Probedose und BroechOre „Ratschläge eines Arztes“ durch:
DEUTSCHE A..G. FÜR NESTLE-ERZEUGNISSE, BERLIN W 57
Die Regierung der Arbeiterpartei findet in der Presse eine günstige Aufnahme. Zwei
London, 7.3uni. (1BIB.) wie amtlich gemel- bet wird, ist die neue Regierung folgendermahen zusammengesetzt:
Premierminister: Macdonald; Schahkonzler: Snowden: Auswärtige Angelegenheiten: Arthur Henderson: Dominions: Sydney Webb; Indien: Wedgwood Venn; Lordgeheimfiegelbewahrer: 3. h. Thomas; 3nneres: 3. R. Lly- nee; Luftfahrwefen: Thomson; Kriegswesen: Tom Shaw; Gesundheitswesen: Greenwood; Arbeit: Witz Bonds leid; Ackerbau: Roel Bux- Ion; Unterrlchlswesen: SirL.Trevelyan; handel: William Graham; Erster Lord der Admiralität: A. V. A l e x a n d e r; Justiz: Sankey; Sekretär für Schottland: Adamson; Erster Kommissar für Arbeit: Lansbury; Kanzler des Herzogtums Lancaster: Sir 0. wosley; Attorney General: IowitI; Solicitor General: welvllle; Minister für Pensionen: Roberts; winifter für das Transportwesen: worrison; Generalpostmeister: Lee Smith; Generalzahlmelster: Arnold.
Das Kabinett Macdonald
Henderson wird Staatssekretär des Auswärtigen.
worden feien, wodurch die darauf folgenden, bedauerlichen Vorfälle hätten vermieden werden können. Dieser Brief ist u. a. auch von dem armenisch-katholischen Erzbischof Teodororoicz, einem bekannten nationalistischen Politiker, unterzeichnet.
Der Minister des Innern Skladkowski hat sich im Flugzeug nach Lemberg begeben, um sich persönlich über die dort vorgekommenen Zwischenfälle zu informieren. Er stellte fest, daß bereits 42 Teilnehmer an der Fronleichnamsprozession, deren Störung die Ursache zu den Tumulten gewesen sein soll, als Zeugen vernommen worden sind. Als Ergebnis dieser Befragung ist man zu der Ueber- zeugung gelangt, daß von einer bewußten Absicht der Störung der Fronleichnamsfeierlichkeiten durch Elemente der jüdischen Bevölkerung nicht d i e Rede sein kann. Der Minister konnte feststellen, daß die angeblich durch diese sog. Provokation ausgelöste Gegenbewegung erst am Abend des darauf folgenden Tages in Erscheinung getreten ist.
Amtliche polonisierung deutscher Familiennamen.
Königshütte, 7. Juni. (WTB.) Wie der „Oberfchlesische Kurier" meldet, haben einige alteingesessene Bürger der Stadt Lubliniz, polnische Staatsbürger deutscher Rationalität, durch das Bürgermeisteramt ein Schreiben erhalten, wonach sie zur Kenntnis nehmen sollen, daß sie fortan einen anderen Ramen erhalten. Auch die Anschrift des Briefes lautete bereits auf den neuen Ramen, der eine Polonisicrung des bisherigen Ramcns darstellt.
Eine Mehrheit für das Preußenkonkordat gesichert? Ministerpräsident Braun unterrichtet die Fraktionen.
Berlin, 7. Ium. (WTB.) Der preußische Ministerpräsident Dr. Braun empfing die Fraktionsvorstände der Parteien der preußischen Re- gierungskoalition zu einer informatorischen Aussprache über den materiellen Inhalt des mit der römischen Kurie geplanten S t a a ts v e r t r a- ged. Ministerpräsident Dr. Braun gab eine Darstellung der politischen Motive, aus denen Heraus die Staatsregierung den vorliegenden Vertrag als Erneuerung der durch die früheren päpstlichen Dullen bereits gegebenen Rechtsverhältnisse vorlege. Lieber den materiellen Inhalt des Vertrags gab sodann der Kultusminister ausführliche Erklärungen ab, die nunmehr von den anwesenden Parlamentariern zur Grundlage der Anterrich- tung ihrer Fraktionen gemacht werden sollen. An die Sitzung schloß sich ein Empfang der Fraktionsführer der in der ersten Sitzung nicht vertretenen Fraktionen des Landtages an, die in der gleichen Weise unterrichtet wurden.
Aach der Stellungnahme der beteiligten Parteiführer dürfte eine Mehrheit für den Entwurf g esichert fein. Reben den Führern der Regierungsparteien, die ihre Zustimmung erklärten, haben auch die W i r t s ch af t s p a r t e i le r den Inhalt des Vertrages für so unbedenklich erklärt, daß sie glaubten, ihrer Fraktion die Zustimmung empfehlen zu können. Regierungs- Parteien und Wirtschaftspartei haben im Landtag eine sichere Mehrheit, so daß öle
•• Beseitigung eine« verkehrSsi d- renden Baues. Die anfangs dieses Jahrhunderts für Zwecke des früheren Pferde-Omni- busses errichtete Wogenstelle an der Ecke Wie- secker Weg und Marburger Straße, die spater landwirtschaftlichen Zwecken diente, wird nunmehr abgebrochen. Die Halle befand sich in fast baufälligem Zustand und bildete ein großes Hemmnis für den Verkehr an dieser Straßenecke, der in letzter Zeit durch die Wiesecker Autobusse und den regen Kraftfahrverkehr noch erheblich zugenommen hat; außerdem war dieser Holzbau auch ein übler Anblick In 'der Marburger Straße. Besonders zu begrüßen ist diese Verbesserung jetzt um deswillen, weil in den nächsten Tagen die obere Marburger Straße wegen Pflasterarbeiten gesperrt und der gesamte Verkehr durch den Wiesecker Weg umgeleitet werden muß. Weiterhin wäre zu begrüßen, wenn alsbald auch eine Verbreiterung deS Wiesecker Wegs, der einen gesteigerten Auto-, Rad- und Fuhrwerksverkehr aufweist, eintreten würde.
D ie Mus een sind am Sonntag zwischen 11 und 1 Ahr geöffnet.
** Diehmärkte in Gießen. Am Dienstag nächster Woche findet hier Rindvieh-(Ruh- vieh-) Markt statt, dem sich am Mittwoch Schweinemarkt anschließt.
** Eine Siebzigjährige. Ihren 70. Ge- burtstag begeht am morgigen Sonntag, 9. Juni, in voller Frische Frau Emma Gerb ig Wwe., Aster- weg 59 wohnhaft.
** D.D. A.-Werbewoche. Dom 8. bis 16. Juni veranstaltet die Ortsgruppe Gießen de« D. D. A. ihre Werbewoche. Heute vormittag hielt Frl. Sesemann, eine Deutschbaltin, in der Oleuen Aula der Universität Vorträge von den Schulen von Gießen über das Auslanddeutschtum. Heute abend um 8.30 Ahr veranstalten die Schulgruppen des D. D. A. einen Fackelzug, über den wir gestern schon nähere Mitteilungen brachten. Morgen (Sonntag) findet eine Strahensammlung und Verkauf von Werbegegenständen durch Mitglieder der Schulgruppen statt. Am Montag beginnen die üblichen Haussammlungen, und am Sonntag, 16. Juni, veranstaltet die akademische Ortsgruppe des D. D. A. im Verein mit den auslanddeutschen Studierenden einen Bunten Abend im Caf6 Leib. (Siehe heutige Anzeige.)
•• Sie Alice-Schule veranstaltet ab 12. August wieder einen vierteljährigen Kochkursus, zu dem im heutigen Anzeigenteil eingeladen wird.
” Die Ausstellung »Der Me nsch . die gegenwärtig in der Dolkshalle gezeigt wird, lädt im heutigen Anzeigenteil erneut zum Besuche ein. Täglich um 18 Ahr sinken ärztliche Führungen durch die sehenswerte Ausstellung statt. Der öffentliche Vortrag am Donnerstagabend hatte einen außerordentlich starken Besuch zu verzeichnen. Dir Zuhörer waren von den Aufklärungen aus sachverständigem Munde in hohem Maße befriedigt. Die nächsten öffentlichen Vorträge finden am kommenden Mittwoch statt, und auch ihnen dürste sicherlich das lebhafte Interesse der Bevölkerung von Stadt und Land zuteil werden. Man beachte die heutige Anzeige.
Familientag der Matthäusge- meinde. Morgen, Sonntagnachmittag, findet auf der Liebigshöhe der Familientag der Mat- thäusgemeinde statt. Eine reichhaltige, intcr- essante Dortragsfolge ist — wie man uns mit- teilt — vorgesehen. Ansprachen wechseln mit musikalischen Darbietungen, Gesängen und Aufführungen. Mitwirkende sind: Frau Flimm und Frl. M. Reuling (Gesang), Frau Dr. Fischer (Klavier), die I.-M.-G. (Buben und Mädchen), die Kapelle Hilgardt. Man beachte die heutige Anzeige.
** Frankfurter Pferdemarkt. Der nächste Pferdemarkt in Frankfurt findet Montag, 10. Juni, statt. Dieser Sommermarkt bietet erfahrungsgemäß besonders günstige Gelegenheit, ältere Pferde gegen Fohlen zu tauschen, oder volljährige Ackerpferde preiswert zu kaufen. Interessenten seien auf die heutige Anzeige hingewiesen.
(Weitere Lokalnachrichten im 2. Blatt)
Tatsachen werden in den Blättern der Opposition übereinstimmend hervorgehoben : Der g e - mäßigte Charakter, der sich in der Zusammensetzung des neuen Kabinetts ausprägt und die Ausscheidung des linken Flügels der Arbeiterpartei' bei der Zusammensetzung des Ministeriums. Die Wahl Hendersons zum Staatssekretär des Aeußeren begegnet einiger Kritik, wobei jedoch gleichzeitig betont wird, sie sei wohl zum Teil durch den Wunsch Macdonalds zu erklären, selbst die Außenpolitik des Landes maßgebend zu beeinflussen. Im Organ der Arbeiterpartei selbst, im „Daily Sjeralö“, wird das Programm der neuen Regierung durch ihre Benennung „Kabinett des nationalen Aufbaues" gekennzeichnet. Im konservativen „Daily Tele graph wird ausgeführt: Wir können uns keine sozialistische Regierung denken, die Vertrauen ein« flößen kann, aber die eben gebildete gibt wenigstens keinen Anlaß z u b e s o n d e r e n De- fürchtungen. Die Ernennung Hendersons zum Staatssekretär des Aeuhern kann nicht gerade begrüßt werden, aber niemand zweifelt daran, daß Macdonald beabsichtigt, das entscheidende Wort über den Kurs der britischen Außenpolitik selbst zu sprechen.
Aus der Provinzialhauptstadt.
G ie ßen, den 8. Juni 1929.
Vom Fragen und Antworten.
Von Reinhold Braun.
Wie wenige Menschen kommen so weit, daß sie zu fragen anfangen.
Wilhelm Stählin.
Auf meinem Schreibtisch, an den Fuß der Lampe gelehnt, steht eine schlichte Postkarte mit der edlen Wiedergabe von Sallwürcks „Jesus und Nikodemus".
Im weiß verschäumenden Lichte des orientali- schon Mondes sitzen die beiden Männer auf der Zinne des Hauses. Um sie die totenstille, mondflut- oersunkcne Stadt. Ewigkeitsfragen rätseln, und der große Nazarner gibt aus seiner Seele göttlicher Tiefe heilige Antwort. Das kleine Bild wachst mir zum Symbol aller wahrhaften und tiefen Gespräche auf: heiliges Fragen, heiliges Antworten.
Nur wer noch zu fragen weiß, ist wie ein wachsender Baum in gesegneter Erde. Das rechte Fragen ist das Zeichen unserer Sehnsucht und schöpferischen Demut und unseres Mutes.
Der Mensch ist so lange Mensch, das heißt nach der Sprachwurzel des Volkes der Beseelte, der Lebendige, so lange er zu fragen weiß. Heiliges Fragen bedeutet Leben; heiliges Antworten aber bedeutet es auch. Jugend ist nur Jugend, wenn sie in der rechten Frageinbrunst daberkommt. Aber von Lebensreife und Alter gilt dasselbe.
Ist nicht das edle Wechselspiel von Frage und Antwort der lebensweckende Grund aller Lehre und pädagogischen Kunst! Waren das nicht unsere liebsten Lehrer, die uns auf unsere vielleicht manchmal recht einfältigen Fragen liebevoll antworteten? Litten wir nicht unter den Lehrern, die uns auf unsere Fragen ein Armutszeugnis auszustellen suchten, uns jede Frage glatt abschnitten, oder uns gar lächerlich machten? Bei wem lag dann wohl die größere Armut? Der Stelzenstandpunkt des Wissers kann zum Verhängnis für den Fragenden und Antwortenden werden!
Wer recht zu antworten weiß, stellt sich zunächst liebevoll auf die Ebene des Fragenden, und er ver- gibt sich dabei keineswegs an Würde, sondern offenbart nur die Größe seiner Liebe und die Tiefe seiner Weisheit. Es gilt immer im Leben Ehrfurcht vor den Wurzeln zu haben und sie zu beweisen.
Ja, wer auf den Wegen, da das Kind schreitet, mit Stelzen stolziert, in dem verschmelzen sich Komik und Tragik in einer Person.
Lernten wir doch mehr vor der Mutter, rote man antworten soll! Kennt Ihr das feine Bild von Fidus: „Mutter und Kind?"
Aber wir alle kennen die Geschichte von dem großen Nazarener und den Kindlein! Heiliges Fragen, heiliges Antworten ... Wonach ein Mensch fragt, das ist er! Wonach eine Zeit fragt, das ist sic!
Der Bau der Zukunft gründet sich nicht zuletzt auf die Fragen der Zeit, die voranging. Die Zu- funft ist zu einem, und nicht geringen, Teil die Antwort auf sie. Eine Zeit, die nicht mehr nach ewigen und großmenschlichen Dingen fragt, verliert ihren Sinn als Zeit! Sie verkennt ihre Aufgabe, und ihre Unwefentlichkeit vergrößert um ein Beträchtliches den „Dünenschutt" der Zeiten.
Wir können es nicht ernst genug mit unseren Fragen nehmen, aber auch mit unseren Antworten! Das sei der Jugend und dem Alter gesagt!
Keiner schäme sich, zu fragen, so sehr auch äußere Würde ihn ziere! Mehr Nikodemusart! Keiner schäme sich, in einer noch so geistvollen Gesellschaft zu sagen: „Das verstehe ich nicht!" Wir müssen darin mutiger werden, aber anderseits auch einem also offenen Menschen volles Verständnis entgegenbringen! Herunter mit der Blasiertheit von ihrem trügerischen Throne! Nimmer sich entmutigen lassen, auch mit dem Herzen zu fragen und also zu antworten! Die Welt schwirrt von Verstandesfragen und -antworten! Der Herzensfragen find wenige! Das ist die große Armut der Zeit!
Es gibt Fragen, die wortlos geschehen und geschehen müssen! Ach, lernt das rechte Antworten auf fiel Und geht nicht vorbei an den stummen Fra- gen der andern Kreatur! Dein Adel, Mensch, liegt in deiner Antwort!
Selig sind die, die recht zu fragen wissen; denn sie sind die armütig Lebendigen und werden das Leben haben. Gesegnet werden die recht und zur rechten Zeit Antwortenden sein; Liebe hat in sich ihren Lohn. Auf alles Fragen in der Zeit wird einmal Ewigkeit antworten.
Bornotizen.
— Tageskalender für Samstag. Verein Rudersport Gießen: Monatsversammlung, 21 Ahr. — D. H.B.: Monatsversammlung, 20l/2 Ahr, im Hotel Köhler. — Kavallerie-Verein: Monatsversammlung, 20,30 Ahr, im Hessischen Hof. — Geflügel- und Vogelzucht-Verein: Monatsversammlung, 20,30 Ahr, im „Pfälzer Hof". — Reichsbund der Zivildienstberechtigten: Monatsversammlung, 20,30 Ahr, in der „Stadt Lich". — Lichtspielhaus Bahnhofstraße: „Diane" und „Seine Hoheit der Dienstmann". _________
— Tageskalender für Sonntag. Musikalischer 2lbend, Realgymnasium, 20 Ahr. — Lichtspielhaus, Bahnhofstraße: „Diane" und „Seine Hoheit der Dienstmann".
Annahme des Konkordats schon dadurch wahrscheinlich würde. Im übrigen haben sich die Vertreter der Oppositionsparteien ihre Stellungnahme Vorbehalten, doch rechnet man in unterrichteten Kreisen auch weiterhin mit Stimmenthal- tungderVvlkspartei.diedas Mehrheitsverhältnis gleichfalls günstig beeinflussen würde. Ministerpräsident Draun hat an die Fraktionen die Ditte gerichtet, bis zum 13. Juni ihre Stellung zum Konkordat mitzuteilen. Erst dann sollen die Abmachungen unterschrieben werden. Verhandlungen mit der evangelischen Kirche könnten nach dem Konkordat folgen. Es wird sich fragen, ob das Konkordat nicht Schwierigkeiten rein politischer Art begegnet, d.h. ob Wirtschafts- und Volkspartei nicht Entgegenkommen auf anderen Gebieten verlangen. Di« Deutschnationalen dürften gleichzeitige Erfüllung der evangelischen Wünsche fordern.
Aeber die Streitpunkte im Konkordat erfährt man an unterrichteter Stelle: Die einzige finanzielle Reuerung im Konkordat ergebe sich aus der vorgesehenen Reueinrichtung von zwei Bistümern in Aachen und Berlin und von zwei Erzbistümern in Paderborn und Breslau. Auch hierbei kämen nicht etwa neue Aufwendungen für die Pfarrerbesoldung in Frage, sondern lediglich neue Dotationen für Domkapitel, deren Betrag von bisher 1,4 auf nunmehr 2,8 Millionen sich erhöhe. Die Pfarrerbefoldung selbst komme im Konkordat gar nicht vor. Immerhin bedeute die geplante Reuschaffung von Bistümern und Erzbistümern einen der Streitpunkte. Das gleiche treffe zu für die vorgesehene Erhöhung der inSchneide- mühl bestehenden Administratur für die Provinz Grenzmark Posen-Westpreußen in eine päpstliche Delegatur. Ein weiterer wesentlicher Streitpunkt liege darin, daß bei der Wahl der Bischöfe es in Zukunft so sein solle, daß die Vorschlagsliste erst dann zur preußischen Staatsregierung kommt, wenn sie vom Papst genehmigt ist. Darin liege allerdings für die Entscheidung der Staatsregierung eine gewisse Präjudizierung. Schließlich gilt als Streitpunkt u. a. die offizielle Anerkennung des collegium germanicum in Rom als gleichberechtigte Ausbildungsan st altfürdeutschekatholischePrie- st « r; da die Zahl der Anwärter nicht kontingentiert ist, wäre es theoretisch möglich, daß nach Abschluß des Konkordats alle in Deutschland wirkenden katholischen Priester das römische In- stitut absolvieren. Ausdrücklich sei jedoch er- wähnt, daß offiziell keinerlei Zwang vorgesehen ist und daß nach wie vor auch die deutschen katholischen Fakultäten und Seminare ihre Befugnisse ausüben werden.
Berliner Börse.
Berlin, 8. Juni. (WTB. Funkspruch.) Rach der Anterzeichnung in Paris scheint die Stimmung im heutigen Dormittagsverkehr etwas freundlicher zu sein. Das Geschäft ist noch sehr ruhig, doch sollen einige Auslandorders für die Dörse vorliegen. Man sprach etwa 1 Pro^nt höhere Kurse als gestern mittag Schluß. AEG. 193 bis 194, Schlickert 247 bis 248, Siemens 403,5 bis 404 Geld, Farben 258,5, Glanzstoff 466 Am Devisenmarkt hört man: London-Kabel 4,8490, London gegen "Berlin 20,3340, London gegen Madrid 34,25, Kabel-Derlin 4,1935.
KURMARK-R AUCHERS.
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aller Erdteile In Gold- und SiTb er druck: Die FREUDE des
und wa^re Kenner edlen. Tabaks. AUjene wissen. wo^L, wo m3. Fleiss und Kunst sorgsam bereäel
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beginnen sich an Hitzen; während die e Presse sich voll- itionalistischen Stu- Regierungszeitungen ; gegen die Nativ« die Schuld an den Die nationalistische Lemberger Bifchv« kn Offenen Brief, >on den Eiubenlcn n machen, daß die o n von jüdischer erllären, es fan- feftatftellten ssu5 diese sei einer ,che dem heiligsten ms huldigte. 2:e i dieser mit aller itzsenAbrung Schul' ntroortung gezogen
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