diesjährige Heuernte dürften Lurch Len Regen nicht mehr wesentlich besser werden. Obwohl feuchte Talwiesen einen saftigen Graswuchs zeigen, haben Wiesen in trockeneren Lagen nur einen spärlichen Grasbestand, der weit hinter dem des Vorjahres zurückblcibt.
Kreis Biedenkopf.
XX Rodheim a. d. Dieber, 5. 3unt Die Sängervereinigung „E i n t r ach t - Liede r k r a n z" beging am Sonntag in schöner Weise die Feier ihres 65jährigen Bestehens. Der vor dem Kriege gegründete D ü n s - berg-Sängerbund, der seine Tätigkeit wieder ausgenommen hat, hielt bei dieser Gelegenheit am Vormittag im Dendcrschen Saale ein W e r t u n g s s i n g e n ab, an dem sich die Wän- nergesangdereine aus Dieber, Crumbach, Fellingshausen, Kinzenbach. Königsberg und Rodheim beteiligten. Als Pflichtchor sang jeder Verein „Cs blies ein Jäger wohl in sein Horn", außerdem ein selbstgewähltes Lied. Zu Deginn dieser Veranstaltung begrüßte der Bundesvor- sihcnde, Hauptlehrer Eisbein (Fellingshausen), die große Schar der Teilnehmer. Die Vereine zeigten in chren Gesangsdarbietungen sämtlich gutes Können, das auf eifrige Hebung schließen ließ. Als Glanzpunkt dieses Teiles des Festes war der Massenchor „Jägerlied" unter der Leitung des Musiklehrers Leib zu betrachten. Anschließend an das Wertungssingen gab der als Kritiker amtierende Reallehrer Blaß (Gießen) in kurzen Zügen eine gerechte Betrachtung der ganzen Veranstaltung. Seine Ausführungen rächten den Sängern und ihren Dirigenten dankbar begrüßte Anregungen, die durch praktische Hebungen des Kritikers noch vertieft wurden. Der Rachmittag des Festtages war der Stif - tungsfe st feier der Sängervereinigung Vorbehalten. Hieran beteiligten sich auch die Männergesangvereine von Krofdorf und Waldgirmes, sowie die Arbeitergesangvereine von Vetzberg und Rodheim. Unter Vorantritt der Marburger Militärkapelle bewegte sich ein stattlicher Festzug mit 14 Fahnen durch den geschmückten Ort nach dem Festplahe. Rach einem Begrühungschor unter der Leitung des Dirigenten Kümmel hielt hier Wilhelm Dender die Festansprache, in welcher er den Werdegang des Jubiläumsvereins, sowie die hohe Dcdeu- tung des Männergesanges schilderte. Die heutige Sängervereinigung wurde im Jahre 1920
durch den Zusammenschluß Ler bis dahin getrennt bestehenden Vereine „Eintracht' und „Liederkranz" gebildet. Diese Verschmelzung ist beiden Organisationen und der Pflege des Männergesanges in unserem Orte sehr zum Vorteil geworden. Das Fest, an dem auch alle anderen hiesigen Vereine teilnahmen, nahm einen harmonischen und allgemein befriedigenden Verlauf.
Hessische Polizeiwoche.
WSR. Darmstadt, 6. Juni. Am heutigen Tage eröffnete Fabrikant Dr. Karl Merck, Darmstadt, die Polizeiwoche mit einem Vortrag über die Rauschgifte, ihren Gebrauch und ihre Fälschungen. Der Redner ging von der Tatsache aus, daß die Menschheit überall in ihrer Hingebung die in Pflanzen enthaltenen Rauschgifte gefunden und, teilweise mit oder zu kultischen Zwecken, benutzt habe. Von den über 200 bekannten Rauschgiften erscheine der größte Teil in alkaloider Form (Chinin, Kokain. Strychnin), während z. D. Kaffee, Tee usw. nicht zu dieser Gruppe gehörten. Verständlich sei, daß viele Menschen mit der Gewöhnung an die Rauschgifte in der Sucht nach diesen Mitteln und ihrer Erreichung auf alle möglichen Wege verfielen. Trotz internationaler Bekämpfung habe sich in ungeahntem Umfang ein Ausbeutertum und Fälschungswesen entwickelt, das ungeheure Summen verdiene. Der Redner ging dann auf die fabrikatorische Herstellung ein und behandelte hieraus die Folgen des Morphinismus, Kokainismus usw.
Professor Dr. Strauch, Berlin, ein Spezialist auf seinem Gebiet, sprach darauf an Hand von Lichtbildern über die Frage „M o r d oder Selbstmord?" Der Redner behandelte u. a. an zahlreichen Tatbestandsaufnahmen die Merkmale, ob Mord oder Selbstmord durch Erhängen, Erdrosseln, Stich- oder Schnittwunden, Erschießen usw. vorliegt.
Zum Schluß sprach Polizeidirektor Wilhelm (Ehlingen) über die Frage: „Wie sucht der niodcrne Verbrecher seine Spuren zu verwischen?" Der Redner schilderte an einer Reihe von Beispielen aus der praktischen Arbeit der Kriminalpolizei, wie der zunächst unerkannt gebliebene Täter seiner Ermittlung zu entgehen suche, wie der der Persönlichkeit nach bekannte Verbrecher sich der Ergreifung zu entziehen bemühe und wie der verdächtige Verbrecher be
strebt sei, Lie Hcbersührung zu verhindern, welche I besondere Vorsicht der Verbrecher aufwcnde, um die ihm gefährlichste Spur zu beseitigen, die» | jenige nämlich, die durch die Verwertung der Beute entsteht. Zusammenfassend bemerkte der Redner, daß die Ausgabe in erster Linie kriminalphysiologisch zu lösen sei, und er schloß mit der Mahnung, bei der Aufnahme des Tatbestandes die größte Sorgfalt auf die Auffindung der „unverwischten" Sparen zu legen, die der Täter trotz aller Vorsicht immer wieder am Tatorte zurücklasse.
Düchertisch.
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— Flächenland. Eine Geschichte von den Dimensionen erzählt von einem Quadrat (Edwin A. Abbot). Aus dem Originalwerk „Flat- land". Ausgewählt und ins Deutsche übertragen von Rektor W. Dieck. Mit 10 Fig. (IV u. 49 S.) kl. 8 (Bd. 83). Kart. 1,20 Mk. Verlag von 2. G. Teubner. (191)
Kunst und Wissenschaft.
„Der schöne Mensch in dec neuen Kunst."
Die Ausstellung „Der schöne Mensch in der neuen Kunst", die in diesem Sommer auf der Mathildenhöhe in Darmstadt gezeigt wird, erhält durch die über Erwarten starke Beschickung aller Länder ein internationales Gepräge großen Ausmaßes. Das Material ist vollzählig und durch seine Vielseitigkeit außerordentlich interessant. Auffallend ist die große Zahl der
Dildhauerwerke. Lle ein Drittel aller Arbeiten ausmachen. Alle Rationen sind vertreten. Allein aus Paris sind 55 Gemälde und Plastiken cingctroffcn. Für die historische Abteilung wurden 100 Photos in vorzüglichen Ausführungen gesammelt, die über das Problem des menschlichen Körpers von der Steinzeit bis zur Moderne einen fesselnden Rückblick geben.
bedingt vor allem Ruhe für Herz und Nerven. Bei der Wahl zwischen zwei Genußmitteln, von denen das eine für Sie schädlich sein könnte und das andere vollkommen unschädlich für Sie ist, werden Sie bestimmt das Letztere wählen.
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