einzugliebern. In diesen so zunächst nur für die Verwaltung bestimmter Reichsaufgaben zusarn- mengefaßten Gebieten würde zweifellos allmählich ein Zusammengehörigkeitsgefühl entstehen, das besonders dann, wenn die geforderte Angleichung des Behördenaufbaues aller deutschen Länder durchgeführt w^rde, auch ein Zusammengehen auf dem Gebiet der länder- ägenen Verwaltung begünstigen mühte. Eine so.che Entwicklung aber würde dazu f-hren, auch der zweckmäßigeren territorialen Gliederung Deutschlands in diesen Gebieten den Weg zu bereiten.
Dieser im Rahmen einer gesamtdeutschen Lösung der Reichsreform gesehene Weg würde auch für die Entwicklung der Verhältnisse in dem wirtschaftlich eng oerfloa,tenen rhein-mainischen Gebiet von größter Bedeutung sein. Auch h.er könnte so die Bildung eines neuen Landes vorbereitet werden, wobei sowohl die Ausgliederung preußischen Gebiets, als auch die Einbeziehung H.ssens in die preußische Verwaltung vermieden würde. Es wird Aufgabe der Länder.onferenz sein, zu untersuchen, ob die hier für Preußen und die mit preußischen Gebietsteilen räumlich verflochtenen Länder vorgeschlagene Lösung im Rahmen der gesamten Reichsreform möglich erscheint. Bejaht man diese Frage, so wird es nicht von Hessen allein abhängen, Pd er angedeutete Wcg auch im rhein-mainischen Gebiet zu praktischen Ergebnissen führen kann. Die hessische Regierung ist jedenfalls bereit, in Erkent- nis der Wichtigkeit und Dringlichkeit des Problems der Reichsreform in der Länderkonferenz vorbehaltlos mitzuarbeiten und jeder Lösung zuzustimmen, die zu c ncm einheitlichen, zweckmäßiger gegliederten und wahrhaft dezentralisierten Deutschland führt.
Hessischer Landtag.
Darmstadt, 6.März. Präsident Delp eröffnet die Sitzung bei spärlick) besetzten Tribünen. Minister K o r e l l erklärt auf eine kommunistische Anfrage, daß Schuld an der verzögerten Auszahlung der Arbeitslose nunter- ftÜbungen die in kürzesten Zeitabschnitten eingetretene Verschlechterung des Arbeitsmarktes trage. Er habe sich zwecks Abstellung dieses Mangels schon vor Wochen mit dem Landesarbeitsamt Hessen in Verbindung gesetzt. Viele Gemeinden gewährten schon seither Arbeitslosen, über deren Anspruch auf versicherungsmäßige Unterstützung und Krisenunterstützung noch nicht entschieden war, einen Vorschuß, der später wieder vom Arbeitsamt ersetzt wurde. In einem Ausschreiben habe er die Bezirksfürsorgestel- len auf die Zweckmäßigkeit dieses Verfahrens hin- geroiefen.
Auf einen Zentrumsantrog erklärt die Reaierung, daß die bestehenden Vorschriften über den Besuch von Kinos durch Jugendliche von der Polizei durch Stichproben dauernd beobachtet würden.
Für die Ausstellung „Der schöne Mensch in der n e u e n K u n st 1 929" auf ber Mathilden- höhe in Darmstadt verlangt die Regierung 8500 Mark Zuschuß. Abg. Dr. Keller (D. 23p.) erklärt für einen Teil feiner Freunde Zustimmung. Er könne sich allerdings gewissen Bedenken nicht verschließen, daß der Mensch nicht nur in feiner keuschen Nacktheit gezeigt werde, sondern daß Dinge gezeigt werden, die andere als Karikaturen oder die als züchtig in seinem Sinne nicht mehr anzusprechen seien. Bei der Lotterie Künstlerhilfe an Weihnachten feien Gewinne auegcgeben worden, die er als Lehrer lieber den Kindern nicht in die Hand gegeben hätte, um sie nach Hause zu bringen. Abg. Leuchtgens (Bbd.), Prof. A x t (Vrp.), Frau H a t t e m e r (Zentr.) und Dr. Böhm (Dnll.) lehnen aus finanziellen und prinzipiellen Gründen ab, während Staatspräsident Adelung in warmen Worten für eine Linderung der Not der freien Künstler eintritt, wobei die Abg. Kaul (Soz.) und Reiber (Dem.) ihm zustimmen. Man habe der Landwirtschaft und anderen Kreisen mit erheblichen Beträgen geholfen und dürfe auch die schaffenden Künstler nicht verhungern lassen. Die 8500 Mark werden gegen Zentrum, Deutschnationale, Bauernbund und Dolksrechtpartei bewilligt.
Vordringliche A.Forderungen für oas Landestheater und die Landesbibliothek werden — durch Zuefallsmehrheit — bis zur Budgetberatung zurückgestellt. Ohne Debatte werden 19 300 Mark für den Neubau der D e t e r i - närklinik für Geburtshilfe in Gießen bewilligt.
Die Regierungsvorlage, das Anwesen der Firma Wehner & Fahr, Darmstadt, zur .Unterbringung des Eichamtes und der Chemischen Prüfungsstation für das Gewerbe zum Preise von 300 000 Mark zu erwerben, wird von dem Abg. Leuchtgens (Bbd.) abgelehnt, der sich gegen den Ankauf dieses alten Hauses wendet und aus Zweckmäßigkeitsgründen einen Neubau für vorteilhafter hält. Habe es eine Rolle für die Entscheidung der Regierung gespielt, daß auf dem Anwesen eine Hypothek der Landesbank von 70 000 Mark ruhe? Die Haltung der Regierung sei hier sehr merkwürdig. Munster K o r e l l stellt fest, daß diese Hypothek in keiner Weise eine Rolle gespielt habe.
Abg. Haury (D. V.) glaubt, daß die im Anwesen der Firma notwendigen inneren Umbauten und Einrichtungen zweckmäßig und billig erfolgen könnten. Er stimmt daher der Vorlage zu.
Das Haus nimmt die Vorlage an.
Ein Antrag der Demokraten, Ausführungsbestimmungen über die im Volksschulgesetz vorgesehene schulärztliche Fürsorge zu erlassen, wird durch die zusagende Regierunasant- wort für erledigt erklärt. Abg. Reiber (Dem.) verlangt die Ausdehnung der Fürsorge auf alle hessischen Schulen. Abg. Ham mann (Korn.) bemängelt, daß in den acht Jahren seit Erlaß deS Volksschulge.setzes die Fürsorge noch nicht allgemein durchgeführt sei. Welchen Wert habe es, wenn ein Schularzt in zwei Stunden 200 Schulkinder untersuche, und später noch die Heilbehandlung auS Mangel an Mitteln nicht durchgeführt werden könne. Er verlangt Schulkinderspeisung der Erwerbslosenkinder und Einrichtung eines Kinderheims in Bad-Nauheim.
Die Regierung soll auf kommunistischen Antrag bet der Rei^san.ta» für Aroe.tdMien^ersicherung veranlassen, daß d'.e Kontrolle der Arbeitslosen in ihren Wohnorten erfolgt Der Ausschuß mat dem Antrag nach zusagender Regierungsantwort zugestimmt - Minister Korell stc.lt fest, daß er lediglich bei der Selbstverwaltung der Dersich rungsanstalt Vorstellungen erheben könne und das energisch getan habe, daß er selbst aber die Macht zur Abstellung der Mißstärlle nicht habe. — Abg. WeSp (Zentr.) stellt fest, daß tatsächlich wegen ber Betreuung der Arbeitslosen groß? Unzufriedenheit herrsche. Es gehe nicht an, daß alte
Ein Zentralorgan für die Verwaltung der Reparationen.
Oie technische Lösung der ReparaLionsfrage auf der pariser SachverstLndigen- konferenz.
Paris, 6.März. (1BB.) 3n der Vollsitzung des Reparalionssachverständigenausschusies, die nur eine Stunde dauerte, ist der in englischer Sprache abge- fahle große Bericht vorgelegt worden, der be- zweckt, die von den UnterauLfchüssen ins Auge gefaßten Organifalionen i a einer Organisation 3 u vereinigen. 11m den Delegationen Gelegenheit zu geben, das umsangreiche Dokument zu übersehen und zu studieren, sand eine Diskussion über den Inhalt selbst nicht statt.
Dem neuen zentralen Organismus sollen nach dem Bericht zusallen: die Kommerzialisierung, die Mobilisierung, die Annahme der Zahlungen von Deutschland, die Weitergabe an die Gläubiger, der Transfer- schuh, die Verfügung über den Teil der Zahlungen, der in Deutschland bei der Reichsbank liegen bleibt, sowie dessen Anlegung, damit auch dieser Teil Zinsen bringt, das weitere Funktionieren der Kontrolle über die Sachlieferungen, die Verteilung der Sachlieferunaen. Diese Institution, die nur im Entwurf vorhanden ist, soll einen bankahnlichenLharakter erhallen. Diese Notwendigkeit ergibt sich ganz natürlich aus ihrer Tätigkeit durch ikbernaljme der Ausgabe der Bonds. Dem neuen Organismus sollen also mehr Befugnisse zugestanden werden als der Reparationskommission. Der neue Organismus wird vorübergehend auch über eine große Anzahl von Devisen oerfügen und infolgedessen einen Einfluß nicht nur auf den Mechselmarkt haben, fondern auch dem ganzen Welthandel einen großen Auftrieb geben können, weil es sich um Be
träge handelt, wie sie bisher von keiner zentralen Stelle auch nur vorübergehend in biefem Umfange in Händen gehalten wurden. D'.efe Organisation führt zwangsläufig zu einem noch stärkeren Z n - jammenarbeiten der Notenbanken, das sich feit Kriegsende infolge des Reparationsproblems und der interalliierten Schulden an sich schon entwickelt Hal. Die neue Stelle kann natürlich weder auf Kosten der ©läubigernaf.onen noch auf Kosten der Schuldnernationen arbeiten, fondern muh sich nach prioatwirtschaft- lich en Grundjähen selbst erhalten. Sie wird dazu beitragen, alle Politik aus den Reparationen auszufchalten. und sie wird das gesamte Problem der Weltwirtschaft ans einer geschäftlichen Grundlage umstellen. Heber die öffentlich-rechtliche Stellung des Unternehmens ist noch nichts bekannt. Sie wird sich nach dem Recht des Landes richten, in dem es seine Niederlage Hal. Es wird feinen Sih vermutlich in einem an den Reparationszahlungen nicht interessierten Lande haben.
Der „pet.t Par ficn“ will auch wissen, daß man in gewissen Kreisen der Reparationskonserenz zwar nicht die Ausdehnung der Lefugnige des Zentralorganismus, den das Blatt ein Clearing House nennt, auf die alliierten Schulden bei Amerika angebeutet habe, dah aber die Sachverständigen zweifellos damit rechneten, bah eines Tags, wenn b'.efer Organismus zur Befrieblgung aller Funktionäre, Amerika einwilligen werbe, ihm auch die Verwaltung der interalliierten Zahlungen zur Befriedigung Amerikas anzuverlrauen.
Schwere Kämpfe in Mexiko.
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VEREINIGTE
Neuhork, 6. März. (WTB.) Nach den letzten Meldungen ist der Staat Chiuhuahua zu den Aufständischen übergegangen. He- rald and Tribüne ersähet, daß in Monterey eine Art Waffen- stillstand zwischen den Anhängern der Ne;ierung und den Aufständischen herrsche. Jene halten das Gefängnis, diese den Stadtplatz beseht. Etwa ein Sechstel der Armee, 10(00 Mann von 60 000, unterstützt den Au stand. Bei den meisten Gefechten kommen nur einige hundert Mann, höchstenfalls einige tausend, in Frage. Der mexikanische Dotfchafter in Washington erklärte: Der Marsch Obregons im Jahre 1920 gegen die Hauptstadt dauerie P/s Jahre, die Gefahr eines baldigen Angriffes auf Mexiko City ist daher nicht allzu groß. In Monterey waren die Streitkräf e der Aufständischen
unter ber Führung des Generals Escobar den Regierungstruppen stark überlegen. Die Regierungs- truppen sahen sich nach hartnäckigem Ringen und, nachdem ihr Kommandant gefallen war, genötigt, unter großen Verlusten den Rückzug anzutreten. Die Bedeutung, die die Regierung dem Fall von Monterey beimißt, zeigt fick deutlich darin, daß bereits eine konzentnsche Truppenbewegung mit Monterey als Mittelpunkt angeordnet wurde, die die Stadt wieder in die Hände der Regierung bringen soll. Beträchtliche Truppenmassen unter General Alamazan, die ursprünglich gegen die Aufständischen in Dera Cruz angesetzt waren, sind nordwärts auf Nuevo Leon in Marsch gesetzt worden. Weitere Kolonnen sind mit demselben Marschziel von Tampico aufgebrochen. Ebenso bewegen sich die der Regierung treu gebliebenen Truppenkörper der Garnison an ber mexikanisch- amerikanischen Grenze aus Motamoras an der Grenze von Texas und aus Nuevalaredo am Rio Grande südwärts gegen Monterey.
Nach neueren amtlicgcn Mitteilungen soll Monterey von den Dundestruppen bereits z u t ü d - erobert worden fein. Auch Cordob a im
Staate Vera Cruz, ist von den Regierungstruppen wieder besetzt worden. In offiziellen Kreisen Mexikos ist man der Ansicht, daß die Regierungstruppen innerhalb von drei Tagen auch die Stadt Vera Cruz wieder besehen werden. In verschiedenen Gegenden nördlich von Guay - m a s sollen die Aufständischen Siege davongetragen haben. Die Stadt Guahmas selbst ist von dem revolutionären General Manzo eingenommen worden; im Hafen wurde das mexi- kar.ifche Kriegsschiff „Bolivar" von den Revolutionären beseht. Es hat den Anschein, daß die Bundestruppen den Staat S i n a l o a geräumt haben. In der Stadt Iuarez. die sich in der Hand der Regierungstruppen befindet, herrscht fieberhafte Erregung. An den strategisch wichtigen Punkten der Stadt sind Maschinengewehre aufgestellt. Ein Teil der Bundestruppen hat Iuarez verlassen, um den Aufständischen, die sich der Stadt nähern, entgegenzumarschieren. Nach den vorliegenden Meldungen wird Leben und Eigentum der in Mexiko befindlichen Amerikaner von den Dundestruppen und von den Aufständischen respektiert.
und beschädigte Leute täglich bei Wind und Wetter zehn und zwanzig Kilometer laufen müßten.
Me Abstimmung wird zurückgestellt und die Sitzung auf morgen vertagt, da keine 12 Abgeordnete mehr anwesend sind.
Oer angebliche Ookumentenfälscher auf freiem Juß.
Brüssel, 7. März. (WTB. Funkspruch.) Wie die belgische Telegraphenagentur meldet, wurde gestern abend Frank-Heine vom Llntersuchunas- richter auf Antrag der Staatsanwaltschaft auf freien Fuß gesetzt, da die Tatsache der Pahsälschung nicht ausreicht, die Untersuchungshaft gegen ihn aufrechtzuerhalten. Selbst wenn, heißt es in der Meldung weiter, die Untersuchung in unwiderleglicher Art dartut, daß die vom „llirechtsch Dagblad" veröffentlichten Dokumente gefälscht sind und daß Frank der Urheber dieser Fälichung ist, gibt es nach belgischem Strafrecht keine Möglichkeit, die Untersuchungshaft gegen Frank aufrechtzuerhalten.
Trohli darf nicht nach Frankreich.
Paris, 6. März. Wie verlautet, hat der Ministerrat im Verlaufe seiner letzten Sitzungen den Antrag Trotzkis auf Erlaub nis zur Niederlassung in Frankreich abgelehnt , wobei ins Gewicht fiel, baß gegen Trotzki immer noch ein Ausweisungsbefehl besteht.
Dor einem neuen Bürgerkrieg in China.
Schanghai. 6. März. (Reuter.) Die zwischen Nanking und Hankau bestehende Spannung hat sich verschärft, und das Land steht unter dem Eindruck eines neu heraufziehenden Bürgerkriegs. Tschiangkaischek hat 150000 Mann in Kiangsi zufamrnengezogen, während die
politische Gruppe in Hankau über etwa 100 000 Soldaten verfügt. Es ist schon zu mehreren kleinen Scharmützeln gekommen; im wesentlichen beschränken sich die Bewegungen der Gegner zur Zeit aber noch aus Truppenkonzentrationen.
Aus aller Welt.
Mißglückter Hilfeversuch für dasFährschiff „Schwerin".
Schwerin, 6. März. (WTB.) Wie die Reichsbahndirektion Schwerin mitteilt, stand das Hochseefährschiff .Schwerin", daS gestern in schwerem Packeis abgetrieben wurde, heute früh um 8 Uhr etwa vier See- mellen nordwestlich von Ahrenshoop. Die beiden in Gjedser liegenden Fährschiffe „Danmark" und ,M e ck l e n b u r g" wurden um Hilfeleistung für die .Schwerin" angegangen. Während die »Danmart" wegen eigener Beschädigungen nicht zu Hilfe kommen konnte, lief die „Mecklenburg" heute früh aus, mußte jedoch umkehren, well sie bei Gjedser schweres Packeis antraf. Der Kapitän der .Schwerin" meldete heute früh, Gefahr bestehe augenblicklich nicht. Die Besatzung der .Schwerin" wird durch zwei Flugzeuge verproviantiert.
(Erfreullthe
Belrlebsergebnlsse ber beulfdjen verkehrsluflsahrl.
Noch den oorliegenben Ergebnissen ber Statistik ber DeutfchenLufthansa wurden von den Flugzeugen ber Gesellschaft im Jahre 1928 insgesamt 10,218 Millionen Kilometer gegen 9,2 im Vorjahre zurückgelegt. Die Zahl ber beförberten Passagiere ftiea im letzten Jahre um 8000 ober 8 o. H. auf 112 000. Während die Menge der beförderten Zeitungen von 206 000 auf 162 000 zurückging, inb die Zohlen des beförderten Gepäcks, ber ®e» amtfracht sowie ber Post nicht unbeträchtlich ge- tiegen. Die Menge der beförderten Gesamtfracht lieg um 59,6 v.H. auf 1,02 Millionen Kilogramm,
die des Gepäcks um 5,7 v. H. auf 868 000 Kilogramm und die ber beförberten Post um 16 o. H. auf 318 000 Kilogramm. Die große Zunahme des Luftfracht- oerkehrs wird zum Teil auf die neue Einrichtung des Spezialfrachtbien st es zurückgeführt.
Schweres Flugzeugunglück ht Mecklenburg,
Röbel (Mecklenburg - Schwerin), 3. März. (WB.) Cin schweres Fl g^e jg .ng ü f ere.g. e e sich heute nachmittag auf der Feldmark Kotzow. Ein aus Dichtung des Flugzeugplatzes Cllerholz kommendes Uebungsslugzeug ist aus ungeklärter Ursache abgestürzt und wurde völlig zertrümmert Die beiden Piloten, die völlig Der« ftümmclt sind, waren auf der Stelle tot. Ihre Namen sind noch nicht bekannt
Beraubung eines poftautos tu Irland.
Im Berglanb von Domra wurde ein Postauto- mobil oonberoaffneten unb maskierter Männern überfallen unb ackplündert Den Räubern fielen eingeschriebene Briefe mit 260C Pfund in die Hände. Die Gegend wirb von übe» 100 Polizisten nach den Räubern abgesucht
Beschlagnahme einer Raufchgiflladung in Neuyork
Die Behörden haben eine Ladung von Rauschgiften im Werte von einer Millior Dollar in dem Augenblick beschla^nahnt, al sie nach Kentucky, Kalifornien, Mijsouri um Texas verschifft werden sollte. Kurz darauf wurden vier Männer verhaftet, dir im Verdacht stehen, Agenten eines internationaler Rauschgiftringes zu sein. In ihrem B.s.h wurden Dokumente g.funden, aus denen hrvorgeht daß sie in finanziellen Beziehunger zu dem kürzlich ermordeten Neuyorker S ielei Arnold Roth st ein standen. Die Rau chgist, befanden sich in zw:i Kisten und bestanden aut Morphium, Herosin unb Opium.
Oie Wetterlage.
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Mittwoch.
1.6. Wz 1929,7‘aDds.
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Wettervoraussage.
Oestlich der Elbe haben kälter« Cufünaffen, veo Kunden mit Aufklaren, wieder zu Frost geführt. S* meldeten heute morgen Swinemünde minus 6 Grab Königsberg minus 16 Grad, Dresden unb Dreslai minus 1 Grab. Westlich der Elbe dagegen liegen btt Temperaturen um Null Grad unb herüber. Hannover plus 1 Grab, Gießen plus 2 Grab, Karlsruhe Eilus 2 Grab. Das britische Hochdruckgebiet Verlagen ich unter weiterem Sarometeranftieg südöstlich natj •em Kontinent. 9m Bereich hohen Druckes steht um ter Bewölkungsabnahme vorwiegend trockenes Wed ter bevor. Bet nächtlichem Aufklaren ist mit Temperatur-Rückgang unter Null Grad au rechnen.
Wetterooraussagefür Freitag: Wolkig m-t Aufheiterung, beim Aufklaren leichter Nachtfrost, vorwiegend trocken.
WetteroorausfagesürSamstag: Diel- fach aufheiternd und trocken, weiterhin Gefahr leich ten Nachtfrostes.
Lufttemperaturen am 6. März: mittags 2,3 Gral Celsius, abends 3 Grad Celsius', am 7. März: morgens 2,5 Grab Celsius. Marimum 3,1 Grad Celsius Minimum —0,2 Grad Celsius. — Erdtemperaturei am 6. März: abends — 1,3 Grad Celsius-, an 7. März: morgens — 0,8 Grad Celsius.
winlerfpartnachrichten der Hess. Wetterdienststelle.
Vogelsberg (Hohcrodstopf): Wetter bedeckt, Temperatur minus 3 Grad, 35 Zentimetei Schnee, Pulverschnee. Sportmöglichkeit für SV und Rodel sehr gut
(Herchenhalner Höhe): Wetter heiter, minus 1 Grad, 30 Zentimeter Schnee, 5 Zentimeter Neu« schnee, Pulverschnee, Sli und Rodel sehr gut
OdenwaId (Tromm): Nebel, Temperatur mb nuS 1 Grad, 25 Zentimeter Schnee, 5 Zentimetei Neuschnee, Pappschnee, Sportmöglichkell ziemlich gut.
(Neunkirchen): Nebel, Temperatur mlmit 1 Grad, 27 Zentimeter Schnee. 5 Zentimeter Neuschnee, Pappschnee, Sportmöglichkell keine.
Sauerland (Winterberg): Bewölkt, Temperatur minus 2 Grad. 40 Zentimeter Schnee. X bis 5 Zentimeter Neuschnee, Pulverschnee. SV und Rodel gut.
Schwarzwald (Feldberg): Bewölkt. Tem» peratur — 8 Grad, 88 Zentimeter Schnee, 1 bii 2 Zentimeter Neuschn-e, Pulverschnee, Ski unk Rodel gut. (Ruhestem,: Nebel, Temperatur — 4 Grad, 55 Zentimeter Schnee, 1 bis 2 Zentimeter Neuschnee, die Schneedecke ist vereist. Ski mäßig Rodel gut
Alpen (Garmisch-Partenkirchen): Bewölkt Temperatur 0 Grad, 30 Zentimeter Schnee, kein Neuschnee, die Schneedecke ist etwas verharscht Ski gut, Rodel mäßig. — Berchtesgaden: Leichter Schneefall, Temperatur 0 Grad, 51 Zentimeter Schnee. 11 bis 15 Zentimeter Neuschnee. Pulverschnee, Ski und Rodel sehr gut.


