Ausgabe 
8.1.1929
 
Einzelbild herunterladen

? * b

KZL

??»**«??'

^ifhing. -

Es büZ |Änenöe3 liftungiJMioa «UBätiS ^lonfioduog »« äk$ Lr tmen auch für me. ♦raonbi merten. Kleine * bte Dellen f« en a*wi vernichtet, frirunfen.

^?Ser-StranL einem lt>rJn Vaven. waren ^gehörigen begaben sich

am Strande die Besatzung deS Mhast, dch cach der hat.

>n Ailmunternehmen. ähnlichen Detrugsangv- e angebliche Filmunter, rhaftet worden. Es war trauen eines Do- s zu gewinnen und mit :dens und anderer yer- »olischc Filmstelle rufen. Lis erster sollte it Südtirol, »Verlorene m, für den auch einige iziert wurden. Als diese c sich hinaus, dah nicht iskript für den Film kein Deld zur Ge« ügle, obwohl er bereits wc tatholifchen Filmstelle r deren Verwendung er mg legen tonnte Die ce- ifieure Huben darauf ihre it und 20 000 Schilling, Diener Dank deponiert legen lassen. Da hie , ist Fuchs wieder ms

3t

Verlage.

utauei«^' Ü»

Se fS* ft ew» « S>» »rS- tb*d M

n4> tifl&ä Frosts 5?SS^" Ä, «;* föfl'fheite^' o

fe 'jss> tfsA W*^*Ä* 3-n 7;>fl<nt

(Goethe.)

neralDerfammlung ab. Der Vorstand

Dicht damit ist eS getan, dah wir uns beim neuen Kalender fragen: »Was wird uns dieser Tag. jener Monat bringen? Wird die es Jahr unser Wunsch in Erfüllung gehen, oder soll neue Trauer bei uns einkehren?" , .,,

Dur eins kann uns helfen: Die Arbeit! Alles andere müssen wir dem Schicksal uber- lassen. Wenn wir aber dann erleben, dah uns die Sllvesterglocken von 1929 läuten, und toir können uns am Ende des Jahres sagen: »Das war ein gutes Jahr!", dann sollen toir dank­bar dafür sein, dah uns Kraft gegeben wurde, tn Gesundheit und Freude einen Schritt weiter zu tun.

Ein Wort aber noch unserm treuen Begleiter, dem Kalender! In welchem Hause ist er nicht? Da hangt der Abreißkalender, der jeden Tag sein Sprüchlein sagt, oder gar einen Dat für den Beruf, für Garten und Haus bringt. Da ist der kleine »Terminkalender" für die Geld­tasche, den jeder, der seine Arbeit einteilen muh. bei sich führt und der stets zu Rate gezogen wird, wenn es sich um irgendeine Veranstaltung han­delt. Da erscheint das kleine Büchlein mit der Bemerkung:3ch will mal sehen, ob ich da noch

wurde der Gedanke einer solchen AufklärungS» Woche allgenrein begrüßt, ebenso erklärten sich alle Redner zur Mitwirkung bei diesem Dienst am Volke bereit. Schließlich wurde llebereinstim« mung dahin erzielt, dah für die Stadt Gie­ßen «in Ortsausschuß unter dem Vorsitz des Oberbürgermeisters zur Durchführung dieser Auf­klärung l Woche gebildet toerben soll, dem Vertreter der verschiedensten Interessentenkreise angehören werden. Ferner soll ein gleicher Ausschuß sür den Kreis Gießen unter dem Vorsitz des Kreisdirektors wirksam sein und diesem Gremium vor allem die Bürgermeister der größeren Land­orte angehören. Den beiden Ausschüssen wurden alle Maßnahmen zur Durchführung der Auf- tlarungsivoche übertragen.

RevueDrunter und drüber".

Das Lichtspielhaus Bahnhofstraße hat wieder einmal Ausnahmetage. Der Film ist in seinem eigenen Hause nur zu Gast: in etwa 20 Reklamebildern und in der Wochenschau. 3m übrigen herrscht die Brettl-Kunst: Ope« retten-RevueDrunter und drüber"

wurde «tnfamrntg wkdevgÄokkflk. tW STnfeB* xrltungSabend soll in etwa 14 Tagen stottftnden, 3m laufenden 3a.hr wird sich der Verein an züxn Kriegerfesten der Umgegend beteiligen.

ch Lich. 7.Ian. Der Zweig verein Lich ö h e n k l u b s veran-

mal daran denkt.

Unserm Begleiter, dem Kalender, in welcher Form er auch zu uns spricht, wollen wir einen Ehrenplatz «inraumen und ihn als Freund behandeln. L.

Reichs.ÜnfallverhütungS-Woche.

Dom 24. Februar bis 3. März wird im ganzen Reich« e ne Deichs-UnfallverhütungS- W o ch e stattfinden. Diese Veranstaltung bezweckt i mehr als eine schnell vorüberrauschende Propa- ; ganda: sie soll der Auftakt sein zu systematischer Erziehungsarbeit am ganzen Volke. Das Ver- antwortungsbewußtsein jedes einzelnen soll aus­gerüttelt werden, damit bei der unaufhaltsamen Mechanisierung des Lebens, der Intensivierung der Arbeit und der starken Steigerung des Ver­kehrs die Millionenzahlen der Unfälle. Die Zehn­tausende der Todesopfer nicht weiter bis tn8 Ungemessene steigen.

Der Vorbereitung dieser Aufklarungs- wochc in unferem engeren Heimatgebiete diente gestern vormittag eine Sitzung unter der Leitung des Regierungsrates Schmidt im hiesigen vtreisamt. An der Besprechung nahmen Vertre- cc der Industrie, der Handelskammer, dec Uni­versität, der Kreismedizinalbehörde, der Gieße­ner Stadtverwaltung, ferner zahlreiche Bürger­meister aus den größeren Orten des Kreises und Vertreter der Presse teil. Der Zweck und das Arbeitsproaramm der AusklörungSwoche wurden von Dr. Mersmann eingehend dargelegt. U. a. sollen in Gießen und in den größeren Orten des Kreises öffentliche Aufklärungs­vorträge, daneben aber auch Vorträge in den größeren Betrieben vor deren Belegschaft über die Unfallverhütungsrnaß- nahrnen usw. stattfinden; ferner sind Filmvor­führungen in Aussicht genommen, Belehrungen in den Schulen geplant und ähnliche Maßnahmen zur Verbreitung größeren Wissens und zur Ver­tiefung der Aufmerksamkeit gegen Unfälle in den Betrieben inS Auge gefaßt. 3n der Aussprache

Wagen sofort zur Klinik nach Gießen gefahren, ft. S t o ck h a u s e n, 7. Ian. Der hiesige G e - l hielt in der

Aus vor Provinzialhauptstabi

Gießen, den 8. 3anuar 1929.

Oer Begleiter.

Ich habe eben den Wandkalender desGieße- ner Anzeigers" mit vier Re hbrettsti en fest­gesteckt. Tabci überflog mein Auge d . Zahlen und Lage von 1929. Was werden sie uns bringen?

Schon sind einige vergangen. 3n Wmierftarre liegt die Welt, aber einst kommen die Früh­lingstage, Veilchen werden blühen und Rosen duften, die Sonnenglut wird die Saaten reifen, und die Herbstmonate werden ihre Gaben brin­gen; Stürme werden brausen, und das schönste Fest, das Weihnachtsfest, wird auch 1929 be­schließen. _ , . _ ,

Wir stehen im neuen Jahre, toir stehen vor verschlossenem Tore. Was wird es für uns haben? 3st S Leid, ist's Freud? Werden unsere Hoffnungen erfüllt, warten Enttäuschungen auf uns? Dichts wissen wir. Und das ist gut so.

In der Neuinszenierung von Otto Emst- KomödieFlachsmann als Erzieher" spielt die Titelrolle des Flachsmann Edelberl G a r e i s. Spielleitung hat Julius Baste. DaS erfolg­reiche Sylvester stückEharleys Tante" wird in der Neuinszenierung mit der Bühnenmusik von Hugo Hirsch am Mittwoch, 9.Januar, wieder­holt werden. Sonntag, 31.3anuar. ist die letzt« Aufführung von TolstoisUnd das Licht schemet in öur Finsternis" (Regie: Oberspielleiter Hans Tanner t).

Vorträge über Goethes Zaust. Die Freunde der Christengemeinschaft veranstal­ten in den nächsten Wochen eine öffentliche Vor­tragsreihe von vier Vorträgen über das Thema: Goethes Faust (1. Teil) und die Lebensfragen des heutigen Menschen". Als Redner spricht Lic. Robert Goebel. Marburg. 3n zeitgemäßer Weise soll in das Verständnis von Goethes Faust eingeführt werden; es soll davon die Rede sein, inwiefern die Lebens- und Schicksalsfragen des heutigen Menschen in der Gestalt des Goe- theschen Faust ihren künstlerischen Ausdruck und zugleich ihre geistgemähen Antworten erhalten haben. Die Vorträge finden statt jeweils am Freitag. 20.15 Uhr. Musilzimmer des Studenten­heims. Durggraben 9. Beginn: Freitig, 11. Ja­nuar. Man beachte die heutige Anzeige.

Deutsch nationaler Handlungs­gehilfenverband. Ortsgruppe Gie­ßen. Wie aus dem heutigen Anzeigenteil erflcht- lich, ladet die Gießener Ortsgruppe des D. H. D. zu einem Rezitationsabend von Dr. Erich Forlner über »Deutscher Humor von Hans I Sachs bis zur Gegenwart und Wiener Humor" auf Donnerstag. 10. Januar, abends 8'/« Uhr. im großen Saale des Kath. Dereinshauses ein. Dr. Erich Fortner hielt bisher für alle Rund­funksendegesellschaften Deutschlands, Oesterreichs und der Schweiz heitere Vorträge. Außerdem ist er zu wiederholten Malen in fast allen größe­ren deutschen Städten bisher verpflichtet worden. Der Abend dürfte einige frohe und genußreiche Stunden bereiten. Man beachte die Anzeige.

Kunst und Wissenschaft.

Die 400. Wiederkehr des Todestage» Peter Vischers.

Aus Anlaß der 400 Wiederkehr des Todestages des Erzgießers Peter Vischer hatte sich am 7. Januar in Nürnberg vormittags eine Anzahl geladener Gäste am Grave des Mei­sters auf dem St.-Rochus-Friedhof in Nürnberg eingefunden, um das Andenken dieses großen Soh­nes der Stadt Nürnberg in schlichter Weise zu ehren. Nach einem Gesangoortrag des Nürnberger Dolksschülerchors ergriff Oberbürgermeister Dr. Luppe dos Wort zu einer eindrucksvollen Ge­dächtnisrede, in der er die künstlerische Bedeutung Vischers würdigte. Im Namen der Stadt, in der er geboren sei und deren Ruhm er durch die Welt ver­breitet habe, legte der Oberbürgermeister einen Kranz zu Ehren des Künstlers am Grade nieder.- Im Namen der Rot- und Erzgießer-Innung der Stadt Nürnberg ehrte der Obermeister, der Glocken- gießer Ammon, durch Kranzniederlegung den toten Meister. Mit einem Gesangvortrag oe» Volks- schülerchor» schloß di« Feier.

** Auswanderung n ach Amerika. Vom amerikanischen Generalkonsulat in Frankfurt a. M., Borsenftraße 2, wird mitgeteilt, daß ab 17. Januar, vormittags 9 Uhr, bis auf weiteres Anmeldungen zur Auswanderung nach den Bereinigten Staaten von den in Deutschland geborenen Personen wieder ent- gegengenommen werden. Formulare zu diesem Zweck sind bei dem Generalkonsulat in Frankfurt a. M. zu beantragen.

** D o n d e r D o l k s h o ch s ch u l e. In der Volks­hochschule beginnt im Laufe dieser und der nächsten Woche eine weitere Kursreihe. Alle Kurse werden in allgemein verständlicher Form gehalten und behan­deln wichtige Lebensgebiete, so daß ihr Besuch auch für den wissenschaftlich wenig Interessierten von Nutzen ist. Die Kurse werden am Sonntag, 13. Jan., mit einem Musikabend eröffnet, zu dessen Durchfüh­rung sich Frau E. Fischer, Herr Fr. B a u e r jun. und Herr C. B. Knaus zur Verfügung gestellt haben. Auch neueintretende Hörer haben zu diesem Abend freien Eintritt. (Nähere» in der gestrigen An-

Oberhessen.

Landkreis Gießen.

ck. Heuchelheim, 7. Jan. Am Sam-tag abend hielt der Turnverein Heuchel­heim in der gut besetzten Turnhalle sein dies­jähriges Wintervergnügen ab. Rach Degrühungs- toorten des ersten Vorsitzenden nahm die Vor­tragsfolge ihren vorgesehenen Verlauf. Stab­übungen der Turner, ein schöner Blumenreigen der Turnerinnen, das Turnen der Aktiven am Barren, sowie ganz besonders ein Reigen der Turnerinnen,Irrlichter", erfreuten das Auge und legten Zeugnis davon ab, daß in dem Verein mit viel Liebe und Sorgfalt gearbeitet wird. Ein gut gespielter Dreiakter zeigte, dah die Theaterabteilung auf der Höhe ist. An­schließender Tanz hielt alt und jung noch lange beisammen. Den musikalischen Teil der Ver­anstaltung führte in gewohnt guter Weise die Kapelle Weller, Gießen, aus.

< ©rünberg, 7. 3an. Auf der Rückfahrt vom Skilauf auf dem Hohervdskopf nach Schot­ten verunglückte gestern abend infolge der glatten Chaussee der Kaufmann Heinrich Kappes von Grünberg mit seinem Auto. Don den Insassen erlitt Studienrat Walter von hier beim Umfallen des Autos einen Schlüssel­beinbruch. Die übrigen Insassen des Kraft­wagens kamen mit geringen Verletzungen darum. Da das Auto nach Wiederaufrichtung noch fahr­bar war, wurde Studierrrat Walter mit dem

fangverein »Liederkranz" hielt in der Wirtschaft von Otto Rickel, Stockhäuser Hof, sein diesjähriges Wintervergnügen ab. Nachdem der deutsche Sänger grüß und der Degrühungs- chor, gesungen von dem Gesangverein »Sieber» kranz" verklungen waren, begrüßte der 1. Vor­sitzende des Vereins. Karl Hartmann, die Angehörigen der Vereinsmitglied r unb die Gäste, die den Saal bis zum letzten Platz füllten. Ein Zweiakter und zwei kleinere Lustspiele, aufge­führt von jungen Vereinsmftgliedern, ernteten reichen Beifall. Die Chöre des Gesangvereins fanden ebenfalls lobende Anerkennung. Der musi­kalische Teil wurde bestritten von der Kapelle Diedenkapp (Mücke). Der anschließende üb­liche Tanz bewirkte, dah alt unb jung bis in die frühen Morgenstunden beisammen blieben. Der hiesige Kriegerverein, Vorsitzender Bürgermeister Otto Jochim, hielt am Samstag­abend in der Wirtschaft Knöh dahier seine Ge-

4= 2 ich, 7. Jan. Der 3 des Vogelsberger H , taktete am Samstagabend in der Turnhalle sein »iesjähriges Winterfest, verbunden mit der Auszeichnungsfeier. Nach ausgezeichneten Musikvorträgen eines Teiles der Gießener Reichs- wehrkapelle hielt der erste Vorsitzende, Lehrer Meckel, die Begrüßungsansprache, darin hinwei­send auf die hohen Ziele der Dereiniguna. Er er­mahnte die Anwesenden, noch mehr als seither an den Wanderungen teilzunehmen, um Heimat, Land und Leute kennenzulernen und liebzugewinnen. Die Wanderungen waren im letzten Dcreinsjahr durchweg recht gut besucht. Nicht weniger als 23 Mitglieder, eine seit Bestehen des Vereins noch nicht erreichte Zahl, konnten wegen guter Beteili­gung an den Wanderungen mit Auszeichnungen bedacht werden. Gute Musikoorträge und gemein- sam gesungene Heimatlieder wechselten nun in bunter Reihenfolge. Ein Lustspiel in zwei Akten, von den Darstellern recht gut wiedergegeben, fand dankbare Aufnahme. Auch die Iugendgruppe erntete mit ihren Reigen allgemeinen Beifall. Eine Ver­losung und flotter Tanz hielten die Teilnehmer bis zum frühen Sonntagmorgen zusammen.

Lich. 7.3an. ©eitern unternahmen die Mitglieder bcc Vereinigung der 1 877 er einen in allen Teilen wohlgelungenen AuSflug nach dem idyllisch gelegenen Orte Albach. Hier fand eine Tagung aller Mitglieder mit den ge­ladenen Gasten statt. Auch der Bürgermeister und die Mitglieder des Gemeinderats von Albach waren erschienen. 3n den gegenteiligen An­sprachen wurden insbesondere die persönllchen und geschäftlichen Beziehungen hervorgehoben, die die Albacher Bevölkerung mit der Stadt Lich ver­binden. Die Ehrengäste Barz und Fuhr sorg­ten für Gesang und Humor. Die Musik wurde von Mitgliedern des Mandolinenklubs von Al­bach ausgeführt, deren Leistungen allgemein an-

nicht bereuen.

Kriegsbeschädigte und Kriegerhinterbliebene im Jahre 1928.

Das Reichsarbeitsblatt veröffentlicht die Zah­len über den Stand der versorgungsbe - I rechtigten Kriegsbeschädigten und Kriegerhinterbliebenen. Danach ist die Zahl ber Dersorgungsberechtigten in letzter Zeit erheblich gestiegen. Sie betrug im Mai 1928 761 000. Die Hauptsumme der Hinzuge- fommenen flammt aus ber Zahl der früher Ab­gefundenen, deren Leiden sich entweder ver­schlimmert hat, ober bei denen der Rentenbezug anerkannt wurde. 3m Jahr« 1927 find rund 9400 Kriegsbeschädigte gestorben, das sind 12 Prozent der Gesamtzahl. Die Nachuntersuchungen sind eingestellt. Dis zum 31. März vorigen Jahres sind 107 000 Gesuche auf Neubewilligung, Wieder- gewährung ober Erhöhung ber Rente eingegan­gen. Der Durchschnittssatz der Verminderung der Erwerbsfähigkeit ist auf 47 Prozent gestiegen. Die Nachuntersuchungen haben also im Durch­schnitt zu einer Heraufsetzung der Rente geführt. Mit einem Rückgang ber Aufwendungen wird für längere Zeit nicht zu rechnen sein.

Daten für Mittwoch, 9. Januar.

1908: der Maler und Dichter Wilhelm Busch in Mechtshausen am Harz gestorben (geboren 1832); 1927: der Schriftsteller H. St. Chamberlain in Bay­reuth gestorben (geboren 1855).

Gießener Wochenmarktpreise.

Es kosteten auf dem heutigen Wochenmartt das Pfund: Butter 140 bis 160; Matt« 30 bis 35; Käse (10 Stück) 60 bis 140; Wirsing 15 I bis 20; Weihlraut 10 bis 15; Rotkraut 20 bis 25; gelbe Rüben 15 bis 20; rote Rüben 15 bis 20; Spinat 25 bis 35; Anter-Kohlrabi 8 bis 10; Grünkohl 20 bis 25; Rosenkohl 40 bis 60; Feld­salat 120 bis 150; Tomaten 80 bis 90; Zwiebeln 15 bis 20; Meerrettich 50 biL 150; Schwarz­wurzeln 50 bis 70; Kartoffeln 5; Aepfel 20 bis 40; Dirnen 10 bis 30; Dörrobst 35 bis 40; Honig 40 bis 50; junge Hähne 100 bis 110; Suppenhühner 100 bis 120; Gänse 100 bis 120; Nüsse 60 bis 80; das Stück: Eier 18 bis 19; Blumenkohl 60 bis 120; Endivien 20 bis 30; Lauch 10 dis 15; Rettich 10 bis 20; Sellerie 10 bis 50 Pfennig; ber Zentner: Kartoffeln 3,80 bis 4,50 Mark.

Bornotizen.

Tagestalenderfür Dienstag. Stadt­theaterDer Patriot", 19.'5 bis 22.30 Uhr. Licht­spielhaus, Bahnhofstraße: Berliner RevueDrunter und Drüber". Astoria-Lichtspiele:Der Posträuber von Nevada".

Stadttheater Gießen. Aus dem Stadttheaterbureau wird uns geschrieben: Die heuttg« VorstellungDer Pattiot" beginnt um 19.15 Uhr. Das historische Drama von Alfred Neumann wird damit zum letzten Male gegeben.

erkannt wurden.

I Hungen. 7.3an. Der Autobus des ZweckverbandesScholten-Hungen, zu dem auch die Gemeinden Langd, Rodheim und Rabertshausen gehören, fährt nun zwei Jahre. Es ist mit der Inbetriebnahme der Linie ein Werk geschaffen worden, das sich fortgesetzt stei­gender Beliebtheit erfreut und das heute nie­mand mehr missen möchte. Gerade im Dezember, als der Wagen einer Generalreparatur wegen den Verkehr einige Tage einstellen muhte, trat unseren Dörfern so recht die Bedeutung der Einrichtung vor Augen. Es ist nur schade, dah die Lebensdauer des Kraftwagens etwas beein­trächtigt wird durch die sehr bergige und kurven­reiche Fahrstrecke zwischen Ulfa und Eichelsdorf, otoie durch den schlechten Zustand der von dem Auto befahrenen Straßen überhaupt.

f" Obbornhofen, 7.Ian. Dem Beifpiel im benachbarten Bellersheim folgend, beabsichtigt man auch hier, das in der hiesigen Gemarkung gelegene Gelände der Fürstlich Solms-Braun-

elvschenStandesherrfchaft käuflich zu erwerben. Zu diesem Zwecke fand am Samstagabend im Rathaussaale eine Versammlung der Interessen­ten statt, zu der auch die Gemeindevertretung zuge- < ogen war. Bürgermeister Philippi erstattete Bericht über die mit der Fürstlichen Renlkammer gepflogenen Verhandlungen, aus dem folgendes mtt- getetlt sei: Die Besitzerin ist bereit, das Ackerland zum Preise von 1100 Mark je Normalmorgen zu verkaufen. Die Zahlung hat mit 20 Prozent des Kaufpreises am 1. Mai d. I. zu erfolgen, di« Rest- umme kann In 6 bis 9 Jahren bei 8 Prozent Zin- en getilgt werden. Sämtliche Kosten gehen zu Lasten der Käufer. Es wurde beschlossen, daß die Kommission, bestehend aus dem Bürgermeister Philippi als Vorsitzendem und den Landwirten ßinbenmeier unb Karl Reitz, erneut mit der fürstlichen Rentkamrner in Verhandlung treten soll mit dem Zwecke, eine weitere Verbilligung zu er­reichen, da sich unter dem in Betracht kommenden Grundbesitz etwa ein Sechstel minderwertiges Acker­land befindet.

Kreis Friedberg.

<£ Bad-Nauheim, 7. Ian. Wie vor einigen Wochen bereits mitgeteilt, wurde in diesem Winter der Reinigungsbau ber hiesigen Gra­dierwerke niedergelegt. Er war im Verlaufe von etwa 20 Jahren vollkommen oerfintert und zu Dorrn stein geworden. Jetzt hat man mit der Errichtung der neuen Reinigungsbaues begonnen. Zu seiner 2IuffteP lung sind rund 2000 Zentner Dornreisig notwendig. Da auch an den übrigen Gradierwerken in größerem Umfange Ausdesserungs- und (Erneuerungsarbeiten vorgenommen werden, sind in diesem Winter Riesen­mengen von Dornen angefahren worden, insgesamt rund 4500 Zentner. Für den Zentner wurden 2,50 Mark bezahlt, so daß den Bewohnern der Ufinger« und der Hausberg-Gegend, die das Reiferwerk in der Hauptsache geliefert haben, sich für die Winter­monate ein ganz schöner Nebenverdienst geboten hat.

Berliner Börse.

Berlin, 8. 3an. (WTB. Funkspruch.) 3m heutigen Frühverkehr zeigt sich wie schon gestern nur für Montanwerte einiges 3nteresse, wäh­rend die übrigen Märkte vollkommen vernach­lässigt sirrd. Die Kurse für Mvntanwerte liegen ung^ähr auf gestriger Schlußbasis unter Be­vorzugung von Gelsenkirchen. Die übrigen Aktten scheinen eher etwas schwächer zu sein. Farben 262 Brief, Rheinstahl etwa 137,50, Gelsenkirchen 126,50, Harpener etwa 125 bis 135,50, Phönix etwa 92,50, Vereinigte Stahl etwa 92. Am Devisenmarkt n ennt man den Dollar 4.2030, das Pfund 485.10.

frei bin!"

7c5er dem Schreibtisch hängt der künstle­rische Abreißkalender mit neuen oder alten Bildern, für jeden Sonntag sogar ein buntes Dl: U! Die Wanderlustigen haben ihren Wän­de r k a l e n d e r, die Wissenschaftler ihreng e o- graphische n", die Baumeister und Daulieb- Haber den Städtekalender; alte liebe De- I kannte, Ludwig Richter, HanS Thoma u. a. müssen 1 herbei und dir deine Tage schmücken.

Im Bücherschrank liegen die Heimatkalender, Goethe-, Reuter-, Raabe-Kalender. Wer kennt alle Namen, wer zähtt alle auf? Ihre Schar ist Legion. Jeder Beamte, jeder Handwerker, jeder Kaufmann hat seinen besonderenBerufskalender"; Landwirte, Geflügelzüchter, Techniker, Künstler, Turner, Eisen- bahner, Lehrer, für alle, alle ist gesorgt.

Kein Buch ist so volkstümlich wie der Kalender, kein Buch wird so oft zu Rate gezogen wie er. Und wenn berkleine Mann" kein Gelb für Bücher hat, einen Kalenber kauft er sich. Auf dem Eckbrett ober auf bem Schrank liegt er griffbereit. Man muß doch wissen, ob das Lämmchen so rechtzeitig kommt, daß man es auf Ostern essen kann! Der Landmann notiert sich die Tage, an denen die Kälbchen, die rosigen kleinen Ferkel zur Well kommen sollen.

So wird der Kalender zum Ratgeber, zum Freund. Du schickst ein Tatet ab. Was kostet es? Der Kalender gibt dir Auskunft. Du willst wissen, wann Vollmond ist, auf welchen Tag dein Geburts­tag fällt, wann Goethe geboren wurde? Der Ka­lender ist dir ein Helfer.

Und du selbst? Hast du nicht neulich den Geburts­tag von Tante Lina vergessen? Das war ärgerlich. Es ist doch die Erbtante!

Deshalb nimm dir deinen Abreißkalender vor und trage schon j etz t alle Geburtstage, die du berück­sichtigen mußt, fororältiq zwei Blätter vorher ein, bann bist du sicher, daß niemand vergessen wird, auch die Tante Lina nicht!

Willst du nicht auch deinen Derlobungs- und Hoch- zettstag einzeichnen Es ist gut, wenn man manch

zeige.)

** Skirennen auf dem Hoherodskopf. Der Skiklub Gießen beabsichtigt, am nächsten Sonn­tag, 13. Januar, auf dem Hoherodskopf Rennen Langlauf, Abfahrtslauf, Sprunglauf abzuhalten. Die Rennen dürften zahlreiche Zuschauer anlocken. Autooerbindung SchottenBreungeshain ist im An- schloß an die Frühzüae und nachmittags für die Rückfahrt vorgesehen. Im übrigen sei auf die An- zeige des Skiklubs Im heutigen Anzeigenteil auf­merksam gemacht.

** Die diesjährigen Fünfziger 187 9 19 2 9 hielten am Samstagabend in der Restauration Faulstich die erste Monatsversammlung ab. Von den Fünfzigern wohnen 213 in Gießen, während mehr als 60 früher dahier Geborene anderweitig ihren Wohnsitz haben; der Attersoereinigung selbst gehören bis jetzt insgesamt 160 an. Außer der Vorstands­wahl, bei der Curt Mohr als 1. Vorsitzender ge­wählt wurde, wurden die für das laufende Jahr zu treffenben Veranstaltungen festgelegt, und der Rest des Abends mit verschiedenen Darbietungen aus- gefüllt.

Die Zukunft decket Schmerzen und Glücke wird sie diesmal genannt, älm es vorweg -u schrittweise dem Blicke. (< I sagen: sie bringt gute Kabarett-Durchschnitts- I

Doch ungeschrecket bringen toir vorwärts." war«, die wohl auch den Besucher befriedigen Doll Hoffnung auf gute, zukünftige Tage gehen wird, der schon großstädtische Darbietungen auf wir in das neue Jahr, gedenken wohl der Last, diesem Gebiete gesehen hat. Daneben stehen einige

die auf unfern Schultern liegt, aber Sachen, die über den Durchschnitt hrnausragen,

onun rnotnnihm vor allem tanzkünstlerische Leistungen; aber cmch

;?w Tr^ ftck ^halten ein Bild, das ein vollendeter Mi?grift ist 3m

Hf großen und ganzen beurteilt kann man ledoch sa-

fiA Ä gen. daß den Besuchern einige Stunden recht ab-

' wechslungsreicher und erheiternder Unterhaltung

der^ Götter herbei." (Goethe.) | ^Aatt^ Und das ist ja der Zweck der Die Spitzenleistungen dieser Revue vollbrin­gen Gerd van Durp und Hildegarde d e P e e r mit ihren graziösen und sehr fein durchgearbeiteten tanzkünstlerischen Darbietungen, die mit Recht stets stürmischen Beifall fanden. Ein richtiges Rummelstück, von starker Wirkung I auf die Lachmuskeln, ist das BildBerlin bleibt Berlin", in dem mit allen Schikanen gearbeitet wird, um die Gäste in froheste Laune zu versetzen. Stimmungsvoll istDie gute alte Zeit", fein durchgeführt das BlldOpiumrausch", schmissig der EmembleaustrtttAm schönen Rhein beim deutschen Wein" undElectric-Girl".Der eiserne Gustav" seinemGrasmus", der hier aller­dings merkwürdigerweise nur ein Ohr hat. er- innert an diesen Berliner Reklamerummel. Zum Walzen ist die3nstruttionsstunde", eine bis zur höchsten Potenz gesteigerte Groteske. Neben den hier erwähnten Ausschnitten stehen eine ganze Reihe toeüerer Bilder, die gleichfalls viel Spaß bereiten und lebhaften Beifall fanden. Recht übel ist aber das BildHochzeitsnacht"; derartige Dinge mag man getrost einem groß­städtischen Publikum überlassen, wenn man glaubt, diese faden Eindeutigkeiten überhaupt auf­führen zu müssen, um ein Publikum in Stimmung zu versetzen. Wir erhoffen von der Leitung des Lichtspielhauses, dah sie diese Dache, ohne die das Programm nur gewinnen wird, erbar­mungslos beseittgt! Ebenso darf man wohl an­nehmen, daß nach einer gründlichen Probe am heutigen Tage das gestern besonders ün zwei­ten Telle oft mangelhafte Zusammenwirken zwi- scheu den Chören unb der Kapelle ein besseres wird. 3m übrigen war die Kapelle gut in Form, auch die gesanglichen Leistungen der En­sembleangehörigen waren angenehm, zum Tell sogar recht gut. Die Abwicktong des sehr um» i fang reichen Programms etwas weniger wäre I rnefiekbt mehr gewesen, da die Aufnahmefähig­keit der Gäste zum Schlich doch merklich nach- läßt erfolgte Schlag auf Schlag, so daß man eigentlich kaum zu sich selber tarn. Wer sich einige vergnügte Stunden bereiten will, gehe | zu diesemDrunter und drüber", er wird es