Ausgabe 
7.2.1929
 
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bereits die Höhe von 7,5 Prozent erreicht haben. Darüber hinauszugehen, bedarf es eines qualifizierten Mehrheitsbeschlusses, für den die Arbeitgebermitglieder kaum zu haben sein werden.

Preußen.

Kreis Wetzlar.

z Wetzlar, 6. Febr. Der Obst- und Gartenbauverein für den Kreis Wetzlar hielt dieser Tage im Hotel Luy seine diesjährige Hauptversammlung ab. Dor Eintritt in die Tagesordnung wurde der bis­herige Dereinsvorjitzende, Landrat Geheimrat Dr. Sartorius, der bekanntlich am 1. April aus unserem Keeise scheibet, zum Ehrenvorsitzen­den ernannt. Im Tericht des Rechnungsprüfers aus dem verflossenen Geschäftsjahr wurden die Einnahmen auf 3581,66 Mk., die Ausgaben auf 3645,56 Mk., der Bestand auf 239,10 Mk. fest- gestellt. Der Mitgliederstand hat sich von 774 auf 826 Personen erhöht. Für Förderung des Vogelschutzes hat der Verein im vorigen Iahre 312 Nisthöhlen an die Schulen des Kreises kosten­los verteilt, und für seine Mitglieder 297 bezogen. Aus Anlaß des 3)jährigen Jubiläums, daZ der Verein in diesem Jahre feiert, soll hier eine große Ob st- und Gemüseausstellung stattfinden. Nachdem an Stelle des aus dem Vorstand auSscheidenden Lehrers Drescher (Hochelheim) der Landwirt Kleinschmidt (Hochelheim) neu in den Vorstand gewählt wor­den war, hielt Kreisobstbaulehrer K i l p einer, Vortrag überDen Niedergang der Zwet- schenknltur im K-eise Weilar".

ie. Dutenhofen, 6. Febr. Am Sonntag ver> anstaltete der GesangvereinL i e d e r k r a n z" im Fagdschlößchen zu Dutenhofen sein diesjähriges Winterkonzert, das einen glänzenden Ver­lauf nahm. Mitwirkende waren Herr Schöttler (Violine) und Frl. Marie Eckhardt (Klavier) aus Gießen, die mit ihren Darbietungen (Konzert­stück Ist-Dur von Franz Schubert, Faustphantasie von Sarasate und zwei Tanzweisen von Brahms und Kreisler) reiche Anerkennung sanden. Der Chor gestaltete mit dem Vortrag vomLindenbaum" und Sanktus" von Schubert den ersten Teil des Kon­zertes zu einer Gedächtnisfeier für den großen Wiener Meister. Im zweiten Tell trug der Chor Lieder von F. Andreas, Iof. Schwarz, Mathieu Neu­mann und Gust. Wohlgemuch vor und erbrachte den von der Zuhörerschaft mit ihrem reichen Beifall beglaubigten Beweis, welche Fortschritte der Män­nergesangvereinLiederkranz" in letzter Zeit ge­macht hat, besonders unter der Leitung seines der­zeitigen Dirigenten, des Lehrers Siegfried aus Atzbach. Die Anerkennung und Betonung dieses Fortschritts fand ihren offenen Ausdruck in einer im Anschluß an das Konzert gehaltenen Rede des Pfarrers S ch i e f e r ft e i n. Noch dem Konzert überreichte nämlich der Vorsitzende, Karl A g e l, im Auftrag des Vereins in feierlicher Ansprache die Diplome der Ehrenmitgliedschaft an drei um den Verein verdiente Männer, an Anton Schneider (Münchholzhausen), der 23 Jahre lang den Chor dirigiert hat, an Pfarrer Schis- ferst ein und, Ingenieur Wilhelm Schiefer­stein aus Frankfurt. In dem Dank für diese drei­fache Ehrung gab Pfarrer Schieferstein eine Be- schreibung der musikalischen Entwicklung des Chors ,in den 52 Jahren seines Bestehens, von den ersten Proben im alten Schulhaus zu Dutenhofen bis zur Gegenwart. Er verglich diese Entwicklung mit der kulturellen Entwicklung der Menschheit vom Oellicht bis zum heutigen elektrischen Licht und stellte fest, daß die heutigen Leistungen des Chors sich würdig an die Seite der Leistungen eines anderen länd­lichen Chors aus dem Kreis Wetzlar stellen könn­ten, der sich in Koblenz und Wiesbaden hervor­ragende Preise holte. Ueberhaupt scheine ihm Duten­hofen zu denjenigen Gemeinden der Heimat zu ge­hören, die in der Pflege des Chorgesangs beson­ders gute Fortschritte gemacht hätten.

Kreis Bievenlops.

~ Crumbach, 6. Febr. Am Sonntagabend sand im Gellerschen Saale dahier ein sehr stark besuchter Märchenabend statt, veranstaltet von der Volksschule Crumbach. Ausge- führt wurden die Märchen vomTischlein deck dich, Esel streck dich" und vonFrau Holle", dazu ein Lustspiel. Die jugendlichen Darsteller, Kinder des 3. bis 8. Schuljahres, gaben ihr Testes und zwangen die Zuschauer in ihren Dann. Gardero.cn und Ausrüstungsgegenstande, sowie Dekorationen waren von den Schülern in schöner Weise selbst gearbeitet und trugen wesentlich zum Gelingen des Abends bei. Die Zuschauer, dar­unter eine große Anzahl aus den benachbarten Orten, kamen voll auf ihre Rechnung und kargten denn auch am Schlüsse nicht mit ihrem Beifall. Mit dem Liede von BrahmsGuten Abend, gute Nacht" schloß der Abend. Der Erlös der

Veranstaltung soll zur Anschaffung eines Licht- bildapparales Verwendung finden.

nn. Günterod, 6. Febr. Schon in aller Frühe flutete am Montag reges Leben durch die Straßen unseres sonst so ruhigen Dörfchens. Galt es doch, der nach Amerika auswan­dernden Familie Köhl das letzte Geleite bis zur nächsten Bahnstation zu geben. Nachdem der Vater bereits vier Jahre in den Vereinigten Staaten weilt und sich dort eine sichere Existenz erworben hat, ist es ihm endlich gelungen, die Bereinigung mit seiner Familie herbeizuführen.

Wirischafi.

Das Ausland und der denlsche Aulnniarlt

Wie der Autopressedienst schreibt, hat der deutsche Auto-Außenhandel 1928 eine wesentliche Verschlechterung er­fahren. Die Exportsteigerung von 2283 Wagen 1927 auf 4578 Wagen konnte den Einbruch des Auslandes in den deutschen Markt nicht ausgleichen. Die Einfuhr stieg von 11 383 Wagen 1927 auf 17 819 um 56 Pro­zent und wertmäßig von 53,9 Mill. Mark auf 70,5 Mill. Mk. um 24 Prozent. Bemerkenswert ist, daß diese M-Hreinfu')r fast ausschließlich von den Vereinigten Staaten erfolgte. We­sentlich bedeutsamer als der Import von fertigen Personenwagen war die über die ausländischen Montagewerkstätten gehende Einfuhr von Auto- Einzelteilen, die in Deutschland alsdann zu fertigen Wagen zusammengesetzt werden. Die Gesamterzeugung der Montagewerkstätten an Personen- und Lastkraftwagen stieg von etwa 22 000 Stück 1917 aus etwa 33 000 im vc gangcnen Iahr um 65 Prozent. In dieser Ziffer ist auch die Produktion jener deutschen Werke mit aus­ländischer Beteiligung enthalten, die sremde Mo­toren einbauen. Bestätigt werden diese Zahlen durch die 1928 erfolgte Verdoppelung der Ein« fuhr von Explosionsmotoren auf 62 137 Stück gegenüber 29 878 im vergangenen Iah re. Von diesen entfallen knapp die Hälfte auf Flugzeug-, Boots- und vor allem Kraftradmotoren.

Einschließlich des Imports von 17 000 Wagen betrugen die Autolieferungen des Aus­landes nach Deutschland 1 9 28 i ns - gesamt 5 5 0 0 0 Stück, gegen 34 030 Ein­heiten 1927. Diese 55 000 Kraftwagen ft:Ken einen erheblichen Dell der Aufnahmefähigkeit des deut­schen Marktes überhaupt dar, aus dem 1928 ins­gesamt schätzungsweise 150 000 bis 155 000 Kraft- Wagen ab gesetzt wurden. Dieser Nahrungsentzug hat" in Verbindung mit einem starken Preisdruck die deutschen Automobilfabriken in eine schwierige Lage gebracht, und zwar trotz ihrer auße.-ordrnt- lichen technischen Leistungen, die im Ausland 1928 wiederholt als führend anerkannt wurden. Wenn die Durchführung der Rationalisierungs­maßnahmen bei einigen Unternehmen zu finan­ziellen Schwierigkei en führte,, so ist das zu großen Teilen darauf zurückzuführen, daß die mit der Rationalisierung zwangsläufig verbundene Stei­gerung der Produktionskapazität infolge des Ein­dringens ausländischer Kraftwagen nicht ausge­nutzt werden konnte.

Gegenüber einer so bedrohlichen Beein­trächtigung des Binnenmarktes durch das Ausland spielt die 1928 erfolgte Ver­doppelung der deutschen Autoaus­fuhr keine wesentliche Rolle. Es wurden aus­geführt 4578 Personenwagen gegen 2688 im Vor­jahr und 3414 Lastkraftwagen gegen 3374 in 1927. Der Export erfolgte zu sinkenden Preisen und erfuhr wertmäßig mit 20,5 Mill. Mk. eine Steigerung von nur 76 Prozent. Die beim Export zu erzielenden Preise waren unbefriedigend. Deutschland steht unter den Ländern, die Kraft- Wagen exportieren, an fünfter Stelle.

Auflegung der Hessen-Anleihe. Die von einem Konsortium übernommenen 12 Mill. Mk. 8-Prozeni-Anleihe des Freistaates Hessen wird in der Zeit vom 7. bis 16. Fe­bruar zum Kurse von 93,80 Prozent zur Zeich­nung ausgelegt.

' Deutsche Gold- und Silber- Scheideanstaltvorm. Roehler, Frank­furt a. M. Die Genera Versammlung beschloß die Vertei.ung einer Dividende von 9 Pro ent auf die Stammaktien und 6 Prozent auf die Vor­zugsaktien. Im Zusammenhang mit der llmstücke- lung der Aktien wurde ferner beschlossen, das S.immrecht der Stamm» und Vorzugsaktien her- abzu^etzen, und zwar derart, daß künftig nom. 100 Mk. Stammaktien eine Stimme und nom. 100 Mk. Vorzugsaktien vier Stimmen, jedoch in den Fällen der Abstimmung über Beschlüsse, die die Besetzung des Aufsichtsrates, Statutenände­rung oder Auflösung der Gesellschaft betreffen,

18 Stimmen gewähren. Don Altionärsseite wurde darauf hingewiesen, daß die Gesellschaft bei ihrer jüngsten Kapitaierhöhung an einen weiteren Markt hätte appellieren müssen, da sie nicht mehr über den früheren Stamm alter Aktionäre ver­füge. Das Te ugsrecht (4:1 zu 150 Prozent) sei nicht besonders günstig gewesen, und die Placie­rung neuer Aktien wäre durch eine andere Divi- dendenpo.itik und weitergehende Mitteilungen über Geschäftsgang und Pläne des älnterneh» mens erleichtert worden. Jedenfalls habe die Beibehaltung der neunprozentigen Dividende an» ge ichts deS hohen Kurses der Aktie (am 5. Febr. 182,5 Prozent) die Aktionäre enttäuscht. In ihrer Entgegnung führte die Verwa.tung u. a._ aus, daß sie im Interesse der Aktionäre und des Unternehmens und im Hinblick auf dir allgemein unsichere Lage eine stabile Dividende,rpolitik für unbedingt notwendig halte. Die Anfrage nach der Verwendung der zu erwartenden Freigabe- betrüge und der Mittel aus der Kapitalerhö- ung wurde da)in beantwortet, daß der bisherige Ausbau des öln vernehmens mit geliehenen Gel­dern ducchAeführt worden sei, was aus der Höhe der Gläubiger (etwa 25 M llionen Mk.) zu er­sehen sei. Diese Schulden müßten abgelöst werden. Zeitpunkt des Einganges und Höhe der Freigabe­gelder seien der Verwaltung noch nicht bekannt. Außerordentlich große Investierungen erfordere vor allem der weitere Ausbau der Wrrle Rhein­felden und Knapsack, doch hoffe die Verwaltung auf Grund dieses weiteren Ausbaues wieder ein günstiges Ergebnis erzielen zu können.

Triumphwerke Nürnberg. A. - G., Nürnberg. Die gestrige G.-V. genehmigte die Regularien, so daß 15 Prozent Dividende auf die Stammaktien und 6 Prozent Dividende auf die Vorzugsaktien Lit. B zur Ausschüttung ge­langen. 75 247 Mark werden auf neue Rechnung vorgetragen.

frankfurter Börse

Frankfurt a. M., 7. Febr. Tendenz: knapp behauptet. Die gespannte innerpolt» tische Lage, die vor den in nächster Zeit statt­findenden Reparationsverhandlungen peinlich emp­funden wird, rief zu Beginn der Börse wieder eine Unsicherheit hervor. Auch andere vorliegende un­günstige Momente drückten auf die Stimmung und hatten eine allgemeine Lustlosigkeit zur Folge. Der schwache Verlauf der gestrigen Neu- yorler Börse, das Abgleiten des Beschäftigungs­grades nach den Berichten der Landesarbeitsämter und die Verschärfung im rheinischen Text.llohnstrell blieben ebenfalls nicht ohne Wirkung auf die Ten­denzgestaltung. Als jedoch neue Orders von außen her cintrafen, zeigte die Börse eine gewisse Wider­stande fähigleit, und die Verluste gingen, da auch die Spekulation verschiedentlich zu Deckungen schritt, kaum über 1 o. H. hinaus. Das Geschäft blie.b jedoch im großen und ganzen zunächst minimal und be­schränkte sich zumeist nur auf Spezialwerte. Etwas stärker angeboten waren am Elektromarkt Gesfürel mit minus 1,5 o. H., Siemens und Schuckert lagen bis 1 o. H. niedriger. A. E. G. und Bergmann be­hauptet Am Farbenmarkt waren J.-G.-Farbsn fast ohne Geschäft. In Scheideanstalt machte sich da­gegen mit plus 1 o. H. auf Ausführungen in der gestrigen Generalversammlung einiges Interesse be­merkbar. Etwas gefragt waren noch Waldhof plus 1 o. H. Am Montanmarkt Rheinstahl mit plus 0,5 und Harpener mit plus 0,75 v. H. Sonst waren aber hier Umsätze nur in sehr geringem Umfange zu ver­zeichnen. Autowerte eröffneten bis 0,5 o. H. niedri­ger. Von Bankwerten Commerz-Bank bis 1 o. H. abgeschwächt Renten still. Ausländer etwas gefrag­ter und eine Kleinigkeit erhöht Auch im Verlaufe blieben die Umsätze äußerst klein und beschränkten sich nur auf einige bevorzugte Papiere, die jedoch etwas lebhafter gefragt waren. Als jedoch die Er­höhung der Diskontrate der Bank von England um l o. H. bekannt wurde, machte sich eine allgemeine Verflauung und Unsicherheit geltend. Auf Realisationen der Spekulation neigte die Tendenz zur Schwäche, und es traten im allgemeinen Verluste bis zu 3 v. H. ein. Am Devisenmarkt nannte man Mark gegen Dollar 4.2115, gegen Pfund 20,433, London gegen Kabel 4,8515, gegen Paris 124,15, gegen Mailand 92,64, gegen Madrid 30,61, gegen Holland 12,11.

B .'V Böric

Berlin, 7. Febr. Die heutige Börse eröffnete in weiter unsicherer Verfassung. Vor­mittags nannte man, besonders im Vergleichs zu den gestrigen Abendkursen, ausgesprochen schwache Taxen. Beeinflußt wurde diese schwache Tendenz durch die ungünstigen Meldungen aus Neuyork hin­sichtlich der Kreditmaßnahmen der Federal Reserve- Bank und die neuen Londoner Goldverluste (gestern wurden hier 1,8 Millionen Pfund von Amerika ab­gezogen), die den Goldbestand der Bank von Eng­land auf nur noch 150 Millionen zurückgehen lie­ßen, so daß für heute eine Diskonterhöhung

durchaus im Bereich der Möglichkeit liegt. Auch biet innerpolitische Lage hat selbst durch den Rücktritt, Gusrards noch keine Klärung erfahren, denn. es ist fraglich, ob das Kabinett ohne Zentrum re-, gierungsfähig bleibt. Zu den ersten Kursen machte sich bann im Gegensatz zu dem Vormittagsverkehr eine größere Widerstandsfähigkeit fühlbar, die spä­ter sogar einer allgemeinen Befestigung Platz machte. Die Angst vor der Londoner Diskont­erhöhung hemmte aber auch weiter die Umsatztätig-' leit und ein großer Teil der ersten Notierungen mußte ausgesetzt werden. Mit größeren Verände­rungen gegen gestern mittag fielen nur Chadeaktien plus 3,50 Mark und nach der anderen Seite Reichsbank minus 3 v. H., Salzdetfurth minus 2.75 v. H., Schlesische B Gas minus 2,25 v. H., Polyphon minus 2 v. H., Svenska minus 2,50 Mark usw. auf. Dessauer Gas plus 1 v. H. und im Verlaufe plus weiters 3o. H., lagen in Erwartung eines guten Abschlusses und auf höhere Dividendenhoffnungen lebhaft und fest. Deutsch: Anteilen ril',ig. Aus­länder geschäftslos. Anatolier und Türken eher j schwächer. Bosnier bei fast minimalen Umsätzen bis 0,5 Prozent höher. Ter Geldmarkt ließ eine weitere Erleichterung erkennen. Tagesgeld 4,5 bis 65 Prozent, MonatZgeld 6,73 biZ 8 Prozent, Warenwechsel zirka 6,13 Protzent. Wie schon oben gesagt, wurde es im Verkaufe allgemein lebhafter bei Kurssteigerungen bis zu 4 Prozent in Spe^ialwerten wie Waldhos, Reichsbanr. Schlesische B.-Gas. Des­sauer Gas. Feldmühle. Rheinische Braunkohlen, Siemens usw. Man wollte zuversichtlich wissen, daß London von einer Diskonterhöhung Abstand nehmen wird, obwohl am Devisenmarkt die Be­wegung des Kurses für das Pfund dagegen spricht.

Arankfurtfr (betretfc?bime.

Frankfur t a. M., 7. Febr. Der Produkten­markt verkehrte heute trotz der höheren Au§- landmclstungen in weiter sehr ruhiger Haltung. Tie anhaltende Geschäft lo.igk.it drückte auf die Tendenzgestaltung und ließ keine erhöhten Preise zu. Die Preise konnten sich gut behaupten. ES wurden notiert: Weiten 23,50 bi- 23,75, Roggen 23,50, Sommergerste für Drauzwecke 24,50 bis 24,75, Hafer, inländ. 24 bi3 24.25, Mais (gelb- für Futter'wecke 23,50 bis 23,75, Weizenmehl, südd. Spezial 0 33,25 bis 34,25, Rogoenmehl 31 bis 31,50. Weizcwlleie 14,25, Roggenkleie 15. Tendenz ruhig.

Frankfurter Schlachtviekimarkt.

Frankfurt a. M., 7. Febr. Auftrieb: 112 Rinder, 1159 Kälber, 316 Schafe. 415 Schweine. Es wurden notiert: Beste Mast- und Saug- käll»er 70 bis 77 Mk.: mittlere Mast- und Saug­kälber 65 bis 69; geringe Kälber 60 bis 64. Schafe: Mast.änn. er und jüngere Ma'. nmel (Weidemast) 50 bis 55: mittlere Mastlämmer, ältere Masthämmel und gut genährte Schafe 45 bis 49. Schweine: Vollfleischig: Schweine von etwa 24) bis 300 Pfund Lebendgewicht 73 bis 76; von etwa 16) bis 240 Pfund 74 bis 77 Wk. Marktverkauf: Schweine und Schafe rege, Kälber mäßig-rege, bei allen Gattungen geräumt.

Berliner Produktenbörse.

Berlin, 6. Febr. Heute war eine Häufung verschiedener Momente zu beobachten, die ins­gesamt dazu angetan waren, das Geschäft am Pro­duktenmarkt schwierig zu gestatten. Zunächst ver­stimmten die überseeischen Meldungen, zudem hall die Behinderung des Warenverkehrs durch den scharsen Frost an. Nicht nur, daß alle verfüg­baren Lagerräume einschließlich des Kahnraumes überfüllt sind, haben jetzt die Dampfer in den Seehäfen beträchtlich Ladeschwierigkeiten, so daß als Abnehmer für inländisches Brotgetreide in der Hauptsache nur noch die Inlandmühlen in Frage kommen und die Klagen über unfre- sriedigenden Mchlabsah. Das Angebot ist gegen­über der Nachfrage reichlich zu nennen, Abschlüsse kommen nur ganz vereinzelt zustande, da Forde­rungen und Gebote zu schwer in Hebereinftim- mung zu bringen sind. Am Lieferungsmarkt lag Roggen mit P^isvevlusten von 1 bis 1,50 Mark entschieden schwächer als Weizen, der nur 0,25 bis 1 Mark im Preise einbützle. Weizen- und Roggenmehle sind zu unveränderten Preisen offe­riert. Das Geschäft bleibt auf kleine Konsum­abschlüsse beschränkt. Für Hafer und Gersten blieb die Marktlage ziemlich unverändert. Es notieren für je 1000 kg: Weizen, märt, 213 bis 215, März 229 G., Mai 238, Iuli 246,5); Roggen, märk., 205 bis 206, März 221,50 bis 221,25 bis 221,50, Mai 232 bis 231,50, Iuli 232.50 B. (matter); Braugerste 218 bis 233 (matt); Futter­gerste '192 bis 2)2; Hafer, märt., 23) bis 206, März 221,50 bis 221. Mai 231.50 (schwächer); zollbegünstigter Futtermais 238 bis 239 l behaup­tet); für je 100 kg: Weizenmehl 25,25 bis 29,75 (behauptet); Roggenmehl 27,25 bis 29,50

Kurszettel der Berliner und Frankfurter Börse.

Die hinter den Papieren angeiübrten Ziffern geben die Höhe der zuletzt befchlosienen Dividende an. Reichsbankdiskont 6,5 Prozent, Lombardzinsfuß 7,5 Prozent.

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