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Oberheffen.
Zettel- und ZIegenmarlt mit Prämiierung in Hungen.
L Hungen, 6. 2lug. Zu dem gestern hier abgehobenen Ferkel - und Ziegenmarkt waren 455 Ferkel und 158 Ziegen einschließlich Lämmer aufgetrieben. Der Handel auf dem Ferkelmarkt war gut, während der Verkauf auf dem Ziegenmarkt infolge des starken Angebots von Jungböcken zu wünschen übrig lieh. Es kosteten bis 6 Wochen alte Ferkel bis zu 35 Ulf., 6 bis 8 Wochen alte 36—45 Mk., 8 bis 10 Wochen alte 45-55 Mk., 10 bis 12 Wochen alte 56 bis 62 Mk., Einleger bis zu 80 Mk. das Stück. Ziegenböcke wurden verkauft je nach Ware bis zu 100 Mk. das Stück. Mit dem Ziegenmarkt war eine Prämiierung von Ziegen verbunden, die folgendes Ergebnis hatte:
Klasse I. Böcke (2 Jahre und älter): 1. Preis (10 Mk.): Gemeinde Utphe. 2. Preise (8 Mk.): Gemeinde Obbornhofen, Gemeinde Hattenrod. Anerkennung (3 Mk.): Gemeinde Hungen, Gemeinde Laubach.
Stadtsekretärs ins Auge zu fassen sei. Die Sache wird nochmals vertagt. — Dom Beigeordneter wird vorgeschlagen, anläßlich des Verfassungstages ein Platzkonzert und ein Feuerwerk zu veranstalten. Der Gemeinderat lehnt mit 6 gegen 4 Stimmen cs ab, Mittel für den vom Deigeordnelen gemachten Vorschlag zu bewilligen.
* Grüningen, 6. Aug. Am vergangenen Sonntag feierte der hiesige Turnverein „Gut Heil" sein 20jähriges Destehen, verbunden mit einem Vereinswetturnen. In den Morgenstunden wickelte sich in flottem Tempo der - Wettkampf ab. Sonderwettkampf zeigte den einzelnen Turner auf seinem Spezialgebiet. Vach dem Eintreffen der geladenen auswärtigen Vereine wurde mittags der Festzug aufgestellt, Unter Musikbegleitung bewegte er sich durch unser Dorf. Auf dem Festplatz angekommen, fand die allgemeine De- grüßung durch unseren Ehrenvorsitzenden, Lehrer-
Eingesandt.
(, c Form und Inhalt aller unter dieser Rubrik stehenden Artikel übernimmt die Redaktion dem
Publikum gegenüber keinerlei Verantwortung.) Sladtanlelhea.
Unter den Anleihebesihern der Stadt Gießen herrscht großes Erstaunen, Beunruhigung und vielfach Erbitterung darüber, daß die Stadtverordneten die Aufwertung der Gießener Anleihen auf den Mindestsatz von 12,5 für das Hundert festgesetzt haben. Der Treuhänder hat dem Vernehmen nach dies auch nicht anerkannt und die Aufwertung auf 20 Prozent beantragt. Gießen hat dagegen die Entscheidung des Ministeriums angerufen. — Der Degründung, daß die Stadt Gießen kein Geld für eine höhere Aufwertung hat, steht der Umstand entgegen, daß Gießen allgemein für eine der reichsten Städte von Hessen gilt, auch fortwährend große Ankäufe tätigt, so folgte dem Duschschen Garten, der jetzigen Dürgermeisterei, die Liebigshöhe, die Philosophenwaldwirtschaft, das Einhorn, die Hardthöse, die Lackfabrik in den Eichgärten usw., auch leistete die Stadt große Beiträge für Sportplätze, die Volkshalle, die Flugplatzeinrichtung usw. Jetzt zuletzt noch schuf sie an der Carl-Vogt- Straße eine monumentale Treppen- und Brun- nenanlage mit einer Säulenhalle darüber, die Gießener Propyläen genannt. Daß Gießen die Mieteinnahmen der Gnauthstrahe bei einem Kapitalaufwand von 3000 Reichsmark einzieht (In), ist früher schon einmal ausgeführt worden.
Der Gießener Bürger, der seinerzeit vertrauensvoll Stadtanleihen nahm, fragt sich, warum er zugunsten derer benachteiligt werden solle, die ihr Geld anderweitig anlegten, und wird für die Folge allen Stadtanleihen, auch wenn man nun den Ausweg der Sammelanleihen wählt, sehr mißtrauisch gegenüberstehen. Dazu kommt, daß andere Städte viel höher aufwerteir, das hessische Babenhausen 20 Prozent, sogar in bar. Daß eine Verkürzung der Stadtanleihe- besiher der Stadt die Verwaltung sehr erleichtert, kann zur Entschuldigung derselben nicht dienen. Auch der Einwand, daß dann die Steuern erhöht werden mühten, kann nicht gelten. Kein gerecht denkender Bürger wird sich auf Kosten der gutgläubigen Anleihezeichner bereichern wollen. Auch bleibt immer der Ausweg, daß die Stadt einen kleinen Teil ihres reichen, noch in der letzten Zeit stark vermehrten Besitzes abstoßt. Käufer werden sich finden. Gesetzliche Bestimmungen stehen dem nicht entgegen. Gesetzlich ist eine Aufwertung bis 25 Prozent vorgesehen und eine höhere Ablösung als das Minimum von 12,5 Prozent ausdrücklich angeregt. Wenn augenblicklich das Geld knapp ist, könnten für später erhöhte Zuweisungen vorgesehen werden. Es ist zu hoffen, daß vorstehenden Erwägungen von den maßgebenden Stellen Rechnung getragen wird. Es empfiehlt sich daher auch, die bezüglichen Papiere nicht aus der Hand zu geben. Für Sparkassenguthaben wurden wenigstens 18 Prozent bewilligt. Kü
Hause- wirb jedoch auf Vorschlag des Bürger- Meisters in nichtöffentlicher Sitzung verhandelt.
Ein Vorschlag der Wasserkommission, bem Wassermangel zu steuern, indem jeder Einwohner, der eine Zapsstelle im Garten hat, mit 3 Mk. besteuert werden soll, fand keine Gegenliebe. da ja hierdurch doch nicht der Zweck erreicht würde. Der Gemcinderat sieht in der Anschaffung von W a f s e r m e s s e r n die einzige Möglichkeit der Abhilfe und beschließt dementsprechend. Angebote hierüber sollen dem Gemeinderat vorgelegt werden und man hofft, durch den Bezug von zirka 1000 Wassermessern einen günstigen Preis'zu erhalten. Es wird ausdrücklich betont, daß die Anschaffung der Wassermesser das billigste für die Gemeinde ist, da hierdurch der Gemeinde weiter keine Kosten entstehen und jedenfalls viel Wasser gespart wird, was seither an die Stadt Gießen bezahlt werden muhte. — Für die Reubauten Abel und Kreiling ist die Wasserfrage noch zu regeln. Es werden verschiedene Vorschläge gemacht und besprochen, doch wird an dem Vorschlag, die Wasserleitung vom Cichenröderweg ab zu legen, festgehalten. Bü^er- meister Schvmber soll hierfür Voranschlag anfordern und dem Gemeinderat vorlegen zwecks endgültiger Regelung.
Ein Beschwerdeschreiben der Freiw. Feuerwehr zwecks Verbot von Verleihen von Feuerlöschgeräten an Private und Geschäftsleute ruft eine größere Aussprache hervor. Der Gemeinderat beschließt, daß dies für die Folge ausgeschlossen ist und bewilligt die Reuanschaffung von 30 Meter Schläuchen. Wegen der Ersatzleistung durch den betreffenden Geschäftsmann soll die Feuerwehr ihr Gutachten über die Brauchbarkeit der von diesem gebrauchten Schläuche abgeben.
Die Kosten für die Verfassungsfeier übernimmt die Gemeinde.
Ein Antrag auf Abgabe von Steinen aus dem Gemeindesteinbruch fand Annahme, jedoch sollen nur bis zu drei Wagen abgegeben werden zum Preise von zwei Mark pro Wagen. Die von der Gemeinde verpachtete Sandgrube soll für die Folge einer strengen Kontrolle unterzogen werden: der Bürgermeister wird das Rot- wendige veranlassen.
Da Wieseck zur Zeit ohne geeigneten Dade- p l a h ist und den Freunden des Badens an der Lahn dauernd Schwierigkeiten entstehen, wird vom Gemeinderat dringend gebeten, die bereits seit langem mit der Gemeinde Launsbach geführten Verhandlungen zum 2lbschluh zu bringen, zumal die Kosten für die Benutzung des Launs- bacher Badeplatzes sehr gering sind.
Landkreis Gießen.
Momberger (Dießen) statt. 3» ferner Rede ging er auf den Zweck urtb die 3tcte der Deutschen Turnerschaft ein und gab dann anschließend in kurzen Zügen ein Bild von der Geschichte des Turnvereins. Der Ansprache schloß sich das Schauturnen an. Die Damenriege des Turnvereins Lang-Göns bot einige Reigen und mehrere Gruppen Stabübungen. Eine Musterriege an Darren und Reck zeigte der Turnverein Münzenberg. Auf unserem Sportplatz neben der Sing- und Turnhalle wurden noch einige Faust' ballspiele zwischen den Vereinen Holzheim, Münzenberg und Grüningen ausgetragen. Dei Tanz verbrachte man den Rest des Rachmittags. Um 7 Uhr erfolgte die Preisverteilung. Die erreichte Punktzahl der einzelnen Turner erwies, daß sogar Höchstleistungen zu verzeichnen waren. Allgemeines Interesse erregten die am Abend vorgeführten gymnastischen Darbietungen und mehrere Keulenübungen. Allgemein kann gesagt werden, daß der aufstrebende Verein eine vorzügliche Entwicklung genommen hat.
+ Grünberg, 6. Aug. In der jüngsten Gemeinderatssitzung unter Vorsitz von . Beigeordneten Keller waren neun Gemeinderäte anwesend. Eine Kommission hat die Traß- straße bei Hartmannshain besichtigt, und chr Urteil über diese Art der Strahenherstellung fällt in günstigem Sinne aus. Einstimmig faßt daher der Gemeinderat den Beschluß, die Provinzialdirektion, Abteilung Tiefbau, zu ersuchen, dem Gemeinderat einen Voranschlag wegen I n - standsehung der Bahnhofstraße in Traß zu machen. Das an der einen Serie befindliche Pflaster, sowie die Gosse, welche beide in schlechtem Zustande sind, sollen ebenfalls erneuert werden. Da zur Bahnhofstraße etwa 7000 Mark nötig sind, außerdem für Wasserleitung in der Färbgrabengasfe und Wasserleitung und Kanalisation in der Gartenstraße weitere 4000 Mk., so soll mit der Bezirkssparkasse, dem Vvrschutz- verein und dem Bankgeschäft PH. I ö ck e l wegen der Geldbeschaffung unterhandelt werden. Der Straßenbau des Reststückes der Theo-Koch- Straße, an dem das neue Finanzamt liegt, der von einem Gemeinderate wegen der Eröffnung dieses Gebäudes am 1. September angeregt wird, soll noch zurückgestellt werden, bis sich die vollständige Senkung des an/gefüllten Bodens vollzogen hat. — Die Durchführung der Garten- straße durchschneidet das Grundstück eines Besitzers' in die Siraßenflucht fallen 408 Quadratmeter, während 601 Quadratmeter als unwirtschaftlich gelegene Reststücke zu beiden Seiten liegenbleiben. Mit dem grundsätzlich von der Stadt festgelegten Preise von 1,50 Mark Quadratmeter für Straßengelände ist der siher einverstanden, dagegen fordert er für Quadratmeter der Reststücke 2,50 Mark. Gemeinderat beschließt als letztes Angebot nur 1,80 Mark zu bewilligen. — Die vom Gemeinderat Z i n ß e r vorgelegte Ortssatzung, welche die Anstellung eines Derufsbürgermeisters Vorsicht. ist Gegenstand längerer Aussprache. Der Beigeordnete, sowie die Gemeinderäte Zintzer und Schmidt sprechen sich in zustimmendem Sinne aus, während die Gemeinderäte R o t b und Schetlhaas im Grunde wohl dafür sind, aber die Sache noch für verfrüht halten. Vom Beigeordneten wird darauf hingewiesen, daß bei der wohl bald erfolgenden Ruhestandsversetzung des StadtdienersKreuder dje Anstellung eines
Ülus der Provinzialhauptstadt.
I Gießen, den 7. August 1929.
Gießener Verfaffungsfeier.
Wie bereits mitgeteilt wurde, beginnt die Die- Heuer Berfassungsseier am tommenben Sonntag, 11. d. M., pünktlich 15,15 Uhr in der Volkshalle. Das Musikkorps des 1. Datl. Jnf.-Reg. 15, die Gesang-, Turn- und Sportvereine wirken mit. Am Sonntagvormittag ist ein Anlagen kontert der Militärkapelle in Der Südanlage vorgesehen. Zur Feier in der Volkshalle laden im heutigen Anzeigenteil Provinzialdirektor G r a e f und Oberbürgermeister Dr. Keller ein; es sei nochmals auf diese Bekanntmachung hingewiesen.
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■ Unter dem Titel „Zehn Iahre Deutsche Republik" haben die hessischen Landtagsab- gcorbneten Reiber und Storck ein Gedenkbuch zum Verfassungstage 1929 herausgegeben, das im Verlagshaus von Wolfgang Schröter in Darmstadt erschienen ist. Das Büchlein enthalt folgende Beiträge: Staatspräsident Dr. h. c. Adelung: „Zehn Jahre Deutsche Republik; Kreisschulrat Karl Storck, M. d. L.: „Der erste Reichspräsident"; Kreisschulrat Ignaz Goh: „Hindenburg"; Minister Leuschner: „Vom deutschen Dolksslaat. Die Bedeutung der Weimarer Verfassung"; Rektor Julius Reiber, Md. L.: „Die Kulturaufgaben der Deutschen Republik". Finanzminister Kirnberger: „Von Volks- und Völkergemeinschaft"; Minister für Arbeit und Wirtschaft Korell: „Die soziale und wirtschaftliche Entwicklung der letzten zehn Jahre"; Krcisschul- rat Wilhelm Loos: „Der Deutschen Republik". Weiter sind in diesem Gedenkbuch die Bilder der beiden Reichspräsidenten enthalten. In erster Linie ist die Schrift für Schüler bestimmt.
Bornotizen.
— Tageskalender für Mittwoch. Sonderkonzert, ausgeführt vom Musikkorps I./15, 20i Uhr, Liebigshöhe. — 117er: Mitglieder-Versammlung, bei Kamerad Emil Sied, Hammstraße. — Lichtspielhaus Bahnhofstraße: „Die wunderbare Lüge der Nina Petrowna".
• • Eine Massenchor-Probe der Gesangvereine zur Derfassungsfeier am kommenden Sonntag findet morgen, Donnerstag, 20.30 Uhr in der Volkshalle statt. Man beachte die heutige Anzeige.
• ’ Sonderkonzert. Für das heute abend auf der Liebigshöhe stattfindende Sonderkonzert der Militärkapelle ist von Obermusikmeister Gober eine geschmackvolle Zusammenstellung von Musikstücken älterer und moderner Komponisten vorgesehen. U. a. bringt die Vortragsfolge je ein Solo für ViolinceUo („Ich grüße dich") und für Trompete („Die Teufelszunge"). Außerdem kommen zum Vortrag Stücke aus den Opern „Rosamunde", „Faust", „Bohöme" und „Hoffmanns Erzählungen". Der zweite Teil beginnt mit einem Fanfarenmarsch für Heroldtrompeten und Kesselpauken; das Konzert findet mit zwei neuen Schlagern seinen Abschluß.
* • Rundflüge über Gießen. Von heute ab finden, wie man uns mitteilt, bis auf weiteres vom Gießener Flugplatz aus zu mäßigen Preisen Rundflüge mit einer Sportmaschine statt. Interessenten seien auf die heutige Anzeige verwiesen.
*♦ Straßensperrung, mitgcteilt vom Oberhefsischen Automobilklub E. V. (A. v. D.) Gießen: Die Strecke Simmersbach—Oberdieten im Zuge der Straße Dillenburg—Eibelshausen- Breidenbach—Biedenkopf ist von Kilometer 17,7 bis 18,5 bis einschließlich 15. August 1929 für Fuhrwerke und Kraftfahrzeuge gesperrt. Umleitung über Oberhörlen.
" Der Hessische Chordirigenten- Verband veranstaltet am 7. und 8. September in Offenbach a. M. eine Tagung zur Weiterbildung der Chordirigenten.
" D. H. V. Auf dem 4. Reichsjugendtag des Bundes der Kaufmannsjugend im Deutschnationalen Handlungsgehilfen-Verband in Danzig wurden kaufmännische Berufswettkämpfe durchgeführt, an denen viele hundert Kaufmannslehrlinge und Junggehilfen aus allen Volksdeutschen Gebieten teilnahmen. Die beruflichen Wettkämpfe, die In Kurzschrift, Situationsaufgaben und Fremdsprachen ausgetragen wurden, waren nach De- russgrmppen und Lehr- bzw. Gehilfenjahren ge- gltebert. Aus der Ortsgruppe Gießen des D.H.V. konnte der Jungkaufmann Otto Erb einen zweiten Preis in der Fachgruppe Versicherungen erwerben.
Klasse Ii. Böcke (1 Jahr alt) : 1. Preis I (10 Mk.): Gemeinde Hattenrod. 2. Preis (8Mk.): Gemeinde Inheiden. 3. Preise (5 Mk.): Gemeinde Laubach; Heinrich Münster, Hattenrod.
Klasse 111. Ziegen (3 Jahre und äl- ster): 1. Preise (10 Mk.): Friedrich Löffler, Hungen; Friedrich Stauf, Utvhe; Andreas Burkart, Ettingshausen; Jakob Raumann, Laubach; Karl Münster, Hattenrod. 2. Preise (8 Mk.): Karl Schwarz, Hungen; Wilhelm Konr. Dern II., Lang-Göns; Heinrich Albohn HL, Hattenrod; Wilhelm Keil II., Ettingshausen; Karl Otto Jäger, Laubach; Karl Peter, Laubach. 3. Preise (5 Mk.): Philipp Schul Witwe, Hattenrod; Hugo Keil, Ettingshausen; Karl Börger, Bellersheim. Anerkennung (3 Mk.): Karl Schwarz, Hungen; Wilhelm Grünbein, Hungen; Wilhelm Kaiser, Bellersheim.
Klasse IV. Ziegen (2 Jahre alt): 1. Preis (10 Mk.): Heinrich Rau IV., Hattenrod. 2. Preise (8 Mk.): Heinrich Münster. Hattenrod (zwei); Otto Fink, Hattenrod; Dietrich, Hattenrod; Rudolf Hahn, Obbornhofen. 3. Preise (5 Mark): Gotth. Stein, Ettingshausen; Ferdinand Kammer 11., Obbornhofen. Anerkennung (3Mk.): Wilhelm Keil, Ettingshausen.
Klasse V. Ziegen (1 Jahr alt): 1. Preis (10 Mk.): Wilhelm Kaiser, Bellersheim. 2. Preise (8 Mk.): Friedrich Stauf, Utphe; Heinrich Münster, Hattenrod; Köhler, Bettenhausen. 3. Preise (5 Mk.): Karl Schwarz, Hungen; Friedrich Löffler, Hungen; Heinrich Rühl II., Utphe; Wilhelm Schwarz, Utphe; Rudolf Hahn, Obbornhofen; Valentin Weppler, Harbach; Andreas Burkart, Ettingshausen; Wilhelm Keil II., Ettingshausen; Emil Schäfer, Hungen.
Klasse VI. Zeitziegen: 2. Preise (6 Mark): Karl Otto Jäger, Laubach; Wilhelm Keil II., Ettingshausen; Gotth. Stein, Ettingshausen; Heinrich Münster, Hattenrod.
Schlußberatung zum Voranschlag in Wieseck.
jt, Wieseck, 6. Aug. Der Gemeinderat befaßte sich in seiner letzten Sitzung mit der Schlußberatung zum Voranschlag. Die Umlage, die mit 60 895 Mk. festgesetzt war, wurde durch verschiedene Abstriche und Aende- rungen auf 53 000 Mk. festgesetzt und vom Gemeinderat gegen die zwei Stimmen der Kommunisten genehmigt. Die Steuersätze für Grundsteuer auf Gebäude und Bauplätze, für Grundsteuer auf land- und forstwirtschaftlich ober gärtnerisch genutzte Grundstücke, sowie die Gewerbesteuer werden vom Kreisamt nach Prüfung des Voranschlags festgesetzt, und wird dann der Gemeinderat in einer späteren Sitzung diese Sätze beschließen.
Die Besetzung des Polizeidiener- postens, der großes Interesse entgegengebracht wurde, war für viele eine Ueberraschung. Wurde doch der seitherige Flurschütz Vogel mit zwölf Stimmen gegen den Wachmann Karl Weller, der nur 5 Stimmen erhielt, gewählt. Der seitherige Gemeindeschäfer, der durch die Aufgabe der Schäferei frei wird, wird als Flur- schüh eingestellt. Ein Vorschlag von Gemeinderat Werner, die Besetzung des Wiesenwärterpostens mit dem Gemeindetaglöhner- und Friedhofswärterposten zu vereinigen, fand bis auf eine Stimme Annahme.
Der Bericht der Baukommissivn wurde zum Teil von Bürgermeister Schorn- b e r und von Mitgliedern der Kommission erteilt, und es fand hierbei eine rege Aussprache statt. Besonders war es die Auseinandersetzung mit einem Anlieger an der Straße nach Gießen, wo das von diesem erworbene Gelände zum Teil für den durch den Bebauungsplan vorgesehenen freien Platz (angrenzend an die Gemarkung Gießen) verwendet werden muß. Die von dem Anlieger gemachten Bedingungen kann die Gemeinde nicht eingehen und wurde deshalb Bürgermeister S ch o m b e r beauftragt, nochmals mit dem Betreffenden zu verhandeln. Ferner wird der Gasometer an der Gießener Straße demnächst einen anderen Standort erhalten. Der Platz wird noch bestimmt.
Ein Vorschlag der Baukommissivn, der den Bau von 12 Wohnungen (dreimal drei Zimmer und neunmal 2 Zimmer) vorsieht, fand Annahme, jedoch soll dadurch das Bauvorhaben der Baugenossenschaft nicht beeinträch- tigt werden, sondern auch dieses Bauvorhaben (vorgesehen sind auch hier 12 Wohnungen) soll von der Gemeinde durch Bereitstellung von Gelände unterstützt werden. Für die Gemeindebauten sollen alsbald Skizzen und Voranschläge vorgelegt werden.
Dem Schmerzenskind Wiesecks, Strahen- inst ands etzung, soll nun auch bald abgeholfen werden. Vorerst sollen deswegen die Kana- lisierungsarbeiten in der Gießener Straße, der Philosophenstraße und der Möserstraße durchge- füchrt werden. Voranschläge für diese Arbeiten sind bereits angefordert. Die Hausanschlüsse zur Kanalisierung in der Kornblumenstraße werden diesen Herbst durch die Gemeinde auf Kosten der Anlieger durchgeführt. Um den Hausbesitzern die Sache zu erleichtern, können diese die Kosten in bis zu drei Jahresraten bezahlen. Hierbei wird gewünscht, daß diese Arbeiten durch hiesige Erwerbslose ausgeführt werden, damit die Gemeinde die Möglichkeit hat, den Zuschuß von der Erwerbslosenversicherung zu erhalten, denn nur dadurch ist es möglich, die Arbeiten überhaupt auszuführen.
Wegen des Verkaufs des Backhauses an der Gießener Straße an Wilhelm Haas haben wiederholt Verhandlungen stattgefunden und nun drängt Haas auf Erledigung, da er noch dieses Jahr mit seinen Um- und Reubauarbeiten beginnen will. Sein Angebot auf Barentschädi- gung von 3500 Mk. an die Gemeinde und Ueber- nahme der Kosten für den Abbruch des Back-
Bücheriisch.
— Heidelberger Festspielbuch 1 92 9. Herausgegeben vom Verein Heidelberger Festspiele e. V. Verlag „Das Theater", Berlin w 35. — Das Buch bringt eine Reihe bedeutsamer Beiträge erster Autoren. Gerhart Hauptmann ist mit einer Reihe menschlich und dichterisch bemerkenswerter Aphorismen vertreten. Ueber „Florian Geyer" als nationales Drama schreibt Alfred Kerr. Zur Aufführung von „Troilus und Cressida" führt ein Essay von Wilhelm von Scholz. Arthur Eloesfer gibt eine schöne Betrachtung „Thomas Mann als Redner", der bekanntlich in diesem Jahre die Eröffnungsrede der Festspielr gehalten hat.
Berliner Börse.
Berlin, 7. August. (WTB. Funkspruch.) Es läßt sich bei der Geschäftsstille im heutigen Frühverkehr noch keine Tendenz erkennen. Die Momente, die zu der gestrigen Schwäche führten, scheinen heute nicht mehr vorhanden zu sein, deim einerseits ist der Geldmant in Reu- york wieder leichter geworden, anderersetts hat sich der Pfundkurs in Paris wieder wesentlich gebessert, so daß die Goldarbitrage von England nach Frankreich unlvhnend wird. Kurse sind noch nicht zu hören.
tttvanke, sebwSebllche Ätafret
sind Sorgenkinder!
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blühende, gesunde ^lndev.
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Verkauf durch Willi Letsch, Giefeen, Krofdorfer Strafte 16, Fernruf 3235.
SCHÖNAU b. CHEMNITZ
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