Ausgabe 
7.6.1929
 
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Kurszettel -er Berliner und Frankfurter Börse

2,75

2,05

17,65

123

123,5

Banknoten

170,75

Sie hinter den Papieren angeführten Ziffern geben die Höhe der zuletzt befchloffenen Dividende an. Reichsbankdiskont 7,5 Prozent, Lombardzinsfuh 8,5 Prozent.

9,13

9,13

22,9

20,25

116,5

128,75

189,5

279,25

169

157,5

164,75 185

225,25

190

V/i . 8 . 8 io . 8 io 10 12 11 12 10 10 10 . e . e

12

123,9

197 157,75 116,5 129,13

134 227,5 189,5 279,13 169,25 157,25

165 185,5

155

115,5 129

, 134 226,5 189,75

279

171,5

158

164,75

22,75

20,2

21

2

9,3

9,5

9,25

2,6

1,9

22,6

ülllfl. Deutsche Eilenbahn . Hamburg-Amerika Paket . Hamb.-Sübam. Dampssch. » Dampfschiff....

eutscher Lloyd . . . Allg. Deutsche Creditanst. . Barmer Bankverein . . . Berliner HandelSgesellsch. . Commerz- und Privat-Bauk £ arm ft u. Nattonalbank . Deullche Bank.....

TiSkonto-Gesellschaft Aut.. Dresdner Bank.....

Mitteldeutsche Creditbanl. Dlctallbant ...... «cichSbank .

4% Schweiz. BundeSb.-Anl.. . - 4% Oeslerrrlchischc Goldrte.. . - 4,20% Gelten. Silberne 4% Oesterreich, einheitl. Rte. . .

4% Ungarische Goldrle 4% Ungarhche StaalSr. V. 1910 .

4%% deSgl. von 1918.....

4% Ungarische Kronenrte 4% Türk. Hollanleihe v. 1911 . .

4% Türkische Bagdadbahn-Anl-, Serie 1

4% desgl. Serie II 4% Rumänen convert. Rte. . . . 4%% Rumänen Doldanl. von 1913

Berlin, 6- Juni Französische Holen.....

Holländische Noren Italienische Noten Norwegische Noten Deutsch Oesterr-, L100 Kronen Rumänische Noten......

Schwedische Noten .

Schweizer Noten .

Spanische Noten Tschechoslowakische Noten . Ungarische Stolen

Devisenmarkt Berlin-. __________

Telegraphische Auszahlung.

Frankfurts. M.

Berlin

Schluß. Kurs

>-Uhr- Kurs

Schluß- Kuri

Ansang- KurÄ

Datum

6-6.

7.6.

6 6.

7 6.

6% Dt. Reichsanlethe 0.192? . . Dt. Anl^Ablös.-Schuld mll 8hiS-

87,3

87,5

los.-Rechten.........

51,5

51,4

51,4

51,25

DeSgl. ohne AuSlos.-Rechte . . . 7% Franks. Hyp.-Bk. Goldps. un-

11,55

11,8

11,5

kündbar bis 1932.......

4V*% Rheinische Hyp^Bank Liqu..

87

Goldps............

A.E.G. aba. BorkriegS-Obligation., rückzahlbar 1932 .......

79,4

87

Geld

Brief

16,345

16,405

167,88

168,56

21,95

2203

111,39

111,82

58,78

55,02

2,51

2,53

111,75

112,19

80,57

80,89

58,13

58,77

12,39

12,45

73,15

73,15

Frankfurt a. M.

Franksurt a.M.

Berlin

Schluß» Kure

l-Uhr. Kurs

Schluß. Kurs

Ansang Kurs

Datum

6.6.

7.6.

6.6.

76.

Philipp Holzmann . .

.

e

. 116

115

114

Heidelberger Cement.

e

10

139

139

Gement Karlstadt . .

e

e

. 8

Sßat)& & Freitag . . .

10

116,5

118

Schultheis Pahenhoser

* -

15

324,5

324,75

Ostwerke......

12

-

260,75

259,5

vcr. Glanzstoss . . .

18

457

456

462

Bemberg......

14

360,75

Zellstoss Waldhos . . Zellsto s Aichassenbura

e

12

256,5

255.75

257

256

.

12

197,5

199,5

Charlottenburger Master

e

l

117,5

117

216,25

215,75

Daimler Motoren . .

. 0

60

59

60,75

59,75

Deutsche Maschinen-nabrik .

. 0

51,25

51,75

Adlerwerke Kleoer . .

. 6

55,5

55

Ludw.Loewe ....

10

212

_

Rat. Automobil . . .

e

e e

. 0

28,9

28,9

Orenstein & Koppel

e

e e

. 5

97

94,5

Leonhard Tieh . .

e

e e

. 6

295

293

Bamag-Meguin . . .

e

e e

. 0

Franks. Maschinen . .

# e

. 6

54

55,5

Gritzner......

11

74

72

Hcyligenstaedk . . .

e

e a

. 0

IunghanS......

e e

. 4

76

74

78,25

Lechwerke. . . . . Mainkrasiwerke

e

e e

. 8

108,75

e

e e

. 8

107,5

Miag........

10

124

_

124,75

124,25

Nelarsulmer . . . .

. 8

PeterS Union . . . .

e

e e

. 8

128

127,5

Gebr. Roeder ....

10

116

-

_

Boigt 4 Haeffner . .

. 8

213

213

Eüdd. Zucker ....

. 8

149,9

150,5

150

Frankfurt a. M,

Berlin

Schluß. Kurs

1 Uh» Kurs

Schluß. Kurs

Anfang. Kurs

Datum

6.6.

7-6-

6.6.

7.6.

12U5.1»............8

Bergmann..... . . . 9

Elektr. Lieferungen..... 10

Licht und Kraft ...... 10

Felten 4 Guilleaume..... 6

Ges. f. Elektr. Untern.. ... 10

Hamb. Elektr. Werk« .... 10

Rhein. Elektr. ........ 9

Schief. Elektr........10

Siemens 4 HalLke.....12

TranSradio ......... 8

Buderus...... 5

Deutsche Erdöl ....... 6

Essener Steinkohle......8

Gelsenkirchener ... f. y« 3- 4

Harpener. . 6

Hoesch Eisen. ....... .8

Ilse Bergbau ....... 8

Klöcknerwerke ........ 7 Köln-Neuessen. ......v Mannesmann........ 8 Mansselder.........7

Oberschlei. Eisenb. Bedarf. . . d Lberschles. KokSwerke.....6

Phönix Bergbau......6%

Rheinische Braunkohlen... 10 Rheinllahl . . . f.'/.Iohr4y, Riebeck Montan......7,2

Bereinigte Stahlw. . .... 6 Otavt Minen.......8 sh

Kali Aschersleben ..... io

Kaliwerk Salzdetfurth . . . 1b

I ®- Farben.Industrto ... 12

Dynamit Nobel.......6

Scheideanstalt ...... .9 Goldschmidt ........5 RütgerSwerke 6

Metallgesellschaft. . . . 11

193,5

220

167

224,5

146

230,25

247,75

402

173,5

76

114,9

136,5

146

222

132

93,75

298

128

100,5

248

254

414

260,5

88

95,75

131

193

164,5

248,5

405

75,25

114,75

107

120,5

131,75

93,9

127,25

71,6

247

253

412

259

168,75

96

193,5 221,25

167 224

146

230,5

146 166,5 197,5 248,5 402,5 147,5

172

75,5 116,25

129,5

136,5

146 128,5 223,5

108,25 125,75

120,65

132,5

89 113,13

93,4 297

128,25

100

71,25 248

254

411

260 121,5

87,65 95,25

131

193,5

221

164

224

139,25

230 143,5 165,25 197,5

250

405,25

74,5 115,75

130

137

147

127

221

107,5 125,75 121,25

132,5

88,75

112

94 298,5 127,5

100,5 71,60 248,5

255

411

260

86,5 96

6. Juni

7. Juni

Amtliche Notierung

Amtliche Notierung

(Selb

Brie»

Geld

Brief

Amst.-Nott.

168,22

168,56

168,13

168,47 -

Bucn-.AireS

1,754

1,756

1,755

1,759

Brss.-Antw-

58,17

58,29

53,175

58,295

Christiania

111,62

111,59

111,84

111,61

111,83

Kopenhagen

111,81

111,61

111,83

Stockholm .

112,02

112,24

112,00

112,22

HelnngforS.

Italien. . .

10,525

21,92

10,545

21,96

10,525

21,93

10,545

21,97

London. . .

20,316

200356

20,314

20,354

Neupork . .

4,1895

4,1975

4,189

4,197

Paris....

16,38

16,42

16,375

16,415

Schwei; . .

80,64

80,80

80,675

80,785

Spanien. .

58,29

58,41

59,19

59,11

Japan . . . >Hio de Ian

1,832

1,836

1,840

1,844

0,496

0,498

0,4965

0,4985

Wien in D-- Öest. abgeft

53,85

58,97

58,855

58,975

Prag . . . .

Beltrad . .

12,404

12,424

12,408

12,428

7,361

7,375

7,363

7,377

Budapest. .

73,02

73,16

73,01

73,15

Bulgarien.

3,032

3,038

3,027

3,033

Lissabon . .

18.78

18,82

18,73

18,77

Danzig. . .

81,21

81,37

81,19

81,35

Konstantin-

2,003

2,007

2,013

2,017

Athen. . .

5,435

5,445

20,835

20,875

Canada . .

4,154

4,162

4,156

4,164

Uruguay. .

4,066

9,074

4,046

4,054

Cairo - - -

20,835

20,875

20,84

20,88

Berlin, 6. Juni

Geld

Brief

Amerikanische Not« ..... Belgische Noten........ Demifche Noten........ Englische Roten....»»..

4,171

58,07

111,40

20,288

4,191

58,31

111,84

20,368

Pferde stehen geblieben. Gleich dem ersten Tage findet sich auch hier je eine bessere Prüfung auf der Flachen, wie über Hindernisse vor. Außerdem bringt der letzte Tag ein Verlosungsrennen, dessen Sieger auf die Nummern der Eintrittskarten aller Plätze unter das Publikum verlost wird; jedoch hat der Gewinner die Wahl zwischen Pferd oder 1500 Mark bar. Der Regen der letzten Tage hat dem Geläuf sehr gut getan, so daß es sich in einem Idealzu­stand befindet.

Wirtschaft.

Die amtliche Großhandelsindex- ziffer für Mai. Die für den Monatsdurch­schnitt Mai berechnete Grobhandelsindexziffer des Statistischen Reichsamts ist mit 135,5 gegen­über dem Vormonat (137,1) um 1L v. H. ge­sunken. Von den Hauptgruppen ist die Index­ziffer für Agrarstoffe um 1,9 v. H. auf 125,8 (128,2) und die Indexziffer für Kolonialwaren um 1,2 v. H. auf 125,0 (126,5) zurückgegangen. Die Indexziffer für industrielle Rohstoffe und Halbwaren lag mit 131,3 (133,1) um 1,4 v. H. niedriger als im Vormonat, wahrend diejenige für industrielle Fertigwaren um 0,2 v. H. auf 157,5 (157,8) nachgegeben hat.

WaißL Freytag QL»®., Frankfurt a. Main. In der gestrigen G.-D. wurden die Regularien einstimmig genehmigt. Danach ge­langen für das verflossene Geschäftsjahr 8 Proz. (L D. 10 Proz.) zur Verteilung.

* Tellus QL»®, für Bergbau und Hüttenindustrie, Frankfurt a.M. Der Aufsichtsrat beschloß der am 1. Juli stattfinden­den G.-V. aus einem Reingewinn von 271 650 Mark die Verteilung einer Dividende von wie­der 8 Prozent vorzuschlagen. Der Geschäfts­gang im laufenden Jahr wird als befriedigend bezeichnet.

Frankfurter Börse.

Frankfurt, 7.Juni. Auch au Beginn der heu­tigen Börse machte sich wieder Realisations­bedürfnis geltens, und es traten zumeist neue Rückgänge ein. Die Stimmung war gedrückt, da auch Auslandorders kaum vorlagen. Auch die Be­teiligung der Privatkundschaft hatte wieder nachge­lassen. Die Spekulation schritt zu Glattstellungen, doch nahmen diese kaum größeres Ausmaß an. Es ergaben sich daher gegenüber der gestrigen Abend­börse nur kleine Abschläge. Das Geschäft war ziemlich gering und beschränkte sich nur auf ver­einzelte Werte, in denen sich noch einiges Ausland­interesse bemerkbar gemacht hatte. Die G e l d - morkterleichterung machte weitere Fort­schritte, doch wurde das nur wenig beachtet. Am Elektromarkt bestand für Chadeaktien mit plus vier Mark regere Nachfrage. Der gestrige Geschäftsbe­richt und die glänzenden Aussichten für die nächste Zeit boten hier eine große Anregung. Aber auch Siemens waren gesucht bei einem Gewinn von 3 v. H. Hier stimulierten größere Prämienkäufe. Schlickert plus 3 v. H. AEG. und Elektrische Liefe­rungen bis zu 2 o. H. niedriger. Am Chemiemarkt gaben Farben bei kleinen Umsätzen 1 v. H. nach. , Montanwerte waren nur wenig- verändert. Kali­aktien bis 1 v.H. schwächer. Für Banken bestand einiges Interesse. Reichsbank, Dresdner Bank, Deutsche und Commerzbank konnten bis 3 v.H. an­ziehen. Im übrigen war wesentliches nicht zu ver­zeichnen. Renten still, meist leicht nachgebend. Auch im Verlaufe, blieb das Geschäft äußerst gering. Es traten zumeist weitere Rückgänge bis zu 1 v. H. ein. Nur für AEG., die leicht gebessert waren, bestand einige Nachfrage. Glanzstoffwerte hatten eine Son­derbewegung aufzuweisen, der Kurs zog 9 o. H. an, gab aber später wieder 4 v. H. nach. Am Geldmarkt war Tagesgeld mit 7 v.H. unverändert. Am De- .Visenmarkt nannte man Mark gegen Dollar 4,1930, gegen Pfund 20,332, London gegen Kabel 4,8492, gegen Paris 124,04, gegen Mailand 92,68, gegen Madrid 34,43, gegen Holland 12,08.

Berliner Börse.

Berlin, 7. Juni. An der Vorbörse konnte man bei besonderem Interesse für Siemens, Reichsbank und Farben durchweg um mehrere Prozent höhere Kurse hören, die sich aber zu Beginn des offiziellen Verkehrs nicht behaupten konn­ten. Das Geschäft war sehr ruhig, und da anregende Momente nicht Vorlagen, schritt die Spekula­tiv n zu n e u en G l a t t st e l l u n g e n. Es waren auch Verkäufe aus der Provinz zu beobachten. Das Ausland fehlte heute fast ganz; nur in Reichsbank glaubte man weitere Käufe aus Amerika zu beob­achten. Das Kursniveau war sehr uneinheitlich. Die Veränderungen nach beiden Seiten betrugen 1 bis 3 v. H., wobei allerdings die Abschwächungen über­wogen. Etwas fester lagen nur Banken, von denen Deutsche Bank, Reichsbank und Commerzbank be­

sonders gefragt waren. Glanzstoffwerte konnten einen Gewinn bis zu 6 v. H. aufweifen, während die Werte, die in letzter Zeit im Vordergründe des In­teresses standen, wie Junghans, Polyphon, Deutsche Atlanten und Elektrische Lieferungen 3 bis 5 o. H. verloren. Siemens hatten etwas lebhafteres Geschäft aufzuweisen, bei einer 3prozentigen Kursbesserung. Auch Chadeaktien lagen auf den Geschäftsbericht über 3 Mark fester. Deutsche Anleihen etwas niedri­ger. Von Ausländern holten Anatolier ihren gestri­gen Verlust wieder ein. Am Geldmarkt hielt die Erleichterung an. Tagesgeld mit6,5bis9v.H. erhältlich. Monotsgeld stellte sich auf 9,5 bis 11 v. H. Der Pfandbriefmarkt war ruhig und nicht einheit- lich. Nach den ersten Kursen wurde es durchweg 1 v. H., vereinzelt 2 o. H. schwächer, doch konnte sich später wieder eine Erholung durchsetzen, so daß die ersten Kurse meist wieder erreicht wurden. Dresdner Bank und Reichsbank etwa 1,5 v. H. fester. Gegen 12.45 Uhr wurde es auf erneute Glattstellungen der Spekulation wieder etwas schwächer.

Frankfurter Getreidebörse.

Frankfurt a. M.. 7. Juni. Der Produkten­markt verkehrte heute zum Wochenschluß auf die wieder etwas höheren Qluslandmeldungen in ruhiger und gehaltener Stimmung. Da das In- landangebot wieder äußerst gering ist, kamen kaum Lckmsätze zustande, so daß die Preise sich nur gut behaupten konnten. Es wurden notiert: Weizen 22,25 bis 22,50; Roggen 21,50 bis 21,75; Sommergerste für Brauzwecke 23; inl. Hafer 22,25; Mais (gelb) für Futterzwecke 20 bis 20,25; Weizenmehl, süddeutsches Spezial 0, 32,25 bis 32,75; Roggenmehl 27,50 bis 28,50; Weizenkleie 11,25; Roggenkleie 12 Mk. Tendenz, ruhig.

Berliner Produktenbörse.

Berlin, 6. Juni. Rach der kräftigen Hausse­bewegung an den überseeischen Getreidemärkten blieb die Qteaftion nicht aus, und auch hier zeigte sich eine Qtbschwächung, obgleich das inländische Qlngebot von Brotgetreide nach wie vor nur sehr gering ist. Die Lieferungspreise waren um 4 bis 5 Mark rückgängig, und für das nur spärlich vorhandene Qlngebot für Effektivware nannte man in ähnlichem Qlusmah ermäßigte Preise. Das Mehlgeschäft ist wieder sehr still geworden. Die Mühlen halten zwar vorerst ihre Forderungen aufrecht, zeigen sich aber eher zu Konzessionen geneigt. Hafer in guten und mitt­leren Qualitäten angeboten und im Preise gut gehalten. Lieferung dagegen ebenso wie Brot­getreide beträchtlich abgeschwächt. Gerste ruhig. Es notierten für je 1000 kg: Weizen, märt, 212 bis 213, Juli 226 bis 223,50, Sept. 235 bis 232,50; Roggen, märt, 185 bis 187, Juli 203 bis 204 bis 203, Sept 212210 (Lieferung flau); Futtergerste 178 bis 182; Hafer, märt., 180 bis 190 (stetig), Juli 192 ((flau), Sept. 195 (flau); für je 100 kg: Weizenmehl 24 bis 28,50 (still); Roggenmehl 25,50 bis 27,50 (ruhig); Weizenkleie 11,75 bis 12 (ruhig); Roggenkleie 11,75 bis 12 (ruhig); Viktoriaerbsen 41 bis 48; kleine Erbsen 28 bis 34; Futtererbsen 21 bis 23; Peluschken 25 bis 26; Olckerbohnen 22 bis 24; Wicken 27 bis 30; Lupinen, blau, 18 bis 19; Lupinen, gelb, 25 bis 26; Rapskuchen 18,50; Leinkuchen 21,20 bis 21,60; Trockenschnitzel 11,60; Sojaschrot 18,50 bis 19,20; für je 50 kg: rote Kartoffeln 1,90 bis 2,10; gelbe Kartoffeln 2,20 bis 2,40; Kar­toffelflocken 15,60 bis 16 Mark.

Amtsgericht Gießen.

4 Gießen, 4. Juni. Kürzlich ist in der Rähe von Großen-Linden ein Gefangener aus dem fahrenden Zuge entsprungen. Der Beamte, dem er zur Begleitung, Bewachung und Beaufsichti­gung übergeben worden war, bemerkte aus dem Fenster seine Flucht, zog sofort die Rotbremse, eilte dem Entwichenen nach, rief ihm zu, stehen zu bleiben, und sandte ihm, als er dem Rufe nicht Folge leistete, instruktionsgemäß zwei Ku­geln aus seiner Dienstpistole nach, die ihn im Oberschenkel trafen. Daraufhin wurde er ergriffen und an feinen Bestimmungsort gebracht. Der während des ganzen Transports an den Händen gefesselte Gefangene hatte mit Erlaubnis seines Begleiters das Klosett des Olbteils, in dem sich beide befanden, aufgesucht. In ihm entledigte er sich feiner Handfessel, indem er nach feiner An­gabe sie mittels einer Ragelfeile oder eines ähn­lichen Instruments unter Zuhilfenahme feiner Zähne aufschloh bzw. aufsprengte. Lieber die Herkunft der Feile herrscht Dunkel, ebenso über die Art und Weise ihrer tatsächlichen Benutzung. Der Gefangene will sie schon feit seiner Inhaftie­rung heimlich bei sich getragen haben, vielleicht ist sie ihm auch zugesteckt worden. Zuletzt hat er sie wohl im Wunde mit sich geführt. Rach Lösung der Fessel ist der Gefangene durch das Klosett-

fenfter bei voller Fahrt entwichen. Auch hier will er sich der Art und Weife seiner Ent­weichung nicht mehr entsinnen. Er lief über's Feld nach einem Walde zu, und unterwegs ereilte ihn, wie oben beschrieben, sein Schicksal. Der Beamte hatte sich wegen der Anklage, er habe fahrlässig einen Gefangenen entweichen lassen, zu verantworten, wurde jedoch freigespro- ch e n. Rach Ansicht des Gerichts vermochte er ein Verlassen des Klosetts durch den Gefangenen, ohne daß er es merkte, namentlich aber eine Ent­weichung durch das Fenster, so wie es geschehen, in keinem Falle vorauszusehen. Eine solche schien

ihm ausgeschlossen, denn er wußtö, daß der ©c» fangene gefesselt und der Zug in voller Bewe­gung war, das Klosett auch nur einen Ausgang hatte, den er überwachte. Mit der entfernten Möglichkeit, daß der Gefangene gerade durch feinen Aufenthalt auf dem Klosett in die Lage verseht wurde, sich seiner Fessel zu entledigen und sofort zu flüchten, brauchte und konnte er nicht rechnen. Es fehlte deshalb an den Degrisfs- merkmalen einer nach § 347 StGB.'s strafbaren Fahrlässigkeit. Den Angeklagten traf kein Ver­schulden.

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27. Kd8-c8

die

1.

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den

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und

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Wohl das Cinstehen

des

22.

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vorm Kriege sehen sollen!"

(Lust. Dl.)

1. Sg8-f6

2. g7-g6

Alle für die Redaktion bestimmten Mit­teilungen, Lösungen usw. sind zu richten an

20. e5-e6!

Oder 20.

21. g3-g4

15. e4-e5

16. Sc3-b5

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13. f4xe5

14. e5xf6 Obwohl 14.

Schwarz übersah des Turmes auf a8. 22. Df3xa84- 23. Da8-f3

Besser noch 23. ..

24. Tel-e3

25. Leid2

26. Ld2-b4 +

4. Lf8-g7

5. Lc8-f5

6. Sb8-c6

7. Dd8-d7

8. H7-H6

2. Sgl f3

3. g2-g3

4. d2-d4

5. Sblc3

6. Lfl g2

7. 0-0

8. Tfl-el

23. Dd7-d3? ., cXb3.

24. Dd3-c2

25. c4xb3

26. Ke7-d8

Dies führt zu sofortigem Verlust; aber es droht 20. g4!

9. Lf5-h3

10. Sc6-e5

11. d6Xe5

12. Lh3xg2

13. Lg2-h3

14. Lg7xf6

., gXf6 auch nicht schön aussieht,

war dies dem Textzug, der sofort e5 zuläßt, doch noch vorzuziehen.

Unzufrieden.

Herr Philipp ist mit der heutigen Zeit ganz und gar nicht einverstanden. Reulich ging er mit ein paar jungen Leuten des Abends spazieren, und der Vollmond stieg groß und rund über die Häuser.

Wie schön das aussieht!" sagte einer schwär­merisch.

Aber Herr Philipp brummte wegwerfend:

Das ist gar nichts I Sie hätten den Mond

20. f7xe6

., LXe6 21. cxd5 und gewonnen.

Schach-Ecks.

Bearbeitet von W. Orbach.

Schachvedakfion desGießener Anzeigers".

Problem Nr. 215. Don Dr. H. b. Gottschall.

Schwarz.

Sofort 00 war geboten, da Schwarz Läuferausfall Lg5 nicht zu fürchten braucht.

9. e2-e4

Man sollte nicht glauben, daß der Führer der schwarzen Steine, der diese Partie so schwach gespielt hat, die beiden Spitzenkandidaten Prof. Mannheimer und Walter in gut geführten End­spielen schlug.

Lösung des Problems Nr. 211. Don O. Dehler.

1. Te2-e4! (Mit der Drohung 2. b4-f- usw.) 1. .... d5xe4. 2. Sb6Xc4+, Lf7Xc4. 3. b2-b4 matt. 1 Lf7-e8. 2. Te4Xc4 und matt durch 3. Sb6xc4 ober 3. b2-b4. 1. .. ., d5-d4. 2. Sb6x c4-f-, Lf7xc4. 3. b2b4 matt.

9. Kongreß des Mittelrh. Schachbundes zu Bad Ems.

Das am Dienstag, 21. Mai, nach fünftägiger Dauer beendete Meisterschaftsturnier des Mittel­rheinischen Schachbundes ergab zum vierten Male den Sieg des Herrn Prof. Mannheimer, Frank­furt a. M. mit 4V3 Punkten aus sieben Partien vor Walter, Koblenz; Lempelius, Reuwied und Dr. Bechstedt, Wetzlar, mit je 4 Punkten. Rach dem System Sonnemann-Derger wurde Walter zwei­ter, Lempelius dritter Preisträger, Dr. Bechstedt ging preislos aus. Cs ergibt sich hier die Frage, ob es nicht gerechtfertigt erscheint, dieses System nur zur Klärung des ersten Preises in Anwendung zu bringen. Es folgen: Sani­tätsrat Dr. O. Wolff, Katzenelnbogen, mit 31/2 Punkten; Hillesheim, Kreuznach, und Men- ger, Frankfurt a. M., mit je 3 Punkten; Svenson, Wiesbaden, mit 2 Punkten. Daß Prof. Mannheimer trotz seines Alters einen solchen Erfolg erringen konnte, ist bewunderns­wert, und ist wohl hauptsächlich feiner Zähigkeit und Ausdauer zuzuschreiben; was sich in den Partien gegen Walter und Dr. Bechstedt be­sonders bemerkbar machte. Erwähnenswert ist noch der Sieg Mengers gegen Prof. Mann­heimer und Walter. Dr. Bechstedt konnte infolge Liebermüdung feine volle Spielstärke nicht zur Entfaltung bringen. Im Hauptturnier siegten bei 17 Teilnehmern: Beniner, Frankfurt a.M., und Peter, Reuwied, mit je 5 Punkten aus sechs Partien; dritter wurde Dr. Sauer, Frankfurt am Main, mit 4V2 Punkten; vierter Lodroner, Wies­baden mit 4 Punkten und fünfter Roh, Frankfurt am Main mit 3/2 Punkten. Sieger im Reben­turnier unter 14 Teilnehmern wurden: Donner, Boppard, mit 4 Punkten aus 4 Partien; zweiter bis dritter Prof. Berek, Wetzlar, und Bender, Oberstem, mit je 3 Punkten; Otto, Bad Ems, mit 2V2 Punkten; fünfter Kleinjohann, Trier- Süd, mit 2 Punkten. Das Turnier, unter Leitung des Schachmeisters W. Orbach, nahm einen ruhi­gen und geordneten Verlauf.

Die Narrenkappe.

Splitter und Sparren vom Nedaktlonstisch.

Aufstieg.

Vor zehn Jahren kam ich mit nur einer Mark in der Tasche in diese Stadt. Diese eine Mark wurde mein Glück."

Du mußt es aber sehr gut verstanden haben, dein Geld zu vermehren."

Ich telegraphierte mit dieser Mark nach Hause um Geld."

Es folgt ein interessantes Springermanöver. 16...., 16. a7-a6

17. Sb5-d4 17. e7-e6

18. Sd4-b3 18. b7-b6

Falsch wäre 15. ..., Lg4 wegen 16. e6!

gewinnt eine Figur. 19. Ddl-f3 19. e6xd5?

Weiß.

Weiß zieht und seht in drei Zügen matt. Weiß: 6 Steine. Kd2; Tgl; Ld7, e7; Se3; Bf6.

Schwarz: 4 Steine. Kh5; Tf7; BH6, h7.

Partie Nr. 138.

Im Meisterschaftsturnier des Mittelrheinischen Meisterschaftsturnier 1929 zu Bad Ems gespielt.

Indisch.

Weiß: Dr. O. Wolff, Katzenelnbogen.

Schwarz: K. Menger, Frankfurt a. M.