Diehhofs f ollen nach Möglichkeit dem wachsenden Verkehr angepaßt und vor allem der An- und Abtransport besser gestaltet werden als seither. Bei dieser Gelegenheit dementierte Stadtrat Lingnau die ihm unterschobene Absicht der Errichtung einer Keischkonservenfabrik in städtischer Regie. Direktor Sour m e r hob die Ve- deutung der bakteriologischen Fleischuntersuchung hervor. Von Fleischvergiftungen könne überhaupt keine Rede mehr sein. 3m übrigen skizzierte er feine Erneuerungspläne, die er jedoch nur im Rahmen der finanziellen Möglichkeiten durchzuführen gedenke.
Wirtschaft.
Das Dersicherungsjahr 1928.
Rach dem Jahresbericht des Reichsverbandes der Privatversicherung für das Jahr 1928 hat der Wiederaufbau des Vorkriegsgeschäftes trotz rückläufiger 3nlandkonjunktur gewisse Fortschritte gemacht. Das Ergebnis des Versicherungsgeschäfts konnte als befriedigend bezeichnet werden, wenn es nicht durch die erhebliche Steigerung der Schadensfälle beeinträchtigt gewesen wäre. Die Ursachen für diesen stark ungünstigen Schadensverlauf sind naturgemäß in den einzelnen Versicherungszweigen verschieden. 3n der Feuerversicherung pflegt eine absinkende Konjunktur regelmäßig eine Vermehrung der Vrände zu zeitigen. Die Prämiien sind auch 1928 noch als unzureichend zu bezeichnen. Die aufsteigende Schadenskurve in der Unfall-, Haftpflicht, Auto- Versicherung findet ihre Ursache in der steifenden Motorisierung des Verkehrs und den damit verbundenen erhöhten Gefahren bzw. Verkehrsunfällen. Die Lebensversicherung war ebenfalls beeinträchtigt. 3n der Transportversicherung läßt die Lage nach wie vor zu wünschen übrig. Das Einbruch» und Diebstahlversicherungsgeschäft hat infolge der schlechten allgemeinen Wirtschaftslage nur geringe Fortschritte gemacht. Die Exportkreditversicherung, Garantieversicherung zeigte bei normalem Schadensverlauf ein allmähliches Anwachsen des Geschäftes.
'Die amtliche Großbandelsindex- z i f f e r. Die für den Monatsdurchschnitt Juli berechnete Großhandelsindexziffer des Statistischen Reichsamts hat sich gegenüber dem Vormonat um 2,0 v. H. auf 137,8 (135,1) erhöht. Die Indexziffer der Hauptgruppen stellte sich für Agrarstoffe auf 132,4 (124,7), für Kolonialwaren auf 128,2 (123,5), für industrielle Rohstoffe und Halbwaren auf 131,3 (131,5) und für industrielle Fertigwaren auf 157,3 (157,5).
* ErnteaussichtenfürPreuhen. Rach der Statistischen Korrespondenz ist der Stand der Hauptgetreidearten in Preußen anfangs August gegenüber anfangs 3uli fast unverändert geblieben. Außer bei Winterweizen und Sommerroggen, die mittel beurteilt werden, und bei Wintergerste, die unter mittel begutachtet wird, wird der Getreidestand im Durchschnitt besser als mittel bezeichnet. Voraussichtlich ist daher mit einer zufriedenstellenden Mittelernte zu rechnen. Die Hackfrüchte haben sich durch Regenfälle wieder überall gut erholt. Spätkartoffeln stehen besser als Frühkartoffeln. Auch bei Zucker- und Futterrüben ist allgemein mit einer Mittelernte zu rechnen. Vesonders unter der Trockenheit gelitten haben Klee, Luzerne und Wiesen.
• Oeffentliche Bausparkassen. Auf Grund der Richtlinien des Deutschen Sparkassen- und Giroverbandes haben die provinziellen und einzelstaatlichen Sparkassen- und Giroverbände und ihre Bankanstalten die Vorbereitungen zur Schaffung öffentlicher Bausparkassen in Angriff genommen. 11. a. bestehen bereits öffentliche Bausparkassen in Hessen-Rassau für den Regierungsbezirk Wiesbaden als Abteilung der Rassauischen Landesbank in Wiesbaden, ferner für den Regierungsbezirk Kassel als Abteilung der Landeskreditkasse in Kassel, und in Hessen für den Dolksstaat Hessen als Abteilung der Hessischen Girozentrale in Darmstadt. Die beiden Bausparkassen in Hesjen-Rassau und die Bausparkasse für den Volksstaat Hessen unterhalten eine gemeinsame Geschäftsstelle in Frankfurt a. M. 3n anderen Bezirken, so in Mitteldeutschland, Sachsen, Baden und Württemberg, sind die Vorarbeiten gleichfalls weit gediehen. Eine Zusammenarbeit zwischen Bausparkassen und Wohnungsfürsorgegesellschaften, sowie Baugenossenschaften ist in Aussicht genommen.
* G e b r. Lutz 21.= ®., Maschinenfabrik und Kesselschmiede, Darm st ad t. Die Generalversammlung, in der 1280 Stimmen vertreten waren, genehmigte den bekannten Abschluß mit 38 672 Mark Verlust. Da sich die Lage der Gesellschaft gegenüber dem Vorjahre nicht wesentlich
gebessert hat, soll eine demnächst einzuberufende außerordentliche Generalversammlung die Liquidation der Gesellschaft beschließen.
• A. - G. Hellerhof, Frankfurt a. M. Die Gesellschaft, an der die Stadt Frankfurt a. M. und die Phil. Holzmann A.-G., Frankfurt a. M. beteiligt sind, erzielte im Geschäftsjahr 1928/29 einen Reingewinn von 47 652 (58 578) Mk., woraus wieder 4,5 Prozent Dividende auf 540 000 Mark Aktienkapital verteilt und 20 469 (16 228) Mark vorgetragen werden. Zwar stiegen die Mieteinnahmen und Baukostenzuschüsse auf 400 797 (312 893) Mk., doch erforderten andererseits Unkosten 318 653 (240 570) Mk., Zinsen 40 883 (12 038) Mk. und Abschreibungen 34 436 (22 200) Mk. 3m abgelaufenen Geschäftsjahr wurden 97 Wohnunen mit einem Gesamtkosten- aufwand von 1 217 000 Mk. errichtet. Außerdem wurden Vorbereitungen getroffen, 427 Kleinwohnungen und 11 Läden zu errichten, deren Gesamtkosten etwa 4,7 Millionen Mark betragen. Die Mittel werden beschafft durch Belastung des Altbesihes mit einer Hypothek, die in der Bilanz mit 2 791 000 Mk. erscheint. Ferner wurde die Obligationsanleihe gekündigt, die noch mit 341 400 (445 800) Mk. zu Buche steht. Gläubiger stiegen auf 0,953 (0,161), andererseits Schuldner auf 1,650 (0,138) und Liegenschaften auf 3,046 (1,088) Millionen Mark.
Frankfurter Börse.
Frankfurt a. M.. 8. Aug. Tendenz: etwas freundlicher. — Zu Beginn der heutigen Börse konnte eine etwas freundlichere Stimmung Platz greifen. Vor allem bot der unverändert belassene Diskontsatz der Dank von E n g l a nd einen Anreiz. Auch haben die Gold- abflüsse von dieser Seite nachgelassen, so daß die Wahrscheinlichkeit einer auch jetzt noch zu erwartenden Erhöhung stark verdrängt wurde. Die wieder etwas bessere Arbeitsmarktlage im Reich trug ebenfalls zur Freundlichkeit etwas bei. Das Geschäft konnte aber trotzdem kein größeres Ausmaß annehmen, denn auf der anderen Seite standen wieder ungünstige Momente im Wege und mahnten zur Zurückhaltung. Die schwankende gestrige Reuyorker Börse und die Haager Konferenz waren hier vor allem erwähnenswert. Lebhafter war die Ilmsatztätigkeit aber nur an Spezialmärkten, auf die sich das Hauptinteresse konzentrierte. Hier sind zu nennen Glanzstoffaktien und AEG. Erstere konnten auf international feste Kurse und eine teilweise Einigung auf dem Kunstseiden- gebiete 2 Prozent gewinnen. Am Elektro- markt lagen für AEG. auf die schon bekannten Kombinationen mit der General Cleetrik Auslandorders vor, auch interessierte sich die Spekulation und das Publikum etwas mehr für dieses Papier, bei einem Gewinn von 1,5 Prozent. Etwas mehr hervor traten noch Felten mit plus 1,75 Prozent und Schuckert mit plus 1,5 Prozent. Siemens lagen gut behauptet, Bergmann und Elektrische Lieferungen büßten dagegen je 0,75 Prozent ein. Far - ben-Aktien waren knapp behauptet. Wie an den meisten Märkten, war auch am Montan- markt die Umsahtätigkeit äußerst begrenzt. Gelsenkirchen, Phönix und Stahlverein lagen bis 1,5 Prozent hoher. Am variablen Markte konnten Frankfurter Maschinen weiter einiges Interesse bei einem Gewinn von 1 Prozent auf sich lenken. Me t allgesell- schäft plus 1,5 Prozent. Sonst waren nennenswerte Veränderungen nicht zu verzeichnen. Im Verlaufe übte die überhandnehmende ® e - schäftssti 11e einen Druck aus, und die Kurse gaben zumeist um Bruchteile eines Prozentes nach. Die Grundstimmung war aber nicht freundlich. Am Geldmarkt war Tagesgeld mit 7 Prozent erneut etwas leichter. Am Devisenmarkt nannte man Mark gegen Dollar 4,1975, gegen Pfund 20,3600, gegen Paris 123,93, London gegen Kabel 4,8503, gegen Mailand 92,82, gegen Madrid 33,50, gegen Holland 12,1125.
Berliner Börse.
Berlin, 8. August. Rach einem unsicheren Dormittagsverkehr war die Stimmung vorbörslich und zu den ersten Kursen eher etwas freundlicher, da einerseits ein leichterer Geldmarkt, andererseits der unverändert belassene Londoner Diskontsatz eine gewisse Anregung boten. Die Geschäf tslo- s i g k e i t trat aber auch heute wieder stärker hervor und die Auslandkäufe, von denen man sprach, sollen nicht sehr groß gewesen sein. Bei den/ Käufen zu den ersten Kursen scheint es sich meistens um kleine Deckungen der Spekulation gehandelt zu haben. Die Kursveränderungen blieben im allgemeinen auch nur klein. Rur für Kun st seidewerte und Farben bestand etwas mehr Interesse im Zusammenhang mit der zu c rwartenden Verständigung auf dem Ge--
biete der Viscose-Seide. Demberg zagen um 8 Prozent und G l a n z st o f f um 5 Prozent an. Auch Deutsche Waffen besserten sich um weitere 3,5 Prozent. Als Ausnahme nach unten sind Che mische Heyden mit einem Verlust von 3 Prozent zu nennen. Deutsche Anleihen ruhig. Ablösungsschuld mit Aus. losungsrechten fester. Ausländer behauptet. Pfandbriefe wieder eher angeboten. Der Geldmarkt zeigte, wie man so sagt, eine Entspannung. Tagesgeld 6,5 bis 8,5 Prozent. Die übrigen Sähe blieben unverändert. Monatsgeld 9 bis 10,5 Prozent, Warenwechsel etwa 7,75 Prozent. Rach den ersten Kursen lag die Dörse fast geschäftslos. Einerseits beurteilt man die Haager Konferenz immer noch pessimistisch, der Kreis der Mixer in der Reparationsbank vergrößert sich. Andererseits fand ein De richt des Instituts für Konjunkturforschung Deachtung, nach dem sich die Wirtschaft in einer, wenn auch vielleicht nur saisonmäßigen Abwärtsbewegung befinden soll. So wurde es bei der weiteren Geschäftsstille eher schwächer und als ein plötzlicher Daissevorstoß an dem Markte der Reichsbankanteile einsehte (der Kurs ging bis auf 301 herunter), verflaute dieser älmstand die gesamte Dörse. Auch BMW. lagen stärker angeboten und gingen auf Abgaben eines Privatbankhauses unter die Parigrenze zurück. Dabei wollte man wissen, daß bie General Motors in ganz kurzer Zeit in Frankfurt einen sehr billigen Konkurrenzwagen herausbringen wollen. Deutsche Waffen mußten etwa 2 Prozent ihres Anfangsgewinnes wieder hergeben, auch Kunstseidewerte verloren 2 bis 3 Prozent. Erwähnenswert ist noch die Festigkeit des Marktes der Deutschen Anleihen.
Frankfurter Getreidebörse.
Frankfurt a. M., 8. Aug. Am Produktenmarkt war heute das Geschäft wieder sehr still. Die festeren Auslandnotierungen fanden nur ganz geringe Deachtung und konnten sich im allgemeinen nicht auswirken, da die Zurückhaltung immer stärker überhand nimmt. Das Angebot von Auslandware war nicht groß, nur Roggen war etwas mehr angeboten. Dies wirkte sich in einem Rachgeben des Preises hierfür aus. Etwas fester lag am Futtermittelmarkt Mais für Futter- zwecke. Es wurden notiert: neuer Roggen 21,50; ml. Hafer 22; Mais 21,75 bis 22; Weizenmehl 38,50 bis 41,25; Roggenmehl 30,50 bis 31,25; Weizenkleie 10,50; Roggenkleie 12 Mark. Tendenz: stetig.
Frankfurter Schlachtviehrnarkt.
Frankfurt a. M., 8. Aug. Auftrieb: 159 Rinder, 1062 Kälber, 137 Schafe, 396 Schweine. Es wurden notiert: Kälber: beste Mast- und Saugkälber 76 bis 79 Mk., mittlere Mast- und Saugkälber 70 bis 75; geringe Kälber 62 bis 69. — Schafe: Mastlämmer und jüngere Mast- hämmel (Weidemast) 50 bis 59; mittlere Mastlämmer ältere Masthämmel und gut genährte Schafe 42 bis 49. — Schweine: vollfleischige Schweine von etwa 240 bis 300 Pfund Lebendgewicht 87 bis 90; von etwa 160 bis 240 Pfund 88 bis 91; fleischige Schweine von etwa 120 bis 160 Pfund 85 bis 88 Mk. — Marktverlauf: Schweine rege, ausverkauft. Kälber und Schafe bei ruhigem Geschäft geräumt.
Buntes Allerlei.
Die wahren Rekordfchwimmer.
Untere Schwimmer und Schwimmerinnen, die sich so stolz und schnell in den Fluten tummeln, mögen noch so viele Rekorde aufstellen; sie werden es ebensowenig mit den eigentlichen Bewohnern des nassen Elementes aufnehmen können, wie der Mensch jemals mit einem schnellen Rennpferd um die Wette laufen kann. Run ist es uns freilich noch nicht gelungen, Fische zu Wettrennen abzurichten, wie dies bei Pferden und Hunden der Fall ist. Aber durch lange Beobachtung ist es den Fischkundigen geglückt, die Schnelligkeit der Fortbewegung bei verschiedenen Fischarten wenigstens ungefähr zu berechnen. Beobachtet man das schnelle Dahinschießen der Forellen, so können sie als besonders geübte Rekordschwimmer erscheinen aber andere Wasserbewohner übertreffen sie. Immerhin kann man von einer F orelle behaupten, daß sie wenigstens 30 Kilometer in der Stunde zurücklegt. Diese Leistung wird jedoch vom Lachs in den Schatten gestellt. Diese Tiere scheinen blitzartig durch die Wellen zu schießen, und es ist eine sehr bescheidene Schätzung, wenn man die Geschwindigkeit der Fortbewegung mit etwa 50 Kilometer in der Stunde annimmt, selbst wenn der Fisch gegen die Strömung schwimmt. Manche der größeren Meerfische bewegen sich mit einer geradezu erstaunlichen Schnelligkeit fort. Der Braunfisch legt in der Stunde nach den Angaben eines
englischen Zoologen 60 bis 80 Kilometer in der Stunde zurück. Megalops atlanticus, der Riese n h e r i n g, den man an den Küsten von Florida und Mexico angelt, ist noch viel schneller. Dieser Fisch wird 200 Pfund und noch mehr schwer ist und ganz mit Muskeln bepackt, seine Bewegungen sind so rasch, und er kommt im Wasser so schnell vorwärts, daß man mit einer Schnelligkeit von 1,5 Kilometer in der Minute bei diesem Renner der Fluten rechnen muh. Aber die höchste Geschwindigkeit im Wasser wird man doch wohl dem Schwertfisch zusprechen müssen. Auch bei ihm gibt es natürlich feine genauen Angaben, aber diese außerordentlich kräftigen Fische überholen alle anderen Geschöpfe des Meeres, und diese Schnelligkeit der Fortbewegung macht sie zu so gefürchteten Feinden im Wasser. Es ist gewiß nicht übertrieben, wenn man behauptet, daß der Schwertfisch 125 Kilometer in der Stunde bequem zurücklegt, das ist mehr als doppelt so schnell als die Leistung, die ein zum Rennen trainierter Windhund im Höchstmaß vollbringen kann.
Zeitschriften.
— Im Augustheft der „Z e i t w e n d e“ (C. H. Deck'sche Berlagsbuchhanblung, München) sind der lieberfee zwei Beiträge gewidmet: Die „Australische Erinnerungen" von Professor Dr. Carl Schneider. Farbig, fesselnd und doch mit ernstem weltpolitischem Hintergrund; besonders beachtenswert, was der Verfasser über den Amerikanismus in Australien erzählt, über den Kampf, in dem dort die alte englische Kultur mit der eindringenden amerikanischen Zivilisation liegt, lieber das „Lieberseedeutschtum" berichtet Heinz Klotz in einem gut orientierenden Ueberblid. Wir sollten heute, wo die Weltgeltung des Deutschtums auf dem Spiel steht, doch unser Augenmerk richten auf das ileberfee- deutschtum, das in der öffentlichen Diskussion der letzten Jahre gar nicht mehr auf der Tagesordnung stand. An diese Aufsätze schließt sich mit gutem Bedacht Professor D. Carl Stanges Beitrag „Vaterlandsliebe und Weltbürgertum". Rationalismus und Pazifismus haben unser Volk in zwei feindliche Lager gespalten. Der Verfasser greift auf Schleiermachers Predigt über Vaterlandsliebe zurück, und wir haben ihm für den Hinweis auf diesen Mahner aus der Zeit von Preußens napoleonischer Knechtschaft dankbar zu sein. ।
— Der panarabische Gedanke ist heute daÄ politische Leitbild zwei rivalisierender Herrscher, in deren Händen das künftige Schicksal Arabiens liegt: Ibn Saud, König von Hedschas und Redschd, und Imam Iahia, König von Jemen. Beide sind für die englische Asienpolitik. die auch hier durch den Gegensatz zu Sowjetruhland bestimmt wird, von größter Wichtigkeit. Ein aufschlußreiches Bild vom Wesen und Machtbereich dieser bedeutenden Repräsentanten panarabischer Politik gibt im Iuliheft der „Europäischen Gespräche" (Verlag Dr. Walther Rothschild, Berlin - Grünewald) Ameen Ri- Hani, ein hervorragender Kenner Arabiens und seiner politischen Verhältnisse, der selbst als Unterhändler in die Entwicklung eingegriffen hat. — Ein anderes Hauptproblem der britischen Politik in Vorderasien bildet die Stellung Englands in Palästina, das nach Abschluß der englisch-ägyptischen Krise vermutlich eine ganz besondere Bedeutung für das Empire gewinnen wird. In einem Aufsatz über „Palästina als siebentes Dominion" erörtert Kurt Grunwald, Tel-Awiw, das Für und Wider des Gedankens, der für die Tendenz der britischen Mandatspolitik charakteristisch ist, durch engere Verknüpfung der Mandatsgebiete mit dem Empire das Mandafsverhältnis im Sinne der englischen Interessen umzubilden.
letzte Nachrichten.
Die Rückfahrt des „Graf Zeppelin".
c a k e h u r fl, 8. Aug. (IDtB. Funkspruch.) Vas Luftschiff ,Graf Zeppelin', das, wie gemeldet, um 5.39 Uhr MEZ. gestartet war, überflog R e u y o r k eine Stunde später. (Es verlautet, daß Dr. Eckener über harbor Grace, Reufundland, die Südküsle Englands und weiter nach Friedrichshafen fahren will. Die Gesamtzahl der Passagiere beträgt 22. Es bestehl die Möglichkeit, daß sich wieder ein blinder Passagier an Bord befindet. Die Funkstation Port- land erhielt vom Luftschiff einen Funkspruch, in dem es heißt, daß es sich um 10.30 Uhr Mitteleuropas, scher Zeit auf der höhe der S t.Georgs- Ban k befand. An Bord des Schiffes ist alles wohl.
Lombardzinsfuh 8,5 Prozent.
Berlin, 7- August
Geld
Brief
frramöfifefae Noten.....
Holländische Noten......
Italienische Noten......
Norwegische Noten......
Deutsch-Lcstcrr, 2100 Kronen Rumänische Noten......
Schwedische Noten......
Schweizer Noten ...... . Spanische Noten.......
Tschechoslowakische Noten .. Ungarische Noten.......
167715 167,68 21,98
111,58 59,03 2,475
112,18 80,69 61,06
12,405 72,98
16,475 -
168,36
22,06
112,02
59,27
2,495
112,62
81,01
61,30
12,465
73,28
Devisenmarkt Berlin-Frankfurt a. M.
Telegraphische Auszahlung.
7. August
8. August
Amtliche Nonerung
(Selb I Bries
Amtliche Notierung
Geld
Brief
Amst» Rot«.
167,83
167,27
167,94
168,28
Bncn.-AireS
1,759
1,763
1,758
1.76?
Brff.-Antw
58,285
58,405
58,29
58 41
Christiania.
111,73
111,95
111,70
111,92
Kopenhagen
111,70
111,92
111,71
111,93
Stockholm . HelstngforS- Italien. . .
112,36
112,58
112,33
112,55
10,535
21,92
10,555
21,96
10,536 21,92
10,556
21,96
London. . .
20,343
20,383
20,344
20,384
Ncuhork . .
4,193
4,201
4,1945
4,2025
Paris....
Schwei; . .
16,40
16,44
16,41
16,45
80,635
80,795
80,67
80,83
Spanien . .
61,27
61,39
61,30
61,42
Japan . . . Rio de Jan-
1,973
1,977
1,970
1,974
0,4075
0,4095
0,4975
0,4995
Wien in D-«
Ccft- abgest
59,07
59,19
59.08
59,20
Prag . . . .
12,403
12,423
12,408
12,428
Belgrad . .
7,362
7,376
7,363
7,377
Budapest. .
73,17
73,31
73,19
73 39
Bulgarien.
3,037
3,043
3,034
3,040
Lissabon . .
18,78
18,82
18,78
18.8?
Danüg. . •
81,34
81.40
81,35
RI, 51
Konstantin.
2,003
2,007
2,013
2,017
Athen. .
5,42
5,43
5,42
5,43
Canada .
4.179
4.187
4,180
4. IRR
Uruguay.
4,126
4,134
4,126
4,134
Cairo . .
20.87
20,91
20,865
20.9ns
Banknoten.
Kurszettel der Berliner und Frankfurter Börse
Die hinter den Papieren angesührlen Ziffern geben die Hohe der zuletzt
en Dividende an. — Reichsbankdiskont 7,5 Prozent
Frankfun a Ml.
Berlin
Schluß. KurS
1-Ubt Kur?
Schluß- KurS
Anfang. Kure
Datum
7.8.
88-
7.8.
8 8-
Philipp Holzmann.....<
Heidelberger Zement .... 10
(Semcnt Karlstadt......8
Wayb 4 Freitag......10
Schultheis Pahenhofer ... 15
Lstwerke.........12
Per. Glanzstoss ...... 18
Bcmberg.........14
Hellstofs Waldhof.....12
Zellstoss Aschasscnburg ... 12
Charlottenburger Wasser . . . 7
Dessauer ®a4........8
Daimler Moioren......0
Deutsche Mafchtnen-Fabrik . . 0
Adlerwerkc Klever......6
Ludw. Loewe.......1°
Rat. Automobil.......O
Crcnflein 4 Koppel.....6
Leonhard Tietz.......6
Bamag-Meauin.......0
Franks. Maschinell......6
Heyllgenstaedt ....... 0
Funghan»..........4
Atainlraslwerle.......8
Nelars ulmer........8
Peter» Union........8
Gebr. Roeder.......10
Qioifli 4 Haessner......8
Südd- Zucker........8
106,5
412
239
156,25
53
50
55,5
221
153.4
412
156,5
50
56,5
152,5
107,25
300
234
408
314
237,75
155
107
193,5
53,13
56
50
204
91
205,5
57
65
64,5
124,5
119
222
152
108
302,25
235,75
413
322
238,5
107,75
194,5
53,25
56,6
50
91,13
126,25
Franlfun a M.
Berlin
Franlfun a M.
Berlin
Lchluh- Kure |
i-Uhr Stm
Schluß-!
Kur? |
Anfang- Kur?
Lchluß- KurS
t-Uhr Kurs
Schluß-«
Kur? 1
Anfang.
Datum
7.3.
8-8.
7 8.
8.8.
Datum
7-8-
88-
7-8.
8-8.
6% Dt. RelchSanlcihe o. mi .
Dt. Anl.-Ablüs.-Schuld mit AuS-
Ws.-Rechien.........
Letal, ohne AuSlos.-Rechte . . .
7%J}rantf. Hyp.-Bk. Goldps. un-
87,5
51,3
10,45
51,6
10,3
87,5
51,4
10,3
51,7
10,4
A.E.G........1 ... 8
Bergmann....... . 9
Elektr. Lieferungen.....io
Licht und Kraft......10
Felten & Guilleaume. .... 6
203
232
213,25
141
204,4 231,25 169,25
142,75
202,75
231,5
169,9
212
142,25
204,5
232
169,5
212,75
143,25
kündbar bis 1932.......
4%% Rheinische Hyp.-Bank LIqu.- Goldps...........
Hes. s. Elektr. Untern..... 10
Hamb. Elektr. Werke .... 10
Rhein. Elektr.........!>
Schief. Elektr........10
Echuckert..... 8
215
215
215
143,25
215
V.E.G.lchg. Borkrieg«-Obligation., rückzahlbar 1932 .......
—
—
—
—
232
153
186,5
230,5
231,75
4% Schweiz. Bundekb.-Anl.. . .
—
—
—
—
Siemens & Halske.....12
387
387
386,5
387,5
4% Lesterreichische Goldrte.. . -
4,20% Oeslerr. Silberrtc.....
4% Oesterreich, einheitl. Rte. . .
2,42
—
—
s-
172
—
172
146
172
2,5
1,925
—
Buderus..........6
76
76
_
22,75
21,75
1,85
7,7
7,6
113,25
136
137
130,75
112,75
127,5
119
141,4
4% Ungarische StaalSr. v. 1910 .
4V1% bcigl. tion 1913.....
4% Ungarische Kroncnrle.....
4% Türk. Zollanlcihe v. 1911 . .
4% Türkische Bagdodbahn-Anl., Serie 1...........
4% desgl. Serie H.......
4% Rumänen convert. Rte. . . . 4Rumänen Goldanl. von 1913
17,9
21,5
1,85
7,6
7,55
7,55
IIII__Illi
1 1 £ 1 ISI 1 1
Deutsche Erdöl.......6
Essener Steinkohle......8
Gelsenkirchener ... |. y, g 4
Harpener..........6
Hocsch Eisen.........8
giie Bergbau........8
Klöcknerwerke........7
Köln-Neuesten........9
ManneSmann........8
ManSselder....... . 7
136 145
216 112
119
140
137,4
112,75
135,5
136
144,5
129,25
215,5
112,5
126
118,9
141,25
Oberschies. Eisenb. Bedarf. . . k>
_
ölilg. Deutsche Eisenbahn . . 4ft
Hamburg-Amerika Tafel ... 8
Hamb.-Südam. Tampstch. . . 8
Hansa Dampfschiff.....10
122,25
—
122,25
160,25
—
Oberschles. Kokswerke.....fi
Phönix Bergbau......6Vi
Rheinische Braunkohlen... 10
Rhelnstahl . . . |.'/. Jahr 4y,
Riebeck Montan......7,2
103,75
287
125
104,5
107,75
103,65
287,65
124,4
104,6
288,75
125,25
Norddeutscher Lloyd.....t*
Allg. Deutsche Eredilanst. . . 10
Barmer Bankverein .... 10
Berliner Handeltgesellsch. . . 12
Commerz- und Prival-Bank. 11
Tannfl. u. Nationalbank . . 12
114
126
128
209
183,5
276
—
113,9
126,5
128
209,5
183
775
126,5
128,25
211
184
277
169
154
160
Bereinigte Stahlw......<
Olavi Minen.......9 sh
Kali Aschersleben.....10
»all Westeregeln......10
Kaliwerk Salzdetfurth ... 16
112,25
65,5
233,5
239
394
113
112
65,25
233 237,75 394,5
112,9
Deutsche Bank......10
Ti-lonto-Gesellschaft Ant.. . 10
168,25
153,75
—
168,25
153,75 160
g. G Farben-Iudustri« ... 12 Dhnamli Nobel........
226
225,75
225
106,25
226
107
Dresdner Bank......1°
159,75
Scheideanstalt........9
156,75
_
——
Goldschmidt ........6
74,25
74,5 84,65 125,75
RrlchSbank........1$
309
—
310
309,5
RütgerSwerke ........ 6
Mer.uia»l»Pichaft......n
84,5
125
126,25
1 1 1
Berlin, 7. August
isseld
Brief
Anierlkanliche Noten.....
Belgische Noten...... .
Dänische Noten ........
Englische Noten........
4,17
58,30
111,48
20,315
4,19
58,54
111,92
20.395


