Ausgabe 
7.6.1929
 
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offiziellen Empfang durch die französische Regie­rung Abstand genommen werde, begrüßte ihn bei seiner Ankunft ein Herr des Protokolls im Aamen des Außenministers Driand. Cs hatten sich viele Photographen sowie deutsche, fran­zösische und ausländische Journalisten eingefun­den. Dr. Stresemann und Frau Stresemann be­gaben sich vom Bahnhof in die deutsche Bot­schaft. Am Nachmittag hatte Dr. Stresemann eine längere Unterredung mit den deut­schen Delegierten bei der Repara­tionssachverständigen - Konferenz. Reichsminister Dr. Stresemann und die deutsche Delegation für die Bölkerbundsratstagung wer­den heute 20,20 Uhr die Weiterreise nach Madrid antreten.

AuftaktzurMdriderRMagung

Im Spiegel der spanischen Presse.

Madrid, 6. Juni. (WB.) Das Ratskomitee zur Prüfung des Berichtes des Dreier-Ausschus­ses über die Minderheitenfragen ist heute vor­mittag i/212 Uhr in dem Senatsgebäude zu einer Sitzung zusammengetreten, die lediglich die Ver­lesung des Berichtes des Dreier- Komitees brachte. Die allgemeine Aussprache wird am Freitagvormittag ausgenommen werden, während der heutige Rachmittag der weiteren Fühlungnahme zwischen den einzelnen De­legationen in bezug auf die Behandlung deS Berichtes dienen soll. 3n dem Komitee sind sämtliche Ratsmächte, abgesehen von Deutschland und England, durch ihre regel­mäßigen Delegierten vertreten. Bis zur Ankunft des Reichsaußen-ninisters Dr. Strese­mann wird die deutsche Delegation von Staats­sekretär v. Schubert geführt. Der englische Botschafter Sir George Graham ist mit dem Kronjuristen Sir Cecil Hurst erschienen. Die Beratungen des Komitees werden von dem gegenwärtigen Ratspräsidenten S c i a 10 j «(Ita­lien) geleitet, dessen Amtsbefugnisse erst am Montaa auf den japanischen Delegierten A d a t - f ch i übergehen werden.

Die Auffahrt der einzelnen Delegationen zur heutigen Eröffnungssitzung hatte vor das Senats­gebäude in der heißen Mittagsstunde nur wenige Schaulustige angelockt. Sehr groß war dagegen der Andrang der Pressephotographen, die jede Delegation mit ihren Wünschen bestürmten. In den geräumigen Wandelgängen des Sitzungs­gebäudes begrüßten sich die von Genf her miteinander bekannten Mitglieder der Delegationen und die Völkerbundsjournalisten und tauschten ihre ersten Madrider Ein­drücke in lebhafter Anerkennung für die traditionelle spanische Gastfreundschast aus. Im übrigen widmet die Madrider Presse trotz des großen Interesses, das die Kabinettsbildung in England in Anspruch nimmt, seit gestern der Minderheitenfrage einen sehr breiten Raum, wobei sie im wesentlichen die Bedeutung dieser Frage nicht nur für die Befriedung Eu­ropas in den Vordergrund stellt. Die letzten Berliner Rachrichten über die Abreise D r. StresemannS werden von der gesamten Presse an hervorragender Stelle und mit lieber* schristen veröffentlicht, die die lebhafte Genug­tuung der spanischen Öffentlichkeit über den be­vorstehenden Besuch des langjährigen Leiters der deutschen Außenpolitik zum Ausdruck bringen.

Zehn Jahre Diktat von Versailles Der evangelische Äirchenausschutz ordnet einen Trauertag an.

Berlin, 7. Juni. (Priv.-Tel.) Der deutsche evangelische Kirchenausschuß erläßt zur zehnjährigen Wiederkehr des Tages van Ver­sailles eine Kundgebung, in der er eingangs darauf hinweist, daß durch das Diktat von Ver­sailles dem deutschen Volke unermeßliche politische und wirtschaftliche Ver­luste und Schädigungen auferlegt und die Deutschen zu Kriegsverbrechern ge- stempelt seien. Er unterstütze nachdrücklich die Forderung einer restlosen Aufklärung der wahren Kriegsurfachen. Die Kundgebung schließt mit den Worten:Der Wahrheits- und Gerechtigkeitssinn in allen Völkern und Kirchen muß dafür eintreten, daß die im Diktat von Versailles und in der Mantelnote ausgesprochene Belastung des deutschen Volkes mit der Kriegs­schuld baldigst beseitigt wird. Rur so kön­nen die Beziehungen zwischen den Völkern ent­giftet werden. Der Kirchenausschuß hält es für erwünscht, daß in den evangelischen Landeskir­chen der 28. Juni 1929 a l s Trauertag begangen wird."

©er Reichsbahnschiedsspruch für verbindlich erklärt.

Die Teckungsfragen noch ungelöst.

Berlin, 6. Juni. (Priv.-Tel.) Die An­nahme, daß der Reichsarbeitsminister aus all­gemeinen volkswirtschaftlichen Gründen die 03er- vindlichkeitserklärung des Schiedsspruches über die Lohnerhöhung der Reichsbahnarbeiter, die der Reichsbahn eine jährliche Mehrausgabe von 50 Mill. Mk. bringt, ablehnen würde, hat sich nicht erfüllt. Da die Reichsbahn sich dem Spruche unterwerfen muß und damit die Reu­belastung endgültig zu tragen hat, ist auch für die Wirtschaft eine gefährliche Situation entstanden durch eine drohende Tariferhöhung. Eine Deckung für die Mehrausgaben, die sich aus 43 Mill. Mk. für Löhne und 7 Mill. Mk. für erhöhte Sozialausgaben zusammensehen, ist nicht vorhanden. Es muß auch berücksichtigt werden, daß die Reichsbahn bis zum 1. Mai d. I. gegen­über ihrem Voranschlag bereits einen Ein - nahmeausfall von 30 Mill. Mk. gehabt hat, und wenn man die infolge des langen Winters eingetretenen Sonderausgaben von 27 Mill. Mk. berücksichtigt, so verschlechtert sich die finanzielle Lage der Reichsbahn um rund 107 Mill. Mk. gegenüber dem Voranschlag.

Es sind nur Verhandlungen mit der Reichsregierung wegen der Deckungsfrage in Aussicht genommen. Wahrscheinlich wird man erst das genaue Ergebnis der Pariser Repara­tionsverhandlungen abwarfen müssen, um die finanzielle Auswirkung des Vvung- Planes auf die Bilanz der Reichsbahn zu er­fassen. Dabei muß aber bedacht werden, daß ja in den Belastungsziffern selbst für die Reichs­bahn keine Aenderung eintritt, sondern nur in der Art, wie sie ihre Reparationsbelastung ab- Suführen hat, nämlich an die neu zu schaffende ieparativnSbank.

Auch die zweite Panzerkreuzerrate bewilligt.

Berlin, 6. Juni. (VDZ.) Im chaushalts- ausschuß des Reichstags erklärte Reichswehrminifter Groener u.a.: Immer wieder wird die Frage erörtert, ob wir überhaupt eine Marine nötig haben bezw. ob nicht eine rein auf Küstenschutz zugeschnittene Flotte von kleinen Kreuzern, Ubooten, Torpedobooten usw. mit entsprechender Flugzeug­ausstattung viel zweckmäßiger für das heutige Deutschland wäre. Alle diese (Erörterungen find doch letzten Endes rein theoretischer Natur, solange wir unter den militärischen Fesseln des Vertrages von Versailles stehen. Und deshalb kann ich nur immer wieder betonen, daß die Erhaltung der Marine im Rahmen des Versailler Vertrages eine unbe­dingte Notwendigkeit ist, weil sie einen sehr erheblichen Kräftezuwachs für die Landesverteidigung bedeutet, der auf keine andere Weife zu ersetzen ist. Unter den gegebenen Verhältnissen würde jedenfalls die Abschaffung der Marine der Landmacht keinen Mann und keine Kanone mehr zuführen. Zur Erhaltung der Marine gehört aber in allererster Linie der Ersatz des veralteten Schiffsmaterials, und ich werde diesen Ersatz nach Maßgabe der vorhandenen finanziellen Mittel durchzuführen suchen. Gelegent­lich der augenblicklichen Spanienreise unserer Flotte war kürzlich in der Presse die Frage erhoben, ob sich Deutschland solche teure Auslandsreisen in der jetzigen Zeit leisten könne. Es ist hierzu zu sagen, daß derartige Reisen ein nennenswertes

Mehr an Geldmitteln nicht erfordern. Um das Zu­sammenwirken der Gruppen zu üben, ist es drin­gend notwendig, daß die Marin« hinausfährt auf die Weltmeere. Die Deutschen im Ausland brennen darauf, deutsche Schisse zu sehen.

Abg. Graf Westarp (Dn.) gibt folgende Erklärung ab: Der Beschluß der sozialdemokrati­schen Fraktion und des Parteitages über die Streichung der zweiten Panzer- treuzerra'te läßt sich parlamentarisch kaum noch kritisieren. Die Regierungskoalition fällt in einer Frage auseinander, die für ihren Zusammenhalt eine entscheidende Voraussetzung sein sollte und die sie stets als solche bezeichnet hat. Wir warten ab, ob die nicht sozialdemokrati­schen Minister und Regierungsparteien s i ch das gefallen laifen werden. Wir stimmen für die Etatsposition.

Abg. Schöpflin (Soz.) betonte, baß die Mi­nister in einem Koalitionskabinett sich nicht auf ihre parteipolitische Einstellung versteifen könn­ten, sondern im Interesse der Koalitionspolitik Kompromissen zustimmen müßten.

In der Abstimmung wurde der gesamte Marineetat ohne Aenderung ange­nommen. Ein Antrag der Kommunisten auf Streichung der zweiten Rate des Panzerkreuzers A wurde mit 15 gegen 13 Stimmen abgelehnt.

Die parlamentarische Erledigung des Preußenkonkordais.

Die Volkspartei soll die Annahme des Konkordats im Landtag ermöglichen.

Berlin, 6.3uni. (VDZ.) 3n der für Freilag angefeßten Sitzung im preußischen Staatsministe- rium, in der die Fraktionen des Preußischen Land­tages über den 3 nhalt des Konkordates unterrichtet werden sollen, wird zunächst eine Besprechung mit den Koalitionspar­teien (Zentrum. Sozialdemokraten und Demo­kraten) stattfinden. Am Nachmittag werden die übrigen Parteien unterrichtet. Die Vorlage dürfte am 17. 3uni an den Staatsrat gelan­gen. Der Staatsrat, der für den 18. 3uni auf etroa vier Tage einberufen ist, um neben kleinen Vor­lagen insbesondere das Städtebaugeseh zu beraten, wird sich voraussichtlich in diesem Sitzungsabschnitt auch mit der Konkordatsvorlage befassen. Es ist zu erwarten, daß die Vorlage sodann noch vor den Sommerferien auch das Plenum des Land­tages, das bekanntlich am 25. 3uni auf etwa drei Wochen Zusammentritt, beschäftigen wird. 3n einer Besprechung, die einige Tage vor dem 16.3uni stattfinden soll, wird die Regierung über den 3nhalt des Konkordats der Presse Mitteilungen machen.

Wie man erfährt, hat die römische Kurie dem Entwurf zu gestimmt. Auch soll die Frage der Mehrheitsbildung im preußischen Par­lament so gut wie gelöst sein. Ls haben nämlich deswegen in der Zwischenzeit Verhandlungen mit der Deutschen Volkspartei, auf deren Verhalten bei der Abstimmung es im wesent­lichen ankommt, stattgefunden. Die Verhandlungen sind dadurch erleichtert worden, daß bei den jetzigen Regierungsparteien nach wie vor Geneigtheit für eine Beteiligung der Deutschen Volkspartei auch an der preußischen Staatsregierung besteht. Für die Volkspartei kam als Argument, wie uns aus parlamentarischen Kreisen erklärt wird, hinzu, daß die evangelische Kirche inzwischen in einer (Eingabe an die preußische Staatsregierung

eine Neuregelung auch ihres Verhältnisses zum Staat gefordert hat. Mit den Verhandlungen hier­über dürfte man sehr bald nach (Erledigung des Konkordates beginnen. Weiter war in den zwischen­zeitlichen Verhandlungen die Meinung der juristi­schen Sachverständigen der Regierung sowohl wie maßgebender Fraktionen darüber von Bedeutung, daß für die Verabschiedung des Konkordates im Preußischen Landtag die einfache Mehrheit ausreichen würde. Es wäre danach der Volks­partei möglich, durch Stimmenthaltung bei der entscheidenden Abstimmung die Mehrheit der Regierungsparteien wirksam werden zu lassen.

©ie evangelische Kirche und das Konkordat.

Beschlüsse des Kirchensenats.

Berlin, 6. Juni. (WB.) Dem gemeinsamen Schritt der evangelischen Landeskirchen zum Kon­kordat folgt nunmehr eine zu stimmende Er­klärung des Kirchensenates, der sich auf seiner soeben beendeten Berliner Tagung eingehend mit der Konkordatsfrage befaßt hat. Der Kirchensenat erwartet, daß der bedeutsame Schritt der acht Kirchen die preußische Regierung veranlassen wird, die von ihr abgebrochenen Verhandlungen mit der evangeli­schen Seitewieder aufzunehmen. Diese Verhandlungen könnten nach dem Stande der kirchlichen Vorarbeiten in kürzester Frist beendigt werden. Für den Fall jedoch, daß den gesetz­gebenden Körperschaften einseitig ein Vertrag mit der katholischen Kirche vorgelegt werden sollte, wurde der Vorsitzende ersucht, die General- s h n 0 d e sofort mit Frist von wenigen Tagen einzuberufen, damit diese namens des evangeli­schen Volksteiles zu der so geschaffenen Lage Stellung nehmen kann.

Der Plan einer großen Auslanbanleihe hat Wohl viel für sich, aber ob eine solche Auf­legung noch in diesem Jahre möglich ist, zumal es sich dabei, wie wir erfahren, um einen Betrag von 400 Millionen Mark handelt, ist fraglich. Zudem dürfen aus den Geldern einer Anleihe nur Ausgaben für den Anlagezuwachs fi­nanziert werden. Um eine Tariferhöhung fo lange wie nur irgend möglich zu vermeiden, wird man in den kommenden Verhandlungen zunächst die Möglichkeit einer Deckung für die entstandenen Mehrlasten auf anderem Wege suchen, viel­leicht durch den schon kürzlich angedeuteten even­tuellen Verzicht des Reiches auf den Ueberschuß aus der Verkehrs st euer über den an den Reparationsagenten abzuführen­den Betrag hinaus. Dem nunmehr für verbind­lich erklärten Schiedsspruch unterwirft sich die Reichsbahn mit der sofortigen Auszah­lung der laufenden erhöhten Löhne aus der Detriebskasse, aber diese Auszahlungen sind nur augenblicklich und nicht auf die Dauer möglich ohne Regelung der Deckungsfrage.

Der Arbeitsplan des Hessischen Landtags.

D a r m ft a ö t, 5. Juni. (WHP.) Der Hessische Landtag wird am Dienstag der kommenden Woche zu einer kurzen Session zusammentreten. Wenn auch mehrere Regierungsvorlagen, insbesondere über die Umstellung der Landwirt­schaft im hohen Vogelsberg und einige dreißig Anträge der Parteien auf der Tages­ordnung stehen, so hofft man doch in parlamen­tarischen Kreisen, das Pensum in drei Tagen erledigen zu können, um dann den üblichen Iahresausflug des Landtages am Freitag nach Worms und Oppenheim unterneh­men zu können. Längere Aussprachen werden sich über die Aenderung des Rotariats, die Anträge zur Ermäßigung der Gerichtsvollziehergebühren, die Herabsetzung der Altersgrenze der Beamten und die Gasfernversorgung hier liegt noch die Große Anfrage des Zentrums vor ergeben.

Den Abgeordneten sind kurz vor dem Zu­sammentritt des Plenums noch eine Reihe von Anträgen zugegangen. U. a. befindet sich noch eine Regierungsvorlage über die Errichtung einer außerordentlichen Professur für Wirt­schaf t S l e h re r des Industriebetriebs an der Technischen Hochschule in Darmstadt, wo­durch 2500 QBL mehr verlangt werden. Der

Abg. Dr. Best (Volksrechtpartei) faßt nach den Verhandlungen im Gesehgebungsausschuß seine Anträge über die Rotariatsgebühren in einem neuen Antrag zusammen. Er verlangt einen Gesetzentwurf, nach dein der für die Verteilung der Rotariatsgebühren zwischen dem Staat und den Rotaren aufgestellte Schlüssel zugunsten des Staates geändert werden soll, und zwar soll die bisherige Freigrenze von monatlich 700 bzw. 350 Mk. Wegfällen. Der Abg. Werner (fraktionslos) verlangt eine Herabsetzung der Ro­tariatsgebühren unter Reuregelung des Vertei­lungsschlüssels und besserer Berücksichtigung der Staatsfinanzen, unter Wahrung der Rechte der bereits ernannten Rotare. Jedoch soll bei Reu- ernennung von Rotaren die Pensions- und Hinterbliebenenversorgung aufgeho­ben werden. Für die Anlage von Badeeinrich­tungen in Dienstwohnungen von Beamten der Dergwerksdirektion Wölfersheim werden 2700 Mark angefordert.

Aus aller Welt.

Der Nogcns-Prozcs;.

N e u st r e l i tz, 6. Juni. (WTB.) Eine große An­zahl Zeugen wurde vernommen, um festzustellen, ob der Angeklagte August Nogens am Mordtage sich in Palingen abgehaltcn hat. Viele Zeugenaussagen waren so unbestimmt gehalten, daß sich der Aufent- halt des August Nogcns in der fraglichen Zeit kaum ermitteln läßt. Eine weitere große Zahl von Zeu­gen, besonders frühere Geliebte des August Nogens, befunden, daß August Nogens ihnen gesagt habe, Jakubowski sen unschuldig. Gegenüber einer Freundin hat August dies noch bekräftigt, in­dem er sagte, er könne seine Hand ins Feuer dafür legen, daß Jakubowski nicht schuldig sei. August Nagens stellt jedoch alle diese 2lcußerungen in Ab- rede. Frau Kähler hat zu verschiedenen Frauen ge­sagt, ihr Gewissen lasse ihr keine Ruhe. Als die Zeugin Frau Wellner erklärt, Frau Kähler habe ihr erzählt, sie hätte im Kiewitz-Moor nach der Leiche des kleinen Ewald mit einer Harke gefischt, bricht die Angeklagte in lautes Schluchzen aus: sie b e ft r c i t e t, daß fie gegenüber der Zeugin Well­ner eine derartige Sleußerung getan hat.

Tagung der Privathandelsschulen.

Der Verband Deutscher Privathandelsschulen e.V. hielt seine 27. Derbandstagung in Kassel ab. Auf der öffentlichen Tagung überbrachten die Vertreter des preußischen Handelsministe- riurns und eins Reih« weiterer Behörden und

Verbände ihre Grüße. Professor Karl von der Ag, Handelshochschule Leipzig, hielt ein Referat über Wege und Werte des Kaufmannsberufes in Gegenwart und Zukunft" und hob hervor, daß das private Handelsschulwesen an der Lösung der gegenwärtigen Probleme mitzuarbeiten habe. Syndikus Dr. Tenhos zählte in seinem Vortrag Die Zukunft der deutschen Privathandelsschulen" die dringendsten Wünsche des deutschen Privat­schulwesens auf und führte aus, daß die Bedeu­tung der Privatschulen dringend zur Erhaltung und Förderung dieser Schulen mahne. An die öffentliche Versammlung schlossen sich verschie­dene Mitgliederversammlungen an. Die Gesamt- lagung bot ein eindrucksvolles Bild von der Bedeutung des privaten Handelsschulwesens.

Elärenore Sünnes beendet ihre Weltreise.

Clärenore Stinnes ist nach über zweijähriger Autoreise um die Welt und zweieinhalbmonatiger Durchquerung der Bereinigten Staaten in Washing. ton eingetroffen. Der deutsche Botschafter von Pritt- witz und Gafsron gab ihr zu Ehren ein Frühstück. Fräulein Stinnes wird am 8. Juni an Bord des DampfersParis" nach Frankreich fahren und von dort aus am 23. Juni in dem gleichen Auto, in dem sie feiner Zeit Deutschland verlassen hat, nach Berlin zurückkehren.

Schwerer Derkehrsunfall durch spielende Kinder.

In N e u y 0 r k in der Amsterdam Avenue der oberen Stadt verschuldeten spielende Stinber einen schweren Verkehrsunfall, der große Aufregung ver­ursachte. Die Kinder spielten an einem Lieferauto in Abwesenheit des Fahrers und fetzten den Wagen in Bewegung. Der Wagen fuhr mit steigender Geschwindigkeit die abschüssige Straße hinab, raste in einen Straßenbahnwagen hinein und schleuderte diesen gegen einen nachfolgen­den Straßenbahnwagen. Vierzig Personen wurden verletzt, mehrere davon schwer.

Ein Auto vom Schnellzug erfaßt.

Bei einem Liebergang über die Bahnstrecke HendayeToulouse ist ein Lastauto mit drei Insassen von einem Schnellzug erfaßt und vollkommen zertrümmert worden. Die drei Insassen waren sofort tot. Die Er­mittelungen ergaben, daß der Streckenwärter die rechtzeitige Schließung der Schranke verschlafen hatte.

Oie Wetterlage.

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Wettervoraussage.

Der über den britischen Inseln gelegene Wir­bel hat sich weiter vertieft und zu einer Sturm­zyklone entwickelt mit dem Kern über Dänemark. Stürmisches Wetter herrscht infolgedessen im deut­schen Rordseeküstengebiet, und weiter südwärts bis über unseren Bezirk gestaltet sich die Luft­bewegung sehr lebhaft. Mit dem raschen Vor­wärtsschreiten der Störung gelangen wir als­bald unter den Einfluß ihrer Rückseite. Kühlere, aus höheren Breiten stammende Luftmasfen ge­langen dabei südwärts nach Deutschland und ver­drängen die mildere Westluft. Das Wetter bleibt dabei etwas unbeständig, wenn auch stärkere Auf­heiterung eintritt. Leichte Schauer treten eben­falls noch strichweise auf.

Wettervoraussage für Samstag: Mäßig warmes, wechselnd wolkiges Wetter mit Aufheiterung, keine oder nur vereinzelt leichte Regenschauer.

Wettervoraussage für Sonntag: Etwas wärmeres und wolkiges Wetter mit Auf­heiterung.

Lufttemperaturen am 6. Juni: mittags 13,1 Grad Celsius, abends 13,6 Grad: am 7. Juni: morgens 14,6 Grad. Maximum 15,8 Grad, Minimum 9,3 Grad. Erdtemperaturen in 10 cm Tiefe am 6. Juni: abends 15,2 Grad: am 7. Juni: morgens 15,3 Grad Celsius. Niederschlag 1,8 Millimeter; Sonnenscheindauer zwei Stunden.

Amtlicher Reiferoctterbienft der öffentlichen Wetterdienststelle Gießen.

Bayern (Garmisch-Partenkirchen): Gestern vorherrschend kühl, regnerisch: heute morgen 12 Grad Celsius, Windstille, Regen. Berchtesgaden: Gestern vorherrschend kühl und regnerisch: heute morgen 13 Grad, Südwestwind und Regen.

Küste (Westerland a. Sylt): Gestern kühle Rächt, veränderlich mit Schauern,' heute morgen 9 Grad, Westwind, wolkig. Swinernünde: Gestern vorherrschend kalt und unfreundlich, Wet­ter schlechter geworden: heute morgen 9 Grad, Südostwind, wolkig. Borkum: Gestern vor­herrschend kühl, veränderlich mit Schauem: heute morgen 12 Grad, Westwind, wolkig.

Baden (Baden-Baden): Gestern vorherr­schend kühl, Dauerregen; heute morgen 12 Grad, Südwestwind, Regen.

(Triberg): Gestern vorherrschend kalt und un­freundlich, veränderlich mit Schauern; heute morgen 12 Grad, Westwind, Regen.

Rheingebiet (Köln): Gestern vorherrschend kühl, teils heiter, teils wolkig; heute morgen 13 Grad, Südwestwind, wolkig. . -v v ' 1

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