Ausgabe 
7.11.1929
 
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absolut keine Furcht em jagte. Wir konnten die Eingangstür halten und, da ein Hinterer Aus­gang fehlte, verhindern, daß die Gesellen zu entweichen vermochten. Es dauerte fünf Minuten, es vergingen zehn Minuten, aber unsere ilnter- stühung kam nicht heran. Das Warten machte das Gesindel ungeduldig, und einige Gannoven drangen auf uns ein, um uns kurzerhand nie- derzuschlagen. 3etzt hatten wir drei wirklich allergrößte Mühe, uns der immer rücksichtsloser anstürmenden Verbrecher zu erwehren. Aus dem Hinterzimmer der Kaschemme flogen uns Stühle entgegen, und ein besonders verwegener Geselle umschlang sogar den Hals des Polizeioberwacht­meisters Gronau. Wer den damaligen Komman­deur der Polizeigruppe West kannte, wird ver­stehen, daß er dank seiner Körperkräfte in der Lage war, derartige Angriffe auf seine Per­son mit Leichtigkeit abzuwehren. Mit beiden Händen packte er den Angreifer, hielt ihn einen Augenblick hoch und warf ihn dann im weiten Dogen seinen Genossen entgegen. Ein anderer Verbrecher hatte mich selbst gefaßt und ver­suchte, mich zu Fall zu bringen, und zwei weitere Gannoven mühten sich ab, den andern Kriminalbeamten niederzuwerfen. Es gelang uns zwar, den Angriff abzuschlagen, aber immer wieder versuchten die Gesellen aufs neue, an uns heranzukommen. Dieultima ratio für uns war die Pistole, und schon sahen wir uns gezwungen, äu ihr unsere Zuflucht zu nehmen, als von draußen an der Tür gerüttelt wurde und sich unsere Verstärkung meldete. Jetzt war unsere Arbeit einfach, und nach Ueberwindung eines nur teilweisen Widerstandes wurde die ganze Gesellschaft auf die Lastautos verfrachtet und dem Polizeipräsidium zugeführt. Von den un­gefähr vierzig Personen waren allein elf poli­zeilich gesucht. Unter ihnen waren zwei aus dem Zuchthaus entsprungene Gefangene.

Die Ursache der Verspätung der Deamten lag daran, daß der Wagenführer die ihm von mir mitgeteilte Adresse vergessen hatte, und die Lastkraftwagen nun auf gut Glück dur ch die Straßen fahren mußten, um uns zu finden. Der Zufall war ihnen aber günstig, an der Ecke der Potsdamer- und Alvenslebenstraße wurden sie von dem Führer unseres Patrouillenwagens gesehen und konnten dort erfahren, wo wir, der Stoßtrupp, in ernster Gefahr schwebten.

3m allgemeinen ergaben sich die Verbrecher, wenn sie in ihren Schlupfwinkeln aufgestöbert wurden, aber gutwillig in ihr Schicksal. Die Hauptsache war, daß man den Leuten durch bestimmtes, furchtloses Austreten imponierte, und die Führer der mir unterstellten Streisen ent­sprachen in hohem Maße diesen Anforderungen.

Als wir eine am Hafenplah liegende Spelunke, das Rattenschloß, aushoben, war ein am Büfett stehender Gast mit unseren Absichten nicht ein­verstanden. Kurz entschlossen zog er eine Mauser­pistole und war im Degriff, sie auf uns ab­zufeuern, als wir ihm gerade noch zuvorkommen und ihn durch eine wohlgezielte Kugel zu Voden strecken konnten. 3ns Herz getroffen, brach er tot zusammen und wurde später als berüchtigter, <ms dem Zuchthause entsprungener Einbrecher festgestellt.

Häufiger wurde auch eine Ausräumung' der Kaschemmen in der Schönhauser Straße erforder­lich, unter denen damals derDalles" die größte und berüchtigtste war. Hier erfolgte die Aushebung meistens bei Tage oder in den . Abendstunden. Bei dieser Gelegenheit fiel der Polizei häufiger ein ganz schwerer 3unge in die Hände, wenn auch die grobe Mehrzahl der Gäste aus verwahrlosten jungen Vurschen und Mädchen, dem Nachwuchs des Verbre­chertums, bestand.

Dei der Bearbeitung einer ganzen Anzahl gro­ßer Kapitalverbrechen wurde festgestellt, daß die Verabredung hierzu imDalles" erfolgt war, der damals, in den Zeiten der Inflation, eine richtige Derbrecherbörse war. Zur Aushebung derartiger Lokale war selbstverständlich immer die Unterstühuim der Sittenpolizei erforderlich, die bei dieser Gelegenheit auch stets eine gute Deute zu verzeichnen hatte. Meistens waren es aber nur schmutzige, widerliche Frauen­zimmer, die hier zu finden waren.

3n der Nähe des Oranienburger Tors lagen die bekanntesten Kaschemmenkeller, in der Li­nienstraße derKalakombenkeller" undder Dlaue Strumpf", in der Auguscstraße derAugust- keller" und in der 3oachimstraße der3oa- chimskeller". Außerdem gab es noch den Zementkeller",Albertkeller",Steinkeller", Gormannkeller" und zahlreiche andere in der oberen Friedrichstraße gelegene Kaschemmen. Auch im Westen Berlins fanden sich in der Kur­fürstenstraße, in der Schiller-, in der Bülow- straße, in der Schwerinstraße usw. eine ganze Anzahl solcher Verbrecherkeller. Daneben gab es auch in der Gegend des Schlesischen Bahnhofs, des Alexanderplatzes und auf dem Wedding derartige Lokale, in denen sich tagsüber und auch nachts das Verbrechertum ein Rendezvous gab. Am schlimmsten waren wohl die Der- brecherlokale am Schlesischen Bahnhof, in denen

Zur südwestdeuischeu Gasfernversorgung.

Wir brachten gestern nach dem W. S. A.-Dienst eine Ao.iz aus derKölnischen Volks­zeitung", daß die Verhandlungen zwischen der R u hr g a s - A. G. und der H e k v g a so­weit gediehen fein sollen, daß lediglich die Un- terschriften des Vertragswerts noch ausstehen, und daß die Gründung einer G. m. b. H. mit einem Stammkapital von mehreren Millionen beabsichtigt sei, woran je zur Hälfte die Hekoga und die Lieferanten beteiligt sein würden. Ferner sei die Stadt Frankfurt in dem Vertrag auf Seite der Hekoga vorgesehen.

Aach den eigenen 3nsormationen des W. S. A.- Dienstes sind hier zwei Dinge auseinander zu halten. Einmal handelt es sich um die Frage des Gasbezuges und zum anderen um die Schaffung d:s notwendigen Leitungsnetzes. Aachdem es Mitte 3uH in Bonn zwischen der Ruhrgas-A.G, und den in bet Ferngas­gesellschaft Saar zusammengeschlo, jenen Gruppen zu einer Verständigung über die Ver­sorgung Südwestdeutschlands mit Ferngas ge­kommen ist, wird zur Zeit noch erörtert, wie diese Abmachungen praktisch im Hekoga- Gebiet durchgeführt werden können, damit der Saar die Teilnahme an der Gas­fernversorgung gesichert wird,

was für die künftige Rückgliederung des Saar­gebiets von großer Bedeutung ist. Die Verhand­lungen, an denen neben den Vorständen der

Hekoga, der Ruhrgas-A. G. und der Ferngas­gesellschaft Saar auch Vertreter der S ü w e g a , sowie des preußischen Handelsministeriums be­teiligt sind, gehen noch weiter. Auch gestern fand in Darmstadt eine Sitzung der Hekoga statt, die sich mit solchenlaufenden Fragen" beschäf­tigte. Daß aber die Verhandlungen bis zur Paraphierung gelangt seien, ist nicht r i cht i g. Die Stadt Frankfurt a. M. hat in ihrer Denkschrift sich zwar grundsätzlich bereit erklärt, auch Ferngas von der Ruhr zu beziehen, aber konkrete Formen hat diese Bereitwilligkeit noch nicht gefunden. Zur Erzielung des höch­sten wirtschaftlichen Autzeffettes beim Bezug von Ferngas wird der Plan erwogen,

das Fernleilungssyslem von einer gemischt­wirtschaftlichen Gesellschaft betreiben zu lassen, an der die Verbraucherorganisatio- n e n einschließlich der Länder, sowie die Gaslieferanten beteiligt sind. Zu den Ter- braucherorgaw'.saiionen würde natürlich auch die Stadt Frankfurt a. M. gehören. Heute schon zis- fernmäßige Angaben über die Höhe des Stamm­kapitals dieser Leitungsgesellschaft und die Ka­pitalverteilung auf die einzelnen Verbraucher- organisationen zu machen, ist nicht möglich. Zu­nächst gehen jedensalls die Verhandlungen über beide Fragenkomplexe weiter, und überraschende Abschlüsse sind in der nächsten Zeit nicht zu erwarten.

die Strahenräuber, die dort ihr Unwesen trieben, aus Polen zugereiste Verbrecher und Zuhälter niedrigster Art Unterschlupf fanden.

(Fortsetzung folgt.)

Aus der provinzialhaupistadi.

Gießen, den 7. Aovember 1929.

Gemeindeverban-Meseü-Aien-dtiseü.

Vom Gemeindeoerband Wiefeck-Alten-Buseck wird uns geschrieben:

3n gemeinsamer Sitzung nahmen die Gemeinde­räte von Wie,eck und 2uten-Buseck am 1. November im Rathaus zu Wieseck u. a. auch Stellung zu der Gestaltung des Verkehrs nach dem lieber- gang der Linie in den Besitz der Kraftoerkehrs- gejellschaftHessen", Frantfurl.

Die Vertretungen beider Gemeinden erkennen die Maßnahmen an, die die Leitung der neuen Firma unternehmen mußte, um die wirtichaftlichen Nachteile infolge erheblicher Beschränkung oer Linie und des damit verbundenen Lertehrsrückgangs auszugleichen. Mit großem Bedauern nahmen die Gemeinderäte Kenntnis von den Schwierigkeiten, die aus Anlaß des Uebergangs des Betriebes an die KVG. der hoff­nungsreichen Entwicklung des Verkehrs von dritter Seite bereitet worden fino.

In Anbetracht dieser Tatsache erkennen die Ge­meinderäte an, daß die KVG. um durch Schaffung des Umsteigverkehrs am Walltor das Verkehrsoer- hältnis wieder zu bessern, gezwungen war, die Preise der Wochenkarten um 20 Pf. und die Einzelfahrt von Allen-Buseck zum Bahnhof Gießen um 5 Pf. zu steigern.

Die Gemeinderäte erkennen dankbar an, daß die KVG. bisher bestrebt war, den Verkehrsbedürfnissen der Gemeinden nach Möglichkeit Rechnung zu tragen, und sagen ihr in der Erwartung, daß dieses Ver­hältnis auch weiterhin so bleibt, weitestgehende Unterstützung zu. Zn Verfolg dieser Versicherung wenden sich die versammelten Gemeindevorstände an die Bevölkerung beider Gemeinden mit folgender Entschließung: Der Einsvruch der Stadt Gießen, im Verlaufe der Verhandlungen des Ge- meindeverbandes mit der KVG. zwecks Uebertragung der Omnibuslinie an die letztere, gegen die Erteilung der Konzession zum Betrieb der Linie im Stadt­gebiet hat zur Einschränkung des Linienbetriebes und damit zu erheblicher Verkehrsverschlechterung geführt. Die Folge hiervon war Rückgang der Fre­quenz, verbunden mit Verschlechterung der Wirt­schaftlichkeit des Unternehmens. In dem Bestreben, die Wirtschaftlichkeit der Linie und ein zufrieden­stellendes Verkehrsverhältnis wieder herzustellen, ist es der KVG. gelungen, einen Verbindungsverkehr mit der elektrischen Bahn der Stadt Gießen herzu­stellen. Um die finanziellen Schwierigkeiten, die dieser Regelung entgegentraten, zu überwinden, war die KVG. gezwungen, die Preise der Wochenkarten zum Bahnhof Gießen um 20 Pf. und die Einzelfahrkarten von Alten-Buseck zum Bahnhof Gießen um 5 Pf. zu erhöhen. In Anerkennung der Unumgänglichkeit dieser Maßnahme richten die Gemeindevorstände das Ersuchen an die Bevölkerung beider Gemeinden, diesen Maßnahmen ebenfalls volles Verständnis ent­gegenzubringen. Gleichzeitig fordern die Gemeinde­vorstände die Bevölkerung ihrer Gemeinden auf, zur Erhaltung äes unentbehrlichen Verkehrsmittels und guter Verkehrsverhältnisse der Omnibuslinie volle Unterstützung in jeder Weise zukommen zu lassen.

SegelflugzeugStadt Gießen" im Flugbetrieb.

Wie uns vom Verein für Luftfahrt mitgeteilt wird, ist die Segelflugexpedition der Gießener 3ungfliegergruppe nach Hirzenhain (DU,kreis) glücklich verlaufen. Trotz des schlechten Wetters im Oktober konnten mit dem alten GleitflugzeugZögling" 31 Starts gemacht werden, die zum größten Teil der Schulung des Aachwuchses dienten. 3nfolge zu schwachen Windes konnte keiner der Anfänger eine Prüfung ablegen. Der Schulbetrieb auf dem Zögling" mußte am 8. Oktober abgebrochen werden; als nämlich ein Flugschüler von nur ge­ringem Gewicht im Flugzeug sah, um gerade ge­startet zu werden, hob eine heftige Boe den Ap­parat in die Höhe und nahm ihn etwa zehn Meter weit mit. Der Flugleiter stuck, mach. F. Schmidt, der am rechten Flügelende stand, hielt das Flugzeug krampfhaft fest und ver­hinderte auf diese Weise größere Beschädigungen.

Auf dem neuerbauten Segelflugzeug Stadt Gießen" konnten infolge widriger Winde nur drei Flüge ausgeführt werden. Die Dauer der beiden ersten betrug 1 Min. 50 Sek., die des letzten 3Vs Minuten. Bei den Flügen, die an dem 200 Meter hohen Aordwesthand aus­geführt wurden, war u. a. auch ein Staudruck­messer eingebaut. Als Durchschnittsgeschwindig- keit wurden 60 bis 70 Stundenkilometer abgelesen, während die Höchstgeschwindigkeit 80 bis 90 Kilo­meter betrug.

Man hofft, im nächsten Frühjahr bei günstigem Winde mit derStadt Gießen" auch lange Segel­flüge ausführen zu können, da das ideale Segel­fluggelände größere Leistungen verspricht.

* Gärtnertagung in Gießen. Man berichtet uns: Die Bezirksgruppe Gießen und Umgebung des Landesverbandes Hessen im Reichsverband des deutschen Gartenbaues tagte als Vollversammlung dieser Tage im Eisenbahn­hotel Hopfeld zu Gießen. U. a. wurde ein An­trag auf Veranstaltung einer Gartenbauaus­stellung oder Blumenschau zur Erinnerung an das 30jährige Bestehen der Gruppe im 3ahre 1930 gestellt. Die Bezirksgruppe hat seit ihrer Gründung schon öfters Gelegenheit gehabt, bei Ausstellungen in hervorragender Weise zu zei­gen, was die heimischen Gartenbaubetriebe und Blumengeschäfte zu leisten vermögen; besonders auch vor einiger Zeit gelegentlich der Elektrizi- täts- und Gartenbauausstellung in der Volks­halle. Von einer kombinierten Ausstellung soll für diesmal abgesehen werden, da nur im Zu­sammenhang dem Blumenliebhaber unbeeinflußt gezeigt werden soll, was der heimische Garten- bau leistet und leisten kann. Selbstverständlich wird bei dieser Gelegenheit auf das zur Zeit Aktuelle Rücksicht genommen werden; ob in Blu­men oder Pflanzen, Kakteen, Dahlien, Rosen, Cyclamen, Primel ufw., wie in Blattpflanzen, und in Bindereien zu Freud und Leid. Die Bezirksgruppe des Verbandes deutscher Blumen­geschäftsinhaber hat sich dem Unternehmen der Ausstellung angeschlossen. Es steht somit dem Publikum eine Schau der schönsten und herr­lichsten Aaturschähe der Blumen- und Pflan­zenwelt bevor. Hoffentlich gelingt es der Aus- stellungslcitung, die entsprechenden Räume zu

finden, damit das Gesamtbild ein einheitliches und ganzes bildet.

Derkaufstag der Petrus- gemeinde. Der am vorigen Sonntag in der Herberge zur Heimat abgehaltene Dertaufstag hatte einen glänzenden Erfolg. Die Mitglieder des Frauenvereins hatten eine große Anzahl wunderschöner Handarbeiten, Kinderkleidchen. Decken, Kissen, Kaffeewärmer und vieles andere hergestellt, die zu verhältnismäßig billigen Prei­sen verkauft wurden und darum auch guten Ab­satz fanden. Don 14 Uhr an sammelte sich eine allmählich immer größer werdende Menschen­menge im Saal an, um bei Kaffee und Kuchen ein paar frohe Stunden zu verleben. Kirchenvorsteher Winn begrüßte die Anwesenden. Musik- und Gesangvorträge wechselten mit Darbietungen der 3ugendvereine, und es war zu bedauern, daß der Saal den Andrang nicht fassen konnte. Die Darbietungen fanden um 17 Uhr ihr Ende, sie wurden von 20 bis 22 Uhr fortgesetzt, wo wie­derum eine gvoße Menschenmenge zusammenkam. Pfarrer Waas wies in seinem Schlußwort daraus hin, daß der schöne Erfolg nur durch einmütiges Zusammenwirken aller Gruppen der Gemeinde möglich gewesen sei, und dankte allen, die bei dem Zustandekommen des Tages mit­gewirkt hatten, vor allem dem Frauenverein und dessen Vorsitzende, Frau Weiß. Der Rein­gewinn des Tages, der für die Erbauung eines Gemeindehauses für die Pekrusgemeinde bestimmt ist, belief sich auf etwa 900 bis 1000 Mk.

* D. H. C. Die 11. Dereinswanderung des V. H. C. Gießen am vergangenen Sonntag be­friedigte die 70 Teilnehmer ungemein. Der Weg führte am Gailschen Tonwerk vorüber durch einen Teil der Lindener Mark auf wenig begangenen Waldwegen über Hausen nach Garbenteich. Lieb­liche Landschaftsbilder boten sich unterwegs den Wanderern dar. Der Wald hatte sein schönstes Kleid angezogen, und sehr oft lieh Frau Sonne die herbstlich gefärbten Blatt r wie flüssiges Gold erstrahlen. Aach der Frühstückspause ging es hierauf der im vergangenen 3ahre neu an­gelegten Markierung (rotes liegendes Kreuz) nach zu den Mengelshäuser Teichen, einigen mitten im Wald idyllisch gelegenen Weihern, die jedoch durch die anhaltende Trockenheit ziemlich seicht geworden sind und dadurch viel, wenigstens jetzt, von ihrem Reiz verloren haben. Aber eine er­freuliche Tatsache konnte man bei den Teichen feststellen: Der sog. Fürstenbrunnen, dessen An­lage vor einigen 3ahren von Bubenhänden zer­trümmert worden war, ist in dankenswerter Weise von der Fürstlich Lichschen Verwaltung wiederhergestellt worden und bietet nunmehr ein schönes, stimmungsvoltes Ruheplähchen. Aachdem man noch ein gutes Stück dem Wegezeichen ge­folgt war, wurde dieses verlassen und über einen mäßigen Höhenrücken mit reizendem Blick auf Lich, die Fasanerie und den Kolnhäuser Hof ging es, eine Zeitlang am Pfahlgraben und nachher dem Gottesackertal entlang, zur Kaffee­rast nach Kloster Arnsburg, dessen Anlagen zum Teil besichtigt wurden. Der Weitermarsch führte zunächst auf der Straße, später auf lauschigen Waldpfaden, immer hübsche Ausblicke bietend, über die Hardt nach dem Endziel Lich, wo man sich im Saalbau Stein bei Ansprachen, Gesang und sogar Tanz die Zeit bis zur Heimfahrt der wohlverdienten Ruhe hingab.

* * Elektrokurse der Gewerbefor­derungsstelle. 3m Rahmen dieser Aus­bildungskurse, welche die Gewerbeförderungsstelle der Hess. Handwerkskammer veranstaltet, fand eine Besichtigung unseres städtischen Elektrizitäts­werkes durch die Kursteilnehmer statt. Unter der Führung des Detriebsoberinspektors Dreyer nahmen die Besucher alle Einrichtungen des Werkes mit starkem Interesse in Augenschein. Reiche Anregungen für die weitere Fortbildung auf dem Gebiete der Elektrotechnik waren das Ergebnis dieses Besuches, für dessen Durchfüh­rung man insbesondere der Leitung des Elektri­zitätswerkes dankbar ist.

(Weitere Lokalnachrichten im 3. Blatt.)

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