstandes. Der Verein beschloß, den VoldStrauertog am 24. Februar wie in den Dor» jähren zu begehen. Das Preisschiesten soll In diesem Jahre in zwei Zeitabschnitten (Frühjahr und Herbst) stattsinden. Der Verein kann in die­sem Jahre auf sein 83jährigeS Bestehen zurück­blicken. Er ist sowohl ältester Ortsverein, als auch der älteste Kriegerverein Hessens. Eine größere Feier auS diesem Anlast will der Verein mit Rücksicht aus mehrere andere größere festliche Veranstaltungen unterlassen, dagegen heschiost die 'Versammlung, im Gründungsmonat Juni einen Famtlienabend zu begehen, um der Bedeutung deS Ereignisses In einfache Art zu gedrr.keEin Höhepunkt der Versammlung war es. als ein Mitglied in eindrucksvollen Darlegungen gegen die im Versailler Diktat uns aufgezwungene Kriegsschuld-« pro'eftiert«. Dir Ver amm'u g> teilnehmer erklärten ihre Zustimmung zur Kund- S' ang deS deutschen RetchSkriegerbunöeZ .Khfs-

ser" gegen die KrirgSschuldlüge. Weiter be­te sich die Versammlung mit einer Anzahl sonstiger VereinSangekegenheiten.

Mainzlar. 8. Febr. 2m schongrschmückten Saale des Gastwirts Philipp Muller beging der .hiesige Krieger- und Schützenverein, fzum ersten Wale wieder feit ungefähr fünfzehn Jahren, einen Fami.ienabend. Die S$:rein8mit» cHeter und deren Angehörige hatten sich zu der Veranstaltung in recht stattlicher Anzahl eingc- fanden. 2m Anschluß an einen flotten Cross-- nungsmarsch entbot der Vorsitzende. Landwirt Ludwig Dingel, den Wlllkom ngruß des Vor­standes. Hierauf sprach Kamerad Lehrer Wei» f e l über die Entwicklung deS Krieger- und Schützenvereins in den verflogenen 15 2ahren, wobei er besonders der Hemmnisse durch den unglücklichen Kriegsaus'ang-und durch die 3r- flationSzeit gedachte. Weiter erläutert« er die Bestrebungen und Ziele der in derHafsia" zusammengeschlofsencn Vereine, und wünschte zum Schluffe, daß dem Verein eine gedeihliche Weiter­entwicklung le chieden fein möge. Rach dem ge­meinsamen Gesänge deS Deutsch an dliedrS kamen gesellige Darbietungen verschiedenster Art zum Vortrag, die den Besuchern einige recht frohe Stunden bereiteten. Die Veranstaltung, die mit Lanz ihren Abschluß fand, war ein Ereignis in der VereinsgeschvHte, aus das der Verein mit 'Befriedigung zurückblicken kann.

Beuern. S. Febr. Zu der gestern In den hiesigen Gemeindewaldungen abgehobenen Brennholzversteigerung halten sich viele Kaufliebhaber, zum Teil auch von auswärts, ein- gesunden. Die Hoizpreise zeigten gegenüber dem Vorjahre eine bemerkenswerte Erhöhung. So kosteten Buchcnfcheiter 32 bis 35 Mk., Buch en - knüppel 26 bis 28 RN- pro zwei Raummeter. Für Buchenreisig wurden für den Raummeter 3 Mk. und hoher bezahlt. Buchcnstöck« wurden 2 Raum­meter mit 15 bis 18 Mk. gesteigert.

gck. Grohen-Duseck. 8. Febr. Der für gestern abend vorgesehme llnterhaltungsabend der Volkshochschule Gießen komte in dem geplanten ümfan;e nicht durchgeführt wer­den. Herr Heg ar sprach ü?er eine Erzählung SchillersVerbrecher aus verlorener Ehre". Ein­leitend führte er in daS Geschehen der, Erzäh­lung ein und zeigte, wie der Held, einmal auf schiefer Ebene, notgedrungen zum Verbrecher wer­den mußte. Durch den Hinweg auf dm Einfluß, den die Mitwelt auf die Levenskurven dieses Menschen fcitte, regte er feine Zuhörer zum Rachdenken auch noch über diesen Abend hinaus an. Daraus brachte Herr Hegar den größten Teil der Erzählung zum Dortvag. Durch tiefeS Einfühlen in die seelischen Regungen bei: Haupt­person wußte bet Vorlragende feine Zuhörer stark zu fesieln. Run findet noch ein Vortrag von Prof. Dr. S e s s o u s statt.

6t Reiskirchen, 8. Febr. 3n den hiesigen Gemeindewaldungen fand gestern die erste diesjährige Vrennholzversteige- r u n g statt. ES kam nur Buchenholz zur Ver­steigerung. Die Preise waren recht hoch, was zum Teil aus den starken Verbrauch an Brenn­

material zurückzuführen ist. 2m Durchschnitt ka­men je 2 Raummeter Scheit auf 33 bis 4) Mk.. Knüppel auf 25 biS 23 Mt, Stöcke auf 14 bis 15 Mk. und Reisig auf 8 Ml. zu stehen.

: Linden st ruth. 8. Febr. Gebern kam die hiesige D e m e t n d e j a g d zur Versteigerung. Da die Gemeinde keinen Wald besitzt, wurde auch dementsprechend kein hoher DrriS erzielt. Ein Herr au- Frankfurt steigerte Die 2ägd für jähr­lich 360 Mark.

4- Grünberg, 8. Febr. Heute fand hier die Verpachtung von drei Jagdbe,irken der hiesigen G e m e i n o c j a g d auf sech 3 2ahre statt. Jagdbezirk HI, umfaßend 1406 Morgen Feld, 57 Morgen Wald, zwischen Hochstraße und Gießener Streße grlegen. pacht'ten die Herren Seeger (Frankfurt) und Otto Christ (Reu- Mühle bei Grünberg) zum Preise von 655 Mk. Seitheriger Pächter Otto Christ für 430 Mk. Jagdbezirk IV, umfassend 10)7 Mer-,en Feld von der Gießener bl3 zur Londorfer Straße, pach­tete Fabrikant Gg. Allmendinger (Grün­berg) für 380 Mk.: seitheriger Pächter Karl Dörr (Grünberg) für 170 Mk. Jagdbezirk V, 1305 Morgen Feld. 17 Morgen Wald von der Londorser bis zur Alsfelder Straße, pachtete Fabrikant Carl Repp (Orünberg) für 483Mk., seitherige Pachter Rechtsanwalt Bellstein und Postmeister Theis für 170 Mk.

-.- Watzenborn-Steinberg. 8. Febr. Bei te: jetz gen kalten Witterung, wie auch bei regne-iichem Wetter, machen sich auf der Sta­tion Schiffen berg bei Zugv2r,pälun^en die unzureichenden Warteraumverhält­nisse kn recht empfind.icher Weise für den weit­aus größten Teil der h.er einsteigenden Fahr­gäste. besonders bei Dem 7.16 Uhr hier abgehen­den Zuge, bemerkbar. Es ist bei dem überaus starken Andrang nur einem Druchkll der War­tenden möglich, In dem vorhandenen Warte­zimmer Unterschlupf zu finden, zumal dieses an­scheinend auch noch zur Aufbewahrung von E^preßgutstücken dient. Rur die Errichtung eines den heutigen Anforderungen hinsichtlich der Große entsprechenden neuen WarteraumeS kann den von den Fahrgästen dringend gewünsch­ten und auch unbedingt notwendigen Wandel schaffen. Daß die elektrische Beleuch­tung des Bahnsteige- und des Warteraumes ebenfalls ein dringendes Erfordernis ist. unter* liegt keinem Zweifel. Der hiesige Gem-einderat hat sich vor einiger Zeit schon unter Schilderung der De.hältni.sr an dir Reichsbahndirektion ge- wandt und um Nachprüfung und Abstellung der herrschenden Müngel ersucht. Soweit bis jetzt bekannt, ist eine Antwort selten- der Reichsbahn noch nicht erfolgt, Es ist dringend zu wünschen, daß die Reichsbahndirektion Frankfurt nun end­lich ihrer dringenden Verpflichtung zur Schaffung zeitgemäßer V e r k e h r s v e r h ä l t n i s s e auf der Station Sch.ffeabrrg gereht wird und da­mit in gebührender Weise Dienst an ihren Kunden tut.

V Watzenborn-Steinberg. 8. Febr. 3m Saale derKrone" wurde dieser Tage der Missionsfilm über die Wunderwelt Indiens, »Von Heiligtum zu Heiligtum" ge­zeigt und durch Missionar Schlaudraff- Gießen erklärt. Rachmittags fand die Vorfüh­rung für die Kinder statt. Die abendliche Ver­anstaltung wurde durch Vorträge des Kirchen- gesangvercins verschönt. Die Veranstaltung war gut besucht. Es gingen an (Sintrittdctlöern, Kollekten und Schriftenverkauf 157,25 Mk .ein, ein schöner Betrag, der dem wichtigen Werke der Mission zugeführt werden konnte. Die Vor­führung hinterließ tiefen Eindruck und hat hoffentlich dem Missionswerk neue Freunde zu- geführt.

H Lich, 8.Febr. Bel der gestrigen, jm hiesigen Stadtwald in den Distrikten Oberfpeierlingskops, Eisenkaute und Dickestelle stottgehabten Brenn- Holzversteigerung wurden folgende durch­schnittliche Preise erzielt: Buchenknüppel 15 Mk. fe Raummeter uns Buchendurchsorstungswellen je 50 Stück 13 bis 16 Mark, je nach Qualität und Ab­fuhrmöglichkeit.

Kreis Friedberg.

O Pohl-GönS, 8. Febr. Dieter Tage fand die Reuverpachtung der hiesigen Gemeinde- j a g d in drei Bezirken statt. Es blieb Höchst- bietenber für Bezirk 1. umfassend 207 Hettav Feld und 50 Hektar Wald, mit 790 Mk. Hugo Karl Gernsheim (Butzbach) mit zwei M'tt- pächtsm, für B^irk 2. umfassend 193 Hektar Feld und 85 Hektar Wald, mit 830 Mk.. Rudolf Löffel (Frankfurt a. M.). unb für Bezirk 3. umfassend Hektar Wald, mit 755 Mk.. eben­falls Rudolf Löffel (Frankfurt a.M), Den Höchstöielenden wurde auf ihre Gcchote her Zu­schlag erteilt.

WEN. Beienheim, 8. Febr. Gestern nach­mittag ereignete sich beim Ortsausgang Beien­heim ein Zusammenstoß zwischen einem Auto und einem Personenzug. Als das Auto den schrankenlosen Bahnübergang passierte, wurde es von einem Personenzug aus der Richtung fiun»

gen ersaßt, zur Seite geschleudert, und etwa drei Meter rnitgeschleist. Durch die Geistesgegenwart des Lokomotivführers, der den Zug nach einigen Metern zum Stehen brachte, wurde ein größere» U n - glück verhütet. Das Auto Ist stark befchädigt. Die Insassen kamen mit dem Schrecken davon.

Kreis Büdingen.

J:f Usenborn, 8. Febr. Groben Unsug trieb d.eser Tags ein angetrunkener Chauffeur auf der Landstraße Usenborn- Hirzenhain. 3n seiner Trunkenheit hatte er seinen Lastkraftwagen in den Straßen­graben gefahren, so daß er zum Teil aus der Straße stand. 3n diesem Augenblick kam von Hirzenhain daS mit Arbeitern vollbesetzte Auto des Zweckverbandes Orten­berg. Ter betrunken« Chauf.eur sprang an den Führersitz des Personenauws und verlangte tn barschster Art Hilfe. AlS er diese nicht gleich bekam, holl« er einen Gummiknüppel und wollte mit Gewalt vorgehen. Ern Arbeiter nahm ihm den Gummiknüppel ab und übergab diesen am anderen Morgen der Direktion. Rach langen Bemühungen gelang es. den Lastkraftwagen aus dem Graben zu bekommen. Jetzt fuhr der betrun­kene Chauffeur rückwärts vor dem Autobus her und blendete den Chauffeur, der nicht anfahven konnte. Erst als de: Kraftwagen wieder im Chausseegraben landete, konnte der AuwbuS vorbei. Don dem Hi^enha'mer Eisen- werl« wurde dem Chauffeur und sefaem Begleiter sofort gekündigt.

Kreis AlSfeld.

r. Ober-Ohmen. 7. Febr. Der hiesige Dolksbildungüverein hielt dieser Tage seine ordentliche Generalversamm­lung ab. Der Vorsitzende erstattete zunächst den Jahresbericht, aus dem hervorging, daß im verflossenen 3a;re infolge ungünstiger 'Verhält­nisse keine Vortragsreihen eingekegt werden konn­ten. Der Mitgliedcrstand am Schlüsse des Jahres 1927 betrug 14. Aufnahmen erfolgten 5. Abmel­dungen 1. so daß dem Verein am Schlüsse des Jahres 1928 18 Mitglieder angehörten. Im Gegensatz zum Vorlragswe'en zeigt der Biblio­thek betrieb eine ersreuliche Inanspruchnahme. Auch daS Messerschmiedemuseum des Vereins konnte durch gestiftete Reuerwcrbungcn erwei­tert werden. Durch Stiftungen des deutschen Kalisyndikat^, der J.-G-Farbenindustrie A.-G. und des RLihrkohlensendilats . wurden Mineralien und chemische Produkte in Schaugläscrn als wich­tiges Anschauungsmaterial gewonnen. Auch die Jnfcktensammlung konnte erweitert werden. Der Rechner erstattete sodann den Kassenbericht. Dar­nach betrugen die Einnahmen 17,75 Mk., die Aufgaben 19,93 Mk.. die ausstehenden Forde­rungen, soweit sie anteilmäßig auf dal Berichts­jahr entfallen, 39,02 Mk., die Schulden 5,83 Mk.. das Jnventar-Bermögen nach erfaßter Abschrei­bung 304.63 Mk., so daß sich die Gesamtver- mögenewerte auf 335,61 Mk. beziffern. Dem Rechner wurde Entlastung erteilt. Die Vorstands­wahl wurde vertagt. Als weiterer wichtiger Dc- schluß wurde die Gründung einer dem Verein an- gegk'.ederten Ob ft - und Q a r t e n b a u a 6 t e l lung ins Auge gefaßt und der Vorsitzende O. Jäger beauftragt, bei den interessierten Körperschaften di« nötigen Vorbereitungen zu treffen.

Kreis Lauterbach.

Lauterbach, h. Februar. Vor der hiefi- gen Ortsgruppe der Deutfchnationalen V o l k s p a r t e i sprach auf einem Vortrags­abend, au dem auch Vertrauensleute aus einigen Orten der Umgegend erschienen waren, Frau Dr. K l e w i tz . Gießen, über die politischen Aus­gaben der Frau von heute. Die Rednerin be­handelte dabei die politischen Fragen der Gegen­wart unter dem Gesichtswinkel der Mitarbeit der Frau auf den Gebieten, die ihr von Itatur aus besonders nahe liegen. Als zweiter Redner sprach der Provinzialvorsitzende der Deutsch- nationalen Volkspartei in Oberhessen, Studien­rat Dr. Lenz, Gießen, in einem längeren Vor­träge über unsere gegenwärtige außen- und Innerpolitische Lage. Un außenpolitischer Hinsicht stellte er als Forderung der Deutschnationalen auf: »Abkehr von der bisherigen einseitig orien­tierten Westpolitik. Drohen bei den kommenden Verhandlungen neue Lasten, verlangen wir end­lich einmal ein energisches Rein. Wir fordern weiterhin: Die Reuaufrollung der Kriegsschuld- frage, auf welcher der Versailler Vertrag auf­gebaut ist. Wir fordern ferner, daß die abgetre­tenen Gebiete, die beschlagnahmten Aus'andvcr» mögen, die Kolonien uste. uns angerechnet wer­den. Wir fordern schließlich die im FriedenS- vertrage versprochene allgemeine Abrüstung." Bei einer Besprechung der innerpolltifchen Ver­hältnisse forderte der Redner größtmöglichste Ge­schlossenheit und Anspannung aller Kräfte deS Bürgertums, denn es handele sich darum, ob die bürgerliche, oder die fozialistifche Wellanschauung den Sieg davvntraae. Vor allem sollten die nach neuen, verufsständifchen Parteien rufenden Bür­

ger beherzigen und sich vor Augen halten, daß jede Zersplitterung im bürgerlichen Lager von schwerem Rachteil für das Bürgertum begleitet sei. Heute sei kein Deruf mehr so stark, um allein als Partei etwas erreichen zu können. Arn Schlüsse seines grobangelegten Referates beschäf­tigte sich der Redner noch kurz mit der Ser- fasfungsrefvrrn, der Vereinheitlichung der Der* waltung und der eventuellen Zusammenlegung der einzelnen DundeSstaaten, sowie mit dem Stahlhelm-Volksbegehren. Beide Vorträge fan­den lebhaften Beifall.

Preußen.

KrciS Wetzlar.

Wißmar, 8. Febr. Der hiesige Turn­vereinGut Heil" feiert am 29. und 30. Juni fein 25jähriges Bestehen, vervun* den mit dem Gaufest des Turngaues Lahn-Düns- berg.

~ Lützellinden, 8. Febr. Dem hiesigm Turnverein ist das B « z i r k s t u r n f est des zweiten Bezirkes des GaueS Hes- f e n für diefeZ Jahr übertragen worden. Das Fest soll am 2. und 3. Juni ab gehalten werden. Bei dieser Gelegenheit werden sich in der hiesigen Gemeinde etwa 390 bis 400 Turner zum Wett- kampse einfinden.

Maiugau.

WSR. Frankfurt a. M.. 8. Febr. Die vie­len. in dec letzten Zeit verübten Einbrüche in Walserhäuschen haben eine merkwürdig« Aufklärung gefunden. Die Kll.nlnalpvlizei er» mitte le als Täter eine Reihe von Bürschchen im Alter von 14 und 15 Jahren, denen man bereis über zehn Einbrüche nachweisen konnte. Roch bekanntem Muster stahlen sie zu­nächst auf einen Bauplatz daS Einbruchswerkzeug in Form von Mauernkla.nmern, uni) dann gingen sie in fpä en Abendstunde i an die Arbeit. Haupt­sächlich hatten es die Jungen auf Zigaretten. Würstchen und Raschereien abgesehen. Runmehr teerten sie sich vor dem Jugendgericht zu verant- toorten haben.

Briefkasten der Redaktion.

(Rechtsgutachten sind ohne Verbindlichkeit der Schristleitung)

Th. D. in D. Wenden Sie sich zunächst an die Versicherungsanstalt, bei der Sie versichert waren, mit der Ditte um Auskunst, und legen Sie als­dann letztere schriftlich dem Reichsaussichtsamt für Privalversicherung in Berlin zur Bestäti­gung vor.

Hebamme. Für die Ausbildung der Hebammen* schülerinnen und Wochenpflegefchülerinnen ist fei' lens der Schülerinnen ein Lehrgeld zu bezahlen. Die Kosten der Ausbildung trägt die Schülerin. Wurden sie ihr von dritter Seite darlehenSwcifa vorgeschofsen und hat sie sich dabei einer Ge­meinde gegenüber verpflichtet, In ihr auf eine Reihe von Jahren Dienst zu tun, so muß sie während der vereinbarten Zeit auch diese Dienste leisten. Es kann nur die Frage entstehen, ob die vereinbart« Zahl der Dienstjahre für die Hebamme, die mit ihren Einnahmen nicht aus­kommen kann, nicht eine solch« Knebelung be­deutet, daß der Vertrag gegen die guten Sitten im Sinne des Bürgerlichen Gesetzbuch- verstößt. Erleidet die Gemeinde, die das Ausblldungsgeld vorgeschossen Hal, durch Vertragsbruch einen nach' teelsbaren Schaden, so ist Ihr dieser nach Maß­gabe deS abgeschlossenen Vertrages zu ersetzen. Da dieser Vertrag uns nicht dorliegt, vermögen wir seinen Inhalt nicht zu beurteilen. Der Dritte, der sich für die Darlehensschuld ver­bürgte, hat nach Ihrer Angabe die Bürgschaft schriftlich übernommen. Das genügt zur Gültig­keit des Dürgfchaftsvertragcs. (§§ 765 folg. de- Bürgerl. Gesetzbuchs). Eine Rechtshandlung, die seitens des Bürgen vorgenommen wird, um sich seinen Verpflichtungen zu entziehen (wie Hebet' tragung von Grundeigentum auf einen Dritten), unterliegt der Anfechtung. Der Zeitpunkt der Ucbertragung wäre auf dem Grundbuchamt fcstzustellen, ebenso die Anfechtungsfrist. DiS Hebamme kann unsere- Dafürhaltens nicht ge­zwungen werden, in der Gemeinde zu blelüew macht sich jedoch im Falle unberechtigter bor< zeitiger Einstellung ihrer Dienstleistungen mög­licherweise auch schabensersatzpflichtig, wenn etwa demnächst der Gemeinde neue Kosten entstehen sollten.

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