Ausgabe 
6.12.1929
 
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in den Schulstreik treten würden, bis die frühe­ren Lehrträfte wieder eingestellt find oder für Ersatz gesorgt ist. Aehnliche Vorgänge hoben sich in S ch a r- l e y ereignet, wo gegen 200 deutsche Kinder seit Monaten ohne deutsche Lehrer sind.

deutschen Botschafter übermittelt ha.'e. Er bittet zum Schluß feines Handschreibens göttlichen Schuh für den Reichspräsidenten das ihm fo teure deutsche Volk.

Oer Reichstag berät die Wohnungsnot.

Berlin, 5.Dez. (DDZ.) Bei Eröffnung Sitzung teüt Präsident Lobe mit, daß ihm

Mitglied den Austritt aus der deutschnationalen Fraktion mitgeteilt und um andere Plätze» Verteilung gebeten habe. Präsident Lobe bittet die übrigen in Frage kommenden Mit­glieder, sich nach Schluß der Sitzung gleich­falls an ihn zu wenden. (Heiterkeit.)

Es folgt der Bericht des Wohnungsausschusses über die Reichsrichtlinien für das Wohnungswesen. Der Ausschuß hat den Regierungsentwurf in manchen Punkten geändert und ergänzt. Als weitere Aufgabe der Woh- nungs- und Siedlungspolitik ist eingefügt worden: durchgreifende Wohnungsaufsicht und Wohnungs­pflege zur Sicherung einer pfleglichen Behand­lung der Wohnräume. Hebet die Höhe der Mieten wird u. a. gesagt, daß für minder­bemittelte, kinderreiche Familien die Miete 15 Prozent BeS Einkommens nicht übersteigen soll. Es soll nach den Richtlinien angestrebt werden, das volle Aufkommen aus der Haus­zins st euer für den Wohnungsbau zu verwenden. Das Rcichsmietengesetz, das Mieter- schuhge'eh und das Wohnungsmangc.gesetz sollen aufrecht erhalten, eine Angleichung der Reubaumieten an die Altbaumieten soll durch Senkung der Reubaukosten angestrebt werden. Für die Sicherung der Bau­kostenzuschüsse und Mietvorauszahlungen, die Reubaumieter vielfach leisten müssen, sollen Schutzmaßnahmen getroffen werden, nötigenfalls durch besondere neue gesetzliche Vorschriften. Durch ein Reichsgeseh soll festgelegt werden, wem die Hauszinssteuerhypothelen gehören, daß die Rück­flüsse für die Zwecke des Wohnungsbaues und der Siedlung festgelegt werden und eine ständige Rachprüfung der Verwendung dieser Mittel er­folgt.

Abg. Büll (D.): Der Ausschuß hat festgestellt, daß sehr viel und sehr gut gebaut wird. Wichtiger als die Frage, ^toie gebaut wer­den soll, ist die Frage, wo die Geldmittel für die Bautälig.eit Herkommen. Zu bedauern ist das Gutachten des Reichsbankpräsidenten ge-en Auslanda nl eihen für den Woh­nung s b a u. 3m Gegensatz zu der Meinung des Rei <s öankvräsidenten muß festge'tellt wer­den, daß es sich hierbei um durchaus produktive Ausgaben handelt.

Arg. Bielefeld (Z_): Die Reichsrichtlinien sind reichlich spät gekommen. Sie dürfen auch nicht als starre Vorschriften für den Wohnungs­bau betrachtet werden. Das private Bau­gewerbe hat auch nach dem Kriege seine Lei­stungsfähigkeit gezeigt. Cs muh berück sich» t i g t werden bei der Verwendung der Hauszins­steuerer: riige und bei der Verübung von Bau­aufträgen. Die Hauszins st euererträge sollten nicht für allgemeine Derwaltungsaufgalen, sondern nur tut den Wohnungsbau verwandt werden. Wir werden hinwir'ea auf einen Abbau der W o h n u n g s zwangs­wirtschaft.

Abg. Winnefeld (D.V.P.): Die Kornrnu- nalverwaltungen erwerben vielfach Grund und Boden in zu großem Umfang. Das System der Enteignung sollte nicht übertrieben werden. Den notwendigen Mieterschutz können wir aufrecht­erhalten, aber alles, was darüber hinausgeht an Zwangswirtschaft, muß verschwinden.

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Hindenburg an den Papst.

Ein Glückwunschschreiben des Neichdpräsi» denten zum 50 jährigen Priesterjubiläum des Papstes.

Berlin. 5. Dez. (WB.) Reichspräsi­dent von Hindenburg hat an den Papst zu seinem 50jährigen Priesterjubiläum einen Bries gerichtet, der folgenden Wortlaut hat:E w. Heiligkeit stehen im Begriff, das seltene Fest des 50jährigen Priesterjubiläums zu feiern. Es ist mir eine ganz besondere Freude, Cw Heiligkeit bei dieser Gelegenheit meine und der Reichsregierung aufrichtig st e Glückwünsche zu Ausdruck bringen jju dür­fen. Möge der Allmächtige Ew. Heiligkeit noch viele glückliche 3ahre fruchtbaren Wirkens schenken und dem unermüdlichen Schaffen Ew. Heiligkeit seinen Segen verleihen. 3ch habe meinen Botschafter beim Heiligen Stuhl, Herrn Dr. v. Bergen, beauftragt, Ew. Heilig­keit dieses Handschreiben zu überreichen und sich dabei auch noch mündlich zum Mittler der Ge­fühle zu machen, die mich bei diesem freudigen Anlaß beseelen. Als äußeres Zeichen meiner An­teilnahme und freundschaftlichen Gesinnung bitte ich, aus den Händen des Herrn Botschafters e i n Tafelservice entgegenzunehmen, das von der Staatlichen Porzellanmanufaktur in Berlin einem Prunkserviee des Königs Frie­drich II. von Preußen nachgebildet worden ist. Mit nochmaligen besten Wünschen für Ew Heiligkeit persönliches Wohlergehen verbinde 'ch die Versicherung meiner vollkommensten Hoch­achtung und aufrichtige Freundschaft."

D e r l im , den 24. Oktober.

(g^z.) v. Hindenburg, (gegengezeichnet) C u r t i u s.

Oie Antwort des Papstes.

Auf das Glückwunschschreiben hat Seine Heilig­keit der Pap st ein Antwortschreiben in lateinischer Sprache an den Reichspräsi­denten gerichtet, in dem Papst Pius Xi. seine Freude über das Handschreiben des Reichspräsi­denten und das ein Wunderwerk der Kunst dar­stellende Geschenk, das der Reichspräsident durch den deutschen Dotschafter beim Päpstlichen Stuhl hat überreichen lassen, zum Ausdruck bringt. Er fügt hinzu, daß er dieses Geschenk a l s ein Zeiche.n der Achtung und des Wohl­wollens, welches das edle deutsche Volk dem Apostolischen Stuhle entgegenbringe, mit der größten Genugtuung entgegenge­nommen habe. 3n seinem Handschreiben be­kräftigt der Papst erneut den Ausdruck seines tiefgefühlten Dankes, den er bereits durch den

3o bleibt Allerdings Imanzreform?

Initiative der Volkspartei

Das italienische Königspaar beim Papst

Oie Aussöhnung zwischen Quirinal und Vatikan

Straßen säumte, mitBegeisterungbeg 2(m Eingang zur Stadt des Vatikans hieß bi

hört,

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R o m, 5. Dez. (WB.) Das italienische Kö­nigspaar begab sich heute in Begleitung des Außenministers Gran di und mehrerer Großwür- benträger im Kraftwagen nach ber Stadt des Vati­kans, um dem Papst einen Besuch abzustatten. Der aus sieben Automobilen bestehende Zug wurde unterwegs von einer großen Volksmenge, die die

Aus aller Welt.

Schwerer Sturm im fianal.

Das Repräsentantenhaus der Union hat die Vor­lage auf Herabsetzung ber Steuern um 160 Millionen Dollar mit 218 gegen 17 Stimmen angenommen.

Abg. Lucke (W. P.): Das System der Woh- nungszwangswirtfchaft habe vollkommen versagt. Der Reichsarbeitsminister Wissell, der früher als Verfechter der Planwirtschaft die Soziali­sierung des Wohnungswesens er­strebte, will dieses Ziel letzt mit seinen Richt­linien auf Umwegen erreichen. Wir wollen die Wohnungsnot beseitigen, aber das läßt sich nur in einer ungebundenen Wirt­schaft erreichen. Weiterberatung Dienstag.

Dineen bleibt besetzt.

B i n g e n, 5. Dez. Zu der Meldung, daß die Stadt Dingen nach dem Abzug der seither hier garnifo» nierten Engländer eine Besatzung von 60 Franzosen erhalten wird, erfahren wir noch: Die Engländer, die in den nächsten Tagen Bingen verlassen, werden durch eine starke französische Be­satzung ersetzt werden. Entgegen früherer Annahme wird also die Stadt nicht frei werden. Die Ent­täuschung der Bevölkerung ist selbstoer- stündlich groß. In den letzten Tagen waren fron- zösische Offiziere hier, um die Quartiermöglichkeiten ftstzustellen. Die Stadt Bingen, die bisher nur etwa 200 Engländer hatte, wird in Zukunft eine Garnison von etwa 300 französischen

Kleine politische Nachrichten.

Die Regierungsparteien haben sich an den Reichs­kanzler mit dem dringenden Ersuchen gewandt, daß das in der Regierungserklärung vom Juni 1928 und in der Reichstagssitzung vom Februar 1929 ange- kündigte Kleinrentnergesetz nunmehr unver­züglich n o ch vor den Weihnachtsferien dem Reichstage oorgelegt wird.

Steinen. Die Audienz dauerte 20 Minuten. Im An­schluß daran besuchten der König und die Königin den Petersdom und kehrten dann in den Quiri­nal zurück, wo sie alsbald den Gegenbesuch des Kardinalstaatssekretärs Gasparri, ber vom apo­stolischen Nuntius beim König Borgongini- Duca begleitet war, empfingen.

Das große Ereignis, dura) das die Aus­söhnung des Hauses Savoyen mit dem Papst vor den Augen der Welt zum Ausdruck kam, vollzog sich bei herrlichem Sonnen­schein. Auf dem geräumten Peiersplah hatten päpstliches Militär, Gendarmen, Palatingarte und Schweizergarde Aufstellung genommen; außerhalb der Kolonnaden des Pelersplatzes bis zum Engelstor bildete italienisches Militär Spa­lier. König und Königin wurden in das Zimmer Ides Papstes geführt und blieben darin etwa 20 Minuten, worauf die Vorstellung der beider­seitigen Hofchargen erfolgte. Alsdann fand ein Besuch beim Kardinal st aatssekre- t ä r statt. Alsdann zogen König und Königin mit dem ganzen Gefolge in die Peterskirche, wo sie zuerst eine kurze Andacht vor dem Sakraments­altar verrichteten und sich darauf zum Grab des Heiligen Petrus begaben. Kardinal Merrh del Val, umgeben vom Kapitel von Sankt Petri, empfing das Königspaar, das kurz danach die Peterskirche verließ. Rach^em das päpstliche und das italienische Militär gegenseitig die Gewehre präsentiert und die päpstliche Hymne und den italienischen Königsmarsch gespielt hatten, löste sich die große Militärparade auf.

Großwürbenträgern bes päpstlichen Hofes umgebene Gouverneur ber Stabt bes Vatikans, Sera- f i n i, bas Königspaar willkommen. Dieses begab sich bann über ben Petersplatz und ben Borgiahof nach bem San Damaso-Hof. Die p ä p st l i ch e n Truppen, bie in ber Stabt bes Vatikans aufge­stellt waren, erwiesen bem König unb ber Königin bie militärischen Ehren, während bie Kapellen ber päpstlichen Garben bie Königshymne spielten.

Das Königspaar wurde darauf in Begleitung ber Großwürbenträger bes päpstlichen Hofes um 11 Uhr in ben kleinen Thronfaal geführt, wo sie ber 23 a p ft erwartete. Im Verlauf ber Aubienz überreichte der Papst bem König in einem Schrein aus wertvollem Holze bas vierbändige in Leder ge» bunbene unb mit dem Wappen des Hauses Savoyen geschmückte Werk:Besch.eibung unb Abbilbung ber Medaillen des Vatikan s", sowie ein ßeberetui mit drei großen Medaillen in Gold, Silber unb Bronze zur Erinnerung an bas 8. Jahr bes Pontifikats Pius' XI. Der Königin über­reichte ber Papst eine Mosaiknachbilbung ber Raf- faelschen .Madonna bella Sebia und einen Rosenkranz aus Gold mit wertvollen

Soldaten beherbergen müssen. Der preußische Ort Bingerbrück soll dagegen, wie man ganz von Besatzung frei bleiben.

Die durch den Sturm an^der Kanal» und Ozeanküste angerichteten Schäden find sehr _ _ deutend. Es liegen Rachrichten vor über Hilfe- rufe verschiedener Schiffe in der Rähe von Lo-

. Augst vor der Kritik.

Mehrertrag von 200 Mill. Mark jährlich aus der Tabaksteuer herausholen. Die im Rcichs- sinanzminisler um bereits au ^gearbeitete Vor­lage sicht für die Zigarette eine Erhöhung der Tabaksteuer von 30 auf 33 Proz. und der Materialsteuer von 4 auf 5 Mark je Kilo­gramm vor, ferner als Schutz gegen Außen­seiter eine Kontingentierung der Produl'.ion. Die Steuer auf Zigarettenhülsen soll von 1,50 auf 6 Mark erhöht werden. Für den Rauch- t a 6 a t soll die Steuer für echten Feinschnitt von 45 auf 60 Proz., für den Pfeifentabak von 20 auf 35 Proz. heraufgeseht werden. Für den Kautabak ist eine Steuererhebung von 5 auf 10 Proz., für den Schnupftabak eine solche von 10 auf 15 Proz. vorgesehen.

Für die Zigarre nimmt die Vorlage keine Erhöhung der bisherigen Belastung in Aussicht, da das Finanzministerium offenbar der Heber­zeugung ist, daß die gespannte Wirtschaftslage in der Zigarrenherstellung keine weitere Mehr­belastung der Zigarre vertrage. Man wird sich dieser Auffassung des Reichsfinanzministeriums anschließen müssen, wenn man weiß, das der derzeitige Konsum an Zigarren (1928: 6,8 Mil­lionen Mille an versteuerten Zigarren) noch immer um 20 Prozent geringer ist, als in der Vorkriegszeit (8 Millionen Mil.e an versteuerten . igarren) und etwa dem Stande der Zigarren- Industrie um die Jahrhundertwende entspricht. Dagegen erhöhte sich der Zigarettenkonsum in der Rachlriegszeit von 12 auf rund 30 Mil­liarden Stück pro Jahr. Das dürste nicht allein in dem Wechsel der Mode und der Beliebtheit der Zigarette bei der Damenwelt feinen Grund haben, sondern gewiß auch auf die schwere steuerliche Belastung der Zigarre zurückzuführen sein. Man halte sich nur vor Augen, daß vor dem Kriege die gesamten Steuereinnahmen auf alle Tabaksabrikate einschließlich der Zölle dem Reich 186 Millionen Mark einbrachten, während jetzt allein die Zigarre bei einem um 20 Prozent zurückgegangenen Konsum an Tabaksteuer und Einfuhrzoll insgesamt 215 Millionen Mark ein» bringen soll. Wer also jetzt eine 15-Psennig- Zigarre raucht, verraucht fast 4 Pfennig an reiner Steuer. Daher erscheint es also wohl begreiflich, daß der Reichsfinanzminister vor einer weiteren Belastung der Zigarre vorläufig noch zurückschreckt, zumal bei der großen Kapital­knappheit in den Kreisen des Mittelstandes, der Angestellten- und Arbeiterschaft die Gefahr nicht von der Hand zu weisen ist, daß bei einer wei­teren Verteuerung der Zigarre durch ein An­ziehen der Steuerschraube der Konsum nachlüßt und die Erträgnisse aus der Tabaksteuer den­selben rückläufigen Weg einschlagen, wie jetzt schon viele andere Steuern.

rient. 3n der Stadt Lorient selbst tourten zahlreiche Dächer vom Sturm abgedeckt, ebenso in Concarneau und Quimper. Die seit einigen Tagen in verschiedenen Gegenden Frank­reichs niedergegangenen starken Regen­güsse drohen eine Heberfchwernmungs- gefahr nach sich zu ziehen. Die Maas und die Marne, fotoie ihre Rebenflüsse sind gewaltig gestiegen und stellenweise schon über ihre Ufer getreten. Infolge des cm der englischen Küste

Berkin, 6. Dez. (Priv.-Tel.) Der Vorsitzende der volksparteilichen Reichstagsfraktion, Abgeordneter Zapf, hat den Reichskanzler Hermann Müller aufgesucht, um ihm von der unzweideutigen Mei­nung seiner Fraktion dahin Kenntnis zu geben, daß ihr eine weitere Verzögerung der Ver­öffentlichung der Hilferdingschen Fi­nanzpläne untragbar erscheine. Die oolks- partciliche Reichstagsfraktion fei bei einer längeren Dauer des gegenwärtigen Zustandes nicht in der Lage, die Verantwortung für die Re­gierung länger mitjutragen. Wie in Ber­liner politischen Kreisen verlautet, hat der Reichs­kanzler die sachliche Berechtigung des oolks- parteilichen Verlangens nach einigem Zögern a n - erkannt. Er hat aber weiterhin darauf hinge­wiesen, daß der Reichsfinanzminister Bedenken trage, seinen Finanzplan schon jetzt zu veröffentli­chen, weil er ihn nicht ber zu erwartenden st arten öffentlichen Kritik aussetzen wolle. Es ist nicht schwer zu erraten, vor wem Hilferding in diesem Falle die meiste Angst hat: offenbar vor seinen eigenen Partei­freunden, die seinen Plan der Einführung eines Verwaltungsbeitrages zur Schaffung eige­ner Steuerquellen für die Gemeinden abgelebt haben.

Hilferding uno die Finanzbureaukratie in feinem Ministerium denken sich bie weitere Entwicklung ber Dinge offenbar so, baß ber Reichstag m ö g l i ch st nicht vor Enbe Januar mit bem Haushalt für 1930 und bem damit verbundenen Finanzpro­gramm beschäftigt werbe. Dann besteht nämlich bie Wahrscheinlichkeit, baß alles Hals über Kopf erledigt werben muß, ba boch bie Länber unb Ge- mcinben mindestens am 1. A p r i l wissen müssen, womit sie im kommenden Finanzjahr zu rechnen haben. Die Gefahren einer solchen Entwick­lung liegen aber auch weiterhin darin, daß man sich im Drange ber Zeit mit halben Maßregeln begnügt, weil zu einer gründlichen Durcharbei­tung bes Stoffes nicht genügenb Zeit bleibt. Hat man aber erst einmal einen bestimmten Abschnitt erreicht, bann ist bei bem notorischen Ferienbedürfnis bes Reichstages bie weitere Möglichkeit vorhanden, baß im Frühjahr unb Sommer überhaupt nichts Durchgreifendes geschieht, ba ja das Reich bann zunächst über die größten Klippen hin­weg ist.

Finanznot und Tabaksteuer.

Neue Plane des Reichsfinanzministeriums.

Berlin, 6. Drz. (Privattil.) Wie wir aus gut unterrichteter Quelle erfahren, hat es den Anschein, als ob, entgegen früherer Absichten, die Reichssinanzr.fcrm an der Tabaksteuererhö­hung nun doch nicht vorbeikommen werde. Das Reichsfinanzministerium will offenbar einen

Der Vorsitzende ber zweiten Haager Konferenz, I a f p a r, hat als Termin für bie zweite Haa - ge r Konferenz ben 3.Januar 1930 bezeichnet. In politischen Streifen Berlins wird mit Sicherheit auf die Einhaltung dieses Termins gerechnet. Die 3entrumsfrattlon des Reichstags wählte den Abg. Dr. B r ü n i n g zu ihrem 1. Vorsitzenden. Die Stelle des 1. Fraktionsoorsitzenden war feit der (Er­nennung Stegerwalds zum Verkehrsminister un- besetzt.

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Herrschenten Sturmes ist ter Eisenbahn- und Schiffsverkehr nach Frankreich über RewhavenDieppe eingestellt worden. Der Verkehr zwischen Doulogne ud Folkestone wird über Dover geleitet. Der 2400 Tonnen große britische Dampfer »Francees Duncan", ter sich mit einer Kohlenladung auf ter Fahrt von Cardiff nach Rouen befand, wurde während des Sturmes in ter Rähe von Kap Lands End von einer gewaltigen Woge zum kentern ge­bracht und sank innerhalb von einigen Mi­nuten. 16 Mann der Besatzung ertranken, fünf konnten gerettet werden.

Schwere vrandkalastrophe in einem thüringischen Dorf. Das schon im vorigen Zähre von schweren Bränden heimgesuchte Dorf Ammern bei Mühlhausen wurde von einer schweren Drandkatastrophe betroffen, bei der 12 G e - ude bis auf die Mauern nieder­brannten. Das Feuer kam in einer Scheune auf und verbreitete sich infolge des stärken Win­des mit rasender Schnelligkeit, so daß bald die angrenzenden Scheunen sechs anderer Einwohner in Flammen standen. Bei der Zneinanderschachte- lung ter Gebäude mußte sich die Feuerwehr auf die Rettung der Wohnhäuser beschrän­ken, die teilweise großen Wasserschaden erlitten. Außer den zwölf Gebäuden sind große Futler- vorräte und viel Kleinvieh dem Brande zum Opfer gefallen. Es wird 33 r a n ö ft i f t u n g ver­mutet. Zwei Verhaftungen sind bereits erfolgt.

Edison dementiert.

Dor seiner Abreise nach Florida, wo er ten Winter verbringen wird, nahm Edison Ver- anlaffu;:g, die Rachricht, daß er ein Verfah­ren zur Herstellung von syntheti­schem Gummi entdeckt habe, das sich wirt­schaftlich ausbeuten lasse, zu dementieren.

Vrandunglück beim Bau der Zugspihbahn.

3n der Kantine bei Fenster 4 ter in Dau befindlichen bayrischen Zugspihbahn brach Feuer aus, das sich infolge tes Föhnsturmes rasch ausbreitete und auch die Wohn­barracken erfaßte. Der Brand pflanzte sich fort bis zur Seilbahn st ation. De 6.im Bau beschäftigten Arbeiter tonnten sich in Sicherheit bringen, m'.t Ausnahme eines, ter im Rauch er stickt ist. Ein anderer Arbeiter wird noch vermißt.

Explosion in einem rumänischen Spital.

Im Spital zu P l o c st i hatte sich im Aufnahme­raum aus bisher unbekannter Ursache geruchlo­ses Gas vxrbreitct, das sich entzündete, als eine Beamtin sich eine Zigarette anzündete. Die Detonation war fo gewaltig, daß bas ganze Zimmer in einen Trümmerhaufen ver­wandelt würbe. Die Beamtin, der Spitaloerwal- ter und eine Pflegerin erlitten Verletzungen, an denen sie bald danach st a r b e n. Infolge des Einsturzes der Zwischenwand wurden auch im an- schließenden Krankensaal verschiedene Pfleglinge ver­letzt. Unter den Kranken brach ein« Panik aus. Die Feuerwehr konnte nur mit Mühe bas Feuer lokalisieren und die Spitalbewohner beschwichtigen. Ein amerikanisches Dostgebäude durch eine Explosion zerstört.

In M u n h a l l bei Pittsburg wurde das zwei­stöckige Poftgebäude durch eine gewaltige Explosion zerstört. Zwei Personen wurden getötet unb 75 verletzt. Unter ben Verletzten befinden sich zahl­reiche Passagiere eines Straßenbahn- wagens, ber im Augenblick ber Explosion an bem Postgebäube vorbeisuhr. Sechs Personen wer­ben noch vermißt.

Oie Wetterlage.

Donnerslaa, 5.Dezemb. 19g97h aPds.| \

OwoiKtmos Qnrncr onaib ordecni. ® wontig. ® ordrcxi «skegeix »Sehnet a Graupeln 5 Nebel R Gewitter (g)windsniie.o, sehr eiente- O$i nassige« Südsüdwest sturmijcne» Rordweil oielene wegen mit dem wmoe Oie beiden Stationen bienenden Zäh­en geben die Temperatur an Oie Linien verbinden Orte oui gieicheo) ul neeresmveau umatrernoeien Luftdruck

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Der Kern des umfangreichen atlantischen Tiefs ist nordöstlich gewandert und liegt heute morgen über ben Farören. Unter dem Südseiteneinfluß der Stö­rung ist in Deutschland wieder vielfach Seroöl ung aufgekommen, jedoch ist das gestern über den br tischen Inseln gelegene Regengebiet nach Südskand.navien gezogen, wo heute morgen reichlich Niederschläge uuftreten. Da wir nun mit der Zufuhr etwas kuh- lerer ozeanischer Luftmassen zu rechnen haben, so werden die Temperaturen einen geringen Rückgang erfahren. Die Wolkendecke wird dabei vorübergehend durchbrochen, jedoch herrscht noch Bewölkung vor, und gant vereinzelt sind geringe Niederschläge nicht ausgeschlossen.

Wettervoraussage für Samstag: Wechselnde Bewölkung, vorübergehend auch auf­heiternd, etwas kühler, ganz vereinzelt leichte Riederfchläge.

Lufttemperaturen am 5. Dezember: mittags 11,9 Grad Celsius, abends 10,2 Grad; am 6. Dezember: morgens 9,2 Grad. Maximum 12,1 Grad, Minimum 8,2 Grad. Erdtemperaturen in 10 cm Tiefe am 5. Dezember: abends 7,2 Grad; am 6. Dezember: morgens 7,8 Grad Celsius. Sonnenscheindauer 47i Stunden.