Samstag, 8. Zuni 1929
Gießener Anzeiger (General-Anzeiger für Vberheffen)
Nr. 132 viertes Blatt
Wirtschaft
Ni, Sdmistr. 6
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Brief TmöT 168,49 22,02 111,89 59,02 2,525 112.22 80,865
59,17 12,45 73,12
Devisenmarkt Berlin - Frankfurt a. M.
Telegraphische Auszahlung.
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äsmittel noleurn: »Wachs
--- SglD
stllphm 1515
Vergleich mit den 'Kotierungen der vergangenen Woche waren Weizcen 0,25 Hit., Weizenmehl dreiviertel Mark und Roggenmehl eine viertel Mark höher. Gut behauptet lagen Sommergerste und Roggenkleie. Weizenkleie und Hafer (inl.) lagen dagegen je eine viertel Mark niedriger. Die Woche schloß zu folgenden Notierungen: Weizen 23,25 bis 23,50, Roggen 21,50 bis 21,75, Sommergerste 23, Hafer (inl.) 22,25, Mais für Futterzwecke 20 bis 20,25, Weizenmehl 32,25 bis 32,75. niederrh. 32 bis 32,25, Roggenmehl 27,50 bis 28,50, Weizenkleie 11,25, Roggenkleie 12.
Wochenbericht vom Frankfurter Schlachtviehmarkt.
Der Frankfurter Schlachtviehmarkt verzeichnete in dieser Woche etwas regeres Geschäft. In allen Viehgatiungen war der Handel lebhafter, bei meist etwas höheren Preisen. Nur am Schweine markt herrscht eine gewisse Lustlosigkeit, da es verstimmend wirkt, daß schwere und Fettschweine schlecht verkäuflich sind. Auf dem Rindermarkt war der Auftrieb etwas geringer als in der Vorwoche. Bei regem Handel und anziehenden Preisen wurde der Markt geräumt Der Export beteiligte sich wieder etwas stärker am Geschäft. Der Kälbermarkt hatte wenig veränderten Auftrieb. Aach regem Geschäft und gut behaupteten Preisen wurde ausverkauft. Schafe waren in dieser Woche stärker am Markt, j edoch wurden wieder keine Votierungen festgesetzt. Vach lebhaftem Geschäft wurde der Markt geräumt. Auf dem Schweine- markt war der Auftrieb erheblich geringer als in der letzten Woche. Trotzdem war das Geschäft am Anfang der Woche eher flau, konnte sich jedoch zum Schluß der Woche wieder etwas beleben. Vach etwas weniger regem Handel und anziehenden Preisen wurde ausverkauft.
Der Gesamtauftrieb bestand aus 1338 Vindern, darunter 240 Ochsen, 70 Bullen, 546 Kühe und 319 Färsen, ferner aus 1804 Kälbern, 161 Schafen und 5273 Schweinen. 3m Vergleich zu dem Auftrieb der vergangenen Woche waren 36 Kälber und 100 Schafe mehr, dagegen 125 Rinder und 1074 Schweine weniger angstrieben.
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mung jedoch wieder lustlos. Rückläufige I verändert. Adle^werke leicht gedrückt. Zellstoffwerte Auslandnotierungen verstimmten. Das Geschäft dagegen 2 v. H. höher. Renten still. Im Verlaufe war die Stimmung weiter freundlich. Vereinzelt schritt die Spekulation zu Deckungen, und es ergaben ich gegen Anfang weiter kleine Gewinne. Beruhigend wirkte vor allem das Aufhören jeglicher Realisationen, doch fehlten auch nennenswerte Kaufaufträge, so daß keine Geschäftsbelebung sich durchsetzen konnte. Rur Reichsbank standen weiter im Vordergründe und konnten erneut 3 o. $). gewinnen. Am Geldmarkt war Tagesgeld mit 7 v. H. unverändert. Arn Devisenmarkt nannte man Mark gegen Dollar 4.1930, gegen London 20,334, London gegen Kabel 4,848750, gegen Paris 124,04, gegen Mailand 92,68, gegen Madrid 34,25, weiter leichter, Holland 12,0790.
Bezahlt wurde pro Zentner Lebendgewicht in Mark: Ochsen Klasse A I 61 bis 63. AH 56 bis 60. BI 48 bis 55. Bullen: A 54 bis 58. B 49 bis 53; Kühe: A 45 bis 50. b 40 bis 44. C 35 bis 39. D 28 bis 34; Färsen: A 60 bis 63. b 55 bis 59. C 49 bis 54. Kälber: b 78 bis 83. C 72 bis 77. D 64 bis 71. Schafe nicht notiert. Schweine: B 71 bis 73, C 72 bis 75. D 72 bis 75. E 70 bis 72. Verglichen mit den Votierungen der vergangenen Woche konnten Dullen. Färsen und Schweine je 2 Mk., Ochsen und Kühe je 1 Mk. anziehen, während Kälber gut behauptet blieben.
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Seit 1895 .
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* Hessische Cis enbahn A.-G. Darmstadt. 3n der gestrigen o. G.-V. wurden die Regularien einstimmig genehmigt. Aus einem Reingewinn von 468 647 Mk. werden 10 Prozent Dividende verteilt. Auf neue Rechnung werden 53 637 Mk. vorgetragen. Zum Schluß wurde mitgeteilt, daß die im letzten Jahre für Veubauten aufgenommenen Bankkredite durch eine langfristige 5 Millionen Schweizer Frankenanleihe abgedeckt worden sind.
* 3 n a g , 3ndustrie-Llnternehmun- g c n A.-G. Berlin. Die Gesellschaft schließt nach der Bilanz per 31. Dezember 1928 unter Berücksichtigung von Rückstellungen und Abschreibungen mit einem Reingewinn von rund 296 000 (i. V. 135 832) Mk. ab. Es werden 4 Pro- zent Dividende in Vorschlag gebracht (gegen 0 Prozent i. V.).
Frankfurter Börse.
Frankfurt a. M., 8. Juni. Tendenz freundlich. Zum Wochenschluß zeigte die Börse wieder freundlicheres Aussehen, hauptsächlich die Unterzeichnung des Pariser Abkommens regte an. Das Geschäft nahm jedoch kein besonders großes Ausmaß an, nur für Spezialwerte bestand lebhaftere Nachfrage, da vereinzelte Auslandorders, vor allen Dingen für Spezialwerte, anregten. Das Hauptinteresse konzentrierte sich auf Reichsbank, die für Aus- landrechnung gesucht waren und 8,5 v. H. höher eröffneten. Die übrigen Werte lagen hier um 1 bis 3 v. H. höher. Montan- und Elektroaktien waren vernachlässigt, doch durchschnittlich etwas gebessert. AEG. und Bergmann wurden zeitweise lebhafter gehandelt und bis 2v. H. fester, Farben aber un-
Kurszettel der Berliner und Frankfurter Börse.
Die hinter den Papieren angeführten Ziffern geben die Höhe der zuletzt beschlossenen Dividende an. — Reichsbankdiskont 7,5 Prozent, Lombardzinsfuß 8,5 Prozent.
Berliner Börse.
Berlin, 8.Juni. Nach einem wesentlich beru- higteren Vormittagsoerkehr herrschte auch zu Beginn der Börse eine freundliche Sti mm u n g. Die endgültige Unterzeichnung des Sachverständigenberichtes in Paris hatte natürlich gut gewirkt, da man jetzt hofft, daß die Räumungsfrage bald erledigt sein wird. Das Geschäft war heute verhält- nismäßig ruhig, doch haben die Realisationen auf- gehört und die Spekulation schritt zu Deckungen, vereinzelt auch zu kleinen Meinungskäufen, da man wieder an einigen Märkten Auslandinteresfe beobachtete. Die ersten Kurse zeigten kein ganz ein- hcitliches Bild, meist ergaben sich aber 1= bis 2-v. H.-Besserungen gegen gestern mittag Schluß. Bankaktien waren, vornehmlich aus dem Auslande, wieder gefragt. Danatbank und Reichsbank konnten 3 bis 4v. H. anziehen. Polyphon eröffneten 7 v. H. schwächer, da bei den Verhandlungen in London noch kein Ergebnis erzielt sein soll. Elektrowerte waren überwiegend fester, besonders AEG., und Schuckert-Aktien. Auch Kaliwerte waren etwas fester und lebhafter. Ebenfalls konnten Deutsche Linoleum, Rheinische Braunkohlen, Berger und Bergmann bis 5 v. H. anziehen. Sehr fest lagen Glanzstoff mit einem Gewinn von 11 v. H. Deutsche Anleihen waren kaum behauptet. Von Ausländern waren Admini- strations- und 1924er Ungarn fester. Am Geldmarkt hielt die Erleichterung weiter an. Tagesgeld lag unverändert mit 6,5 bis 9 v. H. Monatsgeld 9,5 bis 11 v. H. Pfandbriefe hatten etwas lebhafteres Geschäft bei kaum veränderten Kursen. Nach den ersten Kursen wurde es auf die feste Haltung von Reichsbank, die erneut 6 v. H. gewannen, und auf Bergmann, die 4 v. H. anzogen, allgemein fester, doch konnten sich später die erhöhten Kurse nicht überall behaupten. Polyphon verloren 4 v. H.
Wochenbericht
vom Frankfurter Effektenmarkt.
Aachdem die letzte Berichtswoche sehr fest und haussierend schloß, blieb zu Beginn der neuen Woche eine Reaktion selbstverständlich nicht aus, und die Kulisse schritt zu Gewinnmttnahmen. Doch blieb die Stimmung freundlich, da dies als ganz natürliche Erscheinung betrachtet wurde. Das Material das an den Markt kam, sand glatte Unterkunft, so daß sich nur ganz geringe Verluste cinstellten. Doch konnte bald wieder eine gewisse Festigkeit an Boden gewinnen. Einen starken Anreiz boten die Vachrichten, wonach eine Einigung in Paris erzielt wurde. Auch konnte ein Sinverständnis hinsichtlich der Markforderungen von feiten Belgiens herbeigeführt werden. Die Beseitigung dieser Schwierigkeit löste eine enorme Kauflust aus, die noch von einer st ä r k e r e n 'Beteiligung des Auslandes unter- liützt wurde. Das Geschäft nahm sehr lebhafte Formen an, und der Kreis der Spezialitäten vergrößerte sich ganz erheblich. Auch konzentrierte sich das Ausland jetzt mit vermehrtem 3nteresse «ms den M o n t a n m a r ft. Vereinzelte Elektro- toertc traten dagegen zeitweise etwas in den Hintergrund. Verschiedentlich wurden in diesen Papieren Tauschoperationen vorgenommen. Doch war die Verfassung der Börse so günstig, daß auch alle übrigen Märkte von der allgemeinen Aufwärtsbewegung profitieren konnten. 3n dieser Woche waren wohl keine sprunghaften Steigerungen zu verzeichnen, was aber um so mehr begrüßt werden muß. Die Kurssteigerungen setzten langsam, aber sicher ein, dies ist vor allem die Vorbedingung für eine gesunde und vernünftige Geschäftsgebarung. Die Aufträge nahmen großen Umfang an. Auch beteiligte sich seit langer Zeit wieder einmal die Bankkundschaft, denn man scheint auch hier zu bemerken, daß einer besseren Zukunft nichts mehr im Wege stehen dürfte. Die Beteiligung der privaten Kreise war jedoch noch nicht sehr erheblich, doch ist auch damit zu rechnen, daß auf dieser Seite das Vertrauen weiter zunehmen wird. Anzeichen einer besseren Börsenverfassung sind zur Genüge vorhanden, zumal sich auch jetzt schon eine beträchtliche Erleichterung am Geldmarkt bemerkbar macht. Tagesgeld war bedeutend billiger angeboten. Dies war in erster idinie auf Kapitalangebot von Auslandseite zurückzuführen. Auch wurde schon oft betont, daß, wenn die Pariser Verhandlungen einen günstigen Abschluß gefunden hätten, mit einem Zufließen auswärtigen Geldes zu rechnen sei, was sich auch begrühenswerterweise schon bewahrheitet hat. Ferner machte der Sieg der Labourpartei einen sehr guten Eindruck, und man hofft, daß die englische Friedens- und Verständigungsarbeit unter Führung von Maedonald weitere Fortschritte machen werde. Zwischendurch traten jedoch wieder kleinere Rückschläge ein, da sich die Speku- Tation verschiedentlich über ihre Kräfte engagiert hatte, so daß sie wieder zu Positionslösungen schreiten mußte. Selbstverständlich versuchte die Kulisse auch, Gewinne zu erheischen. Die kleineren Verluste wurden aber immer wieder aufgeholt, und die Besserungen waren doch überwiegend. Der ziemlich angespannte llltimoausweis des Veichsbankinstituts machte wenig Sorgen, da dieser als normal angesehen wurde. Es lagen überhaupt in der ganzen Woche nur günstige Momente vor; wenn einmal eine ungünstige Vach- richt eintraf, so wurde diese kaum beachtet, da man in Börsenkreisen jetzt viel zu optimistisch denkt Auch die wirtschaftliche Entwicklung, das weitere Vachlasfen der Arbeitslosigkeit, der stark gesteigerte Kaliabsah, die zunehmende Ausfuhr, die wieder bessere Beschäftigung in der Industrie, die Abnahme der Konkurse im Monat Mai und das lebhaftere 3ntereffe des Auslandes, all das sind Anzeichen für' eine bessere Zukunft. Vor cllem wurde eine Meldung der „FinancialVews" lebhaft erörtert und machte einen sehr günstigen Eindruck; auch hier wurde daraus hingewiesen, wie schon verschiedentlich in unseren früheren ^richten erwähnt, daß nach der endgültigen Reparationsregelung der deutschen 3n- dustrie reichlich Auslandgeld zuströ- men und für die deutschen Wertpapiere großes Interessse bestehen dürste. Selbstverständlich verfehlte eine solche Vachricht ihre Wirkung nicht imb gab der Börse einen neuen kräftigen Anstoß, ©egen Ende der Woche waren die Kurse jedoch wieder leicht gedrückt, aber an der Tendenz war
nichts zu ändern; die Zuversicht blieb bestehen. 3nfolge verschiedener telephonischer Leitungsstörungen wurde das Geschäft jedoch etwas gehemmt. Auch zeigte die Spekulation infolge üeberenga- gements Realisationsneigung und die Kurse gaben etwas nach. Lebhafte ämfätze hatten die Montanwerte bei Besserungen von 5 bis 15 Prozent zu verzeichnen. Von Elektrowerten konnten bei zunehmender Geschäftstätigkeit Felten 9 Proz., Schuckert 7 Prozent, Siemens 13 Prozent und Lahmeyer 7 Prozent gewinnen. Am Bankenmarkt konnten Danatbank, Reichsbank und Barmer Dank regeres 3ntereffe auf sich lenken. Auch für Schifffahrtswerte bestand lebhaftere Vachfrage. Besonders zu erwähnen sind noch Svenska mit plus 17 Mark, Dt. Linoleum mit plus 15 Prozent, 3.-G.-Farben, die von Auslandfeite oft stark gesucht waren, konnten 10 Prozent gewinnen. Zellstoffwerte bis 12 Prozent fester. Am Montanmarkt waren Rheinische Braunkohlen und 3lfc Bergbau führend und bis 15 Prozent höher. Renten ebenfalls lebhafterund stärker gesteigert. Zum Wochenschluh bestand jedoch wieder stärkere Realisationsneigung. Da auch die Auslandaufträge zum Teil ausblieben, ergaben sich Verluste bis zu 3 Prozent. Die weitere Erleichterung am Geldmarkt wurde dagegen gebührend beachtet. Aber das Geschäft konnte nicht recht in Fluß kommen, und die Tendenz neigte etwas zur Schwäche. Die Grundstimmung zeigte jedoch eine nicht zu verkennende Widerstandsfähigkeit, die vor allem ausschlaggebend für die zukünftige Börsengestaltung sein dürfte. Vur Glanzstoff und Rheinische Braunkohlen lagen etwas stärker gedrückt. Für einzelne Werte erhielt sich dagegen das 3ntereffc. So vor allem für AEG. und füt Daimler-Aktien; letztere waren auf den gesteigerten ilmfatj und die besseren Geschäftsaussichten für das kommende 3ahr erheblich gebessert. Am Devisenmarkt war die Mark weiter fest. Tagesgeld war mit 7 Prozeent reichlich angeboten.
Wochenbericht
vom Frankfurter Produktenmarkt.
Der Beginn der neuen Woche war unter dem Druck der weiter schwachen Auslandnotierungen lustlos. Die schlechte Lage der internationalen Märkte verstimmte stark. Das überaus reichliche Angebot von Polen verursachte große Sorgen. Die inländischen Märkte waren nicht mehr konkurrenzfähig, und es ergaben sich noch teilweise beträchtliche Verluste. Die Provinz gab jedoch kaum Ware an den Markt, da sie zu diesen Tiefstandspreisen nicht gewillt war, Abgaben vorzunehmen. Die überall günstigen Ernteaussichten verschlechterten die Verfassung des Marktes noch um ein beträchtliches. Aber auch hier trat eine Aenderung ein. Die sorgenvollen Zeiten nahmen ein Ende. Die sich erhaltenden Gerüchte einer demnächst erfolgenden Zollerhöhung ließen wieder einen Hoffnungsschimmer aufkommen, und die Stimmung wurde freundlich und zuversichtlich. Auch zeigten die Händler wieder etwas mehr 3nterefje am Geschäft. Die Llmsahtätigkeit blieb jedoch immer noch ziemlich klein, man war noch zu deprimiert und konnte sich so schnell nicht erholen. Als aber das Ausland weitere höhere Dotierungen meldete, die sogar ein erhebliches Ausmaß annahmen, war man freudig gestimmt und ging wieder mit Eifer an das Geschäft. Doch konnte sich hier die gegen Ende der Woche eingetretene Besserung noch nicht besonders auswirken, aber immerhin ließ sich eine allgemeine Aufwärtsbewegung fsststellen. Die Haussebewegung an den überseeischen Märkten hielt an. Das Geschäft konnte aber den früher gewohnten Umfang noch nicht annehmen. Man steht dem plötzlichen Umschwung etwas skeptisch gegenüber. Aber auch das dürfte überwunden werden, denn es machte sich lebhafteres 3n- tere'fe seitens der Mühlen und der Exporteure bemerkbar. Vereinzelte Getreidearten hatten schon erheblicheres Geschäft und auch größere Gewinne aufzuweisen. Besonders am M e h l m a r k t war die Umsahtätigkeit größer, und hier traten Gewinne bis zu drei viertel Mark ein. 3m Zusammenhang hiermit bestand auch regeres Interesse für Brotgetreide. Vur Roggen war immer noch etwas vernachlässigt und leicht gedrückt. Etwas lebhafter gefragt waren noch am Futtermittelmarkt Mais für Futterzwecke von feiten der Landwirtschaft. Weizenkleie leicht nachgebend. Die übrigen Getreidearten lagen still. Zum Wochenschluh war die Stim-
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Italienische Noten......
Norwegische Noten......
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Vermischtes.
Besuch deutscher Torpedoboote in Rotterdam.
3n Rotterdam traf die dritte Torpedobootshalbflottille, bestehend aus den deutschen Torpedobooten „Seeadler", „Iltis" und „W o l f“, zu einem viertägigen inoffiziellen Besuch ein. Die deutschen Schiffe kamen aus Wilhelmshaven und befinden sich auf einerUe- bungsfahrt, die von Rotterdam nach der Ostküste Englands führen wird. Der Garnisonskommandant von Rotterdam und der Hafendirektor waren zur Begrüßung der deutschen Flottille erschienen. Eine Abordnung der deutschen Schiffe wird auf dem Rathause empfangen werden. Auch die Rotterdamer deutsche Kolonie wird einen De- grühungsabend veranstalten.
Drei Opfer eines Vrandunglückes.
3n Wanne-Eickel brach im Hause des Drogisten Gneist Feuer auS, das sich rasch ausbreitete und durch außerordentlich starke Rauchentwicklung sämtliche Zugänge zu den Wohnungen unpassierbar machte. Die Rettungsarbeiten gestalteten sich sehr schwierig, und das Vordringen zum Brandherd war erst nach mehreren Stunden möglich. Als sich die Wehr dann über das Dach Eingang verschaffen konnte, fand man in der Wohnung des Drogisten Gneist diesen selbst und seine beiden Kinder im Alter von 13 und 15 3ahren a l s Leichen vor. Es wird angenommen, daß die Verunglückten durch den Rauch betäubt wurden und dann den Flammen zum Opfer fielen.
Der Vesuv immer noch in Tätigkeit.
Vach einem Bericht des Vesuv-Observatoriums hat die Eruptionstätigkeit des Vesuvs unter Schlackenauswürfen und unterirdischen Explosionen den ganzen Tag über angehalten. 3n den späten Abendstunden steigerte sich die Tätigkeit und man bemerkte wieder neben heftigen Explosionen kleine Fontänen flüssiger Lava, die nach einigen Minuten wieder verschwanden.
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(Häufige I Geschäft war daher wieder sehr minimal, und die Hoff- | nungen wurden wieder zunichte gemacht. Die Preise wurden jedoch hiervon nicht berührt. 3m
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168,47
168,21
168,56
Buen.-AtreS
1,755
1,759
1,754
1.758
Brss.-Antw
58,175
58,295
58,175
58.295
Chrrstiania.
111.61
111,83
111,58
111,80
Kopenhagen
111,61
111,83
111,57
111.79
Stockholm .
112,00
112,22
111,91
112,21
HelfingsorS-
10,525
10,545
10,528
10,548
Italien. . .
21.93
21,97
21,91
21,95
London. . .
20,314
20,354
20,312
20,352
Neu York . .
4,189
4,197
4,1890
4,1970
Paris....
16,375
16,415
16,375
16,415
Schweiz . .
80,675
80,785
80,63
80,79
Spanien.
59.19
59.11
59,36
59,48
Japan . . -
1.840
1.844
1,845
1,849
Mio de ftan
0.4965
0,4985
0,4085
0,4985
Wien in D--
Ccft. abgest
58,855
58,975
58,86
58.98
Prag - . - -
12.403
12,423
12,404
12,424
Belgrad . -
7.363
7,377
7,361
7,375
Budapest. .
73,01
73,15
73,02
73.16
Bulgarien
3,027
3,033
3,027
3,033
L'stabon .
18,73
18,77
18,73
18,77
Danftg. -
81,19
81,35
81,19
81.35
.Konstantin.
2,013
2,017
2,030
2,070
Athen. .
20,835
20,875
5,435
5,445
Lanada .
4,156
4,164
4,157
4,165
Uruguay.
4,046
4,054
4,046
9.050
Cairo . .
20,84
20,88
20,835
20,875
Ludw. Loewe..... .
Nat. Automobil......
Lrenstein & Koppel ....
Bamag'Megmn ...... Franst. Maschinen . • • . . Griyner.........
Heystgenstaedt ...... Iunghan-...... e . .
Lechwerke...... • • .
Mainkrastwerke ...... Mag. . . . *.......
Nelarsulmer ....... Beiers Union ....... Gebr. Roeder ....... Loigt & Haesfner ..... Südd. Zucker.......
10 . 0 . b . 6 . 0 . 6
11 . v . 4 . 8 . 8
10 . 8 . 8
10 . 8 . 8
52
12,75
72,5
107,5 109,75
124,5
127
116
213 149,75
150,5
210
28,75
94,5
293
52
73
72
124,25
127
213
150
212
29
291
123,75
Banknoten
Berlin, 7. Juni
Geld
Brief
Amerikanische Noten . . .
4,17
4.19
Belgische Noten......
58,07
58,31
Dänische Noten......
Englische Noten......
A A
111,33
20,294
111,77
20,374


